WS - Persönlichkeitsstörungen (K24) at Universität Kassel

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Einleitung zu PS

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Cluster von PS (DSM-IV)

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Dimensionale Persönlichkeitsdiagnostik in DSM-5

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Paranoide PS:

ICD-10-Kriterien

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Paranoide PS:

PA-Modelle (1/2)

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Paranoide PS:

PA-Modelle (2/2)

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Paranoide PS:

Kogn.-Behaviorale Modelle (1/2)

Colby (1981)

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Paranoide PS:

Kogn.-Behaviorale Modelle (2/2)

Beck et al. (1999)

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Schizoide PS:
ICD-Kriterien

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Schizoide PS: 

PA-Modelle (1/2)

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Schizoide PS: 

PA-Modelle (2/2)

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Ängstlich (vermeidende) PS:

ICD-Kriterien

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WS - Persönlichkeitsstörungen (K24)

Einleitung zu PS

DSM-IV:

Eine Persönlichkeitsstörung stellt ein überdauerndes Muster von innerem Erleben und Verhalten dar, das merklich von den Erwartungen der soziokulturellen Umgebung abweicht, tiefgreifend und unflexibel ist, seinen Beginn in der Adoleszenz oder im frühen Erwachsenenalter hat, im Zeitverlauf stabil ist und zu Leid oder Beeinträchtigungen führt. Dieses Muster manifestiert sich in mind. zwei der folgenden Bereiche:

1. Kognition,

2. Affektivität,

3. Beziehungsgestaltung,

4. Impulskontrolle


ICD-10

allgemein charakterisiert durch »tief verwurzelte, anhaltende Verhaltensmuster ... deutliche Abweichungen im Denken, Wahrnehmen, Fühlen und in Beziehungen zu anderen."


Verhalten oft ich-synton (kein Wahrnehmen als "gestört")


zentraler Aspekt: Beziehungen; zwischenmenschliche Beziehungen sind der Bereich, in dem sich Persönlichkeitsmerkmale manifestieren

WS - Persönlichkeitsstörungen (K24)

Cluster von PS (DSM-IV)

Cluster A: Paranoide PS, Schizoide PS u. Schizotypische PS;

diese Patienten erscheinen oft sonderbar oder exzentrisch. Werden ätiologietheoretisch und konzeptionell mit schizophrenen und wahnhaften Störungen in Verbindung gebracht.


Cluster B: Antisoziale PS, Borderline PS, Histrionische PS u. Narzisstische PS;

Patienten erscheinen oft dramatisch, emotional oder launisch. Ätiologietheoretisch und konzeptionell wird eine Nähe zu (vor allem depressiven) Störungen der Stimmung und der Affektivität vermutet.


Cluster C: Vermeidend-selbstunsichere PS, Dependente PS u. Zwanghafte PS;

Patienten erscheinen oft ängstlich oder furchtsam. Ätiologietheoretisch und konzeptionell wird eine Nähe zu AS und Phobie angenommen.

WS - Persönlichkeitsstörungen (K24)

Dimensionale Persönlichkeitsdiagnostik in DSM-5

grundlegende Überarbeitung der bisherigen Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM-4 erscheint notwendig, da:

  • starke Überlappungen zwischen den diagnostischen Kategorien verschiedener Persönlichkeitsstörungen vorliegen
  • keine für die Persönlichkeitspathologie wichtigen dimensionalen Aspekte enthalten
  • zum Teil empirisch nicht gut abgesichert


PS anhand von zwei Komponenten zu definieren:

  • Kriterium A: Beeinträchtigungen im Funktionsniveau der Persönlichkeit
  • Kriterium B: maladaptive Persönlichkeitseigenschaften


Weitere Kriterien entsprechen größtenteils den allgemeinen Kriterien des DSM-IV

  • Inflexibilität (C) und Stabilität des Musters (D)
  • Ausschluss verschiedener Alternativerklärungen (E, F, G)


allg. Kriterien (A+B) erfüllt

=> Abgleich mit 6 prototypischen Mustern (antisoziale, vermeidende, Borderline, narzisstische, zwanghafte, schizotypische PS); jede PS ist anhand spezifischer Beeinträchtigungen in A+B definiert

=> keins der Muster? traitspezifizierte PS!


HAT SICH NICHT DURCHGESETZT

WS - Persönlichkeitsstörungen (K24)

Paranoide PS:

ICD-10-Kriterien

1. Übertriebene Empfindlichkeit bei Rückschlägen und Zurückweisungen


2. Neigung zu ständigen Groll wegen der Weigerung, Beleidigungen, Verletzungen oder Missachtungen zu verzeihen


3. Misstrauen und eine starke Neigung, Erlebtes zu verdrehen, indem neutrale oder freundliche Handlungen anderer als feindlich oder verächtlich missgedeutet werden


4. Streitsüchtiges und beharrliches, situationsunangemessenes Bestehen auf eigene Rechte


5. Häufiges, ungerechtfertigtes Misstrauen gegenüber der sexuellen Treue des Ehe- und Sexualpartners 


6. Tendenz zu stark überhöhtem Selbstwertgefühl, das sich in ständiger Selbstbezogenheit zeigt


7. Inanspruchnahme durch ungerechtfertigte Gedanken an Verschwörungen als Erklärung für Ereignisse in der näheren Umgebung und in aller Welt


Mind. 3 der Kriterien müssen zur Diagnosestellung vorliegen

WS - Persönlichkeitsstörungen (K24)

Paranoide PS:

PA-Modelle (1/2)

Freud (1911)

ging von einer durch Projektion abgewehrten Homosexualität aus → Auffassung wird heute kaum noch geteilt


Heute

Entwicklung des „Urvertrauens“ 

Es kommt zu schweren frühen Frustrationen, die die Entwicklung des „Urvertrauens“ verunmöglichen und stattdessen Pessimismus, Zweifel und Scham entstehen lassen (z.B. Mangel elterlicher Fürsorge, Vernachlässigung, etc.)


Defizitäre Entwicklung der psychischen Struktur:

Über-Ich unzureichend integriert

o Zeigt sich beispielsweise in der Diskrepanz zwischen rigoros und bis zum Fanatismus vertretenden Moralvorstellungen einerseits und dem völligen Unverständnis für die Amoralität des eigenen Handelns anderseits

• Selbst-Objekt-Differenzierung ist unzureichend entwickelt

• Selbstwertregulierung

o Während Patienten äußerlich oft fordernd, arrogant und misstrauisch wirken, verbergen sich dahinter Angst, Scheu und Selbstzweifel

WS - Persönlichkeitsstörungen (K24)

Paranoide PS:

PA-Modelle (2/2)

Archaische Verlustängste und Verfolgungsängste werden durch Fantasien der Verschmelzung mit einem mächtigen, schutzgebenden (mütterlichen) Objekt abgewehrt, aber genau diese Abwehr aktiviert dann wiederum die Angst vor Auflösung der Selbstgrenzen und völligem Autonomieverlust

→ bei Abwehr dominieren die Projektion sowie projektive Identifizierung, Spaltung, Idealisierung und Entwertung

→ Das verfolgende und entwertende Introjekt wird externaliert + kann paradoxerweise auch als verzweifelter Versuch verstanden werden, ein illusionäres konstantes Objekt zu etablieren, auch wenn Schädigung und feindselige Behandlung von ihm erwartet wird


Weitere Ich-strukturelle Beeinträchtigungen:

  • Realitätsprüfung
  • Affektdifferenzierung
  • Selbststeuerung insbesondere im aggressiven Bereich

WS - Persönlichkeitsstörungen (K24)

Paranoide PS:

Kogn.-Behaviorale Modelle (1/2)

Colby (1981)

Paranoia als ein Konglomerat (Gemisch) aus Strategien, die Scham und Erniedrigung minimieren oder verhindern sollen


Selbstbild: unzugänglich und untauglich, sodass Beschämung und Erniedrigung permanent drohen


Kind lernt von seinen Eltern, dass man sich vor Fehlern der anderen in Acht nehmen muss sowie dass es anders als andere ist

→ führt in Interaktion mit anderen zu Schwierigkeiten und Verstoßen-werden

→ denkt etwas Besonderes zu sein und dass die anderen neidisch sind und sie ihn daher ablehnen und schikanieren

→ Festigung einer paranoiden Weltsicht und Isolation

WS - Persönlichkeitsstörungen (K24)

Paranoide PS:

Kogn.-Behaviorale Modelle (2/2)

Beck et al. (1999)

Selbstbild von Rechtschaffenheit


Andere werden als unaufrichtig, Betrüger und Verräter, verdeckt manipulierend erlebt (Grundannahmen: z.B. „anderen kann man nicht trauen...“)


wichtigster Affekt: Ärger, manche leben aber mit einer ständigen Angst vor vermuteten Gefahren

WS - Persönlichkeitsstörungen (K24)

Schizoide PS:
ICD-Kriterien

1. Wenige oder überhaupt keine Tätigkeiten bereiten Vergnügen.


2. Emotionale Kühle, Distanziertheit oder flache Affektivität.


3. Anscheinende Gleichgültigkeit gegenüber Lob oder Kritik


4. Wenig Interesse an sexuellen Erfahrungen mit einer anderen Person (unter Berücksichtigung des Alters).


5. Übermäßige Vorliebe für einzelgängerische Beschäftigungen.


6. Übermäßige Inanspruchnahme durch Phantasie und Introspektion.


7. Mangel an engen Freunden oder vertrauensvollen Beziehungen (oder höchstens zu einer Person) und fehlender Wunsch nach solchen Beziehungen.


8. Deutlich mangelnde Sensibilität im Erkennen und Befolgen gesellschaftlicher Regeln.


Mindestens drei der Kriterien müssen zur Diagnosestellung vorliegen.

WS - Persönlichkeitsstörungen (K24)

Schizoide PS: 

PA-Modelle (1/2)

Es wird ausgegangen von:

  • Defizitären Beziehungserfahrungen in Form von schwerwiegenden emotionalen Defiziten und massiven Enttäuschungen
  • Dem Fehlen von emotionaler Wärme und spielerisch- freundlicher Atmosphäre, stattdessen von Erfahrungen von „emotionaler Verwahrlosung“


Im Zentrum der Psychodynamik: schwerwiegende Störung des Selbstregulation (Tess et. Al 2002) mit defizitärer Selbst-Objekt-Differenzierung, hohe Durchlässigkeit der Selbstgrenzen

→ daher bedeuten zwischenmenschliche Kontakte schnell eine Bedrohung der Kohärenz des Selbst

→ müssen daher mittels archaischer Abwehrmechanismen, vor allem Idealisierung und Entwertung, Projektion und Introjektion abgewehrt werden

WS - Persönlichkeitsstörungen (K24)

Schizoide PS: 

PA-Modelle (2/2)

Fairbairn (1952):

Schizoide schützt sich vor eigenen Liebeswünschen, die mit intensiven Abhängigkeits- und Verschmelzungsfantasien verbunden sind und daher gleichzeitig die Gefahr der Desintegration bergen


Eigene Vereinnahmungsbestrebungen werden unbewusst als bedrohlich erlebt, weil sie mit Vernichtung des Objekts gleichgesetzt werden


Eigene Gier wird auf das Objekt projiziert, das dann als alles verschlingend und gefährlich betrachtet wird


Sachse (2004):

Modell der doppelten Handlungsregulation von intensiven Beziehungswünschen: Anerkennung, Wichtigkeit, Verlässlichkeit, Solidarität

→ Patient vollständig aus seinem Bewusstsein ausgeblendet

→ dient Selbstschutz

→ deshalb nehme das DS an, die Klienten hätten kein Bedürfnis nach Beziehungen

WS - Persönlichkeitsstörungen (K24)

Ängstlich (vermeidende) PS:

ICD-Kriterien

1. Andauernde und umfassende Gefühle von Anspannung und Besorgtheit.


2. Überzeugung, selbst sozial unbeholfen, unattraktiv und minderwertig im Vergleich zu

anderen zu sein.


3. Ausgeprägte Sorge, in sozialen Situationen kritisiert oder abgelehnt zu werden.


4. Abneigung, sich auf persönliche Kontakte einzulassen, außer man ist sicher, gemocht zu werden.


5. Eingeschränkter Lebensstil wegen des Bedürfnisses nach körperlicher Sicherheit.


6. Vermeidung sozialer und beruflicher Aktivitäten, die zwischenmenschliche Kontakte

voraussetzen, aus Furcht vor Kritik, Missbilligung oder Ablehnung.


7. Überempfindlichkeit gegenüber Ablehnung und Kritik können zusätzliche Merkmale

sein.

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