Allgemeine II - Motivation at Universität Jena | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Allgemeine II - Motivation an der Universität Jena

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TESTE DEIN WISSEN

2. Welche drei Aspekte des Verhaltens lassen sich motivationspsychologisch erklären oder vorhersagen? 

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TESTE DEIN WISSEN
  • Richtung: für eines von vielen möglichen Zielen (Auswahl zw. mehreren Verhaltensweisen)

  • Intensität: welche Anstrengung in Verhalten investiert wird (z.B. Geschwindigkeit, Hartnäckigkeit, Bereitschaft, Hindernisse zu überwinden)

  • zeitliche Komponente: Beginn, Dauer und Ende des Verhaltens 

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TESTE DEIN WISSEN

3. Welche Arten von Verhalten werden typischerweise ohne Rückgriff auf Motive und Motivation erklärt?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Reflexe und Gewohnheiten, die zum unwillkürlichen Verhalten gehören und nicht bzw. nicht mehr bewusst gesteuert werden, sondern auf Lernerfahrungen beruhen und von Umweltreizen ausgelöst werden
  • unwillkürliche Verhaltensweisen (Reflexe, Gewohnheiten)
  • physiologische Vorgänge (Muskelkontraktion, Schwitzen, Herzrasen, Zittern)
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TESTE DEIN WISSEN

6. Diskutieren Sie die Aussage, man könne "die Motive einer Person an ihrem Verhalten ablesen”. Beschreiben Sie dazu je eine Lesart bzw. Verwendung der Aussage, die wissenschaftlich gehaltvoll und eine, die bedeutungsleer ist.

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TESTE DEIN WISSEN

bedeutungsleer:

  • jedem Verhalten liegt eigenes Motiv zugrunde (z.B. Mensch der Fahrrad fährt hat Fahrrad-Motiv/Kinder die Spielen haben Spielmotiv)
  • Problem: mangelnder Erklärungswert (mehrere Ursachen können Verhalten zugrundlie liegen) und Zirkularität (Erklärung entspricht dem, was erklärt werden soll)

wissenschaftlich gehaltvoll:

  • mit geringer Anzahl von Motiven eine Vielzahl an Verhaltensweisen erklären 
  • unabhängie Erfassung von Motiven und zu erklärendem verhalten (zu erklärende Situation ≠ Messsituation)
  • aufstellen von Äquivalenzhypothesen (Ziel: verschiedene Verhaltensweisen auf gemeinsames Motiv zurückführen)

    → Motivation als hypotethisches Konstrukt mit empirisch prüfbaren Implikationen

  • im Fahrrradbsp: z.B. Leistungsmotiv motiviert Fahrradfahrer besonders gute Leistungen zu erzielen)
  •  je nach Situation kann anderes Motiv für Verhalten verantwortlich sein, was von spezifischen situativen Anregungsbedingungen abhängt, die es zu erfassen gilt.

  • Theorien motivationaler Vermittlungsprozesse lassen sich durch Messung von kognitiven und affektiven Begleitprozessen sowie durch direkte Manipulation der Vermittlungsprozesse prüfen

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TESTE DEIN WISSEN

7. Warum ist es unbefriedigend, wenn ein häufiger Besuch von Parties darauf zurückgeführt wird, dass die betreffende Person ein “Party-Motiv” hat? Nennen Sie eine motivationspsychologisch ernstzunehmende Erklärung für ein solches Verhalten und skizzieren Sie eine Möglichkeit, Ihre Aussage empirisch zu überprüfen. 

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TESTE DEIN WISSEN
  • Rückführung eines Verhaltens auf gleichlautendes Motiv nicht ausreichend
  • erklärt noch nicht, warum Verhalten in Situation gezeigt wird
  • echte motivationale Erklärung muss über beobachtete Verhalten hinausgehen
  • wirklich aufschlussreiche motivationale Erklärung spezifiziert darüber hinaus Gründe für die jeweilige Motivationslage
  • ernstzunehmende Erklärung für das Verhalten ständig auf Partys zu gehen, könnte starkes Anschlussmotiv sein (Person will mit Freunden zusammen sein, will nichts verpassen) 
  • Via Fragebogen könnte ein Item sein:

„Heute ist in deinem Lieblingsclub eine Party, deine Freunde machen aber einen Filmabend. Was machst du?“ 

  • Wenn sie sich nun für den Filmabend entscheidet, obwohl eine Party stattfindet, geht es ihr wohl nicht zwangsläufig um die Party, sondern darum ihre Freunde zu sehen 


  • empirische Prüfung:
    • Verhalten blockieren, z.B. durch Partyverbot bei Jugendlichen
    • beobachten, welches Alternativverhalten gezeigt wird (z.B. Einladen von Freunden vs. abendliches Lernen für die Schule)

Verhaltensweisen zurückführen 

  • Person lädt Freunde ein --> Anschlussmotiv
  • Person lernt für Schule --> Leistungsmotiv (beim Partybesuch könnte z.B. ein Trinkwettbewerb eine Leistungssituation darstellen)
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9. Definieren Sie den Begriff "Trieb". Was sind die drei Kerncharakteristiken triebtheoretischer Verhaltenserklärungen? Geben Sie jeweils eine Erläuterung. 

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TESTE DEIN WISSEN
  • bezeichnet eine allgemeine, unspezifische Quelle der Verhaltensenergetisierung

  • Verhalten geschieht nicht ohne Aktivierung und Motivation ist die Energie 

  • Trieb wird durch Motivation ausgelöst und ist Schlüssel für motiviertes Verhalte, kommt von trieb)

  • Triebenergie ist verhaltensunspezifisch, also kann für beliebiges Verhalten genutzt werden 

  • Triebzuständen kann man nicht asuweichen 
  • von innen kommender Druck: Push-Variable (als unangenhem empfundene Spannung, entsteht durch Deprivation --> Reduktion ist befriedigend)
  • Mechanismus hinter Verhaltenssteuerung und Lernen

Zusammenfassend:

  • 3 Kerncharackteristika:
  1. unspezifische Quelle der Verhaltensgenerierung

    Triebenergie, für beliebiges Verhalten einsetzbar

  2. "push"-Variable

    schieben Verhalten von innen an; Unterdrücken, aber kein Vermeiden möglich

  3. aversive Qualität

    durch Deprivations- oder Defizitszustände aufgebaut (unangenehm empfundener Spannungszustand)

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TESTE DEIN WISSEN

10. Wie motivieren Triebe Verhalten? Welche allgemeinen Grundsätze liegen einer triebhaften Verhaltenssteuerung zugrunde?

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TESTE DEIN WISSEN
  • energetisieren Verhalten, welches dem Abbau der Triebspannung dient, wobei die Befriedigung von Bedürfnissen als positiv erlebt wird

  • zentraler Mechanismus: Anstreben angenehmer und Vermeidung unangenehmer Gefühlszustände
  • Triebe erzeugen inneren Druck (Push), der unangenehm ist

  • Anspannung -> Reduktion ist befriedigend

  • Triebzuständen kann man nicht ausweichen

  • Mechanismus hinter Verhaltenssteuerung und Lernen: Anstreben von Lust, Vermeidung von Unlust 

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11. Warum ist man unter Umständen Triebeinflüssen auf das Verhalten in stärkerem Maß ausgeliefert als Einflüssen, die von Anreizen ausgehen? 

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TESTE DEIN WISSEN
  • Triebeinflüsse wirken von innen („push“-Variable)
    • Unterdrückung, aber kein Vermeiden/Ausweichen möglich
    • man ist den Trieben ausgeliefert, denn sie sitzen in Person selbst
  • Anreize nehmen extern Einfluss („pull“-Variable)

    • ziehen Organismus an/stoßen ihn ab 
    • Ausweichen ist jedoch möglich (z.B. können Situationen, die unerwünschte Wirkung hervorrufen, gemieden werden) 
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100. Erläutern Sie den Begriff des “disengagement”. Unter welchen Umständen ist ein “disengagement” wahrscheinlich? Welche beiden Formen des “disengagement” werden im Modell von Carver & Scheier unterschieden? 

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TESTE DEIN WISSEN

Als „disengagement“ wird die Ablösung von einem ursprünglich gesetzten Ziel genannt. Ein Grund hierfür ist ein vergeblicher Versuch eine Ist-Soll-Wert-Diskrepanz aufzulösen und eine anschließende geringe Kontrollüberzeugung und Selbstwirksamkeitserwartung, bzw. ein niedriger Optimismus.

In ihrem Modell unterschieden Carver & Scheier zwischen einem „behavioralen“ und einem bloßen „mentalen“ Rückzug. Bei manchen relavanten und vielleicht öffentlichen Zielsetzungen („ich will mein Studium bestehen“) ist ein öffentlicher Rückzug nicht möglich, ich muss also den Schein waren und nach außen so tun, als würde man das Ziel weiterhin verfolgen. Es kommt zu einem rein „mentalen“ Rückzug. 

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101. Was ist und wozu braucht man Volition?

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Volition (Willen) beschreibt erfolgreiche, willentliche Umsetzung von Zielen in Handlungen trotz motivationaler Defizite. 

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Diskrepanz zwischen Zielwertigkeit und Motivation


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TESTE DEIN WISSEN
  • starke Motivation bei geringem/nehativem Wert: Impulsivität
  • niedrige Motivation bei hohem Wert: Prokrastination

Wille wird dann eingesetzt, wenn Motivation nicht da ist/in eine Richtung lenkt wo man eigentlich nicht hin will

--> Volition ist Willenselement wenn Motivation uns in falsche Richtung lenkt

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102. Was sind die Grundannahmen der Theorie der Willensstärke (Selbstkontrolle) von Baumeister?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Volition ist die Willensstärke und eine allgemeine, begrenzte Ressource der Selbstkontrolle. Sie wird eingesetzt um störende motivationale Impulse zu unterdrücken (Inhibition) und sich zu zwingen notwendige Handlungen trotz fehlender Motivation dennoch auszuführen (Überwindung). 

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1. Definieren sie den Gegenstand der Motivationspsychologie. Was soll wodurch erklärt werden? 

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TESTE DEIN WISSEN
  • Gegenstand ist absichtliches, ergebnisorientiertes, zielgerichtetes Handeln und Verhalten (≠ Reflexe, Gewohnheiten) 
  • zwischen Motivationsform und dem zu erklärenden Verhalten erforderlich 

  • → Prozesse identifizieren, die zwischen Motiven, Motivation und Verhalten vermitteln 

  • besonders hoher Erklärungsbedarf bei auffälligem, normabweichendem Verhalten

    ­ wahrscheinlich durch Personfaktoren bedingt (spezifische Motivationslage) 

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Q:

2. Welche drei Aspekte des Verhaltens lassen sich motivationspsychologisch erklären oder vorhersagen? 

A:
  • Richtung: für eines von vielen möglichen Zielen (Auswahl zw. mehreren Verhaltensweisen)

  • Intensität: welche Anstrengung in Verhalten investiert wird (z.B. Geschwindigkeit, Hartnäckigkeit, Bereitschaft, Hindernisse zu überwinden)

  • zeitliche Komponente: Beginn, Dauer und Ende des Verhaltens 

Q:

3. Welche Arten von Verhalten werden typischerweise ohne Rückgriff auf Motive und Motivation erklärt?

A:
  • Reflexe und Gewohnheiten, die zum unwillkürlichen Verhalten gehören und nicht bzw. nicht mehr bewusst gesteuert werden, sondern auf Lernerfahrungen beruhen und von Umweltreizen ausgelöst werden
  • unwillkürliche Verhaltensweisen (Reflexe, Gewohnheiten)
  • physiologische Vorgänge (Muskelkontraktion, Schwitzen, Herzrasen, Zittern)
Q:

6. Diskutieren Sie die Aussage, man könne "die Motive einer Person an ihrem Verhalten ablesen”. Beschreiben Sie dazu je eine Lesart bzw. Verwendung der Aussage, die wissenschaftlich gehaltvoll und eine, die bedeutungsleer ist.

A:

bedeutungsleer:

  • jedem Verhalten liegt eigenes Motiv zugrunde (z.B. Mensch der Fahrrad fährt hat Fahrrad-Motiv/Kinder die Spielen haben Spielmotiv)
  • Problem: mangelnder Erklärungswert (mehrere Ursachen können Verhalten zugrundlie liegen) und Zirkularität (Erklärung entspricht dem, was erklärt werden soll)

wissenschaftlich gehaltvoll:

  • mit geringer Anzahl von Motiven eine Vielzahl an Verhaltensweisen erklären 
  • unabhängie Erfassung von Motiven und zu erklärendem verhalten (zu erklärende Situation ≠ Messsituation)
  • aufstellen von Äquivalenzhypothesen (Ziel: verschiedene Verhaltensweisen auf gemeinsames Motiv zurückführen)

    → Motivation als hypotethisches Konstrukt mit empirisch prüfbaren Implikationen

  • im Fahrrradbsp: z.B. Leistungsmotiv motiviert Fahrradfahrer besonders gute Leistungen zu erzielen)
  •  je nach Situation kann anderes Motiv für Verhalten verantwortlich sein, was von spezifischen situativen Anregungsbedingungen abhängt, die es zu erfassen gilt.

  • Theorien motivationaler Vermittlungsprozesse lassen sich durch Messung von kognitiven und affektiven Begleitprozessen sowie durch direkte Manipulation der Vermittlungsprozesse prüfen

Q:

7. Warum ist es unbefriedigend, wenn ein häufiger Besuch von Parties darauf zurückgeführt wird, dass die betreffende Person ein “Party-Motiv” hat? Nennen Sie eine motivationspsychologisch ernstzunehmende Erklärung für ein solches Verhalten und skizzieren Sie eine Möglichkeit, Ihre Aussage empirisch zu überprüfen. 

A:
  • Rückführung eines Verhaltens auf gleichlautendes Motiv nicht ausreichend
  • erklärt noch nicht, warum Verhalten in Situation gezeigt wird
  • echte motivationale Erklärung muss über beobachtete Verhalten hinausgehen
  • wirklich aufschlussreiche motivationale Erklärung spezifiziert darüber hinaus Gründe für die jeweilige Motivationslage
  • ernstzunehmende Erklärung für das Verhalten ständig auf Partys zu gehen, könnte starkes Anschlussmotiv sein (Person will mit Freunden zusammen sein, will nichts verpassen) 
  • Via Fragebogen könnte ein Item sein:

„Heute ist in deinem Lieblingsclub eine Party, deine Freunde machen aber einen Filmabend. Was machst du?“ 

  • Wenn sie sich nun für den Filmabend entscheidet, obwohl eine Party stattfindet, geht es ihr wohl nicht zwangsläufig um die Party, sondern darum ihre Freunde zu sehen 


  • empirische Prüfung:
    • Verhalten blockieren, z.B. durch Partyverbot bei Jugendlichen
    • beobachten, welches Alternativverhalten gezeigt wird (z.B. Einladen von Freunden vs. abendliches Lernen für die Schule)

Verhaltensweisen zurückführen 

  • Person lädt Freunde ein --> Anschlussmotiv
  • Person lernt für Schule --> Leistungsmotiv (beim Partybesuch könnte z.B. ein Trinkwettbewerb eine Leistungssituation darstellen)
Q:

9. Definieren Sie den Begriff "Trieb". Was sind die drei Kerncharakteristiken triebtheoretischer Verhaltenserklärungen? Geben Sie jeweils eine Erläuterung. 

A:
  • bezeichnet eine allgemeine, unspezifische Quelle der Verhaltensenergetisierung

  • Verhalten geschieht nicht ohne Aktivierung und Motivation ist die Energie 

  • Trieb wird durch Motivation ausgelöst und ist Schlüssel für motiviertes Verhalte, kommt von trieb)

  • Triebenergie ist verhaltensunspezifisch, also kann für beliebiges Verhalten genutzt werden 

  • Triebzuständen kann man nicht asuweichen 
  • von innen kommender Druck: Push-Variable (als unangenhem empfundene Spannung, entsteht durch Deprivation --> Reduktion ist befriedigend)
  • Mechanismus hinter Verhaltenssteuerung und Lernen

Zusammenfassend:

  • 3 Kerncharackteristika:
  1. unspezifische Quelle der Verhaltensgenerierung

    Triebenergie, für beliebiges Verhalten einsetzbar

  2. "push"-Variable

    schieben Verhalten von innen an; Unterdrücken, aber kein Vermeiden möglich

  3. aversive Qualität

    durch Deprivations- oder Defizitszustände aufgebaut (unangenehm empfundener Spannungszustand)

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Q:

10. Wie motivieren Triebe Verhalten? Welche allgemeinen Grundsätze liegen einer triebhaften Verhaltenssteuerung zugrunde?

A:
  • energetisieren Verhalten, welches dem Abbau der Triebspannung dient, wobei die Befriedigung von Bedürfnissen als positiv erlebt wird

  • zentraler Mechanismus: Anstreben angenehmer und Vermeidung unangenehmer Gefühlszustände
  • Triebe erzeugen inneren Druck (Push), der unangenehm ist

  • Anspannung -> Reduktion ist befriedigend

  • Triebzuständen kann man nicht ausweichen

  • Mechanismus hinter Verhaltenssteuerung und Lernen: Anstreben von Lust, Vermeidung von Unlust 

Q:

11. Warum ist man unter Umständen Triebeinflüssen auf das Verhalten in stärkerem Maß ausgeliefert als Einflüssen, die von Anreizen ausgehen? 

A:
  • Triebeinflüsse wirken von innen („push“-Variable)
    • Unterdrückung, aber kein Vermeiden/Ausweichen möglich
    • man ist den Trieben ausgeliefert, denn sie sitzen in Person selbst
  • Anreize nehmen extern Einfluss („pull“-Variable)

    • ziehen Organismus an/stoßen ihn ab 
    • Ausweichen ist jedoch möglich (z.B. können Situationen, die unerwünschte Wirkung hervorrufen, gemieden werden) 
Q:

100. Erläutern Sie den Begriff des “disengagement”. Unter welchen Umständen ist ein “disengagement” wahrscheinlich? Welche beiden Formen des “disengagement” werden im Modell von Carver & Scheier unterschieden? 

A:

Als „disengagement“ wird die Ablösung von einem ursprünglich gesetzten Ziel genannt. Ein Grund hierfür ist ein vergeblicher Versuch eine Ist-Soll-Wert-Diskrepanz aufzulösen und eine anschließende geringe Kontrollüberzeugung und Selbstwirksamkeitserwartung, bzw. ein niedriger Optimismus.

In ihrem Modell unterschieden Carver & Scheier zwischen einem „behavioralen“ und einem bloßen „mentalen“ Rückzug. Bei manchen relavanten und vielleicht öffentlichen Zielsetzungen („ich will mein Studium bestehen“) ist ein öffentlicher Rückzug nicht möglich, ich muss also den Schein waren und nach außen so tun, als würde man das Ziel weiterhin verfolgen. Es kommt zu einem rein „mentalen“ Rückzug. 

Q:

101. Was ist und wozu braucht man Volition?

A:

Volition (Willen) beschreibt erfolgreiche, willentliche Umsetzung von Zielen in Handlungen trotz motivationaler Defizite. 

Q:

Diskrepanz zwischen Zielwertigkeit und Motivation


A:
  • starke Motivation bei geringem/nehativem Wert: Impulsivität
  • niedrige Motivation bei hohem Wert: Prokrastination

Wille wird dann eingesetzt, wenn Motivation nicht da ist/in eine Richtung lenkt wo man eigentlich nicht hin will

--> Volition ist Willenselement wenn Motivation uns in falsche Richtung lenkt

Q:

102. Was sind die Grundannahmen der Theorie der Willensstärke (Selbstkontrolle) von Baumeister?

A:

Volition ist die Willensstärke und eine allgemeine, begrenzte Ressource der Selbstkontrolle. Sie wird eingesetzt um störende motivationale Impulse zu unterdrücken (Inhibition) und sich zu zwingen notwendige Handlungen trotz fehlender Motivation dennoch auszuführen (Überwindung). 

Q:

1. Definieren sie den Gegenstand der Motivationspsychologie. Was soll wodurch erklärt werden? 

A:
  • Gegenstand ist absichtliches, ergebnisorientiertes, zielgerichtetes Handeln und Verhalten (≠ Reflexe, Gewohnheiten) 
  • zwischen Motivationsform und dem zu erklärenden Verhalten erforderlich 

  • → Prozesse identifizieren, die zwischen Motiven, Motivation und Verhalten vermitteln 

  • besonders hoher Erklärungsbedarf bei auffälligem, normabweichendem Verhalten

    ­ wahrscheinlich durch Personfaktoren bedingt (spezifische Motivationslage) 

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