Einführung In Die Psychologische Diagnostik at Universität Jena | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Einführung in die Psychologische Diagnostik an der Universität Jena

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TESTE DEIN WISSEN

Was versteht man unter Status- vs. Prozessdiagnostik?

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  • Statusdiagnostik⇒ Feststellung eines Ist-Zustands (Diagnose, Prognose)
  • Prozessdiagnostik⇒ Untersuchungen zur Erfassung von Veränderungen
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TESTE DEIN WISSEN

Nenne Definitionen der psychologischen Diagnostik (griech. = Durchforschung, Unterscheidung, Entscheidung)

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TESTE DEIN WISSEN
  • Beantwortung von Fragestellungen, die sich auf die Beschreibung, Klassifikation, Erklärung oder Vorhersage menschlichen Verhaltens oder Erlebens beziehen
  • gezielte Erhebung von Informationen über das Verhalten und Erleben einer oder mehrerer Personen sowie deren relevanten Bedingungen.
  • erhobenen Informationen werden zur Beantwortung der Fragestellung interpretiert.
  • Das diagnostische Handeln wird von psychologischem Wissen geleitet. Zur Erhebung von Informationen werden Methoden verwendet, die wissenschaftlichen Standards genügen.
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Beispiele für diagnostische Aufgaben. 

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TESTE DEIN WISSEN
  • Partnerschaftsdiagnostik 
  • Familiendiagnostik


  • Berufswahl 
  • Personalauswahl 
  • Personalentwicklung


  • Hochbegabtendiagnostik 
  • Schuleignungsdiagnostik
  • Leistungsdiagnostik


  • Klinische Diagnostik
  • Persönlichkeitsdiagnostik


  • Glaubhaftigkeitsdiagnostik
  • Schuldfähigkeitsdiagnostik 
  • Rückfallprognose


  • Fahreignung


  • Optimierung von Produkten, Lebens- räumen, Lebensbedingungen usf.
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TESTE DEIN WISSEN

Auf was sollte man achten beim formulieren von Fragestellungen? 

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TESTE DEIN WISSEN

1. Präzisierung der Fragestellung => Übersetzung der Fragestellung des Auftraggebers in die des Diagnostikers.

Fehler in der Fragestellung können Validität des Ergebnisses/Befunds beeinträchtigen.

2. Kontrollfragen: 

  • Ist die Fragestellung eindeutig formuliert? 
  • Ist der Psychologe der zuständige Experte? 
  • Liegt genügend Wissen zur Beantwortung vor? 
  • Ist die Beantwortung der Fragestellung ethisch zu verantworten?

3. Hypothesenbildung, Psychologische Fragen

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Gewinnung von Daten

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TESTE DEIN WISSEN

1. Operationalisierung: Auswahl von Verfahren unter Berücksichtigung von Validität, Ökonomie, Zuverlässigkeit, Zumutbarkeit und Akzeptanz.


2. Planung der Untersuchung: Wer wird wann, wo, von wem, mit welchen Verfahren untersucht?


3. Datenauswertung zur Beantwortung der Psychologischen Fragen

Mögliche Probleme:

a. Uneindeutige Antwort 

b. Widersprüchliche Antworten 

c. Ungültige Antwort

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TESTE DEIN WISSEN

Was ist die diagnostische Urteilsbildung? Und wie funktioniert die diagnostische Urteilsbildung? 

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TESTE DEIN WISSEN

Beantwortung einer Fragestellung unter Verwendung der vorliegenden diagnostischen Information


1. Datenintegration 

  • Beurteilung der Eignung diagnostischer Information 
  • Reduktion diagnostischer Information (Sparsamkeit) 
  • Verknüpfung diagnostischer Information 
  • Gewichtung diagnostischer Information 

2. Urteil:−  Terminale oder investigatorische Entscheidung−  Diagnose oder Prognose (ggf. Empfehlung)


3. Gutachten

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Nenne die Klassifikation diagnostischer Strategien. 

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  • Eigenschafts- vs. Verhaltensdiagnostik
  • Normorientierte vs. Kriteriumsorientierte Diagnostik
  • Status- vs. Prozessdiagnostik
  • Selektions- vs. Modifikationsdiagnostik
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Was versteht man unter Eigenschafts- vs. Verhaltensdiagnostik?

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Eigenschaftsdiagnostik

  • Eigenschaften sollen mittelfristig stabil und transsituativ konsistent sein.
  • Eigenschaften sind nicht direkt beobachtbar, sondern anhand von Indikatoren erschließbar.
  • z.B. Persönlichkeits-, Intelligenz- u. Leistungstests. 


Verhaltensdiagnostik

  • Beobachtetes Verhalten sagt zukünftiges vorher: „The best predictor of future performance is past performance.“ 
  • Aber: Verhalten ist situationsabhängig!
  • z.B. Verhaltensbeobachtung, Rollenspiel, Simulationen, Arbeitsproben
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Was versteht man unter Norm- vs. kriteriumsorientierte Diagnositk?

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TESTE DEIN WISSEN

Normorientierte Diagnostik:

  • Der Testwert einer Person wird mit einem vorgegebenen Maßstab aus einer sogenannten Normierungs- oder Eichstichprobe verglichen. Damit wird die Testperson relativ zu ihrer Bezugsgruppe (Referenzpopulation) betrachtet (Beispiel IQ).


Kriteriumsorientierte Diagnostik:

  • Der Testwert einer Person wird – unabhängig von der Populationsverteilung des Merkmals – mit einem numerischen Wert (Kriterium) als Vergleichsmaßstab verglichen (Beispiel: Cut-Off Werte in klinischer Diagnostik → Wert, ab dem ein bestimmter Test als positiv bzw. negativ gilt).
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TESTE DEIN WISSEN

Was versteht man unter Cut-Off Werten? Nenne Beispiele für die kriteriumsorientierte Diagnostik. 

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TESTE DEIN WISSEN

Testwertinterpretation liegt eine sachliche oder kriteriumsorientierte Bezugsnorm zugrunde.

Bezugsnorm wird an einem Cut-off Wert festgemacht.

Cut-off Werte sind festgelegte Testtrennwerte, die geeignete (bzw. kranke) von ungeeigneten (bzw. gesunden) Personen hinsichtlich des zu erfassenden Merkmals trennen.


Beispiel:

  • Minnesota Multiphasic Personality Inventory II
  • Depressions-Inventar II
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Welche Unterscheidungen der Messwerte gibt es?


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TESTE DEIN WISSEN
  • Absoluter Messwert: beobachteter Testwert (Bsp. Proband erzielt 45 Rohwertpunkte im Intelligenztest).
  • Populationsbezogener Messwert: Vergleich eines Testwerts mit Normmaßstäben (Bsp. Proband erzielt 105 IQ-Punkte => durchschnittliche Intelligenz).
  • Kriteriumsorientierter Messwert: Vergleich von Testwerten mit (vorher festgelegtem) kritischem Cut-off Wert (Bsp. Proband ist nicht hochbegabt).
  • Individuumszentrierter oder personorientierter (ipsativer) Messwert: Intraindividueller Vergleich von Merkmalen (Bsp. Proband erzielte höhere Werte im Verbalteil als im numerischen Teil des Intelligenztests).
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Nenne die Hauptgruppen diagnostischer Verfahren. 

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TESTE DEIN WISSEN
  • Interviewverfahren, diagnostische Gespräche
  • Verhaltensbeobachtung
  • Psychologische Testverfahren
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  • 95 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Einführung in die Psychologische Diagnostik Kurs an der Universität Jena - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Was versteht man unter Status- vs. Prozessdiagnostik?

A:
  • Statusdiagnostik⇒ Feststellung eines Ist-Zustands (Diagnose, Prognose)
  • Prozessdiagnostik⇒ Untersuchungen zur Erfassung von Veränderungen
Q:

Nenne Definitionen der psychologischen Diagnostik (griech. = Durchforschung, Unterscheidung, Entscheidung)

A:
  • Beantwortung von Fragestellungen, die sich auf die Beschreibung, Klassifikation, Erklärung oder Vorhersage menschlichen Verhaltens oder Erlebens beziehen
  • gezielte Erhebung von Informationen über das Verhalten und Erleben einer oder mehrerer Personen sowie deren relevanten Bedingungen.
  • erhobenen Informationen werden zur Beantwortung der Fragestellung interpretiert.
  • Das diagnostische Handeln wird von psychologischem Wissen geleitet. Zur Erhebung von Informationen werden Methoden verwendet, die wissenschaftlichen Standards genügen.
Q:

Beispiele für diagnostische Aufgaben. 

A:
  • Partnerschaftsdiagnostik 
  • Familiendiagnostik


  • Berufswahl 
  • Personalauswahl 
  • Personalentwicklung


  • Hochbegabtendiagnostik 
  • Schuleignungsdiagnostik
  • Leistungsdiagnostik


  • Klinische Diagnostik
  • Persönlichkeitsdiagnostik


  • Glaubhaftigkeitsdiagnostik
  • Schuldfähigkeitsdiagnostik 
  • Rückfallprognose


  • Fahreignung


  • Optimierung von Produkten, Lebens- räumen, Lebensbedingungen usf.
Q:

Auf was sollte man achten beim formulieren von Fragestellungen? 

A:

1. Präzisierung der Fragestellung => Übersetzung der Fragestellung des Auftraggebers in die des Diagnostikers.

Fehler in der Fragestellung können Validität des Ergebnisses/Befunds beeinträchtigen.

2. Kontrollfragen: 

  • Ist die Fragestellung eindeutig formuliert? 
  • Ist der Psychologe der zuständige Experte? 
  • Liegt genügend Wissen zur Beantwortung vor? 
  • Ist die Beantwortung der Fragestellung ethisch zu verantworten?

3. Hypothesenbildung, Psychologische Fragen

Q:

Gewinnung von Daten

A:

1. Operationalisierung: Auswahl von Verfahren unter Berücksichtigung von Validität, Ökonomie, Zuverlässigkeit, Zumutbarkeit und Akzeptanz.


2. Planung der Untersuchung: Wer wird wann, wo, von wem, mit welchen Verfahren untersucht?


3. Datenauswertung zur Beantwortung der Psychologischen Fragen

Mögliche Probleme:

a. Uneindeutige Antwort 

b. Widersprüchliche Antworten 

c. Ungültige Antwort

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Q:

Was ist die diagnostische Urteilsbildung? Und wie funktioniert die diagnostische Urteilsbildung? 

A:

Beantwortung einer Fragestellung unter Verwendung der vorliegenden diagnostischen Information


1. Datenintegration 

  • Beurteilung der Eignung diagnostischer Information 
  • Reduktion diagnostischer Information (Sparsamkeit) 
  • Verknüpfung diagnostischer Information 
  • Gewichtung diagnostischer Information 

2. Urteil:−  Terminale oder investigatorische Entscheidung−  Diagnose oder Prognose (ggf. Empfehlung)


3. Gutachten

Q:

Nenne die Klassifikation diagnostischer Strategien. 

A:
  • Eigenschafts- vs. Verhaltensdiagnostik
  • Normorientierte vs. Kriteriumsorientierte Diagnostik
  • Status- vs. Prozessdiagnostik
  • Selektions- vs. Modifikationsdiagnostik
Q:

Was versteht man unter Eigenschafts- vs. Verhaltensdiagnostik?

A:

Eigenschaftsdiagnostik

  • Eigenschaften sollen mittelfristig stabil und transsituativ konsistent sein.
  • Eigenschaften sind nicht direkt beobachtbar, sondern anhand von Indikatoren erschließbar.
  • z.B. Persönlichkeits-, Intelligenz- u. Leistungstests. 


Verhaltensdiagnostik

  • Beobachtetes Verhalten sagt zukünftiges vorher: „The best predictor of future performance is past performance.“ 
  • Aber: Verhalten ist situationsabhängig!
  • z.B. Verhaltensbeobachtung, Rollenspiel, Simulationen, Arbeitsproben
Q:

Was versteht man unter Norm- vs. kriteriumsorientierte Diagnositk?

A:

Normorientierte Diagnostik:

  • Der Testwert einer Person wird mit einem vorgegebenen Maßstab aus einer sogenannten Normierungs- oder Eichstichprobe verglichen. Damit wird die Testperson relativ zu ihrer Bezugsgruppe (Referenzpopulation) betrachtet (Beispiel IQ).


Kriteriumsorientierte Diagnostik:

  • Der Testwert einer Person wird – unabhängig von der Populationsverteilung des Merkmals – mit einem numerischen Wert (Kriterium) als Vergleichsmaßstab verglichen (Beispiel: Cut-Off Werte in klinischer Diagnostik → Wert, ab dem ein bestimmter Test als positiv bzw. negativ gilt).
Q:

Was versteht man unter Cut-Off Werten? Nenne Beispiele für die kriteriumsorientierte Diagnostik. 

A:

Testwertinterpretation liegt eine sachliche oder kriteriumsorientierte Bezugsnorm zugrunde.

Bezugsnorm wird an einem Cut-off Wert festgemacht.

Cut-off Werte sind festgelegte Testtrennwerte, die geeignete (bzw. kranke) von ungeeigneten (bzw. gesunden) Personen hinsichtlich des zu erfassenden Merkmals trennen.


Beispiel:

  • Minnesota Multiphasic Personality Inventory II
  • Depressions-Inventar II
Q:

Welche Unterscheidungen der Messwerte gibt es?


A:
  • Absoluter Messwert: beobachteter Testwert (Bsp. Proband erzielt 45 Rohwertpunkte im Intelligenztest).
  • Populationsbezogener Messwert: Vergleich eines Testwerts mit Normmaßstäben (Bsp. Proband erzielt 105 IQ-Punkte => durchschnittliche Intelligenz).
  • Kriteriumsorientierter Messwert: Vergleich von Testwerten mit (vorher festgelegtem) kritischem Cut-off Wert (Bsp. Proband ist nicht hochbegabt).
  • Individuumszentrierter oder personorientierter (ipsativer) Messwert: Intraindividueller Vergleich von Merkmalen (Bsp. Proband erzielte höhere Werte im Verbalteil als im numerischen Teil des Intelligenztests).
Q:

Nenne die Hauptgruppen diagnostischer Verfahren. 

A:
  • Interviewverfahren, diagnostische Gespräche
  • Verhaltensbeobachtung
  • Psychologische Testverfahren
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