Vorlesung Lernen at Universität Marburg | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Vorlesung lernen an der Universität Marburg

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TESTE DEIN WISSEN

Nenne die drei verschiedenen Beschreibungsebenen & jeweils ein Beispiel!

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TESTE DEIN WISSEN

- prozedurale Ebene = Beschreibung der Umweltveränderungen

-->auf Glockenton folgt wiederholt Futter!

- phänomenologische Ebene = Beschreibung von Verhaltensänderungen 

-->Pavlovs Hund speichelt bereits beim Glockenton! 

- mechanistische Ebene = Beschreibung der Mechanismen 

-->Assoziation zw. den mentalen Repräsentationen von Glockenton & Futter!

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TESTE DEIN WISSEN

VL2: Was versteht man unter der Modulation von Reflexen?

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TESTE DEIN WISSEN

- selbst einfache Reflexe können oft zentral (von höheren zentralnervösen Funktionen) moduliert werden 

- bspw. führt eine Erhöhung der allgemeinen Aktivierung (arousal) zu einer erhöhten Reflexaktivität

- Veranschaulichung: Berührung von hinten an der Schulter

... in der Cafeteria (nicht sonderlich heftige Reaktion)

vs.

... im Kino beim Horrorfilm 

(starke, heftige Schreckreaktion)

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TESTE DEIN WISSEN

Laut der Arbeitsdefinition ist Veränderung des Verhaltens dauerhaft & beruht auf Erfahrung. Verhalten ist aber multifaktoriell bedingt; lernen ist nur einer dieser Faktoren! Nenne Beispiele für Verhaltensänderung, die zwar auf Erfahrung beruht, jedoch nicht dauerhaft ist! Sprich: Änderung im Verhalten besteht nur, solange ein bestimmter Zustand vorherrscht...

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TESTE DEIN WISSEN

- Ermüdung (fatigue): sinkende Verhaltensrate aufgrund Ermüdung der Muskeln (nach Erholung wieder altes Niveau)

- physiologische Veränderungen: z.B. durch Hormone, Medikamente, Drogen 

- motivationale Veränderungen: z.B. durch Hunger, Durst 

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TESTE DEIN WISSEN

Laut der Arbeitsdefinition von lernen ist Verhaltensänderung dauerhaft & beruht auf Erfahrung. Es gibt aber auch Verhaltensänderung, die zwar dauerhaft ist, jedoch nicht auf Erfahrung beruht. Nenne ein Beispiel!

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TESTE DEIN WISSEN

Biologische Reifung (maturation)

Veränderung in Abhängigkeit von der Zeit (z.B. Körperwachstum, Blasenkontrolle nach Markscheidenbildung)

!Es gibt jedoch Reifungsprozesse, die erfahrungsabhängig verlaufen. Z.B. eingeschränkte Entwicklung der Ganglienzellen des visuellen Systems bei Abwesenheit visueller Stimulation in frühem Lebensalter!

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TESTE DEIN WISSEN

Lernen als Forschungsgebiet: Experimentelles Vorgehen. Nenne ein Beispiel!

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TESTE DEIN WISSEN

Hintergrund:

- Lernforschung ist immer experimentell, da einzige Möglichkeit, kausale Beziehung zw. Erfahrung & Verhalten zu untersuchen!

-->Führt eine bestimmte Erfahrung zu einem bestimmten Verhalten?

Typischer Versuchsplan: 

- Experimentalgruppe: Training mit bestimmter Eigenschaft (z.B. wiederholte Paarung von Glockenton & Futter) 

- Kontrollgruppe: Training ohne diese Eigenschaft (keine Paarung; Glockenton & Futter treten unabhängig voneinander auf)

-->erst, wenn Experimental- & Kontrollgruppe unterschiedl. auf Glockenton reagieren, kann ich sagen, dass die Paarung von Glockenton & Futter das Verhalten auf den Glockenton beeinflusst hat!

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TESTE DEIN WISSEN

VL2: Worin besteht der Unterschied zwischen angeborenem & gelerntem Verhalten?

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TESTE DEIN WISSEN

- Reflexe & Modal Action Patterns gehören zu vorgeformten Verhaltenssystemen, mit denen ein Organismus geboren wird (genetisch determinierte Reflexausstattung)

-->angeborenes Verhalten!


- demgegenüber könnte man Verhaltensweisen stellen, die im Laufe des Lebens erworben werden (z.B. Klavierspielen)

-->gelerntes Verhalten!

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TESTE DEIN WISSEN

Funktion von lernen: konkret.

Was verstehen wir unter instrumenteller Konditionierung?

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TESTE DEIN WISSEN

- es gibt Zusammenhänge zw. Verhalten & Umweltereignissen 

-->Verhalten A führt zu Ereignis A!

-->dadurch können wir das Auftreten von Ereignissen steuern

- Bsp. für instrumentelle Konditionierung:

Falschparken -->Strafzettel 

"Knöllchen" entfällt, wenn Auto ordnungsgemäß geparkt!

"Lernen am Erfolg"

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Nenne Beispiele für Fehlanpassungen durch lernen!

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- Angststörungen 

- Esstörungen 

- Drogenabhängigkeit 


Therapeutische Verfahren nutzen gezielt Lernprinzipien, um Fehlanpassungen zu korrigieren (z.B. Extinktion bzw. Verhaltenslöschung)

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TESTE DEIN WISSEN

Lernen als Forschungsgebiet: Annahme universeller Gesetzmäßigkeiten.

1) Wer ist ein prominenter Vertreter dieser Annahme? 

2) Annahme universeller Lernprinzipien spricht nicht gegen Diversität bei Spezies, z.B. bezüglich...

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TESTE DEIN WISSEN

1) Charles Darwin 

2) - Stimuli, über die gelernt wird 

     - Reaktionen, die gezeigt oder gelernt 

       werden können 

     - Geschwindigkeit, mit der gelernt 

       wird 

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TESTE DEIN WISSEN

Was ist die methodische Implikation der Annahme universeller Gesetzmäßigkeiten? 

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TESTE DEIN WISSEN

- wenn Lerngesetze universell sind, dann kann man beliebige Spezies in beliebiegen Situationen untersuchen 

- führte zur Entwicklung weniger Standard-Prozeduren, mit denen Lernen erforscht wird 

(meist bei Ratten & Tauben)

- Vorteil: fein-abgestimmte Untersuchungsverfahren 

- Nachteil: Gültigkeit universeller Lerngesetze lässt sich so nicht prüfen. 

-->dazu sind Untersuchungen in vielen verschiedenen Spezies und Lernsituationen notwendig!

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Lernen ist nicht gleichzusetzen mit "Veränderung von Verhalten"! Warum?

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TESTE DEIN WISSEN

Durch Lernen verändern sich interne Prozesse, die für Verhalten verantwortlich sind. Diese internen Veränderungen können wir von Außen nicht beobachten!

Was wir beobachten können, ist lediglich das Ergebnis von Lernen: Eine Veränderung im Verhalten 

-->Ausbildung einer neuen Verhaltensweise

-->Unterdrückung eines zuvor gezeigten Verhaltens 

Aber: Lernen kann stattfinden, ohne dass es zu einer unmittelbaren Veränderung des Verhaltens kommt! Verhaltensänderung wird erst unter bestimmten Bedingungen sichtbar.

Bsp.: Kind beobachtet Elternteil beim Autofahren. Lernen wird erst sichtbar, wenn Kind selbst das Lenkrad (oder ähnliches Objekt) vor sich hat!!

Außerdem: Eine Veränderung im Verhalten kann auftreten, ohne dass Lernen stattgefunden hat. Verhaltensänderung geht auf eine Veränderung in der Umwelt zurück. 

Bsp.: Verbesserung des Schlafverhaltens, weil die lauten Nachbarn endlich mal in den Urlaub gefahren sind. 

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TESTE DEIN WISSEN

VL2: Was ist ein Modal Action Pattern?

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TESTE DEIN WISSEN

= komplexeres ausgelöstes Verhalten 


-->Reaktionskette, die bei einer oder wenigen eng verwandten Spezies vorkommt

-->im Gegensatz zu Reflexen, die oft speziesübergreifend vorliegen!


Typische Verhaltensbereiche:

- Sexualverhalten 

- Territorialverhalten 

- Aggression 

- Jagd 


Bsp.: Balzverhalten des Stichlings 

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  • 46 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Vorlesung lernen Kurs an der Universität Marburg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Nenne die drei verschiedenen Beschreibungsebenen & jeweils ein Beispiel!

A:

- prozedurale Ebene = Beschreibung der Umweltveränderungen

-->auf Glockenton folgt wiederholt Futter!

- phänomenologische Ebene = Beschreibung von Verhaltensänderungen 

-->Pavlovs Hund speichelt bereits beim Glockenton! 

- mechanistische Ebene = Beschreibung der Mechanismen 

-->Assoziation zw. den mentalen Repräsentationen von Glockenton & Futter!

Q:

VL2: Was versteht man unter der Modulation von Reflexen?

A:

- selbst einfache Reflexe können oft zentral (von höheren zentralnervösen Funktionen) moduliert werden 

- bspw. führt eine Erhöhung der allgemeinen Aktivierung (arousal) zu einer erhöhten Reflexaktivität

- Veranschaulichung: Berührung von hinten an der Schulter

... in der Cafeteria (nicht sonderlich heftige Reaktion)

vs.

... im Kino beim Horrorfilm 

(starke, heftige Schreckreaktion)

Q:

Laut der Arbeitsdefinition ist Veränderung des Verhaltens dauerhaft & beruht auf Erfahrung. Verhalten ist aber multifaktoriell bedingt; lernen ist nur einer dieser Faktoren! Nenne Beispiele für Verhaltensänderung, die zwar auf Erfahrung beruht, jedoch nicht dauerhaft ist! Sprich: Änderung im Verhalten besteht nur, solange ein bestimmter Zustand vorherrscht...

A:

- Ermüdung (fatigue): sinkende Verhaltensrate aufgrund Ermüdung der Muskeln (nach Erholung wieder altes Niveau)

- physiologische Veränderungen: z.B. durch Hormone, Medikamente, Drogen 

- motivationale Veränderungen: z.B. durch Hunger, Durst 

Q:

Laut der Arbeitsdefinition von lernen ist Verhaltensänderung dauerhaft & beruht auf Erfahrung. Es gibt aber auch Verhaltensänderung, die zwar dauerhaft ist, jedoch nicht auf Erfahrung beruht. Nenne ein Beispiel!

A:

Biologische Reifung (maturation)

Veränderung in Abhängigkeit von der Zeit (z.B. Körperwachstum, Blasenkontrolle nach Markscheidenbildung)

!Es gibt jedoch Reifungsprozesse, die erfahrungsabhängig verlaufen. Z.B. eingeschränkte Entwicklung der Ganglienzellen des visuellen Systems bei Abwesenheit visueller Stimulation in frühem Lebensalter!

Q:

Lernen als Forschungsgebiet: Experimentelles Vorgehen. Nenne ein Beispiel!

A:

Hintergrund:

- Lernforschung ist immer experimentell, da einzige Möglichkeit, kausale Beziehung zw. Erfahrung & Verhalten zu untersuchen!

-->Führt eine bestimmte Erfahrung zu einem bestimmten Verhalten?

Typischer Versuchsplan: 

- Experimentalgruppe: Training mit bestimmter Eigenschaft (z.B. wiederholte Paarung von Glockenton & Futter) 

- Kontrollgruppe: Training ohne diese Eigenschaft (keine Paarung; Glockenton & Futter treten unabhängig voneinander auf)

-->erst, wenn Experimental- & Kontrollgruppe unterschiedl. auf Glockenton reagieren, kann ich sagen, dass die Paarung von Glockenton & Futter das Verhalten auf den Glockenton beeinflusst hat!

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Q:

VL2: Worin besteht der Unterschied zwischen angeborenem & gelerntem Verhalten?

A:

- Reflexe & Modal Action Patterns gehören zu vorgeformten Verhaltenssystemen, mit denen ein Organismus geboren wird (genetisch determinierte Reflexausstattung)

-->angeborenes Verhalten!


- demgegenüber könnte man Verhaltensweisen stellen, die im Laufe des Lebens erworben werden (z.B. Klavierspielen)

-->gelerntes Verhalten!

Q:

Funktion von lernen: konkret.

Was verstehen wir unter instrumenteller Konditionierung?

A:

- es gibt Zusammenhänge zw. Verhalten & Umweltereignissen 

-->Verhalten A führt zu Ereignis A!

-->dadurch können wir das Auftreten von Ereignissen steuern

- Bsp. für instrumentelle Konditionierung:

Falschparken -->Strafzettel 

"Knöllchen" entfällt, wenn Auto ordnungsgemäß geparkt!

"Lernen am Erfolg"

Q:

Nenne Beispiele für Fehlanpassungen durch lernen!

A:

- Angststörungen 

- Esstörungen 

- Drogenabhängigkeit 


Therapeutische Verfahren nutzen gezielt Lernprinzipien, um Fehlanpassungen zu korrigieren (z.B. Extinktion bzw. Verhaltenslöschung)

Q:

Lernen als Forschungsgebiet: Annahme universeller Gesetzmäßigkeiten.

1) Wer ist ein prominenter Vertreter dieser Annahme? 

2) Annahme universeller Lernprinzipien spricht nicht gegen Diversität bei Spezies, z.B. bezüglich...

A:

1) Charles Darwin 

2) - Stimuli, über die gelernt wird 

     - Reaktionen, die gezeigt oder gelernt 

       werden können 

     - Geschwindigkeit, mit der gelernt 

       wird 

Q:

Was ist die methodische Implikation der Annahme universeller Gesetzmäßigkeiten? 

A:

- wenn Lerngesetze universell sind, dann kann man beliebige Spezies in beliebiegen Situationen untersuchen 

- führte zur Entwicklung weniger Standard-Prozeduren, mit denen Lernen erforscht wird 

(meist bei Ratten & Tauben)

- Vorteil: fein-abgestimmte Untersuchungsverfahren 

- Nachteil: Gültigkeit universeller Lerngesetze lässt sich so nicht prüfen. 

-->dazu sind Untersuchungen in vielen verschiedenen Spezies und Lernsituationen notwendig!

Q:

Lernen ist nicht gleichzusetzen mit "Veränderung von Verhalten"! Warum?

A:

Durch Lernen verändern sich interne Prozesse, die für Verhalten verantwortlich sind. Diese internen Veränderungen können wir von Außen nicht beobachten!

Was wir beobachten können, ist lediglich das Ergebnis von Lernen: Eine Veränderung im Verhalten 

-->Ausbildung einer neuen Verhaltensweise

-->Unterdrückung eines zuvor gezeigten Verhaltens 

Aber: Lernen kann stattfinden, ohne dass es zu einer unmittelbaren Veränderung des Verhaltens kommt! Verhaltensänderung wird erst unter bestimmten Bedingungen sichtbar.

Bsp.: Kind beobachtet Elternteil beim Autofahren. Lernen wird erst sichtbar, wenn Kind selbst das Lenkrad (oder ähnliches Objekt) vor sich hat!!

Außerdem: Eine Veränderung im Verhalten kann auftreten, ohne dass Lernen stattgefunden hat. Verhaltensänderung geht auf eine Veränderung in der Umwelt zurück. 

Bsp.: Verbesserung des Schlafverhaltens, weil die lauten Nachbarn endlich mal in den Urlaub gefahren sind. 

Q:

VL2: Was ist ein Modal Action Pattern?

A:

= komplexeres ausgelöstes Verhalten 


-->Reaktionskette, die bei einer oder wenigen eng verwandten Spezies vorkommt

-->im Gegensatz zu Reflexen, die oft speziesübergreifend vorliegen!


Typische Verhaltensbereiche:

- Sexualverhalten 

- Territorialverhalten 

- Aggression 

- Jagd 


Bsp.: Balzverhalten des Stichlings 

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