Allgemeine Psychologie II at Universität Jena | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Allgemeine Psychologie II an der Universität Jena

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TESTE DEIN WISSEN

Erläutern Sie, was Gegenstand der “Lernpsychologie” und der “Psychologie des Lernens” ist.

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TESTE DEIN WISSEN

Lernpsychologie: 

  • Lernen als allgemeiner Mechanismus der Veränderung von Reaktionen und Verhaltensweisen 
  • Suche nach Gesetzmäßigkeiten, nach denen sich Verhalten in Abhängigkeit von Erfahrungen verändert (Auftretenshäufigkeit, Intensität, Qualität) 

Psychologie des Lernens:

Lernen als spezifische Verhaltensweise, durch die man sich Dinge einprägt oder wie man am besten Fertigkeiten einübt (Gedächtnispsych., Pädagogische Psych.) 


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TESTE DEIN WISSEN

Charakterisieren Sie die Ziele und das methodische Vorgehen des klassischen S-R Behaviorismus.

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TESTE DEIN WISSEN
  • Mentale Prozesse werden außer Acht gelassen 
  • Gegenstand: Zusammenhänge zwischen beobachtbaren Umweltreizen (S) und beobachtbarem Verhalten (R) 
  • Reflexologie: welcher Reiz produziert welches Verhalten? 
  • Mensch ist wie ein Tier 
  • Ziel: Verhalten vorherzusagen und zu kontrollieren 
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Was versteht man unter einer “Black-Box”-Psychologie?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Mentale Ereignisse gibt es nicht bzw. sie werden auf beobachtbares Verhalten reduziert („black-box“ Modell) 
  • Operationismus: mentale Konzepte bezeichnen messbares Verhalten und Verhaltensdispositionen oder manipulierbare situative Bedingungen („operationale Definitionen“) 
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Wie kann man sich eine operationale Definition mentaler oder innerorganismischer Konstrukte vorstellen, wie sie im klassischen Behaviorismus vorgenommen wurde? Illustrieren Sie dies mithilfe eines Beispiels.

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Es werden die Begriffe auf das Beobachtbare definiert. (beobachtbare Spinne löst beobachtbares schreien aus) 

  • Bsp. S (Spinne) -> R (schreien) => Begriff: Angst vor Spinnen 
  • Nur wenn Spinne da ist, ist auch die Angst da Messvorschrift: messen der Lautstärke des Schreis 
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Was ist die Grundidee des radikalen Behaviorismus Skinner’scher Prägung? Welche Ebenen der Selektion werden unterschieden?

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  • Kernthese: „Environment selects behavior“ 
  • Selektion von Verhalten auf der Basis der Adaptivität für Überleben und Fortpflanzung („Selection by consequences“) 

Drei Ebenen der Selektion: 

  • Phylogenese: Entwicklung der Art durch „Survival of the fittest“ 
  • Soziogenese: Tradierung/Modifikation von kulturellen Regeln/Techniken 
  • Ontogenese: Fähigkeit, auf veränderte Umweltgegebenheiten durch verändertes Verhalten zu reagieren („Lernen“; Mechanismen des Lernens als Errungenschaft der phylogenetischen Selektion) 
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Was spricht für die Benutzung von Tierversuchen bei der Erforschung allgemeiner Gesetze des Lernens? Was spricht dagegen?

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Pro 

  • Ausschaltung von Placebo und demand Effekten Maximale Kontrolle über Vorerfahrung und experimentelle Bedingungen 
  • Geringere Komplexität im Vergleich zum Menschen, dennoch prinzipielle Ähnlichkeit 
  • Geringere ethische Einschränkungen 

Contra 

  • Eingeschränktes Verhaltensrepertoire (kein Sprechen, Lesen, Problemlösen) 
  • Qualitativer Unterschied zum menschlichen Verhalten (Reflektion, Ziele, Überzeugungen, Werte etc.) 
  • Ethische Bedenken 
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Impliziert die Suche nach allgemeinen Kausalgesetzen des Lernens ein deterministisches Weltbild?

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Kausalgesetze gelten unter bestimmten Rahmenbedingungen 

  • Verhaltenserklärung durch Ursache vs. Gründe
  • Determinismus: Alles hat eine Ursache 
  • Kausalgesetze (Tendenzen) sagt nur was passiert, wenn nichts dazwischenkommt 
  • -> Schließen nicht aus, dass etwas anderes passiert 
  • Bsp: Kreide fällt auf den Boden Determinismus: 
  • jemand fängt die Kreide auf -> Dies hebt nicht die Kausalität auf 
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Was versteht man unter Habituation?

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  • =Gewöhnung 
  • einfachste Form des Lernens („Single event learning“) 
  • Wiederholte, folgenlose (!) Präsentation eines Reizes führt dazu, dass die Reaktion des Organismus auf diesen Stimulus in ihrer Intensität abnimmt 
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Welche Funktion hat Habituation für die adaptive Verhaltenssteuerung?

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  • vermeidet die Ablenkung durch diese immer wiederkehrenden und damit irrelevanten Reize und die damit verbundene Ressourcenvergeudung 
  • Gewöhnung an sich wiederholende, unbedeutende (folgenlose) Reize 
  • Wichtigen reizen somit mehr Bedeutung 
  • Geringe Habituationsgeschwindigkeit als Prädikator für Intelligenzdefizit und Fehlentwicklung (z.B. bei Jugendlichen höheres Risiko für Schizophrenie) 
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Was ist der “Coolidge”-Effekt?

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  • Der „Coolidge“-Effekt bezeichnet das Phänomen, dass das männliche Geschlecht einer bestimmten Art (z.B. Hühner) nach der Kopulation mit einem Sexualpartner ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr zu einer weiteren Kopulation mit demselben Sexualpartner in der Lage ist.
  • Bei einem neuen Sexualpartner ist es jedoch häufig wieder zur Kopulation in der Lage. Damit ist der „Coolidge“-Effekt ein Beispiel für erfolgte Habituation und Dishabituation sowie ein Beleg dafür, dass Habituation reiz- bzw. kontextspezifisch ist. 
  • Bedingung dabei ist jedoch, dass sich der neue Reiz in einem gewissen Maße vom alten Reiz unterscheidet; ansonsten findet keine Habituation statt. 
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Wie verändert sich die CR im Verlauf der verzögerten Konditionierung? Erklären Sie diese Veränderung

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  • Im Verlauf der verzögerten Konditionierung ändert sich die CR.
  • Es verlagert sich der Zeitpunkt des Einsetzens der CR immer weiter nach hinten und damit näher an das tatsächliche Einsetzen der Präsentation des US, z.B. bis ca. 15 Sekunden vor Präsentation des US.
  • Dabei nimmt die UR an Intensität zu.
  • In diesem Fall diskriminiert das Versuchstier den CS in zwei Stimuli: 
    • Der Beginn der Präsentation des CS (z.B. Ton) CS1 zeigt an, dass der US (z.B. Elektroschock) zunächst noch nicht kommt. 
    • Damit hat der CS1 quasi eine inhibitorische Wirkung. 
    • Erst ab etwa der Mitte der Präsentation des CS, des CS2, wird dann die CR ausgelöst. 
    • Beide Reaktionen, also sowohl das Ausbleiben der CR als auch die CR, sind in diesem Fall erlernte Prozesse 
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Was ist ein CS-?

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  • CS – ist ein konditionierter Stimulus, der das Ausbleiben eines US anzeigt = ein konditionierter Inhibitor/inhibitorischer CS
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Q:

Erläutern Sie, was Gegenstand der “Lernpsychologie” und der “Psychologie des Lernens” ist.

A:

Lernpsychologie: 

  • Lernen als allgemeiner Mechanismus der Veränderung von Reaktionen und Verhaltensweisen 
  • Suche nach Gesetzmäßigkeiten, nach denen sich Verhalten in Abhängigkeit von Erfahrungen verändert (Auftretenshäufigkeit, Intensität, Qualität) 

Psychologie des Lernens:

Lernen als spezifische Verhaltensweise, durch die man sich Dinge einprägt oder wie man am besten Fertigkeiten einübt (Gedächtnispsych., Pädagogische Psych.) 


Q:

Charakterisieren Sie die Ziele und das methodische Vorgehen des klassischen S-R Behaviorismus.

A:
  • Mentale Prozesse werden außer Acht gelassen 
  • Gegenstand: Zusammenhänge zwischen beobachtbaren Umweltreizen (S) und beobachtbarem Verhalten (R) 
  • Reflexologie: welcher Reiz produziert welches Verhalten? 
  • Mensch ist wie ein Tier 
  • Ziel: Verhalten vorherzusagen und zu kontrollieren 
Q:

Was versteht man unter einer “Black-Box”-Psychologie?

A:
  • Mentale Ereignisse gibt es nicht bzw. sie werden auf beobachtbares Verhalten reduziert („black-box“ Modell) 
  • Operationismus: mentale Konzepte bezeichnen messbares Verhalten und Verhaltensdispositionen oder manipulierbare situative Bedingungen („operationale Definitionen“) 
Q:

Wie kann man sich eine operationale Definition mentaler oder innerorganismischer Konstrukte vorstellen, wie sie im klassischen Behaviorismus vorgenommen wurde? Illustrieren Sie dies mithilfe eines Beispiels.

A:

Es werden die Begriffe auf das Beobachtbare definiert. (beobachtbare Spinne löst beobachtbares schreien aus) 

  • Bsp. S (Spinne) -> R (schreien) => Begriff: Angst vor Spinnen 
  • Nur wenn Spinne da ist, ist auch die Angst da Messvorschrift: messen der Lautstärke des Schreis 
Q:

Was ist die Grundidee des radikalen Behaviorismus Skinner’scher Prägung? Welche Ebenen der Selektion werden unterschieden?

A:
  • Kernthese: „Environment selects behavior“ 
  • Selektion von Verhalten auf der Basis der Adaptivität für Überleben und Fortpflanzung („Selection by consequences“) 

Drei Ebenen der Selektion: 

  • Phylogenese: Entwicklung der Art durch „Survival of the fittest“ 
  • Soziogenese: Tradierung/Modifikation von kulturellen Regeln/Techniken 
  • Ontogenese: Fähigkeit, auf veränderte Umweltgegebenheiten durch verändertes Verhalten zu reagieren („Lernen“; Mechanismen des Lernens als Errungenschaft der phylogenetischen Selektion) 
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Q:

Was spricht für die Benutzung von Tierversuchen bei der Erforschung allgemeiner Gesetze des Lernens? Was spricht dagegen?

A:

Pro 

  • Ausschaltung von Placebo und demand Effekten Maximale Kontrolle über Vorerfahrung und experimentelle Bedingungen 
  • Geringere Komplexität im Vergleich zum Menschen, dennoch prinzipielle Ähnlichkeit 
  • Geringere ethische Einschränkungen 

Contra 

  • Eingeschränktes Verhaltensrepertoire (kein Sprechen, Lesen, Problemlösen) 
  • Qualitativer Unterschied zum menschlichen Verhalten (Reflektion, Ziele, Überzeugungen, Werte etc.) 
  • Ethische Bedenken 
Q:

Impliziert die Suche nach allgemeinen Kausalgesetzen des Lernens ein deterministisches Weltbild?

A:

Kausalgesetze gelten unter bestimmten Rahmenbedingungen 

  • Verhaltenserklärung durch Ursache vs. Gründe
  • Determinismus: Alles hat eine Ursache 
  • Kausalgesetze (Tendenzen) sagt nur was passiert, wenn nichts dazwischenkommt 
  • -> Schließen nicht aus, dass etwas anderes passiert 
  • Bsp: Kreide fällt auf den Boden Determinismus: 
  • jemand fängt die Kreide auf -> Dies hebt nicht die Kausalität auf 
Q:

Was versteht man unter Habituation?

A:
  • =Gewöhnung 
  • einfachste Form des Lernens („Single event learning“) 
  • Wiederholte, folgenlose (!) Präsentation eines Reizes führt dazu, dass die Reaktion des Organismus auf diesen Stimulus in ihrer Intensität abnimmt 
Q:

Welche Funktion hat Habituation für die adaptive Verhaltenssteuerung?

A:
  • vermeidet die Ablenkung durch diese immer wiederkehrenden und damit irrelevanten Reize und die damit verbundene Ressourcenvergeudung 
  • Gewöhnung an sich wiederholende, unbedeutende (folgenlose) Reize 
  • Wichtigen reizen somit mehr Bedeutung 
  • Geringe Habituationsgeschwindigkeit als Prädikator für Intelligenzdefizit und Fehlentwicklung (z.B. bei Jugendlichen höheres Risiko für Schizophrenie) 
Q:

Was ist der “Coolidge”-Effekt?

A:
  • Der „Coolidge“-Effekt bezeichnet das Phänomen, dass das männliche Geschlecht einer bestimmten Art (z.B. Hühner) nach der Kopulation mit einem Sexualpartner ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr zu einer weiteren Kopulation mit demselben Sexualpartner in der Lage ist.
  • Bei einem neuen Sexualpartner ist es jedoch häufig wieder zur Kopulation in der Lage. Damit ist der „Coolidge“-Effekt ein Beispiel für erfolgte Habituation und Dishabituation sowie ein Beleg dafür, dass Habituation reiz- bzw. kontextspezifisch ist. 
  • Bedingung dabei ist jedoch, dass sich der neue Reiz in einem gewissen Maße vom alten Reiz unterscheidet; ansonsten findet keine Habituation statt. 
Q:

Wie verändert sich die CR im Verlauf der verzögerten Konditionierung? Erklären Sie diese Veränderung

A:
  • Im Verlauf der verzögerten Konditionierung ändert sich die CR.
  • Es verlagert sich der Zeitpunkt des Einsetzens der CR immer weiter nach hinten und damit näher an das tatsächliche Einsetzen der Präsentation des US, z.B. bis ca. 15 Sekunden vor Präsentation des US.
  • Dabei nimmt die UR an Intensität zu.
  • In diesem Fall diskriminiert das Versuchstier den CS in zwei Stimuli: 
    • Der Beginn der Präsentation des CS (z.B. Ton) CS1 zeigt an, dass der US (z.B. Elektroschock) zunächst noch nicht kommt. 
    • Damit hat der CS1 quasi eine inhibitorische Wirkung. 
    • Erst ab etwa der Mitte der Präsentation des CS, des CS2, wird dann die CR ausgelöst. 
    • Beide Reaktionen, also sowohl das Ausbleiben der CR als auch die CR, sind in diesem Fall erlernte Prozesse 
Q:

Was ist ein CS-?

A:
  • CS – ist ein konditionierter Stimulus, der das Ausbleiben eines US anzeigt = ein konditionierter Inhibitor/inhibitorischer CS
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