Allgemeine Psychologie 2 at Universität Heidelberg

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Nennen Sie 3 Formen der Denkpsychologie aus philosophischer Sicht

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Was versteht man unter einem Trieb?

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Was versteht man unter einem Anreiz?

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Was versteht man unter dem Leistungsmotiv?

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Was meint Darwin (1871) wenn er von instiktiven Handlungen im Kontext evolutionspsychologischer Theorien spricht?

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Wie werden Instinkttheorien kritisiert?

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Erläutern Sie den Verusch (Ratten) von Hull. Welche Befunde lieferte der Versuch?

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Erläutern Sie das Personenmodell (P)

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Was versteht man unter dem Zeigarnik-Effekt?

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Was versteht man unter dem Ovsiankina-Effekt?

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Erläutern Sie das Umweltmodell (U)

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Nennen und erläutern Sie die 4 Konflikte der Kontlikttypologie

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Allgemeine Psychologie 2

Nennen Sie 3 Formen der Denkpsychologie aus philosophischer Sicht

- Deduktion
- Induktion
- Abduktion

Allgemeine Psychologie 2

Was versteht man unter einem Trieb?

- innere Zustand im Vordergrund

- innerlich erlebte aktivierende Anspannung, dessen Reduktion als befriedigend und lustvoll erlebt wird

Allgemeine Psychologie 2

Was versteht man unter einem Anreiz?

- „Wert“ eines Objekts oder einer Situation für eine Person
- affektive Reaktion auf bedürfnisrelevante Reize
- (intrinsische) Tätigkeits- und (extrinsische) Ergebnisanreize
- Anreize wirken nur dann, wenn sie einem Ziel entsprechen

Allgemeine Psychologie 2

Was versteht man unter dem Leistungsmotiv?

Wunsch, eine „gute“ Leistung zu erbringen

- LM bezeichnet „das Bestreben, die eigene Tüchtigkeit in all jenen Tätigkeiten zu steigern oder möglichst
hoch zu halten, in denen man einen Gütemaßstab für verbindlich hält, und deren Ausführung deshalb
gelingen oder misslingen kann.“ (Heckhausen, 1965)

- Das LM ist weitgehend unabhängig von den mit der Tüchtigkeit verbundenen Folgen (Belohnung,

Anerkennung, etc.); entscheidend für LM ist die Tüchtigkeit selbst (=seine Aufgaben mit Können und Fleiß erfüllend)

Allgemeine Psychologie 2

Was meint Darwin (1871) wenn er von instiktiven Handlungen im Kontext evolutionspsychologischer Theorien spricht?

„Wenn eine Handlung, zu deren Vollziehung selbst von unserer Seite Erfahrung vorausgesetzt wird, von Seiten eines Tieres und besonders eines sehr jungen Tieres noch ohne alle Erfahrung ausgeführt wird und wenn sie auf gleiche Weise bei sehr vielen Tieren erfolgt, so wird sie gewöhnlich eine Instinkthandlung genannt.“


-> Konzipiert Instinkte als “animalische” Antriebskräfte à Sexualität; Hunger; Durst & Aggression
- Antriebskräfte sind genetisch fixiert, angeboren
- universell vorhanden
- evolutionsgeschichtlich selektiert
-> Wirken auch im Menschen, d.h. viele menschliche Handlungen dienen der Triebbefriedigung

Allgemeine Psychologie 2

Wie werden Instinkttheorien kritisiert?

- Nahezu jedes menschliche Verhalten ist modifizierbar
-> Hunger: Anorexia, Hungerstreik
-> Sexualität: Zölibat
-> Aggression: Pazifismus
Beispiele dafür, dass Personen Trieb nicht ausleben / nicht nachgeben

- Terminologische Verwirrung (Instinkt, Gewohnheiten, Reflexe)
- Selbst einfachste Verhaltensweisen wie das Aufsuchen von Essen und Trinken sind erfahrungs- und lernabhängig

Allgemeine Psychologie 2

Erläutern Sie den Verusch (Ratten) von Hull. Welche Befunde lieferte der Versuch?

Prozedur: 3 Gruppen von Ratten, die unterschiedlich stark gefüttert werden; eine Gruppe bekommt 1 Futterkugel
für bestimmtes gezeigtes Verhalten (Weg durch Labyrinth); die zweite Gruppe bekommt 16 und die dritte Gruppe
bekommt 256 Futterkugeln


21 Durchgang: Veränderung der Belohnungsmenge; alle Raten bekommen 16 Futterkugeln
- 1 Kugel = deutl. Anstiegt der Laufgeschwindigkeit
- 16 Kugeln = keine Veränderung
- 256: sprunghafter Abfall der Laufgeschwindigkeit
= objektive Belohnung identisch, aufgrund unterschiedlicher Vorerfahrung à verschiedene Auswirkung auf
Motivation


-> Modifikation: weiterer Einflussfaktor auf die neben der Triebstärke und Habitstärke = Anreizstärke
-> Anreizstärke ist als subjektiv empfundene Anreizstärke konzipiert

Allgemeine Psychologie 2

Erläutern Sie das Personenmodell (P)

- Innerhalb einer Person entstehen Spannungen und Energien, die sie dazu bewegen, bestimmtes Verhalten
zu zeigen; ursächlich für Spannungen sind: Bedürfnisse
- Zentrale Bereiche (Bedürfnisse)
- Periphere Bereiche (Quasibedürfnisse = Ziele)


- Periphere Bereiche stehen mit der Umwelt in Beziehung (= sozialpsychologische Theorie)
- Unerledigte Ziele erzeugen Spannungen
- Nahe beieinander liegende Umweltbereiche können sich substituieren

Allgemeine Psychologie 2

Was versteht man unter dem Zeigarnik-Effekt?

Zeigarnik-Effekt: Besseres Gedächtnis für unerledigte Handlungen

Allgemeine Psychologie 2

Was versteht man unter dem Ovsiankina-Effekt?

Ovsiankina-Effekt: Perseverationstendezen bei unerledigten Handlungen (Fortführen)

Allgemeine Psychologie 2

Erläutern Sie das Umweltmodell (U)

- Zielbereiche der Umwelt erhalten durch ihre Relation zu den (Quasi-)Bedürfnissen der Person positive und negative Valenz
- Stärke der Valenz ist eine Funktion der Bedürfnisspannung (s) und intrinsische Eigenschaften des Zielobjekts
(Z): Va = f(s, Z)
- Je intensiver das Bedürfnis und zweckdienlicher die Eigenschaften für die Bedürfnisbefriedigung, desto
stärker ist die Valenz
- Valenz (Zielbereich) wird zum Zentrum eines Kräftefelds

Allgemeine Psychologie 2

Nennen und erläutern Sie die 4 Konflikte der Kontlikttypologie

Annäherungs-Annäherungs-Konflikt
- Leicht aufzulösen: Bewegung in eine Richtung verschiebt die Distanzen und verstärkt die Asymmetrie im
Kräftefeld zugunsten der näheren Alternative


Vermeidungs-Vermeidungs-Konflikt
- Schwierig aufzulösen: Bewegung in eine Richtung erhöht die abstoßenden Kräfte der näheren Alternative


Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt
- Gemisch positiver und negativer Valenzen in einem Objekt
- Gleichgewicht durch unterschiedliche Steigung der Annäherungs- und Vermeidungs-Gradienten


Doppelter Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt
- Strukturell ähnlich wie Vermeidungs-Vermeidungs-Konflikt

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