Einführung In Die Sprachwissenschaft: Teil II - Morphologie & Syntax at Universität Hildesheim | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Einführung in die Sprachwissenschaft: Teil II - Morphologie & Syntax an der Universität Hildesheim

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TESTE DEIN WISSEN
Syntax: ÜBUNG - Einstiegshypothesen; welche stimmt und warum?

•1. Syntaktische Wörter werden wie Perlen an einer Perlenkette zu einem Satz aneinandergereiht. 
•2. Syntaktische Wörter sind Bestandteile größerer Einheiten, die wiederum zu einem Satz zusammengefügt werden.
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TESTE DEIN WISSEN
•1. Syntaktische Wörter werden wie Perlen an einer Perlenkette zu einem Satz aneinandergereiht.
•2. Syntaktische Wörter sind Bestandteile größerer Einheiten, die wiederum zu einem Satz zusammengefügt werden.

-> Würde Hypothese 1 stimmen wäre die Reihenfolge der Wörter egal und jedes Wort könnte beliebig umgestellt werden X falsch
oder jedes Wort hätte eine bestimmte Position und nichts kann umgestellt weden X auch falsch

=> Demnach Hypothese 2 richtig: es gibt bestimmte Regeln nach welchen sich ein Satz syntaktisch strukturieren lässt; es gibt Einheiten zwischen Wörtern und ganzen Sätzen
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TESTE DEIN WISSEN
Basics&Morphologie: Wortarten?
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TESTE DEIN WISSEN
1. Morpheme bilden Wörter. Es gibt verschiedene Wortarten

Wortartenliste:
Substantiv SUBS = Tisch, Liebe, Heute
Adjektiv ADJ = kalt, schön, tief
Verb VERB = schlagen, singen
Pronomen PRO = sie, ihr, er, ihm
Artikel ART = der, die, das, ein, eine
Adverb ADV = 
             1. Adverben des Ortes: ins Kino, im Park
            2. Adverben der Zeit: am Montag, 6 Stunden, in 10 Minuten
            3. Adverben der Art und Weise: rückwärts, schnell [Modaladverbial]
            4. Adverben des Grundes: weil ich xy mache, wegen xy [Kausaladverbial]
Präpositionen PRÄP = auf, an, hinter, in, unter
Konjunktion KJN = aber, denn, oder, als, bis, wenn, und
Interjektion INTERJ = huhu, prost, ähm, tja
Partikel PART = bloss, halt, ja, mal, überhaupt


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TESTE DEIN WISSEN
Syntax: Finite vs. Infinite Verben
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TESTE DEIN WISSEN
1. Finite Verben
-Kann alleine in einem Satz das Prädikat bilden
-Konjugiert, drückt Person, Numerus, Genus, Modus und Tempus aus /Personalform!/
-Verben mit Endungen
-Ändert sich mit dem Subjekt = kongruiert damit/Kongruenz

2. Infinite Verben
-Kann nicht alleine das Prädikat bilden
-Nicht nach Person und Numerus, Tempus oder Modus konjugiert /ändert sich nicht mit der Person/ 
-Ohne Personal oder Tempusendung
-Können aber für manche Merkmale flexiert werden

Person Finites Verb/Personalform Infinites Verb
Ich habe einen Kuchen gebacken.

Du hast einen Kuchen gebacken.

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TESTE DEIN WISSEN
Morphologie: Prozess II - Wortbildung

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TESTE DEIN WISSEN
1. Wortbildung untersucht die Bildung neuer Lexeme (durch Stämme & Affixe in Kombinationen)
        -> 3 Formen:
                    1. Derivation, 2. Konversion, 3. Komposition

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TESTE DEIN WISSEN
Morphologie: Wortbildungsprozess 1 Derivation
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TESTE DEIN WISSEN
1. Derivation
-Wortbildung mit grammatischen, gebundenen Morphemen => Derivationsmorphemen
-Stamm + Derivationsmorphem bildet neuen Stamm
BSP. {ver}[Derivationsprefix] + {lauf}[Stamm1] = {verlauf}

-> {verlauf} kann jetzt noch mithilfe von Flexiven eine syntaktische Wortform bilden
{verlauf} + {-en}[Flexionssuffix] = {verlaufen}; 1. Ps. Plural Indikativ Aktiv Präs

-> Stämme können immer mit Flexiven syntaktisch nutzbar gemacht werden, Derivationsmorpheme ansich nicht - erst wenn sie mit einem Stamm einen neuen Stamm gebildet haben:

be = noch nicht flektierbar
zieh = zieht, ziehst = flektierbar

be + zieh = bezieh

bezieh = beziehst, beziehen = flektierbar


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TESTE DEIN WISSEN
Morphologie: Wortbildungsprozess 2 Konversion
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TESTE DEIN WISSEN
1. Konversion wird manchmal als besondere Form der Derivation gezählt, manchmal aber auch als eigenständige Wortbildungsmethode
-Konversion bezeichnet die Überführung eines Wortes in eine andre Wortart!!!

-> Häufigste Konversionfälle:
      1. Meist deverbaler Stamm wird ohne Veränderung übernommen (VERB zu SUBS)
            laufen => der Lauf
            kaufen => der Kauf
     1.2. Verbaler Stamm wird mit Flexionsendung übernommen (VERB ZU SUBS)
            laufen => das Laufen
            kaufen => das Kaufen

    2. Meist deverbaler Stamm wird übernommen, aber mit Vokalwechsel (VERB ZU
        SUBS)
            fliegen => der Flug
            fließen => der Fluss

    => geht auch von SUBS zu VERB, dann meist ins Infinitiv
            Google => googlen
            Feier => feiern
 
            

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TESTE DEIN WISSEN
Morphologie: Was sind die relevanten Wortdefinitionen?
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TESTE DEIN WISSEN
1. Lexikalisches Wort = LEXEM
-syntaktisch autonome Einheiten ohne Flexionsformen
-Einheiten mit demselben Stamm und selber Wortart im Lexikon sortiert
-> stehen im Lexikon: stehen, grau, Tisch

2. Syntaktisches Wort = WORTFORM
-mit Flexionsformen
-Einheiten mit selbem Stamm, Wortart und syntaktischer Kategorie differenziert
-> Im konkreten Text zu finden: stehst, graues, Tische

(3. Empirisches Wort)
-Alles was zwischen Leerzeichen steht; sehr allgemein

(4. Etymologisches Wort)
-Erklärt seine Beschaffenheit und seine Geschichte; zb Stammherkunft etc


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TESTE DEIN WISSEN
Syntax: Welches sind die 4 Verbarten?
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TESTE DEIN WISSEN
1. Vollverben
-Kann alleine das Prädikat des Satzes bilden
BSP. Ich gehe ins Kino

2. Hilfsverben/Auxiliarverben
-Hilft dabei bestimmte Zeitformen für Vollverben zu bilden; Zusatzverb
-Bildet neben Tempus auch noch Modus- sowie Passivformen
BSP. Der Kuchen wird bewundert => Passiv
         Die Fachschaft hat den Studierenden einen Ratschlag gegeben => Perfekt

3. Modalverben
-Drücken Möglichkeiten, Notwendigkeiten, Erlaubnis oder Fähigkeiten aus
-6 feste Modalverben: können, dürfen, wollen, sollen, mögen, müssen

4. Kopulaverben
-bezeichnen einen Zustand oder das Eintreten/die Fortdauer dessen
-sein, werden, bleiben
-bilden das Prädikat mit NP und AP


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TESTE DEIN WISSEN
Syntax: Bestimmung von Satzgliedern - Was ist der Vorfeldtest?
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TESTE DEIN WISSEN
1. Neben der Permutationsprobe/Umstellprobe/Verschiebeprobe gibt es weitere syntaktische Tests um Satzglieder in einem Satz zu ermitteln

-> Vorfeldprobe
-Angelehnt an das Topologische Feldermodell
-Alle Elemente die alleine im Vorfeld des Modells (also vor dem finiten Verb) stehen können bilden ein eigenständiges Satzglied
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TESTE DEIN WISSEN
Syntax: Was ist Verbvalenz?

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TESTE DEIN WISSEN
1. Ein grammatisch korrekter Satz besteht immer mindestens aus einem finiten Verb und seinen Komplementen (+eventuellen Supplementen)
-Die Fähigkeit eines Vollverbs Komplemente zu fordern und mit diesen zusammenzuspielen wird Valenz/Wertigkeit genannt => Verbvalenz = Eigenschaft eines Verbs im Satz Ergänzungen zu fordern


Satz besteht aus:
Finites Verb = (nach Person, Numerus, Tempus, Modus oder Genus verbi konjugiert)
Komplemente = Mitspieler die vom Verb verlangt werden, meistens Subjekt u.o Objekt
Supplemente = andere nicht verbale Ausdrücke; NP, AP, PP und Partikel


                         1. einwertige Valenz: 1 Ergänzung, meist ein Subjekt
                        2. zweiwertige Valenz: 2 Ergänzungen, meist Subjekt und Objekt
                        3. dreiwertige Valenz: 3 Ergänzungen, meist Subjekt und mehrere
                        Objekte
                        4. mehrwertige Valenz: mehr als 3 Ergänzungen, hier kommen oft
                        Supplemente dazu

BSP. Er isst ein Brötchen in einem Park
Komplement[SUBJ] + finites Verb konjugiert nach Person(3.), Tempus(Präs), Genus verbi(aktiv), Modus(Indikativ) und Numerus(Sing) + Komplement[OBJ] + Supplement[Adverbiale Bestimmung des Ortes]
         


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TESTE DEIN WISSEN
Syntax: Was sind flektierbare und nicht-flektierbare Wortarten?
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TESTE DEIN WISSEN
-> Flektierbare Wortarten sind Wörter die in ihrer Ursprungsgestalt veränderlich sind und deshalb flektiert werden (Stichpunkt Flexion => beugen)

Flektierbare Wortarten:                          Nicht-flektierbare Wortarten:
Substantive/Nomen                               Adverbien
Verben                                                    Interjektionen
Adjektive                                                Konjunktionen
Artikel                                                     Numerale (Zahlwörter)
Pronomen                                              Präpositionen      
                                                               Subjunktionen

-> Verben konjugiert man
-> SUBS, ADJ, ART & PRO
 dekliniert man
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TESTE DEIN WISSEN
Syntax: Wie unterscheidet man nicht-flektierbare Wörter?
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TESTE DEIN WISSEN
-> Da es bei nicht-flektierbaren Wörtern keine Formveränderung gibt, müssen wir auf ihre syntaktischen Funktionen achten um sie zu unterscheiden

WORTART                                     SYNTAKTISCHES KRITERIUM

Adverbien(V,M,N)                          alle nicht-flekt. Wörter die OHNE ein weiteres
                                                       Element im Satz verschoben und in einem Aussage
                                                       satz vor das finite Verb gestellt werden können!                             
 
Interjektionen(x)                           werden durch Satzzeichen gesondert

Konjunktionen                              verbinden meistens Satzteile
(V, bei Verbletztstellung auch LSK,M, N)

Numerale (Zahlwörter)(x)             bezieht sich immer auf SUBS o.ä

Präpositionen(V,M)                       stehen nie alleine, beziehen sich meist auf SUBS

Subjunktionen                              leiten NBS ein, verbinden NBS mit HPS
(V, bei Verbletztstellung auch LSK,M, N)

Je nach syntaktischem Kriterium können die nicht-flektierbaren Wortarten im Vorfeld, Mittelfeld oder Nachfeld des Topologischen Feldermodells stehen. Oder aber auch bei Verbletztstellung in der linken Satzklammer
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Q:
Syntax: ÜBUNG - Einstiegshypothesen; welche stimmt und warum?

•1. Syntaktische Wörter werden wie Perlen an einer Perlenkette zu einem Satz aneinandergereiht. 
•2. Syntaktische Wörter sind Bestandteile größerer Einheiten, die wiederum zu einem Satz zusammengefügt werden.
A:
•1. Syntaktische Wörter werden wie Perlen an einer Perlenkette zu einem Satz aneinandergereiht.
•2. Syntaktische Wörter sind Bestandteile größerer Einheiten, die wiederum zu einem Satz zusammengefügt werden.

-> Würde Hypothese 1 stimmen wäre die Reihenfolge der Wörter egal und jedes Wort könnte beliebig umgestellt werden X falsch
oder jedes Wort hätte eine bestimmte Position und nichts kann umgestellt weden X auch falsch

=> Demnach Hypothese 2 richtig: es gibt bestimmte Regeln nach welchen sich ein Satz syntaktisch strukturieren lässt; es gibt Einheiten zwischen Wörtern und ganzen Sätzen
Q:
Basics&Morphologie: Wortarten?
A:
1. Morpheme bilden Wörter. Es gibt verschiedene Wortarten

Wortartenliste:
Substantiv SUBS = Tisch, Liebe, Heute
Adjektiv ADJ = kalt, schön, tief
Verb VERB = schlagen, singen
Pronomen PRO = sie, ihr, er, ihm
Artikel ART = der, die, das, ein, eine
Adverb ADV = 
             1. Adverben des Ortes: ins Kino, im Park
            2. Adverben der Zeit: am Montag, 6 Stunden, in 10 Minuten
            3. Adverben der Art und Weise: rückwärts, schnell [Modaladverbial]
            4. Adverben des Grundes: weil ich xy mache, wegen xy [Kausaladverbial]
Präpositionen PRÄP = auf, an, hinter, in, unter
Konjunktion KJN = aber, denn, oder, als, bis, wenn, und
Interjektion INTERJ = huhu, prost, ähm, tja
Partikel PART = bloss, halt, ja, mal, überhaupt


Q:
Syntax: Finite vs. Infinite Verben
A:
1. Finite Verben
-Kann alleine in einem Satz das Prädikat bilden
-Konjugiert, drückt Person, Numerus, Genus, Modus und Tempus aus /Personalform!/
-Verben mit Endungen
-Ändert sich mit dem Subjekt = kongruiert damit/Kongruenz

2. Infinite Verben
-Kann nicht alleine das Prädikat bilden
-Nicht nach Person und Numerus, Tempus oder Modus konjugiert /ändert sich nicht mit der Person/ 
-Ohne Personal oder Tempusendung
-Können aber für manche Merkmale flexiert werden

Person Finites Verb/Personalform Infinites Verb
Ich habe einen Kuchen gebacken.

Du hast einen Kuchen gebacken.

Q:
Morphologie: Prozess II - Wortbildung

A:
1. Wortbildung untersucht die Bildung neuer Lexeme (durch Stämme & Affixe in Kombinationen)
        -> 3 Formen:
                    1. Derivation, 2. Konversion, 3. Komposition

Q:
Morphologie: Wortbildungsprozess 1 Derivation
A:
1. Derivation
-Wortbildung mit grammatischen, gebundenen Morphemen => Derivationsmorphemen
-Stamm + Derivationsmorphem bildet neuen Stamm
BSP. {ver}[Derivationsprefix] + {lauf}[Stamm1] = {verlauf}

-> {verlauf} kann jetzt noch mithilfe von Flexiven eine syntaktische Wortform bilden
{verlauf} + {-en}[Flexionssuffix] = {verlaufen}; 1. Ps. Plural Indikativ Aktiv Präs

-> Stämme können immer mit Flexiven syntaktisch nutzbar gemacht werden, Derivationsmorpheme ansich nicht - erst wenn sie mit einem Stamm einen neuen Stamm gebildet haben:

be = noch nicht flektierbar
zieh = zieht, ziehst = flektierbar

be + zieh = bezieh

bezieh = beziehst, beziehen = flektierbar


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Q:
Morphologie: Wortbildungsprozess 2 Konversion
A:
1. Konversion wird manchmal als besondere Form der Derivation gezählt, manchmal aber auch als eigenständige Wortbildungsmethode
-Konversion bezeichnet die Überführung eines Wortes in eine andre Wortart!!!

-> Häufigste Konversionfälle:
      1. Meist deverbaler Stamm wird ohne Veränderung übernommen (VERB zu SUBS)
            laufen => der Lauf
            kaufen => der Kauf
     1.2. Verbaler Stamm wird mit Flexionsendung übernommen (VERB ZU SUBS)
            laufen => das Laufen
            kaufen => das Kaufen

    2. Meist deverbaler Stamm wird übernommen, aber mit Vokalwechsel (VERB ZU
        SUBS)
            fliegen => der Flug
            fließen => der Fluss

    => geht auch von SUBS zu VERB, dann meist ins Infinitiv
            Google => googlen
            Feier => feiern
 
            

Q:
Morphologie: Was sind die relevanten Wortdefinitionen?
A:
1. Lexikalisches Wort = LEXEM
-syntaktisch autonome Einheiten ohne Flexionsformen
-Einheiten mit demselben Stamm und selber Wortart im Lexikon sortiert
-> stehen im Lexikon: stehen, grau, Tisch

2. Syntaktisches Wort = WORTFORM
-mit Flexionsformen
-Einheiten mit selbem Stamm, Wortart und syntaktischer Kategorie differenziert
-> Im konkreten Text zu finden: stehst, graues, Tische

(3. Empirisches Wort)
-Alles was zwischen Leerzeichen steht; sehr allgemein

(4. Etymologisches Wort)
-Erklärt seine Beschaffenheit und seine Geschichte; zb Stammherkunft etc


Q:
Syntax: Welches sind die 4 Verbarten?
A:
1. Vollverben
-Kann alleine das Prädikat des Satzes bilden
BSP. Ich gehe ins Kino

2. Hilfsverben/Auxiliarverben
-Hilft dabei bestimmte Zeitformen für Vollverben zu bilden; Zusatzverb
-Bildet neben Tempus auch noch Modus- sowie Passivformen
BSP. Der Kuchen wird bewundert => Passiv
         Die Fachschaft hat den Studierenden einen Ratschlag gegeben => Perfekt

3. Modalverben
-Drücken Möglichkeiten, Notwendigkeiten, Erlaubnis oder Fähigkeiten aus
-6 feste Modalverben: können, dürfen, wollen, sollen, mögen, müssen

4. Kopulaverben
-bezeichnen einen Zustand oder das Eintreten/die Fortdauer dessen
-sein, werden, bleiben
-bilden das Prädikat mit NP und AP


Q:
Syntax: Bestimmung von Satzgliedern - Was ist der Vorfeldtest?
A:
1. Neben der Permutationsprobe/Umstellprobe/Verschiebeprobe gibt es weitere syntaktische Tests um Satzglieder in einem Satz zu ermitteln

-> Vorfeldprobe
-Angelehnt an das Topologische Feldermodell
-Alle Elemente die alleine im Vorfeld des Modells (also vor dem finiten Verb) stehen können bilden ein eigenständiges Satzglied
Q:
Syntax: Was ist Verbvalenz?

A:
1. Ein grammatisch korrekter Satz besteht immer mindestens aus einem finiten Verb und seinen Komplementen (+eventuellen Supplementen)
-Die Fähigkeit eines Vollverbs Komplemente zu fordern und mit diesen zusammenzuspielen wird Valenz/Wertigkeit genannt => Verbvalenz = Eigenschaft eines Verbs im Satz Ergänzungen zu fordern


Satz besteht aus:
Finites Verb = (nach Person, Numerus, Tempus, Modus oder Genus verbi konjugiert)
Komplemente = Mitspieler die vom Verb verlangt werden, meistens Subjekt u.o Objekt
Supplemente = andere nicht verbale Ausdrücke; NP, AP, PP und Partikel


                         1. einwertige Valenz: 1 Ergänzung, meist ein Subjekt
                        2. zweiwertige Valenz: 2 Ergänzungen, meist Subjekt und Objekt
                        3. dreiwertige Valenz: 3 Ergänzungen, meist Subjekt und mehrere
                        Objekte
                        4. mehrwertige Valenz: mehr als 3 Ergänzungen, hier kommen oft
                        Supplemente dazu

BSP. Er isst ein Brötchen in einem Park
Komplement[SUBJ] + finites Verb konjugiert nach Person(3.), Tempus(Präs), Genus verbi(aktiv), Modus(Indikativ) und Numerus(Sing) + Komplement[OBJ] + Supplement[Adverbiale Bestimmung des Ortes]
         


Q:
Syntax: Was sind flektierbare und nicht-flektierbare Wortarten?
A:
-> Flektierbare Wortarten sind Wörter die in ihrer Ursprungsgestalt veränderlich sind und deshalb flektiert werden (Stichpunkt Flexion => beugen)

Flektierbare Wortarten:                          Nicht-flektierbare Wortarten:
Substantive/Nomen                               Adverbien
Verben                                                    Interjektionen
Adjektive                                                Konjunktionen
Artikel                                                     Numerale (Zahlwörter)
Pronomen                                              Präpositionen      
                                                               Subjunktionen

-> Verben konjugiert man
-> SUBS, ADJ, ART & PRO
 dekliniert man
Q:
Syntax: Wie unterscheidet man nicht-flektierbare Wörter?
A:
-> Da es bei nicht-flektierbaren Wörtern keine Formveränderung gibt, müssen wir auf ihre syntaktischen Funktionen achten um sie zu unterscheiden

WORTART                                     SYNTAKTISCHES KRITERIUM

Adverbien(V,M,N)                          alle nicht-flekt. Wörter die OHNE ein weiteres
                                                       Element im Satz verschoben und in einem Aussage
                                                       satz vor das finite Verb gestellt werden können!                             
 
Interjektionen(x)                           werden durch Satzzeichen gesondert

Konjunktionen                              verbinden meistens Satzteile
(V, bei Verbletztstellung auch LSK,M, N)

Numerale (Zahlwörter)(x)             bezieht sich immer auf SUBS o.ä

Präpositionen(V,M)                       stehen nie alleine, beziehen sich meist auf SUBS

Subjunktionen                              leiten NBS ein, verbinden NBS mit HPS
(V, bei Verbletztstellung auch LSK,M, N)

Je nach syntaktischem Kriterium können die nicht-flektierbaren Wortarten im Vorfeld, Mittelfeld oder Nachfeld des Topologischen Feldermodells stehen. Oder aber auch bei Verbletztstellung in der linken Satzklammer
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