Allgemeine Psychologie 2 (Lernen) at Universität Jena | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Allgemeine Psychologie 2 (Lernen) an der Universität Jena

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TESTE DEIN WISSEN

27. Erläutern Sie, was mit der Aussage “inhibitorische Konditionierung ist parasitär zur exzitatorischen Konditionierung” gemeint ist.

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Inhibitorische Konditionierung interferiert mit exzitatorische Konditionierung, d.h. wenn ein inhibitorischer Stimulus (CS-) gemeinsam mit einem CS+ präsentiert wird, ist die Reaktion (CR) auf den CS+ durch den CS- abgeschwächt.

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23. Wie verändert sich die CR im Verlauf der verzögerten Konditionierung (“delay conditioning”)? Erklären Sie diese Veränderung.

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Wenn ein CS lange präsentiert wird, bevor US eintritt (verzögerte Konditionierung), erfolgt nach längerem Training die Anpassung der CR, nicht gleich sondern auch mit zeitlichem Verzug einzusetzen. D.h. zu Beginn nach der Konditionierung erfolgt erst ein schnelles Eintreten der CR nach CS und diese passt sich nach vielen Wiederholungen (längeres Training) an, indem die CR erst verzögert nach dem CS eintritt, da im Verlauf gelernt wurde, dass der US auch erst später und nicht gleich nach Beginn des CS auftritt.

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30. Erklären Sie die Entstehung einer Phobie mit Prinzipien der klassischen Konditionierung.

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Phobien = irrationale Ängste durch zufällige klassische Konditionierungserfahrung (Kopplung eines CS an US, der Angst auslöst)

US -> UR (z.B. Furch, Panik, Schreckreaktion)
CS+ + US -> CR , d.h. das, wovor man eine Phobie hat = CS+ und diese wird gekoppelt an eine Angstreaktion. 


Diese können auch stark generalisieren, d.h. sich auf ähnliche Situationen/Stimuli übertragen.

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31. Wenn zufällige klassische Konditionierungserfahrungen für die Entstehung von Phobien verantwortlich sind, warum verschwinden diese nicht wieder von allein (durch Extinktion)?

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Vermeidungsverhalten (Verhindern der Konfrontation) verhindert Löschung und stabilisiert zu dem die Phobie und das Verhalten (konditionierte Reaktion)

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18. Wie verändert sich der zeitliche Verlauf und die Intensität von a- und b-Prozessen durch Wiederholung nach der Opponent-Process Theorie?

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- a-Prozess: unverändert/gleich
- b-Prozess: verstärkte Intensität + Veränderung des zeitlichen Verlaufes (früheres Einsetzen und
Verlängerung der Rückkehr)

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7. Was ist die Grundidee des radikalen Behaviorismus Skinner’scher Prägung? Welche Ebenen der Selektion werden unterschieden?

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Kernthese: „environment selects behavior“

- Selektion von Verhalten auf der Basis der Adaptivität für Überleben und Fortpflanzung („selection by consequences“)


Drei Ebenen der Verhaltensselektion und -modifikation:

- Phylogenese: Entwicklung der Art durch „survival of the fittest“
- Soziogenese: Tradierung von kulturellen Normen/Regeln/Techniken
- Ontogenese: Fähigkeit, auf veränderte Umweltgegebenheiten durch verändertes Verhalten zu reagieren
(„Lernen“; Mechanismen des Lernens als Errungenschaft der phylogenetischen Selektion)

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12. Welche Funktion hat Habituation für die adaptive Verhaltenssteuerung?

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(evolutionären Hintergrund)
Unterscheidung relevanter von irrrelevanten Reizen , um adäquat handeln zu können, keine unnötige Energie zu verschwenden (für irrelevantes)

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10. Was versteht man unter Habituation?

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= Gewöhnung, d.h. wiederholte, folgenlose Präsentation eines Reizes führt dazu, dass die Reaktion des Organismus auf diesen Stimulus in ihrer Intensität abnimmt

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16. Schildern Sie den typischen Verlauf emotionaler Reaktionen und ihrer Veränderung nach häufiger Wiederholung. Wie lassen sich diese beiden Gesichtspunkte (typischer Verlauf, Veränderung) durch die Opponent-Process Theorie von Solomon & Corbit (1974) erklären?

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Typischer Verlauf emotionaler Reaktionen: Höhepunkt, Abflachen auf konstantes Niveau, Umkippen der Reaktion nach Aussetzen des Reizes („Nachreaktion“), Rückkehr zur Ausgangslage

Nach mehrfachen Wiederholungen: zeigt sich als Ergebnis ein niedrigerer Anstieg der Kurve mit einer stärkeren und länger anhaltenden Nachreaktion bis zur Rückkehr zur Ausgangslage


Nach der Opponent-Process Theorie: 2 zugrundeliegende gegensätzliche Prozesse, dessen Summe die manifeste affektive Reaktionskurve ergibt (biphasischer Verlauf mit 2 Komponenten)
- a-Prozess: unmittelbares Einsetzen, Verharren am Maximum, abrupte Ende (nach Aussetzen
des Stimulus)
 - b-Prozess: verzögertes Einsetzen, Verharren am Maximum, allmähliches Ausklingen


Veränderung bei wiederholter Stimulation:
- a-Prozess: keinerlei Veränderung durch Wiederholung
- b-Prozess: früheres Einsetzen, Erhöhung des Maximums, Verlängerung der Rückkehr zur Nulllinie


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11. Wie kann man sicherstellen, dass ein Habituationseffekt tatsächlich auf Lernprozesse zurückgeht? Welche Alternativerklärung gibt es? Wie lässt sich diese Alternativerklärung ausschalten? Geben Sie Beispiele für Untersuchungen, in denen eine solche Erklärungsalternative ausgeschlossen wurde.

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Man kann sicherstellen, dass der Habituationseffekt auf Lernprozesse zurückgeht, indem mögliche Alternativerklärungen ausgeschaltet werden. (Prüfung einer Falsifikation)


Alternativerklärung: Erschöpfungsreaktion, d.h. dass das Subjekt auf Stimulus zunehmend weniger reagiert, aufgrund von Erschöpfung


Zum Ausschluss dieser Alternativerklärung muss gezeigt werden können, dass nicht die Reaktion an sich ermüdet, sondern nur die Verbindung zwischen diesem spezifischen Reiz und der Reaktion habituiert, d.h. die Reaktion lässt sich wiederherstellen (Reinstatement)


Beispiele

- Kombination mit neuem Stimulus (z.B. Ton mit Licht führt bei anfänglicher Habituation zur plötzlichen Dishabituation durch Kontextänderung)
- Wechsel des Stimulus („Coolidge-Effekt“)



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3. Was versteht man unter einer “Black-Box”-Psychologie?

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- umfasst Unbeobachtbares und darum nicht Messbares
(theoretische Konstrukte/"Inhalte der Black-Box")
- beinhaltet die retrospektivischen Dinge, die laut dem klassischen Baviorismus irrelevant sind, d.h. "Begriffe, wo man nicht weiß, was sie bedeuten, gibt es auch gar nicht und sind daher für die Wissenschaft irrelevant"


Umweltbedingungen (Situationsvariablen) -> black box -> beobachtbares Verhalten (Verhaltensindikatoren)

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14. Wie kann man das Phänomen der Habituation nutzen, um basale Wahrnehmungs- und Diskriminationsleistungen bei Säuglingen oder bei Tieren zu analysieren? Geben Sie ein Untersuchungsbeispiel.

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Durch die Reaktion des Säuglings/Tieres (z.B. auf einen  ähnlichen neuen Reiz nach einer Habituation) können basale Wahrnehmungs- und Diskriminierungsleistungen analysiert werden. 
-> durch Habituationreaktion: Unterscheidung zwischen neuen vs. bereits gelernten Reizen/Reaktionen bzw. noch nicht vs. bereits erworbenen Wahrnehmungsleistungen


Zum Beispiel bei der Untersuchung von Säuglingen, ob bereits das Gestaltprinzip in der Wahrnehmung vorhanden ist. Hierfür wird auf einem Display ein sich bewegender Balken, der mittig ein Stück abgedeckt ist, immer wieder gezeigt und dabei die Reaktionslänge (das Hinschauen auf den Bildschirm = Orientierungsreaktion) gemessen. Hierbei lässt sich ein Habituationseffekt insofern erkennen, dass die Reaktionsintensität (Länge des Hinschauens auf das Display) abnimmt.
Nach einer gewissen Reizwiederholung erfolgt ein anderer Reiz (B bzw. C), der durch die Reaktion des Kindes zeigt, ob es das Gestaltprinzip bereits als Wahrnehmungsleistung hat. Bei Reiz B wird ein durchgehender Balken gezeigt, der, wenn das Kind das Gestaltprinzip noch nicht hätte, zu einer Dishabituationsreaktion führen würde. Da es dieses aber bereits hat, zeigt es weiterhin eine Habituationsreaktion, obwohl es ein neuer Stimulus ist. Beim Reiz C werden hingegen 2 sich synchron bewegende Balken gezeigt, welche zu einer Dishabituationsreaktion führen.

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Q:

27. Erläutern Sie, was mit der Aussage “inhibitorische Konditionierung ist parasitär zur exzitatorischen Konditionierung” gemeint ist.

A:

Inhibitorische Konditionierung interferiert mit exzitatorische Konditionierung, d.h. wenn ein inhibitorischer Stimulus (CS-) gemeinsam mit einem CS+ präsentiert wird, ist die Reaktion (CR) auf den CS+ durch den CS- abgeschwächt.

Q:

23. Wie verändert sich die CR im Verlauf der verzögerten Konditionierung (“delay conditioning”)? Erklären Sie diese Veränderung.

A:

Wenn ein CS lange präsentiert wird, bevor US eintritt (verzögerte Konditionierung), erfolgt nach längerem Training die Anpassung der CR, nicht gleich sondern auch mit zeitlichem Verzug einzusetzen. D.h. zu Beginn nach der Konditionierung erfolgt erst ein schnelles Eintreten der CR nach CS und diese passt sich nach vielen Wiederholungen (längeres Training) an, indem die CR erst verzögert nach dem CS eintritt, da im Verlauf gelernt wurde, dass der US auch erst später und nicht gleich nach Beginn des CS auftritt.

Q:

30. Erklären Sie die Entstehung einer Phobie mit Prinzipien der klassischen Konditionierung.

A:

Phobien = irrationale Ängste durch zufällige klassische Konditionierungserfahrung (Kopplung eines CS an US, der Angst auslöst)

US -> UR (z.B. Furch, Panik, Schreckreaktion)
CS+ + US -> CR , d.h. das, wovor man eine Phobie hat = CS+ und diese wird gekoppelt an eine Angstreaktion. 


Diese können auch stark generalisieren, d.h. sich auf ähnliche Situationen/Stimuli übertragen.

Q:

31. Wenn zufällige klassische Konditionierungserfahrungen für die Entstehung von Phobien verantwortlich sind, warum verschwinden diese nicht wieder von allein (durch Extinktion)?

A:

Vermeidungsverhalten (Verhindern der Konfrontation) verhindert Löschung und stabilisiert zu dem die Phobie und das Verhalten (konditionierte Reaktion)

Q:

18. Wie verändert sich der zeitliche Verlauf und die Intensität von a- und b-Prozessen durch Wiederholung nach der Opponent-Process Theorie?

A:

- a-Prozess: unverändert/gleich
- b-Prozess: verstärkte Intensität + Veränderung des zeitlichen Verlaufes (früheres Einsetzen und
Verlängerung der Rückkehr)

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Q:

7. Was ist die Grundidee des radikalen Behaviorismus Skinner’scher Prägung? Welche Ebenen der Selektion werden unterschieden?

A:

Kernthese: „environment selects behavior“

- Selektion von Verhalten auf der Basis der Adaptivität für Überleben und Fortpflanzung („selection by consequences“)


Drei Ebenen der Verhaltensselektion und -modifikation:

- Phylogenese: Entwicklung der Art durch „survival of the fittest“
- Soziogenese: Tradierung von kulturellen Normen/Regeln/Techniken
- Ontogenese: Fähigkeit, auf veränderte Umweltgegebenheiten durch verändertes Verhalten zu reagieren
(„Lernen“; Mechanismen des Lernens als Errungenschaft der phylogenetischen Selektion)

Q:

12. Welche Funktion hat Habituation für die adaptive Verhaltenssteuerung?

A:

(evolutionären Hintergrund)
Unterscheidung relevanter von irrrelevanten Reizen , um adäquat handeln zu können, keine unnötige Energie zu verschwenden (für irrelevantes)

Q:

10. Was versteht man unter Habituation?

A:

= Gewöhnung, d.h. wiederholte, folgenlose Präsentation eines Reizes führt dazu, dass die Reaktion des Organismus auf diesen Stimulus in ihrer Intensität abnimmt

Q:

16. Schildern Sie den typischen Verlauf emotionaler Reaktionen und ihrer Veränderung nach häufiger Wiederholung. Wie lassen sich diese beiden Gesichtspunkte (typischer Verlauf, Veränderung) durch die Opponent-Process Theorie von Solomon & Corbit (1974) erklären?

A:

Typischer Verlauf emotionaler Reaktionen: Höhepunkt, Abflachen auf konstantes Niveau, Umkippen der Reaktion nach Aussetzen des Reizes („Nachreaktion“), Rückkehr zur Ausgangslage

Nach mehrfachen Wiederholungen: zeigt sich als Ergebnis ein niedrigerer Anstieg der Kurve mit einer stärkeren und länger anhaltenden Nachreaktion bis zur Rückkehr zur Ausgangslage


Nach der Opponent-Process Theorie: 2 zugrundeliegende gegensätzliche Prozesse, dessen Summe die manifeste affektive Reaktionskurve ergibt (biphasischer Verlauf mit 2 Komponenten)
- a-Prozess: unmittelbares Einsetzen, Verharren am Maximum, abrupte Ende (nach Aussetzen
des Stimulus)
 - b-Prozess: verzögertes Einsetzen, Verharren am Maximum, allmähliches Ausklingen


Veränderung bei wiederholter Stimulation:
- a-Prozess: keinerlei Veränderung durch Wiederholung
- b-Prozess: früheres Einsetzen, Erhöhung des Maximums, Verlängerung der Rückkehr zur Nulllinie


Q:

11. Wie kann man sicherstellen, dass ein Habituationseffekt tatsächlich auf Lernprozesse zurückgeht? Welche Alternativerklärung gibt es? Wie lässt sich diese Alternativerklärung ausschalten? Geben Sie Beispiele für Untersuchungen, in denen eine solche Erklärungsalternative ausgeschlossen wurde.

A:

Man kann sicherstellen, dass der Habituationseffekt auf Lernprozesse zurückgeht, indem mögliche Alternativerklärungen ausgeschaltet werden. (Prüfung einer Falsifikation)


Alternativerklärung: Erschöpfungsreaktion, d.h. dass das Subjekt auf Stimulus zunehmend weniger reagiert, aufgrund von Erschöpfung


Zum Ausschluss dieser Alternativerklärung muss gezeigt werden können, dass nicht die Reaktion an sich ermüdet, sondern nur die Verbindung zwischen diesem spezifischen Reiz und der Reaktion habituiert, d.h. die Reaktion lässt sich wiederherstellen (Reinstatement)


Beispiele

- Kombination mit neuem Stimulus (z.B. Ton mit Licht führt bei anfänglicher Habituation zur plötzlichen Dishabituation durch Kontextänderung)
- Wechsel des Stimulus („Coolidge-Effekt“)



Q:

3. Was versteht man unter einer “Black-Box”-Psychologie?

A:

- umfasst Unbeobachtbares und darum nicht Messbares
(theoretische Konstrukte/"Inhalte der Black-Box")
- beinhaltet die retrospektivischen Dinge, die laut dem klassischen Baviorismus irrelevant sind, d.h. "Begriffe, wo man nicht weiß, was sie bedeuten, gibt es auch gar nicht und sind daher für die Wissenschaft irrelevant"


Umweltbedingungen (Situationsvariablen) -> black box -> beobachtbares Verhalten (Verhaltensindikatoren)

Q:

14. Wie kann man das Phänomen der Habituation nutzen, um basale Wahrnehmungs- und Diskriminationsleistungen bei Säuglingen oder bei Tieren zu analysieren? Geben Sie ein Untersuchungsbeispiel.

A:

Durch die Reaktion des Säuglings/Tieres (z.B. auf einen  ähnlichen neuen Reiz nach einer Habituation) können basale Wahrnehmungs- und Diskriminierungsleistungen analysiert werden. 
-> durch Habituationreaktion: Unterscheidung zwischen neuen vs. bereits gelernten Reizen/Reaktionen bzw. noch nicht vs. bereits erworbenen Wahrnehmungsleistungen


Zum Beispiel bei der Untersuchung von Säuglingen, ob bereits das Gestaltprinzip in der Wahrnehmung vorhanden ist. Hierfür wird auf einem Display ein sich bewegender Balken, der mittig ein Stück abgedeckt ist, immer wieder gezeigt und dabei die Reaktionslänge (das Hinschauen auf den Bildschirm = Orientierungsreaktion) gemessen. Hierbei lässt sich ein Habituationseffekt insofern erkennen, dass die Reaktionsintensität (Länge des Hinschauens auf das Display) abnimmt.
Nach einer gewissen Reizwiederholung erfolgt ein anderer Reiz (B bzw. C), der durch die Reaktion des Kindes zeigt, ob es das Gestaltprinzip bereits als Wahrnehmungsleistung hat. Bei Reiz B wird ein durchgehender Balken gezeigt, der, wenn das Kind das Gestaltprinzip noch nicht hätte, zu einer Dishabituationsreaktion führen würde. Da es dieses aber bereits hat, zeigt es weiterhin eine Habituationsreaktion, obwohl es ein neuer Stimulus ist. Beim Reiz C werden hingegen 2 sich synchron bewegende Balken gezeigt, welche zu einer Dishabituationsreaktion führen.

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