JUKIP at Universität Jena | Flashcards & Summaries

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TESTE DEIN WISSEN

Was ist das Besondere an JUKIP?

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TESTE DEIN WISSEN

▪ Relevanz der Entwicklungspsychologie:
• Entwicklungsnormen
• Entwicklungsaufgaben
• Altersabhängige Kompetenzen: u.a. kognitiv, emotional, sozial

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TESTE DEIN WISSEN

Aufgabenbereiche Entwicklungspsychopathologie

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TESTE DEIN WISSEN

- Entwicklungsprozesse, die zur Entstehung oder Vermeidung von psychischen Störungen beitragen
- Biologische, psychische und soziale Ursachen von Verhalten
- Pathologische und unauffällige Entwicklungsverläufe
- (Dis)kontinuität im Verhalten
- Prädiktion zukünftiger Entwicklung (Klärung von Vorboten)
- Risiko- und Schutzfaktoren und ihre Wirkungsweise
- Vulnerabilität und Resilienz
- Interdisziplinarität
- Betonung des Prozesscharakters des pathologischen Geschehens

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind Entwicklungsnormen?

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TESTE DEIN WISSEN

▪ Entwicklungspsychologie bietet altersspezifische Definitionen des Normalen und Abweichenden
▪ Detaillierte Kenntnis wichtig für Störungskonzeptionen und Beurteilung der Therapiebedürftigkeit

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TESTE DEIN WISSEN

Besonderheiten psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter

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TESTE DEIN WISSEN

▪ Spezifisch für eine bestimmte Altersperiode in Kindheit und Jugend (Z. B. Fütterstörung zwischen Geburt und Kleinkindalter)
▪ Kommen nur im Kindes- und Jugendalter vor (Z. B. oppositionelles Trotzverhalten)
▪ Beginnen im Kindesalter, können bis ins Erwachsenenalter persistieren (Z. B.
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Tic-Störungen)
▪ Kennen wir sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen (Z. B. Depressionen, Angststörungen)

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind Entwicklungsaufgaben?

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TESTE DEIN WISSEN

▪ Entwicklungspsychologische Theorien geben Aufschluss darüber, welche Entwicklungsaufgaben in
welchem Alter relevant sind.
▪ Daraus ergeben sich insbesondere die Therapieziele (z. B. Autonomie, Selbststeuerung, Identitätsentwicklung)
▪ Entwicklungsaufgaben sind lebensalterstypische Herausforderungen, die an ein Individuum gestellt werden (z. B. der Aufbau einer Bindung im frühen Kindesalter).
▪ Ihre erfolgreiche Bewältigung führt zu Fertigkeiten und Kompetenzen, die künftige
Entwicklungsaufgaben erleichtern (Havighurst, 1972).

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind altersabhängige Kompetenzen?

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TESTE DEIN WISSEN

▪ Entwicklungspsychologie bietet Anhaltspunkte, welche Interventionsformen für welche Altersstufen besonders erfolgversprechend sind
▪ Sind wichtige soziale, emotionale und kognitive Voraussetzungen für Durchführung von Interventionsprogrammen in gegebenem Alter erfüllt?
▪ Diese Fähigkeiten sind bei Kindern noch in Entwicklung
▪ Differenzierte Kenntnisse bezüglich des Leistungsniveaus von Kindern
▪ Eingeschränkt: Introspektionsfähigkeit, Verbalisationsfähigkeit

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind Herausforderungen bei der Klassifikation psychischer Störungen des Kindes- und Jugendalters?

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TESTE DEIN WISSEN

▪ Mangelnde Übereinstimmung von Eltern/Bezugsperson und Kind
im Symptombericht
• Z. B. Bella-Studie: Mädchen geben Prävalenz ihrer internalisierenden
Auffälligkeiten um etwa 10 % höher an als ihre Eltern (Depression:
20.8 % vs. 12.3 %, Angst: 21.4 % vs. 12.3 %) (Klasen et al., 2016)
▪ Altersbezug: Veränderung psychischer Störungsbilder über das Alter

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TESTE DEIN WISSEN

(Dis)kontinuierlicher Verlauf von psychischen Störungen im Jugendalter?

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TESTE DEIN WISSEN

Bella-Studie (Ravens-Sieberer et al., 2015)
▪ Repräsentative Stichprobe: 1.255 Kinder / Jugendliche, 4 Erhebungen, 6 Jahre
▪ Verlauf psychischer Störungen (prozentualer Anteil von Kindern):


Diskontinuierliche Entwicklung
• 15,5 % remittiert
• 6,6 - 7,8 % entwickelten psychische Störung (vorher gesund)


Kontinuierliche Entwicklung (über alle 4 Erhebungen)
• 2,9 % durchgängige psychische Störung
• 74,3 % keine

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TESTE DEIN WISSEN

Art von Auffälligkeiten und Risikofaktoren

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TESTE DEIN WISSEN

Klinisch relevante Auffälligkeiten (Elternangaben Bella) (Klasen et al., 2016)
▪ 12,2 % Störung des Sozialverhaltens
▪ 11,2 % Depression
▪ 10,6 % Angststörung
▪ 5,7 % Aufmerksamkeitsdefizit-/

Hyperaktivitätsstörung


Risikofaktoren
▪ Jungen (6,4 % vs. 4,5 % bei Mädchen)
▪ Großstädtischer Raum (7,1 % vs. 3 % im ländlichen Bereich)
▪ Niedriger Sozialstatus (8,1 % vs. 4,7 % bei hohem Sozialstatus)

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind klassische Klassifikationssysteme?

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TESTE DEIN WISSEN

Klassifikation in ICD-10, DSM-5
▪ ICD-10: International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10th Revision (World Health Organization (WHO), 1994)
▪ DSM-5: Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition, 5th Edition
(American Psychiatric Association (APA), 2013)
▪ Kaum entwicklungspsychologische Ausrichtung
▪ Konzipiert v.a. für das Erwachsenenalter
▪ Gehen wenig auf JUKIP Besonderheiten ein
▪ Nicht alle Störungsbilder für JUKIP enthalten

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Wie sind die Diagnosekriterien im DMS-5 und ICD-10 aufgebaut?

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TESTE DEIN WISSEN

1. Kriterium A: Hauptmerkmal der Störung
2. Anzahl Symptome
3. Zeitkriterium
4. Erstmanifestation
5. Störungsverlauf
6. Klinisch bedeutsamer Leidensdruck/Beeinträchtigung
7. Differenzialdiagnostischer Ausschluss
8. Zusatzkodierung


1. Kriterium A: Hauptmerkmal der Störung
• Bsp. Generalisierte Angststörung des Kindesalters (F93.80)
− Intensive Ängste und Sorgen, die sich auf mindestens einige Ereignisse und Aktivitäten beziehen und an der Mehrzahl der Tage
während mindestens 6 Monaten auftreten


▪ Klinische Relevanz (Bsp.):
2. Anzahl Symptome
•Aufmerksamkeitsdefizit/ Hyperaktivitätsstörung, gemischtes Erscheinungsbild (F90.2):
− Mindestens 6 / 9 Symptome der Unaufmerksamkeit und auch der Hyperaktivität/Impulsivität


3. Zeitkriterien
• Störung des Sozialverhaltens (F91.x)
− Mindestens 3/ 15 Kriterien während der letzten 12 Monate, mindestens eines davon in den letzten 6 Monaten


Weitere Kriterien zur Beschreibung der Störung
4. Erstmanifestation
• Enuresis (F98.0) mindestens fünf Jahre alt oder entsprechendes Entwicklungsalter
• Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens (F90.1) Beginn vor dem 7. Lebensjahr


5. Störungsverlauf
• Vorübergehende Ticstörung (F95.0) einzelne/ mehrere Tics während mindestens 4 Wochen, höchstens 12 Monaten
• Chronische motorische oder vokale Ticstörung (F95.1) Tics über längerer Zeitspanne


6. Klinisch bedeutsamer Leidensdruck/Beeinträchtigung
• Spezifische Phobie (F40.2)
− Symptome oder Vermeidungsverhalten führt zu deutlicher emotionaler Belastung


7. Differenzialdiagnostischer Ausschluss
Medizinischer Krankheitsfaktor/ direkter Einflusses einer Substanz
• Nichtorganische Enuresis (F98.0)
− Nicht direkt bedingt durch epileptischen Anfall, neurologisch bedingte Inkontinenz, anatomische Abweichung des
Urogenitaltraktes; andere nichtpsychiatrische, medizinische Erkrankung


Andere psychische Störung, die Symptomatik besser erklären kann (!)
• Selektiver Mutismus (F94.0)
− Nicht ausschließlich im Verlauf einer Autismus-Spektrum-Störung, Schizophrenie / anderen psychotische Störung
− Nicht besser durch Kommunikationsstörung (z. B. Redeflussstörung mit Beginn in der Kindheit) erklärt


8. Zusatzkodierung
Schweregrad
• Störung des Sozialverhaltens (SSV); (F91.x) leicht, mittelschwer, schwer


Früher vs. späterer Beginn
• „Beginn in der Kindheit“ (ein SSV-Symptom vor 10. Lebensjahr)
• „Beginn in der Adoleszenz“ (keine SSV-Symptome vor 10. Lebensjahr)


Subtypus
• Soziale Angststörung (F40.10) „nur in Leistungssituationen“: wenn Ängste ausschließlich auf Sprechen vor
anderen / Erbringen von Leistungen vor anderen beschränkt

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind Besonderheiten psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter?

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TESTE DEIN WISSEN

▪ Entwicklungsprozesse:
• Im Verlauf normaler kindlicher Entwicklung können diverse pathologische Symptome auftreten
→ Erst dann problematisch, wenn dauerhaft und über entsprechendes
Entwicklungsalter hinaus bestehend
▪ Normative Entwicklungsübergänge:
• Können Entwicklung psychischer Störungen begünstigen
▪ Weitere Entwicklungsstörungen (z.B. Lese-Rechtschreibstörung, motorische
Entwicklungsverzögerung)
• Können zusätzlich auf psychische Symptomatik wirken

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Beispielhafte Karteikarten für deinen JUKIP Kurs an der Universität Jena - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Was ist das Besondere an JUKIP?

A:

▪ Relevanz der Entwicklungspsychologie:
• Entwicklungsnormen
• Entwicklungsaufgaben
• Altersabhängige Kompetenzen: u.a. kognitiv, emotional, sozial

Q:

Aufgabenbereiche Entwicklungspsychopathologie

A:

- Entwicklungsprozesse, die zur Entstehung oder Vermeidung von psychischen Störungen beitragen
- Biologische, psychische und soziale Ursachen von Verhalten
- Pathologische und unauffällige Entwicklungsverläufe
- (Dis)kontinuität im Verhalten
- Prädiktion zukünftiger Entwicklung (Klärung von Vorboten)
- Risiko- und Schutzfaktoren und ihre Wirkungsweise
- Vulnerabilität und Resilienz
- Interdisziplinarität
- Betonung des Prozesscharakters des pathologischen Geschehens

Q:

Was sind Entwicklungsnormen?

A:

▪ Entwicklungspsychologie bietet altersspezifische Definitionen des Normalen und Abweichenden
▪ Detaillierte Kenntnis wichtig für Störungskonzeptionen und Beurteilung der Therapiebedürftigkeit

Q:

Besonderheiten psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter

A:

▪ Spezifisch für eine bestimmte Altersperiode in Kindheit und Jugend (Z. B. Fütterstörung zwischen Geburt und Kleinkindalter)
▪ Kommen nur im Kindes- und Jugendalter vor (Z. B. oppositionelles Trotzverhalten)
▪ Beginnen im Kindesalter, können bis ins Erwachsenenalter persistieren (Z. B.
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Tic-Störungen)
▪ Kennen wir sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen (Z. B. Depressionen, Angststörungen)

Q:

Was sind Entwicklungsaufgaben?

A:

▪ Entwicklungspsychologische Theorien geben Aufschluss darüber, welche Entwicklungsaufgaben in
welchem Alter relevant sind.
▪ Daraus ergeben sich insbesondere die Therapieziele (z. B. Autonomie, Selbststeuerung, Identitätsentwicklung)
▪ Entwicklungsaufgaben sind lebensalterstypische Herausforderungen, die an ein Individuum gestellt werden (z. B. der Aufbau einer Bindung im frühen Kindesalter).
▪ Ihre erfolgreiche Bewältigung führt zu Fertigkeiten und Kompetenzen, die künftige
Entwicklungsaufgaben erleichtern (Havighurst, 1972).

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Q:

Was sind altersabhängige Kompetenzen?

A:

▪ Entwicklungspsychologie bietet Anhaltspunkte, welche Interventionsformen für welche Altersstufen besonders erfolgversprechend sind
▪ Sind wichtige soziale, emotionale und kognitive Voraussetzungen für Durchführung von Interventionsprogrammen in gegebenem Alter erfüllt?
▪ Diese Fähigkeiten sind bei Kindern noch in Entwicklung
▪ Differenzierte Kenntnisse bezüglich des Leistungsniveaus von Kindern
▪ Eingeschränkt: Introspektionsfähigkeit, Verbalisationsfähigkeit

Q:

Was sind Herausforderungen bei der Klassifikation psychischer Störungen des Kindes- und Jugendalters?

A:

▪ Mangelnde Übereinstimmung von Eltern/Bezugsperson und Kind
im Symptombericht
• Z. B. Bella-Studie: Mädchen geben Prävalenz ihrer internalisierenden
Auffälligkeiten um etwa 10 % höher an als ihre Eltern (Depression:
20.8 % vs. 12.3 %, Angst: 21.4 % vs. 12.3 %) (Klasen et al., 2016)
▪ Altersbezug: Veränderung psychischer Störungsbilder über das Alter

Q:

(Dis)kontinuierlicher Verlauf von psychischen Störungen im Jugendalter?

A:

Bella-Studie (Ravens-Sieberer et al., 2015)
▪ Repräsentative Stichprobe: 1.255 Kinder / Jugendliche, 4 Erhebungen, 6 Jahre
▪ Verlauf psychischer Störungen (prozentualer Anteil von Kindern):


Diskontinuierliche Entwicklung
• 15,5 % remittiert
• 6,6 - 7,8 % entwickelten psychische Störung (vorher gesund)


Kontinuierliche Entwicklung (über alle 4 Erhebungen)
• 2,9 % durchgängige psychische Störung
• 74,3 % keine

Q:

Art von Auffälligkeiten und Risikofaktoren

A:

Klinisch relevante Auffälligkeiten (Elternangaben Bella) (Klasen et al., 2016)
▪ 12,2 % Störung des Sozialverhaltens
▪ 11,2 % Depression
▪ 10,6 % Angststörung
▪ 5,7 % Aufmerksamkeitsdefizit-/

Hyperaktivitätsstörung


Risikofaktoren
▪ Jungen (6,4 % vs. 4,5 % bei Mädchen)
▪ Großstädtischer Raum (7,1 % vs. 3 % im ländlichen Bereich)
▪ Niedriger Sozialstatus (8,1 % vs. 4,7 % bei hohem Sozialstatus)

Q:

Was sind klassische Klassifikationssysteme?

A:

Klassifikation in ICD-10, DSM-5
▪ ICD-10: International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10th Revision (World Health Organization (WHO), 1994)
▪ DSM-5: Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition, 5th Edition
(American Psychiatric Association (APA), 2013)
▪ Kaum entwicklungspsychologische Ausrichtung
▪ Konzipiert v.a. für das Erwachsenenalter
▪ Gehen wenig auf JUKIP Besonderheiten ein
▪ Nicht alle Störungsbilder für JUKIP enthalten

Q:

Wie sind die Diagnosekriterien im DMS-5 und ICD-10 aufgebaut?

A:

1. Kriterium A: Hauptmerkmal der Störung
2. Anzahl Symptome
3. Zeitkriterium
4. Erstmanifestation
5. Störungsverlauf
6. Klinisch bedeutsamer Leidensdruck/Beeinträchtigung
7. Differenzialdiagnostischer Ausschluss
8. Zusatzkodierung


1. Kriterium A: Hauptmerkmal der Störung
• Bsp. Generalisierte Angststörung des Kindesalters (F93.80)
− Intensive Ängste und Sorgen, die sich auf mindestens einige Ereignisse und Aktivitäten beziehen und an der Mehrzahl der Tage
während mindestens 6 Monaten auftreten


▪ Klinische Relevanz (Bsp.):
2. Anzahl Symptome
•Aufmerksamkeitsdefizit/ Hyperaktivitätsstörung, gemischtes Erscheinungsbild (F90.2):
− Mindestens 6 / 9 Symptome der Unaufmerksamkeit und auch der Hyperaktivität/Impulsivität


3. Zeitkriterien
• Störung des Sozialverhaltens (F91.x)
− Mindestens 3/ 15 Kriterien während der letzten 12 Monate, mindestens eines davon in den letzten 6 Monaten


Weitere Kriterien zur Beschreibung der Störung
4. Erstmanifestation
• Enuresis (F98.0) mindestens fünf Jahre alt oder entsprechendes Entwicklungsalter
• Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens (F90.1) Beginn vor dem 7. Lebensjahr


5. Störungsverlauf
• Vorübergehende Ticstörung (F95.0) einzelne/ mehrere Tics während mindestens 4 Wochen, höchstens 12 Monaten
• Chronische motorische oder vokale Ticstörung (F95.1) Tics über längerer Zeitspanne


6. Klinisch bedeutsamer Leidensdruck/Beeinträchtigung
• Spezifische Phobie (F40.2)
− Symptome oder Vermeidungsverhalten führt zu deutlicher emotionaler Belastung


7. Differenzialdiagnostischer Ausschluss
Medizinischer Krankheitsfaktor/ direkter Einflusses einer Substanz
• Nichtorganische Enuresis (F98.0)
− Nicht direkt bedingt durch epileptischen Anfall, neurologisch bedingte Inkontinenz, anatomische Abweichung des
Urogenitaltraktes; andere nichtpsychiatrische, medizinische Erkrankung


Andere psychische Störung, die Symptomatik besser erklären kann (!)
• Selektiver Mutismus (F94.0)
− Nicht ausschließlich im Verlauf einer Autismus-Spektrum-Störung, Schizophrenie / anderen psychotische Störung
− Nicht besser durch Kommunikationsstörung (z. B. Redeflussstörung mit Beginn in der Kindheit) erklärt


8. Zusatzkodierung
Schweregrad
• Störung des Sozialverhaltens (SSV); (F91.x) leicht, mittelschwer, schwer


Früher vs. späterer Beginn
• „Beginn in der Kindheit“ (ein SSV-Symptom vor 10. Lebensjahr)
• „Beginn in der Adoleszenz“ (keine SSV-Symptome vor 10. Lebensjahr)


Subtypus
• Soziale Angststörung (F40.10) „nur in Leistungssituationen“: wenn Ängste ausschließlich auf Sprechen vor
anderen / Erbringen von Leistungen vor anderen beschränkt

Q:

Was sind Besonderheiten psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter?

A:

▪ Entwicklungsprozesse:
• Im Verlauf normaler kindlicher Entwicklung können diverse pathologische Symptome auftreten
→ Erst dann problematisch, wenn dauerhaft und über entsprechendes
Entwicklungsalter hinaus bestehend
▪ Normative Entwicklungsübergänge:
• Können Entwicklung psychischer Störungen begünstigen
▪ Weitere Entwicklungsstörungen (z.B. Lese-Rechtschreibstörung, motorische
Entwicklungsverzögerung)
• Können zusätzlich auf psychische Symptomatik wirken

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