M3 - Pädiatrie at Universität Mainz | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für M3 - Pädiatrie an der Universität Mainz

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen M3 - Pädiatrie Kurs an der Universität Mainz zu.

TESTE DEIN WISSEN
Therapie und Diagnostik bei Masern?
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TESTE DEIN WISSEN
Diagnostik: 
–> Typische Anamnese und Klinik 
–> Labor: –> Leukopenie mit Lymphopenie
                 –> Masernspezifiache IgM-Nachweis aus Serum, Plasma oder Liqour
                 –> Virusnachweis mittels RT-PCR
                 –> Ggf EEG –> Veränderungen bei 50& –> reversibel!!
Therapie: 
–> Isolationsmaßnahmen einleiten 
–> Arztmeldepflicht: Namentliche Meldepflicht bei Verdacht-, Krankheits-, oder Todesfällen!!! 
BasisMaßnahmen:
–> Symptomatisch:
       –> Antipyretika: Paracetamol 10-15mg/kgKg oder Ibuprofen 8-10mg/kgKg
       –> Hustenstiller
       –> Flüßigkeitssubstitution ggf Intravenös
–> Immonglobuline: Gabe bis Max 6 Tage nach Infektion sinnvoll
             –> nur bei immunsuprimierten oder nicht geimpften. Cave: nach Immunglobulinen –> Masern-Impfung erst nach 8 Monaten sinnvoll!! 



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TESTE DEIN WISSEN
Komplikationen bei Masern?
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TESTE DEIN WISSEN
Bakterielle Superinfektion:  –> meist Staph, Sterp, Pneum.
       –> Otitis Media
       –> Bronchitis oder Pneumonie 
Masernkrupp:
       –> schwere Laryngitis ( Cave –> Stenosierung der Luftwege –> Intubation) 

Akute Masern-Enzephalitis
–> allergische Enzephalitis ohne Virusnachweis mit ausgeprägter Entzündung und Demyelinisierung
–> Kopfschmerzen, ggf Fieber, Epileptische Anfälle 
–> Zeitlicher Zusammenhang zwischen akuter Masern-Infektion und Enzephalitis 

Subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE)
–> Spätkomplikation 2-10 Jahre nach der Infektion –> Progrediente demyelinisierende Panenzephalitis durch persistierende Infektion mit defektem Masern-Virus
–> Immer Letal!! 
–> Zu Beginn Verhaltensauffälligkeiten mit Schulversagen
–> Stereotype Bewegungsstörungen, Krampfanfälle und geistiger Abbau bis Koma 
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TESTE DEIN WISSEN
Masern Prävention?
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TESTE DEIN WISSEN
Standardimpfung: MMR-Impfstoff –> Lebendimpfung ( seit 1.März. 2020 verpflichtende Impfung im Gesundheitswesen oder beim Besuch von KiTa, KiGa, oder Schule!! 
–> Alle Kinder –> 2 Impfdosen im Alter von 11 und 15 Monaten
–> für alle nach 1970 geborene ohne Impfung oder mit unklarem Status –> 1xMMR 

Nachholimpfung: < 18 Jahren 2x MMR im Abstand von 4 Wochen

Nachweipflicht vor dem Eintritt in öffentliche Einrichtungen!! 

Postexpositionsprophylaxe bei Masern:
–> Aktive Immunisierung: 
        –> alle nach 1970 geborenen Personen mit unklarem oder unvollständigem Impfstatus
        –> 1 x MMR möglichst 3-5 Tage nach Kontakt 
        –> Im Verlauf Vervollständigung der Grundimmunisierung 
–> Passive Immunisierung: 
        –> Immunglobuline für ungeschützte Personen mit hohem Krankheitsfisiko 
        –> bei Immunsupression, Schwanger und Kinder unter < 6 Monaten! 
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TESTE DEIN WISSEN
Fieberkrampf? 
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TESTE DEIN WISSEN
–> ein zerebraler Krampfanfall bei Kindern jenseits der Neugeborenenperiode ( 6 LM - 5 LJ ) der im Rahmen einer fieberhaften Erkrankung auftritt ( > 38 Grad) 
–> 3 - 4 % der Kinder erleiden einen Fieberkrampf
Unkomplizierter Fieberkrampf:
–> generalisiert, symmetrischer Krampfanfall
–> Dauer < 15 Minuten, max. 1. Anfall innerhalb von 24 Stunden
–> Im Alter zwischen 6 Monaten und 5 Jahren

Komplizierter Fieberkrampf
–> Fokaler Anfallsverlauf
–> Postiktale Lähmun oder Sprechstörung
–> > 15 Minuten oder wiederholter Krampfanfall innerhalb von 24 Stunden
–> Unter 6 Monaten oder über 5 Jahren
Symptome/Klinik:
–> Auftreten des Fieberkrampfes während des Fieberanstieg –> Häufig erstes Symptom eines Infektes 
–> meist generalisiertet tonisch-klonischer Krampfanfall ca. 2-3 Minuten 
–> Spintanes Sistieren 
–> Typischerweise Postiktale Müdigkeit 
–> Bei fokalen Anfällen –> Toddsche-Paresen der betroffenen Extremität 

Diagnostik: 
–> Fokussuche: KU, U-Stix, Ggf Sono 
–> Blutentnahme: Bei MeningitisVerdacht oder unklarer Ursache 
         –> CRP, Glucose, Amoniak, Laktat, BGA und Blutkulturen neben Standard Labor!! 
–> Lumbalpunktion:
        –> Bei jedem Krampfanfall bis 6 LM 
        –> Bei jedem fieberhaftem Krampfanfall bei Kindern bis 18 Monate 
        –> Bei jedem komplizierten Fieberkrampf
        –> Bei jedem Meningitisverdacht 
–> Bei Verdacht auf Hirndruck –> gespannte Fontanelle, Bewusstseinsstörungen, Stauungspapille?? –> CT

DD: Ein bakterielle Meningitis oder Herpes-Simplex-Enzephalitis dürfen nicht übersehen werden! 
                –> die Herpes-Simplex-Enzephalitis präsentiert sich wie ein komplizierter Fieberkrampf 
–> EEG- bei jedem komplizierten Fieberkrampf!! 
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TESTE DEIN WISSEN
Was tun bei einem Fieberkrampf? 
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TESTE DEIN WISSEN
1. Ruhe bewahren 
2. Eltern beruhigen 
3. Kindern sicher lagern
4. Monitoring –> Vitalzeichen
5. Antipyrese mit Ibuprofen oder Paracetamol
Anfallsunterbrechung wenn > 5 Minuten 
–> Diazepam: –> Rektal, Nasal oder Bukkal –> 5mg als Einzeldosis ggf nach 15 Minuten einmalig wiederholen
–> Ggf Antikonvulsiva –> Ultima Ratio –>  Phenobarbital oder Phenytoin nur zur Unterbrechung keine Dauertherapie!!! 
–> Frühzeitige Antipyrese verhindert den Fieberkrampf nicht. 
Wiederholungsrisiko 30 - 40%
–> Bei 95 % der Kinder mit Fieberkrämpfen gute Prognose 

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Stiko-Impfkalender 
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Impfkalender für Säuglinge und Kleinkinder < 2 Jahren
Grundimmunisierung:
–> 6 Wochen, 2 und 4 Monat
     –> Rotavirus-Schluckimpfung
–> 2, 4 und 11 Monat
     –> Polyvalente-Sechsfachimpfung
           –> Tetanus, Diptherie, Pertussis, Poliomyelitis, Häm. Infl., Hepatitis B 
     –> Pneumokokken –> Konjugatimpfstoff 
     –> Frühgeborene vor der < 37 SSW bekommen im alter von 3 Monaten eine zusätzliche 6Fach und Pneumokokken Impfung –> Insgesamt also 4 Impfungen
–> 11 Monate und 15 Monate –> Lebendimpfstoffe !!! 
      –> Mumps, Masern, Röteln ggf + Varizellen
           –> Als MMR-Impfstoff oder MMR+V Impfung möglich dann zur gleichen Zeit an anderer Körperstelle!! 
           –> Erste Impfung –> Wirksamkeit über 90 Prozent, Zweite Impfung soll Impfversagende erreichen! 
           –> Masern-Impfpflicht seit 03/2021 für bestimmte Indikationen –> Gemeinschaftseinrichtungen, Personal im Gesundheitssystem. 
–> ab 18 Lebensjahr:
      –> Tetanus, Diphterie –> Auffrischung alle 10 Jahre 
      –> Pertussis –> Auffrischung einmalig 
      –> MMR –> Nachholimpfung falls keine Grundimmunisierung und nach 1970 geboren ( hohe Durchseuchung vor 1970) 
–> Nach dem 60 Lebensjahr
      –> Influenza –> jährlich
      –> Pneumokokken –> Polysachacchrid Impfstoff –> einmalig 
      –> Herpes-Zoster –> 2 Impfungen mit Totimpfstoff im Abstand von 2-6Monaten 
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Meilensteine der kindlichen Entwicklung? 
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TESTE DEIN WISSEN
Neugeborenes:
–> Kopf drehen, nicht kontrollieren; seufzen, schreien, –> spontan lächeln 
1 Monat:
–> Gegenstände fixieren, Licht oder Gesichter fixieren
2 Monate:
–> Kopf anheben in Bauchlage, reaktive Laute, Zurücklächeln ( soziales Lächeln) 
3 Monat:
–> Kopf kontrollieren, sich in Bauchlage auf die Unterarme stützen, Hände betrachten, Spontan vokalisieren, sich stimmen zuwenden
6 Monate:
–> Gegenstände greifen und reichen, sitzen für kurze Zeit, Vokalisiert antworten, plaudern, Laut lachen. 
9 Monate:
–> Frei sitzen, sich selbst hochziehen, mit Unterstützung stehen, Sprachlaute imitieren, Fremdeln
12 Monate
–> Frei Stehen, Mama und Papa sagen
15 Monate
–> frei laufen, Passiverwortschatz 100-150 Wörter 
–> aus dem Glas trinken, selbstständig essen
2 Jahre
–> Sicher laufen und Hindernisse überwinden
–> Aktiver und Passiver Wortschatz 50-200 Wörter 
–> Um Hilfe bitten, Nein sagen, Bilderbuch ansehen 
3. Jahre
–> Dreirad fahren, Turm aus Klötzchen bauen, Flasche auf und zudrehen
–> Vor und Nachnamen sagen, Singular/Plural richtig verwenden, Geschichten verstehen
–> tagsüber trocken sein, nachts teilweise 
4 Jahre
–> Treppenlaufen,
–> Selbst von Erlebnissen erzählen 
–> Hinterfragen –> Warum?
5Jahre
–> Auf einem Bein hüpfen
–> Nahezu fehlerfrei sprechen
–> sich selbstständig anziehen 

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Neugeborenen und Säuglingsreflexe?
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TESTE DEIN WISSEN
Moro-Reflex: Geburt bis 4. Lebensmonat
Saugreflex: Geburt bis max. 6 Lebensmonat
Palmarer-Greifreflex: Geburt bis 3-4 Lebensmonat
Plantarer-Greifreflex: Geburt bis 8-15 Lebensmonat
Babinski-Reflex: Geburt bis 12 Lebensmonat
Galant-Reflex: Geburt bis 6 Lebensmonat ( Paravertebraler Reiz –> Konkave Bewegung zur Gegenseite) 
Landau-Reflex: 4. Lebensmonat bis 18 Lebensmonat ( Kind streckt Beine und hebt den Kopf in Bauchschwebelage –> Fallschirmspringer) 
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Tiefgreifende Entwicklungsstörungen 
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TESTE DEIN WISSEN
Beeinträchtigung bei der sozialen Interaktion
Beeinträchtigung bei der Kommunikation
Repetitive, stereotype Interessen und Verhaltensmuster
–> Beginn in der Kindheit
–> Entwicklungsverzögerung oder Auffälligkeiten 
––––>>> Autismus-Spektrum-Störungen
1. Frühkindlicher Autismus 
 –> Intelligenzminderung 
 –> Störung der Empathie und Mangel an geteilter Freude 
 –> Repetitive gleichförmige motorische Bewegungen
2. Asperger-Syndrom:
 –> Störung der Empathie
 –> Normaler bis hoher Intelligenzquotient –> Imselbegabungen
3. Rett-Syndrom 
 –> Entwicklungsstörun mit progressivem Verlust der Intelligenz und kognitiven Fähigkeiten wie Sprache, Lokomotion und Gebrauchsfähigkeit der Hände 
 –> Meist Mädchen betroffen –> X-chromosomal-dominanter Gendefekt
 –> Entwicklungsstillstand innerhalb der ersten beiden Lebensjahre nach vorheriger Krankheit 
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Kindervorsorgeuntersuchung U1
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TESTE DEIN WISSEN
U-1 –> am ersten Tag:
–> Unmittelbar nach der Geburt: 
     –> Körperliche Untersuchung
           –> APGAR-Score
           –> Körpermaße ( Gewicht und Größe)
           –> Reifezeichen: 
                        –> Haut –> rosig
                        –> Körperbehaarung: –> wenig bis keine Lanugobehaarung
                        –> Ohrknorpel: Voll ausgebildet
                        –> Brustwarzen gut erkennbar
                        –> Hoden Deszendiert
                        –> Labien: kleine von großen Labien überdeckt
                        –> Neuromuskuläre Reifezeichen –> Neugeborenenreflexe!! 
                 –> Geburtstraumen
           –> Apparativ –> Nabelschnur pH
–> Prophylaxen: 
       –> Vit. K-Prophylaxe 2mg ( Prophylaxe der Vit. K Mangelblutung –> M. Haemorrhagicus neonatorum)
       –> Ggf. Hepatitis-B Prophylaxe bei HBsAg positiver Mutter
–> Pulsoxymetrie-Screening 
–> Erweitertes Neugeborenenscreening und Mukoviszidose-Screening
–> Neugeborenen Hörscreening ( Otoakustische Emmisionen) 

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TESTE DEIN WISSEN
U2
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TESTE DEIN WISSEN
U-2 im Alter von 1 Woche ( um die sieben Tage)
–> Körperliche Untersuchung:
      –> Hautfarbe, pathologischer Ikterus
      –> Sehtest
      –> Femoralispulse
–> Prophylaxen:
      –> Vit-K-Prophylaxe 2. Dosis
      –> Vit-D-Prophylaxe
      –> Flourid-Prophylaxe
      –> Hüftsysplasie-Screening –> Sonographie bei erhöhtem Risiko –> sonst U3 
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TESTE DEIN WISSEN
Masern - Erreger und klinisches Bild 
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TESTE DEIN WISSEN
–> RNA - Virus aus der Gruppe der Morbilli-Viren
–> Übertragung –> Tröpfcheninfektion
–> Infektiosität –> ca. 5 Tage vor bis 4 Tage nach Auftreten des Exanthems –> kurz vorher ist die Infektiosität am höchsten!!!
–> Hohe Kontagiosität!!!!! 

Symptome/Klinik:
–> Zweiphasiger Verlauf!!! 
1. Prodromalstadium (–> katarrhalisches Vorstaium ) ca. 8-10 Tagd nach Infektion 
      –> Fieber, Schnupfen, bellender Husten, Konjunktivitis, Lichtscheu!!!! 
      –> Nach drei Tagen Enanthem der Mundhöhle –> Dunkelrote Flecken am weichen Gaumen
                     –> pathognomischer Befund: Koplik-Flecken ( Kalkartige Spritzer, nicht abwischbar an Wangenschleimhaut, Weiße Flecken auf rotem Grund)
2. Exanthemstadium ( 3-7 Tage nach Initialstadium)
     –> Hohes Fieber und schweres Krankheitsgefühl ( AZ-Verschlechterung)
     –> Generealisierte Lymphadenopathie
     –> Makulopapulöses, großfleckiges, teils konfluierendes Exanthem
                  –> meist retroaurikolär Beginnend
                  –> Ausdehnung über den ganzen Körper
      Kurzzeitige Entfieberung zwischen den Stadien!! 
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Q:
Therapie und Diagnostik bei Masern?
A:
Diagnostik: 
–> Typische Anamnese und Klinik 
–> Labor: –> Leukopenie mit Lymphopenie
                 –> Masernspezifiache IgM-Nachweis aus Serum, Plasma oder Liqour
                 –> Virusnachweis mittels RT-PCR
                 –> Ggf EEG –> Veränderungen bei 50& –> reversibel!!
Therapie: 
–> Isolationsmaßnahmen einleiten 
–> Arztmeldepflicht: Namentliche Meldepflicht bei Verdacht-, Krankheits-, oder Todesfällen!!! 
BasisMaßnahmen:
–> Symptomatisch:
       –> Antipyretika: Paracetamol 10-15mg/kgKg oder Ibuprofen 8-10mg/kgKg
       –> Hustenstiller
       –> Flüßigkeitssubstitution ggf Intravenös
–> Immonglobuline: Gabe bis Max 6 Tage nach Infektion sinnvoll
             –> nur bei immunsuprimierten oder nicht geimpften. Cave: nach Immunglobulinen –> Masern-Impfung erst nach 8 Monaten sinnvoll!! 



Q:
Komplikationen bei Masern?
A:
Bakterielle Superinfektion:  –> meist Staph, Sterp, Pneum.
       –> Otitis Media
       –> Bronchitis oder Pneumonie 
Masernkrupp:
       –> schwere Laryngitis ( Cave –> Stenosierung der Luftwege –> Intubation) 

Akute Masern-Enzephalitis
–> allergische Enzephalitis ohne Virusnachweis mit ausgeprägter Entzündung und Demyelinisierung
–> Kopfschmerzen, ggf Fieber, Epileptische Anfälle 
–> Zeitlicher Zusammenhang zwischen akuter Masern-Infektion und Enzephalitis 

Subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE)
–> Spätkomplikation 2-10 Jahre nach der Infektion –> Progrediente demyelinisierende Panenzephalitis durch persistierende Infektion mit defektem Masern-Virus
–> Immer Letal!! 
–> Zu Beginn Verhaltensauffälligkeiten mit Schulversagen
–> Stereotype Bewegungsstörungen, Krampfanfälle und geistiger Abbau bis Koma 
Q:
Masern Prävention?
A:
Standardimpfung: MMR-Impfstoff –> Lebendimpfung ( seit 1.März. 2020 verpflichtende Impfung im Gesundheitswesen oder beim Besuch von KiTa, KiGa, oder Schule!! 
–> Alle Kinder –> 2 Impfdosen im Alter von 11 und 15 Monaten
–> für alle nach 1970 geborene ohne Impfung oder mit unklarem Status –> 1xMMR 

Nachholimpfung: < 18 Jahren 2x MMR im Abstand von 4 Wochen

Nachweipflicht vor dem Eintritt in öffentliche Einrichtungen!! 

Postexpositionsprophylaxe bei Masern:
–> Aktive Immunisierung: 
        –> alle nach 1970 geborenen Personen mit unklarem oder unvollständigem Impfstatus
        –> 1 x MMR möglichst 3-5 Tage nach Kontakt 
        –> Im Verlauf Vervollständigung der Grundimmunisierung 
–> Passive Immunisierung: 
        –> Immunglobuline für ungeschützte Personen mit hohem Krankheitsfisiko 
        –> bei Immunsupression, Schwanger und Kinder unter < 6 Monaten! 
Q:
Fieberkrampf? 
A:
–> ein zerebraler Krampfanfall bei Kindern jenseits der Neugeborenenperiode ( 6 LM - 5 LJ ) der im Rahmen einer fieberhaften Erkrankung auftritt ( > 38 Grad) 
–> 3 - 4 % der Kinder erleiden einen Fieberkrampf
Unkomplizierter Fieberkrampf:
–> generalisiert, symmetrischer Krampfanfall
–> Dauer < 15 Minuten, max. 1. Anfall innerhalb von 24 Stunden
–> Im Alter zwischen 6 Monaten und 5 Jahren

Komplizierter Fieberkrampf
–> Fokaler Anfallsverlauf
–> Postiktale Lähmun oder Sprechstörung
–> > 15 Minuten oder wiederholter Krampfanfall innerhalb von 24 Stunden
–> Unter 6 Monaten oder über 5 Jahren
Symptome/Klinik:
–> Auftreten des Fieberkrampfes während des Fieberanstieg –> Häufig erstes Symptom eines Infektes 
–> meist generalisiertet tonisch-klonischer Krampfanfall ca. 2-3 Minuten 
–> Spintanes Sistieren 
–> Typischerweise Postiktale Müdigkeit 
–> Bei fokalen Anfällen –> Toddsche-Paresen der betroffenen Extremität 

Diagnostik: 
–> Fokussuche: KU, U-Stix, Ggf Sono 
–> Blutentnahme: Bei MeningitisVerdacht oder unklarer Ursache 
         –> CRP, Glucose, Amoniak, Laktat, BGA und Blutkulturen neben Standard Labor!! 
–> Lumbalpunktion:
        –> Bei jedem Krampfanfall bis 6 LM 
        –> Bei jedem fieberhaftem Krampfanfall bei Kindern bis 18 Monate 
        –> Bei jedem komplizierten Fieberkrampf
        –> Bei jedem Meningitisverdacht 
–> Bei Verdacht auf Hirndruck –> gespannte Fontanelle, Bewusstseinsstörungen, Stauungspapille?? –> CT

DD: Ein bakterielle Meningitis oder Herpes-Simplex-Enzephalitis dürfen nicht übersehen werden! 
                –> die Herpes-Simplex-Enzephalitis präsentiert sich wie ein komplizierter Fieberkrampf 
–> EEG- bei jedem komplizierten Fieberkrampf!! 
Q:
Was tun bei einem Fieberkrampf? 
A:
1. Ruhe bewahren 
2. Eltern beruhigen 
3. Kindern sicher lagern
4. Monitoring –> Vitalzeichen
5. Antipyrese mit Ibuprofen oder Paracetamol
Anfallsunterbrechung wenn > 5 Minuten 
–> Diazepam: –> Rektal, Nasal oder Bukkal –> 5mg als Einzeldosis ggf nach 15 Minuten einmalig wiederholen
–> Ggf Antikonvulsiva –> Ultima Ratio –>  Phenobarbital oder Phenytoin nur zur Unterbrechung keine Dauertherapie!!! 
–> Frühzeitige Antipyrese verhindert den Fieberkrampf nicht. 
Wiederholungsrisiko 30 - 40%
–> Bei 95 % der Kinder mit Fieberkrämpfen gute Prognose 

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Q:
Stiko-Impfkalender 
A:
Impfkalender für Säuglinge und Kleinkinder < 2 Jahren
Grundimmunisierung:
–> 6 Wochen, 2 und 4 Monat
     –> Rotavirus-Schluckimpfung
–> 2, 4 und 11 Monat
     –> Polyvalente-Sechsfachimpfung
           –> Tetanus, Diptherie, Pertussis, Poliomyelitis, Häm. Infl., Hepatitis B 
     –> Pneumokokken –> Konjugatimpfstoff 
     –> Frühgeborene vor der < 37 SSW bekommen im alter von 3 Monaten eine zusätzliche 6Fach und Pneumokokken Impfung –> Insgesamt also 4 Impfungen
–> 11 Monate und 15 Monate –> Lebendimpfstoffe !!! 
      –> Mumps, Masern, Röteln ggf + Varizellen
           –> Als MMR-Impfstoff oder MMR+V Impfung möglich dann zur gleichen Zeit an anderer Körperstelle!! 
           –> Erste Impfung –> Wirksamkeit über 90 Prozent, Zweite Impfung soll Impfversagende erreichen! 
           –> Masern-Impfpflicht seit 03/2021 für bestimmte Indikationen –> Gemeinschaftseinrichtungen, Personal im Gesundheitssystem. 
–> ab 18 Lebensjahr:
      –> Tetanus, Diphterie –> Auffrischung alle 10 Jahre 
      –> Pertussis –> Auffrischung einmalig 
      –> MMR –> Nachholimpfung falls keine Grundimmunisierung und nach 1970 geboren ( hohe Durchseuchung vor 1970) 
–> Nach dem 60 Lebensjahr
      –> Influenza –> jährlich
      –> Pneumokokken –> Polysachacchrid Impfstoff –> einmalig 
      –> Herpes-Zoster –> 2 Impfungen mit Totimpfstoff im Abstand von 2-6Monaten 
Q:
Meilensteine der kindlichen Entwicklung? 
A:
Neugeborenes:
–> Kopf drehen, nicht kontrollieren; seufzen, schreien, –> spontan lächeln 
1 Monat:
–> Gegenstände fixieren, Licht oder Gesichter fixieren
2 Monate:
–> Kopf anheben in Bauchlage, reaktive Laute, Zurücklächeln ( soziales Lächeln) 
3 Monat:
–> Kopf kontrollieren, sich in Bauchlage auf die Unterarme stützen, Hände betrachten, Spontan vokalisieren, sich stimmen zuwenden
6 Monate:
–> Gegenstände greifen und reichen, sitzen für kurze Zeit, Vokalisiert antworten, plaudern, Laut lachen. 
9 Monate:
–> Frei sitzen, sich selbst hochziehen, mit Unterstützung stehen, Sprachlaute imitieren, Fremdeln
12 Monate
–> Frei Stehen, Mama und Papa sagen
15 Monate
–> frei laufen, Passiverwortschatz 100-150 Wörter 
–> aus dem Glas trinken, selbstständig essen
2 Jahre
–> Sicher laufen und Hindernisse überwinden
–> Aktiver und Passiver Wortschatz 50-200 Wörter 
–> Um Hilfe bitten, Nein sagen, Bilderbuch ansehen 
3. Jahre
–> Dreirad fahren, Turm aus Klötzchen bauen, Flasche auf und zudrehen
–> Vor und Nachnamen sagen, Singular/Plural richtig verwenden, Geschichten verstehen
–> tagsüber trocken sein, nachts teilweise 
4 Jahre
–> Treppenlaufen,
–> Selbst von Erlebnissen erzählen 
–> Hinterfragen –> Warum?
5Jahre
–> Auf einem Bein hüpfen
–> Nahezu fehlerfrei sprechen
–> sich selbstständig anziehen 

Q:
Neugeborenen und Säuglingsreflexe?
A:
Moro-Reflex: Geburt bis 4. Lebensmonat
Saugreflex: Geburt bis max. 6 Lebensmonat
Palmarer-Greifreflex: Geburt bis 3-4 Lebensmonat
Plantarer-Greifreflex: Geburt bis 8-15 Lebensmonat
Babinski-Reflex: Geburt bis 12 Lebensmonat
Galant-Reflex: Geburt bis 6 Lebensmonat ( Paravertebraler Reiz –> Konkave Bewegung zur Gegenseite) 
Landau-Reflex: 4. Lebensmonat bis 18 Lebensmonat ( Kind streckt Beine und hebt den Kopf in Bauchschwebelage –> Fallschirmspringer) 
Q:
Tiefgreifende Entwicklungsstörungen 
A:
Beeinträchtigung bei der sozialen Interaktion
Beeinträchtigung bei der Kommunikation
Repetitive, stereotype Interessen und Verhaltensmuster
–> Beginn in der Kindheit
–> Entwicklungsverzögerung oder Auffälligkeiten 
––––>>> Autismus-Spektrum-Störungen
1. Frühkindlicher Autismus 
 –> Intelligenzminderung 
 –> Störung der Empathie und Mangel an geteilter Freude 
 –> Repetitive gleichförmige motorische Bewegungen
2. Asperger-Syndrom:
 –> Störung der Empathie
 –> Normaler bis hoher Intelligenzquotient –> Imselbegabungen
3. Rett-Syndrom 
 –> Entwicklungsstörun mit progressivem Verlust der Intelligenz und kognitiven Fähigkeiten wie Sprache, Lokomotion und Gebrauchsfähigkeit der Hände 
 –> Meist Mädchen betroffen –> X-chromosomal-dominanter Gendefekt
 –> Entwicklungsstillstand innerhalb der ersten beiden Lebensjahre nach vorheriger Krankheit 
Q:
Kindervorsorgeuntersuchung U1
A:
U-1 –> am ersten Tag:
–> Unmittelbar nach der Geburt: 
     –> Körperliche Untersuchung
           –> APGAR-Score
           –> Körpermaße ( Gewicht und Größe)
           –> Reifezeichen: 
                        –> Haut –> rosig
                        –> Körperbehaarung: –> wenig bis keine Lanugobehaarung
                        –> Ohrknorpel: Voll ausgebildet
                        –> Brustwarzen gut erkennbar
                        –> Hoden Deszendiert
                        –> Labien: kleine von großen Labien überdeckt
                        –> Neuromuskuläre Reifezeichen –> Neugeborenenreflexe!! 
                 –> Geburtstraumen
           –> Apparativ –> Nabelschnur pH
–> Prophylaxen: 
       –> Vit. K-Prophylaxe 2mg ( Prophylaxe der Vit. K Mangelblutung –> M. Haemorrhagicus neonatorum)
       –> Ggf. Hepatitis-B Prophylaxe bei HBsAg positiver Mutter
–> Pulsoxymetrie-Screening 
–> Erweitertes Neugeborenenscreening und Mukoviszidose-Screening
–> Neugeborenen Hörscreening ( Otoakustische Emmisionen) 

Q:
U2
A:
U-2 im Alter von 1 Woche ( um die sieben Tage)
–> Körperliche Untersuchung:
      –> Hautfarbe, pathologischer Ikterus
      –> Sehtest
      –> Femoralispulse
–> Prophylaxen:
      –> Vit-K-Prophylaxe 2. Dosis
      –> Vit-D-Prophylaxe
      –> Flourid-Prophylaxe
      –> Hüftsysplasie-Screening –> Sonographie bei erhöhtem Risiko –> sonst U3 
Q:
Masern - Erreger und klinisches Bild 
A:
–> RNA - Virus aus der Gruppe der Morbilli-Viren
–> Übertragung –> Tröpfcheninfektion
–> Infektiosität –> ca. 5 Tage vor bis 4 Tage nach Auftreten des Exanthems –> kurz vorher ist die Infektiosität am höchsten!!!
–> Hohe Kontagiosität!!!!! 

Symptome/Klinik:
–> Zweiphasiger Verlauf!!! 
1. Prodromalstadium (–> katarrhalisches Vorstaium ) ca. 8-10 Tagd nach Infektion 
      –> Fieber, Schnupfen, bellender Husten, Konjunktivitis, Lichtscheu!!!! 
      –> Nach drei Tagen Enanthem der Mundhöhle –> Dunkelrote Flecken am weichen Gaumen
                     –> pathognomischer Befund: Koplik-Flecken ( Kalkartige Spritzer, nicht abwischbar an Wangenschleimhaut, Weiße Flecken auf rotem Grund)
2. Exanthemstadium ( 3-7 Tage nach Initialstadium)
     –> Hohes Fieber und schweres Krankheitsgefühl ( AZ-Verschlechterung)
     –> Generealisierte Lymphadenopathie
     –> Makulopapulöses, großfleckiges, teils konfluierendes Exanthem
                  –> meist retroaurikolär Beginnend
                  –> Ausdehnung über den ganzen Körper
      Kurzzeitige Entfieberung zwischen den Stadien!! 
M3 - Pädiatrie

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Das sind die beliebtesten M3 - Pädiatrie Kurse im gesamten StudySmarter Universum

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