M.E.4 Interventionen at Universität Koblenz-Landau

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Typen sozialer Kompetenzen

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soziale Kompetenzen

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Ursachen sozialer Verhaltensprobleme

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Diagnostik sozialer Kompetenzen

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Durchführungsmodalitäten

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Einzelne Trainingselemente

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Instruktionen und Modeling

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Rollenspiele

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Diskriminationsübung nach Jakubowski-Spector

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Transfertechniken

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Leitfragen zur Rückfallprävention

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Besonderheiten in der therapeutische Beziehung bei sozial unsicheren Patienten

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M.E.4 Interventionen

Typen sozialer Kompetenzen

  • Typ R (Recht): Eigene Rechte und berechtigte Interessen in Anspruch nehmen und durchsetzen (gegenüber fremden Personen, Behörden, am Arbeitsplatz usw.), Forderungen stellen, unberechtigte Forderungen
    anderer ablehnen
  • Typ B (Beziehung): Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche einbringen (in die Beziehung zu nahestehenden Personen wie Ehepartner, Kinder, Freunde usw.), Umgang mit Kritik, Kompromisse finden
  • Typ K (Kontakt): Kontakte aufnehmen und gestalten (vor allem zu mehr oder minder fremden Personen beiderlei Geschlechts), Menschen für sich gewinnen, um Sympathie werben
  • evtl. noch andere

M.E.4 Interventionen

soziale Kompetenzen

  • Es handelt sich nicht um eine, sondern um mehrere Fähigkeiten
  • keine durchgängige Persönlichkeitseigenschaft
  • lern- und lehrbar
  • Kompetenzen beziehen sich immer auf den Aufgabencharakter von Situationen
  • umfasst als Oberbegriff auch ältere Konzepte wie Selbstbehauptung (»assertiveness«), Durchsetzungsfähigkeit, Selbstsicherheit, soziale Fertigkeiten (»Social Skills«) oder Selbstvertrauen
  • Kompetentes Verhalten ist von unsicherem, aber auch von aggressivem Verhalten zu unterscheiden

M.E.4 Interventionen

Ursachen sozialer Verhaltensprobleme

vier Hypothesen:

1) Verhalten wird in bestimmten sozialen Situationen durch Angst beeinträchtigt, bzw. Angst führt zur Vermeidung dieser Situationen (affektive Interferenz) => kein Kompetenztraining nötig

2) Vermeidendes oder unzureichendes Sozialverhalten ist auf mangelnde soziale Fertigkeiten zurückzuführen (Skilldefizit) => social skills training

3) Vermeidendes oder unzureichendes Sozialverhalten entsteht durch ungünstige kognitive Prozesse oder Inhalte (kognitive Interferenz) => kognitive Umstrukturierung

4) Vermeidendes oder unzureichendes Sozialverhalten ergibt sich aus dem Zusammenwirken affektiver, motorischer und/oder kognitiver Verursachungsfaktoren (multifaktorielles Modell)


Können sich kombinieren, daher auch kombinierte Intervention nötig


M.E.4 Interventionen

Diagnostik sozialer Kompetenzen

zu klären:

  • ob beim Patienten gravierende Kompetenzprobleme vorliegen
  • auf welche Arten von Situationen sie sich beziehen und
  • ob sie in einer relevanten Beziehung zum Behandlungsanlass stehen

 

durch:

  • Interview (soziale Situationen)
  • Situationslisten
  • diagnostische Rollenspiele
  • standardisierte Testverfahren

M.E.4 Interventionen

Durchführungsmodalitäten

  • Gruppen- oder Einzelsetting
  • eher kurze Trainingsdauer (6-15 Sitzungen) oder länger, wenn erforderlich
  • vollstandardisierte Verfahren (z. B. ATP), Programme mit einer festen Grundstruktur und anpassungsfähigen Teilkomponenten (z. B. GSK), aber auch »offene« Trainings (z. B. Schneider 1994)
  • Trainingsblöcke, jeder Block ein bestimmter Subtyp
  • ambulant oder stationär
  • einzeln oder in Kombi mit anderen Therapieverfahren

M.E.4 Interventionen

Einzelne Trainingselemente

  • Erklärungsmodelle
  • Instruktionen und Modeling
  • Rollenspiele
  • Weitere Trainingselemente:
    • Entspannungsverfahren
    • Spezielle Übungen: ungünstige Gedanken erkennen, soziale Wahrnehmung, kurz- und langfristige Verhaltenskonsequenzen unterscheiden, Selbstverstärkung lernen, mit Misserfolgen umgehen, eigene Gefühle wahrnehmen, den anderen besser verstehen usw.
  • Transfertechniken
  • Rückfallprävention
  • Therapeutische Beziehung

M.E.4 Interventionen

Instruktionen und Modeling

Vorbereitung auf Rollenspiele

= schriftliche Instruktionen, die deutlich machen, auf welche Verhaltensweisen es ankommt

  • vorgegeben oder zusammen erarbeitet
  • klar und verhaltensnah formuliert und nicht zu umfangreich


Modellrollenspiele

= Therapeut demonstriert das Zielverhalten an einem Beispiel (z. B. Besuch bei Nachbarn, um eine Lärmbelästigung anzusprechen), nicht perfekt, sondern Bewältigungsmodell

M.E.4 Interventionen

Rollenspiele

Ziele:

  • Patienten üben soziale Verhaltensweisen und -strategien ein, mit denen sie Alltagssituationen in Zukunft besser bewältigen können
  • Patienten üben bei entsprechender Anleitung neben dem motorischen Verhalten einen günstigeren Ablauf interner Regulationsprozesse ein, vor allem veränderte Gedanken und Gefühle (möglichst selbstgesteuert)
  • Rollenspiele simulieren soziale Realität und bewirken dadurch Expositionseffekte (vor allem in Gruppen)
  • fördern soziales Kompetenzvertrauen
  • Patienten lernen, sich sozialen Erfahrungen aktiv und bewusst auszusetzen, sie konstruktiv auszuwerten und für weitere Bewältigungsversuche zu nutzen (selbstgesteuerte Erfahrungsbildung)


Ablauf:

  • Vorbesprechung
  • Erstspiel: Patient verhält sich entweder »so wie immer« oder er orientiert sich bereits an den vorgegebenen Instruktionen
  • erstes Feedback
    • welche Verhaltensweisen sind bereits gut gelungen
    • welche können bei einer Wiederholung verbessert werden
  • Zweitspiel gleiche Situation
  • zweites Feedback (Resümee des Verbesserungsversuchs)


Varianten:

  • Spielsituationen selbst ausgesucht, vorgegeben, oder selbst erlebt
  • Rollenspielpartner (Ko-/Therapeut oder Gruppenmitglieder)
  • Video- oder Audioaufzeichnungen für objektives Feedback
  • In den Feedback-Phasen können auch Gedanken und Gefühle des Patienten verdeutlicht und verändert werden (»Was haben Sie an dieser Stelle gedacht/gefühlt ?«, »Was können Sie stattdessen besser zu sich sagen?«)


Therapeut:

  • verwendet externe Verstärkungen sparsam
  • hält sich mit der Vorgabe normativer Verhaltenskriterien zurück => regt Patienten dazu an, eigene Kriterien zur Beurteilung zu entwickeln

M.E.4 Interventionen

Diskriminationsübung nach Jakubowski-Spector

Ziel der Übung besteht darin, die Unterscheidung zwischen den drei Verhaltensklassen (unsicher, kometent, aggressiv) zu trainieren

Patienten bekommen eine Reihe von schriftlichen Äußerungen und sollen sie als unsicher, selbstsicher oder aggressiv einschätzen

  • gut zum Einstieg ins Training

M.E.4 Interventionen

Transfertechniken

  • Intensive Beteiligung des Patienten (als Experte für seine eigene Lebenswelt) an der Entwicklung von Verhaltensweisen, die für ihn ganz persönlich angemessen sind
  • Training von Metakompetenzen, die den Transfer erleichtern. Dazu eignen sich u. a. die schon erwähnten Selbstkontrolltechniken
  • Hausaufgaben mit In-vivo-Übungen, bei denen sich Patienten mit bestimmten realen Situationen konfrontieren. Die Übungen müssen in den Trainingssitzungen sorgfältig geplant, in ihrer Bedeutung erläutert und gründlich nachbesprochen werden

M.E.4 Interventionen

Leitfragen zur Rückfallprävention

  • Woran merke ich, dass sich alte Verhaltensgewohnheiten wieder einschleichen?
  • Was kann ich tun, wenn diese Gewohnheiten auftreten?
  • Was kann ich tun, wenn die alten Gewohnheiten wieder auftreten, ich daran im Moment aber auch nichts ändern möchte?
  • Was kann ich tun, wenn ich merke, dass ich schon eine ganze Zeit wieder »im alten Trott« bin?

M.E.4 Interventionen

Besonderheiten in der therapeutische Beziehung bei sozial unsicheren Patienten

  • besondere Empfindlichkeit gegenüber sozialen Misserfolgen (auch solchen in der Beziehung zu Therapeut oder Gruppe)
  • hohe Irritierbarkeit durch Kritik
  • große Schwierigkeiten beim Akzeptieren von Erfolgen und positivem Feedback
  • starke Konformitätstendenzen
  • ausgeprägtes Bedürfnis nach klaren Aufgabenstellungen
  • starke Beschäftigung mit Aspekten der Selbstpräsentation
  • übertriebener Perfektionismus und überhöhte Ansprüche an sich selbst


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