Krankheitslehre at Universität Mannheim

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Exemplary flashcards for Krankheitslehre at the Universität Mannheim on StudySmarter:

Links-Herzinsuffizienz

72 Jahre alter Pat. lebt im 1.OG im Haus der Tochter, welche im EG wohnt. Pat. ist übergewichtig und klagt über zunehmende Atemnot beim Treppensteigen, war vorher nicht so. 

Er nimmt Med. für sein Herz, diese reichen allerdings nicht mehr aus, oft hat er 

Hustenreiz, sein HA verschreibt ihm neue Med. und empfiehlt eine Einweisung 

ins KH. Analysieren Sie die Situation! 


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Akute Pankreatitis

42 Jahre alter Pat. mit starken Bauchschmerzen, strahlen gürtelartig um den Bauch, 

brennend, Ausstrahlen in die Schulter. Hat Fieber, ist schweißig, Puls stark erhöht. 

Lebensgefährtin ruft den Notarzt. 


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Allergsiches Asthma 

Mädchen hat zum 9. Geburtstag einen Hund geschenkt bekommen, Schlafplatz neben Bett vom Kind, kuschelt mit Hund → Atemnot. (Im Frühling bei Belastung und Sport auch Atemnot) Nachts akute Dyspnoe, in Klinik Problematik erklären und weiteres Vorgehen 

für Mutter und Kind erklären. 


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Apoplex

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Cholelithiasis

Frau 56 Jahre, macht zu Weihnachten Gans, sehr fettig. Trinkt danach noch einige Schnäpse. 

In der Nacht wacht sie mit starken Oberbauchschmerzen auf, die in die Schulter ausstrahlen und auch in den Rücken. Sie ist leicht gelblich verfärbt und es zeigen sich vegetative Symptome. 

Im KH wird eine Cholelithiasis diagnostiziert. Beratung und Analyse! 


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Colon CA

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Commotio und Contusio

Pat. nach schwerem Autounfall, nicht mehr ansprechbar, blutet aus Ohren und Nase. 

Auf Intensivstation erhöhte Hirndruckwerte, auffällige GCS. 


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Coxarthrose

Fr. Oswald, 81 Jahre, Coxarthrose. Z.n. KH-Aufenthalt, OP in 2 Wochen. 

Wohnt in eigenem Haus, gutes Verhältnis zu Nachbarn. Was planen Sie langfristig/aktuell? 


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Cystitis Nierensteine

52 Jahre alter Mann, übergewichtig. Zuhause Brennen beim Wasserlassen, trüber 

Urin, tlw. mit Blutspuren. Plötzlich einsetzender stechender Schmerz → KH-Einweisung 

Hat erhöhte Harnsäurewerte. Hat Freunde und Bekannte im Fußballverein. 

Welche Problembereiche sind zu erkennen/berücksichtigen? 


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DM II

Pat. übergewichtig, 58 Jahre alt, isst ungesund und bewegt sich selten. Arzt stellt 

erhöhten HbA1c-Wert fest. 


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Herzinfarkt/Myocardinfarkt

67 Jahre alter Pat. bekommt abends starke Schmerzen im Thoraxbereich und 

äußert Todesangst. Er ist 164 cm groß und wiegt 98 kg. Hat leichten Diabetes mellitus und 

seit vielen Jahren aHTN, der mit ACE-Hemmern und Beta-Blockern behandelt wird. 

Er raucht sporadisch. Erläutern Sie den Behandlungsbedarf des Pat. 


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HIV Aids 

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Krankheitslehre

Links-Herzinsuffizienz

72 Jahre alter Pat. lebt im 1.OG im Haus der Tochter, welche im EG wohnt. Pat. ist übergewichtig und klagt über zunehmende Atemnot beim Treppensteigen, war vorher nicht so. 

Er nimmt Med. für sein Herz, diese reichen allerdings nicht mehr aus, oft hat er 

Hustenreiz, sein HA verschreibt ihm neue Med. und empfiehlt eine Einweisung 

ins KH. Analysieren Sie die Situation! 


Die Symptome weisen auf eine Herzinsuffizienz hin.  

Dies ist die Unfähigkeit des Herzens ein HMV (Herzminutenvolumen) zu erzeugen, das den Anforderungen des Organismus entspricht. 

 

Man unterscheidet zwischen Linksherzinsuffizienz (Ursachen: KHK, aHTN, Vitien/angeborene Herzmissbildung), Rechtsherzinsuffizienz, die häufig durch eine 

Linksherzinsuffizienz verursacht wird und eine globale Herzinsuffizienz.  

 

Zudem gibt es noch eine dekompensierte und eine kompensierte Herzinsuffizienz. Bei der 

kompensierten entsteht eine Gegenregulation des Körpers, um das HMV 

anderswertig z.B. durch Muskelhypertrophie, Steigerung der Herzfrequenz oder des RR zu 

erhöhen.  

 

Eingeteilt wird die Herzinsuffizienz in 4 versch. Stadien nach NYHA (New York Heart Association veröffentlichtes Schema zur Einteilung von Herzkrankheiten): 

  1. Beschwerdefreiheit 

  2. Beschwerden bei starker körperl. Belastung 

  3. Beschwerden bei leichter körperl. Belastung 


  1. Beschwerden in Ruhe 

 

Symptome einer Linksherzinsuffizienz: 

Dyspnoe, Hustenanfälle, Orthopnoe/starke Dyspnoe, Lungenödem, Atemgeräusche, Leistungsabfall. Später Multi-Organ-Versagen 

 


Symptome einer Rechtsherzinsuffizienz:  

Stauungsgastritis (durch Druck auf N. Vagus), Hepatomegalie, Splenomegalie, Ödeme, Nykturie, Venenstauung am Hals und Zungengrund 

Diagnostik erfolgt durch EKG, Rö-Thorax (Lungenstauung, Herzvergrößerung), Echokardiographie (Pumpfunktion, Größe) 

 

Therapiert wird in seinem Fall mit Gewichtsreduktion, kochsalzarme Diät, körperliche Schonung. Ein Wechsel der Wohnungen könnte man überlegen. 

 

Zudem wird medikamentös therapiert mit: 

  1. Diuretika 

  2. ACE-Hemmer (Ramipiril) 

  3. Beta-Blockern und  


  1. Herzglykoside (Digimerck) →schmale therapeut. Breite → Bradykardie,Herzrhythmusstörungen, Farbsehen, Übelkeit. 

 

Je nach Stadium. Bei jüngeren Pat. mit NYHA 4 kommt eine Transplantation in Frage. Komplikationen können HRS, kardiogener Schock, Thrombose bei Bewegungsmangel und Diuretikagabe sein, Lungenödem.  


Krankheitslehre

Akute Pankreatitis

42 Jahre alter Pat. mit starken Bauchschmerzen, strahlen gürtelartig um den Bauch, 

brennend, Ausstrahlen in die Schulter. Hat Fieber, ist schweißig, Puls stark erhöht. 

Lebensgefährtin ruft den Notarzt. 


Pat. leidet unter akuter Pankreatitis. Dies ist eine Entzündung der 

Bauchspeicheldrüse mit Selbstverdauung des Organs. 

 

Ursachen dafür sind in 60-70% der Fälle ein abgehender Gallenstein, Gallengangsstenosen → Rückstau von Pankreassekret, Alkohol, Medikamente wie Kortikosteroide oder Tetrazykline 

 

Symptome sind heftigste Oberbauchschmerzen, gürtelartige Ausstrahlung, gummiweicher Bauch (da Pankreas nicht direkt an der Bauchwand liegt, sonst wäre er bretthart), Übelkeit, Erbrechen, evtl. Aszitesbildung, paralytischer Ileus und Ikterus, auch kann der BZ erhöht sein 

 

Diagnostiziert wird die Krankheit mit Laborwerten wie: Erhöhung der Lipase und 

Amylase, Erhöhung der Entzündungsparameter wie CRP, BSG; zudem Sono und 

CT. Herzinfarkt als DD ausschließen. 

 

Die Therapie kann konservativ erfolgen. Ziel ist die Ruhigstellung der Pankreas durch Vermeidung jeglichen Sekretionsreizes 

  • absolute Flüssigkeits-und Nahrungskarenz 

  • Magensonde zur Entlastung 

  • ZVK mit parenterale Ernährung mit Elektrolytsubstitution 

  • Schmerzbekämpfung 


  • Antibiose zur Vermeidung einer Zweitinfektion 

  • Enzymsubstitution mit Kreon. 

 

Chirurgisch werden Pankreasnekrosen entfernt. Die Erkrankung hat eine hohe 

Komplikationsrate → 80% verlaufen ödematös,  


20% mit Teilnekrosen; bilden sich diese, treten Komplikationen wie  

 

hypovolämischer Schock mit Nierenversagen, Gefäßruptur, Peritonitis, Abszessbildung, Sepsis auf 

Krankheitslehre

Allergsiches Asthma 

Mädchen hat zum 9. Geburtstag einen Hund geschenkt bekommen, Schlafplatz neben Bett vom Kind, kuschelt mit Hund → Atemnot. (Im Frühling bei Belastung und Sport auch Atemnot) Nachts akute Dyspnoe, in Klinik Problematik erklären und weiteres Vorgehen 

für Mutter und Kind erklären. 


Der Situation nach zu urteilen leidet das Mädchen unter einem allergischen 

Asthma und erleidet in der Nacht einen akuten Asthmaanfall. Asthma ist eine Entzündung des Bronchialsystems. Hier kommt es zu einer Atemwegsobstruktion mit einer Schleimhautschwellung (anfallsartige Dyspnoe) 

 

Man unterscheidet allergisches (extrinsisch) und nichtallergisches (intrinsisches) Asthma. In 80% der Fälle ist es eine Mischform.  

 

Allergisch: 

ausgelöst durch Umweltallergene wie Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben.  

Antigene → Reaktion → Histaminausschüttung [Symbol] Blutgefäße weit & Bronchien eng 

 

Nicht allergisches Asthma: 

Ausgelöst durch Stress, Rauchen, etc. 

 

Symptome sind glasiges, zäher Sputum, Schweißausbruch, Tachykardie, Exspiratorischer 

Stridor (Atemnebengeräusch, das durch eine Verengung bzw. teilweise Verlegung der Atemwege beim Ausatmen entsteht.), Hustenreiz und Dyspnoe. 

 

Die Diagnostik erfolgt über Lungenauskultation (Abhorchen von Organen mit einem Stethoskop), Lu-Fu, Sputumtest, Rö-Thorax. In ihrem Fall ist ein Allergietest (Scratchtest, Epicutantest) sinnvoll, um genau nachzuweisen, wogegen sie allergisch ist. 

 

Therapie: 

  1. Bei einem akutem Asthmaanfall: 

  2. Beruhigen, beengende Kleidung entfernen, nicht alleine lassen, 

  3. VZK, SpO2 

  4. Bedarfsmed. verabreichen, bei geübten Pat. Lippenbremse, Kutschersitz, bei nicht allergischem Asthma für Frischluft sorgen, ggf. O2-Gabe nach AA, wenn keine Besserung → Arzt 


  1. kurzwirkende Beta2- Sympathomimetika (Berotec) 

  2. zusätzlich inhalative Kortikosteroide (Pulmicort), 

  3. zusätzlich Theophyllin und langwirkende Beta2-Sympathomimetika (Foradil) 

  4. zusätzlich oral Kortikosteroide 

 


  1. Langfristig: 

  2. allergieauslösende Stoffen meiden (Hund muss leider weg) 

  3. Hyposensibilisierung 

  4. Autogenes Training 

 


Bei einem Kind gestaltet sich die Inhalation des Aerosols mit einem Spacer 

einfach, Mutter und Kind können den Umgang einfach erlernen → 2 Hübe in den 

Spacer, Mundstück fest umschließen, langsam und tief einatmen und 5-10 Sek. Luft 

anhalten.  

 

Komplikation: 

Status asthmaticus 

Krankheitslehre

Apoplex

Definition: 

= Verminderung der O2-Zufuhr im Gehirn aufgrund einer Durchblutungsstörung mit neurologischen Ausfällen 

Ursachen: 

  • Ischämisch (80%) [Symbol] verminderte Blutversorgung durch z.B. Thrombose,     Embolie, Gefäßspasmen, Stenose der A. carotis 

  • Hämorrhagisch (15%) [Symbol] Ruptur eines Aneurysmas einer zerebralen Arterie 

  • Subarachnoidalblutung (5%) 

Risikofaktoren: 


  • Arteriosklerose (entsteht aus einer Hypertonie mit einer Hyperlipidämie) 

  • Hypertonie 

  • Diabetes mellitus 

  • Rauchen 

  • Fettstoffwechselstörung 


Symptome: 

Je nach Lokalisation der Durchblutungsstörung; Störung des: 

  • Sehens 

  • Sprechens (Aphasie) 

  • Wernicke [Symbol] Sprachverständnis gestört 


  • Broca       [Symbol] Sprachproduktion gestört 

  • der Handlungsabläufe (Apraxie) 

  • der Umgebungswahrnehmung (Neglect) 

  • Bewusstseins 

  • Harninkontinenz 


  • Verwirrtheit 

  • Facialisparese 

  • Hemiparese 

Therapie: 

Erfolgt vorzugsweise auf einer Stroke Unit. 


  • VZ stabilisieren: 

  • Atmung[Symbol] O2, ggf. Intubation 

  • RR[Symbol] Vorsichtig senken, damit die nachfolgenden     Hirnabschnitte noch versorgt werden 

  • Temperatur[Symbol] unter 37,5°C 

  • BZ 


  • Ischämisch [Symbol] Lysetherapie mit Streptokinase/Urokinase [Symbol] Thrombendarteriektomie [Symbol] Heparinisierung[Symbol] Thrombozytenaggregationshemmer (ASS mit      Dipyramidol)[Symbol] Später Marcumar  

  • Hämorrhagisch[Symbol] Hirnödem behandeln 

  • Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie 

Pflege: 

  1. Akutes Ereignis: 


  • Ggf. Patient ins Bett legen 

  • Arzt benachrichtigen 

  • Engmaschige VZ-Kontrolle 

  • Pat. nicht alleine lassen 

  1. Maßnahmen nach dem Bobath-Konzept: 


  • Lagerungstypen 

  • Rücken; auf betroffene Seite; auf nicht betroffene Seite 

  • Transfer aus dem Bett 

  • Gehen 

  • Sitzposition 


  • Schulterkomplikation vermeiden 

  • Hüftkomplikation vermeiden 

  • Prävention und Gesundheitsberatung 


Krankheitslehre

Cholelithiasis

Frau 56 Jahre, macht zu Weihnachten Gans, sehr fettig. Trinkt danach noch einige Schnäpse. 

In der Nacht wacht sie mit starken Oberbauchschmerzen auf, die in die Schulter ausstrahlen und auch in den Rücken. Sie ist leicht gelblich verfärbt und es zeigen sich vegetative Symptome. 

Im KH wird eine Cholelithiasis diagnostiziert. Beratung und Analyse! 


Die Pat. hat ein Gallensteinleiden.  

 

Ursache dafür ist das Überschreiten des Löslichkeitsprodukts in der Gallenblase z.B. mit Cholesterin bei fettiger Ernährung oder Alkoholkonsum. 

 

Risikofaktoren sind 6 F: female, fat, forty, family, fertile (fruchtbar), fair (blond, hellhäutig) 

 

70-80% verlaufen ohne Beschwerden, Leitsymptom sind kolikartige Schmerzen, die in den rechten Oberbauch, Schulter und Rücken ausstrahlen, zudem Übelkeit und Erbrechen, Völlegefühl und Schwitzen.  

 

Diagnose erfolgt durch ERCP, Sono, kalkhaltige Steine können auch per Rö dargestellt werden, Erhöhung der Entzündungsparameter, Bilirubin, alkalische Phosphate und Gamma-GT. 

 

Therapiert wird nur bei Beschwerden mit Spasmolytika, Nahrungskarenz und anschließend 

fettarme Kost.  

Operativ bei Cholecystitis (Gallenblasenentzündung) per Laparoskopie oder Laparotomie bei Gallengangsrevision. Dann kommt es zur Einlage einer T- und einer Zieldrainage. 

Das Niveau der T-Drainage wird ab dem 4./5. Tag verändert und bei wenig Sekretfluss, 

Beschwerdefreiheit des Pat. und Kontrolle des freien Galleabfluss mittel 

Cholangiographie (röntgenologische Darstellung der Gallengänge unter Verwendung eines röntgendichten Kontrastmittels) gezogen, 1-2 Tage danach die Zieldrainage, um zu sehen, ob die Löcher der T-Drainage auch zu waren.  

 

Postoperativ ist zu beachten, dass der Gallenabfluss gewährleistet wird (z.B. durch 

Cholangoga, Artischocken) fettarme Ernährung → um weiterhin Gallennproduktion 

zu erhalten, da es sonst wieder zu Steinbildung kommen kann. Zudem viel trinken 

und möglichst wenig Alkohol. Fett ist Energiedepot und Bindung für die Vitamine 

E,D,K,A. Und wird von der Gallensäure emulgiert und durch Lipase verwertet. 

Krankheitslehre

Colon CA

Definition 

Das Kolonkarzinom ist eine bösartige Neoplasie des Dickdarmes, die eine der häufigsten Krebserkrankungen in den westlichen Industrienationen darstellt. Über 90% der Tumoren des Dickdarms sind Adenokarzinome, die übrigen verteilen sich auf sehr seltene Entitäten wie zum Beispiel Karzinoide und Lymphome

Inzidenz 

Die Inzidenz für das Kolonkarzinom liegt bei 30-35/100.000 bei einer kontinuierlichen Steigerung bei zunehmendem Alter. Der Altershöhepunkt liegt hier bei 65 Jahren. 

Eigenschaften & Formen 

Unter dem übergeordneten Begriff der kolorektalen Karzinome werden die Malignome des Colons (Colon ascendens, transversum und descendens) und des Rektums zusammengefasst, wobei klinisch Unterschiede bestehen, welche aus der unterschiedlichen Anlage der Peritonealverhältnisse und der Gefäßversorgung resultieren. 

Das Kolonkarzinom ist eine bösartige, das heißt eine lokal infiltrierende und potentiell metastasierende Neubildung des Dickdarmdrüsenepithels. Im Besonderen wurde für das Kolonkarzinom eine lineare Pathogenese, die Adenom-Karzinom-Sequenz postuliert, welche von einen progredienten Entartungsvorgang über das kolorektale Adenom ("Polypen") bis zum Karzinom führt. 

Klinik 

Neben den allgemeinen Symptomen konsumierender Erkrankungen (B-Symptomatik) wie Gewichtsverlust, reduzierter Allgemeinzustand, subfebrile Temperaturen kommt es beim Kolonkarzinom, insbesondere in den frühen Stadien, leider kaum zu einer signifikanten Symptomatik. 

Verdauungsbeschwerden wie paradoxe Diarrhoen, Obstipation, Subileus/Ileus durchstenosierendeTumore und peranaleBlutungen sind Resultate eines bereits fortgeschritten Tumorleidens. 

Insbesondere Tumore des tiefen Rektums können der digitalen Untersuchung zugänglich sein. Möglicherweise lässt sich der Tumor im Zuge der Palpation ertasten. Im Labor zeigt sich recht unspezifisch eine Eisenmangelanämie, welche dann auf den latenten Blutverlust durch den Tumor zurückzuführen ist und zu Adynamie und genereller Leistungsminderung führt. In gravierenden Fällen kann ein stenosierendes Kolonkarzinom zu einen akuten Abdomen führen und als Notfall imponieren. 

Klassifikation 

Neben der Klassifikation der UICC und der Dukes-Klassifikationen ist die TNM-Klassifikationgängig. Aufgrund der unterschiedlichen Stadien und des Allgemeinzustandes ergibt sich die unterschiedlich Prognose der Tumore. 

  • T - Größe und Ausbreitung des Primärtumors 

  • T1 - Tumor nur in Submukosa 


  • T2 - bis Muscularis propria 

  • T3 - bis Subserosa 

  • T4 - Befall von Peritoneum, Invasion benachbarter Organe 

  • N - Befall von Lymphknotenstationen 

  • N0 - keine Lymphknotenmetastasen 


  • N1 - 1-3 regionäre Lymphknoten befallen 

  • N2 - mehr als 4 befallene Lymphknoten 

  • M - Metastasenbildung 

  • M0 - keine Fernmestastasen 

  • M1 - Fernmestastasen 


 

Zur Vorbeugung: 


  • Ascorbinsäure 

  • ausreichende medikamentöse Kontrolle chronisch entzündlicher Darmerkrankungen 

Therapie 

Je nach Stadium, beinhaltet die Therapie initial eine primäre lokale chirurgische Sanierung, die adjuvante Chemotherapie, neuerdings auch neoadjuvante Chemotherapie sowie radioonkologische Verfahren. Auch den palliativen Maßnahmen kommt große Bedeutung zu. 

 


Krankheitslehre

Commotio und Contusio

Pat. nach schwerem Autounfall, nicht mehr ansprechbar, blutet aus Ohren und Nase. 

Auf Intensivstation erhöhte Hirndruckwerte, auffällige GCS. 


Contusio cerebri/Gehirnprellung + Schädel# zählen zusammenfassend zu einem Schädel-Hirn-Trauma. 

Das SHT sind Verletzungen des Schädels mit Beteiligung des Gehirns, verursacht 

durch Unfälle oder Gewalteinwirkungen.  

 

Man unterteilt in 

  1. Grades : Commotio cerebri (Gehirnerschütterung) 

  2. Grades : Contusio cerebri (Gehirnprellung) 


  1. Grades : Compressio cerebri (Gehirnquetschung) 

 

In diesem Fall leidet der Pat. unter einer Gehirnprellung, die meistens auf der GCS 

9-12 Punkte erreicht. Hier besteht eine offene oder gedeckte Schädigung der Hirnsubstanz. 

 


Symptome sind sofort eintretende Bewusstlosigkeit, die länger als 15 Min. dauert, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfweh, Sehstörungen, Lichtempfindlichkeit und retrograde Amnesie. 

 

Die Schädel# lässt sich in Kalotten# (Dach des Schädels), Schädelbasis# (Schädelinnenseite) und Gesichtsschädel# unterteilen. 

 

Therapiert wird bei einem hohen Blut – und Liquorverlust, offenen SHT oder bei 

Augenbeteiligung mit drohender Erblindung. 

 

Die Diagnostik erfolgt über CT, EEG oder auch MRT. 

 

Sofortmaßnahmen sind den Oberkörper auf 30 ° hoch zu lagern, um den Hirndruck zu senken, je nach Zustand Intubation, Schmerzbekämpfung, Blutstillung oder auch ablassen des Liquors, zur Senkung des Drucks.  

Der normale Hirndruckwert beträgt 5-15mmHg und wird ab einem Wert von 30 - > 50 pathologisch. Pat. werden intensivmedizinisch betreut, wo die Vigilanz mittels GCS überprüft wird (verbale Reaktion, Augenöffnen, motorische Reaktion). 

Komplikationen können sein: 

  1. epidurale (Blutung zwischen Knochen und harter Hirnhaut) 

  2. subdurale (Blutung zwischen harter Hirnhaut und Gehirn)  

  3. intrazerebrale (Blutungen, die innerhalb des Hirngewebes gelegen sind) Blutung  


  1. Infektionen des Hirns und Krampfanfälle 

 

Glasgow – Koma – Skala: 

...wurde 1974 von 2 Neurochirurgen an der Universität Glasgow entwickelt. Sie dient der Einschätzung von Bewusstseinsstörungen im Notfall und zur kurzfristigen Verlaufsbeobachtung. Bewertet werden 3 Aktionen mit Punkten: 


Bei Pupillenungleichheit:Pupillendifferenz deutet auf Hirndruck, Schlaganfall, intrakranielle Blutung hin.  

Krankheitslehre

Coxarthrose

Fr. Oswald, 81 Jahre, Coxarthrose. Z.n. KH-Aufenthalt, OP in 2 Wochen. 

Wohnt in eigenem Haus, gutes Verhältnis zu Nachbarn. Was planen Sie langfristig/aktuell? 


Eine Coxarthrose ist eine degenerative Erkrankung des Hüftgelenks bei der es zum 

Verschleiß der Knorpeloberfläche von Hüftpfanne und Hüftkopf kommt. Es ist 

die häufigste Form der Arthrose.  

 

Man unterscheidet die primäre Arthrose, die bei den meisten Menschen über 50 vorkommt und keine genaue Ursache hat und die sekundäre, durch beschleunigte Abnutzungserscheinungen, Hüftdysplasien (=Fehlstellung des Hüftgelenks) oder Hüftkopfnekrosen. 

 

Symptome sind belastungsabhängige Schmerzen, die abends meistens zunehmen 

Diagnostiziert wird diese anhand des Gangbildes → Entlastungshinken und 

Röntgen. 

 

Differentialdiagnose: LW-Erkrankungen, Hüftkopfnekrose oder M. Bechterew (ist eine chronische, entzündlich-rheumatische Erkrankung, die hauptsächlich die Gelenke betrifft – vor allem die der Wirbelsäule). 

 

Therapiert werden kann  

  1. konservativ mit Gewichtsreduktion, Wärme und NSAR (nichtsteroidalen Antirheumatika) oder  

  2. chirurgisch mittel TEP oder HEP. Welche allerdings die Nachteile der Thrombose und Infektion mit sich bringen. 

Bei Fr. O ist die poststationäre Versorgung zu beachten, sie kommt einige Zeit in Reha und man muss schauen, ob sie sich danach noch selbst versorgen kann. 


 

Hüft-TEP – Indikationen: 

  1. Mediale Schenkelhalsfraktur (auch bei jungen Leuten) 

  2. Massive Coxarthrose durch Adipositas per magna 

  3. Patientinnen über 60 [Symbol] schlechte Frakturheilung wegen Osteoporose 


TEP plus Zement bei Älteren wichtig da sofort belastbar [Symbol] Pneumonie- und Thromboseprophylaxe. KG 3x30min/d.  

TEP nicht zementiert [Symbol] Teilbelastung (zuerst 20 kg [Symbol] Pat. auf Waage ausprobieren lassen) 

Krankheitslehre

Cystitis Nierensteine

52 Jahre alter Mann, übergewichtig. Zuhause Brennen beim Wasserlassen, trüber 

Urin, tlw. mit Blutspuren. Plötzlich einsetzender stechender Schmerz → KH-Einweisung 

Hat erhöhte Harnsäurewerte. Hat Freunde und Bekannte im Fußballverein. 

Welche Problembereiche sind zu erkennen/berücksichtigen? 


Brennen beim Wasserlassen weist auf eine Zystitis hin. Dies ist eine Entzündung 

der Harnblase.  

 

Das Darmbakterium E.coli ist die häufigste Ursache für diese 

Erkrankung. Aber auch ein DK, häufiger Geschlechtsverkehr oder Immunsuppression (Vorgang, der immunologische Prozesse unterdrückt) können diese begünstigen. Am häufigsten davon betroffen sind Frauen aufgrund der kurzen Harnröhre. 

 

Symptome sind wie oben schon genannt. 

 

Diagnostiziert wird diese anhand von U-Bakt und U-Stix, wo erhöhte Leukos, Erys und Nitrit auffallen.  

 

Therapiert wird mit Antibiotika, viel Flüssigkeit und lokale Wärmezufuhr. 

 

Vorbeugen kann man, indem man auf die Intimhygiene achtet, viel trinkt und Cranberry-Kapseln/Saft zu sich nimmt. 

 

Da der Pat. zudem erhöhte Harnsäurewerte und tlw. Blut im Urin hat, könnte es auch eine Nephrolithiasis sein. Dies ist das Auftreten von Konkrementen in den Nieren =Nierensteinleiden. 

 

Ursachen dafür können HWI, gen. Veranlagung, geringe Trinkmenge oder 

oxalatreiche Ernährung wie Spinat oder Rhabarbar sein. 

 

Symptome können stumm bleiben, beim Abgang der Steine kommt es zu kolikartigen (nicht ganz wellenförmig, unregelmäßig im Vergleich zur Kolik). 

Schmerzen, Makrohämaturie ( bloßen Auge erkennbare Vorhandensein von Blut im Urin) und starkem Harndrang. 

Diagnostiziert wird die Erkrankung anhand eines Nieren-Sono, Röntgen, CT oder 

Endoskopie. 

 

Therapiert wird mit einer ESWL (Extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie) 

 

Prävention durch viel trinken und harnalkalisierenden Medikamente. 

Bei erhöhten Harnsäurewerten besteht ebenso die Gefahr der Gicht. Dies ist eine 

durch Hyperurikämie bedingte schmerzhafte Erkrankung der Gelenke. Die 

kristallisierten Salze der Harnsäure lagern sich in den Gelenken ab und 

verursachen Schmerzen und Entzündungen. 

 

Die Gicht verläuft in 4 Stadien: 

  1. asymptomatisch inapparentes Stadium: Hyperurikämie liegt vor, aber keine 

Symptome. 


  1. akuter Gichtanfall: starke entzündliche Reaktion des befallenen Gelenks → Zehengelenk, Fingergelenke, Knie-und Sprunggelenk → therapiert mit Colchicin 

  2. Interkritische Phase: patholog. Veränderungen der Gelenke schreiten voran 

  3. chr. Gicht: Umbau des Gewebes, Knorpel verhärtet sich → Gichttophi (knotige Verdickungen innerhalb oder in der Nähe betroffener Gelenke). Wird anhand Laborwerte und Anamnese, Röntgen diagnostiziert. 

 

Therapiert mit purinarmer Kost, kein Alkohol, Allopurinol und Urikosurika senken Harnsäurespiegel.  

Krankheitslehre

DM II

Pat. übergewichtig, 58 Jahre alt, isst ungesund und bewegt sich selten. Arzt stellt 

erhöhten HbA1c-Wert fest. 


Diabetes Typ 2 

Ursache:  

  • genetisch bedingter Insulinrezeptormangel 

  • genetische Rezeptoren-Resistenz  

  • bewirkt übersteigerte Produktion von Insulin 

  • Dies führt irgendwann zu einer Erschöpfung der Beta-Zellen, so dass kein/kaum noch Insulin produziert wird 


 

Risikofaktoren sind Übergewicht, Bewegungsmangel, Alter. 

Die Symptome beginnen schleichend: 

  • Bei Hypoglykämie: Schwitzen, Zittern, Schwindel, Kopfweh, Heißhunger, Schwäche,         Müdigkeit.  

  • Bei Hyperglykämie: Polydipsie, Polyurie/Glukosurie, trockene Haut, schlechte          Wundheilung. 


 

Diagnostiziert wird die Erkrankung meist per Zufall. Meist durch Blut – oder Urinuntersuchungen.  

 

Die Therapie erfolgt bei Typ 2 in einem Stufenschema:  

  1. Bewegung + Ernährungsumstellung 


  1. 50-55% KH, 30-35% Fett und 15-20% Eiweiß 

  2. BZ-Wert, KH-Aufnahme und geplanter Bewegung richtet. 

  3. Medikamente (z.B. Metformin) 

  4. verzögert die Glukoseaufnahme in der Darmzelle 

  5. vermindert die Freisetzung von Glukose aus der Leber [Symbol] Hemmung des Blutzuckeranstiegs im Nüchternzustand.  


  1. Die Insulinwirkung wird verbessert, was zu einer Steigerung der Glukoseaufnahme und des Verbrauches durch Muskel- und Fettzellen führt.  

  2. Der HbA1c-Wert, der die Höhe des Blutzuckers der vergangenen zwei bis drei Monate anzeigt, kann mit Metformin im Mittel um 1,5 Prozent gesenkt werden. 

  3. Insulintherapie 

  4. intensivierte Insulintherapie (Basis-Bolus-Therapie), die den physiologischen Insulinbedarf des Körpers nachahmt.  

  5. (Morgens) und abends wird ein Verzögerungsinsulin gespritzt, was die Basis bildet und den Nüchtern-Bedarf abdeckt 


  1. zu den Mahlzeiten kommt ein Normalinsulin dazu 

  2. flexible Tagesgestaltung möglich 

  3. konventionelle Insulintherapie, 

  4. zu festgesetzten Zeiten wird eine bestimmte Menge Mischinsulin gespritzt 

  5. Die Zeiten der Injektion + Insulinmenge müssen eingehalten werden! 


  1. Die Mahlzeiten möglichst gleichmäßig über den Tag verteilen 

  2. Bietet wenig Raum für Flexibilität.  

  3. Insulinpumpentherapie 

  4. kontinuierliche Insulin-Verabreichung s.c. 

 


Die Ziele der Therapie sind: normoglykämische Stoffwechsellage (HbA1c → 4-6%), normales Gewicht, Krankheit ist bewusst und man ist selbst verantwortlich, verbesserte Lebensqualität, Vorbeugung und Behandlung von Folgeerkrankungen: 

  1. Makroangiopathie (Veränderung der großer Gefäße) 

  2. KHK, Apoplex, pAVK 

  3. Mikroangiopathie (Veränderung der kleinen Gefäße) 

  4. diab. Nephropathie (Erkrankung der Niere),  


  1. diab. Retinopathie (durch Diabetes mellitus hervorgerufene Erkrankung der Netzhaut des Auges),  

  2. diab. Neuropathie (Erkrankungen des peripheren Nervensystems) 

  3. diab. Fußsyndrom sein 

 

Als Komplikationen können ein hypoglykämischer Schock und ein diabetisches 


Koma sein. 

Krankheitslehre

Herzinfarkt/Myocardinfarkt

67 Jahre alter Pat. bekommt abends starke Schmerzen im Thoraxbereich und 

äußert Todesangst. Er ist 164 cm groß und wiegt 98 kg. Hat leichten Diabetes mellitus und 

seit vielen Jahren aHTN, der mit ACE-Hemmern und Beta-Blockern behandelt wird. 

Er raucht sporadisch. Erläutern Sie den Behandlungsbedarf des Pat. 


Die Symptome weisen auf einen Myokardinfarkt hin. Dies ist der Untergang von 

Herzmuskelgewebe aufgrund einer Ischämie (Minderdurchblutung oder ein vollständiger Durchblutungsausfall eines Gewebes) der Koronargefäße, bei dem er zur 

Bildung von Narbengewebe kommt. 

 

Ursachen können sein KHK, Thrombose, etc. 

 

Risikofaktoren sind in seinem Fall die  

  • aHTN,  

  • Diabetes mell. (wo es auch oft zu unbemerkten Infarkten kommen kann → PNP/Polyneuropathie) und  

  • Übergewicht 


  • Des Weiteren auch rauchen. Man unterscheidet zwischen einem transmuralen Infarkt → alle Wandschichten betroffen und einem nichttransmuralen Infarkt → nur ein Teil der Wandschicht. 

 

Symptome sind  

  • intensive, anhaltende Angina Pectoris (ein anfallsartiger Schmerz in der Brust, der durch eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Herzens ausgelöst wird) 

  • stabil, instabil 


  • Schmerzen,  

  • Schweißausbrüche, Übelkeit, Erbrechen,  

  • Schmerzen ausstrahlend in linken Arm, Schulter und Unterkiefer.  

  • Die Pat. haben Todesangst, manchmal Luftnot.  

  • In der Akutphase treten häufig gefährliche HRS auf, die zu Kammerflimmern und auch zum Tod führen können. 


 

Differentialdiagnostisch könnte auch eine Lungenembolie, orthopäd .Beschwerden, Angina Pectoris oder eine Pankreatitis in Betracht gezogen werden. 

 

Diagnostiziert wird der Infarkt anhand eines  

  • EKG (T positiv, hoch und breit, ST-Streckenhebung)  


  • Laborwerte: erhöhtes Troponin I +T, CK-Anstieg nach 6 Std., LDH und GOT.  

 

Pat. mit Infarkt müssen sofort intensivmedizinisch behandelt werden. Angesetzt werden 

Analgetika und eine Lysetherapie, ggf.O2-Gabe. In den ersten 6 Std. kann der 

Thrombus mittels Lyse aufgelöst werden, ansonsten wird eine Koronarangiographie durchgeführt.  


 

Erstmaßnahmen bei einem Infarkt sind: 

Oberkörper hoch lagern, beengende Kleidung entfernen, Pat. nicht alleine lassen 

und beruhigen, Arzt holen, Nitrospraygabe und VZK. 

 

Komplikationen können Re-Infarkt, Herzrhythmusstörungen (weil jede Herzmuskelzelle elektr. Impulse abgibt), Linksherzinsuffizienz.  

 

Für den Pat. wird empfohlen sein Gewicht zu reduzieren, die BZ und RR Werte überprüfen zu lassen und evtl. die Medikamente umzustellen. 

Krankheitslehre

HIV Aids 

Definition: 

  • Humanes Immundefizienz-Virus ist ein Virus, das zur Familie der Retroviren (besitzen die Fähigkeit zum Einbau ihres Genoms in das Genom der Wirtszelle) 

  • Eine unbehandelte HIV-Infektion führt nach einer unterschiedlich langen, meist mehrjährigen symptomfreien Latenzphase in der Regel zu AIDS 

  • Es sind bisher zwei verschiedene Arten von HI-Viren bekannt, die als HIV-1 und HIV-2 bezeichnet werden. 


Übertragung: 



 


 

 

 

Verlauf: 

Eine unbehandelte HIV-Infektion verläuft in der Regel in mehreren Stadien.  

  1. Nach einer Inkubationszeit von etwa drei bis sechs Wochen kommt es nach der Ansteckung meist zu einer akuten HIV-Infektion. Diese ist gekennzeichnet durch: 


Wegen der Ähnlichkeit mit grippalen Infektionen bleibt die akute HIV-Infektion meistens unerkannt. Eine frühe Diagnose ist jedoch wichtig: Durch sie können nicht nur weitere Infektionen von Sexualpartnern verhindert werden.  

Erste Studien an Patienten, die während der akuten HIV-Infektion antiviral behandelt wurden und nach einiger Zeit die Therapie absetzten, zeigten, dass die HIV-spezifische Immunantwort der Patienten gestärkt werden konnte.      Die akute Infektion dauert selten mehr als vier Wochen an. 

  1. Latenzphase


  • meist mehrjährig 

  •  es treten keine gravierenden körperlichen Symptome auf 

  • Veränderte Blutwerte und eine schleichende Lipodystrophie (Veränderungen des s.c. Fettgewebes) bleiben oftmals unbemerkt 

  1. Danach kommt es vielfach zu ersten Erkrankungen, die auf ein mittelschwer geschwächtes Immunsystem zurückzuführen sind, jedoch noch nicht als AIDS-definierend gelten. 

  2. Pat. erkrankt an opportunistischen Erkrankungen, wie z.B. das Kaposi-Sarkom (vaskuläre Neoplasie) inkl.  


  1. Als AIDS gilt der Nachweis der HIV-Infektion und einer AIDS-definierende Erkrankung (Stadium 4) oder aber der Nachweis der HIV-Infektion und eine CD4-Zellzahl < 200 Zellen bzw. < 15 %. 

 

Diagnostik: 

  • „Aidstest“ spürt nicht die Viren selbst auf, sondern lediglich die vom Menschen erzeugten Antikörper gegen das Virus 

  • Am gebräuchlichsten sind der ELISA-Test und die Western-Blot-Methode.  


  • Ein positives ELISA-Ergebnis allein ist kein sicherer Befund für eine HIV-Ansteckung; deshalb wird er immer zusammen mit Western Blot angewendet 

  • ELISA wie Western Blot sind günstige Tests und sie sind ca. zwei bis drei Monate nach einer möglichen Infektion von hoher Genauigkeit, können aber schon zwei bis drei Wochen nach einer vermuteten Ansteckung eingesetzt werden 

Therapie: 

  • HIV benötigt Wirtszellen, um sich zu vermehren 

  • Dazu gehören die CD4-Helferzellen des Immunsystems 


  • Das Virus dockt zunächst an die Zellen an und dringt in sie ein, um dann seine eigenen Erbinformationen einzuschleusen, so dass die Zellen neue Viren produzieren 

  • Die gegen HIV gerichteten Medikamente setzen an verschiedenen Punkten dieses Prozesses an und lassen sich von daher in mehrere Gruppen unterteilen: 

  1. Entry-Inhibitoren verhindern, dass HIV in die Zelle eindringt. Sie wirken deren Oberfläche: Sie verhindern die Verschmelzung der Virushülle mit der Zellwand 

  2. Nukleosidanaloge Reverse-Transkriptase-Hemmer schleusen beim Umschreiben der Erbinformationen einen leicht veränderten Baustein in die Zelle ein, der nur scheinbar zu den anderen des Virus passt. Sobald dieser Stein nun in die Kette der Erbinformationen des Virus eingebaut wird, zerfällt sie, weil keine haltbare Verbindung mehr hergestellt werden kann. 

  3. Integrase-Inhibitoren hemmen den Einbau (Integration) der Virus-DNA in die DNA der menschlichen Wirtszelle, die im Zellkern liegt 


  1. Etc. 

  • Wichtig ist diese Med. zu kombinieren, da durch Fehler beim Kopiervorgang immer wieder Varianten des Virus entstehen (Mutationen) 

Als erfolgreich wird eine Therapie betrachtet, wenn die Viruslast dauerhaft unter der Nachweisgrenze liegt, d. h. 50 Viruskopien/ml Blut (In diesem Fall ist eine Infektion eines Embryos während der Schwangerschaft nahezu ausgeschlossen!) 

Nebenwirkungen: 

  • Kurzzeitnebenwirkungen: Durchfälle und Kopfschmerzen gehen meist nach einigen Wochen zurück 


  • Langzeitnebenwirkungen: schmerzhafte Entzündungen der Nerven in den Beinen (Neuropathien) oder Störungen des Fettstoffwechsels und der Fettzusammensetzung des Körpers (Lipodystrophie) lassen sich mit den modernen Medikamenten eher vermeiden oder durch einen Wechsel der Kombination in den Griff bekommen. 

  • Nutzen der Therapie überwiegt deutlich deren Nebenwirkungen: sie verlängert nicht nur das Leben, sondern verbessert auch die Lebensqualität HIV-infizierter Menschen 

 


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