Biopsychologie (komprimiert) at Universität Hildesheim | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Biopsychologie (komprimiert) an der Universität Hildesheim

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Biopsychologie (komprimiert) Kurs an der Universität Hildesheim zu.

TESTE DEIN WISSEN

Was sind die wesentlichen

Lagebezeichnungen des

anatomischen Koordinatensystems in

Bezug auf das Gehirn eines

Menschen?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN


Oben = superior, dorsal

Unten = inferior, ventral

Vorne = anterior, rostral

Hinten = posterior, caudal

Seitlich = lateral

Mittig = medial

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TESTE DEIN WISSEN

Rolle/Aufgabe von Astrozyten

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

-Astrozyten gehören zu den Gliazellen

-sie haben eine sternförmige Struktur mit starker Verästelung der Fortsätze

-mit den Fortsätzen nehmen sie Kontakt zu vielen Neuronen auf

-sie bilden außerdem eine dichte Barriere um die Gefäße des Gehirns herum

->sind Bestandteil der Blut-Hirn-Schranke


-einige Astrozyten sind am Transport von Nährstoffen zu den Neuronen beteiligt

-es wird angenommen, dass sie unmittelbar an der Signalübertragung von Neuron zu Neuron beteiligt sind

->können die Ausbreitung von Neurotransmittern begrenzen, indem sie sie aufnehmen

-sind an der Regulation der Kaliumionenkonzentration im extrazellulären Gehirngewebe beteiligt

-sind beim Aufbau von Kontaktstellen zwischen Neuronen beteiligt

->beliefern Neuronen mit Cholesterin (wichtiger für Bildung von neuronalen Kontakten)

-bei Verletzung/Degeneratiob von Neuronen können Astrozyten Füllgewebe bilden 

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TESTE DEIN WISSEN

Was versteht man unter einer funktionalen Lateralisation?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

-Von einer funktionalen Lateralisation ist die Rede, wenn sich

spezifisches Erleben und Verhalten bevorzugt (d.h. dominant und nicht ausschließlich!) Informationsverarbeitungsprozessen in einer der beiden Hirnhälften zuordnen lässt

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TESTE DEIN WISSEN

Nennen Sie ein Beispiel für eine anatomische Lateralisation

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

-Beispiele für eine anatomische Lateralisation sind das Wernicke und Broca-Areal, die sich bei ca. 98% aller Rechtshänder und ca.

70% der Linkshänder in der linken Hemisphäre befinden

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TESTE DEIN WISSEN

Bevorzugte Verhaltensfunktionen der linken  Hemisphäre (Lateralisation)

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

• das phonologische Arbeitsgedächtnis,

• die Bildung von semantischen Assoziationen,

• detaillierte Analyseprozesse,

• Konsolidierung, Speicherung und Abruf von semantischen Informationen,

• Sprache, Lesen & Schreiben,

• Ratio & Logik,

• Arithmetik,

• Regeln und Gesetze

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TESTE DEIN WISSEN

Bevorzugte Verhaltensfunktionen der rechten Hemisphäre (Lateralisation)


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

• das visuell-räumliche Arbeitsgedächtnis,

• Konsolidierung, Speicherung und Abruf von episodischen

Informationen,

• Raumempfinden & Raumorientierung,

• die Verarbeitung und mentale Rotation von geometrischen

Figuren,

• Geometrie,

• das autonoetische Bewusstsein (Bewusstsein von sich selbst),

• die Verarbeitung emotionaler Inhalte,

• die Verarbeitung von Gesichtern und emotionalen Gesichtsausdrücken,

• Bilder- und Körpersprache,

• Neugierverhalten und Spielen,

• Kunst, Tanz, Gesang & Musik

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TESTE DEIN WISSEN

Was versteht man unter einer anatomischen Lateralisation?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Finden sich spezifische anatomische Strukturen nur in einer Hirnhälfte, so bezeichnet man dies als anatomische

Lateralisation

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TESTE DEIN WISSEN

Was versteht man unter „Dichotischem Hören“? Beschreiben Sie

eine Beispieluntersuchung (z.B. Cherry, 1953).

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

-bietet eine sehr einfache, nicht-invasive und schnelle Möglichkeit, die hemisphärische Verortung von Spracharealen zu prüfen

-benötigt: Computer mit einer psychologischen Präsentationssoftware für die Darbietung von Konsonant-

Vokalkombinationen (z.B. "MA" oder "PA") und einen Kopfhörer 


-Aufgabe der Probanden: eine Konsonant-Vokal-Kombination, die mit Hilfe des Kopfhörers exklusiv dem linken

Ohr präsentiert wurde, unmittelbar laut auszusprechen


neuronale Informationsverarbeitung: 

-Schallwellen gelangen über die linke Ohrmuschel und den äußeren Gehörgang zum Trommelfell

->daraufhin in Schwingung versetzt

-Schwingungen werden über die Gehörknöchelchen verstärkt und wirken auf die Perilymph- und Endolymphflüssigkeit der Cochlea (Innenohrs)

-Verschiebungen dieser Flüssigkeiten führen zu Erregungen der Haarsinneszellen auf der Basilarmembran des Innenohrs, 

->überführen den physikalischen Reiz in neuronale Signale

-Reiz wird am Hörnerv entlang zu Hirnnervenkernen im ipsilateralen linken Pons weitergeleitet

-In den Vestibulariskernen der Pons erfolgt eine Übertragung der Signale auf Neuronen, deren Axone im Hirnstamm auf die contralaterale rechte Seite kreuzen und dort bis zum Colliculus inferior des Mittelhirns aufsteigen

-Hier erfolgt eine weitere synaptische Umschaltung auf Neuronen, die auf der rechten Seite zunächst zum Corpus geniculatum mediale (einem Teil des Thalamus) und dann weiter zum primären auditorischen Cortex des rechten Temporallappens projizieren

-Im primären auditorischen Cortex erfolgt eine ersten Analyse der eingehenden auditorischen Informationen

->Zum Wortverständnis des Gehörten muss die Information nun (bei Menschen deren Sprachverarbeitung dominant in der linken Hirnhälfte verortet ist), über das Corpus Callosum zum Wernicke-

Areal der linken Hemisphäre übertragen werden

-Das Wernicke-Areal analysiert schließlich den sprachlichen

Gehalt des Gehörten

-Zur motorischen Aussprache wird das Verstandene über den Fasciculus arcuatus dem Broca-Areal der linken Seite übermittelt, wo motorische Programme generiert werden

->mit deren Hilfe der primäre motorische Cortex im Gyrus praecentralis des Frontallappen periphere Muskeln des Gesichtes, Mundes und des Kehlkopfes so steuern kann, dass das Wort hörbar und verständlich ausgesprochen wird


->komplexer Vorgang: solche Informationsverarbeitung benötigt einige hunderte Millisekunden Informationsverarbeitungszeit bis zur motorischen Aussprache der gehörten Sprachinformation


-Wird der Person (mit dominanter Sprachverarbeitung in der linken Hemisphäre) eine Konsonant-Vokal-Kombination auf dem rechten Ohr dargeboten, so werden über den Hörnerv zunächst Neuronen im ipsilateralen (nun rechten!) Pons aktiviert

-In den Vestibulariskernen der Pons erfolgt eine Umschaltung auf Neuronen, deren Axone im Hirnstamm auf die contralaterale linke Seite kreuzen und auf dieser Seite bis zum Colliculus inferior des Mittelhirns aufsteigen

-Hier findet sich eine weitere synaptische Umschaltung auf Neuronen, die auf der linken Seite zunächst zum Corpus geniculatum mediale und dann weiter zum primären auditorischen Cortex des linken Temporallappens projizieren

-Von hier erfolgt eine weitere Umschaltung zum Wernicke-Areal der linken Hemisphäre

-Abschließend erfolgt die motorische Aussprache mit Hilfe des Broca-Areals und des primären motorischen Cortex


-Ein Vergleich der Informationsverarbeitung unter beiden

Präsentationsbedingungen verdeutlicht, dass der Signalweg der auditorischen Information (durch eine zusätzlich erforderliche Rückkreuzung über die Mittellinie) deutlich länger ausfällt, wenn sprachliche Informationen dem Ohr der sprachdominanten Seite dargeboten werden

-Zur Lateralitätsprüfung von Sprachfunktionen bietet man daher einem Probanden zeitgleich auf dem linken Ohr das Wort "Ma" und auf dem rechten Ohr das Wort "Pa" dar und fordert den Probanden auf, das erste Wort, das ihm in den Sinn kommt, laut

auszusprechen

-Antwortet der Proband mit "Pa", so ist die Sprachverarbeitung in der linken Hirnhälfte verortet

-Antwortet der Proband hingegen mit "Ma", so kann vermutet werden, dass die Sprache bei dieser Person dominant in ihrer rechten Hirnhälfte verarbeitet wird

->mehrfache Wiederholung der Testung für aussagekräftiges Ergebnis

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HPA-Achse (Langsame Stressreaktionsachse)

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TESTE DEIN WISSEN

=Hypothalamus-Hypohysen-Nebennierenrinden-Achse

-der Ausgangspunkt ist der Hypothalamus

->Hypophyse ist sein hormonelles Ausführungsorgan

->es setzt das Hormon CRH (Kortikotropin-Releasing-Hormon) frei

-CRH erreicht die Adenohypophyse

->hier kann das Hormon ACTH (adenokortikotropes Hormon) augeschüttet werden

-erreicht ACTH die Nebennierenrinde, kann hier die Sekretion von Glukokortikoiden (Kortisol) angeregt werden

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TESTE DEIN WISSEN

Schnelle Stressreaktionsachse

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TESTE DEIN WISSEN

-wirkt über Neurotransmission im symphatischen Nervensystem

-Ausgangspunkt auch hier: Hypothalamus

->Nervenimpulse an den Sympathikus werden ausgelöst

->Aktivität des Sympathikus verändert Aktivität der Organe (z.B. Herzschlagfrequenz wird erhöht, Magenaktivität verringert)

-ebenfalls aktiviert der Sympathikus das Nebennierenmark, welches Adrenalin und Noradrenalin ausschüttet

-> Wirkung des Sympathikus wird verstärkt

-Energie wird mobilisiert (kardiovaskulär, Sauerstoff etc.)

-Hemmung von Sexualhormonen, Schmerzwahrnehmung, Energiespeicherung, Immunsystem etc.


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TESTE DEIN WISSEN

Kortisol

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

– erhöht Verfügbarkeit von Glukose 

– beschleunigt Abbau von Proteinen 

– beeinflusst Appetit, Muskelaktivität 

– hemmt Reproduktionssystem 

– entzündungshemmend (in hoher Dosierung) 

– zerstört Nervenzellen (in unnatürlich hoher Dosierung)

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TESTE DEIN WISSEN

Tip-Links (Erklärung)

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

-Einige Sinneszellen (z.B. im Gehör) haben Haarzellen

-> diese haben an ihrer Oberfläche Stereozilien

->sind nach absteigender Größe geordnet

-an der Spitze dieser Stereozilien befinden sich sehr dünne Stränge von Eiweißmolekülen

-> sogenannte Tip Links

-hier befinden sich Ionenkanäle

->sie ermöglichen Ionenwanderungsprozesse

-Tip  Links  verlaufen  von  den  Spitzen  der kleinen Stereozilien zu den Spitzen der längeren Stereozilien

->Sie gewährleisten, dass der Abstand der Stereozilien konstant  bleibt  und  diese sich  nur  als  gesamtes

Bündel bewegen

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  • 77 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Biopsychologie (komprimiert) Kurs an der Universität Hildesheim - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Was sind die wesentlichen

Lagebezeichnungen des

anatomischen Koordinatensystems in

Bezug auf das Gehirn eines

Menschen?

A:


Oben = superior, dorsal

Unten = inferior, ventral

Vorne = anterior, rostral

Hinten = posterior, caudal

Seitlich = lateral

Mittig = medial

Q:

Rolle/Aufgabe von Astrozyten

A:

-Astrozyten gehören zu den Gliazellen

-sie haben eine sternförmige Struktur mit starker Verästelung der Fortsätze

-mit den Fortsätzen nehmen sie Kontakt zu vielen Neuronen auf

-sie bilden außerdem eine dichte Barriere um die Gefäße des Gehirns herum

->sind Bestandteil der Blut-Hirn-Schranke


-einige Astrozyten sind am Transport von Nährstoffen zu den Neuronen beteiligt

-es wird angenommen, dass sie unmittelbar an der Signalübertragung von Neuron zu Neuron beteiligt sind

->können die Ausbreitung von Neurotransmittern begrenzen, indem sie sie aufnehmen

-sind an der Regulation der Kaliumionenkonzentration im extrazellulären Gehirngewebe beteiligt

-sind beim Aufbau von Kontaktstellen zwischen Neuronen beteiligt

->beliefern Neuronen mit Cholesterin (wichtiger für Bildung von neuronalen Kontakten)

-bei Verletzung/Degeneratiob von Neuronen können Astrozyten Füllgewebe bilden 

Q:

Was versteht man unter einer funktionalen Lateralisation?

A:

-Von einer funktionalen Lateralisation ist die Rede, wenn sich

spezifisches Erleben und Verhalten bevorzugt (d.h. dominant und nicht ausschließlich!) Informationsverarbeitungsprozessen in einer der beiden Hirnhälften zuordnen lässt

Q:

Nennen Sie ein Beispiel für eine anatomische Lateralisation

A:

-Beispiele für eine anatomische Lateralisation sind das Wernicke und Broca-Areal, die sich bei ca. 98% aller Rechtshänder und ca.

70% der Linkshänder in der linken Hemisphäre befinden

Q:

Bevorzugte Verhaltensfunktionen der linken  Hemisphäre (Lateralisation)

A:

• das phonologische Arbeitsgedächtnis,

• die Bildung von semantischen Assoziationen,

• detaillierte Analyseprozesse,

• Konsolidierung, Speicherung und Abruf von semantischen Informationen,

• Sprache, Lesen & Schreiben,

• Ratio & Logik,

• Arithmetik,

• Regeln und Gesetze

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Q:

Bevorzugte Verhaltensfunktionen der rechten Hemisphäre (Lateralisation)


A:

• das visuell-räumliche Arbeitsgedächtnis,

• Konsolidierung, Speicherung und Abruf von episodischen

Informationen,

• Raumempfinden & Raumorientierung,

• die Verarbeitung und mentale Rotation von geometrischen

Figuren,

• Geometrie,

• das autonoetische Bewusstsein (Bewusstsein von sich selbst),

• die Verarbeitung emotionaler Inhalte,

• die Verarbeitung von Gesichtern und emotionalen Gesichtsausdrücken,

• Bilder- und Körpersprache,

• Neugierverhalten und Spielen,

• Kunst, Tanz, Gesang & Musik

Q:

Was versteht man unter einer anatomischen Lateralisation?

A:

Finden sich spezifische anatomische Strukturen nur in einer Hirnhälfte, so bezeichnet man dies als anatomische

Lateralisation

Q:

Was versteht man unter „Dichotischem Hören“? Beschreiben Sie

eine Beispieluntersuchung (z.B. Cherry, 1953).

A:

-bietet eine sehr einfache, nicht-invasive und schnelle Möglichkeit, die hemisphärische Verortung von Spracharealen zu prüfen

-benötigt: Computer mit einer psychologischen Präsentationssoftware für die Darbietung von Konsonant-

Vokalkombinationen (z.B. "MA" oder "PA") und einen Kopfhörer 


-Aufgabe der Probanden: eine Konsonant-Vokal-Kombination, die mit Hilfe des Kopfhörers exklusiv dem linken

Ohr präsentiert wurde, unmittelbar laut auszusprechen


neuronale Informationsverarbeitung: 

-Schallwellen gelangen über die linke Ohrmuschel und den äußeren Gehörgang zum Trommelfell

->daraufhin in Schwingung versetzt

-Schwingungen werden über die Gehörknöchelchen verstärkt und wirken auf die Perilymph- und Endolymphflüssigkeit der Cochlea (Innenohrs)

-Verschiebungen dieser Flüssigkeiten führen zu Erregungen der Haarsinneszellen auf der Basilarmembran des Innenohrs, 

->überführen den physikalischen Reiz in neuronale Signale

-Reiz wird am Hörnerv entlang zu Hirnnervenkernen im ipsilateralen linken Pons weitergeleitet

-In den Vestibulariskernen der Pons erfolgt eine Übertragung der Signale auf Neuronen, deren Axone im Hirnstamm auf die contralaterale rechte Seite kreuzen und dort bis zum Colliculus inferior des Mittelhirns aufsteigen

-Hier erfolgt eine weitere synaptische Umschaltung auf Neuronen, die auf der rechten Seite zunächst zum Corpus geniculatum mediale (einem Teil des Thalamus) und dann weiter zum primären auditorischen Cortex des rechten Temporallappens projizieren

-Im primären auditorischen Cortex erfolgt eine ersten Analyse der eingehenden auditorischen Informationen

->Zum Wortverständnis des Gehörten muss die Information nun (bei Menschen deren Sprachverarbeitung dominant in der linken Hirnhälfte verortet ist), über das Corpus Callosum zum Wernicke-

Areal der linken Hemisphäre übertragen werden

-Das Wernicke-Areal analysiert schließlich den sprachlichen

Gehalt des Gehörten

-Zur motorischen Aussprache wird das Verstandene über den Fasciculus arcuatus dem Broca-Areal der linken Seite übermittelt, wo motorische Programme generiert werden

->mit deren Hilfe der primäre motorische Cortex im Gyrus praecentralis des Frontallappen periphere Muskeln des Gesichtes, Mundes und des Kehlkopfes so steuern kann, dass das Wort hörbar und verständlich ausgesprochen wird


->komplexer Vorgang: solche Informationsverarbeitung benötigt einige hunderte Millisekunden Informationsverarbeitungszeit bis zur motorischen Aussprache der gehörten Sprachinformation


-Wird der Person (mit dominanter Sprachverarbeitung in der linken Hemisphäre) eine Konsonant-Vokal-Kombination auf dem rechten Ohr dargeboten, so werden über den Hörnerv zunächst Neuronen im ipsilateralen (nun rechten!) Pons aktiviert

-In den Vestibulariskernen der Pons erfolgt eine Umschaltung auf Neuronen, deren Axone im Hirnstamm auf die contralaterale linke Seite kreuzen und auf dieser Seite bis zum Colliculus inferior des Mittelhirns aufsteigen

-Hier findet sich eine weitere synaptische Umschaltung auf Neuronen, die auf der linken Seite zunächst zum Corpus geniculatum mediale und dann weiter zum primären auditorischen Cortex des linken Temporallappens projizieren

-Von hier erfolgt eine weitere Umschaltung zum Wernicke-Areal der linken Hemisphäre

-Abschließend erfolgt die motorische Aussprache mit Hilfe des Broca-Areals und des primären motorischen Cortex


-Ein Vergleich der Informationsverarbeitung unter beiden

Präsentationsbedingungen verdeutlicht, dass der Signalweg der auditorischen Information (durch eine zusätzlich erforderliche Rückkreuzung über die Mittellinie) deutlich länger ausfällt, wenn sprachliche Informationen dem Ohr der sprachdominanten Seite dargeboten werden

-Zur Lateralitätsprüfung von Sprachfunktionen bietet man daher einem Probanden zeitgleich auf dem linken Ohr das Wort "Ma" und auf dem rechten Ohr das Wort "Pa" dar und fordert den Probanden auf, das erste Wort, das ihm in den Sinn kommt, laut

auszusprechen

-Antwortet der Proband mit "Pa", so ist die Sprachverarbeitung in der linken Hirnhälfte verortet

-Antwortet der Proband hingegen mit "Ma", so kann vermutet werden, dass die Sprache bei dieser Person dominant in ihrer rechten Hirnhälfte verarbeitet wird

->mehrfache Wiederholung der Testung für aussagekräftiges Ergebnis

Q:

HPA-Achse (Langsame Stressreaktionsachse)

A:

=Hypothalamus-Hypohysen-Nebennierenrinden-Achse

-der Ausgangspunkt ist der Hypothalamus

->Hypophyse ist sein hormonelles Ausführungsorgan

->es setzt das Hormon CRH (Kortikotropin-Releasing-Hormon) frei

-CRH erreicht die Adenohypophyse

->hier kann das Hormon ACTH (adenokortikotropes Hormon) augeschüttet werden

-erreicht ACTH die Nebennierenrinde, kann hier die Sekretion von Glukokortikoiden (Kortisol) angeregt werden

Q:

Schnelle Stressreaktionsachse

A:

-wirkt über Neurotransmission im symphatischen Nervensystem

-Ausgangspunkt auch hier: Hypothalamus

->Nervenimpulse an den Sympathikus werden ausgelöst

->Aktivität des Sympathikus verändert Aktivität der Organe (z.B. Herzschlagfrequenz wird erhöht, Magenaktivität verringert)

-ebenfalls aktiviert der Sympathikus das Nebennierenmark, welches Adrenalin und Noradrenalin ausschüttet

-> Wirkung des Sympathikus wird verstärkt

-Energie wird mobilisiert (kardiovaskulär, Sauerstoff etc.)

-Hemmung von Sexualhormonen, Schmerzwahrnehmung, Energiespeicherung, Immunsystem etc.


Q:

Kortisol

A:

– erhöht Verfügbarkeit von Glukose 

– beschleunigt Abbau von Proteinen 

– beeinflusst Appetit, Muskelaktivität 

– hemmt Reproduktionssystem 

– entzündungshemmend (in hoher Dosierung) 

– zerstört Nervenzellen (in unnatürlich hoher Dosierung)

Q:

Tip-Links (Erklärung)

A:

-Einige Sinneszellen (z.B. im Gehör) haben Haarzellen

-> diese haben an ihrer Oberfläche Stereozilien

->sind nach absteigender Größe geordnet

-an der Spitze dieser Stereozilien befinden sich sehr dünne Stränge von Eiweißmolekülen

-> sogenannte Tip Links

-hier befinden sich Ionenkanäle

->sie ermöglichen Ionenwanderungsprozesse

-Tip  Links  verlaufen  von  den  Spitzen  der kleinen Stereozilien zu den Spitzen der längeren Stereozilien

->Sie gewährleisten, dass der Abstand der Stereozilien konstant  bleibt  und  diese sich  nur  als  gesamtes

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