Grundlagen Der Psychologischen Diagnostik at Universität Konstanz | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Grundlagen der psychologischen Diagnostik an der Universität Konstanz

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TESTE DEIN WISSEN
Beschreibe ein frühes Beispiel für diagnostisches Vorgehen in der Han-Dynastie.
Wie waren die Prüfungen aufgebaut? Wie wurde Objektivität gewährleistet? Von wem wurde das Prüfungssystem noch übernommen?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
China (Han-Dynastie; ca. 200 BC - 200 AD)
  • Praktisches Problem: Staatsämter sollten an diejenige vergeben werden, die im konfuzianischen Schrifttum bewandert sind
    • Deswegen Gründung einer Beamtenakademie mit Abschlussprüfungen
  • Mehrzahl der Beamten durch Prüfungen ausgewählt
  • Strenges Reglement für Durchführung der Prüfungen
    • staatliches Prüfungssystem bis 1905
    • 24-72h lang
    • in kleinen Prüfungszellen
  • Objektivität durch: 
    • Kandidaten wurden Ziffern zugewiesen
    • 3. Person schrieb Antworten ab (in rot)
    • Hauptprüfer bewertete Original
  • Wurde von der East India Company für die Mitarbeiterauswahl übernommen, später für das britische kompetitive Prüfungssystem im öffentlichen Dienst
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TESTE DEIN WISSEN
Wer prägte die erste Phase der psychologischen Diagnostik? Was waren Kennzeichen dieser Anfänge?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Francis Galton
    • Erfassung von Fähigkeiten/ Intelligenz
    • Psychometrie (Reaktionszeiten, Galtonpfeife)
    • Statische Verfahren (Korrelation, Regression)
    • Eugenik (= Erbgesundheut)
  • James McKeen Cattell
    • Erfassung von Fähigkeiten/ Intelligenz
    • Mental tests (z.B. Anzahl der Buchstaben, die erinnert werden nach einmaligem Hören; Zeit, um Farben zu benennen)
      • Clark Wissler: geringe Interkorrelation mit Außenkriterien der Intelligenz (z.B. Zeugnisnoten, Lehrerbeurteilungen)
  • Kennzeichen
    • Sehr einfache Aufgaben mit schwacher Beziehung zum diagnostiziertem Merkmal (Intelligenz)
    • Individuelle Leistung wird mit Hilfe physikalischer Skalen gemessen (Psychophysik)
    • Einzelaufgaben
    • Intelligenzunterschiede haben biologische Grundlage
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TESTE DEIN WISSEN
Wer prägte die zweite Phase der psychologischen Diagnostik? Was waren Kennzeichen dieser Zeit?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Alfred Binet
    • Erfassung von Fähigkeiten/ Intelligenz
    • „Intelligenzalter“
      • 3-13 Jährige; 5 Aufgaben pro Alterstufe
      • Problemlösen im Alltag
    • Adaptives Testen
      • Eintrittsniveau: chronologisches Alter der Testperson
      • Basisniveau: 100% der Items werden korrekt beantwortet
      • Deckenniveau: 100& der Items inkorrekt beantwortet
      • Altersnormierte Items: Wenn 75% oder mehr Kinder einer Altersgruppe ein Item beantwortet haben, wurde es ausgewählt
    • Test beendet, sobald hinreichende Information vorliegt (Basisniveau & Deckenniveau)
    • Anzahl der Testfragen/ Items variiert in Abhängigkeit von der Testperson
  • Henry Herbert Goddard
    • Übersetzte Binet-Simon Test
    • Eugeniker
    • Massentestung
    • “Father of intelligence testing in the US“
    • Kallikak Family: A study in the heredity of feeble-mindedness
    • Mitwirken auf Ellis Island: Einwanderer als schwachsinnig bewertet -> Einwanderung verhindert
  • Kennzeichen
    • Komplexe Aufgaben mit signifikanter Beziehung zum diagnostiziertem Merkmal (Intelligenz)
    • Normen (z.B. Altersnormen)
    • Viele Aufgaben, Anfänge der Itemanalyse
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TESTE DEIN WISSEN
Zähle die Charakteristika von Persönlichkeitseinschätzungen auf
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • unausweichlich
  • möglich aufgrund minimaler Hinweisreize
  • spontane Form der Personenbeschreibung
  • automatischer Zuschreibungsprozess
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TESTE DEIN WISSEN
Welche Möglichkeiten gibt es, den Konsensus zu bestimmen?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Differenzwerte der beiden Fremdeinschätzungen
  • Korrelation zwischen den beiden Fremdeinschätzungen
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Welches Testgütekriterium lässt sich mit Hilfe des Konsensus bestimmen? Wie ist es definiert?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Testgütekriterium Objektivität
  • Ausmaß in dem Aussagen über eine Zielperson unabhängig von der Person des einzelnen Beurteilers sind
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Wodurch kann die Übereinstimmung bei dem Konsensus reduziert oder erhöht werden?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • „lack of shared meaning“
  • Nur ein Urteiler korrekt
  • Stereotypie/ Halo-Effekt
  • Milde-Effekt
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TESTE DEIN WISSEN
Was ist die Kernaussagen von Cronbach‘s Complaint?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Die Urteilsgenauigkeit kann auf einer genauen Einschätzung der Zielperson oder auf allgemeinen Urteilstendenzen beruhen
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TESTE DEIN WISSEN
Was ist der Barnum-Effekt? Nach wem wurde er benannt?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Tendenz, vage, allgemeingültige Aussagen über die eigene Person („Universalcharakteristik“ nach Forer, 1949) als zutreffende Beschreibung zu akzeptieren (obwohl sie für fast jeden zutreffen).

Benannt nach Phineas Taylor Barnum
  • Besitzer des „American Museum“
  • war berühmt dafür, dass er nahezu jedermann alles verkaufen konnte
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TESTE DEIN WISSEN
Was ist die mögliche Erklärung für den Barnum-Effekt?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Klinische (flexible) Testverfahren werden stärker akzeptiert als standardisierte Testverfahren
  • Wenn Klienten/ Laien begründen sollen, warum die Diagnose/ Beschreibung zutreffend ist, steigt die wahrgenommene Akkuratheit
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TESTE DEIN WISSEN
Was sind die 7 Merkmale bzw. Determinanten des Barnum-Effekts?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Hohe Basisrate
  • Hohe Bedeutsamkeit
  • Personalisiert
  • Erstellt auf Grundlage von klinischen Urteilen („psychologischen Tests“)
  • Hoher Expertenstatus des Prüfers
  • eingeschränkte Falsifizierbarkeit
  • Tendenz des hypothesenkonformes Testens
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TESTE DEIN WISSEN
Definiere psychologische Diagnostik nach Kieschke, 2007
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TESTE DEIN WISSEN
Regelgeleitete Sammlung und Verarbeitung gezielt erhobener Informationen, die für das Verständnis menschlichen Verhaltens und Erlebens bedeutsam sind.
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Beispielhafte Karteikarten für deinen Grundlagen der psychologischen Diagnostik Kurs an der Universität Konstanz - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Beschreibe ein frühes Beispiel für diagnostisches Vorgehen in der Han-Dynastie.
Wie waren die Prüfungen aufgebaut? Wie wurde Objektivität gewährleistet? Von wem wurde das Prüfungssystem noch übernommen?
A:
China (Han-Dynastie; ca. 200 BC - 200 AD)
  • Praktisches Problem: Staatsämter sollten an diejenige vergeben werden, die im konfuzianischen Schrifttum bewandert sind
    • Deswegen Gründung einer Beamtenakademie mit Abschlussprüfungen
  • Mehrzahl der Beamten durch Prüfungen ausgewählt
  • Strenges Reglement für Durchführung der Prüfungen
    • staatliches Prüfungssystem bis 1905
    • 24-72h lang
    • in kleinen Prüfungszellen
  • Objektivität durch: 
    • Kandidaten wurden Ziffern zugewiesen
    • 3. Person schrieb Antworten ab (in rot)
    • Hauptprüfer bewertete Original
  • Wurde von der East India Company für die Mitarbeiterauswahl übernommen, später für das britische kompetitive Prüfungssystem im öffentlichen Dienst
Q:
Wer prägte die erste Phase der psychologischen Diagnostik? Was waren Kennzeichen dieser Anfänge?
A:
  • Francis Galton
    • Erfassung von Fähigkeiten/ Intelligenz
    • Psychometrie (Reaktionszeiten, Galtonpfeife)
    • Statische Verfahren (Korrelation, Regression)
    • Eugenik (= Erbgesundheut)
  • James McKeen Cattell
    • Erfassung von Fähigkeiten/ Intelligenz
    • Mental tests (z.B. Anzahl der Buchstaben, die erinnert werden nach einmaligem Hören; Zeit, um Farben zu benennen)
      • Clark Wissler: geringe Interkorrelation mit Außenkriterien der Intelligenz (z.B. Zeugnisnoten, Lehrerbeurteilungen)
  • Kennzeichen
    • Sehr einfache Aufgaben mit schwacher Beziehung zum diagnostiziertem Merkmal (Intelligenz)
    • Individuelle Leistung wird mit Hilfe physikalischer Skalen gemessen (Psychophysik)
    • Einzelaufgaben
    • Intelligenzunterschiede haben biologische Grundlage
Q:
Wer prägte die zweite Phase der psychologischen Diagnostik? Was waren Kennzeichen dieser Zeit?
A:
  • Alfred Binet
    • Erfassung von Fähigkeiten/ Intelligenz
    • „Intelligenzalter“
      • 3-13 Jährige; 5 Aufgaben pro Alterstufe
      • Problemlösen im Alltag
    • Adaptives Testen
      • Eintrittsniveau: chronologisches Alter der Testperson
      • Basisniveau: 100% der Items werden korrekt beantwortet
      • Deckenniveau: 100& der Items inkorrekt beantwortet
      • Altersnormierte Items: Wenn 75% oder mehr Kinder einer Altersgruppe ein Item beantwortet haben, wurde es ausgewählt
    • Test beendet, sobald hinreichende Information vorliegt (Basisniveau & Deckenniveau)
    • Anzahl der Testfragen/ Items variiert in Abhängigkeit von der Testperson
  • Henry Herbert Goddard
    • Übersetzte Binet-Simon Test
    • Eugeniker
    • Massentestung
    • “Father of intelligence testing in the US“
    • Kallikak Family: A study in the heredity of feeble-mindedness
    • Mitwirken auf Ellis Island: Einwanderer als schwachsinnig bewertet -> Einwanderung verhindert
  • Kennzeichen
    • Komplexe Aufgaben mit signifikanter Beziehung zum diagnostiziertem Merkmal (Intelligenz)
    • Normen (z.B. Altersnormen)
    • Viele Aufgaben, Anfänge der Itemanalyse
Q:
Zähle die Charakteristika von Persönlichkeitseinschätzungen auf
A:
  • unausweichlich
  • möglich aufgrund minimaler Hinweisreize
  • spontane Form der Personenbeschreibung
  • automatischer Zuschreibungsprozess
Q:
Welche Möglichkeiten gibt es, den Konsensus zu bestimmen?
A:
  • Differenzwerte der beiden Fremdeinschätzungen
  • Korrelation zwischen den beiden Fremdeinschätzungen
Mehr Karteikarten anzeigen
Q:
Welches Testgütekriterium lässt sich mit Hilfe des Konsensus bestimmen? Wie ist es definiert?
A:
Testgütekriterium Objektivität
  • Ausmaß in dem Aussagen über eine Zielperson unabhängig von der Person des einzelnen Beurteilers sind
Q:
Wodurch kann die Übereinstimmung bei dem Konsensus reduziert oder erhöht werden?
A:
  • „lack of shared meaning“
  • Nur ein Urteiler korrekt
  • Stereotypie/ Halo-Effekt
  • Milde-Effekt
Q:
Was ist die Kernaussagen von Cronbach‘s Complaint?
A:
Die Urteilsgenauigkeit kann auf einer genauen Einschätzung der Zielperson oder auf allgemeinen Urteilstendenzen beruhen
Q:
Was ist der Barnum-Effekt? Nach wem wurde er benannt?
A:
Tendenz, vage, allgemeingültige Aussagen über die eigene Person („Universalcharakteristik“ nach Forer, 1949) als zutreffende Beschreibung zu akzeptieren (obwohl sie für fast jeden zutreffen).

Benannt nach Phineas Taylor Barnum
  • Besitzer des „American Museum“
  • war berühmt dafür, dass er nahezu jedermann alles verkaufen konnte
Q:
Was ist die mögliche Erklärung für den Barnum-Effekt?
A:
  • Klinische (flexible) Testverfahren werden stärker akzeptiert als standardisierte Testverfahren
  • Wenn Klienten/ Laien begründen sollen, warum die Diagnose/ Beschreibung zutreffend ist, steigt die wahrgenommene Akkuratheit
Q:
Was sind die 7 Merkmale bzw. Determinanten des Barnum-Effekts?
A:
  • Hohe Basisrate
  • Hohe Bedeutsamkeit
  • Personalisiert
  • Erstellt auf Grundlage von klinischen Urteilen („psychologischen Tests“)
  • Hoher Expertenstatus des Prüfers
  • eingeschränkte Falsifizierbarkeit
  • Tendenz des hypothesenkonformes Testens
Q:
Definiere psychologische Diagnostik nach Kieschke, 2007
A:
Regelgeleitete Sammlung und Verarbeitung gezielt erhobener Informationen, die für das Verständnis menschlichen Verhaltens und Erlebens bedeutsam sind.
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