Psychologische Grundlagen der Kommunikationswissenschaft at Universität Jena

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Welche Formen nonverbaler Kommunikation können unterschieden werden?

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Welche Distanzarten der Proxemik können unterschieden werden?

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Welche Arten von Gesten können unterschieden werden?

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Welche Vorhersagen macht die Neurokulturelle Theorie der Emotionen über die Kontrollierbarkeit von Emotionen? Welche Art von Belegen spricht dafür?

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Welche Arten von Fehlern können bei der Identifikation von Lügen gemacht werden? Worin besteht jeweils der Fehler?

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7. Welche Vorhersagen macht der BECV über die Kontrollierbarkeit von Emotionen? Welche Art von Belegen spricht dafür?

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Welche psychologischen Funktionen kann Selbstoffenbarung haben?

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Worin besteht der Unterschied zwischen Selbstkonzept und Selbstwert?

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Aus welchen Informationen kann sich das Selbstkonzept speisen?

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4. Was versteht Rogers unter Selbst-Kongruenz?

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Wie kann Selbstoffenbarung zur Entwicklung von Beziehungen beitragen?

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Was verstehen wir unter interpersonalem Vertrauen?

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Psychologische Grundlagen der Kommunikationswissenschaft

Welche Formen nonverbaler Kommunikation können unterschieden werden?
1) Physische Charakteristika (Körpergröße, Form, Kleidung) 2) hauptische Signale (Berührungen, Handschlag) 3) Proxemik (räumliche Distanz) 4) Kinesik (Mimik, Gestik, Körpersprache)

Psychologische Grundlagen der Kommunikationswissenschaft

Welche Distanzarten der Proxemik können unterschieden werden?
1) Intime Distanz (ca. 15 bis 45 cm) 2) gesellig-persönliche Distanz (ca. 45 cm bis 1,20m) 3) soziale Distanz (ca, 1,20 m bis 3,70 m) 4) öffentliche Distanz (ca. 3,70 M bis Seh/Hörweite)

Psychologische Grundlagen der Kommunikationswissenschaft

Welche Arten von Gesten können unterschieden werden?
1) Embleme: gesellschaftlich eindeutig festgesetzte "Codes" in unserer Körpersprache, die die Sprache ersetzen können. Je nach Kultur können sie unterschiedliche Bedeutung haben => Beispiel: "ok"-Zeichen, Melden in der Klasse Embleme sind stark kontrollierbar. 2) Illustratoren: dienen als redebegleitende Gesten der Ergänzung und Verdeutlichung von Gesagtem und können bewusst oder unbewusst eingesetzt werden. Illustratoren sind teilweise kontrollierbar. 3) Adaptoren: Sprachunabhängige Bewegungen, die keinen semantischen Gehalt transportieren. Sie stehen in Beziehung zu allgemeiner Erregung und Emotion. => Beispiel: Kauen auf Fingernägel, an die Nase fassen Adaptoren sind schwer zu kontrollieren.

Psychologische Grundlagen der Kommunikationswissenschaft

Welche Vorhersagen macht die Neurokulturelle Theorie der Emotionen über die Kontrollierbarkeit von Emotionen? Welche Art von Belegen spricht dafür?
Wenn wir Trauer empfinden, zeigen wir diesen Gesichtsausdruck zumindest im Ansatz. Innerer Zustand überträgt sich relativ automatisch auf den Gesichtsausdruck. Kontrollierbar von Emotionen nur sehr gering. Es gibt muskuläre Bewegungen im Gesicht, welche selbst dann sichtbar werden, wenn wir versuchen Emotionen zu unterdrücken. ==> Affektprogramm (genetisches Programm, welches in uns steckt): phylogenetisch vererbt und enthält die Basisemotionen ==> Darbietungsregeln (display rules) sind soziale Normen, die darüber bestimmen, in welcher Form wir den Gefühlsausdruck zeigen ==> Bewältigungsregeln (coping rules) legen fest, wie eine Person mit dem Gefühl fertigwerden und es kontrollieren könnte

Psychologische Grundlagen der Kommunikationswissenschaft

Welche Arten von Fehlern können bei der Identifikation von Lügen gemacht werden? Worin besteht jeweils der Fehler?
- Facial Action Coding System (FACS von Ekman und Friesen): Beschreibung von Gesichtsausdrücken anhand von Mikrobewegungen einzelner Gesichtsmuskeln - Methodisch: Art Codiersystem entwickelt => geht davon aus, dass es bestimmte Muskelpartien im Gesicht gibt; verzeichnet bestimmte Module dieser Muskulatur, identifiziert für jede Emotion ein Set an Action-Units, die aktiv sind um diesen Ausdruck zu erzeugen, z.B. bei einer Angst-Reaktion - laut der Signal-Entdeckungstheorie der Wahrnehmung von Swets und Green gibt es vier Entscheidungsmöglichkeiten/Fälle: korrekte Entdeckung (true positive); korrekte Zurückweisung (true negative); falscher Alarm (false positive); falsche Zurückweisung (false negative)

Psychologische Grundlagen der Kommunikationswissenschaft

7. Welche Vorhersagen macht der BECV über die Kontrollierbarkeit von Emotionen? Welche Art von Belegen spricht dafür?
- BECV = Behavioral ecology view of facial displays von Friedlund - Funktionaler Ansatz: Universalien im Gesichtsausdruck sagen weniger über den inneren Zustand aus – es handelt es sich bei Gesichtsausdrücken um interkulturell verständliche und somit angeborene Verhaltensweisen mit kommunikativer Bedeutung. - Annahme über Kontrollierbarkeit: Emotionsausdrücke vermitteln Verhaltensabsichten in sozialen Kontexten und sind prinzipiell kontrollierbar. - Gegenthese zur Neurokulturellen Theorie: Emotionsausdruck ist kein automatisches Produkt unseres Inneren, sondern hat eine kommunikative Bedeutung => drücken Emotionen durch unsere Mimik aus, weil wir damit etwas kommunizieren wollen

Psychologische Grundlagen der Kommunikationswissenschaft

Welche psychologischen Funktionen kann Selbstoffenbarung haben?
- Unter Selbstoffenbarung (im Englischen selfdisclosure) verstehen wir den Prozess der Offenbarung persönlicher Informationen gegenüber anderen, denen diese Informationen noch nicht bekannt sind. - Psychologische Erklärungsansätze: 1. Selbstwahrnehmung und Stabilisierung des Selbstkonzepts 2. Wechselseitige Beziehungsgestaltung 3. Selbstdarstellung und sozialer Einfluss - Selbstwahrnehmung: Durch das Aussprechen von Einschätzungen über die eigene Person erlangt eine Person ein vertieftes Verständnis über sich selbst. Menschen können ein vertieftes Verständnis über sich selbst erlangen, wenn etwas ausgesprochen wurde (eher als wenn etwas nur mental präsent ist)

Psychologische Grundlagen der Kommunikationswissenschaft

Worin besteht der Unterschied zwischen Selbstkonzept und Selbstwert?
- Selbstkonzept = Beschreibendes Bild, d.h. deskriptive Aussagen über die eigene Person. Beispiele: - Ich bin ein leidenschaftlicher Briefmarkensammler. - Ich verstehe etwas von Astronomie. Selbstwert = Bewertung dieses Bildes, d.h. Ausmaß positiver oder negativer Bewertungen der eigenen Person Beispiele: - ich bin ein Versager. - Ich bin ein schlechter Briefmarkensammler Schwierigkeit: Die meisten Eigenschaften sind deskriptiv und evaluativ (bspw. Intelligenz, Neurotizismus)

Psychologische Grundlagen der Kommunikationswissenschaft

Aus welchen Informationen kann sich das Selbstkonzept speisen?
- subjektives Erleben des eigenen Verhaltens (nervös in sozialen Situationen) - Beobachtung des eigenen Verhaltens (im Spiegel oder via Videoaufnahme) - Soziale Rückmeldung (durch Freunde, Eltern etc.) - soziale Vergleiche (Prüfungen)

Psychologische Grundlagen der Kommunikationswissenschaft

4. Was versteht Rogers unter Selbst-Kongruenz?
- Zum Selbstkonzept gehören: => Annahmen einer Person darüber, wer sie sein sollte (Ideal-Selbst) und ==> Annahmen einer Person darüber, wer sie ist (Real-Selbst) - Stehen Real- und Idealselbst in einem starken Kontrast zu einander, so resultiert dies in negativen Selbstbewertungen (negativer Selbstwert) - Menschen streben nach Selbst-Kongruenz, d.h. nach der Übereinstmmung zwischen Real- und Idealselbst. Sie ist ein Anzeichen der gesunden Persönlichkeit. Letztere entwickelt sich unter anderem bei unbedingter Wertschätzung durch Eltern.

Psychologische Grundlagen der Kommunikationswissenschaft

Wie kann Selbstoffenbarung zur Entwicklung von Beziehungen beitragen?
- Funktion der Selbstoffenbarung nicht nur, etwas zurückgemeldet zu bekommen, sondern wir signalisieren unserem Gegenüber auch etwas. Selbstoffenbarung wichtig für Beziehungsgestaltung. - Durch das Aussprechen von Einschätzungen über die eigene Person macht sich eine Person verletzlich und angreifbar und signalisiert dadurch Vertrauenswürdigkeit. Dadurch entsteht beim Gegenüber Vertrauen.

Psychologische Grundlagen der Kommunikationswissenschaft

Was verstehen wir unter interpersonalem Vertrauen?
- Interpersonales Vertrauen als Merkmal einer Beziehung - Vertrauen ist dann wichtig, wenn man das Verhalten der anderen Person nicht kontrolliert werden kann - Situationen in denen Risiken existieren; Vertrauen als Stoff der uns erlaubt Risiken einzugehen da man erwartet dass es keine negativen sondern positive Ergebnisse gibt

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