KRIMINOLOGIE at Universität Hamburg | Flashcards & Summaries

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Wie wird der Begriff der Kriminologie definiert und womit beschäftigt sich die Kriminologie? (1/2)

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Kriminologie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft (Psychologie, Soziologie und Psychiatrie) umfassend. 

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Wie wird der natürliche Verbrechensbegriff definiert? Und was ist kritisch dagegen einzuwenden (2/2)?

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Im Kernbereich einfach abzustufen, allerdings im Randbereich/ Einzelfallbetrachtung schwierig einzuordnen, wa

nn das durchschnittliche Maß an Mitleid und Redlichkeit überschritten sei. (Abtreibung/Besitz von Betäubungsmitteln).

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Was unterscheidet die Kriminologie von der Kriminalistik?

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Die Kriminologie befasst sich größtenteils mit der Ursachenforschung, während die Kriminalistik die Aufklärung von Straftaten, also die Technik der Verbrechensaufklärung beinhaltet.





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Wie wird der Begriff der Kriminologie definiert und womit beschäftigt sich die Kriminologie? (2/2)

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Die Kriminologie beschäftigt sich mit

1. den Erscheinungsformen und Ursachen von Kriminalität (Phänomeonologie/Ätiologie)

2. Dem Täter (Forensische Psychologie und Psychiatrie)

3.dem Opfer (Viktimologie)

4. Der Kontrolle und der Behandlung des Straftäters, sowie der Wirkung der Strafe (Poetologie, Kriminaltherapie, Instanzenforschung, Statistik)









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Welche Verbrechensbegriffe gibt es und wie unterscheiden sie sich? (3/4)

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3. soziologische (materielle) Verbrechensbegriff

der soziologische Verbrechensbegriff umfasst alle Handlungen, die zwar sozialschädlich, aber nicht mit Strafe bedroht sind (weiter als der formelle).


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Was versteht man unter der Neukriminalisierung und Entkriminalisierung in Bezug auf den Verbrechensbegriff?

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Im Laufe der Zeit ändert sich die gesellschaftliche Bewertung des materiellen Verbrechensbegriffs, sodass er immer mehr mit dem formellen gleichzieht. Verhaltensweisen, die in der Vergangenheit mit Strafe bedroht waren, sind nun nicht mehr Strafbar (Entkriminalisierung), oder werden als Ordnungswidrigkeiten eingestuft, während andere Verhaltensweisen als Verbrechen eingestuft werden (Neukriminalisierung)- zum Beispiel einer Reihe neuer Tatbestände im Umwelt und Wirtschaftsrecht. All die Prozesse beruhen auf einen sich ändernden materiellen Verbrechensbegriff. 



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Welche Verbrechensbegriffe gibt es und wie unterscheiden sie sich? (2/4)

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2. natürlicher Verbrechensbegriff


Taten die zu allen Zeiten und in allen Kulturen als verwerflich angesehen werden. Verbrechen "aus der Natur der Sache heraus" (Delicta mala per se). Hierzu gehören Mord, Raub, schwere KV und Einbruchsdiebstahl. Der natürliche Verbrechensbegriff ist somit enger, als der formelle. 

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Welche gegensätzlichen Ansichten vertraten die Begründer der Kriminologie Cesare di Beccaria (1738-1794) und Rousseau in der Gegenüberstellung? (2/2)

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Laut Rousseau schließe jeder, der in der Gesellschaft legt mit der Gesellschaft einen Vertrag. Der Einzelne erklärt die Regeln der Gesellschaft zu achten und bringt dafür sein Leben als Pfand ein. Verstößt er nun gegen die Gesellschaftsregeln, verliert er damit sein Recht auf Leben. 


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Wofür zeichnet sich Cesare Lombroso (1835-1909) aus?

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Lombroso war Mediziner und zeichnet sich dadurch weniger durch seine philosophischen Ansichten, als durch seine empirische Forschungsweise aus.  Er führte Untersuchungen an Straftätern  durch und kam zu der Überzeugung, dass Kriminelle bereits an äußeren Merkmalen zu erkennen seien (bspw. fliehende Stirn, große Kiefer, asymmetrische Gesichtszüge, Schielen, große Hände und Füße etc.). Schlagwortartig spricht man vom "geborenen Verbrecher". Die These wurde zwar widerlegt, sein Verdienst hat allerdings die Weichen für die empirische Forschung gelegt. 


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Was versteht man unter dem Schulenstreit im 19. Jahrhundert? (1/3)

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Im 19. Jahrhundert stritten sich somit verschiedene Erklärungsansätze um die Ursachen der Kriminalität.


1. Die Italienische Schule

Die positivistische Schule Lombrosos hielt Kriminalität also für angeboren. Relativiert wurde dieser Ansatz Lombrosos bereits von seinem Schüler Ferri, der neben biologischen auch soziale Ursachen für die Entstehung von Kriminalität entdeckte.  


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Welche gegensätzlichen Ansichten vertraten die Begründer der Kriminologie Cesare di Beccaria (1738-1794) und Rousseau in der Gegenüberstellung? (1/2)

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Beccaria fordert in "Über Verbrechen und Strafe" den Grundsatz "in dubio pro reo", die Bindung des Richters an das Gesetz, die Abschaffung der Todesstrafe und die Verdrängung des Vergeltungszwecks im Strafrecht.  Das Leben als höchstes gut könne laut Beccarius nicht als Pfand eingebracht werden, stattdessen aber die Freiheit (Lehre vom partiellen Gesellschaftsvertrag). Deswegen könne statt der Todes-nur eine Freiheitsstrafe verhängt werden.


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Welche Verbrechensbegriffe gibt es und wie unterscheiden sie sich? (1/4)

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1. formeller Verbrechensbegriff

Handlungen, die nach dem StGB mit Strafe bedroht sind (nicht nach dem OWiG)

> eine bestimmte menschliche Verhaltensweise, wird somit erst mit dem Bezug zur Strafnorm zum Verbrechen. Es hängt somit von den Sozi-kulturellen Umständen ab.


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Q:

Wie wird der Begriff der Kriminologie definiert und womit beschäftigt sich die Kriminologie? (1/2)

A:

Kriminologie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft (Psychologie, Soziologie und Psychiatrie) umfassend. 

Q:

Wie wird der natürliche Verbrechensbegriff definiert? Und was ist kritisch dagegen einzuwenden (2/2)?

A:

Im Kernbereich einfach abzustufen, allerdings im Randbereich/ Einzelfallbetrachtung schwierig einzuordnen, wa

nn das durchschnittliche Maß an Mitleid und Redlichkeit überschritten sei. (Abtreibung/Besitz von Betäubungsmitteln).

Q:

Was unterscheidet die Kriminologie von der Kriminalistik?

A:

Die Kriminologie befasst sich größtenteils mit der Ursachenforschung, während die Kriminalistik die Aufklärung von Straftaten, also die Technik der Verbrechensaufklärung beinhaltet.





Q:

Wie wird der Begriff der Kriminologie definiert und womit beschäftigt sich die Kriminologie? (2/2)

A:

Die Kriminologie beschäftigt sich mit

1. den Erscheinungsformen und Ursachen von Kriminalität (Phänomeonologie/Ätiologie)

2. Dem Täter (Forensische Psychologie und Psychiatrie)

3.dem Opfer (Viktimologie)

4. Der Kontrolle und der Behandlung des Straftäters, sowie der Wirkung der Strafe (Poetologie, Kriminaltherapie, Instanzenforschung, Statistik)









Q:



Welche Verbrechensbegriffe gibt es und wie unterscheiden sie sich? (3/4)

A:

3. soziologische (materielle) Verbrechensbegriff

der soziologische Verbrechensbegriff umfasst alle Handlungen, die zwar sozialschädlich, aber nicht mit Strafe bedroht sind (weiter als der formelle).


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Q:

Was versteht man unter der Neukriminalisierung und Entkriminalisierung in Bezug auf den Verbrechensbegriff?

A:

Im Laufe der Zeit ändert sich die gesellschaftliche Bewertung des materiellen Verbrechensbegriffs, sodass er immer mehr mit dem formellen gleichzieht. Verhaltensweisen, die in der Vergangenheit mit Strafe bedroht waren, sind nun nicht mehr Strafbar (Entkriminalisierung), oder werden als Ordnungswidrigkeiten eingestuft, während andere Verhaltensweisen als Verbrechen eingestuft werden (Neukriminalisierung)- zum Beispiel einer Reihe neuer Tatbestände im Umwelt und Wirtschaftsrecht. All die Prozesse beruhen auf einen sich ändernden materiellen Verbrechensbegriff. 



Q:


Welche Verbrechensbegriffe gibt es und wie unterscheiden sie sich? (2/4)

A:

2. natürlicher Verbrechensbegriff


Taten die zu allen Zeiten und in allen Kulturen als verwerflich angesehen werden. Verbrechen "aus der Natur der Sache heraus" (Delicta mala per se). Hierzu gehören Mord, Raub, schwere KV und Einbruchsdiebstahl. Der natürliche Verbrechensbegriff ist somit enger, als der formelle. 

Q:


Welche gegensätzlichen Ansichten vertraten die Begründer der Kriminologie Cesare di Beccaria (1738-1794) und Rousseau in der Gegenüberstellung? (2/2)

A:

Laut Rousseau schließe jeder, der in der Gesellschaft legt mit der Gesellschaft einen Vertrag. Der Einzelne erklärt die Regeln der Gesellschaft zu achten und bringt dafür sein Leben als Pfand ein. Verstößt er nun gegen die Gesellschaftsregeln, verliert er damit sein Recht auf Leben. 


Q:

Wofür zeichnet sich Cesare Lombroso (1835-1909) aus?

A:

Lombroso war Mediziner und zeichnet sich dadurch weniger durch seine philosophischen Ansichten, als durch seine empirische Forschungsweise aus.  Er führte Untersuchungen an Straftätern  durch und kam zu der Überzeugung, dass Kriminelle bereits an äußeren Merkmalen zu erkennen seien (bspw. fliehende Stirn, große Kiefer, asymmetrische Gesichtszüge, Schielen, große Hände und Füße etc.). Schlagwortartig spricht man vom "geborenen Verbrecher". Die These wurde zwar widerlegt, sein Verdienst hat allerdings die Weichen für die empirische Forschung gelegt. 


Q:

Was versteht man unter dem Schulenstreit im 19. Jahrhundert? (1/3)

A:

Im 19. Jahrhundert stritten sich somit verschiedene Erklärungsansätze um die Ursachen der Kriminalität.


1. Die Italienische Schule

Die positivistische Schule Lombrosos hielt Kriminalität also für angeboren. Relativiert wurde dieser Ansatz Lombrosos bereits von seinem Schüler Ferri, der neben biologischen auch soziale Ursachen für die Entstehung von Kriminalität entdeckte.  


Q:

Welche gegensätzlichen Ansichten vertraten die Begründer der Kriminologie Cesare di Beccaria (1738-1794) und Rousseau in der Gegenüberstellung? (1/2)

A:

Beccaria fordert in "Über Verbrechen und Strafe" den Grundsatz "in dubio pro reo", die Bindung des Richters an das Gesetz, die Abschaffung der Todesstrafe und die Verdrängung des Vergeltungszwecks im Strafrecht.  Das Leben als höchstes gut könne laut Beccarius nicht als Pfand eingebracht werden, stattdessen aber die Freiheit (Lehre vom partiellen Gesellschaftsvertrag). Deswegen könne statt der Todes-nur eine Freiheitsstrafe verhängt werden.


Q:

Welche Verbrechensbegriffe gibt es und wie unterscheiden sie sich? (1/4)

A:

1. formeller Verbrechensbegriff

Handlungen, die nach dem StGB mit Strafe bedroht sind (nicht nach dem OWiG)

> eine bestimmte menschliche Verhaltensweise, wird somit erst mit dem Bezug zur Strafnorm zum Verbrechen. Es hängt somit von den Sozi-kulturellen Umständen ab.


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