WS - Essstörungen (K22) at Universität Kassel

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Anorexia Nervosa:

ICD-10 Kriterien

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Anorexia Nervosa:

verschiedene Typen

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Anorexia Nervosa:

weitere Facts

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Bulimia Nervosa:

ICD-10-Kriterien

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Bulimia Nervosa:

Fressattacke (laut DSM)

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Bulimia Nervosa:

Auslöser für Fressattacken

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Bulimia Nervosa:

Typen 

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Bulimia Nervosa:

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Binge-Eating-Disorder

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Adipositas

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Risikofaktoren für Essstörungen

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Psychoanalytische Modelle zur AN:

Reich (2001) (1/3)

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WS - Essstörungen (K22)

Anorexia Nervosa:

ICD-10 Kriterien

1. Körpergewicht mindestens 15 % unter dem erwarteten oder BMI < 17,5.


2. Gewichtsverlust ist selbst herbeigeführt durch:

  • a. Vermeidung von hochkalorischen Speisen

sowie mindestens eine der folgenden Verhaltensweisen:

  • b. selbst induziertes Erbrechen
  • c. selbstinduziertes Abführen
  • d. übertriebene körperliche Aktivitäten
  • e. Appetitzügler oder Diuretika


3. Körperschemastörung in Form einer spezifischen psychischen Störung: Die Angst, zu dick zu werden, besteht als tiefverwurzelte Idee; sehr niedrige Gewichtsschwelle für sich selbst


4. Endokrine Störung auf der Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse: Bei Frauen

als Amenorrhoe, bei Männern als Libido- und Potenzverlust; u. U. erhöhte Wachstumshormonkortisolspiegel.


Bei Beginn vor der Pubertät: Entwicklungsverzögerungen.

WS - Essstörungen (K22)

Anorexia Nervosa:

verschiedene Typen

ICD-10

Anorexie

  • ohne aktive Maßnahmen zur Gewichtsabnahme
  • mit aktiven Maßnahmen zur Gewichtsabnahme (z.B. Erbrechen, Abführen, etc.)


DSM-IV

Restriktiver Typus

  • Gewichtsverlust durch Diäten, Fasten, übermäßiger körperlicher Betätigung
  • ohne regelmäßige "Fressanfälle" oder Purging


Binge-Eating/Purging-Tyous

  • während der aktuellen Episode der AN regelmäßig Fressanfälle und/oder Purging


restriktiv vs. Binge-Eating/Purging-Typus; restrikitver Typus...

  • hat mehr Impulskontrolle
  • neigt eher zu Alkohol/-Drogenmissbrauch
  • zeit größere Affektlabilität
  • ist sexuell aktiver
  • hat mehr Suizidversuche in der Vorgeschichte
  • hat mehr Borderline-Züge

WS - Essstörungen (K22)

Anorexia Nervosa:

weitere Facts

Gewichtsverlust wird gewöhnlich

durch Reduzierung der Nahrungsaufnahme erreicht; anfangs nur hochkalorische Lebensmittel weggelassen, dann oft rigide Diät

=> Angst vor Gewichtszunahme wird durch Gewichtsverlust nicht gemildert, sondern wächst 

=> Einsatz verschiedener Messmethoden (übermäßig Wiegen, Abmessungen, Spiegelblick)


Selbstwert extrem abhängig von Gewicht und Figur; Gewichtsverlust = "Leistung und Zeichen von Selbstdisziplin"


medizinische Konsequenzen von Mangelernährung werden geleugnet


Entwicklung depressiver Symptome (Reizbarkeit, sozialer Rückzug, vermindertes sexuelles Interesse, etc.)


AN = häufiger in industrialisierten Ländern (mit Überfluss an Nahrung), Prävalenz ist aber nicht gut untersucht


Beginn oft mit belastenden Lebensereignis verbunden; meist in mittlerer/später Adoleszenz (14-18), selten vor der Pubertät

=> doppelter Häufigkeitsgipfel für Beginn: 1. bei 14 Jahren, 2. bei 18 Jahren


Mortalität = ca. 10% (häufigste Todesursachen: Verhungern, Suizid, Elektrolydungleichgewicht)

WS - Essstörungen (K22)

Bulimia Nervosa:

ICD-10-Kriterien

1.  Andauernde Beschäftigung mit Essen, unwiderstehliche Gier nach Nahrungsmitteln; Fressattacken: Konsum großer Mengen Nahrung in kurzer Zeit.


2. Versuche, dem dickmachenden Effekt der Nahrung durch verschiedene Verhaltensweisen

entgegenzusteuern: selbstinduziertes Erbrechen, Abführmittel, zeitweiliges Hungern,

Appetitzügler, Diuretika.


3. Krankhafte Furcht, dick zu werden: Patient*in setzt sich scharf definierte Gewichtsgrenzen, deutlich unter dem prämorbiden & unter ärztlicherseits als gesund betrachteten Gewicht; häufig AN in Vorgeschichte.

WS - Essstörungen (K22)

Bulimia Nervosa:

Fressattacke (laut DSM)

DSM-IV: Fressattacken & unangemessenes Kompensationsvorhaben in den letzten 3 Monaten im Schnitt mind. 2x Woche

DSM-5: 1x Woche


1. Verzehr einer Nahrungsmenge in bestimmten Zeitraum (z.B. innerhalb von zwei Stunden), wobei diese Nahrungsmenge erheblich größer ist als Menge, die die meisten Menschen in einem vergleichbaren Zeitraum und unter vergleichbaren

Bedingungen essen würden.


2. Das Gefühl, während der Episode die Kontrolle über das Essverhalten zu verlieren (z.B. das Gefühl, weder mit dem Essen aufhören zu können, noch Kontrolle über die Art und Menge der Nahrung zu haben).

WS - Essstörungen (K22)

Bulimia Nervosa:

Auslöser für Fressattacken

dysphorische Zustände


zwischenmenschliche Belastungssituationen


intensives Hungergefühl nach diätischer Einschränkung


durch auf das Körpergewicht, die Figur oder Nahrung bezogene Gefühle.

WS - Essstörungen (K22)

Bulimia Nervosa:

Typen 

"Purging"-Typus:

Person induziert während der aktuellen Episode der BN regelmäßig Erbrechen oder

missbraucht Laxantien, Diuretika oder Klistiere


"Nicht-Purging"-Typus:

Person hat während aktueller Episode der BN andere unangemessene, einer Gewichtszunahme gegensteuernde Maßnahmen gezeigt wie z.B.  Fasten oder übermäßige körperliche Betätigung, hat aber nicht regelmäßig Erbrechen induziert oder Laxantien, Diuretika oder Klistiere missbraucht

WS - Essstörungen (K22)

Bulimia Nervosa:

weitere Infos

Fressattacke: vorübergehende Besserung der Dysphorie, aber anschließend vernichtende Selbstkritik und depressive Stimmung


Fressattacken begleitet von Kontrollverlust; oft ekstatischer Zustand, mache auch in dissoziativen Zustand


80-90% Erbrechen nach Fressanfall; manchmal als "Selbstzweck"


Gewicht meist im Normalbereich; Hinweise, dass Patient*innen vor Beginn mit hoher Wahrscheinlichkeit übergewichtig waren


1-Jahres-Prävalenz: 0,1-0,9%; deutlich mehr Frauen, Beginn meist in später Adoleszenz


oft depressive Symptome oder Affektive Störungen, auch Angstsymptome oder -störung, sowie Persönlichkeitsstörungen (Borderline)

WS - Essstörungen (K22)

Binge-Eating-Disorder

Kriterien (DSM-IV)

A

Wiederholte Episoden von Fressanfällen. Die Episoden von Fressanfällen treten gemeinsam

mit mind. 3 der folgenden Symptome auf:

  • Es wird wesentlich schneller gegessen als normal
  • Es wird bis zu einem unangenehmen Völlegefühl gegessen
  • Es werden große Nahrungsmengen gegessen, obwohl kein körperliches Hungergefühl vorhanden ist.
  • Die Person ist allein, weil sie sich sonst schämt.
  • Nach dem Fressanfall kommt es zu Gefühlen von Ekel gegen sich selbst, Deprimiertheit & starker Schuld.


B

Es besteht deutliches Leiden wegen der Fressanfälle.


C

Die Fressanfälle treten im Durchschnitt an mind. zwei Tagen in der Woche für sechs Monate auf. (DSM-5: nur noch 1x pro Woche)


D

Fressanfälle treten nicht in Kombination mit kompensatorischem Verhalten (Purging) oder ausschließlich im Verlauf von Episoden einer AN oder BN auf.

WS - Essstörungen (K22)

Adipositas

per se keine psychische Störung; in ICD-10 besteht Möglichkeit  zur Diagnose von »Essattacken bei

anderen psychischen Störungen« (F50.4) bei übermäßigem Essen, »das eine Reaktion auf belastende Ereignisse ist und zu Übergewicht geführt hat"


geht in vielen Fällen mit Binge-Eating oder Hyperphargie (suchtartige übermäßige Nahrungsaufnahme) einher und kann daher als Folge einer pathologischen Entwicklung gesehen werden


höchste Prävalenz liegt zwischen 45-65 Jahren; westliche städtische Gesellschaften: negative Relation zwischen Sozialstatus und Adipositas (traditionelle Gesellschaften umgekehrt)


Schweregrad

Übergewicht 25,0–29,9

Adipositas Grad I 30,0–34,9

Adipositas Grad II 35,0–39,9

Adipositas Grad III > 40,0

WS - Essstörungen (K22)

Risikofaktoren für Essstörungen

familiäre Bedingungen

  • ausgeprägte Kontrolle
  • strikte Diätregeln
  • Unregelmäßigkeit gemeinsamer Mahlzeiten
  • Mädchen, die von ihren Müttern zur Gewichtsabnahme gefordert wurden, internalisieren strengere Schönheitsideale


Medien: Schauen von soap-operas und Musiksendern korreliert mit höherer Unzufriedenheit mit Körper und restriktiverer Nahrungsaufnahme

=> Wunsch, "so zu sein wie ein Idol aus den Medien", war assoziiert mit den ersten Purging-Episoden


traumatische Kindheitserfahrungen

  • insbesondere wenn sie mit unsicherem Bindungsmuster einhergehen


geringe Mentalisierungsfähigkeit

WS - Essstörungen (K22)

Psychoanalytische Modelle zur AN:

Reich (2001) (1/3)

zentrales Element: Hungern als Sicherung der Selbst-Grenze

 

Kontrolle des Körpers

=> Herbeiführen eines Erlebens „als sei Zeit und Entwicklung“ angehalten

=> Gefühl von Autonomie und Effektivität (dahinter steht beschädigtes Selbstgefühl)

 

AN-Patientin = Mädchen mit Wunsch/Angst vor Verschmelzung mit Mutter und Störung als Versuch sich und ihren Körper als separiert von der Mutter erleben zu können; Zurückweisung von Nahrung = „Autonomie-Statement par excellence“

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