Feste Antestat/Abtestat at Universität Mainz | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Feste Antestat/Abtestat an der Universität Mainz

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Feste Antestat/Abtestat Kurs an der Universität Mainz zu.

TESTE DEIN WISSEN

Was passiert bei Verpressen eines Granulates?

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TESTE DEIN WISSEN
  • spezifische Oberfläche: gesamte freie Oberfläche von Granulatkörnern / Tabletten einschließlich der Poren udn Kapillargänge in cm2/g
  • wird durch Gasadsorption bestimmt
  • Verpressen eines Granulates bei niedrigen Druck: spezifische Oberfläche nimmt zu, da Deformation der Granulatkörner und Ausbildung neuer Oberflächen
  • bei steigendem Druck: Verringerung der spezifischen Oberfläche, da Zusammenlagerung von Partikeln, Granulatteilchen
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TESTE DEIN WISSEN

Warum deckeln Tabletten mit hohen Hausner-Faktor?

Wodurch kann es entstehen`?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • hoher Hausner-Faktor: schlechtes Fließverhalten; zu viel Luft in der Tablette
  • zu schnelles Verpressen führt zu hohem Hausner-Faktor, da beim schnellen Verpressen Luft in die Tablette miteingeschlossen wird
  • bei langsamen Verpressen kann die Luft besser entweichen
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TESTE DEIN WISSEN

Warum ist Granulierung vor allem bei hochdosierten und mikronisierten Wirkstoffen wichtig?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • die vielen kleinen Partikel sorgen für Homogenität
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TESTE DEIN WISSEN

Was ist aufbauende Granulierung?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • aufbauende Feuchtgranulierung
  • es erfolgt ein Partikelaufbau oder Partikelanlagerung
  • es entsteht ein mehr oder weniger gleichmäßig rundes Korn (Größe abhängig von Kornfeinheit, Größe der Tröpfchen, Menge der eingesprühten Granulierflüssigkeit)

Partikelaufbau

  • durch Besprühen mit feststoffhaltiger Flüssigkeit und anschließender Verdunstung reichern sich Granulierstoffe auf der Partikeloberfläche an
  • so wird allmählich ein größeres Korn aufgebaut
  • Volumen / Masse der Granulatkörner nehmen zu, während die Anzahl der zu granulierenden Partikel im Haufwerk keine Änderung erfährt

Partikelanlagerung

  • Partikel werden mit Feuchtigkeitsfilm überzogen
  • durch Druck und Scherkräfte während des Granulierprozesses nähern sich die Flüssigkeitshüllen an, vereinigen sich und agglomerieren so
  • Volumen / Masse der Granulatkörner nimmt durch Vereinigung der EInzelkörner zu
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TESTE DEIN WISSEN

Welchen Qualitätskontrollen werden die hergestellten Pulver im Praktikum unterzogen?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Bestimmung des Fließverhaltens und Böschungswinkels (Pharmates Gerät)
  • Bestimmung des Schütt- und Stampfvolumens
  • daraus: Berechnung der Verdichtung, der Schütt- und Stampfdichte, des Hausner-Faktors und des Kompressibilitätsindex
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TESTE DEIN WISSEN

Welche überzogenen Tabletten werden im Praktikum hergestellt?

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TESTE DEIN WISSEN

Magensaftresistente ASS-Tabletten

  • Herstellung im Dragierkessel und im Trommelcoater
  • Herstellung der Auftragssuspension aus Wasser, Polysorbat 80, Triethylcitrat, Farbpigment, Glycerolmonostearat und Wasser; Suspension durch Sieb geben
  • Herstellung der Testmedien
  • im Dragierkessel: Auftragssuspension wird über eine Düse auf die ASS-Tabletten aufgetragen; Feuchtigkeit der Tabletten werden mit Föhn reguliert; Pumpe bei 6 rpm
  • im Trommelcoater: nach Anleitung
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TESTE DEIN WISSEN

Mit welchen Methoden können Fließeigenschaften bestimmt werden?

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TESTE DEIN WISSEN

Böschungswinkel

  • Unterschied in statistische und dynamische Messung
  • statistische Messung: Pulver fließt aus Trichter auf Unterlage und bildet einen Schüttkegel
  • gemessen wird der Winkel, den die Kegelfläche mit der waagrechten Unterlage bildet
  • durchführbar auf großflächigen Unterlage, wobei der Basisdurchmesser des Kegels bestimmt wird, oder auf kreisförmig begrenzter Fläche, an deren Außenkante ein Teil des Pulver abläuft
  • dynamische Messung: horizontal rotierender Hohlzylinder, der mit Pulverprobe beschickt wird
  • Messung des Winkels, den das fließende Pulverbett mit der Horizontalen bildet
  • allgemein: je kleiner der Winkel, desto besser sind die Fließeigenschaften
  • tan(alpha) = h / r (Höhe des Pulverkegels h / Radius r der Grundfläche des Kegels)

Kompressibilitätsindex und Hausner-Faktor

  • Errechnung aus Schütt- und Stampfdichte
  • Hausner-Faktor: Stampfdichte/Schüttdichte
  • Kompressibilitätsindex: 100 x Stampfdichte-Schüttdichte / Stampfdichte

Fluss durch eine Öffnung = Fließzeit = Fließgeschwindigkeit

  • Messung des Ausfließens durch eine Öffnung
  • entweder Messung der Zeit, in der eine bestimmte Masse durch eine definierte Öffnung fließt oder Bestimmung der Masse/Volumen, die in einer vorgegebenen Zeit durch Öffnung fließt
  • kontinuierliche Aufzeichnung eines Masse-Zeit-Profils; hier können auch Unregelmäßigkeiten erkannt werden

Scherzellmethoden

  • Pulverrheologische Methoden
  • Schüttgut wird durch eine vertikale Normalspannung verdichtet und durch eine horizontale Schubspannung scherverformt
  • z.B. Jenike-Schergerät: zwei aufeinandersitzende Ringe, die das verdichtete Pulverbett umschließen, werden durch Anlegen einer horizontalen Schubkraft gegeneinander verschoben
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TESTE DEIN WISSEN

Welche Arzneiformen werden im Praktikum untersucht?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Pulver (Herstellung in Reibschale und im Turbulamischer; auch Herstellung von FST-Komplex)
  • Granulate (Feuchtgranulat durch abbauende Granulierung: Rezeptur und Bindemittellösung)
  • Tabletten (aus Pulver 500g, aus Granulat 500g, ASS-Tabletten 200g)
  • Filmüberzüge (magensaftresistenter Überzug für 1300g Tabletten)
  • Kapseln nur theoretisch!!
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Verwendung von Pulvern

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TESTE DEIN WISSEN
  • nur noch geringe Bedeutung als perorale Arzneiform
  • Pulver heute vor allem als Bulk-Substanzen (= nicht konfektionierte WIrk- und Hilfsstoffe; Schüttgut) und als nicht galenische Ausgangsmaterialien für die Arzneiformenherstellung (Granulate, Tabletten, Suspensionen)
  • auch: Pulverinhalatoren zur Therapie asthmatischer Erkrankungen
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TESTE DEIN WISSEN

Welche Prüfungen zu Tabletten werden im Praktikum durchgeführt?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Bruchfestigkeit (am PTB-M Bruchfestigkeitstester; Stichprobe 10 Tabletten; Praktikum: 45-75 N)
  • Gleichförmigkeit einzeldosierter Arzneiformen (Wiegen von 10-30 Tabletten; graphische Darstellung der Massenverteilung; Wirkstoffgehalt 92,13%, dadurch Berechnung des Einzelgehaltes für jede Tablette und Akzeptanzwert AV)
  • Friabilität = Abrieb (Abrieb nicht-überzogener Tabletten; Wiegen entstaubter Tabletten vor und nach mechanischer Belastung in Trommel; Abrieb unter 1%)
  • Wasseraufnahmevermögen (mit Enslin-Apparatur; jeweils 2 Messungen pro Tablettencharge; Diagramm aufgenommenes Volumen gegen Zeit)
  • nicht im Praktikum: Zerfallszeit (Zerfall der Arzneiform in vorgegebener Zeit unter bestimmten Bedingungen in flüssigem Medium; nur Kontrolle, ob Charge den Anforderungen des AB entspricht)
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TESTE DEIN WISSEN

Welche Pulvergrundlagen / Hilfsstoffe gibt es?

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TESTE DEIN WISSEN

Unterteilung in anorganische und organische Hilfsstoffe

Organische Hilfsstoffe

  • Aluminium-, Magnesium-, Zinkstearate (fettig und kühlend; gutes Haftvermögen; praktisch keine Aufnahmefähigkeit für Wasser und Öl)
  • Stärke (aus Kartoffel, Weizen, Mais, Reis; sehr gute Haftfähigkeit, gute Rieselfähigkeit, gutes Aufnahmevermögen von Wasser und Öl; aber auch mikrobiell anfällig; durch Derivatisierung entstehen nicht mehr quellende / verkleisternde Produkte = sterilisierbar und resorbierbar; keine Granulombildung)
  • Lactose und Glucose (keine ausgeprägten Fließeigenschaften; geringes Haftvermögen; Lactose: Grundlage für Puder zur parenteralen Applikation; Wundpuder (sind resorbierbar)


Anorganische Hilfsstoffe

  • Talkum (natürliches Magnesiumhydroxidpolysilicat; fühlt sich fettig an; chemisch indifferent; nahezu unlösliche in Wasser und Säuren, hohe Haftfestigkeit, gute Fließfähigkeit; geringes Aufnahmevermögen für Wasser, aber hohes Aufnahmevermögen für Öl; Talkumgranulombildung v.a. bei Einsatz auf lffenen Wunden; mikrobiell anfällig, deshalb Heißluftsterilisation notwendig)
  • Zinkoxid (amorphes Pulver; kein Haftvermögend, befriedigende Fließfähigkeit; gutes Aufnahmevermögen für Wasser und Öl, aber unlöslich in beiden; wirkt mild desinfizierend und adstringierend; schwach alkalisch)
  • Weißer Ton = Bolus alba (wasserhaltiges Aluminiumsilicat; hohes Aufnahmevermögen für Wasser, obwohl unlöslich; befriedigendes Aufnahmevermögen für Öl; chemisch indifferent)
  • Titandioxid (befriedigende Fließeigenschaften und Haftvermögen; hohe Deckkaft; chemisch indifferent)
  • Magnesiumoxid / Magnesiumcarbonat (sehr gutes Wasseraufnahmevermögen; gutes Haftvermögen; sehr schlechte Fließeigenschaften)
  • Kieselerde = Kieselgur (schlechte Fließ- und Hafteigenschaften; gutes Aufnahmevermögen für Wasser und Öl)
  • Hochdisperses Siliciumdioxid = Aerosil (sehr gute Haft- und Fließeigenschaften; sehr gutes Aufnahmevermögen für Wasser und Öl; 0,5-3 % als Zusatz)
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TESTE DEIN WISSEN

Auf welche zwei Arten werden Pulver im Praktikum hergestellt?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Herstellung in der Reibschale (Beginn mit kleinster Menge und portionsweise Zumischung der nächst größeren Menge; wenn FST-Komplex: Vormischung in weiterer Reibschale und Aufsiebung auf die Pulvermischung; dann gleichmäßige Untermischung)
  • Herstellung im Turbulamischer (Einwiegen der Bestandteile in das Mischgefäß des Turbulamischers und 10 Minuten mischen. Dann FST-Komplex dazu und 3 Minuten weiter mischen; Agglomeratbildung: sieben und erneute Mischung im Turbulamischer)
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  • 252318 Karteikarten
  • 3854 Studierende
  • 134 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Feste Antestat/Abtestat Kurs an der Universität Mainz - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Was passiert bei Verpressen eines Granulates?

A:
  • spezifische Oberfläche: gesamte freie Oberfläche von Granulatkörnern / Tabletten einschließlich der Poren udn Kapillargänge in cm2/g
  • wird durch Gasadsorption bestimmt
  • Verpressen eines Granulates bei niedrigen Druck: spezifische Oberfläche nimmt zu, da Deformation der Granulatkörner und Ausbildung neuer Oberflächen
  • bei steigendem Druck: Verringerung der spezifischen Oberfläche, da Zusammenlagerung von Partikeln, Granulatteilchen
Q:

Warum deckeln Tabletten mit hohen Hausner-Faktor?

Wodurch kann es entstehen`?

A:
  • hoher Hausner-Faktor: schlechtes Fließverhalten; zu viel Luft in der Tablette
  • zu schnelles Verpressen führt zu hohem Hausner-Faktor, da beim schnellen Verpressen Luft in die Tablette miteingeschlossen wird
  • bei langsamen Verpressen kann die Luft besser entweichen
Q:

Warum ist Granulierung vor allem bei hochdosierten und mikronisierten Wirkstoffen wichtig?

A:
  • die vielen kleinen Partikel sorgen für Homogenität
Q:

Was ist aufbauende Granulierung?

A:
  • aufbauende Feuchtgranulierung
  • es erfolgt ein Partikelaufbau oder Partikelanlagerung
  • es entsteht ein mehr oder weniger gleichmäßig rundes Korn (Größe abhängig von Kornfeinheit, Größe der Tröpfchen, Menge der eingesprühten Granulierflüssigkeit)

Partikelaufbau

  • durch Besprühen mit feststoffhaltiger Flüssigkeit und anschließender Verdunstung reichern sich Granulierstoffe auf der Partikeloberfläche an
  • so wird allmählich ein größeres Korn aufgebaut
  • Volumen / Masse der Granulatkörner nehmen zu, während die Anzahl der zu granulierenden Partikel im Haufwerk keine Änderung erfährt

Partikelanlagerung

  • Partikel werden mit Feuchtigkeitsfilm überzogen
  • durch Druck und Scherkräfte während des Granulierprozesses nähern sich die Flüssigkeitshüllen an, vereinigen sich und agglomerieren so
  • Volumen / Masse der Granulatkörner nimmt durch Vereinigung der EInzelkörner zu
Q:

Welchen Qualitätskontrollen werden die hergestellten Pulver im Praktikum unterzogen?

A:
  • Bestimmung des Fließverhaltens und Böschungswinkels (Pharmates Gerät)
  • Bestimmung des Schütt- und Stampfvolumens
  • daraus: Berechnung der Verdichtung, der Schütt- und Stampfdichte, des Hausner-Faktors und des Kompressibilitätsindex
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Q:

Welche überzogenen Tabletten werden im Praktikum hergestellt?

A:

Magensaftresistente ASS-Tabletten

  • Herstellung im Dragierkessel und im Trommelcoater
  • Herstellung der Auftragssuspension aus Wasser, Polysorbat 80, Triethylcitrat, Farbpigment, Glycerolmonostearat und Wasser; Suspension durch Sieb geben
  • Herstellung der Testmedien
  • im Dragierkessel: Auftragssuspension wird über eine Düse auf die ASS-Tabletten aufgetragen; Feuchtigkeit der Tabletten werden mit Föhn reguliert; Pumpe bei 6 rpm
  • im Trommelcoater: nach Anleitung
Q:

Mit welchen Methoden können Fließeigenschaften bestimmt werden?

A:

Böschungswinkel

  • Unterschied in statistische und dynamische Messung
  • statistische Messung: Pulver fließt aus Trichter auf Unterlage und bildet einen Schüttkegel
  • gemessen wird der Winkel, den die Kegelfläche mit der waagrechten Unterlage bildet
  • durchführbar auf großflächigen Unterlage, wobei der Basisdurchmesser des Kegels bestimmt wird, oder auf kreisförmig begrenzter Fläche, an deren Außenkante ein Teil des Pulver abläuft
  • dynamische Messung: horizontal rotierender Hohlzylinder, der mit Pulverprobe beschickt wird
  • Messung des Winkels, den das fließende Pulverbett mit der Horizontalen bildet
  • allgemein: je kleiner der Winkel, desto besser sind die Fließeigenschaften
  • tan(alpha) = h / r (Höhe des Pulverkegels h / Radius r der Grundfläche des Kegels)

Kompressibilitätsindex und Hausner-Faktor

  • Errechnung aus Schütt- und Stampfdichte
  • Hausner-Faktor: Stampfdichte/Schüttdichte
  • Kompressibilitätsindex: 100 x Stampfdichte-Schüttdichte / Stampfdichte

Fluss durch eine Öffnung = Fließzeit = Fließgeschwindigkeit

  • Messung des Ausfließens durch eine Öffnung
  • entweder Messung der Zeit, in der eine bestimmte Masse durch eine definierte Öffnung fließt oder Bestimmung der Masse/Volumen, die in einer vorgegebenen Zeit durch Öffnung fließt
  • kontinuierliche Aufzeichnung eines Masse-Zeit-Profils; hier können auch Unregelmäßigkeiten erkannt werden

Scherzellmethoden

  • Pulverrheologische Methoden
  • Schüttgut wird durch eine vertikale Normalspannung verdichtet und durch eine horizontale Schubspannung scherverformt
  • z.B. Jenike-Schergerät: zwei aufeinandersitzende Ringe, die das verdichtete Pulverbett umschließen, werden durch Anlegen einer horizontalen Schubkraft gegeneinander verschoben
Q:

Welche Arzneiformen werden im Praktikum untersucht?

A:
  • Pulver (Herstellung in Reibschale und im Turbulamischer; auch Herstellung von FST-Komplex)
  • Granulate (Feuchtgranulat durch abbauende Granulierung: Rezeptur und Bindemittellösung)
  • Tabletten (aus Pulver 500g, aus Granulat 500g, ASS-Tabletten 200g)
  • Filmüberzüge (magensaftresistenter Überzug für 1300g Tabletten)
  • Kapseln nur theoretisch!!
Q:

Verwendung von Pulvern

A:
  • nur noch geringe Bedeutung als perorale Arzneiform
  • Pulver heute vor allem als Bulk-Substanzen (= nicht konfektionierte WIrk- und Hilfsstoffe; Schüttgut) und als nicht galenische Ausgangsmaterialien für die Arzneiformenherstellung (Granulate, Tabletten, Suspensionen)
  • auch: Pulverinhalatoren zur Therapie asthmatischer Erkrankungen
Q:

Welche Prüfungen zu Tabletten werden im Praktikum durchgeführt?

A:
  • Bruchfestigkeit (am PTB-M Bruchfestigkeitstester; Stichprobe 10 Tabletten; Praktikum: 45-75 N)
  • Gleichförmigkeit einzeldosierter Arzneiformen (Wiegen von 10-30 Tabletten; graphische Darstellung der Massenverteilung; Wirkstoffgehalt 92,13%, dadurch Berechnung des Einzelgehaltes für jede Tablette und Akzeptanzwert AV)
  • Friabilität = Abrieb (Abrieb nicht-überzogener Tabletten; Wiegen entstaubter Tabletten vor und nach mechanischer Belastung in Trommel; Abrieb unter 1%)
  • Wasseraufnahmevermögen (mit Enslin-Apparatur; jeweils 2 Messungen pro Tablettencharge; Diagramm aufgenommenes Volumen gegen Zeit)
  • nicht im Praktikum: Zerfallszeit (Zerfall der Arzneiform in vorgegebener Zeit unter bestimmten Bedingungen in flüssigem Medium; nur Kontrolle, ob Charge den Anforderungen des AB entspricht)
Q:

Welche Pulvergrundlagen / Hilfsstoffe gibt es?

A:

Unterteilung in anorganische und organische Hilfsstoffe

Organische Hilfsstoffe

  • Aluminium-, Magnesium-, Zinkstearate (fettig und kühlend; gutes Haftvermögen; praktisch keine Aufnahmefähigkeit für Wasser und Öl)
  • Stärke (aus Kartoffel, Weizen, Mais, Reis; sehr gute Haftfähigkeit, gute Rieselfähigkeit, gutes Aufnahmevermögen von Wasser und Öl; aber auch mikrobiell anfällig; durch Derivatisierung entstehen nicht mehr quellende / verkleisternde Produkte = sterilisierbar und resorbierbar; keine Granulombildung)
  • Lactose und Glucose (keine ausgeprägten Fließeigenschaften; geringes Haftvermögen; Lactose: Grundlage für Puder zur parenteralen Applikation; Wundpuder (sind resorbierbar)


Anorganische Hilfsstoffe

  • Talkum (natürliches Magnesiumhydroxidpolysilicat; fühlt sich fettig an; chemisch indifferent; nahezu unlösliche in Wasser und Säuren, hohe Haftfestigkeit, gute Fließfähigkeit; geringes Aufnahmevermögen für Wasser, aber hohes Aufnahmevermögen für Öl; Talkumgranulombildung v.a. bei Einsatz auf lffenen Wunden; mikrobiell anfällig, deshalb Heißluftsterilisation notwendig)
  • Zinkoxid (amorphes Pulver; kein Haftvermögend, befriedigende Fließfähigkeit; gutes Aufnahmevermögen für Wasser und Öl, aber unlöslich in beiden; wirkt mild desinfizierend und adstringierend; schwach alkalisch)
  • Weißer Ton = Bolus alba (wasserhaltiges Aluminiumsilicat; hohes Aufnahmevermögen für Wasser, obwohl unlöslich; befriedigendes Aufnahmevermögen für Öl; chemisch indifferent)
  • Titandioxid (befriedigende Fließeigenschaften und Haftvermögen; hohe Deckkaft; chemisch indifferent)
  • Magnesiumoxid / Magnesiumcarbonat (sehr gutes Wasseraufnahmevermögen; gutes Haftvermögen; sehr schlechte Fließeigenschaften)
  • Kieselerde = Kieselgur (schlechte Fließ- und Hafteigenschaften; gutes Aufnahmevermögen für Wasser und Öl)
  • Hochdisperses Siliciumdioxid = Aerosil (sehr gute Haft- und Fließeigenschaften; sehr gutes Aufnahmevermögen für Wasser und Öl; 0,5-3 % als Zusatz)
Q:

Auf welche zwei Arten werden Pulver im Praktikum hergestellt?

A:
  • Herstellung in der Reibschale (Beginn mit kleinster Menge und portionsweise Zumischung der nächst größeren Menge; wenn FST-Komplex: Vormischung in weiterer Reibschale und Aufsiebung auf die Pulvermischung; dann gleichmäßige Untermischung)
  • Herstellung im Turbulamischer (Einwiegen der Bestandteile in das Mischgefäß des Turbulamischers und 10 Minuten mischen. Dann FST-Komplex dazu und 3 Minuten weiter mischen; Agglomeratbildung: sieben und erneute Mischung im Turbulamischer)
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