Peisistratos at Universität Freiburg Im Breisgau | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Peisistratos an der Universität Freiburg im Breisgau

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Wie kann aufgrund der Quellenlage die Herrschaftspraxis des Peisistratos bewertet werden?

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Aufgrund der nur wenigen Zeugnisse kann die Herrschaftspraxis nach 546 v. Chr. nur schwer bewertet werden.

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Was berichtet die Athenaion Politeia über die Herrschaft des Peisistratos?

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  • er habe sein Macht maßvoll und im Sinne der polis ausgeübt.
  • er habe den Demos nicht belastet.
  • er habe für Frieden und Ruhe gesorgt.
  • Gleichzeitig sieht Aristoteles in der Tyrannis die schlechteste From einer Politeia und deutet nirgendwo an, dass Peisistratos hier eine Ausnahme bildet.
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War die Tyrannis des Peisistratos von Vorteil für die Athener?

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  • eine gezielte Wirtschaftsförderung sieht Welwei aufgrund der fehlenden ökonomischen Theorien in der Zeit für nicht plausibel.
  • Für die in der Athenaion Politeia erwähnte Bodenertragssteuer von 10% gab es keine Rechtsgrundlage, weswegen sie eher unwahrscheinlich ist.
  • Athenaion Politeia erwähnt, dass Peisistratos den ärmeren Bauern die Möglichkeit für Anleihen gegeben hätte und verwendet dabei den Begriff des Münzgeldes, welches zu dieser Zeit mit Sicherheit kaum ausreichend vorhanden sein konnte.
  • Die Bautätigkeit, welche in der Forschungstradition Peisistratos zugeschrieben werden, waren vermutlich nicht so umfangreich wie bisher angenommen und nur schwer von denen seiner Söhne zu trennen.
    • große Tempelbauten fallen vielmehr in das Phänomen der Konkurrenz zwischen verschiedenen Poleis.
  • Die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede blieben bestehen.
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Hat die Herrschaft des Peisistratos zur Etablierung der Demokratie beigetragen?

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  • Laut Welwei nein, da:
    • die Unterschiede in der Gesellschaft bestehen blieben.
    • Keine Zukunftsvisionen oder Reformbestrebungen bei Peisistratos erkennbar sind.
    • die bestehenden Institutionen nicht durch, sondern trotz der Tyrannis erhalten blieben.
    • die Überwindung personengebundener Macht bereits seit dem 7. Jh. als Prozess nachzuweisen ist und die Tyrannis diesen Prozess eher störte.
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Wie bewerten klassische und nachklassische Quellen die Tyrannis?

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Sie sehen Tyrannen per Definition als illegitime Herrscher an, die existierende politische Systeme stürzen und monarchische Regime an deren Stelle setzen wollen.

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Was kritisiert Anderson an der modernen Forschung?

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Er kritisiert, dass sie der Bewertung der klassischen Quellen folgen, ohne diese groß zu hinterfragen. Sie sehen Tyrannen wie Peisistratos als Autokraten an, die ihre Macht durch eine widerrechtliche Aneignung erhielten.

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Welche These vertritt Anderson in Bezug auf die archaischen Tyrannen?

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Vor dem späten 6. Jh. gab es keine Unterscheidung zwischen tyrannoi und rechtmäßigen Herrschern in der griechischen Polis. Die Tyrannen wollten bereits bestehende Oligarchien dominieren und diese nicht stürzen. Die Tyrannis kann somit nicht als eigenständiges politisches Regime bewertet werden, sondern war Mainstream Oligarchie in ihrer ausgeprägtesten Form.

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Welche Probleme haften den klassischen und postklassischen Quellen in Bezug auf die Tyrannis an?

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Die literarischen Zeugnisse, welche einen Großteil des Quellenkorpus für die archaische Tyrannis ausmachen, beinhalten anachronistische Annahmen und Vorurteile über die archaische Tyrannis.

  • Die Autoren sehen Tyrannen per se als bösartig und unmoralisch an, diese Konnotation kam jedoch erst später.


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Inwiefern können die archaischen Polisgesetzte als Beleg dafür herangezogen werden, dass die Tyrannis als illegitime Herrschaft bewertet wurde?

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Es finden sich keine Belege für diese Annahme, da die Gesetze vor allem prozeduraler Natur waren und die Verhaltensweisen von Beamten regelten und es kaum Belege dafür gibt, dass die Gesetze auf egalitäre Regimes abzielten.

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Wie bewertet Anderson die vermeintliche Bautätigkeit der Tyrannen?

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Er sieht sie nicht als ein Charakteristikum der Tyrannis, da aufgrund fehlender öffentlicher Behörden es ganz natürlich war, dass sich reiche Familien um den Ausbau der Infrastruktur kümmerten und die Tyrannen somit eher im politischen Mainstream handelten. Besonders monumentale Bauwerke entstehen somit aufgrund besonderen Reichtums gewisser Familien.

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Wie wertet Anderson die Geschichte des Kampfes von Peisistratos gegen die Alkmeoniden?

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Die Geschichte muss gelesen werden als der Versuch, einen aufstrebenden Rivalen zu unterdrücken und nicht die gesamte politische Ordnung umzuwerfen.

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Wie sieht Welwei die Phye Szene in ihrer Historizität?

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Er sieht sie aufgrund der überlieferten Details als glaubwürdig an, auch wenn die Historizität in der Forschung insgesamt umstritten ist.

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Q:

Wie kann aufgrund der Quellenlage die Herrschaftspraxis des Peisistratos bewertet werden?

A:

Aufgrund der nur wenigen Zeugnisse kann die Herrschaftspraxis nach 546 v. Chr. nur schwer bewertet werden.

Q:

Was berichtet die Athenaion Politeia über die Herrschaft des Peisistratos?

A:
  • er habe sein Macht maßvoll und im Sinne der polis ausgeübt.
  • er habe den Demos nicht belastet.
  • er habe für Frieden und Ruhe gesorgt.
  • Gleichzeitig sieht Aristoteles in der Tyrannis die schlechteste From einer Politeia und deutet nirgendwo an, dass Peisistratos hier eine Ausnahme bildet.
Q:

War die Tyrannis des Peisistratos von Vorteil für die Athener?

A:
  • eine gezielte Wirtschaftsförderung sieht Welwei aufgrund der fehlenden ökonomischen Theorien in der Zeit für nicht plausibel.
  • Für die in der Athenaion Politeia erwähnte Bodenertragssteuer von 10% gab es keine Rechtsgrundlage, weswegen sie eher unwahrscheinlich ist.
  • Athenaion Politeia erwähnt, dass Peisistratos den ärmeren Bauern die Möglichkeit für Anleihen gegeben hätte und verwendet dabei den Begriff des Münzgeldes, welches zu dieser Zeit mit Sicherheit kaum ausreichend vorhanden sein konnte.
  • Die Bautätigkeit, welche in der Forschungstradition Peisistratos zugeschrieben werden, waren vermutlich nicht so umfangreich wie bisher angenommen und nur schwer von denen seiner Söhne zu trennen.
    • große Tempelbauten fallen vielmehr in das Phänomen der Konkurrenz zwischen verschiedenen Poleis.
  • Die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede blieben bestehen.
Q:

Hat die Herrschaft des Peisistratos zur Etablierung der Demokratie beigetragen?

A:
  • Laut Welwei nein, da:
    • die Unterschiede in der Gesellschaft bestehen blieben.
    • Keine Zukunftsvisionen oder Reformbestrebungen bei Peisistratos erkennbar sind.
    • die bestehenden Institutionen nicht durch, sondern trotz der Tyrannis erhalten blieben.
    • die Überwindung personengebundener Macht bereits seit dem 7. Jh. als Prozess nachzuweisen ist und die Tyrannis diesen Prozess eher störte.
Q:

Wie bewerten klassische und nachklassische Quellen die Tyrannis?

A:

Sie sehen Tyrannen per Definition als illegitime Herrscher an, die existierende politische Systeme stürzen und monarchische Regime an deren Stelle setzen wollen.

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Q:

Was kritisiert Anderson an der modernen Forschung?

A:

Er kritisiert, dass sie der Bewertung der klassischen Quellen folgen, ohne diese groß zu hinterfragen. Sie sehen Tyrannen wie Peisistratos als Autokraten an, die ihre Macht durch eine widerrechtliche Aneignung erhielten.

Q:

Welche These vertritt Anderson in Bezug auf die archaischen Tyrannen?

A:

Vor dem späten 6. Jh. gab es keine Unterscheidung zwischen tyrannoi und rechtmäßigen Herrschern in der griechischen Polis. Die Tyrannen wollten bereits bestehende Oligarchien dominieren und diese nicht stürzen. Die Tyrannis kann somit nicht als eigenständiges politisches Regime bewertet werden, sondern war Mainstream Oligarchie in ihrer ausgeprägtesten Form.

Q:

Welche Probleme haften den klassischen und postklassischen Quellen in Bezug auf die Tyrannis an?

A:

Die literarischen Zeugnisse, welche einen Großteil des Quellenkorpus für die archaische Tyrannis ausmachen, beinhalten anachronistische Annahmen und Vorurteile über die archaische Tyrannis.

  • Die Autoren sehen Tyrannen per se als bösartig und unmoralisch an, diese Konnotation kam jedoch erst später.


Q:

Inwiefern können die archaischen Polisgesetzte als Beleg dafür herangezogen werden, dass die Tyrannis als illegitime Herrschaft bewertet wurde?

A:

Es finden sich keine Belege für diese Annahme, da die Gesetze vor allem prozeduraler Natur waren und die Verhaltensweisen von Beamten regelten und es kaum Belege dafür gibt, dass die Gesetze auf egalitäre Regimes abzielten.

Q:

Wie bewertet Anderson die vermeintliche Bautätigkeit der Tyrannen?

A:

Er sieht sie nicht als ein Charakteristikum der Tyrannis, da aufgrund fehlender öffentlicher Behörden es ganz natürlich war, dass sich reiche Familien um den Ausbau der Infrastruktur kümmerten und die Tyrannen somit eher im politischen Mainstream handelten. Besonders monumentale Bauwerke entstehen somit aufgrund besonderen Reichtums gewisser Familien.

Q:

Wie wertet Anderson die Geschichte des Kampfes von Peisistratos gegen die Alkmeoniden?

A:

Die Geschichte muss gelesen werden als der Versuch, einen aufstrebenden Rivalen zu unterdrücken und nicht die gesamte politische Ordnung umzuwerfen.

Q:

Wie sieht Welwei die Phye Szene in ihrer Historizität?

A:

Er sieht sie aufgrund der überlieferten Details als glaubwürdig an, auch wenn die Historizität in der Forschung insgesamt umstritten ist.

Peisistratos

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