Einführung in die Religionswissenschaft at Universität Hamburg

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Vishnu

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Islam

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Shiva

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Wie viele Bücher hat die Bibel insgesamt?

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Rituale: tägliche Verehrung der Gottheiten im Puja

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5. Die dreifache Zuflucht

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Die Lehre des Buddha

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Richtungen des Buddhismus

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Funktion religiöser Konzeptionen
von Leben und Tod - Erklärungsansätze

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Zum Religionsverständnis

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Daseins-Merkmale

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7. Buddhistische Ethik: Die fünf Tugendregeln

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Einführung in die Religionswissenschaft

Vishnu

• Der Erhalter, Bewahrer
(steht für das Leben)
• Verkörperung von Gnade und Güte, positiv einwirkend

Gott des Ausgleichs und der Ordnung, dient dem Wohl der Welt
• Er erhält das Leben für eine gewisse Zeit,
dann löst sich alles auf.
• Er zieht sich zurück und bei seinem
erneuten Hinabsteigen in die Welt bilden
sich aus Teilen Vishnus Inkarnationen sog.
avataras.

Verkörperungen Vishnus sind vor allem:
• Rama (als Eheman Sitas)
• Krishna (meist als Jüngling, Flöte
spielender Hirte, mit blauer Haut-
farbe); hier hat Vishnu
Menschengestalt angenommen

Darstellung: erhobene Hände (schutzverheißung, “komm näher”)
Lotusblüte (bewegende Kraft, aus der Universum gemacht)

Einführung in die Religionswissenschaft

Islam

Leben in Verantwortung gegenüber Gott.
Tod als Rückkehr zu Gott (Sure 6,164)

Hingabe, Unterwerfung, Ergebenheit in den Willen Gottes

Einführung in die Religionswissenschaft

Shiva

• Gott der Extreme, Zerstörer (Tod)
• Hat beide Aspekte: furchtbar, zerstörerisch
und freundlich und gnädig

steht für Vereinigung von Gegensätzen
• facettenreichste Gottheit im Hinduismus
• Naturhafter Charakter: Gott der Stürme,
des Todes, der Krankheiten, aber auch
Helfer und Heiler

• Bekannt auch als König des kosmischen
Tanzes: Nataraja
• Personifiziert das Ende aller Dinge:
tanzt so lange, bis die Welt zerbricht, doch
aus der Zerstörung geht auch neues Leben
hervor: also auch Leben spendend
• Sowohl maskuline als auch feminine Züge,
zuweilen zweigeschlechtlich

gilt als Erfinder des yoga

Darstellung: Tigerfell steht für Askese
Feuerkranz Wechsel von Leben & Sterben
Feuer der Erkenntnis & Erleuchtung in der hand
drittes Auge steht für Erleuchtung & Erkenntnis
Trommel in der hand: Ton der Schöpfung
oft als Phallus dargestellt, Lingam (&yoni auch oft dabei)

Krishna / Shivaismus: viel Liebeslyrik

Mensch als Braut, Gott als Bräutigam

ganz hingeben, unterwerfen bis hin zur Selbstkasteiung

Einführung in die Religionswissenschaft

Wie viele Bücher hat die Bibel insgesamt?
  1. 66

  2. 48

  3. 73

Einführung in die Religionswissenschaft

Rituale: tägliche Verehrung der Gottheiten im Puja

• Tempel als Ritualraum:
Vergegenwärtigung der Beziehung
zwischen Gottheiten und Menschen im
Ritual (puja)

Eintritt in Tempel = Rückzug aus Alltags-Welt
• Verehrung und Bewirtung der
Gottheiten
• Maße und Proportionen von Tempeln
orientieren sich an menschlichen
Körpern
• Gottheiten im inneren Schreinraum
eines Tempels
• Tempelturm stellt die Verbindung von
Erde und Himmel her
• Eintritt in den Tempel markiert den
meditativen Rückgang zum
verborgenen Ursprung der Welt

Einführung in die Religionswissenschaft

5. Die dreifache Zuflucht

Dreifaches Juwel (triratna)
Ich nehme meine Zuflucht zu Buddha.
Ich nehme meine Zuflucht zum Dharma.
Ich nehme meine Zuflucht zum Sangha.
Buddha – der Erleuchtete als Vorbild
Dharma – Lehre
Sangha – Orden

Einführung in die Religionswissenschaft

Die Lehre des Buddha

• Wurzel allen Übels: Gier/Lust, Hass und
Verblendung
• Nibbāna („Ausblasen“, „Verlöschen“) als
Erfahrung, ohne Gier, Hass und
Verblendung zu sein
• Der mittlere Weg (Vermeidung von
Sinnesfreuden und von Kasteiung) führt zu
Ruhe, Einsicht und Nibbna
• Achtfacher Pfad: Durchschreiten der drei
Stadien Sittlichkeit, Meditation und
Erkenntnis
• Ziel ist die Realisierung der wahren Natur
der Wirklichkeit

Einführung in die Religionswissenschaft

Richtungen des Buddhismus

Theravada-Buddhismus

theravada “Lehre der Alten”, gelegentlich bez. als “Hinayana” – “kleines Fahrzeug”

-> nur Mönche haben in diesem Leben Chance auf Erlösung

eng an Lehren des Buddha

Mahayana-Buddhismus

“großes Fahrzeug”

Ideal des Bodhisattva: Person auf dem Weg zu Buddhaschaft und Erleuchtung, die aufgrund von Mitleid und Liebe auf Erreichen d Nirvana verzichtet um allen Lebewesen zur Erlösung zu verhelfen (zT Neuinterpretation von vorgefundenen Göttern), jeder Buddhist kann einer werden

“Leerheit” Synonym für Nirvana, dafür bedarf Weisheit, die durch Meditation oder religiöse texte des Mahayan erworben werden kann (-> Suren der vollkommenen Weisheit, Sutra des Lotos vom wahren Dharme (Lotos-Sutra), Sutra vom Sukhavati-Paradies, Herzsutra)

– Verbreitung nach China & Japan -> daraus entstand Zen-Buddhismus

Vajrayana-Buddhismus

“Diamant-Fahrzeug”, Spätform des nordindischen Mahayana, tibetischer Buddhismus (auch in Mongolei verbreitet)

Verbindung der religiösen Vorstellungen mit geheimen Ritualen, Beschwörungen & Heilpraktiken, die seit langem in Tibet beheimatet waren

Ordensregel, die aus Theravada-Tradition stammen, geschätzt

Ordensreform unter Tsongkhapa (um 1400) entwickelte aus diesen die “Tugend-Schule” (Gelugpa) mit Dalai Lama (“Ozean der Weisheit”) als Oberhaupt, Inkarnation des transzendenten Budhisattva Avalokiteshvara -> Beschützer Tibets, seit mitte 17-Jhd auch polit. Oberhaupt Tibets

Stattsreligion in Bhutan, viel in Nepal, Laien spielen große Rolle

Einführung in die Religionswissenschaft

Funktion religiöser Konzeptionen
von Leben und Tod - Erklärungsansätze

• Antworten auf die Frage nach Gerechtigkeit und Sinn angesichts von Leid,
Ungerechtigkeit und Tod
• Kontingenzbewältigung – Erleben von Willkür und schicksalhaftem
Ausgeliefertsein
• Ordnungssysteme – Rahmen der Orientierung, Ethik, Werte, Integration des Todes
in den Lebensalltag
• Projektionsfläche – (illusionäre) Krisenbewältigung, Bewältigung der
Unausweichlichkeit des Todes
• Religionen als Verortung – Beheimatung in einer Welt, in der alles zur Disposition
steht

Einführung in die Religionswissenschaft

Zum Religionsverständnis

• Religionen als Systeme individueller, sozialer und kultureller Sinngebung und
Gemeinschaftsbildung
• Religionen liefern Rahmen der Orientierung und Objekte der Hingabe (Erich
Fromm)
• Religionen als Ergebnis und Ausdruck von Religions- und Kulturbegegnung
• Religionen sind von individuellenund gesellschaftlichen Aneignungsprozessen
geprägt
Religionen sind also immer in Bewegung; es sind Systeme oder
Felder mit offenen Rändern und nicht monolithische Gebilde

Einführung in die Religionswissenschaft

Daseins-Merkmale

Hintergrund:
Das Leben kann nicht befriedigend sein, weil
es im Tod endet.
• Unbeständigkeit/Vergänglichkeit
(Skt. anitya, Pali anicca)
• Leidhaftigkeit
(Skt. duhkha, Pali dukkha)
• Nicht-Selbst
(Skt. anatman, Pali anatta)

Einführung in die Religionswissenschaft

7. Buddhistische Ethik: Die fünf Tugendregeln

•Mönche befolgen je nach Schule 227-253 und Nonnen 311-364 Regeln,
die jeden Aspekt des täglichen Lebens betreffen
•Laien bemühen sich, nach den 5 Tugendregeln („sila“, Prinzipien, keine
Gebote!) zu leben:
1. Nicht-Gegebenes nicht nehmen
2. Nicht töten, verletzen
3. Nicht lügen, schadhaft sprechen
4. Sexuelles Fehlverhalten vermeiden

Ethische Vorschriften für Laienanhänger
•Freundlichkeit und Selbstlosigkeit
•Freigebigkeit (vor allem gegenüber dem Sangha)
•Einhalten der ethischen Verpflichtungen
•Bildung des Geistes
Bestimmen den Pfad zu einer guten Wiedergeburt und
letztlich zur Befreiung von jeder Wiedergeburt
5. Sich nicht berauschen

// strikter Vegetarismus

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