07_Persönlichkeitstheorien_IV at Universität Konstanz | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für 07_Persönlichkeitstheorien_IV an der Universität Konstanz

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind Selbstkonzepte und Selbstschemata nach Hazel Markus (1977)?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Das Selbstkonzept beinhaltet eine kognitive Repräsentation der eigenen Person ( körperliche Aspekte, Ziele, Motive, Bedürfnisse, Fähigkeiten und Beziehung zu anderen Personen. Also alles, was uns in irgendeiner Form selbst betrifft. Dadurch das es ein Konzept ist, also eine kognitive Repräsentation, die ich von mir selbst habe ist es auch ein Konstrukt oder ein Schema.

  • Gliederung des Selbstkonzepts in bereichsspezifische Schemata 


  • Schemata dienen der kognitiven Generalisierung des eigenen Verhaltens und Erlebens (entsprechen Konstrukte von Kelly)


  • Selbstschemata bilden sich über Verhaltensmuster, in denen die Invarianzen wiederholter Erfahrungen abgebildet werden


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TESTE DEIN WISSEN

Was ist die Theorie der kognitiven Konstrukte? George A. Kelly, 1905-1967

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TESTE DEIN WISSEN
  • Allen folgenden Theorien ist gemein das Menschen Schemata bilden die sie dazu nutzen ihre Zukunft vorherzusagen und damit ihr handeln zu beeinflussen


  • Konstrukt: Ordnungsprinzip

  • Konstrukt=Schema


  • Erfahrungen in Bezug auf die eigene Person und die soziale und materielle Umwelt werden v.a. auf bipolaren Dimensionen unterschieden und erhalten eine Bedeutung (groß vs. klein, stimulierend vs. langweilig, introvertiert vs. extrovertiert ➡️ Diese beiden Pole haben eine Bedeutung wie die Umwelt und die eigene Person wahrgenommen wird).

  • Das Erleben und Verhalten einer Person ist durch die Art, wie sie Ereignisse antizipiert geprägt (wenn ich erwarte das ich gut bin, bin ich gut/wenn ich erwarte das ich schlecht bin, zeige ich meist schlechtere Leistung. Diese Konstrukte können verbal formulierbar sein oder präverbal sein (Unbekannter kommt einem suspekt sein)


  • Die Antizipation, abhängig von den Konstrukten einer Person, entscheidet über ihr weiteres Denken, Fühlen und Handeln


  • Konstrukte dienen der Vorhersage künftiger Erfahrungen und damit der kognitiven Kontrolle über die Zukunft


  • Die Güte der Konstrukte ist abhängig von ihrer Effektivität (wie gut sie einer Person helfen, in einer Situation zurecht zu kommen)


  • Konstrukte sind:

    • permeabel (so ein Konstrukt ist flexibel, durchlässig und damit von neuen Situationen modifizierbar)  oder 
    • impermeabel (ist statisch fest und kann, egal was einer Person passiert nicht mehr veränderbar sein)
    • präemptiv (eine Situation ist nur durch ein Konstrukt abgebildet), 
    • konstellatorisch (Konstruktion der  Elemente hängen fest voneinander ab/ wenn a, dann b) oder 
    • propositional (jedes Element einer Situation wird durch ein eigenes Konstrukt abgebildet und können so variabel eingesetzt werden)

  • Konstruktiver Alternativismus: Jede Situation / Erfahrung kann auf unterschiedliche Weise konstruiert werden























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Nenne die Funktionen des Selbstkonzepts

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  • Interindividuelle Unterschiede in der Schemabildung 


  •  Schematische versus a-schematische Personen


  • Selbstschema ist nur dann handlungs- und erlebens- leitend, wenn es ausgebildet wurde


  • Schematische im Vergleich zu a-schematischen Personen

• Verarbeiten schema-konsistente Information schneller 

• Können mehr schema-konsistente Episoden aus ihrer Vergangeheit beschreiben

•Schätzen die Wahrscheinlichkeit schema-konsistentes Verhalten zu zeigen höher ein

•Wehren schema-inkonsistente Informationen stärker ab



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Nenne die Quellen des Selbstkonzepts

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TESTE DEIN WISSEN
  • Soziales Lernen (Person lernt sich zu verstehen, indem sie mit anderen Personen in Interaktion tritt)

  • Direkte Rückmeldung (jemand sagt einer Person, sie sei besonders gut, schlau, friedliebend

  • Selbstbeobachtung (Introspektion: Person beobachtet sich selbst; geht in sich und entwickelt daraus Selbstkonzepte)

  • Soziale Vergleiche (Person ist größer als eine andere Person; besser Noten; andere Person hat mehr Freunde)

  • Relationales Selbst ( abhängig von der Situation hat eine Person ein anderes Selbstkonzept; z.B in der Schule Klassenclown und im Turnverein gewissenhaft) 

  • Reflektierte Bewertung ( siehe „The looking-glass self)
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Nenne die 

11 Korollarien? 

(Kognitive Theorie; Kelly)

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TESTE DEIN WISSEN
  • Ein Korollarium bezeichnet einen Folgesatz der sich aus einer Prämisse ableitet (wenn a, dann b)

  • Konstruktions-Korollarium (wenn eine Person etwas auf die eine Weise erlebt hat, neigt sie dazu davon auszugehen, das sie es wieder so erleben wird)

  • Individualitäts-Korollarium (jeder Person konstruiert die Situation unterschiedlich)

  • Organisations-Korollarium (Ordnungsprinzipien können auch innerhalb der Konstrukte angewendet werden; Situation kann als Herausforderungen oder Gefahr für Selbstwert konstruiert werden)

  • Dichotomie-Korollarium (etwas ist gut oder schlecht; stimulierend oder langweilig; also hat die Person beide Pole in ihrer Konstruktion)

  • Wahl-Korollarium (eine Person kann wählen ob sie sich auf den einen oder anderen Pol konzentriert)

  • Bereichs-Korollarium (jeder Bereich hat eigene geeignete Konstrukte haben; in sozialen Beziehungen verträglich hat nichts relevantes mit Prüfung zu tun)

  • Erfahrungs-Korollarium (jede Erfahrung prägt die Konstruktion und damit die antizipation; wenn eine Person ein Konstrukt für eine Situation hat, dann verändert sich dieses Konstrukt wenn die Person eine neue Erfarung macht, wenn das Konstrukt permeabel ist)

  • Modulations-Korollarium (die Erfahrung ändert/moduliert das Konstrukt einer Person, und nur dann wenn es permeabel ist. Wenn es impermeabel ist, ist das Konstrukt nicht mehr modulierbar)

  • Fragmentations-Korollarium ( auch wenn einer Person eine Sache wichtig ist, kann sie unterschiedliche Konstrukte dafür haben)

  • Ähnlichkeits-Korollarium ( verschiedene Personen haben individuelle Konstrukte die sich ähnlich sein können. Wenn zwei Personen eine ähnliche Konstruktion einer Situation haben, können sie diese auch ähnlich antizipieren/wahrnehmen und sich ähnlich verhalten)

  • Sozialitäts-Korollarium (eine Person kann versuchen das Konstrukt einer anderen Person nachzuvollziehen/nachzuempfinden und wenn sie das tut versteht die Person, wie die andere Person sich verhält)➡️Bezieht sich auf den Prozess Empathie)

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Was ist das Real-Selbst und Ideal-Selbst (H.P.)?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Selbst: Derjenige Anteil des Erfahrungsfeld, der die eigene Person repräsentiert


  • Selbst als überdauerndes Muster von Wahrnehmungen, das durch eine innere Struktur charakterisiert ist


  • Struktur der Persönlichkeit, Ausprägung ist wandelbar


  • Real-Selbst: Selbstkonzept, wie die Person sich selbst

    erlebt


  • Ideal-Selbst: Selbstkonzept, das die Person gern hätte


  • Eine hohe Diskrepanz zwischen Real- und Ideal-Selbst

    führt zu Inkongruenzerleben und psychischem Leiden


  • Messung der Kongruenz mit der Q-Sort-Technik.      -               + Festellung von Inkongruenz durch Karten, vom Real-Selbst und Ideal- Selbst ….

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TESTE DEIN WISSEN

Was ist die Pluralität in der Selbstkonzeption?

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  • Rogers: Real- und Ideal-Selbst

  • Freud: Ich-Ideal (Teil des Über-Ich)

  • Higgins: Soll-Selbst und Ideal-Selbst

  • Possible selves

• Mögliche Formen des Selbsts in der Zukunft

• Entwickeln ihre Bedeutung im Kontext des aktuellen Selbstkonzepts

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Was bedeutet Stabilität des Selbstkonzepts?

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Selbstverifikation

  • Neigung zur Konsistenz und Bestätigung der Schemata


  • Epistemische (Bestätigung der Einschätzung als solche) und pragmatische Gründe (beziehen sich auf gefühlte Kontrolle)


  • Bevorzugung der Interaktion mit Personen, die ihr Selbstkonzept

    bestätigen


  • Verhalten, das zur Bestätigung der Schemata führt


  • Suche und Erinnerung von Informationen, die zur Bestätigung der

    Schemata führen (Klassenclown macht noch mehr Quatsch um das Konzept zu halten)


Self-Enhancement

Selbst-dienliche Strategien zur Erhöhung (Verbesserung) des Selbstkonzepts

  • Selbst-Sabotage (z.B. wenig lernen um vor einer herausfordernder Prüfung nicht schlecht dazustehen)


  • Selbstwertdienliche Attribution (wenn die Person mehr gelernt hätte, wäre es besser gelaufen/ der Tag war zu heiss)


  • Besser-als-der-Durchschnitt-Effekt (Person ist besser als andere)


  •  Abwärtsvergleiche (andere sind ja schlechter wie man selbst)





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TESTE DEIN WISSEN

Was bedeutet das Selbstschemata versus Eigenschaften?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Das Selbstschema ist eine subjektive Konstruktion der Person, die nicht beobachtbar sein muss. (wird über Fragebögen und Selbstbericht erhoben)


  • Eine Eigenschaft definiert sich dadurch, dass sie beobachtbar und objektivierbar ist. (wird über experimentelle Paradigmen und Fremdbeobachtung erhoben)

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TESTE DEIN WISSEN

Beschreibe die 

humanistische Persönlichkeitstheorien von 

Carl R. Rogers (1902-1987)
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TESTE DEIN WISSEN
  • Humanistische Persönlichkeitstheorien sind in Reaktion und Ablehnung der analytischen und behavioristischen Sichtweise entstanden. Ablehnung das der Mensch in all seinem Handeln triebgesteuert ist und das nur die bloßen Lernerfahrungen zählen.


  • H.P ist ein sehr positives Menschenbild, das davon ausgeht, das wir alle, das Potential für Wachstum und psychischer Gesundheit in uns haben und wenn die Menschen dies nicht ausleben können, liegt es an schädlichen Umwelteinflüssen ( z.B. schädliche Gesellschaft, schlechter Erziehungsstil)


  • Die Klient:in weiß welche Probleme entscheidend sind und welche Veränderungen die Therapie bewirken soll


  • Der Mensch ist einzigartig in seiner Wahrnehmung der Umwelt, in seinen Konstrukten die er bildet und der er kann nur verstanden werden, wenn man sich in ihn hereinversetzt und seine Konstrukte übernimmt um seine Sichtweise zu reflektieren aber auch ist dieser Zugang zur Realität durch die subjektive Wahrnehmung durch eigene Konstrukte erschwert zugänglich.


  • Therapeut:in zeigt unbedingte positive Wertschätzung und Empathie


  • Therapeut:in fühlt darüber die Spannungen und inkongruenten Gefühle der Klient:in und spiegelt diese


  • Besseres Verständnis der Klient:in für Inkongruenz zwischen Selbstkonzept und Erfahrungen, dies führt zur Neukonzeption des Selbstkonzepts


  • Entwicklung einer voll funktionierenden Persönlichkeit 


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TESTE DEIN WISSEN

Was sind Aktualisierungstendenz und organismische Bewertung (H. P.)

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TESTE DEIN WISSEN
  • Menschen haben eine Aktualisierungstendenz in sich und eine organistische Bewertung. Die Art und Weise, wie ein Individuum seine Unwelt wahrnimmt beschreibt das Erfahrungsfeld einer Person oder das phänomenologische Feld einer Person. 


  • Das betrifft die Art und Weise, wie ein Individuum seine Umwelt wahrnimmt, beschreibt das Erfahrungsfeld einer Person


  • Dies betrifft alle bewussten äußeren und inneren Reize


  • Aktualisierungstendenz: Dynamisches Prinzip, das Lebewesen hilft, ihre Bedürfnisse zu befriedigen und Spannung erzeugt, um neue Erfahrungen zu machen


  • Organismischer Bewertungsprozess: Bewertung von Erfahrungen bezüglich ihrer positiven und negativen Auswirkungen auf den Organismus


  • Selbstaktualisierungstendenz: Positive Erfahrungen werden angestrebt, negative vermieden

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TESTE DEIN WISSEN

Nenne die drei Belohnungssysteme der H. P.

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TESTE DEIN WISSEN

1. Angeborenes Belohnungssystem: Organismische Bewertung


plus zwei weitere Belohungssysteme durch Lernprozesse:


2. Positive Selbsterfahrung im Zusammenhang mit der Befriedigung des Bedürfnisses nach positiver Wertschätzung durch andere


3. Positive Selbsterfahrung im Zusammenhang mit der Befriedigung des Bedürfnisses nach positiver Selbstachtung 

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Q:

Was sind Selbstkonzepte und Selbstschemata nach Hazel Markus (1977)?

A:
  • Das Selbstkonzept beinhaltet eine kognitive Repräsentation der eigenen Person ( körperliche Aspekte, Ziele, Motive, Bedürfnisse, Fähigkeiten und Beziehung zu anderen Personen. Also alles, was uns in irgendeiner Form selbst betrifft. Dadurch das es ein Konzept ist, also eine kognitive Repräsentation, die ich von mir selbst habe ist es auch ein Konstrukt oder ein Schema.

  • Gliederung des Selbstkonzepts in bereichsspezifische Schemata 


  • Schemata dienen der kognitiven Generalisierung des eigenen Verhaltens und Erlebens (entsprechen Konstrukte von Kelly)


  • Selbstschemata bilden sich über Verhaltensmuster, in denen die Invarianzen wiederholter Erfahrungen abgebildet werden


Q:

Was ist die Theorie der kognitiven Konstrukte? George A. Kelly, 1905-1967

A:
  • Allen folgenden Theorien ist gemein das Menschen Schemata bilden die sie dazu nutzen ihre Zukunft vorherzusagen und damit ihr handeln zu beeinflussen


  • Konstrukt: Ordnungsprinzip

  • Konstrukt=Schema


  • Erfahrungen in Bezug auf die eigene Person und die soziale und materielle Umwelt werden v.a. auf bipolaren Dimensionen unterschieden und erhalten eine Bedeutung (groß vs. klein, stimulierend vs. langweilig, introvertiert vs. extrovertiert ➡️ Diese beiden Pole haben eine Bedeutung wie die Umwelt und die eigene Person wahrgenommen wird).

  • Das Erleben und Verhalten einer Person ist durch die Art, wie sie Ereignisse antizipiert geprägt (wenn ich erwarte das ich gut bin, bin ich gut/wenn ich erwarte das ich schlecht bin, zeige ich meist schlechtere Leistung. Diese Konstrukte können verbal formulierbar sein oder präverbal sein (Unbekannter kommt einem suspekt sein)


  • Die Antizipation, abhängig von den Konstrukten einer Person, entscheidet über ihr weiteres Denken, Fühlen und Handeln


  • Konstrukte dienen der Vorhersage künftiger Erfahrungen und damit der kognitiven Kontrolle über die Zukunft


  • Die Güte der Konstrukte ist abhängig von ihrer Effektivität (wie gut sie einer Person helfen, in einer Situation zurecht zu kommen)


  • Konstrukte sind:

    • permeabel (so ein Konstrukt ist flexibel, durchlässig und damit von neuen Situationen modifizierbar)  oder 
    • impermeabel (ist statisch fest und kann, egal was einer Person passiert nicht mehr veränderbar sein)
    • präemptiv (eine Situation ist nur durch ein Konstrukt abgebildet), 
    • konstellatorisch (Konstruktion der  Elemente hängen fest voneinander ab/ wenn a, dann b) oder 
    • propositional (jedes Element einer Situation wird durch ein eigenes Konstrukt abgebildet und können so variabel eingesetzt werden)

  • Konstruktiver Alternativismus: Jede Situation / Erfahrung kann auf unterschiedliche Weise konstruiert werden























Q:

Nenne die Funktionen des Selbstkonzepts

A:
  • Interindividuelle Unterschiede in der Schemabildung 


  •  Schematische versus a-schematische Personen


  • Selbstschema ist nur dann handlungs- und erlebens- leitend, wenn es ausgebildet wurde


  • Schematische im Vergleich zu a-schematischen Personen

• Verarbeiten schema-konsistente Information schneller 

• Können mehr schema-konsistente Episoden aus ihrer Vergangeheit beschreiben

•Schätzen die Wahrscheinlichkeit schema-konsistentes Verhalten zu zeigen höher ein

•Wehren schema-inkonsistente Informationen stärker ab



Q:

Nenne die Quellen des Selbstkonzepts

A:
  • Soziales Lernen (Person lernt sich zu verstehen, indem sie mit anderen Personen in Interaktion tritt)

  • Direkte Rückmeldung (jemand sagt einer Person, sie sei besonders gut, schlau, friedliebend

  • Selbstbeobachtung (Introspektion: Person beobachtet sich selbst; geht in sich und entwickelt daraus Selbstkonzepte)

  • Soziale Vergleiche (Person ist größer als eine andere Person; besser Noten; andere Person hat mehr Freunde)

  • Relationales Selbst ( abhängig von der Situation hat eine Person ein anderes Selbstkonzept; z.B in der Schule Klassenclown und im Turnverein gewissenhaft) 

  • Reflektierte Bewertung ( siehe „The looking-glass self)
Q:

Nenne die 

11 Korollarien? 

(Kognitive Theorie; Kelly)

A:
  • Ein Korollarium bezeichnet einen Folgesatz der sich aus einer Prämisse ableitet (wenn a, dann b)

  • Konstruktions-Korollarium (wenn eine Person etwas auf die eine Weise erlebt hat, neigt sie dazu davon auszugehen, das sie es wieder so erleben wird)

  • Individualitäts-Korollarium (jeder Person konstruiert die Situation unterschiedlich)

  • Organisations-Korollarium (Ordnungsprinzipien können auch innerhalb der Konstrukte angewendet werden; Situation kann als Herausforderungen oder Gefahr für Selbstwert konstruiert werden)

  • Dichotomie-Korollarium (etwas ist gut oder schlecht; stimulierend oder langweilig; also hat die Person beide Pole in ihrer Konstruktion)

  • Wahl-Korollarium (eine Person kann wählen ob sie sich auf den einen oder anderen Pol konzentriert)

  • Bereichs-Korollarium (jeder Bereich hat eigene geeignete Konstrukte haben; in sozialen Beziehungen verträglich hat nichts relevantes mit Prüfung zu tun)

  • Erfahrungs-Korollarium (jede Erfahrung prägt die Konstruktion und damit die antizipation; wenn eine Person ein Konstrukt für eine Situation hat, dann verändert sich dieses Konstrukt wenn die Person eine neue Erfarung macht, wenn das Konstrukt permeabel ist)

  • Modulations-Korollarium (die Erfahrung ändert/moduliert das Konstrukt einer Person, und nur dann wenn es permeabel ist. Wenn es impermeabel ist, ist das Konstrukt nicht mehr modulierbar)

  • Fragmentations-Korollarium ( auch wenn einer Person eine Sache wichtig ist, kann sie unterschiedliche Konstrukte dafür haben)

  • Ähnlichkeits-Korollarium ( verschiedene Personen haben individuelle Konstrukte die sich ähnlich sein können. Wenn zwei Personen eine ähnliche Konstruktion einer Situation haben, können sie diese auch ähnlich antizipieren/wahrnehmen und sich ähnlich verhalten)

  • Sozialitäts-Korollarium (eine Person kann versuchen das Konstrukt einer anderen Person nachzuvollziehen/nachzuempfinden und wenn sie das tut versteht die Person, wie die andere Person sich verhält)➡️Bezieht sich auf den Prozess Empathie)

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Q:

Was ist das Real-Selbst und Ideal-Selbst (H.P.)?

A:
  • Selbst: Derjenige Anteil des Erfahrungsfeld, der die eigene Person repräsentiert


  • Selbst als überdauerndes Muster von Wahrnehmungen, das durch eine innere Struktur charakterisiert ist


  • Struktur der Persönlichkeit, Ausprägung ist wandelbar


  • Real-Selbst: Selbstkonzept, wie die Person sich selbst

    erlebt


  • Ideal-Selbst: Selbstkonzept, das die Person gern hätte


  • Eine hohe Diskrepanz zwischen Real- und Ideal-Selbst

    führt zu Inkongruenzerleben und psychischem Leiden


  • Messung der Kongruenz mit der Q-Sort-Technik.      -               + Festellung von Inkongruenz durch Karten, vom Real-Selbst und Ideal- Selbst ….

Q:

Was ist die Pluralität in der Selbstkonzeption?

A:
  • Rogers: Real- und Ideal-Selbst

  • Freud: Ich-Ideal (Teil des Über-Ich)

  • Higgins: Soll-Selbst und Ideal-Selbst

  • Possible selves

• Mögliche Formen des Selbsts in der Zukunft

• Entwickeln ihre Bedeutung im Kontext des aktuellen Selbstkonzepts

Q:

Was bedeutet Stabilität des Selbstkonzepts?

A:

Selbstverifikation

  • Neigung zur Konsistenz und Bestätigung der Schemata


  • Epistemische (Bestätigung der Einschätzung als solche) und pragmatische Gründe (beziehen sich auf gefühlte Kontrolle)


  • Bevorzugung der Interaktion mit Personen, die ihr Selbstkonzept

    bestätigen


  • Verhalten, das zur Bestätigung der Schemata führt


  • Suche und Erinnerung von Informationen, die zur Bestätigung der

    Schemata führen (Klassenclown macht noch mehr Quatsch um das Konzept zu halten)


Self-Enhancement

Selbst-dienliche Strategien zur Erhöhung (Verbesserung) des Selbstkonzepts

  • Selbst-Sabotage (z.B. wenig lernen um vor einer herausfordernder Prüfung nicht schlecht dazustehen)


  • Selbstwertdienliche Attribution (wenn die Person mehr gelernt hätte, wäre es besser gelaufen/ der Tag war zu heiss)


  • Besser-als-der-Durchschnitt-Effekt (Person ist besser als andere)


  •  Abwärtsvergleiche (andere sind ja schlechter wie man selbst)





Q:

Was bedeutet das Selbstschemata versus Eigenschaften?

A:
  • Das Selbstschema ist eine subjektive Konstruktion der Person, die nicht beobachtbar sein muss. (wird über Fragebögen und Selbstbericht erhoben)


  • Eine Eigenschaft definiert sich dadurch, dass sie beobachtbar und objektivierbar ist. (wird über experimentelle Paradigmen und Fremdbeobachtung erhoben)

Q:

Beschreibe die 

humanistische Persönlichkeitstheorien von 

Carl R. Rogers (1902-1987)
A:
  • Humanistische Persönlichkeitstheorien sind in Reaktion und Ablehnung der analytischen und behavioristischen Sichtweise entstanden. Ablehnung das der Mensch in all seinem Handeln triebgesteuert ist und das nur die bloßen Lernerfahrungen zählen.


  • H.P ist ein sehr positives Menschenbild, das davon ausgeht, das wir alle, das Potential für Wachstum und psychischer Gesundheit in uns haben und wenn die Menschen dies nicht ausleben können, liegt es an schädlichen Umwelteinflüssen ( z.B. schädliche Gesellschaft, schlechter Erziehungsstil)


  • Die Klient:in weiß welche Probleme entscheidend sind und welche Veränderungen die Therapie bewirken soll


  • Der Mensch ist einzigartig in seiner Wahrnehmung der Umwelt, in seinen Konstrukten die er bildet und der er kann nur verstanden werden, wenn man sich in ihn hereinversetzt und seine Konstrukte übernimmt um seine Sichtweise zu reflektieren aber auch ist dieser Zugang zur Realität durch die subjektive Wahrnehmung durch eigene Konstrukte erschwert zugänglich.


  • Therapeut:in zeigt unbedingte positive Wertschätzung und Empathie


  • Therapeut:in fühlt darüber die Spannungen und inkongruenten Gefühle der Klient:in und spiegelt diese


  • Besseres Verständnis der Klient:in für Inkongruenz zwischen Selbstkonzept und Erfahrungen, dies führt zur Neukonzeption des Selbstkonzepts


  • Entwicklung einer voll funktionierenden Persönlichkeit 


Q:

Was sind Aktualisierungstendenz und organismische Bewertung (H. P.)

A:
  • Menschen haben eine Aktualisierungstendenz in sich und eine organistische Bewertung. Die Art und Weise, wie ein Individuum seine Unwelt wahrnimmt beschreibt das Erfahrungsfeld einer Person oder das phänomenologische Feld einer Person. 


  • Das betrifft die Art und Weise, wie ein Individuum seine Umwelt wahrnimmt, beschreibt das Erfahrungsfeld einer Person


  • Dies betrifft alle bewussten äußeren und inneren Reize


  • Aktualisierungstendenz: Dynamisches Prinzip, das Lebewesen hilft, ihre Bedürfnisse zu befriedigen und Spannung erzeugt, um neue Erfahrungen zu machen


  • Organismischer Bewertungsprozess: Bewertung von Erfahrungen bezüglich ihrer positiven und negativen Auswirkungen auf den Organismus


  • Selbstaktualisierungstendenz: Positive Erfahrungen werden angestrebt, negative vermieden

Q:

Nenne die drei Belohnungssysteme der H. P.

A:

1. Angeborenes Belohnungssystem: Organismische Bewertung


plus zwei weitere Belohungssysteme durch Lernprozesse:


2. Positive Selbsterfahrung im Zusammenhang mit der Befriedigung des Bedürfnisses nach positiver Wertschätzung durch andere


3. Positive Selbsterfahrung im Zusammenhang mit der Befriedigung des Bedürfnisses nach positiver Selbstachtung 

07_Persönlichkeitstheorien_IV

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