Pflege at Universität Mannheim

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Exemplary flashcards for Pflege at the Universität Mannheim on StudySmarter:

Adnexitis

Pat. 22 Jahre wird von ihrem Ehemann mit Fieber 39,3° und starken Unterbauchschmerzen in die Klinik eingeliefert. Schon seit Tagen Jucken und Brennen im Intimbereich. 

Wird mit V.a. Adnexitis eingeliefert. Begleitung und Beratung der Patientin. 


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Akute Pankreatitis

42 Jahre alter Pat. mit starken Bauchschmerzen, strahlen gürtelartig um den Bauch, 

brennend, Ausstrahlen in die Schulter. Hat Fieber, ist schweißig, Puls stark erhöht. 

Lebensgefährtin ruft den Notarzt.


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Allergisches Asthma Bronchiale
Mann, 49 Jahre alt, Florist, hat allergisches Asthma. In der Klinik aufgrund


eines schweren allergischen Anfalls. Hat panische Angst.


Wie gehen Sie auf die Situation ein?

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Apoplex

Fr. Vester, 72, wird von Neurologie auf Stroke Unit verlegt, re. Mundwinkel hängt herab, re. Hemiplegie, Mobilisation in den Rolli auf Stroke Unit, brauchte lange, um richtige Wörter zu finden, Artikulationsschwierigkeiten. 

Als Bezugspflegekraft Übernahme der Betreuung.


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Chronische Niereninsuffizienz
Herr Schwarz, 58, Außendienstmitarbeiter, hat seit Jahren eine chr. Niereninsuffizienz, in letzter Zeit Verschlechterung. Soll Shuntanlage bekommen mit Dialyse. Wohnt mit Ehefrau im Odenwald. Welche Infos benötigt er über seine neue Lebenssituation?

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Colostomaberatung

Patient, 70 Jahre alt, verwitwet, hat den 3. postoperativen Tag nach Colostoma-Anlage bei Rektum-Ca. Soll heute Stoma-Wechsel erfolgen. Der Pat. äußert Angst, dass er Zuhause mit dem Wechsel nicht zurechtkommt.  

Wie reagieren Sie? 


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D- Leberzirrhose

58 Jahre alter Patient, mit dekompensierter Leberzirrhose, Ösophagusvarizenblutung, die endoskopisch gestillt wurde, 

Ikterus, Aszites, Trinkmenge auf 1,5 l beschränkt. 


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DM.

Frau Jonathan, 69 Jahre, neu diagnostizierter Diabetes Typ 2, 

macht sich Sorgen wie es weitergehen soll. Wie gehen Sie auf die Situation ein? 


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Globale Herzinsuffizienz

72 Jahre alter Patient, kraftlos, appetitlos, Unterschenkelödeme, Tochter kontaktiert Hausarzt. Pat. hat blaue Lippen. HA stellt Herzinsuffizienz fest, weist Pat.in Klinik ein. Pat. hat nächtl. Harndrang. 

Wie gestalten Sie den Versorgungs – und Betreuungsbedürfnisse des Pat? 


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Tonsillektomie

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Zum Steiß gelegen

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bauchwärts gelegen

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Exemplary flashcards for Pflege at the Universität Mannheim on StudySmarter:

Pflege

Adnexitis

Pat. 22 Jahre wird von ihrem Ehemann mit Fieber 39,3° und starken Unterbauchschmerzen in die Klinik eingeliefert. Schon seit Tagen Jucken und Brennen im Intimbereich. 

Wird mit V.a. Adnexitis eingeliefert. Begleitung und Beratung der Patientin. 


Erst Bestätigung der Diagnose! Ausschluss EUG (eine außerhalb der GebärmutterhöhleeingenisteteSchwangerschaft) oder Appendizitis. 

 

Adnexitis ist die Entzündung der Adnexe (Tuben und Ovarien) und wird begünstigt durch aufsteigende Infektionen, Menstruation, Intrauterinpessar (Spirale) oder Wochenbett.  

 

Behandelt wird dies mit Antipyretika, Analgetika und Antibiotika. 

Relative Bettruhe ist sinnvoll, damit die Adnexe nicht verkleben. 

Intrauterinpessar sollte entfernt werden. 

 

Pflege: 

Pflege bei Fieber, VZK, Schmerzkontrolle, 

Beobachtung des Ausflusses (meist eitrig), Infusionstherapie beobachten, 

Dokumentation. 

 

Beratungsaspekte: 

Beratung über richtige Intimhygiene bei Menstruation: 

  1. regelmäßiges Wechseln der Binden (lieber keine Tampons) 


  1. davor und danach Hände gründlich waschen, 

  2. Intimbereich mit warmen Wasser abspülen 

  3. Keine Seife für die Intimwaschung 

  4. evtl. Umsteigen auf andere Verhütungsmittel 

  5. ggf. Arztgespräch vermitteln wegen Befürchtung 


auf Sterilität/Infertilitäsrisiko 

Pflege

Akute Pankreatitis

42 Jahre alter Pat. mit starken Bauchschmerzen, strahlen gürtelartig um den Bauch, 

brennend, Ausstrahlen in die Schulter. Hat Fieber, ist schweißig, Puls stark erhöht. 

Lebensgefährtin ruft den Notarzt.


Pat. leidet unter akuter Pankreatitis. Dies ist eine Entzündung der 

Bauchspeicheldrüse mit Selbstverdauung des Organs. 

 

Pflege: 

  1. Überwachung in der Akutphase: 

  • Engmaschige Kontrolle von VZ, Ausscheidung, ZVD, BZ 


  • Bettruhe 

  • Absolute Nahrungskarenz mit Magensonde zur Entlastung 

  1. Schmerzmanagement: 

  • Knierolle zur Entlastung der Bauchdecke 

  • Schmerzeinschätzung nach NRS 


  • Gabe von Analgetika 

  1. Ernährung: 

  • Flüssigkeitsbilanzierung 

  • Substitution von Flüssigkeit, Kalorien, Enzymen 

  1. Körperpflege: 


  • Mund- und Nasenpflege bei liegender Magensonde  

  1. Nach der Akutphase: 

  • Mobilisation 

  • Vorsichtiger Kostaufbau nach Amylase- und Lipasewerten 

  1. Da zu 60% Cholelithiasis als Ursache, fettarmer Kostaufbau  


  • Kein Alkohol, Nikotin, Kaffee 

  • Viele, kleine MZ 

  • BZ-Kontrollen, weil Gefahr der Hyperglykämie, da Pankreas insuffizient 

  1. Prophylaxen: 

  • Obstipation, da paralytischer Ileus (Ursache: Pankreatitis, Opiate, Sepsis) möglich 


  • Thrombose, Pneumonie 

 

 

 

Ursachen dafür sind in 60-70% der Fälle ein abgehender Gallenstein, Gallengangsstenosen → Rückstau von Pankreassekret, Alkohol, Medikamente wie Kortikosteroide oder Tetrazykline 


 

Symptome sind heftigste Oberbauchschmerzen, gürtelartige Ausstrahlung, gummiweicher Bauch (da Pankreas nicht direkt an der Bauchwand liegt, sonst wäre er bretthart), Übelkeit, Erbrechen, evtl. Aszitesbildung, paralytischer Ileus und Ikterus, auch kann der BZ erhöht sein 

 

Diagnostiziert wird die Krankheit mit Laborwerten wie: Erhöhung der Lipase und 

Amylase, Erhöhung der Entzündungsparameter wie CRP, BSG; zudem Sono und 

CT. Herzinfarkt als DD ausschließen. 

 

Die Therapie kann konservativ erfolgen. Ziel ist die Ruhigstellung der Pankreas durch Vermeidung jeglichen Sekretionsreizes 

  • absolute Flüssigkeits-und Nahrungskarenz 

  • Magensonde zur Entlastung 


  • ZVK mit parenterale Ernährung mit Elektrolytsubstitution 

  • Schmerzbekämpfung 

  • Antibiose zur Vermeidung einer Zweitinfektion 

  • Enzymsubstitution mit Kreon. 

 


Chirurgisch werden Pankreasnekrosen entfernt. Die Erkrankung hat eine hohe 

Komplikationsrate → 80% verlaufen ödematös,  

20% mit Teilnekrosen; bilden sich diese, treten Komplikationen wie  

 

hypovolämischer Schock mit Nierenversagen, Gefäßruptur, Peritonitis, Abszessbildung, Sepsis auf 

 

Pflege

Allergisches Asthma Bronchiale
Mann, 49 Jahre alt, Florist, hat allergisches Asthma. In der Klinik aufgrund


eines schweren allergischen Anfalls. Hat panische Angst.


Wie gehen Sie auf die Situation ein?

= anfallsartige Dyspnoe durch überschießende Reaktion auf ein Allergen 

 

  • Angst akzeptieren, beruhigende Gespräche, Gesprächsbereitschaft signalisieren, Klingel erklären und Pat. damit zeigen, dass er jederzeit Hilfe rufen kann 

  • O2 für die Psyche 

  • Lippenbremse, autogenes Training (Entspannungstechnik; in einer Paniksituation auf Atmung konzentrieren und sich etwas Schönes vorstellen),  

  • Jede Hektik und Erregung im Umfeld des Kranken kann zu einem Anfall führen, wenn der Patient noch nicht gelernt hat, sich durch Atemtechnik abzuschirmen. 


  • (für Frischluftzufuhr sorgen), Vorhänge aufmachen, eventuell Zimmertür offen stehen lassen, einengende Kleidung wechseln,  

  • Pat. so hinsetzten/liegen lassen, wie er sich wohl und besser fühlt 

  • Kutschersitz 

  • Pilotsitz 

  • (Pat. durch sicheres Auftreten beruhigen) 


  • Ehepartnerin mit einbeziehen 

  • Umgang mit Inhalationssprays trainieren 

  • Berufswechsel ansprechen, da Allergie eventuell auf Pflanzen, Pollen etc.  

 

Status asthmaticus = therapieresistenter Asthmaanfall über 6-8h  


Pflege

Apoplex

Fr. Vester, 72, wird von Neurologie auf Stroke Unit verlegt, re. Mundwinkel hängt herab, re. Hemiplegie, Mobilisation in den Rolli auf Stroke Unit, brauchte lange, um richtige Wörter zu finden, Artikulationsschwierigkeiten. 

Als Bezugspflegekraft Übernahme der Betreuung.


Definition (Apoplex): 

= Verminderung der O2-Zufuhr im Gehirn aufgrund einer Durchblutungsstörung mit neurologischen Ausfällen. 

Pflege: 

  1. Akutes Ereignis: 

  • Ggf. Patient ins Bett legen 


  • Arzt benachrichtigen 

  • Engmaschige VZ-Kontrolle 

  • Pat. nicht alleine lassen 

  • Neurologische Ausfälle, Pupillenreaktion überwachen 

  1. Maßnahmen nach dem Bobath-Konzept: 


= multidisziplinärer rehabilitativer Ansatz in Therapie und Pflege von Patienten mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems 

  • Verloren gegangene Funktionen können durch Vernetzung und Intensivierung anderer Hirnbereiche wiedererlangt werden (=Plastizität des Gehirns). Hierzu werden Bewegungssequenzen durch ständiges Wiederholen wieder „eingeschliffen“. Das heißt, es werden intakte Verbindungen (Synapsen) zwischen den Nervenfasern rekrutiert, so dass neuronale Funktionsverbände aufgebaut werden, um die motorische Funktion herzustellen. 

  • Ziel: Wiederherstellung der Alltagskompetenzen 

  • Lagerungstypen 

  • Rücken; auf betroffene Seite; auf nicht betroffene Seite 


  • Transfer aus dem Bett 

  • Gehen 

  • Sitzposition 

  • Schulterkomplikation vermeiden 

  • Hüftkomplikation vermeiden 


  • Kommunikationsmöglichkeiten schaffen z.B. Bildertafel, Stift und Papier, der Patientin Zeit signalisieren, Vertrauen schaffen und Geduld zeigen 

  • Schluckstörungen beachten → Unterstützung bei Nahrungsaufnahme, langsam Essen, kleine Portionen, Flüssigkeit ggf. eindicken  

  • Prävention und Gesundheitsberatung  

  • Prophylaxen:Thrombose, Dekubitus, Pneumonie, Aspiration 

  1. Beobachtung auf Pusher-Syndrom 


  • Körperachse geneigt 

  • Pat. versucht dies auszugleichen und drückt sich auf die entsprechende Seite 

  • Pat. nicht gegendrücken sondern auf die andere Seite ziehen 

  1. Beobachtung auf Neglectphänomen 

  • Störung der Aufmerksamkeit bezeichnet, dass der Betroffenen eine Hälfte seiner Umgebung bzw. des eigenen Körpers nicht oder nur schlecht wahrnimmt bzw. missachtet. 


  • Der Neglect zeigt sich anhand mehrerer Symptome, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können und nicht alle gemeinsam auftreten müssen. 

  • Über betroffene Seite mobilisieren, Nachttisch auf betroffene Seite stellen, 

Ursachen: 

  • Ischämisch (80%) [Symbol] verminderte Blutversorgung durch z.B. Thrombose,     Embolie, Gefäßspasmen, Stenose der A. carotis 

  • Hämorrhagisch (15%) [Symbol] Ruptur eines Aneurysmas einer zerebralen Arterie 


  • Subarachnoidalblutung (5%) 

Risikofaktoren: 

  • Arteriosklerose (entsteht aus einer Hypertonie mit einer Hyperlipidämie) 

  • Hypertonie 

  • Diabetes mellitus 


  • Rauchen 

  • Fettstoffwechselstörung 

Symptome: 

Je nach Lokalisation der Durchblutungsstörung; Störung des: 

  • Sehens 


  • Sprechens (Aphasie) 

  • Wernicke [Symbol] Sprachverständnis gestört 

  • Broca       [Symbol] Sprachproduktion gestört 

  • der Handlungsabläufe (Apraxie) 

  • der Umgebungswahrnehmung (Neglect) 


  • Bewusstseins 

  • Harninkontinenz 

  • Verwirrtheit 

  • Facialisparese 

  • Hemiparese 


Therapie: 

Erfolgt vorzugsweise auf einer Stroke Unit. 

  • VZ stabilisieren: 

  • Atmung[Symbol] O2, ggf. Intubation 

  • RR[Symbol] Vorsichtig senken, damit die nachfolgenden     Hirnabschnitte noch versorgt werden 


  • Temperatur[Symbol] unter 37,5°C 

  • BZ 

  • Ischämisch [Symbol] Lysetherapie mit Streptokinase/Urokinase [Symbol] Thrombendarteriektomie [Symbol] Heparinisierung[Symbol] Thrombozytenaggregationshemmer (ASS mit      Dipyramidol)[Symbol] Später Marcumar  

  • Hämorrhagisch[Symbol] Hirnödem behandeln 

  • Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie 


Pflege

Chronische Niereninsuffizienz
Herr Schwarz, 58, Außendienstmitarbeiter, hat seit Jahren eine chr. Niereninsuffizienz, in letzter Zeit Verschlechterung. Soll Shuntanlage bekommen mit Dialyse. Wohnt mit Ehefrau im Odenwald. Welche Infos benötigt er über seine neue Lebenssituation?

Ernährung : 

  • salzarm essen, alternativ mit Kräutern würzen 

  • kaliumarm essen → Gefahr der Hyperkaliämie, 


  • Lebensmittel mit viel Kalium : Bananen, Kiwi, Blumenkohl, Pilze, Schokolade 

  • phosphatarm essen → Hyperphosphatämie führt langfristig zu Knochenveränderungen, Gefäßschäden, LM mit viel Phosphat : Hart – und Schmelzkäse, Vollkornprodukte, 

  • phosphatbindenden Med. empfohlen, durch erhöhten Phosphatwert, sinkt Ca-Wert im Körper → deshalb Knochenschädigungen 

  • Pat. sollte eiweißreich essen, da bei der Dialyse viele Aminosäuren verloren gehen, zu 2/3 hochwertiges EW wie Fleisch, Fisch, Eier 

Beratung : 


  • Ehefrau mit einbeziehen,  

  • Abklärung, ob Dialysestation in der Nähe,  

  • Selbsthilfegruppen anbieten → Abhängigkeit von Maschinen, Angst vor Komplikationen  

  • auf Urämie-Zeichen (Kontamination/Vergiftung des Blutes mit harnpflichtigen Substanzen) achten:  

  • Amnesie 


  • Desorientierung 

  • Übelkeit, Erbrechen 

  • Pruritus (Juckreiz) 

  • Foetor uraemicus (harnähnlichen Geruch, der im Rahmen einer Urämie bei chronischem oder akuten Nierenversagen über den Mund und die Haut abgegeben wird) 

 


Shuntpflege : 

  • tägl. Funktionskontrolle → Palpation, Auskultation (Kontrolle mit dem Stethoskop. Dabei sind ein deutlich tastbares “Schwirren” und ein auskultatorisch hörbares Rauschen über dem Shunt normal) 

  • tägl. Reinigung der Haut über Shunt, an dialysefreien Tagen eincremen 

  • tägl. Gewichtskontrolle und RR-Kontrolle → nicht am Shuntarm! 

Beobachtung einer Blutung nach der Dialyse an der Einstichstelle 


 

Chron. Niereninsuffizienz: 

= irreversible Einschränkung der Nierenfunktion infolge zunehmender Ausfalls von Nierengewebe. Sie ist keine Erkrankung sondern ein Syndrom mit verschiedenen Ursachen. 

  1. Ursachen: 

  2. Diabetes mellitus 


  1. Arteriosklerose (RR erhöht) 

  2. Glomerulonephritis 

  3. Chron. Aszendierende HWI 

  4. Genetisch bedingt oder idiopathisch (Ursache unbekannt) 

  5. Stadien der chron. Niereninsuffizienz:  


Einteilung nach GFR oder Kreatinin-Retentionswerte. 

Kreatinin-Retentionswerte (norm. bis 1,2 mg/dl): 

  1. Stadium:1,2-2mg/dl (Funktion eingeschränkt 

  2. Stadium:2-6mg/dl (kompensierte Retention) 

  3. Stadium:6-12mg/dl (dekompensierte Retention) 


  1. Stadium:>12 mg/dl (Urämie-Stadium= hämatogene Kontaminationmit harnpflichtigen Substanzen) 

  2. Absolut dialysepflichtig!! 

  3. Folgeerkrankungen der Niereninsuffizienz (Urämie) 

  4. Lungenödem (wg. Anurie und Proteinmangel [Symbol] osmotischer Druck sinkt) 

  •  Lungenerguss 


  1. Herzinsuffizienz 

  2. Metabolische Azidose 

  3. Krampfanfall 

  4. Anämie (Erythropoetin-Mangel) 

  5. Foetus urämicus (Pat. schwitzt harnpflichtige Substanzen) 


  1. Therapie: 

  2. Grunderkrankung behandeln 

  3. Hypertonie konsequent behandeln 

  4. Bei Stadium 1-3 ausreichend Flüssigkeit zur Harnstoffausscheidung 

  5. Erythropoetin bei bestehender Anämie 


  1. Diät: eiweißarm, kochsalzarm bei Hypertonie, kaliumarm bei Hyperkaliämie 

Prinzipien der extrakorporalen und intrakorporalen Dialyse erklären können! 

 


Pflege

Colostomaberatung

Patient, 70 Jahre alt, verwitwet, hat den 3. postoperativen Tag nach Colostoma-Anlage bei Rektum-Ca. Soll heute Stoma-Wechsel erfolgen. Der Pat. äußert Angst, dass er Zuhause mit dem Wechsel nicht zurechtkommt.  

Wie reagieren Sie? 


Das Rektum-Karzinom (Enddarmkrebs, Mastdarmkrebs) ist ein bösartiger Tumor, der sich im unteren Darmabschnitt (Mastdarm, Rektum) befindet. (weiteres s. unten) 

 

Als Colostoma bezeichnet man einen künstlichen Darmausgang des Dickdarms (Colon). Die chirurgische Anlage eines Colostomas wird als Colostomie bezeichnet. 

 

Handhabung: 

  • Patienten genau den Wechsel erklären, Material benennen, alle Arbeitsschritte zeigen, den Wechsel unter Anleitung selbst durchführen lassen (Pflegeedukation), 

  • Stoma-Beraterin mit einbeziehen (spätestens alle zwei Jahre, da evtl. neue Materialien) 


  • Es eignen sich Ausstreifbeutel, diese kann man alle 2-3 Tage wechseln 

  • die Basisplatte kann bis zu 5 Tagen belassen werden, sorgfältige Hautpflege ist wichtig, 

  • richtiges Zuschneiden der Platte → Hautschutz, dazu evtl. Cavilon, 

 

Ernährung: 


  • Kann alles essen 

  • Faserfrei 

  • Keine Flüssigkeits-Beschränkung da Thrombosegefahr  

  • geruchshemmende LM sind z.B. Spinat, Petersilie, Joghurt 

 


Psychotherapie des Pat. und seiner Familie: 

  • Auf Patienten eingehen, Ängste und Sorgen anhören und Gesprächsbereitschaft signalisieren 

  •  (Menschen die selbst ein Colostoma haben, auf Station holen und mit Pat. reden lassen) 

  • Angehörige mit einbeziehen falls Pat. es will 

  • Wenn Pat. gut damit klar kommt, kann auch z.B. ins Schwimmbad mit speziellem Stöpsel. 


 

Stoma-Arten: 

  1. Anatomisch sortieren 

  2. Ileostoma 

  3. Colostoma 


  1. Endständig, doppelläufig (temporär zur Entlastung der OP-Naht) mit oder ohne Hartmannstupf (entsteht, wenn chirurgisch ein Teil des Dickdarms entfernt werden muss. Können die Darmenden nicht sofort wieder verbunden werden, dann verschließt man den unteren Teil zu einem Hartmann-Stumpf und leitet den oberen Teil nach außen auf die Bauchdecke. In einer späteren OP kann dann häufig das Stoma rückverlagert und der Hartmann-Stumpf wieder angeschlossen werden) 

  2. Nach Anastomose-Arten 

  3. End zu End 

  4. End zu Seite 

  5. Seite zu Seite 


 

Ursachen: 

  1. Genet. Prädisposition (Männer mittleren Lebensalter) 

  2. Hämorrhoiden 

  3. Vermehrte Entzündungen im M-D-T 


  1. Polypen 

  2. Laxantien-Abusus 

  3. Mechanische Manipulation 

Diagnose: 

  1. Rektoskopie 


  1. Rektal-Digital (abtasten, da die meisten CAs rektal sind 

Empfehlung: 

  1. Bei genet. Prädisposition [Symbol] jedes Jahr Colo 

  2. Normal alle zwei Jahre  

Symptome: 


  1. Wechsel zwischen Obstipation, Diarrhoe mit Blutauflagen 

  2. Ileus mechanisch 

  3. Peritonitis bei Perforation 

Therapie: 

  1. Nichts empfehlen 


  1. Stoma 

Nachsorge: 

  1. Im ersten Jahr jedes Quartal 

  2. Im zwei Jahr halbjährlich 


Pflege

D- Leberzirrhose

58 Jahre alter Patient, mit dekompensierter Leberzirrhose, Ösophagusvarizenblutung, die endoskopisch gestillt wurde, 

Ikterus, Aszites, Trinkmenge auf 1,5 l beschränkt. 


Bei der Leberzirrhose (Schrumpfleber) geht das Lebergewebe zugrunde und wandelt sich nach und nach in Narben- und Bindegewebe um. Verschiedene Lebererkrankungen wie z.B. Hepatitis sowie chron. Alkoholkonsum können zu einer Leberzirrhose führen. Je mehr intaktes Gewebe fehlt, desto stärker nimmt die Leberfunktion ab. 

 

Ösophagusvarizen sind durch portale Hypertension bedingte Varizen der submukös gelegenen Venen des Ösophagus. Blutungen aus Ösophagusvarizen stellen eine lebensbedrohliche Komplikation dar und sind ein medizinischer Notfall. 

 

Beim hepatischen Ikterus wird Bilirubin von den Leberzellen nicht mehr oder nur noch vermindert aufgenommen. Ursache hierfür können Medikamente (z.B. Kontrastmittel) oder eine Schädigung der Leberzelle selbst sein. 

 

Als Aszites bezeichnet man eine pathologische Ansammlung von freier Flüssigkeit in der Peritonealhöhle, durch z.B. portale Hypertonie, Albuminmangel (kolloidosmotischer Druck sinkt) 

 

  1. Beobachtung: 

  • Gewicht, Bauchumfang täglich 


  • Ausscheidung [Symbol]  Blut im Sputum, Erbrochenem, Teerstühle? 

  • Mundinspektion 

  • Aussehen des Patienten [Symbol] blass, gelb?  

  • Tägl. VZK 

  1. Ernährung: 


  • keine scharfkantigen Lebensmittel 

  • nicht heiß, scharf, salzreich (da salz den Durst anregt) 

  • kein Alkohol, Nikotin 

  • eiweißreiche Kost 

  • Trinkmenge beachten [Symbol] Bilanzierungsplan, ggf. DK legen 


  • Unterstützung bei den ATLs unter Beachtung der Ressourcen, 

  • Schmerzmittelgabe nach AA,  

  • Prophylaxen anwenden → Thrombose, Sturz, Obstipation, Pneumonie 

  1. Pflege: 

  • Hautpflege beachten → Pruritus ( Juckreiz ist eine Missempfindung im Bereich der Haut oder Schleimhaut) durch Ikterus, 


  • ggf. juckreizhemmende Salben nach AA,  

  • Baumwollkleidung tragen,  

  • W/O-Präparate verwenden,  

  • auf Verletzungen achten → mangelnde Gerinnung 

  • Sengstaken/Blakemoresonde 


  1. ist eine spezielle Magensonde zur Akut-Behandlung einer Ösophagusvarizenblutung.) legen 

  2. Diese Sonde verfügt einige Zentimeter vor dem Ende, das im Magen liegen soll, über einen kugelförmigen Magenballon. Ein zweiter Ballon, röhrenförmig, ist dahinter angebracht. Beide Ballons können einzeln aufgeblasen werden. 

  3. Die Varizen werden dadurch vom Lumen her komprimiert. Die Blutung kann so verringert oder gestoppt werden. 

  • Oberkörper hoch 


Pflege

DM.

Frau Jonathan, 69 Jahre, neu diagnostizierter Diabetes Typ 2, 

macht sich Sorgen wie es weitergehen soll. Wie gehen Sie auf die Situation ein? 


Psychologische Unterstützung: 

  • Gesprächsführung anwenden,  

  • Einsicht zur Krankheit, 

  • Hilfe durch Angehörige abklären 

 


Anleitung/Beratung: 

  • Einhaltung der diätetischen Therapie und Empfehlung für Ausdauersport 

  • Wichtigkeit der regelmäßigen Kontrollen [Symbol] HbA1c - Wert 

  • Anleitung zur Insulininjektion, BZ-Messung, Erkennung von Symptomen 

  • eventuell Hilfe durch Sozialstation anbieten, 


  • Diabetikerschulung erwähnen und vermitteln 

  • über Spätfolgen informieren 

  • Schädigung der Blutgefäße [Symbol] Augen => Augenarzt, weil Durchblutungsstörungen möglich 

  • diabetisches Fußsyndrom [Symbol] Schlecht heilende Wunden, kaum Schmerzempfinden 

  • diabetische Nephropathie 


Pflege: 

  • Pflegeedukation anwenden,  

  • Hautpflege besonders an den Füßen → gut abtrocknen,  

  • med. Fußpflege (Podologe),  

  • Fußpflegemittel für Diabetiker,  


  • nicht barfuß laufen,  

  • keine engen Strümpfe oder Schuhe tragen 


Pflege

Globale Herzinsuffizienz

72 Jahre alter Patient, kraftlos, appetitlos, Unterschenkelödeme, Tochter kontaktiert Hausarzt. Pat. hat blaue Lippen. HA stellt Herzinsuffizienz fest, weist Pat.in Klinik ein. Pat. hat nächtl. Harndrang. 

Wie gestalten Sie den Versorgungs – und Betreuungsbedürfnisse des Pat? 


Bei Aufnahme: 

  1. VZK, Gewichtskontrolle (Einlagerungen?),  

  2. O2-Material richten [Symbol] Dyspnoe,  

  3. Inhalation nach AA richten, 

  4. Beine wickeln nach AA 

 


Erstmaßnahmen bei Dyspnoe: 

  1. Beruhigen und nicht alleine lassen, beengende Kleidung entfernen 

  2. Oberkörperhoch-Lagerung oder Herzbettlagerung; 

  3. Keine Beinhochlagerung, da Herzbelastung durch Wassereinschüsse ins Herz 

  4. Sauerstoff-Gabe 


  1. Anleitung zur Atemtechnik 

  2. Ggf. Nach Anordnung Gabe von Opioiden z.B. Morphin 

 

Trinkmenge: 

  1. Gleichmäßige Verteilung über den Tag 


  1. Schwarzer Tee und Kaffee in Maßen 

  2. beschränkte Trinkmenge beachten und erklären [Symbol] Einlagerungen + Ödeme, ggf. Bilanzierung, ggf. DK legen 

  3. Bei starkem Durst Eiswürfel anbieten 

 

Ernährung: 


  1. Bei Appetitlosigkeit Wunschkost ermöglichen 

  2. Salzarm 

  3. Mehrere kleine, eiweißreiche Mahlzeiten 

  4. Auf blähende, fettreiche und schwer verdauliche Nahrungsmittel verzichten 

  5. Keine späten Mahlzeiten 


  1. Gewichtskontrolle 

 

Tag-Nacht-Rhythmus einhalten: 

  1. Gute Schlafbedingungen schaffen 

  2. Mit erhöhtem Oberkörper lagern 


  1. Frische Luft 

  2. Angenehme Raumtemperatur 

  3. Dunkelheit, Ruhe und Urinflasche nachts 

  4. Keine schweren Mahlzeiten vor dem Schlafen 

 


Betreuung des Pat. durch Sozialstation und Familie! 

 

(Wirkung der Herzbettlagerung: 

  • OK hoch, Beine tief, Arme lagern, evtl. Knierolle 

  • Unterstützung der Atmung durch die Unterpolsterung der Arme 


  • So wird die Vorlast des rechten Herzens gesenkt 

  • Beruhigende Wirkung durch Stützung des Körpers 

  • Guten Überblick über Vorgänge in der Umgebung 

  • Größeren Aktionsradius für den Patienten) 


Pflege

Tonsillektomie

Tonsillektomie 

= chirurgische Entfernung der Gaumenmandeln (Tonsillae palatinae). der Tonsillarabszess, der Atmungs- und insbesondere Schluckstörungen verursachen kann. 

Indikationen: 

  • Rezidivierende Entzündungen 

  • Herdcharakter (Streuung in den Organismus) z.B.:  


  • Angina tonsillaris,  

  • chronische Tonsillitis,  

  • exsessive Tonsillenhyperplasie ([Symbol] Atmungs- und Schluck-Strg.) 

Klinik: 

  • geröteter Gaumenbogen 


  • auf Druck Eiterentleerung 

  • Herdbedingte Erkrankungen:  

  • akutes rheumatisches Fieber,  

  • Glomerulonephritis,  

  • Endocarditis,  


  • Haut- und Augenerkrankungen 

Diagnostik 

Anamnese, Klinisches Bild, Klinische Untersuchung (Nasen-Rachen-Inspektion), Antistreptolysin-Titer (neutralisierter Antikörper der Streptokokken), BSG erhöht 

Therapie 

Operative Entfernung mittels chirurgischem Besteck oder Laser. Teilresektionen sind möglich. 


Präoperative Pflege 

  • Blutentnahme vorbereiten: Gerinnungstest, BB 

  • Patient auf Rauch- und Alkoholverbot vor und nach OP hinweisen 

  • Nach dem Abendbrot nicht mehr rauchen und essen 

  • ab 22h keine Getränke mehr zu sich nehmen lassen 


 

 

Postoperative Pflege 

  • sofort Eiskrawatte, je nach Temp. ca. alle 1/2 Std. erneuern, vor allem in den ersten 24 Std. 

  • Allgemeine postoperative Überwachung (Vitalzeichen, Bewusstsein, Blutungen...) 


  • Patient wird nach der OP mit erhöhtem Oberkörper gelagert, damit es zu keiner Aspiration von Blut(-koageln) und dementsprechend zu einer akuten Atemnot kommen kann.  

  • Schmerzlinderung 

  • Kontinuierliche Verabreichung von schmerzlindernden Medikamenten (z.B. Paracetamol, Diclofenac oder Metamizol

  • Halbsitzende Lagerung (Schmerzlindernd und Atemerleichternd) 


Pflege

Zum Steiß gelegen
Caudalis

Pflege

bauchwärts gelegen
Ventralis

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