Pharma Antiinfektiva at Universität Leipzig | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Pharma Antiinfektiva an der Universität Leipzig

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TESTE DEIN WISSEN

4) Was versteht man unter primär/sekundär bakterizid, sowie bakteriostatisch?

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TESTE DEIN WISSEN

- Bakteriostatisch:
o Hemmung der Vermehrung (= Bakteriostase)
o Wirkung nur bei Anwesenheit des AB
o Wirkung reversibel
o Bsp.: Sulfonamide


- Primär bakterizid:
o Abtötung in alles Zellzyklus-Phasen
o Wirkung irreversibel


- Sekundär bakterizid:
o Abtötung nur in Proliferationsphase
o Wirkung irreversibel

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TESTE DEIN WISSEN

Antibiotikaresistenzen:

c. Was versteht man unter Selektion und Co-Selektion?

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TESTE DEIN WISSEN

-> „Co-Selektion“ durch Antibiotika möglich: Einsatz z.B. eines Tetracyclins fördert gleichzeitig die Selektion resistenter Bakterien gegen z.B. Sulfonamide u.a. Antibiotikaklassen, wenn diese Resistenzen über das gleiche Mehrfachresistenz-
Plasmid vermittelt sind (Begriff: „Parallelresistenz“ oft verwendet, um zu verdeutlichen, dass Resistenzgene auf einem Plasmid liegen)

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Weshalb sind Desinfektionsmittel separat zu betrachten?

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TESTE DEIN WISSEN

(„Antiseptika“) weil
- nur lokal (gegen Bakterien, Pilze, Viren)
- systemisch zu toxisch!

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2) Was ist unter einer Metaphylaxe zu verstehen?

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TESTE DEIN WISSEN

die Verabreichung von Antibiotika an eine gesamte Tiergruppe zu einem Zeitpunkt, an dem nur einige Tiere der Gruppe Symptome zeigen. Die metaphylaktische Anwendung von Antibiotika lässt sich nur dann begründen, wenn zu
erwarten ist, dass noch symptomfreie Tiere bereits infiziert sind und dadurch bald erkranken werden.

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Unterschied primär und sekundär bakterizid:

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- primär bakterizid: Keime werden in allen Zellzyklusphasen abgetötet
(ruhende und proliferierende Keime)
- sekundär bakterizid: nur proliferierende Keime werden abgetötet

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Antibiotika-Resistenz allgemein

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TESTE DEIN WISSEN

Die Bakterien vermehren sich auch noch bei
therapeutisch erreichbaren Konzentrationen
des Antibiotikums.
Jeder Einsatz eines Antibiotikums kann die
Selektion resistenter Bakterien fördern.


Kennzeichen einer Resistenzentwicklung: MHK steigt an!

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Wann ist ein AB-Einsatz gerechtfertigt?

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TESTE DEIN WISSEN

prinzipiell, „wenn die Immunabwehr mit einer bakteriellen Infektion nicht fertig wird“ 


(nicht missbräuchlich, um z.B. Hygienemängel in Tierbeständen durch ständigen Antibiotika-Einsatz auszubügeln)

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Resistenztypen

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TESTE DEIN WISSEN
  • natürliche (intrinsische) Resistenz
  • erworbene Resistenzen
    • Chromosomale (= vertikale) Resistenz
      • durch Spontan-Mutation im Bakteriengenom
    • Extrachromosomal gelagerte Gene (horizontale Übertragung)
      • Übertragung freier DNS (Transformation), Bakteriophagen-vermittelt (Transduktion), von Plasmiden (Konjugation)
      • Besonders problematisch, weil diese Resistenzen oft nicht bei einer selben Bakteriengattung
        bleiben (Plasmide können auch auf andere Bakteriengattungen überspringen
      • "Mehrfachresistenz" (Multi-, Parallelresistenz) und "Kreuzresistenzen“ möglich
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Minimale Hemmstoffkonzentration (MHK)

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niedrigste Konzentration, bei der unter In-vitro Bedingungen die Zellteilung verhindert bzw.
bei der 99,9% der Keime abgetötet werden (je niedriger die MHK, desto besser!)


Die In vivo-Wirksamkeit hängt auch von pharmakokinetischen Eigenschaften/Infektionsort ab!
-> klinischer Grenzwert (breakpoint)
- empfindlich (bei therapeutischer Dosis wird MHK erreicht)
- intermediär (MHK im Grenzbereich, Therapieerfolg unsicher, ggf. Dosiserhöhung)
- resistent (MHK kann im Organismus nicht erreicht werden)

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1) Wie werden antibakterielle Arzneistoffe gewonnen?

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TESTE DEIN WISSEN

- Ursprünglich natürlich produziert von Pilzen/Bakterien
- Biosynthetisch:
o Produkte von Bakterien oder Pilzen
o Z.B. Penicillin, Bacitracin, Polymyxin


- Halbsynthetisch:
o Penicillinderivate und Cephalosporine durch Substitution am b-Lactamring
- Vollsynthetisch:
o Totalsynthese
o Z.B. 4-Chinolone, Sulfonamide, Chloramphenicol

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Grundregeln der Antibiotika-Therapie

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1. Strenge medizinische Indikation:

▪ Klinische Untersuchungen; Kontrolle des Behandlungserfolges
▪ Mikrobiologische Diagnostik:
- Probennahme vor Einsatz auf Verdachtsdiagnose v.a. bei Bestandsbehandlungen
- möglichst Erregeridentifizierung (wichtig für rationale Auswahl eines Antibiotikums)
- möglichst nach Empfindlichkeitsnachweisen; teils „Antibiogramm-Pflicht“
▪ nicht als Ersatz langfristig gesundheitsfördernder Maßnahmen, wie Senkung des Infektionsdrucks

▪ keine Prophylaxe ohne Indikation


2. Einhaltung therapeutischer Dosierungen/Dosisintervalle


3. Therapiedauer so lange wie nötig, so kurz wie möglich

- es reicht meist eine 3-7tägige Behandlung


4. Auswahl geeigneter Antibiotika und geeigneter Präparate


➢ Pharmakodynamik (PD; Wirkungspotenz: niedriger MHK)
➢ Pharmakokinetik (PK)
➢ Rechtliche Aspekte


unter Berücksichtigung:
- der Indikation und Tierart
- Anzahl der Tiere (Applikationsart)
- Alter der Tiere
- Zustand des Patienten .....

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1. Schweinbestand mit Bronchopneumonie. Bei der Planung Ihrer antibiotischen Therapie, was ist
ein Auswahlkriterium für AB?

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TESTE DEIN WISSEN

• Resistenzlage
• (unterer klein. Breakpoint, oberer klin. Breakpoint, …)
o Kriterien:
1. Pharmokodynamik (resistenz, Spektrum)
2. Pharmakokinetik (mögl. schneller Abbau um Wartezeiten zu vermeiden)
3. Rechtliche Aspekte
4. weiter: körpereigene Abwehr, ...

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Q:

4) Was versteht man unter primär/sekundär bakterizid, sowie bakteriostatisch?

A:

- Bakteriostatisch:
o Hemmung der Vermehrung (= Bakteriostase)
o Wirkung nur bei Anwesenheit des AB
o Wirkung reversibel
o Bsp.: Sulfonamide


- Primär bakterizid:
o Abtötung in alles Zellzyklus-Phasen
o Wirkung irreversibel


- Sekundär bakterizid:
o Abtötung nur in Proliferationsphase
o Wirkung irreversibel

Q:

Antibiotikaresistenzen:

c. Was versteht man unter Selektion und Co-Selektion?

A:

-> „Co-Selektion“ durch Antibiotika möglich: Einsatz z.B. eines Tetracyclins fördert gleichzeitig die Selektion resistenter Bakterien gegen z.B. Sulfonamide u.a. Antibiotikaklassen, wenn diese Resistenzen über das gleiche Mehrfachresistenz-
Plasmid vermittelt sind (Begriff: „Parallelresistenz“ oft verwendet, um zu verdeutlichen, dass Resistenzgene auf einem Plasmid liegen)

Q:

Weshalb sind Desinfektionsmittel separat zu betrachten?

A:

(„Antiseptika“) weil
- nur lokal (gegen Bakterien, Pilze, Viren)
- systemisch zu toxisch!

Q:

2) Was ist unter einer Metaphylaxe zu verstehen?

A:

die Verabreichung von Antibiotika an eine gesamte Tiergruppe zu einem Zeitpunkt, an dem nur einige Tiere der Gruppe Symptome zeigen. Die metaphylaktische Anwendung von Antibiotika lässt sich nur dann begründen, wenn zu
erwarten ist, dass noch symptomfreie Tiere bereits infiziert sind und dadurch bald erkranken werden.

Q:

Unterschied primär und sekundär bakterizid:

A:

- primär bakterizid: Keime werden in allen Zellzyklusphasen abgetötet
(ruhende und proliferierende Keime)
- sekundär bakterizid: nur proliferierende Keime werden abgetötet

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Q:

Antibiotika-Resistenz allgemein

A:

Die Bakterien vermehren sich auch noch bei
therapeutisch erreichbaren Konzentrationen
des Antibiotikums.
Jeder Einsatz eines Antibiotikums kann die
Selektion resistenter Bakterien fördern.


Kennzeichen einer Resistenzentwicklung: MHK steigt an!

Q:

Wann ist ein AB-Einsatz gerechtfertigt?

A:

prinzipiell, „wenn die Immunabwehr mit einer bakteriellen Infektion nicht fertig wird“ 


(nicht missbräuchlich, um z.B. Hygienemängel in Tierbeständen durch ständigen Antibiotika-Einsatz auszubügeln)

Q:

Resistenztypen

A:
  • natürliche (intrinsische) Resistenz
  • erworbene Resistenzen
    • Chromosomale (= vertikale) Resistenz
      • durch Spontan-Mutation im Bakteriengenom
    • Extrachromosomal gelagerte Gene (horizontale Übertragung)
      • Übertragung freier DNS (Transformation), Bakteriophagen-vermittelt (Transduktion), von Plasmiden (Konjugation)
      • Besonders problematisch, weil diese Resistenzen oft nicht bei einer selben Bakteriengattung
        bleiben (Plasmide können auch auf andere Bakteriengattungen überspringen
      • "Mehrfachresistenz" (Multi-, Parallelresistenz) und "Kreuzresistenzen“ möglich
Q:

Minimale Hemmstoffkonzentration (MHK)

A:

niedrigste Konzentration, bei der unter In-vitro Bedingungen die Zellteilung verhindert bzw.
bei der 99,9% der Keime abgetötet werden (je niedriger die MHK, desto besser!)


Die In vivo-Wirksamkeit hängt auch von pharmakokinetischen Eigenschaften/Infektionsort ab!
-> klinischer Grenzwert (breakpoint)
- empfindlich (bei therapeutischer Dosis wird MHK erreicht)
- intermediär (MHK im Grenzbereich, Therapieerfolg unsicher, ggf. Dosiserhöhung)
- resistent (MHK kann im Organismus nicht erreicht werden)

Q:

1) Wie werden antibakterielle Arzneistoffe gewonnen?

A:

- Ursprünglich natürlich produziert von Pilzen/Bakterien
- Biosynthetisch:
o Produkte von Bakterien oder Pilzen
o Z.B. Penicillin, Bacitracin, Polymyxin


- Halbsynthetisch:
o Penicillinderivate und Cephalosporine durch Substitution am b-Lactamring
- Vollsynthetisch:
o Totalsynthese
o Z.B. 4-Chinolone, Sulfonamide, Chloramphenicol

Q:

Grundregeln der Antibiotika-Therapie

A:

1. Strenge medizinische Indikation:

▪ Klinische Untersuchungen; Kontrolle des Behandlungserfolges
▪ Mikrobiologische Diagnostik:
- Probennahme vor Einsatz auf Verdachtsdiagnose v.a. bei Bestandsbehandlungen
- möglichst Erregeridentifizierung (wichtig für rationale Auswahl eines Antibiotikums)
- möglichst nach Empfindlichkeitsnachweisen; teils „Antibiogramm-Pflicht“
▪ nicht als Ersatz langfristig gesundheitsfördernder Maßnahmen, wie Senkung des Infektionsdrucks

▪ keine Prophylaxe ohne Indikation


2. Einhaltung therapeutischer Dosierungen/Dosisintervalle


3. Therapiedauer so lange wie nötig, so kurz wie möglich

- es reicht meist eine 3-7tägige Behandlung


4. Auswahl geeigneter Antibiotika und geeigneter Präparate


➢ Pharmakodynamik (PD; Wirkungspotenz: niedriger MHK)
➢ Pharmakokinetik (PK)
➢ Rechtliche Aspekte


unter Berücksichtigung:
- der Indikation und Tierart
- Anzahl der Tiere (Applikationsart)
- Alter der Tiere
- Zustand des Patienten .....

Q:

1. Schweinbestand mit Bronchopneumonie. Bei der Planung Ihrer antibiotischen Therapie, was ist
ein Auswahlkriterium für AB?

A:

• Resistenzlage
• (unterer klein. Breakpoint, oberer klin. Breakpoint, …)
o Kriterien:
1. Pharmokodynamik (resistenz, Spektrum)
2. Pharmakokinetik (mögl. schneller Abbau um Wartezeiten zu vermeiden)
3. Rechtliche Aspekte
4. weiter: körpereigene Abwehr, ...

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