Arbeits- und Organisationspsychologie X at Universität Innsbruck

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„One best way“ jeder Arbeitstätigkeit + Bewegungsstudien


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4 Kennzeichen des Taylorismus

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Personalauslese und genaue Anweisung:


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Leistungslohnsystem (Pensum-Bonus-System)


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„wissenschaftliche“ Betriebsführung

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Trennung und Verteilung von Hand- und Kopfarbeit auf verschiedenen Personen

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Menschenbild des Taylorismus

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economic man

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Von wem kam Kritik am Taylorismus?

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Kritik am Taylorismus von Lyisnki („Psychologie des Betriebs“, 1923)


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Kritik am Taylorismus von Mitgliedern der „Taylor society“ (v.a. Mary Parker Follet)

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Kritik an Taylorismus von Hugo Münsterberg („Psychologie und Wirtschaftsleben“)


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Arbeits- und Organisationspsychologie X

„One best way“ jeder Arbeitstätigkeit + Bewegungsstudien


  • Zerlegung von Tätigkeiten in kleinste Einzelteile („Arbeitselemente“)
  • (akribische) Bewegungsstudien:
    • verschiedene Arbeiter, die jeweils die gleiche Tätigkeit ausgeführt haben
    • mit ihnen wurde erforscht, wie man eine bestimmte Arbeit möglichst gewinnbringend ausführen kann, ohne dabei die Arbeiter komplett 
  • Ausfindigmachen des einen besten Wegs, wie sie am wenigsten aufwendig und schnell durchgeführt werden können
  • Wenn man die einzelnen Teile gut trainiert erfolgt deren Bewältigung schneller und besser

ODER

  • Die einzelnen Schritte auf unterschiedliche Personen aufteilen, sodass jeder sein Spezialgebiet hat (funktioniert v.a. bei manufakturiellen Tätigkeiten sehr gut)

Arbeits- und Organisationspsychologie X

4 Kennzeichen des Taylorismus

one-best-way/Bewegungsstudien, 

Auslese/Instruktion, 

Pensum-Bonus-System, 

Trennung von Hand- und Kopfarbeit

Arbeits- und Organisationspsychologie X

Personalauslese und genaue Anweisung:


  • durch Auslese intelligente/leistungsstarke Arbeitnehmer finden
  • mittels Arbeitsbeobachtungen
  • Dem Arbeitenden wird von „Instruktionsmeistern“ exakt vorgegeben, was sie zu tun und zu lassen haben
  • Durch gezielte Beobachtung kommt es zur Ausschaltung aller Leute, denen der Wille oder die Fähigkeit fehlt sich an neue Methoden anzupassen

Arbeits- und Organisationspsychologie X

Leistungslohnsystem (Pensum-Bonus-System)


  • Festsetzung einer „wissenschaftlich“ begründeten Tagesleistung
  • Was wäre eine optimale Arbeitsmenge pro Tätigkeit (hoch angesetzt)
  • -> wurde diese Leistung erbracht wurde man belohnt mit einen Bonus/Lohnzuschlag 
  1. Eigentlich mussten sie den Zusatzlohn erhalten, um genug zum Leben haben -> wurde ihnen aber verkauft, als wäre es ein Bonus, ein guter Zusatz
  2. „Ein zu viel an Bonus würde den Charakter der Arbeiter verderben.“

Arbeits- und Organisationspsychologie X

„wissenschaftliche“ Betriebsführung

  • Arbeitsorganisation, die Erhöhung der Produktivität und Gewährung höherer Löhne ermöglicht
  • Optimale Arbeitsleistung
  • Gegen Drückebergerei und gegen Solidarisierung der Arbeitnehmer
    1. Feind der Gewerkschaften, weil damit die Unternehmer keinen optimalen Profit mehr machten (verlangten besser bezahlt zu werden)
    2. Wie kann man Solidarisierung zerschlagen, möglichst ohne dass es die Menschen merken?
  • Interessenswiderspruch zwischen Kapitaleignern und Kapitalnichteignern (mittellose Arbeiter) aufheben -> ein gerechtes System der Entlohnung einrichten


Arbeits- und Organisationspsychologie X

Trennung und Verteilung von Hand- und Kopfarbeit auf verschiedenen Personen

= Trennung von planerischer/kreativer Arbeit und ausführender Arbeit (mit geringen geistigen Anstrengungen)


Wenige, die die Arbeit planen bzw. vorbereiten und viele, die sie dann ausführen, ohne denken zu müssen


Arbeits- und Organisationspsychologie X

Menschenbild des Taylorismus

economic man

Arbeits- und Organisationspsychologie X

economic man

  1. Ist hauptsächlich durch monetäre Anreize motivierbar
  2. Ist verantwortungsscheu
  3. Handelt nach der Maxime des größten Gewinnes
  4. Muss ständig kontrolliert werden

Auch: dass zum Menschen Gesundheit gehört, die es zu schützen gilt

Arbeits- und Organisationspsychologie X

Von wem kam Kritik am Taylorismus?

  • Lyisnki („Psychologie des Betriebs“, 1923)
  • Mitglieder der „Taylor society“ (v.a. Mary Parker Follet) 
  • Hugo Münsterberg („Psychologie und Wirtschaftsleben“)


Arbeits- und Organisationspsychologie X

Kritik am Taylorismus von Lyisnki („Psychologie des Betriebs“, 1923)


  • Die Erfolge des Taylorismus sind auf die INTENSIVIERUNG und nur zum kleinen Teil auf die RATIONALISIERUNG zurückzuführen
  • Taylorismus bedeutet für Arbeitende also: 
    1. Mehrleistung mit potentiell gesundheitsschädigenden Folgen
    2. Gefahr der Vernichtung von persönlichen und kulturellen Werten
    3. Dem Wesen nach berufszerstörend

Arbeits- und Organisationspsychologie X

Kritik am Taylorismus von Mitgliedern der „Taylor society“ (v.a. Mary Parker Follet)

  • Gegen strikte Arbeitsteilung
  • Für Orientierung an der Arbeitsaufgabe und Gruppenarbeit
  • Wunsch, das eigene Leben zu bestimmen --> einer der bedeutsamsten Grundzüge der menschlichen Natur

Arbeits- und Organisationspsychologie X

Kritik an Taylorismus von Hugo Münsterberg („Psychologie und Wirtschaftsleben“)


Arbeitsteilung führt zu Einschnürung und Verkümmerung der seelischen Gesundheit


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