Klinische Psychologie at Universität Jena

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Wie werden Intelligenzstörungen klassifiziert?

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Wie werden Entwicklungsstörungen klassifiziert?

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Wie werden Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend klassifiziert?

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*V Welche Unterkategorien gehören zu der Gruppe der Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend und wie werden sie klassifiziert?

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Welche Störungen gehören zu der Gruppe der Entwicklungsstörungen und wie werden sie klassifiziert?

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Welche Störungen gehören zu der Gruppe der Intelligenzstörungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend und wie werden sie klassifiziert?

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*V Welche ICD-10-Kriterien müssen erfüllt sein, damit die Diagnose "Frühkindlicher Autismus" gestellt werden darf?

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(eher keine Prüfungsfrage) Aus welchen Kriterien werden die Subgruppen des atypischen Autismus gebildet? Welches Kriterium muss in jeder Subgruppe erfüllt sein?

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*V Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit das Asperger-Syndrom diagnostiziert werden kann? Was sind wichtige Unterschiede zum frühkindlichen Autismus? Welche Symptome sind nicht obligat, aber häufig?

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Warum ist Emotionsregulation wichtig im Zusammenhang mit psychischen Störungen?

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Für welche Störungen spielt Emotionsregulation eine besonders wichtige Rolle?

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Welche (allgemeiner gefassten) Lernziele verfolgt das TEK?

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Klinische Psychologie

Wie werden Intelligenzstörungen klassifiziert?

F70-F79

Klinische Psychologie

Wie werden Entwicklungsstörungen klassifiziert?

F80-F89

Klinische Psychologie

Wie werden Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend klassifiziert?

F90-98

Klinische Psychologie

*V Welche Unterkategorien gehören zu der Gruppe der Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend und wie werden sie klassifiziert?

F90 hyperkinetische Störungen

F91 Störungen des Sozialverhaltens

F92 kombinierte Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen

F93 emotionale Störungen des Kindesalters

F94 Störungen sozialer Funktionen mit Beginn in der Kindheit und Jugend

F95 Ticstörungen

F98 andere Verhaltens‐ und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend

F99 Nicht näher bezeichnete psychische Störung

Klinische Psychologie

Welche Störungen gehören zu der Gruppe der Entwicklungsstörungen und wie werden sie klassifiziert?

F80 Umschriebene Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache

F81 Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten

F82 Umschriebene Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen

F83 Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörungen

F84 Tiefgreifende Entwicklungsstörungen

F88 Andere Entwicklungsstörungen

F89 Nicht näher bezeichnete Entwicklungsstörung

Klinische Psychologie

Welche Störungen gehören zu der Gruppe der Intelligenzstörungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend und wie werden sie klassifiziert?

F70 Leichte Intelligenzminderung

F71 Mittelgradige Intelligenzminderung

F72 Schwere Intelligenzminderung

F73 Schwerste Intelligenzminderung

F74 Dissoziierte Intelligenz

F78 Andere Intelligenzminderung

F79 Nicht näher bezeichnete Intelligenzminderung

Klinische Psychologie

*V Welche ICD-10-Kriterien müssen erfüllt sein, damit die Diagnose "Frühkindlicher Autismus" gestellt werden darf?

A Vor dem 3.Lebensjahr auffällige und beeinträchtigte Entwicklung in mind. 1 der folgenden Bereiche:

  1. rezeptive oder expressive Sprache in sozialer Kommunikation
  2. Entwicklung selektiver sozialer Zuwendung oder reziproker sozialer Interaktion
  3. funktionales oder symbolisches Spielen

B Mindestzahl an Symptomen

  • 2 von 1)
  • 1 von 2)
  • 1 von 3) 
  • 6 insgesamt

1) Qualitative Auffälligkeiten der gegenseitigen sozialen Interaktion:

  1. Unfähigkeit. Blickkontakt, Mimik, Körperhaltung und Gestik zur Regulation
    sozialer Interaktionen zu verwenden
  2. Unfähigkeit, Beziehungen zu Gleichaltrigen aufzunehmen, mit ge‐
    meinsamen Interessen, Aktivitäten und Gefühlen (in einer für das geistige
    Alter angemessenen Art und Weise trotz reichlicher Möglichkeiten)
  3. Mangel an sozio‐emotionaler Gegenseitigkeit, die sich in einer Be‐
    einträchtigung oder devianten Reaktion auf die Emotionen anderer äußert;
    oder Mangel an Verhaltensmodulation entsprechend dem sozialen Kontext;
    oder nur labile Integration sozialen, emotionalen und kommunikativen
    Verhaltens
  4. Mangel, spontan Freude, Interessen oder Tätigkeiten mit anderen zu teilen
    (z. B. Mangel, anderen Menschen Dinge, die für die Betroffenen von
    Bedeutung sind, zu zeigen, zu bringen oder zu erklären)

2) Qualitative Auffälligkeiten der Kommunikation:

  1. Verspätung oder vollständige Störung der Entwicklung der gesprochenen Sprache,
    die nicht begleitet ist durch einen Kompensationsversuch durch Gestik oder Mimik
    als alternativer Modus der Kommunikation (vorausgehend oft fehlendes
    kommunikatives Geplapper)
  2. relative Unfähigkeit, einen sprachlichen Kontakt zu beginnen oder
    aufrechtzuerhalten (auf dem jeweiligen Sprachniveau), bei dem es einen
    gegenseitigen Kommunikationsaustausch mit anderen Personen gibt
  3. stereotype und repetitive Verwendung der Sprache oder idiosynkratischer
    Gebrauch von Worten oder Phrasen
  4. Mangel an verschiedenen spontanen Als‐ob‐Spielen oder (bei jungen Betroffenen)
    sozialen Imitationsspielen

3) Begrenzte, repetitive und stereotype Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten:

  1. umfassende Beschäftigung mit gewöhnlich mehreren stereotypen und
    begrenzten Interessen, die in Inhalt und Schwerpunkt abnorm sind; es kann
    sich aber auch um ein oder mehrere inhaltlich oder im Kernpunkt nicht
    abnorme Interessen ungewöhnlicher Intensität und Begrenztheit handeln
  2. offensichtlich zwanghafte Anhänglichkeit an spezifische, nichtfunktionale
    Handlungen oder Rituale
  3. stereotype und repetitive motorische Manierismen mit Hand‐ und
    Fingerschlagen oder Verbiegen, oder komplexe Bewegungen des ganzen
    Körpers
  4. vorherrschende Beschäftigung mit Teilobjekten oder nichtfunktionalen
    Elementen des Spielmaterials (z.B. ihr Geruch, die Oberflächenbeschaffenheit oder das von ihnen hervorgebrachte Geräusch oder
    ihre Vibration)

C. Ausschluss: 

  • Schizophrenie (F20) mit ungewöhnlich frühem Beginn
  • Intelligenzminderung (F70‐ F79) mit einer emotionalen oder Verhaltensstörung
  • spezifische Entwicklungsstörung der rezeptiven Sprache (F80.2) mit sekundären
    sozio‐emotionalen Problemen
  • andere tiefgreifende Entwicklungsstörung (besonders Rett‐Syndrom (F84.2))
  • reaktive Bindungsstörung (F94.1)
  • Bindungsstörung mit Enthemmung (F94.2)

Klinische Psychologie

(eher keine Prüfungsfrage) Aus welchen Kriterien werden die Subgruppen des atypischen Autismus gebildet? Welches Kriterium muss in jeder Subgruppe erfüllt sein?

A. Vorliegen einer auffälligen und beeinträchtigten Entwicklung mit Beginn im oder nach dem dritten Lebensjahr (die Kriterien entsprechen denen
des Autismus, abgesehen vom Manifestationsalter)

B. Qualitative Auffälligkeiten der gegenseitigen sozialen Interaktion oder
der Kommunikation oder begrenzte, repetitive und stereotype Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten (die Kriterien entsprechen denen für Autismus, abgesehen von der Zahl der gestörten Bereiche)

C. Ausschluss: Frühkindlicher Autismus (F84.0) (muss immer ausgeschlossen werden)

Klinische Psychologie

*V Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit das Asperger-Syndrom diagnostiziert werden kann? Was sind wichtige Unterschiede zum frühkindlichen Autismus? Welche Symptome sind nicht obligat, aber häufig?

A Unterschied zum frühkindlichen Autismus:keine klinisch eindeutige allgemeine Verzögerung der gesprochenen oder rezeptiven Sprache oder der kognitiven Entwicklung

D.H.:

  • einzelne Wörter (spätestens) mit 1, kommunikative Phrasen (spätestens) mit 2
  • Selbsthilfefertigkeiten, adaptives Verhalten und die Neugier an der Umgebung bis 2 normal
  • Meilensteine der motorischen Entwicklung können etwas später

Häufige/übliche, aber nicht obligate Merkmale:

  • motorische Ungeschicklichkeit
  • Isolierte Spezialfertigkeiten, oft verbunden mit einer auffälligen Beschäftigung

B Qualitative Beeinträchtigungen der gegenseitigen sozialen Interaktion
(entsprechend den Kriterien für Autismus)

C Ein ungewöhnlich intensives umschriebenes Interesse oder begrenzte,
repetitive und stereotype Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten

(entspricht dem Kriterium für Autismus; aber ungewöhnlich: motorische Manierismen, ein besonderes Beschäftigtsein mit Teilobjekten oder mit nicht‐funktionalen Elementen von Spielmaterial)

D Ausschluss:

  • andere tiefgreifende Entwicklungsstörung
  • schizotype Störung (F21)
  • Schizophrenia simplex (F20.6)
  • reaktive Bindungsstörung des Kindesalters oder Bindungsstörung mit
    Enthemmung (F94.1 und F94.2)
  • zwanghafte Persönlichkeitsstörung
    (F60.5)
  • Zwangsstörung (F42)

Klinische Psychologie

Warum ist Emotionsregulation wichtig im Zusammenhang mit psychischen Störungen?

  • Intrapsychische Funktionsfähigkeit
  • Effektive Auseinandersetzung mit der Umwelt (Bewältigungskompetenz von Belastungen)
  • Andernfalls: Gefahr der Entwicklung und
    Chronifizierung diverser psychischer Probleme (Emotionsregulationsdefizite wichtige Rolle bei Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer
    Störungen)

Klinische Psychologie

Für welche Störungen spielt Emotionsregulation eine besonders wichtige Rolle?

  • Depression
  • Angststörung
  • Soziale Phobien
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Essstörung
  • Substanzbezogene Störung

Klinische Psychologie

Welche (allgemeiner gefassten) Lernziele verfolgt das TEK?

  • konstruktive Strategien zur Bewältigung eines dysfunktional erhöhten Erregungsniveaus
  • negative Emotionen als Herausforderungen sehen
  • emotionsbezogene Selbstwirksamkeitsüberzeugung
  • eigene innerliche Unterstützung
  • sich emotionsrelevanten Situationen aussetzen
  • emotionale Reaktionen bewusst wahrnehmen
  • eigenes Erleben positiv beeinflussen können

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