Sozialwissenschaften at Universität Hohenheim | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für sozialwissenschaften an der Universität Hohenheim

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Werte verbinden Sie mit ‚bäuerlicher Landwirtschaft‘ und wie
beurteilen Sie dieses Leitbild?

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TESTE DEIN WISSEN

Leitbild, bäuerliche Landwirtschaft

»Bäuerlichkeit« – Bäuerliches Leben, 

- Denken und Wirtschaften bedeutet Verbundenheit mit Hof, Natur und Heimat, Verantwortung für Tiere, Boden und Pflanzen

- weitgehend selbstverantwortliches Arbeiten

- Denken in Generationen und Kreisläufen, Arbeiten im Zusammenhang mit der Familie oder anderen engen Sozialbeziehungen. 

- Ziel bäuerlichen Wirtschaftens:

  •  natürlich ein möglichst gutes Einkommen,
  • vor dem Hintergrund des Erhalts von Arbeitsplatz und Hof –  nicht die kurzfristige Maximalrendite von Kapital
  • steht im Gegensatz zu einer agrarindustriellen Ausrichtung.

-> Ländliche Entwicklung statt Modernisierung, schwierig mit Konkurrenz mit zu halten, nicht ökonomisch aber nachhaltiger

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TESTE DEIN WISSEN

Was verstehen Sie unter einer Innovation? Geben Sie eine Definition
und ein Beispiel, das die drei Innovationsdimensionen veranschaulicht.

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TESTE DEIN WISSEN

Neuerung = alles neu praktizierte,= Änderung des Bestehenden Neuerung bedeutet Veränderung!

Innovationen:

Eine Innovation ist eine neue Idee, die sich durchsetzt
• am Markt (ökonomische Perspektive)
• in der Gesellschaft oder einem gesellschaftlichen Teilsystem (soziologische Perspektive)
• im sozialen System (sozialpsychologische Perspektive)
 „Innovationen sind neue Güter, neue Produktionsmethoden und Absatzmärkte, aber auch neue Organisationsformen und Lebensstile, die länger währende Veränderungen auslösen“


Dimensionen einer Innovation
• Hardware (biologisch-materielle Grundlage)
• Software (symbolisch, wissensbasiert, Bedeutung etc.)
• Orgware (soziale Aspekte, Institutionen, Standards)

Bsp:Farm forward (John Deere) -> HW: Digitales Kontrollsystem, autonom fahrender Traktor; SW: Digitale Berechnung von Optimalen Arbeitsabläufen; OW: Arbeitsplätze gehen verloren, bessere Kommunikation, weniger KnowHow und Erfahrung notwendig

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TESTE DEIN WISSEN

Welche sozialen Herausforderungen zeichnen sich für den landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Zukunft ab?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Soziale Beziehungen und Arbeitsbeziehungen überlagern sich und bilden widersprüchliche Realitäten
Die Ansprüche an das Miteinander-Arbeiten und Miteinander- Leben nehmen zu im Rahmen der individuellen Lebensentwürfe und unter dem externen Druck rationeller Produktion und gesellschaftlicher Erwartungen
• „die moderne Familie ist immer auch eine sich selbst auflösende Gruppe“ (Bohler 2012:70) ... aber die Familie auf dem Betrieb kann die nachfolgende Generation nicht einfach gehen lassen
=> Es kommt darauf an, die Spannungsfelder wahrzunehmen und zu gestalten.



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TESTE DEIN WISSEN

Warum eskalieren Konflikte und wie kann durch Moderation oder
Mediation eine neutrale oder Drittpartei zur Konfliktlösung
beitragen?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Eskalation:

1 Verhärtung
2 Debatte
3 Taten
4 Images / Koalitionen
5 Gesichtsverlust
6 Drohstrategien

7 Begrenzte Vernichtungsschläge
8 Zersplitterung
9 Gemeinsam in den Abgrund

Moderation: Die Drittparteist un- oder allparteilich und Empathie fähig gegenüber allen Beteiligten
• Sie gestaltet das Verfahren (z.B. wie wird miteinander gesprochen)
• Sie schafft vornehmlich Transparenz, fördert das gegenseitige Verständnis und geht Missverständnissen auf den Grund
• Sie kann Struktur und Rahmen geben

Mediation:

Unter Mediationsverfahren werden Verhandlungsverfahren zur Regelung von Konflikten verstanden, an denen zwei oder mehrere Streitparteien freiwillig teilnehmen mit dem Ziel, in einem fairen und direkten (face-to-face) Kommunikationsprozess, Differenzen gemeinsam erkunden, Handlungsspielräume auszuloten und zu einer von allen Teilnehmern getragenen Vereinbarung zu kommen. Hierbei werden sie von einer  neutrale Person = MediatorIn, unterstützt, deren Hauptaufgabe in der Gestaltung und Betreuung des Verfahrensablaufes liegt.

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TESTE DEIN WISSEN

Nennen Sie charakteristische Elemente der Hohenheimer Beratungsdefinition. Wie sollte sich die beratende Person folglich verhalten?

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TESTE DEIN WISSEN

Die landwirtschaftliche Betratung 

• ist der Vorgang der seine Beratungspartner zu solchem Handeln zu motivieren und zu befähigen, das geeignet ist, ihre akuten Probleme zu lösen 

• Die Betroffenen erhalten bessere Einsicht in den Problemzusammenhang und erkennen die verfügbaren Lösungsalternativen.
• Beziehung zwischen Berater und Beratungspartner sollte partnerschaftlich sein, Berater ist wohl seines Gegenübers verpflichtet.
• Die Entscheidungsfreiheit und Selbstverantwortlichkeit des Partners muss voll gewahrt bleiben, --> trägt Verantwortung für sein handeln allein.

Anforderungen an die beratenden Personen

• Erfordert fachlich fundiertes Herangehen, ist verantwortlich für eine gute Gesprächsführung‘, professionellen Verhalten
• erprobte Methode ist "klientenzentrierte Gespräch" bzw. die nicht-direktive Beratung

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Anforderungen werden an eine geförderte Beratungsfachkraft in BW gestellt?

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TESTE DEIN WISSEN

– Hochschul-, Meister- oder Technikerabschluss (Abschluss der Niveaustufe 6) 

– 2 Jahre Beratungserfahrung oder Einarbeitung mit erfahrenen Beratungskräften 

– Regelmäßige Fortbildung • methodisch • fachrechtlich • fachlich

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Rechtsformen landwirtschaftlicher Betriebe gibt es und wie unterscheiden sich diese? In welcher Beziehung stehen Rechtsform und Betriebsgröße (Fläche, AK)?

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TESTE DEIN WISSEN

Einzelunternehmer:

  • Haupterwerb: 1,5 und mehr Arbeitskräfte oder 0,75 – 1,5 AK und mind. 50% des betrieblichen Einkommens am Gesamteinkommen oder Betriebe mit mind. 50.000€ Standardoutput und mind. einer AK • Selbstständig wirtschaftender Betrieb mit einer Person als Alleininhaber • Ehepaare, Geschwister, Erbengemeinschaften sind ohne anderslautende Verträge einem Alleininhaber gleichgesetzt
  • Nebenerwerbsbetriebe Alle anderen Betriebe oder Betriebe zwischen 25.000€ und 50.000€ SO oder mit weniger als 1 AK  •sind Betriebe, in denen das außerbetriebliche Einkommen größer als das des landwirtschaftlichen Betriebes 

Personengesellschaft:
• Mehrere natürliche Personen, die Träger von Rechten und Pflichten in ihrer Verbundenheit sind
• Zu den Personengesellschaften gehören GbR, OHG, KG, und Personengemeinschaften mit Gesellschaftervertrag

Juristische Personen:
• privatrechtlich
• Eingetragene Genossenschaft (eG)
• eingetragener Verein (eV)
• Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
• Aktiengesellschaft (AG)
• Gesellschaften öffentlichen Rechts
• Kirche / Stiftung
• Gebietskörperschaften

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Was verstehen Sie unter Agrarstrukturwandel bzw. dem
Modernisierungsparadigma in der Landwirtschaft?

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TESTE DEIN WISSEN

• Der technische Fortschritt führt zur Rationalisierung von Arbeitsschritten, insbesondere in der Tierhaltung (Fütterung, Melken etc.), menschliche Arbeit wird durch Maschinen ersetzt/ fraktioniert
• ermöglicht die Bewirtschaftung von immer größeren Einheiten (Flächen, Tieren etc.) pro Arbeitskraft.
• Tätigkeiten verschieben sich von körperlichen, handwerklichen Arbeiten zu Regulierung und Kontrolle der Technik -> elektronisch-technisierte LW

Das Modernisierungsparadigma = "Wachse oder Weiche" = Veränderung der Agrarstruktur in Dtl.
• Die dt. Agrarsoziologie, vom „völkisches“ Verständnis/ bäurliche Leitbild der Bauern gewandt

- eine wertneutrale Wissenschaft vertreten; unterscheidung zw. moderner und nicht morderner LW
• die dynamischen Veränderungsprozesse in Städten - > Land: kulturelles Hinterherhinken

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind die Merkmale eines sozialen Konflikts? Geben Sie eine
Definition.

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TESTE DEIN WISSEN

Ein sozialer Konflikt ist dann gegeben,
• wenn mindestens 2 Akteure (Parteien)
• mit unterschiedlichen oder unvereinbaren Interessen (Absichten) auf einen Konfliktgegenstand Anspruch erheben,
• wobei mindestens ein Akteur im Hinblick auf seine Interessen und Ziele aktiv wird und
• diese Aktivitäten von dem anderen Akteur als Beeinträchtigung der eigenen
Interessen wahrgenommen werden.

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Was ist eine soziale Innovation? Geben Sie eine Definition und ein
Beispiel.

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TESTE DEIN WISSEN

Soziale Innovation
„neue Wege, Ziele zu erreichen, insbesondere neue Organisationsformen, neue Regulierungen, neue Lebensstile, die die Richtung des sozialen Wandels verändern, Probleme besser lösen als frühere Praktiken, und die deshalb wert sind, nachgeahmt und institutionalisiert zu werden

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Welche Grundtypen von Beratungsorganisationen gibt es in Deutschland? Was sind deren charakteristischen Merkmale, und wie unterscheiden sich die Organisationen im Hinblick auf Berater/Klientenverhältnis?

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TESTE DEIN WISSEN

Grundtypen
• staatliche Offizialberatung
• Offizialberatung durch Kammer (Landwirtschaftsministerien und Ämter, Kammern und Kreisstellen)
• privatwirtschaftliche Beratung (Selbständige Berater, Beratungsfirmen)
• Ringberatung (Beratungsringe, Erzeugerringe, Arbeitskreise)


(Verbands-Beratung: Bauernverbände, Anbauverbände, etc. 

Kirchliche Beratung: Landwirtschaftliche Familienberatung, Sorgentelefon
Firmenberatung: Zulieferer, Verarbeiter, Handel, Banken, Versicherungen, Buchstellen, Energieversorger, Siedlungsgesellschaften, Genossenschaften,
Forschungsstellen: Landesanstalten, Universitäten)


(• Firmenvertreter, Düngemittel- und Pflanzenschutzmittelerzeuger, Agrartechnikanbieter etc.
• Freiberufliche Berater bzw. Mitarbeiter/innen von auf landwirtschaftliche Beratung spezialisierten Unternehmen
• Steuerberaterinnen und –berater, Energieberatung
• Unternehmensberater
• Familienberatung, Sozialversicherungsmitarbeiter
• Mitarbeiter/innen von landwirtschaftlichen Behörden und Nichtregierungsorganisationen)

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Welchem der Grundtypen ordnen Sie die Beratungsorganisation in
Baden-Württemberg zu?

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TESTE DEIN WISSEN

Privatberatung

Offizialberatung:  ULB, RP, tw. Landesanstalten; Öffentliches Interesse; Informationspflicht

Geförderte Beratung, z.B.:Beratungsmodule; Sozialberatung; Hofübergabe

Beratung durch Interessenverbünde, z.B. Erzeugerringe; Berufsverbände

GewinnorientierteBeratung, z.B. Industrie; Handelsunternehmen; Freie Beratungsbüros




Mögliche Vorteile: Vollständige Ausrichtung an den Interessen des Klienten; Kontrolle der Beratungsleistung durch Kunden / Klienten; Berater/innen stehen im Wettbewerb -> bilden sich weiter, müssen sehr gut informiert sein, um erfolgreich zu sein
Mögliche Nachteile: setzt Motivation und Zahlungsbereitschaft des Landwirts voraus; Schwierig, Überblick über Beratungsangebot und –qualität zu gewinnen; geringe/ keine Behandlung von Themen öffentlichen Interesses; für Berater z.T. schwierige Position als Einzelkämpfer

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  • 160637 Karteikarten
  • 1768 Studierende
  • 29 Lernmaterialien

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Q:

Welche Werte verbinden Sie mit ‚bäuerlicher Landwirtschaft‘ und wie
beurteilen Sie dieses Leitbild?

A:

Leitbild, bäuerliche Landwirtschaft

»Bäuerlichkeit« – Bäuerliches Leben, 

- Denken und Wirtschaften bedeutet Verbundenheit mit Hof, Natur und Heimat, Verantwortung für Tiere, Boden und Pflanzen

- weitgehend selbstverantwortliches Arbeiten

- Denken in Generationen und Kreisläufen, Arbeiten im Zusammenhang mit der Familie oder anderen engen Sozialbeziehungen. 

- Ziel bäuerlichen Wirtschaftens:

  •  natürlich ein möglichst gutes Einkommen,
  • vor dem Hintergrund des Erhalts von Arbeitsplatz und Hof –  nicht die kurzfristige Maximalrendite von Kapital
  • steht im Gegensatz zu einer agrarindustriellen Ausrichtung.

-> Ländliche Entwicklung statt Modernisierung, schwierig mit Konkurrenz mit zu halten, nicht ökonomisch aber nachhaltiger

Q:

Was verstehen Sie unter einer Innovation? Geben Sie eine Definition
und ein Beispiel, das die drei Innovationsdimensionen veranschaulicht.

A:

Neuerung = alles neu praktizierte,= Änderung des Bestehenden Neuerung bedeutet Veränderung!

Innovationen:

Eine Innovation ist eine neue Idee, die sich durchsetzt
• am Markt (ökonomische Perspektive)
• in der Gesellschaft oder einem gesellschaftlichen Teilsystem (soziologische Perspektive)
• im sozialen System (sozialpsychologische Perspektive)
 „Innovationen sind neue Güter, neue Produktionsmethoden und Absatzmärkte, aber auch neue Organisationsformen und Lebensstile, die länger währende Veränderungen auslösen“


Dimensionen einer Innovation
• Hardware (biologisch-materielle Grundlage)
• Software (symbolisch, wissensbasiert, Bedeutung etc.)
• Orgware (soziale Aspekte, Institutionen, Standards)

Bsp:Farm forward (John Deere) -> HW: Digitales Kontrollsystem, autonom fahrender Traktor; SW: Digitale Berechnung von Optimalen Arbeitsabläufen; OW: Arbeitsplätze gehen verloren, bessere Kommunikation, weniger KnowHow und Erfahrung notwendig

Q:

Welche sozialen Herausforderungen zeichnen sich für den landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Zukunft ab?

A:

Soziale Beziehungen und Arbeitsbeziehungen überlagern sich und bilden widersprüchliche Realitäten
Die Ansprüche an das Miteinander-Arbeiten und Miteinander- Leben nehmen zu im Rahmen der individuellen Lebensentwürfe und unter dem externen Druck rationeller Produktion und gesellschaftlicher Erwartungen
• „die moderne Familie ist immer auch eine sich selbst auflösende Gruppe“ (Bohler 2012:70) ... aber die Familie auf dem Betrieb kann die nachfolgende Generation nicht einfach gehen lassen
=> Es kommt darauf an, die Spannungsfelder wahrzunehmen und zu gestalten.



Q:

Warum eskalieren Konflikte und wie kann durch Moderation oder
Mediation eine neutrale oder Drittpartei zur Konfliktlösung
beitragen?

A:

Eskalation:

1 Verhärtung
2 Debatte
3 Taten
4 Images / Koalitionen
5 Gesichtsverlust
6 Drohstrategien

7 Begrenzte Vernichtungsschläge
8 Zersplitterung
9 Gemeinsam in den Abgrund

Moderation: Die Drittparteist un- oder allparteilich und Empathie fähig gegenüber allen Beteiligten
• Sie gestaltet das Verfahren (z.B. wie wird miteinander gesprochen)
• Sie schafft vornehmlich Transparenz, fördert das gegenseitige Verständnis und geht Missverständnissen auf den Grund
• Sie kann Struktur und Rahmen geben

Mediation:

Unter Mediationsverfahren werden Verhandlungsverfahren zur Regelung von Konflikten verstanden, an denen zwei oder mehrere Streitparteien freiwillig teilnehmen mit dem Ziel, in einem fairen und direkten (face-to-face) Kommunikationsprozess, Differenzen gemeinsam erkunden, Handlungsspielräume auszuloten und zu einer von allen Teilnehmern getragenen Vereinbarung zu kommen. Hierbei werden sie von einer  neutrale Person = MediatorIn, unterstützt, deren Hauptaufgabe in der Gestaltung und Betreuung des Verfahrensablaufes liegt.

Q:

Nennen Sie charakteristische Elemente der Hohenheimer Beratungsdefinition. Wie sollte sich die beratende Person folglich verhalten?

A:

Die landwirtschaftliche Betratung 

• ist der Vorgang der seine Beratungspartner zu solchem Handeln zu motivieren und zu befähigen, das geeignet ist, ihre akuten Probleme zu lösen 

• Die Betroffenen erhalten bessere Einsicht in den Problemzusammenhang und erkennen die verfügbaren Lösungsalternativen.
• Beziehung zwischen Berater und Beratungspartner sollte partnerschaftlich sein, Berater ist wohl seines Gegenübers verpflichtet.
• Die Entscheidungsfreiheit und Selbstverantwortlichkeit des Partners muss voll gewahrt bleiben, --> trägt Verantwortung für sein handeln allein.

Anforderungen an die beratenden Personen

• Erfordert fachlich fundiertes Herangehen, ist verantwortlich für eine gute Gesprächsführung‘, professionellen Verhalten
• erprobte Methode ist "klientenzentrierte Gespräch" bzw. die nicht-direktive Beratung

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Q:

Welche Anforderungen werden an eine geförderte Beratungsfachkraft in BW gestellt?

A:

– Hochschul-, Meister- oder Technikerabschluss (Abschluss der Niveaustufe 6) 

– 2 Jahre Beratungserfahrung oder Einarbeitung mit erfahrenen Beratungskräften 

– Regelmäßige Fortbildung • methodisch • fachrechtlich • fachlich

Q:

Welche Rechtsformen landwirtschaftlicher Betriebe gibt es und wie unterscheiden sich diese? In welcher Beziehung stehen Rechtsform und Betriebsgröße (Fläche, AK)?

A:

Einzelunternehmer:

  • Haupterwerb: 1,5 und mehr Arbeitskräfte oder 0,75 – 1,5 AK und mind. 50% des betrieblichen Einkommens am Gesamteinkommen oder Betriebe mit mind. 50.000€ Standardoutput und mind. einer AK • Selbstständig wirtschaftender Betrieb mit einer Person als Alleininhaber • Ehepaare, Geschwister, Erbengemeinschaften sind ohne anderslautende Verträge einem Alleininhaber gleichgesetzt
  • Nebenerwerbsbetriebe Alle anderen Betriebe oder Betriebe zwischen 25.000€ und 50.000€ SO oder mit weniger als 1 AK  •sind Betriebe, in denen das außerbetriebliche Einkommen größer als das des landwirtschaftlichen Betriebes 

Personengesellschaft:
• Mehrere natürliche Personen, die Träger von Rechten und Pflichten in ihrer Verbundenheit sind
• Zu den Personengesellschaften gehören GbR, OHG, KG, und Personengemeinschaften mit Gesellschaftervertrag

Juristische Personen:
• privatrechtlich
• Eingetragene Genossenschaft (eG)
• eingetragener Verein (eV)
• Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
• Aktiengesellschaft (AG)
• Gesellschaften öffentlichen Rechts
• Kirche / Stiftung
• Gebietskörperschaften

Q:

Was verstehen Sie unter Agrarstrukturwandel bzw. dem
Modernisierungsparadigma in der Landwirtschaft?

A:

• Der technische Fortschritt führt zur Rationalisierung von Arbeitsschritten, insbesondere in der Tierhaltung (Fütterung, Melken etc.), menschliche Arbeit wird durch Maschinen ersetzt/ fraktioniert
• ermöglicht die Bewirtschaftung von immer größeren Einheiten (Flächen, Tieren etc.) pro Arbeitskraft.
• Tätigkeiten verschieben sich von körperlichen, handwerklichen Arbeiten zu Regulierung und Kontrolle der Technik -> elektronisch-technisierte LW

Das Modernisierungsparadigma = "Wachse oder Weiche" = Veränderung der Agrarstruktur in Dtl.
• Die dt. Agrarsoziologie, vom „völkisches“ Verständnis/ bäurliche Leitbild der Bauern gewandt

- eine wertneutrale Wissenschaft vertreten; unterscheidung zw. moderner und nicht morderner LW
• die dynamischen Veränderungsprozesse in Städten - > Land: kulturelles Hinterherhinken

Q:

Was sind die Merkmale eines sozialen Konflikts? Geben Sie eine
Definition.

A:

Ein sozialer Konflikt ist dann gegeben,
• wenn mindestens 2 Akteure (Parteien)
• mit unterschiedlichen oder unvereinbaren Interessen (Absichten) auf einen Konfliktgegenstand Anspruch erheben,
• wobei mindestens ein Akteur im Hinblick auf seine Interessen und Ziele aktiv wird und
• diese Aktivitäten von dem anderen Akteur als Beeinträchtigung der eigenen
Interessen wahrgenommen werden.

Q:

Was ist eine soziale Innovation? Geben Sie eine Definition und ein
Beispiel.

A:

Soziale Innovation
„neue Wege, Ziele zu erreichen, insbesondere neue Organisationsformen, neue Regulierungen, neue Lebensstile, die die Richtung des sozialen Wandels verändern, Probleme besser lösen als frühere Praktiken, und die deshalb wert sind, nachgeahmt und institutionalisiert zu werden

Q:

Welche Grundtypen von Beratungsorganisationen gibt es in Deutschland? Was sind deren charakteristischen Merkmale, und wie unterscheiden sich die Organisationen im Hinblick auf Berater/Klientenverhältnis?

A:

Grundtypen
• staatliche Offizialberatung
• Offizialberatung durch Kammer (Landwirtschaftsministerien und Ämter, Kammern und Kreisstellen)
• privatwirtschaftliche Beratung (Selbständige Berater, Beratungsfirmen)
• Ringberatung (Beratungsringe, Erzeugerringe, Arbeitskreise)


(Verbands-Beratung: Bauernverbände, Anbauverbände, etc. 

Kirchliche Beratung: Landwirtschaftliche Familienberatung, Sorgentelefon
Firmenberatung: Zulieferer, Verarbeiter, Handel, Banken, Versicherungen, Buchstellen, Energieversorger, Siedlungsgesellschaften, Genossenschaften,
Forschungsstellen: Landesanstalten, Universitäten)


(• Firmenvertreter, Düngemittel- und Pflanzenschutzmittelerzeuger, Agrartechnikanbieter etc.
• Freiberufliche Berater bzw. Mitarbeiter/innen von auf landwirtschaftliche Beratung spezialisierten Unternehmen
• Steuerberaterinnen und –berater, Energieberatung
• Unternehmensberater
• Familienberatung, Sozialversicherungsmitarbeiter
• Mitarbeiter/innen von landwirtschaftlichen Behörden und Nichtregierungsorganisationen)

Q:

Welchem der Grundtypen ordnen Sie die Beratungsorganisation in
Baden-Württemberg zu?

A:

Privatberatung

Offizialberatung:  ULB, RP, tw. Landesanstalten; Öffentliches Interesse; Informationspflicht

Geförderte Beratung, z.B.:Beratungsmodule; Sozialberatung; Hofübergabe

Beratung durch Interessenverbünde, z.B. Erzeugerringe; Berufsverbände

GewinnorientierteBeratung, z.B. Industrie; Handelsunternehmen; Freie Beratungsbüros




Mögliche Vorteile: Vollständige Ausrichtung an den Interessen des Klienten; Kontrolle der Beratungsleistung durch Kunden / Klienten; Berater/innen stehen im Wettbewerb -> bilden sich weiter, müssen sehr gut informiert sein, um erfolgreich zu sein
Mögliche Nachteile: setzt Motivation und Zahlungsbereitschaft des Landwirts voraus; Schwierig, Überblick über Beratungsangebot und –qualität zu gewinnen; geringe/ keine Behandlung von Themen öffentlichen Interesses; für Berater z.T. schwierige Position als Einzelkämpfer

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