Emotionspsycho2 at Universität Greifswald | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Emotionspsycho2 an der Universität Greifswald

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Funktionen haben Emotionen?


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-Vielzahl von Funktionen für Emotionen, oder für einzelne Emotionskomponenten, wurden postuliert 

->können unter 2 Hauptfunktionen subsummiert werden

-motivationale Funktion: Emotionen motivieren zu adaptivem Handeln

-informationale Funktion: Emotionen verschaffen nützliche Informationen bzw. Erkenntnisse

 

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Hedonistische Theorie der Motivation


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-Emotionen (+ positive & - negative Gefühle) beeinflussen Handeln, indem sie zum Ziel von Handlungen (= Gegenstand von Handlungswünschen) werden

->Grundannahme: Grundmotiv des Menschen ist hedonistische Motiv (Lust erleben, Unlust vermeiden)

-Hedonismus Gegenwart = Wunsch, gegenwärtige pos. Gefühle aufrechterhalten, neg. Gefühle beseitigen

-Hedonismus Zukunft: Wunsch, antizipierte (= erwartete) neg. Gefühle vermeiden, pos. Gefühle herbeiführen

-universeller Hedonismus: H-Motiv = einziges Grundmotiv

-partieller Hedonismus: H-Motiv = nur eines von mehreren Grundmotiven 

->m. E. die heute überwiegende Sicht in Psychologie

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Theorien des Hedonismus der Gegenwart, am Beispiel negativer Gefühle


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-emotionspsychologische Annahme:

->negative Gefühle treten auf, wenn man glaubt, dass (nichthedonistisches) Motiv frustriert oder bedroht ist

->motivationspsychologische Annahmen:

1) negative Gefühle aktivieren Hedonismusmotiv

->Wunsch zur Beseitigung des konkreten negativen Gefühls entsteht

2) prinzipielle Methoden zur Reduktion negativer Gefühle:

->Änderung der Auslösesituation 

->Neueinschätzung der Situation

->Aufmerksamkeitsablenkung

->Induktion positiver Gefühle

->nichtpsychologische Methoden (z. B. Drogen)

3) Person führt Handlung aus, die negative Gefühl möglichst effektiv (hohe Erfolgschance) & effizient (= kostenminimal) reduziert 

->Präzisierung: Erwartung x Wert Prinzip

 

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Belege für Hedonismus der Gegenwart


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TESTE DEIN WISSEN

-Alltagserfahrung: zumindest einige Handlungen dienen Gefühlsregulation (z. B. Reduktion neg. Gefühle) 

-systematische empirische Befunde: aus verschiedenen Bereichen der Motivations- & Emotionsforschung bestätigen Alltagserfahrung

->Forschung zur Affektregulation

->Effekt von negativen Gefühlen auf Hilfeleistung

     ->Heft 2000/3 der Zeitschrift "Psychological Inquiry" sowie Baumeister et al. (2007)

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Empirische Belege für hedonistisch motivierte Neueinschätzungen -Forschung zu Dissonanzeffekten


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-Dissonanzeffekt: Personen, die durch subtilen Druck zu Handlung gebracht werden, die ihren Einstellungen (Wertüberzeugungen) widerspricht, ändern danach Einstellung so, dass sie mit Handlung besser übereinstimmt

-Bsp.: Albert wird überredet, Aufsatz zu schreiben, in dem er für Wahl abgelehnten politischen Partei argumentiert 

->danach hat Albert positivere Einstellung zur Partei

-Festinger (1957; Urheber der Dissonanztheorie): Dissonanzeffekte = hedonistisch motiviert

->Einstellung wird geändert, um negativen Gefühle zu reduzieren, die durch einstellungsinkonsistente Handlungen verursacht werden

 

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Belege für hedonistische Entstehung von Dissonanzeffekten  


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-Personen, die einstellungsinkonsistent handeln, fühlen sich unwohl & zeigen physiologische Anzeichen eines emotionalen Zustands

->nach Einstellungsänderung sind negativen Gefühle wieder verschwunden

-Verabreichung Beruhigungsmittels verhindert dissonanzbedingte Einstellungsänderungen

-Fehlattribution von Dissonanzgefühlen an neutrale Ursache (vgl. Schachters Theorie der Emotion) verhindert Einstellungsänderungen

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Hedonistisch motivierte Neueinschätzungen -Problem für Adaptivität von Emotionen?


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-Problem: wenn hedonistische Überzeugungsänderungen nicht adaptiv sind, wie kann Mechanismus entstanden sein (hedonistische Mechanismus), der solche Effekte zulässt?

-mögliche Lösungen:

1) in bestimmten Situationen sind auch hedonistisch verzerrte Situationseinschätzungen adaptiv

->Schiffbrüchiger "überzeugt sich" wider besseres Wissen, dass er reale Chance auf Rettung hat 

->Todkranker redet ein, dass er geheilt werden wird

2) hedonistisch motivierte Überzeugungsänderungen sind:

->nichtadaptive Nebeneffekte des hedonistischen Mechanismus

->wurden von Evolution wegen insgesamt positiver Effekte (für Änderung von problematischen Umweltzuständen) "in Kauf genommen"

 

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Theorie der antizipierten Reue & Enttäuschung an Beispiel (Peter & Stereoanlage) 


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-Peter möchte Stereoanlage kaufen 

->zieht 2 gleich teure Modelle A & B in engere Wahl; entscheidet sich für A

-Peter stellt fest, dass A Erwartungen nicht entspricht 

->Peter ist enttäuscht über Resultat seiner Entscheidung 

-alternativ: Peter stellt fest, dass A Erwartungen sogar übertrifft ®Peter ist hochgestimmt

->Peter stellt fest, dass B Vorstellungen viel eher entspricht ®Peter bereut es, A gekauft zu haben 

-alternativ: Peter stellt fest, dass B schlechter ist als A ®Peter ist zufrieden mit Wahl

 

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Theorie der antizipierten Reue & Enttäuschung -Grundidee


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-bedenkt schon vor Entscheidung möglichen Gefühlskonsequenzen der Handlungen

-versucht sich so zu entscheiden, dass neben anderen hedonistischen, sowie nichthedonistischen Konsequenzen:

->antizipierte negativen Gefühle (Reue, Enttäuschung) minimiert werden

->antizipierte positiven Gefühle (Hochstimmung, Zufriedenheit) maximiert werden

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Theorie der antizipierten Reue & Enttäuschung -Annahmen


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-emotionspsychologische Annahmen:

->kognitive Bedingungen der Entstehung von Reue & Enttäuschung: ähnlich Annahmen von Ortony et al. & anderer Einschätzungstheoretiker

->z. B.: Enttäuschung wird erlebt, wenn erwartetes positives Ereignis nicht eintritt

-motivationspsychologische Annahmen:

->negative bzw. positive Wert von antizipierter Reue/Zufriedenheit & Enttäuschung/Hochstimmung geht als Aspekt in Bewertung der möglichen Handlungen ein

->wählt Handlung, die Gesamtnutzen maximiert

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Theorie der antizipierten Reue & Enttäuschung -Belege


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TESTE DEIN WISSEN

-empirischer Nachweis, dass insbesondere antizipierte Reue viele Handlungen beeinflusst, inklusive:

->finanzielle Investitionen

->Kaufverhalten 

->Verhalten im Straßenverkehr

-Theorie kann Besonderheiten der menschlichen Motivation erklären, die anderen Theorien Schwierigkeiten bereiten:

->vor Entscheidung: Senkung Ergebniserwartungen (Ziel: Vermeidung möglicher Enttäuschung)

->nach Entscheidung: Vermeiden von Informationen über nichtgewählte Handlungsalternative (Ziel: Vermeiden möglicher Reue)

 

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Auswirkungen & Funktionen von Emotionen


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-Gegenstand: Auswirkungen von Emotionen auf Handeln & Denken

-Effekte von Emotionen können sein:

->adaptiv: positive, die Umweltanpassung fördernde

->nichtadaptiv: negative, der Anpassung abträgliche 

-für Verständnis Emotionen sind adaptive Effekte wichtig; nur diese kommen als Funktionen von Emotionen in Betracht

-Funktionen von Emotionen = diejenigen Wirkungen von Emotionen, die verantwortlich dafür sind, dass den Emotionen zugrunde liegenden Mechanismen (in Evolution) entstanden sind

 

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Q:

Welche Funktionen haben Emotionen?


A:

-Vielzahl von Funktionen für Emotionen, oder für einzelne Emotionskomponenten, wurden postuliert 

->können unter 2 Hauptfunktionen subsummiert werden

-motivationale Funktion: Emotionen motivieren zu adaptivem Handeln

-informationale Funktion: Emotionen verschaffen nützliche Informationen bzw. Erkenntnisse

 

Q:

Hedonistische Theorie der Motivation


A:

-Emotionen (+ positive & - negative Gefühle) beeinflussen Handeln, indem sie zum Ziel von Handlungen (= Gegenstand von Handlungswünschen) werden

->Grundannahme: Grundmotiv des Menschen ist hedonistische Motiv (Lust erleben, Unlust vermeiden)

-Hedonismus Gegenwart = Wunsch, gegenwärtige pos. Gefühle aufrechterhalten, neg. Gefühle beseitigen

-Hedonismus Zukunft: Wunsch, antizipierte (= erwartete) neg. Gefühle vermeiden, pos. Gefühle herbeiführen

-universeller Hedonismus: H-Motiv = einziges Grundmotiv

-partieller Hedonismus: H-Motiv = nur eines von mehreren Grundmotiven 

->m. E. die heute überwiegende Sicht in Psychologie

Q:

Theorien des Hedonismus der Gegenwart, am Beispiel negativer Gefühle


A:

-emotionspsychologische Annahme:

->negative Gefühle treten auf, wenn man glaubt, dass (nichthedonistisches) Motiv frustriert oder bedroht ist

->motivationspsychologische Annahmen:

1) negative Gefühle aktivieren Hedonismusmotiv

->Wunsch zur Beseitigung des konkreten negativen Gefühls entsteht

2) prinzipielle Methoden zur Reduktion negativer Gefühle:

->Änderung der Auslösesituation 

->Neueinschätzung der Situation

->Aufmerksamkeitsablenkung

->Induktion positiver Gefühle

->nichtpsychologische Methoden (z. B. Drogen)

3) Person führt Handlung aus, die negative Gefühl möglichst effektiv (hohe Erfolgschance) & effizient (= kostenminimal) reduziert 

->Präzisierung: Erwartung x Wert Prinzip

 

Q:

Belege für Hedonismus der Gegenwart


A:

-Alltagserfahrung: zumindest einige Handlungen dienen Gefühlsregulation (z. B. Reduktion neg. Gefühle) 

-systematische empirische Befunde: aus verschiedenen Bereichen der Motivations- & Emotionsforschung bestätigen Alltagserfahrung

->Forschung zur Affektregulation

->Effekt von negativen Gefühlen auf Hilfeleistung

     ->Heft 2000/3 der Zeitschrift "Psychological Inquiry" sowie Baumeister et al. (2007)

Q:

Empirische Belege für hedonistisch motivierte Neueinschätzungen -Forschung zu Dissonanzeffekten


A:

-Dissonanzeffekt: Personen, die durch subtilen Druck zu Handlung gebracht werden, die ihren Einstellungen (Wertüberzeugungen) widerspricht, ändern danach Einstellung so, dass sie mit Handlung besser übereinstimmt

-Bsp.: Albert wird überredet, Aufsatz zu schreiben, in dem er für Wahl abgelehnten politischen Partei argumentiert 

->danach hat Albert positivere Einstellung zur Partei

-Festinger (1957; Urheber der Dissonanztheorie): Dissonanzeffekte = hedonistisch motiviert

->Einstellung wird geändert, um negativen Gefühle zu reduzieren, die durch einstellungsinkonsistente Handlungen verursacht werden

 

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Q:

Belege für hedonistische Entstehung von Dissonanzeffekten  


A:

-Personen, die einstellungsinkonsistent handeln, fühlen sich unwohl & zeigen physiologische Anzeichen eines emotionalen Zustands

->nach Einstellungsänderung sind negativen Gefühle wieder verschwunden

-Verabreichung Beruhigungsmittels verhindert dissonanzbedingte Einstellungsänderungen

-Fehlattribution von Dissonanzgefühlen an neutrale Ursache (vgl. Schachters Theorie der Emotion) verhindert Einstellungsänderungen

Q:

Hedonistisch motivierte Neueinschätzungen -Problem für Adaptivität von Emotionen?


A:

-Problem: wenn hedonistische Überzeugungsänderungen nicht adaptiv sind, wie kann Mechanismus entstanden sein (hedonistische Mechanismus), der solche Effekte zulässt?

-mögliche Lösungen:

1) in bestimmten Situationen sind auch hedonistisch verzerrte Situationseinschätzungen adaptiv

->Schiffbrüchiger "überzeugt sich" wider besseres Wissen, dass er reale Chance auf Rettung hat 

->Todkranker redet ein, dass er geheilt werden wird

2) hedonistisch motivierte Überzeugungsänderungen sind:

->nichtadaptive Nebeneffekte des hedonistischen Mechanismus

->wurden von Evolution wegen insgesamt positiver Effekte (für Änderung von problematischen Umweltzuständen) "in Kauf genommen"

 

Q:

Theorie der antizipierten Reue & Enttäuschung an Beispiel (Peter & Stereoanlage) 


A:

-Peter möchte Stereoanlage kaufen 

->zieht 2 gleich teure Modelle A & B in engere Wahl; entscheidet sich für A

-Peter stellt fest, dass A Erwartungen nicht entspricht 

->Peter ist enttäuscht über Resultat seiner Entscheidung 

-alternativ: Peter stellt fest, dass A Erwartungen sogar übertrifft ®Peter ist hochgestimmt

->Peter stellt fest, dass B Vorstellungen viel eher entspricht ®Peter bereut es, A gekauft zu haben 

-alternativ: Peter stellt fest, dass B schlechter ist als A ®Peter ist zufrieden mit Wahl

 

Q:

Theorie der antizipierten Reue & Enttäuschung -Grundidee


A:

-bedenkt schon vor Entscheidung möglichen Gefühlskonsequenzen der Handlungen

-versucht sich so zu entscheiden, dass neben anderen hedonistischen, sowie nichthedonistischen Konsequenzen:

->antizipierte negativen Gefühle (Reue, Enttäuschung) minimiert werden

->antizipierte positiven Gefühle (Hochstimmung, Zufriedenheit) maximiert werden

Q:

Theorie der antizipierten Reue & Enttäuschung -Annahmen


A:

-emotionspsychologische Annahmen:

->kognitive Bedingungen der Entstehung von Reue & Enttäuschung: ähnlich Annahmen von Ortony et al. & anderer Einschätzungstheoretiker

->z. B.: Enttäuschung wird erlebt, wenn erwartetes positives Ereignis nicht eintritt

-motivationspsychologische Annahmen:

->negative bzw. positive Wert von antizipierter Reue/Zufriedenheit & Enttäuschung/Hochstimmung geht als Aspekt in Bewertung der möglichen Handlungen ein

->wählt Handlung, die Gesamtnutzen maximiert

Q:

Theorie der antizipierten Reue & Enttäuschung -Belege


A:

-empirischer Nachweis, dass insbesondere antizipierte Reue viele Handlungen beeinflusst, inklusive:

->finanzielle Investitionen

->Kaufverhalten 

->Verhalten im Straßenverkehr

-Theorie kann Besonderheiten der menschlichen Motivation erklären, die anderen Theorien Schwierigkeiten bereiten:

->vor Entscheidung: Senkung Ergebniserwartungen (Ziel: Vermeidung möglicher Enttäuschung)

->nach Entscheidung: Vermeiden von Informationen über nichtgewählte Handlungsalternative (Ziel: Vermeiden möglicher Reue)

 

Q:

Auswirkungen & Funktionen von Emotionen


A:

-Gegenstand: Auswirkungen von Emotionen auf Handeln & Denken

-Effekte von Emotionen können sein:

->adaptiv: positive, die Umweltanpassung fördernde

->nichtadaptiv: negative, der Anpassung abträgliche 

-für Verständnis Emotionen sind adaptive Effekte wichtig; nur diese kommen als Funktionen von Emotionen in Betracht

-Funktionen von Emotionen = diejenigen Wirkungen von Emotionen, die verantwortlich dafür sind, dass den Emotionen zugrunde liegenden Mechanismen (in Evolution) entstanden sind

 

Emotionspsycho2

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