Ziele, Volition Und Identität at Universität Jena | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Ziele, Volition und Identität an der Universität Jena

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TESTE DEIN WISSEN

91. Definieren sie den Begriff „Ziel“. 

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TESTE DEIN WISSEN

Ziele sind proximale (direkt wirkende) Determinanten des Handelns (beeinflussen konkretes Handeln)

-Bewusst, spezifisch und man kann sie ausdrücken (keine Motive/Wünsche/Träume)

- Bestimmen erwünschte Handlungsergebnisse und daher Handlungsplanen und Strategien

- Steuern Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Bewertung und Denken

- (Maßstäbe von sich selbst) 

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TESTE DEIN WISSEN

92. Nennen sie die wesentlichen Unterschiede zwischen Zielen und basalen („impliziten“) Motiven. 

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TESTE DEIN WISSEN

Ziele - Motive

> Spezifisch - Abstrakt

> Viele möglich - Wenige  (3)

> Bewusst, versprachlichen möglich - Unbewusst

> Veränderlich - Stabil

> Direkt handlungsleitend - Indirekt handlungsleitend

> beeinflussen kontrolliertes Handeln - beeinflussen spontanes Handeln


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95. Schildern sie die Ergebnisse der Untersuchung von Carver, Blaney & Scheier 1979 mit denen der Einfluss von Selbstaufmerksamkeit und Optimismus auf die Hartnäckigkeit der Zielverfolgung untersucht wurde, und erklären sie das Ergebnis mithilfe des Handlungsregulationsmodells von Carver und Scheier 

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- Aufgabenstellung: lösen von Anagrammen

- Was wird gemessen: Persistenz (Zeit wie lange sie dran bleiben)

- Zwei Gruppen:

> 1.) mit spiegle auf dem Tisch um SAM zu erhöhen

> 2.) keinen Spiegel vor sich

> beiden Gruppen werden in ihrem Optimismus manipuliert: dieses Anagramm ist leicht/schwer zu lösen

- nach mehreren Durchgängen bekommen beide ein unlösbares Anagramm (nicht- wissend)

--> nun wird geguckt ab wann die Teilnehmer aufgeben (Persistenz)

 

Beobachtung: 

--> Ohne Spiegle (geringe SAM): Aufgabenschwierigkeit kaum Einfluss auf Persistenz

--> Mit Spiegel (hohe SAM): 

Aufgabenschwierigkeit hoher Einfluss auf Persistenz


Dies zeigt, dass nur bei Vorliegen erhöhter SAM ein Ist-Soll-Vergleich vorgenommen und eine Ist-Soll-Diskrepanz bemerkt wird. Treten bei der versuchten Reduktion Schwierigkeiten auf, so wird das Verhalten unterbrochen und eine neue Zieleinschätzung vorgenommen; 

Optimismus hat also einen Einfluss darauf wie lange man im Kreislauf bleibt


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96. Erläutern sie den Begriff des „Disengagement“. Unter welchen Umständen ist ein Disengagement wahrscheinlich? Welche beiden Formen des Disengagement werden im Modell von Carver & Scheier unterschieden? 

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Disengagement meint die Zielablösung wenn Kontrolle/Optimismus gering (Ziel für mich unerreichbar) (- ergo Wahrscheinlichkeit hoch, wenn Optimismus gering)


Zwei mögliche Wege der Zielablösung:

Je nach dem, ob ein offener Rückzug möglich ist, findet ein behavioraler oder mentaler Rückzug statt.


BSP: 

Fußballspieler: 4 Tore im Rückstand in der 75. Min.

Ein offener Rückzug ist nicht möglich --> kein behavioraler, aber mentaler Rückzug 




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97.    Was    ist    und    wozu    braucht    man    Volition? 

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Volition beschreibt die Willensstärke, die es braucht, um die Umsetzung von Zielen in Handlungen, trotz motivationaler Defizite, zu ermöglichen

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98. Was sind die Grundannahmen der Theorie der Willensstärke (Selbstkontrolle) von Baumeister? 

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TESTE DEIN WISSEN

Willensstärke ist eine allgemeine, begrenzte Ressource (wie Muskelkraft, anstrengend, kann erschöpft werden) um...

• …störende motivationale Impulse zu unterdrücken (Inhibition)

 • …sich zu zwingen, notwendige Handlungen trotz fehlender Motivation dennoch auszuführen (Überwindung

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100. Was versteht man genau unter „implementation intensions“? Warum sind sie so wichtig für eine effiziente Zielverfolgung? 

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TESTE DEIN WISSEN

• i.i. = konkrete Handlungsvorsätze (Planung)

-> entscheidend für effiziente Umsetzung, damit das Ziel überhaupt erreicht werden kann.

->reine Setzen von Zielen spezifiziert nur Ergebnisse, aber nicht den Weg dorthin


BSP:

Wenn ich nun wieder meine Neujahrsvorsätze formuliere sind diese meist sehr abstrakt („Ich will abnehmen“) ohne konkrete Handlungsabsichten („ich gehe Montag und Mittwoch ins Fitnesstudio“).

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Beschreiben Sie die Diskrepanz zwischen Zielwertigkeit und Motivation

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• Starke Motivation bei geringem/negativem Wert: Impulsivität


 • Niedrige Motivation bei hohem Wert: Prokrastination 

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101. Schildern sie Ablauf und Ergebnisse der Untersuchung von Gollwitzer & Brandstätter 1997 zum Nachweis der Wichtigkeit von „implementation intensions“ bei der Zielverfolgung. 

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TESTE DEIN WISSEN

Ablauf:

• Studenten müssen über die Weihnachtsferien Hausarbeit schreiben

 • Jeder kommt einzeln ins Büro der Seminarleiterin und erhält Anweisungen

 • Zufällig in 2 Gruppen geteilt

1.) Konkrete Planung: sofort minutiös aufschreiben was man wann machen will 

2.) Allgemeine Verpflichtung: Erinnerung an pünktliche Abgabe und Unterschrift das man sich verpflichtet Arbeit in den Ferien zu schreiben 


Ziel• Untersucht wird, wie viele nach den Ferien eine Arbeit abgeben 


Beobachtung:

➢ In Gruppe (2) ohne konkrete Planung geben nur 1/3 ab 

➢ In der Gruppe (1) mit konkreter Planung schreiben 71% über die Ferien und über 80% halten sich an Abgabetermin 


Ergebnisse: 

➔ Durch kleine Intervention großer Effekt: Ziel wird sehr viel besser erreicht wenn davor Intentionen implementiert wurden

Konkreter Handlungsplan ist essentiell fürs Erreichen eines Ziels 

➔ Der Plan steuert, die Handlung, sobald er einmal gefasst ist.

 Plan entlastet, ohne Plan viele Ablenkungen die Willenskraft erfordern 

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102. Erläutern sie, was mit Selbstdefinitionen und Identitätszielen gemeint ist und grenzen sie diese von anderen Zielen ab.

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Identitätsziele...

....Bestimmen wer und wie wir sein wollen

...sind fundamental für uns: individuell, beziehen sich auf eigene Person, Person identifiziert sich darüber → psychologisch relevante Ziele

...sind eine spezifische Quelle menschlicher Motivation.  

...sind die hierarchische Spitze von Unterzielen (Psychotherapeut werden <- Master <- Bachelor <- gute Prüfungsnoten <- Inhalte verstehen..) 

=> Sie beeinflussen also unsere Selbstdefinition 


Andere Ziele: nicht so fundamental, lassen sich ändern, sehr viele → sie beziehen sich auf unseren Alltag und sind psychologisch nicht relevant

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103. Erläutern sie unterschiedliche Arten von Selbstaufwertungsprozessen (self-enhancement), mit denen das Selbstkonzept einer Person stabilisiert und gegen selbstwertbedrohliche Informationen geschützt werden kann. 

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• Better-than-average effect: 

(Besser als der Durchschnitt Effekt) man bewertet sich selbst immer positiver als die anderen


 • Self-handicapping: (Selbstmanipulierung) vor wichtigen Ereignissen suboptimale Bedingungen schaffen, sich selbst ein Bein stellen und damit Vorsorge treffen: man kann einen möglichen Misserfolg darauf schieben und muss seine Identität nicht aufgeben, man schafft sich so selbst die Grundlage für eine Entschuldigung des Misserfolgs 


• Excuse making: (Ausreden machen) wenn etwas Schlechtes/Böses passiert das an einem selbst liegt, sucht man automatisch nach Entschuldigungen/Gründen für die man nichts kann 


Attributional bias: Selbstwertdienliche Attributionsstrategien, bei denen Erfolge internal und Misserfolge external attribuiert werden. Der Attributionsbias wird größer, je selbstwertbedrohlicher oder –bestärkender ein Misserfolg bzw. Erfolg ist.

 

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105. Was versteht Swann unter „self-verification“? In welchen Fällen decken sich die Vorhersagen der Theorie der Selbstverifikation mit der Theorie der Selbstaufwertung? In welchen Fällen macht die Theorie der Selbstaufwertung eine gegensätzliche Vorhersage? Schildern sie die Studie und die Ergebnisse von Swann & Pelham 2002, mit deren Untersuchung die Theorie der Selbstverifikation gestützt wurde. 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Selbstverifikation meint Selbstbestätigung

Postulat:

- man sucht Umwelten auf die einem in seiner Selbstsicht bestätigen, egal ob diese positiv oder negativ ist

-dadurch wird man von möglicher Kritik abgeschirmt, und nicht in eine Richtung gepusht die man nicht mag


Gemeinsamkeiten:

-Bei pos. Selbstsicht stimmen sie überein (Bevorzugung von Informationen und Situationen, die eine positive Selbstsicht bestätigen)

- Bei neg. Selbstsicht sie nicht überein (negative Rückmeldungen werden bevorzugt, weil diese mit dem bisherigen Selbstkonzept konform/verifizierbar sind)


=> man möchte sich nicht immer selbst aufwerten, man möchte sich (laut diesem Postulat) in der eigenen Selbstsicht bestätigt sehen



Untersuchung:

Studie Swann & Pelham: 

• Collegestudenten USA: werden zufällig zusammen in Wohnheimzimmer zugeordnet 

• Nach halben Jahr Befragung ob sie weiter zusammenwohnen möchten 

• Befragung zu Selbstbild und Befragung Mitbewohner zu Bild von Person  und ob man weiter zusammenwohnen will 


Positive Selbstbild und positive Einschätzung: weiter zusammenwohnen 

➔ So auch von Selbstaufwertungstheorie vorhergesagt 


Negatives Selbstbild und positive Einschätzung: Mitbewohner wechseln

Negatives Selbstbild und negative Einschätzung: weiter zusammenwohnen 


Passung ist entscheidend, man will Identität erhalten 

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Ziele, Volition und Identität Kurs an der Universität Jena - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

91. Definieren sie den Begriff „Ziel“. 

A:

Ziele sind proximale (direkt wirkende) Determinanten des Handelns (beeinflussen konkretes Handeln)

-Bewusst, spezifisch und man kann sie ausdrücken (keine Motive/Wünsche/Träume)

- Bestimmen erwünschte Handlungsergebnisse und daher Handlungsplanen und Strategien

- Steuern Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Bewertung und Denken

- (Maßstäbe von sich selbst) 

Q:

92. Nennen sie die wesentlichen Unterschiede zwischen Zielen und basalen („impliziten“) Motiven. 

A:

Ziele - Motive

> Spezifisch - Abstrakt

> Viele möglich - Wenige  (3)

> Bewusst, versprachlichen möglich - Unbewusst

> Veränderlich - Stabil

> Direkt handlungsleitend - Indirekt handlungsleitend

> beeinflussen kontrolliertes Handeln - beeinflussen spontanes Handeln


Q:


95. Schildern sie die Ergebnisse der Untersuchung von Carver, Blaney & Scheier 1979 mit denen der Einfluss von Selbstaufmerksamkeit und Optimismus auf die Hartnäckigkeit der Zielverfolgung untersucht wurde, und erklären sie das Ergebnis mithilfe des Handlungsregulationsmodells von Carver und Scheier 

A:

- Aufgabenstellung: lösen von Anagrammen

- Was wird gemessen: Persistenz (Zeit wie lange sie dran bleiben)

- Zwei Gruppen:

> 1.) mit spiegle auf dem Tisch um SAM zu erhöhen

> 2.) keinen Spiegel vor sich

> beiden Gruppen werden in ihrem Optimismus manipuliert: dieses Anagramm ist leicht/schwer zu lösen

- nach mehreren Durchgängen bekommen beide ein unlösbares Anagramm (nicht- wissend)

--> nun wird geguckt ab wann die Teilnehmer aufgeben (Persistenz)

 

Beobachtung: 

--> Ohne Spiegle (geringe SAM): Aufgabenschwierigkeit kaum Einfluss auf Persistenz

--> Mit Spiegel (hohe SAM): 

Aufgabenschwierigkeit hoher Einfluss auf Persistenz


Dies zeigt, dass nur bei Vorliegen erhöhter SAM ein Ist-Soll-Vergleich vorgenommen und eine Ist-Soll-Diskrepanz bemerkt wird. Treten bei der versuchten Reduktion Schwierigkeiten auf, so wird das Verhalten unterbrochen und eine neue Zieleinschätzung vorgenommen; 

Optimismus hat also einen Einfluss darauf wie lange man im Kreislauf bleibt


Q:


96. Erläutern sie den Begriff des „Disengagement“. Unter welchen Umständen ist ein Disengagement wahrscheinlich? Welche beiden Formen des Disengagement werden im Modell von Carver & Scheier unterschieden? 

A:

Disengagement meint die Zielablösung wenn Kontrolle/Optimismus gering (Ziel für mich unerreichbar) (- ergo Wahrscheinlichkeit hoch, wenn Optimismus gering)


Zwei mögliche Wege der Zielablösung:

Je nach dem, ob ein offener Rückzug möglich ist, findet ein behavioraler oder mentaler Rückzug statt.


BSP: 

Fußballspieler: 4 Tore im Rückstand in der 75. Min.

Ein offener Rückzug ist nicht möglich --> kein behavioraler, aber mentaler Rückzug 




Q:

97.    Was    ist    und    wozu    braucht    man    Volition? 

A:

Volition beschreibt die Willensstärke, die es braucht, um die Umsetzung von Zielen in Handlungen, trotz motivationaler Defizite, zu ermöglichen

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Q:

98. Was sind die Grundannahmen der Theorie der Willensstärke (Selbstkontrolle) von Baumeister? 

A:

Willensstärke ist eine allgemeine, begrenzte Ressource (wie Muskelkraft, anstrengend, kann erschöpft werden) um...

• …störende motivationale Impulse zu unterdrücken (Inhibition)

 • …sich zu zwingen, notwendige Handlungen trotz fehlender Motivation dennoch auszuführen (Überwindung

Q:

100. Was versteht man genau unter „implementation intensions“? Warum sind sie so wichtig für eine effiziente Zielverfolgung? 

A:

• i.i. = konkrete Handlungsvorsätze (Planung)

-> entscheidend für effiziente Umsetzung, damit das Ziel überhaupt erreicht werden kann.

->reine Setzen von Zielen spezifiziert nur Ergebnisse, aber nicht den Weg dorthin


BSP:

Wenn ich nun wieder meine Neujahrsvorsätze formuliere sind diese meist sehr abstrakt („Ich will abnehmen“) ohne konkrete Handlungsabsichten („ich gehe Montag und Mittwoch ins Fitnesstudio“).

Q:

Beschreiben Sie die Diskrepanz zwischen Zielwertigkeit und Motivation

A:

• Starke Motivation bei geringem/negativem Wert: Impulsivität


 • Niedrige Motivation bei hohem Wert: Prokrastination 

Q:

101. Schildern sie Ablauf und Ergebnisse der Untersuchung von Gollwitzer & Brandstätter 1997 zum Nachweis der Wichtigkeit von „implementation intensions“ bei der Zielverfolgung. 

A:

Ablauf:

• Studenten müssen über die Weihnachtsferien Hausarbeit schreiben

 • Jeder kommt einzeln ins Büro der Seminarleiterin und erhält Anweisungen

 • Zufällig in 2 Gruppen geteilt

1.) Konkrete Planung: sofort minutiös aufschreiben was man wann machen will 

2.) Allgemeine Verpflichtung: Erinnerung an pünktliche Abgabe und Unterschrift das man sich verpflichtet Arbeit in den Ferien zu schreiben 


Ziel• Untersucht wird, wie viele nach den Ferien eine Arbeit abgeben 


Beobachtung:

➢ In Gruppe (2) ohne konkrete Planung geben nur 1/3 ab 

➢ In der Gruppe (1) mit konkreter Planung schreiben 71% über die Ferien und über 80% halten sich an Abgabetermin 


Ergebnisse: 

➔ Durch kleine Intervention großer Effekt: Ziel wird sehr viel besser erreicht wenn davor Intentionen implementiert wurden

Konkreter Handlungsplan ist essentiell fürs Erreichen eines Ziels 

➔ Der Plan steuert, die Handlung, sobald er einmal gefasst ist.

 Plan entlastet, ohne Plan viele Ablenkungen die Willenskraft erfordern 

Q:

102. Erläutern sie, was mit Selbstdefinitionen und Identitätszielen gemeint ist und grenzen sie diese von anderen Zielen ab.

A:

Identitätsziele...

....Bestimmen wer und wie wir sein wollen

...sind fundamental für uns: individuell, beziehen sich auf eigene Person, Person identifiziert sich darüber → psychologisch relevante Ziele

...sind eine spezifische Quelle menschlicher Motivation.  

...sind die hierarchische Spitze von Unterzielen (Psychotherapeut werden <- Master <- Bachelor <- gute Prüfungsnoten <- Inhalte verstehen..) 

=> Sie beeinflussen also unsere Selbstdefinition 


Andere Ziele: nicht so fundamental, lassen sich ändern, sehr viele → sie beziehen sich auf unseren Alltag und sind psychologisch nicht relevant

Q:


103. Erläutern sie unterschiedliche Arten von Selbstaufwertungsprozessen (self-enhancement), mit denen das Selbstkonzept einer Person stabilisiert und gegen selbstwertbedrohliche Informationen geschützt werden kann. 

A:

• Better-than-average effect: 

(Besser als der Durchschnitt Effekt) man bewertet sich selbst immer positiver als die anderen


 • Self-handicapping: (Selbstmanipulierung) vor wichtigen Ereignissen suboptimale Bedingungen schaffen, sich selbst ein Bein stellen und damit Vorsorge treffen: man kann einen möglichen Misserfolg darauf schieben und muss seine Identität nicht aufgeben, man schafft sich so selbst die Grundlage für eine Entschuldigung des Misserfolgs 


• Excuse making: (Ausreden machen) wenn etwas Schlechtes/Böses passiert das an einem selbst liegt, sucht man automatisch nach Entschuldigungen/Gründen für die man nichts kann 


Attributional bias: Selbstwertdienliche Attributionsstrategien, bei denen Erfolge internal und Misserfolge external attribuiert werden. Der Attributionsbias wird größer, je selbstwertbedrohlicher oder –bestärkender ein Misserfolg bzw. Erfolg ist.

 

Q:

105. Was versteht Swann unter „self-verification“? In welchen Fällen decken sich die Vorhersagen der Theorie der Selbstverifikation mit der Theorie der Selbstaufwertung? In welchen Fällen macht die Theorie der Selbstaufwertung eine gegensätzliche Vorhersage? Schildern sie die Studie und die Ergebnisse von Swann & Pelham 2002, mit deren Untersuchung die Theorie der Selbstverifikation gestützt wurde. 

A:

Selbstverifikation meint Selbstbestätigung

Postulat:

- man sucht Umwelten auf die einem in seiner Selbstsicht bestätigen, egal ob diese positiv oder negativ ist

-dadurch wird man von möglicher Kritik abgeschirmt, und nicht in eine Richtung gepusht die man nicht mag


Gemeinsamkeiten:

-Bei pos. Selbstsicht stimmen sie überein (Bevorzugung von Informationen und Situationen, die eine positive Selbstsicht bestätigen)

- Bei neg. Selbstsicht sie nicht überein (negative Rückmeldungen werden bevorzugt, weil diese mit dem bisherigen Selbstkonzept konform/verifizierbar sind)


=> man möchte sich nicht immer selbst aufwerten, man möchte sich (laut diesem Postulat) in der eigenen Selbstsicht bestätigt sehen



Untersuchung:

Studie Swann & Pelham: 

• Collegestudenten USA: werden zufällig zusammen in Wohnheimzimmer zugeordnet 

• Nach halben Jahr Befragung ob sie weiter zusammenwohnen möchten 

• Befragung zu Selbstbild und Befragung Mitbewohner zu Bild von Person  und ob man weiter zusammenwohnen will 


Positive Selbstbild und positive Einschätzung: weiter zusammenwohnen 

➔ So auch von Selbstaufwertungstheorie vorhergesagt 


Negatives Selbstbild und positive Einschätzung: Mitbewohner wechseln

Negatives Selbstbild und negative Einschätzung: weiter zusammenwohnen 


Passung ist entscheidend, man will Identität erhalten 

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