Feldtheorie at Universität Jena | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Feldtheorie an der Universität Jena

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TESTE DEIN WISSEN

Was ist nach Lewin eine Ersatzhandlung? Geben Sie ein Beispiel. Wie erklärt man Ersatzhandlungen? Was kann als Ersatzhandlung für ein blockiertes Vorhaben fungieren, was nicht? 

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TESTE DEIN WISSEN
Eine Ersatzhandlung tritt auf, wenn der direkte Abbau einer Spannung blockiert ist, sich beispielsweise aus einem guten Grund wie sozialer Erwünschtheit situativ nicht entladen kann -> wird die Spannung auf einen benachbarten Bereich übertragen und kann dort stellvertretend abgebaut werden.

ODER falls sich Spannung nicht direkt in einem Bereich abbauen lassen (z.B. weil sich keine Gelegenheit findet), kann Spannung stellvertretend in benachbarten Bereichen abgebaut werden -> sofern die Bereichsgrenzen durchlässig sind, sodass Spannung mittels einer Ersatzhandlung abgebaut werden kann

-> wie geeignet ein benachbarter Bereich als Substitut (= Ersatz) ist, hängt von funktionaler Äquivalenz ab, d.h. ob die Bereiche auf dasselbe grundlegende Bedürfnis verweisen

Beispiel: Ziel = Familie gründen -> kann nicht erfüllt werden, weil unfruchtbar -> Spannungszustand entsteht durch unbefriedigtes Bedürfnis

Ersatzhandlung: Kind adoptieren -> funktionale Äquivalenz gegeben, da Ersatzhandlung auf Befriedigung des gleichen Bedürfnisses abzielt, also beide auf dasselbe Bedürfnis verweisen


-> Es können nur die Ersatzhandlungen eingeführt sein, wenn funktionale Äquivalenz gegeben ist


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Warum heißt Lewins Motivationstheorie “Feld”-Theorie? 

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Analogie zur physikalischen Theorie des Kräftefeldes

-> psychologische Kräftefeld = Gesamtheit aller gerichteten Kräfte, die zu einem bestimmten Zeitpunkt auf den Organismus wirken

-> aus allen Kräfte entsteht eine resultierende Kraft, deren Richtung und Stärke sich aus der Summe der unterschiedlichen Einzelkräfte ergibt und die Verhalten auslöst

-> setzt sich zusammen aus äußeren Umweltvariablen und Personenvariablen

-> Verhalten als Funktion von Merkmalen der Person & Situation -> V = f(P,U) 

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Beschreiben Sie Ablauf und Ergebnisse der Untersuchungen von Zeigarnik (1927). Wie erklärt man das Ergebnis auf der Basis der Feldtheorie?


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Zeigarnik-Effekt

-> Kinder bearbeiten nacheinander verschiedene Aufgaben -> Hälfte der Aufgaben wurde jedoch vor ihrer Fertigstellung abgebrochen & das Kind sollte mit der nächsten Aufgabe fortfahren

-> nach Abschluss erinnerten sich die Kinder deutlich besser an unerledigte als an erledigte Aufgaben


-> Feldtheorie: Unterbrechung einer Aufgabe hindert den Spannungsabbau im jeweiligen Bereich

-> fortwährende Spannung führt zu einer erhöhten kognitiven Zugänglichkeit der unterbrochenen Inhalte, sodass diese häufiger & schneller erinnert werden

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Wie kann man erklären, daß in der Untersuchung von Marrow (1938) mehr abgeschlossene als unterbrochene Aufgaben erinnert wurden? Stellt dieses Ergebnis eine Bestätigung oder eine Widerlegung der Feldtheorie dar?


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Marrow -> Umkehrung des Zeigarnik-Effekts

-> Versuchspersonen bearbeiten Aufgaben & werden bei der Hälfte der Aufgaben vorzeitig unterbrochen, jedoch von Vorneherein erklärt, dass eine Unterbrechung = Versuchsleiter mit Ergebnis zufrieden


-> mehr abgeschlossene als unterbrochene Aufgaben erinnert, da die Unterbrechung und damit die subjektive erfolgreiche Erledigung der Aufgabe einen Spannungsabbau im jeweiligen Aufgabenbereich zur Folge hatte -> diese unterbrochene Aufgaben waren kognitiv nicht mehr so präsent


-> Feldtheorie: zielrelevante Gedächtnisaktivierung unter Spannung

-> nicht Unterbrechung, sondern Erfolgskriterium ist das kritische Punkt

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Was versteht man unter Wiederaufnahmetendenzen? Schildern Sie hierzu Ablauf und Ergebnis der Untersuchung von Ovsiankina und erklären Sie das Ergebnis auf der Basis der Feldtheorie


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Wiederaufnahmetendenzen = Phänomene, dass Versuchspersonen sich regelrecht weigern, angefangene Aufgaben zu unterbrechen -> sich während der Unterbrechung gedanklich weiter mit der Aufgabe beschäftigen & häufig die erste Gelegenheit nutzen, die unterbrochene Tätigkeit wiederaufzunehmen

-> manchmal auch heimlich


Ovsiankina:

-> VP bearbeiten Aufgaben & mussten unterbrechen beim entweder Vorliegen einer neuen Aufgabe oder scheinbar zufälliger Aktionen des Versuchsleiters

-> nach jeder Unterbrechung zeigten VP starke Wiederaufnahmetendenzen 


Feldtheorie: Unterbrechungen stellen eine Aufrechterhaltung der Spannung in einem bestimmten Aufgabenbereich dar, die eine Person bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit unbedingt lösen möchte

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In den Untersuchungen von Lissner und Mahler konnte gezeigt werden, dass die Wiederaufnahmetendenz durch zwischenzeitlich ausgeführte Aktivitäten reduziert werden kann. Wie erklärt man dieses Ergebnis? Welche Art von Aktivitäten führen zu reduzierten Wiederaufnahmetendenzen, welche tun dies nicht? Warum? 


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TESTE DEIN WISSEN

-> Wiederaufnahmetendenzen können durch zwischenzeitlich ausgeführte Aktivitäten reduziert werden

-> VP erhielten, die beim Falten eines Papierfliegers unterbrochen worden waren, die Gelegenheit einen Papierhut zu falten -> führte zur deutlichen Reduzierung der Wiederaufnahmetendenzen

-> Aufgaben mit hoher funktionalen Äquivalenz zur unterbrochenen Tätigkeit besitzen einen hohen Substitutwert & machen eine Wiederaufnahme überflüssig

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Wie ist das Personenmodell in Lewins Feldtheorie aufgebaut? 

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Personenmodell = differenzierte Struktur mit verschiedenen Elementen, die durch Bereichsgrenzen getrennt werden

-> verschiedene Bereiche repräsentieren verschiedene Bedürfnisse, Ziele und Absichten einer Person

-> nah beieinanderliegende Bereiche größere Ähnlichkeit als entfernter liegende

__________________________

Zentrum = innerpersonale Bereich, der die zentrale Persönlichkeit enthält

-> angrenzend zentrale Bereiche, bei denen es sich um grundlegende allgemeine Bedürfnisse (z.B. Anerkennung und Sicherheit) handelt

-> peripheren Bereiche symbolisieren Quasibedürfnisse, also spezifische Ziele und Absichten; interagieren über Wahrnehmung und Motorik mit der Umwelt

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Definieren Sie den Begriff der Valenz in Lewins Feldtheorie. 

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Valenz = Anreizwert bzw. Aufforderungscharakter, den ein Objekt für eine Person darstellt; bzw. die Bewertung, den es durch die Person erhält

-> ist keine den Objekten innewohnende objektive Eigenschaft -> stattdessen erhalten Objekte erst durch ihre Relation zu den aktuellen (Quasi-) Bedürfnisse einer Person eine positive bzw. negative Valenz


z.B. Briefkasten erhält kurzfristig eine Valenz, wenn man einen Brief einwerfen will -> verliert diese anschließend auch wieder


-> Valenz = Funktion der Stärke der aktuellen Bedürfnisspannung (s) und der Eigenschaft bzw. Funktionalität des Zielobjekts (Z)

Va = f(s,Z)


-> Stärke: je hungriger ich bin, desto positiver wird die Valenz der Bratwurst

-> Eigenschaftenverschimmelte Wurst ist nicht so positiv valent wie frische


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Worin besteht eine Versuchungssituation? Wie kann man erklären, dass Menschen einer Versuchung erliegen? Welcher Zeitraum ist hierfür besonders kritisch? 


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Versuchungssituationen = Konkurrenzsituationen zwischen einem geringen, jedoch sofort realisierbaren (small-sooner, SS) und einem hohen, aber erst später realisierbaren Anreiz (larger-later, LL)


-> die unterschiedliche Valenz wird durch unterschiedliche zeitliche Distanz abgeschwächt

-> für gewöhnlich bevorzugt ein Organismus den LL, solange beide Reize noch weit entfernt sind,

ABER sobald der SS in kritische Nähe rückt, wird dessen Distanz immer kleiner & somit seine Anziehungskraft ab einem bestimmten Punkt größer als die des LL, sodass der SS dann bevorzugt wird

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Nennen und erläutern Sie zwei verschiedene Strategien, um sich gegen Versuchungssituationen zu schützen. 

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A: Option 1 wäre sich der Situation und ihrer Konsequenzen bewusst zu machen, indem man erkennt, dass eine Abhängigkeit zwischen aktuellem Verhalten und zukünftigem Verhalten besteht

-> Faulenzen jetzt erhöht das Risiko für Faulenzen in der Zukunft

-> Arbeiten jetzt erhöht die Wahrscheinlichkeit für Lernen in der Zukunft


B: Option 2 wäre die direkte Vermeidung von Versuchungssituationen

-> präventive Strategie könnte verhindern, dass der SS dem LL vorgezogen wird

-> so würde ein Student, der eigentlich lernen müsste, seinen Kommilitonen direkt absagen, wenn sie ihn fragen, ob er ein Bier mit ihnen mittrinken möchte & nicht mitgehen in der Gewissheit, dass es bei einem Bier bleibt.

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Was ist ein Konflikt und wie zeigt er sich im Verhalten? Wie erklärt man Konflikte in termini der Feldtheorie Lewins? 

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Konflikte = Gleichgewicht anziehender und abstoßender Kräfte, wenn also zwei Anreize dieselbe Stärke haben, jedoch in genau entgegengesetzte Richtungen wirken

-> sie führen zu einer Immobilität des Organismus bzw. zu schnell wechselndem, widersprüchlichem Verhalten

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Wie kann ein in der Person herrschender Spannungszustand abgebaut werden? Nennen Sie unterschiedliche Möglichkeiten auf der Basis der Feldtheorie.


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Spannungszustände entstehen durch unbefriedigte Bedürfnisse & unerledigte Zielvorhaben;

-> Abbau durch Verhaltensweisen, die spezifisch auf das jeweilige Bedürfnis oder Ziel bezogen sind

-> inhaltliche Passung zwischen Verhalten und Bedürfnis bzw. Ziel

-> Ersatzhandlungen möglich, wobei ein anderer Handlungsbereich ausgeführt wird, der jedoch auf dasselbe Bedürfnis verweist -> hierbei entscheidend = funktionale Äquivalenz

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Q:

Was ist nach Lewin eine Ersatzhandlung? Geben Sie ein Beispiel. Wie erklärt man Ersatzhandlungen? Was kann als Ersatzhandlung für ein blockiertes Vorhaben fungieren, was nicht? 

A:
Eine Ersatzhandlung tritt auf, wenn der direkte Abbau einer Spannung blockiert ist, sich beispielsweise aus einem guten Grund wie sozialer Erwünschtheit situativ nicht entladen kann -> wird die Spannung auf einen benachbarten Bereich übertragen und kann dort stellvertretend abgebaut werden.

ODER falls sich Spannung nicht direkt in einem Bereich abbauen lassen (z.B. weil sich keine Gelegenheit findet), kann Spannung stellvertretend in benachbarten Bereichen abgebaut werden -> sofern die Bereichsgrenzen durchlässig sind, sodass Spannung mittels einer Ersatzhandlung abgebaut werden kann

-> wie geeignet ein benachbarter Bereich als Substitut (= Ersatz) ist, hängt von funktionaler Äquivalenz ab, d.h. ob die Bereiche auf dasselbe grundlegende Bedürfnis verweisen

Beispiel: Ziel = Familie gründen -> kann nicht erfüllt werden, weil unfruchtbar -> Spannungszustand entsteht durch unbefriedigtes Bedürfnis

Ersatzhandlung: Kind adoptieren -> funktionale Äquivalenz gegeben, da Ersatzhandlung auf Befriedigung des gleichen Bedürfnisses abzielt, also beide auf dasselbe Bedürfnis verweisen


-> Es können nur die Ersatzhandlungen eingeführt sein, wenn funktionale Äquivalenz gegeben ist


Q:

Warum heißt Lewins Motivationstheorie “Feld”-Theorie? 

A:

Analogie zur physikalischen Theorie des Kräftefeldes

-> psychologische Kräftefeld = Gesamtheit aller gerichteten Kräfte, die zu einem bestimmten Zeitpunkt auf den Organismus wirken

-> aus allen Kräfte entsteht eine resultierende Kraft, deren Richtung und Stärke sich aus der Summe der unterschiedlichen Einzelkräfte ergibt und die Verhalten auslöst

-> setzt sich zusammen aus äußeren Umweltvariablen und Personenvariablen

-> Verhalten als Funktion von Merkmalen der Person & Situation -> V = f(P,U) 

Q:

Beschreiben Sie Ablauf und Ergebnisse der Untersuchungen von Zeigarnik (1927). Wie erklärt man das Ergebnis auf der Basis der Feldtheorie?


A:

Zeigarnik-Effekt

-> Kinder bearbeiten nacheinander verschiedene Aufgaben -> Hälfte der Aufgaben wurde jedoch vor ihrer Fertigstellung abgebrochen & das Kind sollte mit der nächsten Aufgabe fortfahren

-> nach Abschluss erinnerten sich die Kinder deutlich besser an unerledigte als an erledigte Aufgaben


-> Feldtheorie: Unterbrechung einer Aufgabe hindert den Spannungsabbau im jeweiligen Bereich

-> fortwährende Spannung führt zu einer erhöhten kognitiven Zugänglichkeit der unterbrochenen Inhalte, sodass diese häufiger & schneller erinnert werden

Q:

Wie kann man erklären, daß in der Untersuchung von Marrow (1938) mehr abgeschlossene als unterbrochene Aufgaben erinnert wurden? Stellt dieses Ergebnis eine Bestätigung oder eine Widerlegung der Feldtheorie dar?


A:

Marrow -> Umkehrung des Zeigarnik-Effekts

-> Versuchspersonen bearbeiten Aufgaben & werden bei der Hälfte der Aufgaben vorzeitig unterbrochen, jedoch von Vorneherein erklärt, dass eine Unterbrechung = Versuchsleiter mit Ergebnis zufrieden


-> mehr abgeschlossene als unterbrochene Aufgaben erinnert, da die Unterbrechung und damit die subjektive erfolgreiche Erledigung der Aufgabe einen Spannungsabbau im jeweiligen Aufgabenbereich zur Folge hatte -> diese unterbrochene Aufgaben waren kognitiv nicht mehr so präsent


-> Feldtheorie: zielrelevante Gedächtnisaktivierung unter Spannung

-> nicht Unterbrechung, sondern Erfolgskriterium ist das kritische Punkt

Q:

Was versteht man unter Wiederaufnahmetendenzen? Schildern Sie hierzu Ablauf und Ergebnis der Untersuchung von Ovsiankina und erklären Sie das Ergebnis auf der Basis der Feldtheorie


A:

Wiederaufnahmetendenzen = Phänomene, dass Versuchspersonen sich regelrecht weigern, angefangene Aufgaben zu unterbrechen -> sich während der Unterbrechung gedanklich weiter mit der Aufgabe beschäftigen & häufig die erste Gelegenheit nutzen, die unterbrochene Tätigkeit wiederaufzunehmen

-> manchmal auch heimlich


Ovsiankina:

-> VP bearbeiten Aufgaben & mussten unterbrechen beim entweder Vorliegen einer neuen Aufgabe oder scheinbar zufälliger Aktionen des Versuchsleiters

-> nach jeder Unterbrechung zeigten VP starke Wiederaufnahmetendenzen 


Feldtheorie: Unterbrechungen stellen eine Aufrechterhaltung der Spannung in einem bestimmten Aufgabenbereich dar, die eine Person bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit unbedingt lösen möchte

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Q:

In den Untersuchungen von Lissner und Mahler konnte gezeigt werden, dass die Wiederaufnahmetendenz durch zwischenzeitlich ausgeführte Aktivitäten reduziert werden kann. Wie erklärt man dieses Ergebnis? Welche Art von Aktivitäten führen zu reduzierten Wiederaufnahmetendenzen, welche tun dies nicht? Warum? 


A:

-> Wiederaufnahmetendenzen können durch zwischenzeitlich ausgeführte Aktivitäten reduziert werden

-> VP erhielten, die beim Falten eines Papierfliegers unterbrochen worden waren, die Gelegenheit einen Papierhut zu falten -> führte zur deutlichen Reduzierung der Wiederaufnahmetendenzen

-> Aufgaben mit hoher funktionalen Äquivalenz zur unterbrochenen Tätigkeit besitzen einen hohen Substitutwert & machen eine Wiederaufnahme überflüssig

Q:

Wie ist das Personenmodell in Lewins Feldtheorie aufgebaut? 

A:

Personenmodell = differenzierte Struktur mit verschiedenen Elementen, die durch Bereichsgrenzen getrennt werden

-> verschiedene Bereiche repräsentieren verschiedene Bedürfnisse, Ziele und Absichten einer Person

-> nah beieinanderliegende Bereiche größere Ähnlichkeit als entfernter liegende

__________________________

Zentrum = innerpersonale Bereich, der die zentrale Persönlichkeit enthält

-> angrenzend zentrale Bereiche, bei denen es sich um grundlegende allgemeine Bedürfnisse (z.B. Anerkennung und Sicherheit) handelt

-> peripheren Bereiche symbolisieren Quasibedürfnisse, also spezifische Ziele und Absichten; interagieren über Wahrnehmung und Motorik mit der Umwelt

Q:

Definieren Sie den Begriff der Valenz in Lewins Feldtheorie. 

A:

Valenz = Anreizwert bzw. Aufforderungscharakter, den ein Objekt für eine Person darstellt; bzw. die Bewertung, den es durch die Person erhält

-> ist keine den Objekten innewohnende objektive Eigenschaft -> stattdessen erhalten Objekte erst durch ihre Relation zu den aktuellen (Quasi-) Bedürfnisse einer Person eine positive bzw. negative Valenz


z.B. Briefkasten erhält kurzfristig eine Valenz, wenn man einen Brief einwerfen will -> verliert diese anschließend auch wieder


-> Valenz = Funktion der Stärke der aktuellen Bedürfnisspannung (s) und der Eigenschaft bzw. Funktionalität des Zielobjekts (Z)

Va = f(s,Z)


-> Stärke: je hungriger ich bin, desto positiver wird die Valenz der Bratwurst

-> Eigenschaftenverschimmelte Wurst ist nicht so positiv valent wie frische


Q:

Worin besteht eine Versuchungssituation? Wie kann man erklären, dass Menschen einer Versuchung erliegen? Welcher Zeitraum ist hierfür besonders kritisch? 


A:

Versuchungssituationen = Konkurrenzsituationen zwischen einem geringen, jedoch sofort realisierbaren (small-sooner, SS) und einem hohen, aber erst später realisierbaren Anreiz (larger-later, LL)


-> die unterschiedliche Valenz wird durch unterschiedliche zeitliche Distanz abgeschwächt

-> für gewöhnlich bevorzugt ein Organismus den LL, solange beide Reize noch weit entfernt sind,

ABER sobald der SS in kritische Nähe rückt, wird dessen Distanz immer kleiner & somit seine Anziehungskraft ab einem bestimmten Punkt größer als die des LL, sodass der SS dann bevorzugt wird

Q:

Nennen und erläutern Sie zwei verschiedene Strategien, um sich gegen Versuchungssituationen zu schützen. 

A:

A: Option 1 wäre sich der Situation und ihrer Konsequenzen bewusst zu machen, indem man erkennt, dass eine Abhängigkeit zwischen aktuellem Verhalten und zukünftigem Verhalten besteht

-> Faulenzen jetzt erhöht das Risiko für Faulenzen in der Zukunft

-> Arbeiten jetzt erhöht die Wahrscheinlichkeit für Lernen in der Zukunft


B: Option 2 wäre die direkte Vermeidung von Versuchungssituationen

-> präventive Strategie könnte verhindern, dass der SS dem LL vorgezogen wird

-> so würde ein Student, der eigentlich lernen müsste, seinen Kommilitonen direkt absagen, wenn sie ihn fragen, ob er ein Bier mit ihnen mittrinken möchte & nicht mitgehen in der Gewissheit, dass es bei einem Bier bleibt.

Q:

Was ist ein Konflikt und wie zeigt er sich im Verhalten? Wie erklärt man Konflikte in termini der Feldtheorie Lewins? 

A:

Konflikte = Gleichgewicht anziehender und abstoßender Kräfte, wenn also zwei Anreize dieselbe Stärke haben, jedoch in genau entgegengesetzte Richtungen wirken

-> sie führen zu einer Immobilität des Organismus bzw. zu schnell wechselndem, widersprüchlichem Verhalten

Q:

Wie kann ein in der Person herrschender Spannungszustand abgebaut werden? Nennen Sie unterschiedliche Möglichkeiten auf der Basis der Feldtheorie.


A:

Spannungszustände entstehen durch unbefriedigte Bedürfnisse & unerledigte Zielvorhaben;

-> Abbau durch Verhaltensweisen, die spezifisch auf das jeweilige Bedürfnis oder Ziel bezogen sind

-> inhaltliche Passung zwischen Verhalten und Bedürfnis bzw. Ziel

-> Ersatzhandlungen möglich, wobei ein anderer Handlungsbereich ausgeführt wird, der jedoch auf dasselbe Bedürfnis verweist -> hierbei entscheidend = funktionale Äquivalenz

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