Aktuelle Technologien Im Sport at Universität Magdeburg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Aktuelle Technologien im Sport an der Universität Magdeburg

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Phänomene stehen in enger Wechselwirkung mit der Entstehung der
modernen Technik?

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TESTE DEIN WISSEN

- Sport entwickelt sich nicht nach der Technologie, sondern die Technologie bzw. die
Sportgeräte entwickeln sich nach Nachfrage
Industrialisierung: 1750 bis 1850 in England
Kapitalismus
Nachfrage
Fortschrittsorientierte Aufklärung → kapitalistische Marktwirtschaft → egalitäre
Demokratie

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TESTE DEIN WISSEN

Rekapitulieren Sie die Technisierung von Leibesübungen und „Sport“ im 18.
Und 19. Jahrhundert (zunehmende Bedeutung der Zeitmessung, Entwicklung von
Übungsgeräten, neue Sportstätten)!

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

- Zeitmessung: Wetten auf verschiedene Strecken in bestimmter Zeit

- Zeitmessung: Nicht nur Wetten auf den Ersten möglich, sondern auch auf die
Andersplatzierten

- Zeitmessung ist gesellschaftlich: Anfang in Universitäten
○ Leistungsstreben

o Leistungsmessung
○ Steigerung und Fortschritt des Trainings und der Leistung
● Turnen: Von Militär (Pferd) über Leibesübungen für Jugendliche
○ Zunächst keine zeitlichen Wettbewerbe; häufig nur Wetten “wer mehr
schafft”
-> Erst das Gerät, dann die Übungen
Parallel zur Industrialisierung (-> dann erst möglich zu konstruieren und
gestalten?)
● Abgegrenzte Sporträume: Für Regeln, aber auch zur Abgrenzung zwischen
Adel und Bauern
○ Ballhäuser; Später aber in bspw. Krankenhäuser umgewandelt
○ Fußball statt im Hof auf Rasen gespielt
● Nur weil man woanders spielt ist dieser Fortschritt eine Veränderung der
Situation (evtl. Bsp. Turnen und “moderne Klettergerüste für Erwachsene”)

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Tendenzen des Gebrauchs und der Konstruktion von Sportgeräten
lassen sich vom Ende des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts nachweisen?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Dann ist das hier nicht ganz richtig, wenn hier Sportechniken präsentiert werden
sollten: künstliche Umwelten, Sport in Hallen, Sport im Freien, Vielzweckhallen
exerzieren in Reih und Glied, Übung an Geräten auf Kommando oder nach Zeit
Aristokraten machten Sport in Ballhäusern und Fechthallen
Bürger/Bauern
Geschwindigkeitssportarten

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TESTE DEIN WISSEN

Was verstehen Sie unter dem historischen Begriff „Turnen“?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

● Turnen für die Einheit des deutschen Volkes
● Brudersinn und die körperliche und geistige Kraft des Volkes zu heben
● Ab 1811 - Besetzung Europas durch Napoleon -> Turnen als Schule für die
“patriotische Erziehung zur Vorbereitung auf den Befreiungskrieg”
● Turnsperrung -> Politik
● Aufteilung - Schulsport & Turnen
● Dann versportung des Turnwesens

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TESTE DEIN WISSEN

Welches Verhältnis hatte die „Deutsche Turnerschaft“ zum Wettkampf und wie
entwickelte sich das turnerische Wettkampfwesen?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

● (Wett)Kampf Gedanke schon in anfänglichem gedicht sehr deutlich
● Bezug zu Wettkämpfen in Helden und Göttersagen
● Wettkämpfe mindestens seit 1500
● Jahn brachte “Turnspiele mehr zu Ehren”
● Entwicklungs Wettkampf vor allem nach Turnsperre auf Turnfesten ab 1841
● Probleme durch verbindung zu Politik
● Anfangs nur Wettkämpfe in “Volkstümlichen” Übungen, vor allem in
Süddeutschland auch gemischte Übungen (Turnen+Leichtathletik) (Mehrkampf)
● Miteinbeziehung der Körpergröße in Berwertung
● Beeinflussung vor allem süddeutscher Turner durch Schweiz
● Ab 1860 Turnfeste des Deutschen Turnerbundes (nur Volkstümliche Übungen
gewertet)
● Ab 1878 verschiedene Wettkampfarten und Klassen (mehrfach geändert und
angepasst um besten Turner zu finden
● ab 1880 gemischter Sechskampf wichtigster wettkampf, ab 1911 Zwölfkampf,
aber in ständiger Veränderung

● Teils auch Ringen und Fechten teil des Wettkampfes
● Disziplinen und Übungen anfangs noch erst auf Turnfest bekanntgegeben, später
immer früher um bessere Vorbereitung und Leistungen zu ermöglichen
● Viele Wettkämpfe/feste, aber wenig Hauptwettkämpfe/feste
● Debatten über anzahl der feste
● Verbot von Profiathleten (“keiner darf seinen Beruf aufgeben um Trainieren zu
können)
● Frauen erst als Schauübungen, ab 1923 in gleichberechtigten Wettkämpfen

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TESTE DEIN WISSEN

Rekonstruieren Sie die Geschichte der Turngeräte „Pferd“ und „Reck“!

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

● Pferd:
○ Bei den Römern aus Holz zur Übung auf echtes Reitpferd aufspringen
○ Im Mittelalter zum Voltigieren (Springen, Drehen, Kreisen) -> Verbesserung
○ Am Anfang sah das Pferd sehr ähnlich wie ein Lebendiges Pferd aus, ->
Abstraktion durch Veränderung der Sinnesperspektive der Nutzung. ->
Neue Bewegungen -> Neue technische Veränderungen
○ Höhere Wertsetzung auf Quantität von Turngeräten -> Vereinfachung
○ Entwicklung -> Sportgerät als Hindernis -> zu Freude an Vielseitigkeit der
Bewegung am Gerät
○ Warum Pferd im Adel?
Fortbewegungsmittel, Statussymbol etc.
Wurde an Ritterakademien (wo der Adel hinging) bspw. gelehrt
● Reck
○ Schon bei Chinesen vor ca. 1000 v.Chr & Griechen & Inuit
->Riesenschwünge am Querstangen bzw. Gespannten Seil
○ Japaner an Bambusstangen -> 18/19. Jhd
○ Turnvater Jahn
○ 1810-> Klimmzüge am Querast eines Baumes
○ 1812 -> Reckstangen zwischen Eichen in verschiedenen Höhen -> Variable
höhe
○ Aufschwung aus dem Stand und aus Streckhang, Umschwünge als
Übungen
○ Daraus entwickelten sich viele Übungen mehr.
○ In den 1850 -> erste Eiserne Reckstange -> 1906 etabliert (Stahl oder Holz
mit Stahlkern) -> Normierung auch der Länge, Dicke/Durchmesser,
Spannweite, usw. -> Durch verbesserung der Technik neue Dimensionen
Möglich, aber verbesserung der Technik, weil die Übungen “besser”
wurden!
○ Heute -> Spannreck

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Tendenzen des Gebrauchs und der Konstruktion der Turngeräte lassen
sich in der Geschichte feststellen?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

● Entwicklungen in konstruktion gehen einher mit Fortschritten in Turnkunst
● Bis erster WK wenig Entwicklung bei Geräten
● Ab 50ern rapide reformen
● anfangs keine Sportliche Leistung im Vordergrund, sondern harmonische
Körperbildung
● Aufgrund geringer Bedeutung und schwierigkeit der geräteturnübungen anfangs
kein Drang zu entwicklung der Geräte
● ab 20/30er Jahren höherer Ehrgeiz der Geräteturner, auch durch eigene
Wettkämpfe

● dann Entwicklung der geräte mit Ziel der Leistungssteigerung unter
schwunghaft-rhythmisch angelegtem Turnstil (aus Deutschland stammend und
zeitweise führend in der welt)

“Turngerät im Dienste des Turners”
● Anfangs entwicklung schwierig aufgrund geringer kentnisse der
Bewegungsgesetze
● Ab 50er Jahren Gerät nicht nehr nur als Starre massen betrachtet, sondern auch
bewegungen und Rhythmus der Sportler mit einbezogen (Reuther 1956)
○ Weniger Konzentration auf Gerät, mehr auf mensch und turnstil
○ Prinzip der Vorspannung mit einbezogen Elastizität der Geräte)
○ Anregung durch Trommelfell und Gehör
● Anfang 50er erste bestrbungen zu Normierungen, aber vor allem interntional noch
ohne Erfolg

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TESTE DEIN WISSEN

Worin sehen Sie die Ursachen für die Verwissenschaftlichung der
Turngerätekonstruktion?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

● Flüge und Flugphasen werden immer wichtiger (ohne Stützphase)
● Längere Flugphasen -> höhere Belastung bei Stütz-, Abdruck-, Absprung- und
Landephasen
● Starke Belastung auf aktivem und passivem Bewegungsapparat -> präventive
Biomechanik -> Einfluss auf Konstruktion, bspw. Bodenbeläge und Turngeräte
● Entwicklung von Kunstturnern (Reuther und Spieth): Optimierung von Geräten,
welche in Spannung und Entspannung dem Turner “entgegenkommt”
● Spieth: Prinzip der Gerätvorspannung -> “Geräthilfe”
-> mechanische Modellrechnung, unterstützter Konstruktionsansatz -> durch
präventive Biomechanik bestätigt
● Spieth: Gerät und Teile nicht nur weich, sondern elastisch und federnd und vor allem
reaktionsfähig sein. Dem Turnenden muss bei allen Bewegungen unterstützend
geholfen werden
Wichtige Einführungen nach der “Geräthilfe”:
● Reutherbrett: Absprunghilfe
● Stufenbarren für Frauen
● Doppelschwingboden beim Bodenturnen -> Reduzierung von Verletzungen
● Reck -> Doppelspannung
● Spiethbalken
● Niedersprungmatten, Schnitzelgrube und Trainingshilfgeräte
Wichtig für Weiterentwicklungen:
● Messtechniken zum dynamischen Verhalten
● Beschleunigung, Schwingungen, Eigenfrequenzen
● Bsp. für Folgeergebnis:
Kohlenstoffreckstange mit spezieller Aufhängung -> besseres dynamisches
Verhalten als Stahl

Mittlerweile sind die Geräte genormt, Optimierung jetzt Materialauswahl und Ästhetik

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TESTE DEIN WISSEN

Warum fällt das Fahrrad nicht um? Welche physikalischen Kräfte bewirken bzw.
garantieren das Fahrradfahren?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Generell: Gleichgewicht -> Alle Kräfte ergeben Null
Kreiselkräfte der rotierenden Reifen <-> Kippen
Stabilität bedeutet nicht Gleichgewicht sondern die einfache Rückkehr zum
Gleichgewicht bei eintreten von Störungen.
Stationären Kurvenfahrt: Gravitation (Kippmoment) & Zentrifugalkraft (Aufrichtende
Wirkung) -> Im Gleichgewicht heben sich beide auf.
Θ = Kippwinkel des Schwerpunkts
Schwerkraft
V = Fahrgeschwindigkeit (Zentrifugalkraft ist abhängig)
An Rädern -> aufrichtendes Kresieldrehmoment
Instationär (bewegen des Lenkers):
Knickkraft. (Abhängig von A, v & Ω (Drehgeschwindigkeit des Lenkers))
Auf Lenksystem:
Schwerkraft, Zentrifugalkraft <-> Zentripetalkraft (Proportional zum Auflagedruck) ->
Verursacht rückstellendes Drehmoment an Vorderrad. -> Geschwindigkeitsabhängig (im
^2) Deshalb kann man nicht sehr langsam Fahren

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TESTE DEIN WISSEN

Vom Laufrad zum Niederrad - Verschaffen Sie sich anhand der Fachliteratur einen
Überblick zur Technikentwicklung des Fahrrads!

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

● ab 1690 erste entwürfe laufrad
● 1801 erstes rad mit tretkurbel (artmanow)
● 1816/17 draisine
○ 1818 Drais’sches Velociped Patentiert (Laufmaschine mit 2 Rädern)
○ Anfangs Teuer
○ Wenig Nutzen/verbreitung in deutschland (mehr in frankreich)
● danach auch mehrspurige maschinen mit tretantrieb an vorder oder hinterrad
(drei oder vierrädrig)

● ab 1861 zweirädrig mit Kurbelantrieb (VR) (Pierre Michaux)
● ab 1870 in usa gewichtseinspahrung durch gasrohrrahmen
● Vorderräder immer größer für geschwindigkeit (HR verkleinert, Materialien
weiterentwickelt
● 1870 erstes hochrad in england
○ verbesserung Speichenanbringung
○ Bremsen durch gegentreten
● Sociables: mehrspuhrig, mehrpersonig
○ Sicherer, eleganter
○ daraus abgeleitet erfindung auto (Benz)
● Niederrad (Safety)
○ Kettenantrieb
○ 1879 mit hinterradantrieb (Lawson)
○ meist Kreuz oder Fünfeckrahmen (Durch weiteren Vertikales Rohr zu
Diamant verändert)
○ Anfangs schlechter Komfort
■ verbessert durch federung und Luftreifen (1888 Dunlop)
○ 1898 naben mit freilauf
■ bremsen nun durch Rücktritt oder felgenbremse

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TESTE DEIN WISSEN

Vom Luxusobjekt zum Sportgerät und Massenverkehrsmittel - Rekonstruieren Sie
die Geschichte des Fahrrads als gesellschaftliches Phänomens!

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

● Industrielle Revolution
● Zwei technologische Innovationen zur Durchsetzung des Fahrrads
○ Stahl statt Holz als Ausgangsmaterial
○ Niederrad statt Hochrad -> Keine besonders sportliche Fähigkeiten notwendig
● Beleuchtung, Zubehör wie Klingel etc. -> vollwertiges, vielseitiges Beförderungsmittel
● Viele Sektoren weiterhin durch Handarbeit ausgezeichnet

● Technologische Schübe -> Durchdringung gesellschaftlicher Schichten .>
Demokratisierungsprozess (des Fahrrads, wie was es zu tun hat wahrscheinlich)
● Draisinen und Michaulinen:
○ Zunächst “Modespielzeug” für Snobs und Dandies
○ Anschließend Gegenstand des täglichen Lebens in Industriegesellschaft
○ Symbol des Zugangs zum Wohlstand für breite Volksschichten
○ In bestimmten Angebotssegmenten trotzdem exklusiver Charakter als
Produkt handwerklicher Qualität
● Arbeiter-Radfahrer-Bund Solidarität
-> Extreme Radsportdisziplinen -> Steigerung der Popularität des Rades. -> Durch
kommerzialisierung - Hohe ankaufprämien und Anstieg von Rennpreisen kann
nicht mehr finanziert werden.
-> Rad nicht mehr als Prestige-Objekt sondern zum Zeitvertrieb/Bedürfnis
-> Neue Lebensformen & Verändertes Konsumverhalten -> weniger Kirche &
Lesen mehr Radfahren -> durch Luftverschmutzung in 60er und 70er -> Höhere
Sorgen -> Mehr Fahrrad weniger Auto Fahren + Betonung der Körperlichen Fitness
in 70er und 80er
● Mountainbikes in den 60er Jahren
○ Abenteuer; Fun-Generation; Naturverbundenheit
○ höher, schneller, weiter
● BMX in den 70er Jahren
● Rennradsport und Triathlon olympisch: seit 2000 in Sydney

Ausdifferenzierung zwischen Fahrrädern im Alltag (Arbeit, Einkaufen) und im Sport
(Rennrad, Mountainbike).
Weitere Ausdifferenzierungen als zum Anfang
Regelwerk vs. Entwicklungen (UCI)

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TESTE DEIN WISSEN

Wie können techniksoziologische bzw. technikhistorische Forschungen
prinzipiell vorgenommen werden? Unterscheiden Sie zwei Möglichkeiten!

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

-Technik von Umgebung abstrahieren und einzeln als abgeschlossenes System
betrachten
- Intern und Externe Betrachtung
- Technik ohne Kontext bzw. UMGEBUNG vs mit (Geschichtsprozess, & Gesellschaft)
- Aufteilung in Systemen (Wirtschaftssystem, Erziehung und Ausbildung System, usw
- Naturwissenschaft-Technik-industrielle Entwicklung als historisch variables system
- Soziologie: versucht herauszufinden wie die Abläufe heute entstanden sind,
interessiert sich für die Gegenwart und kann dieses im hier und jetzt erforschen
- Geschichte: kann sich nur an Quellen orientieren; schaut immer aus der Zukunft auf
die Vergangenheit; Je nach Wissensstand kann die Schlussfolgerung ändern
- Qualität der Quellen

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Aktuelle Technologien im Sport Kurs an der Universität Magdeburg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Welche Phänomene stehen in enger Wechselwirkung mit der Entstehung der
modernen Technik?

A:

- Sport entwickelt sich nicht nach der Technologie, sondern die Technologie bzw. die
Sportgeräte entwickeln sich nach Nachfrage
Industrialisierung: 1750 bis 1850 in England
Kapitalismus
Nachfrage
Fortschrittsorientierte Aufklärung → kapitalistische Marktwirtschaft → egalitäre
Demokratie

Q:

Rekapitulieren Sie die Technisierung von Leibesübungen und „Sport“ im 18.
Und 19. Jahrhundert (zunehmende Bedeutung der Zeitmessung, Entwicklung von
Übungsgeräten, neue Sportstätten)!

A:

- Zeitmessung: Wetten auf verschiedene Strecken in bestimmter Zeit

- Zeitmessung: Nicht nur Wetten auf den Ersten möglich, sondern auch auf die
Andersplatzierten

- Zeitmessung ist gesellschaftlich: Anfang in Universitäten
○ Leistungsstreben

o Leistungsmessung
○ Steigerung und Fortschritt des Trainings und der Leistung
● Turnen: Von Militär (Pferd) über Leibesübungen für Jugendliche
○ Zunächst keine zeitlichen Wettbewerbe; häufig nur Wetten “wer mehr
schafft”
-> Erst das Gerät, dann die Übungen
Parallel zur Industrialisierung (-> dann erst möglich zu konstruieren und
gestalten?)
● Abgegrenzte Sporträume: Für Regeln, aber auch zur Abgrenzung zwischen
Adel und Bauern
○ Ballhäuser; Später aber in bspw. Krankenhäuser umgewandelt
○ Fußball statt im Hof auf Rasen gespielt
● Nur weil man woanders spielt ist dieser Fortschritt eine Veränderung der
Situation (evtl. Bsp. Turnen und “moderne Klettergerüste für Erwachsene”)

Q:

Welche Tendenzen des Gebrauchs und der Konstruktion von Sportgeräten
lassen sich vom Ende des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts nachweisen?

A:

Dann ist das hier nicht ganz richtig, wenn hier Sportechniken präsentiert werden
sollten: künstliche Umwelten, Sport in Hallen, Sport im Freien, Vielzweckhallen
exerzieren in Reih und Glied, Übung an Geräten auf Kommando oder nach Zeit
Aristokraten machten Sport in Ballhäusern und Fechthallen
Bürger/Bauern
Geschwindigkeitssportarten

Q:

Was verstehen Sie unter dem historischen Begriff „Turnen“?

A:

● Turnen für die Einheit des deutschen Volkes
● Brudersinn und die körperliche und geistige Kraft des Volkes zu heben
● Ab 1811 - Besetzung Europas durch Napoleon -> Turnen als Schule für die
“patriotische Erziehung zur Vorbereitung auf den Befreiungskrieg”
● Turnsperrung -> Politik
● Aufteilung - Schulsport & Turnen
● Dann versportung des Turnwesens

Q:

Welches Verhältnis hatte die „Deutsche Turnerschaft“ zum Wettkampf und wie
entwickelte sich das turnerische Wettkampfwesen?

A:

● (Wett)Kampf Gedanke schon in anfänglichem gedicht sehr deutlich
● Bezug zu Wettkämpfen in Helden und Göttersagen
● Wettkämpfe mindestens seit 1500
● Jahn brachte “Turnspiele mehr zu Ehren”
● Entwicklungs Wettkampf vor allem nach Turnsperre auf Turnfesten ab 1841
● Probleme durch verbindung zu Politik
● Anfangs nur Wettkämpfe in “Volkstümlichen” Übungen, vor allem in
Süddeutschland auch gemischte Übungen (Turnen+Leichtathletik) (Mehrkampf)
● Miteinbeziehung der Körpergröße in Berwertung
● Beeinflussung vor allem süddeutscher Turner durch Schweiz
● Ab 1860 Turnfeste des Deutschen Turnerbundes (nur Volkstümliche Übungen
gewertet)
● Ab 1878 verschiedene Wettkampfarten und Klassen (mehrfach geändert und
angepasst um besten Turner zu finden
● ab 1880 gemischter Sechskampf wichtigster wettkampf, ab 1911 Zwölfkampf,
aber in ständiger Veränderung

● Teils auch Ringen und Fechten teil des Wettkampfes
● Disziplinen und Übungen anfangs noch erst auf Turnfest bekanntgegeben, später
immer früher um bessere Vorbereitung und Leistungen zu ermöglichen
● Viele Wettkämpfe/feste, aber wenig Hauptwettkämpfe/feste
● Debatten über anzahl der feste
● Verbot von Profiathleten (“keiner darf seinen Beruf aufgeben um Trainieren zu
können)
● Frauen erst als Schauübungen, ab 1923 in gleichberechtigten Wettkämpfen

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Q:

Rekonstruieren Sie die Geschichte der Turngeräte „Pferd“ und „Reck“!

A:

● Pferd:
○ Bei den Römern aus Holz zur Übung auf echtes Reitpferd aufspringen
○ Im Mittelalter zum Voltigieren (Springen, Drehen, Kreisen) -> Verbesserung
○ Am Anfang sah das Pferd sehr ähnlich wie ein Lebendiges Pferd aus, ->
Abstraktion durch Veränderung der Sinnesperspektive der Nutzung. ->
Neue Bewegungen -> Neue technische Veränderungen
○ Höhere Wertsetzung auf Quantität von Turngeräten -> Vereinfachung
○ Entwicklung -> Sportgerät als Hindernis -> zu Freude an Vielseitigkeit der
Bewegung am Gerät
○ Warum Pferd im Adel?
Fortbewegungsmittel, Statussymbol etc.
Wurde an Ritterakademien (wo der Adel hinging) bspw. gelehrt
● Reck
○ Schon bei Chinesen vor ca. 1000 v.Chr & Griechen & Inuit
->Riesenschwünge am Querstangen bzw. Gespannten Seil
○ Japaner an Bambusstangen -> 18/19. Jhd
○ Turnvater Jahn
○ 1810-> Klimmzüge am Querast eines Baumes
○ 1812 -> Reckstangen zwischen Eichen in verschiedenen Höhen -> Variable
höhe
○ Aufschwung aus dem Stand und aus Streckhang, Umschwünge als
Übungen
○ Daraus entwickelten sich viele Übungen mehr.
○ In den 1850 -> erste Eiserne Reckstange -> 1906 etabliert (Stahl oder Holz
mit Stahlkern) -> Normierung auch der Länge, Dicke/Durchmesser,
Spannweite, usw. -> Durch verbesserung der Technik neue Dimensionen
Möglich, aber verbesserung der Technik, weil die Übungen “besser”
wurden!
○ Heute -> Spannreck

Q:

Welche Tendenzen des Gebrauchs und der Konstruktion der Turngeräte lassen
sich in der Geschichte feststellen?

A:

● Entwicklungen in konstruktion gehen einher mit Fortschritten in Turnkunst
● Bis erster WK wenig Entwicklung bei Geräten
● Ab 50ern rapide reformen
● anfangs keine Sportliche Leistung im Vordergrund, sondern harmonische
Körperbildung
● Aufgrund geringer Bedeutung und schwierigkeit der geräteturnübungen anfangs
kein Drang zu entwicklung der Geräte
● ab 20/30er Jahren höherer Ehrgeiz der Geräteturner, auch durch eigene
Wettkämpfe

● dann Entwicklung der geräte mit Ziel der Leistungssteigerung unter
schwunghaft-rhythmisch angelegtem Turnstil (aus Deutschland stammend und
zeitweise führend in der welt)

“Turngerät im Dienste des Turners”
● Anfangs entwicklung schwierig aufgrund geringer kentnisse der
Bewegungsgesetze
● Ab 50er Jahren Gerät nicht nehr nur als Starre massen betrachtet, sondern auch
bewegungen und Rhythmus der Sportler mit einbezogen (Reuther 1956)
○ Weniger Konzentration auf Gerät, mehr auf mensch und turnstil
○ Prinzip der Vorspannung mit einbezogen Elastizität der Geräte)
○ Anregung durch Trommelfell und Gehör
● Anfang 50er erste bestrbungen zu Normierungen, aber vor allem interntional noch
ohne Erfolg

Q:

Worin sehen Sie die Ursachen für die Verwissenschaftlichung der
Turngerätekonstruktion?

A:

● Flüge und Flugphasen werden immer wichtiger (ohne Stützphase)
● Längere Flugphasen -> höhere Belastung bei Stütz-, Abdruck-, Absprung- und
Landephasen
● Starke Belastung auf aktivem und passivem Bewegungsapparat -> präventive
Biomechanik -> Einfluss auf Konstruktion, bspw. Bodenbeläge und Turngeräte
● Entwicklung von Kunstturnern (Reuther und Spieth): Optimierung von Geräten,
welche in Spannung und Entspannung dem Turner “entgegenkommt”
● Spieth: Prinzip der Gerätvorspannung -> “Geräthilfe”
-> mechanische Modellrechnung, unterstützter Konstruktionsansatz -> durch
präventive Biomechanik bestätigt
● Spieth: Gerät und Teile nicht nur weich, sondern elastisch und federnd und vor allem
reaktionsfähig sein. Dem Turnenden muss bei allen Bewegungen unterstützend
geholfen werden
Wichtige Einführungen nach der “Geräthilfe”:
● Reutherbrett: Absprunghilfe
● Stufenbarren für Frauen
● Doppelschwingboden beim Bodenturnen -> Reduzierung von Verletzungen
● Reck -> Doppelspannung
● Spiethbalken
● Niedersprungmatten, Schnitzelgrube und Trainingshilfgeräte
Wichtig für Weiterentwicklungen:
● Messtechniken zum dynamischen Verhalten
● Beschleunigung, Schwingungen, Eigenfrequenzen
● Bsp. für Folgeergebnis:
Kohlenstoffreckstange mit spezieller Aufhängung -> besseres dynamisches
Verhalten als Stahl

Mittlerweile sind die Geräte genormt, Optimierung jetzt Materialauswahl und Ästhetik

Q:

Warum fällt das Fahrrad nicht um? Welche physikalischen Kräfte bewirken bzw.
garantieren das Fahrradfahren?

A:

Generell: Gleichgewicht -> Alle Kräfte ergeben Null
Kreiselkräfte der rotierenden Reifen <-> Kippen
Stabilität bedeutet nicht Gleichgewicht sondern die einfache Rückkehr zum
Gleichgewicht bei eintreten von Störungen.
Stationären Kurvenfahrt: Gravitation (Kippmoment) & Zentrifugalkraft (Aufrichtende
Wirkung) -> Im Gleichgewicht heben sich beide auf.
Θ = Kippwinkel des Schwerpunkts
Schwerkraft
V = Fahrgeschwindigkeit (Zentrifugalkraft ist abhängig)
An Rädern -> aufrichtendes Kresieldrehmoment
Instationär (bewegen des Lenkers):
Knickkraft. (Abhängig von A, v & Ω (Drehgeschwindigkeit des Lenkers))
Auf Lenksystem:
Schwerkraft, Zentrifugalkraft <-> Zentripetalkraft (Proportional zum Auflagedruck) ->
Verursacht rückstellendes Drehmoment an Vorderrad. -> Geschwindigkeitsabhängig (im
^2) Deshalb kann man nicht sehr langsam Fahren

Q:

Vom Laufrad zum Niederrad - Verschaffen Sie sich anhand der Fachliteratur einen
Überblick zur Technikentwicklung des Fahrrads!

A:

● ab 1690 erste entwürfe laufrad
● 1801 erstes rad mit tretkurbel (artmanow)
● 1816/17 draisine
○ 1818 Drais’sches Velociped Patentiert (Laufmaschine mit 2 Rädern)
○ Anfangs Teuer
○ Wenig Nutzen/verbreitung in deutschland (mehr in frankreich)
● danach auch mehrspurige maschinen mit tretantrieb an vorder oder hinterrad
(drei oder vierrädrig)

● ab 1861 zweirädrig mit Kurbelantrieb (VR) (Pierre Michaux)
● ab 1870 in usa gewichtseinspahrung durch gasrohrrahmen
● Vorderräder immer größer für geschwindigkeit (HR verkleinert, Materialien
weiterentwickelt
● 1870 erstes hochrad in england
○ verbesserung Speichenanbringung
○ Bremsen durch gegentreten
● Sociables: mehrspuhrig, mehrpersonig
○ Sicherer, eleganter
○ daraus abgeleitet erfindung auto (Benz)
● Niederrad (Safety)
○ Kettenantrieb
○ 1879 mit hinterradantrieb (Lawson)
○ meist Kreuz oder Fünfeckrahmen (Durch weiteren Vertikales Rohr zu
Diamant verändert)
○ Anfangs schlechter Komfort
■ verbessert durch federung und Luftreifen (1888 Dunlop)
○ 1898 naben mit freilauf
■ bremsen nun durch Rücktritt oder felgenbremse

Q:

Vom Luxusobjekt zum Sportgerät und Massenverkehrsmittel - Rekonstruieren Sie
die Geschichte des Fahrrads als gesellschaftliches Phänomens!

A:

● Industrielle Revolution
● Zwei technologische Innovationen zur Durchsetzung des Fahrrads
○ Stahl statt Holz als Ausgangsmaterial
○ Niederrad statt Hochrad -> Keine besonders sportliche Fähigkeiten notwendig
● Beleuchtung, Zubehör wie Klingel etc. -> vollwertiges, vielseitiges Beförderungsmittel
● Viele Sektoren weiterhin durch Handarbeit ausgezeichnet

● Technologische Schübe -> Durchdringung gesellschaftlicher Schichten .>
Demokratisierungsprozess (des Fahrrads, wie was es zu tun hat wahrscheinlich)
● Draisinen und Michaulinen:
○ Zunächst “Modespielzeug” für Snobs und Dandies
○ Anschließend Gegenstand des täglichen Lebens in Industriegesellschaft
○ Symbol des Zugangs zum Wohlstand für breite Volksschichten
○ In bestimmten Angebotssegmenten trotzdem exklusiver Charakter als
Produkt handwerklicher Qualität
● Arbeiter-Radfahrer-Bund Solidarität
-> Extreme Radsportdisziplinen -> Steigerung der Popularität des Rades. -> Durch
kommerzialisierung - Hohe ankaufprämien und Anstieg von Rennpreisen kann
nicht mehr finanziert werden.
-> Rad nicht mehr als Prestige-Objekt sondern zum Zeitvertrieb/Bedürfnis
-> Neue Lebensformen & Verändertes Konsumverhalten -> weniger Kirche &
Lesen mehr Radfahren -> durch Luftverschmutzung in 60er und 70er -> Höhere
Sorgen -> Mehr Fahrrad weniger Auto Fahren + Betonung der Körperlichen Fitness
in 70er und 80er
● Mountainbikes in den 60er Jahren
○ Abenteuer; Fun-Generation; Naturverbundenheit
○ höher, schneller, weiter
● BMX in den 70er Jahren
● Rennradsport und Triathlon olympisch: seit 2000 in Sydney

Ausdifferenzierung zwischen Fahrrädern im Alltag (Arbeit, Einkaufen) und im Sport
(Rennrad, Mountainbike).
Weitere Ausdifferenzierungen als zum Anfang
Regelwerk vs. Entwicklungen (UCI)

Q:

Wie können techniksoziologische bzw. technikhistorische Forschungen
prinzipiell vorgenommen werden? Unterscheiden Sie zwei Möglichkeiten!

A:

-Technik von Umgebung abstrahieren und einzeln als abgeschlossenes System
betrachten
- Intern und Externe Betrachtung
- Technik ohne Kontext bzw. UMGEBUNG vs mit (Geschichtsprozess, & Gesellschaft)
- Aufteilung in Systemen (Wirtschaftssystem, Erziehung und Ausbildung System, usw
- Naturwissenschaft-Technik-industrielle Entwicklung als historisch variables system
- Soziologie: versucht herauszufinden wie die Abläufe heute entstanden sind,
interessiert sich für die Gegenwart und kann dieses im hier und jetzt erforschen
- Geschichte: kann sich nur an Quellen orientieren; schaut immer aus der Zukunft auf
die Vergangenheit; Je nach Wissensstand kann die Schlussfolgerung ändern
- Qualität der Quellen

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