Erster Weltkrieg Überblick at Universität Freiburg Im Breisgau | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Erster Weltkrieg Überblick an der Universität Freiburg im Breisgau

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TESTE DEIN WISSEN

Inwiefern hatte der 1. WK einen totalitären Charakter?

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  • Ausrichtung von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur auf die Kriegsführung
  • Auflösung der Unterscheidung zwischen Militär und Zivilgesellschaft
  • Außerkraftsetzung humanitärer Restriktionen
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Wie wandelte sich die Innenpolitik Deutschlands in der Endphase des Krieges?

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Endphase:

  • Spätsommer 1918 (Niederlage war klar) --> Parlamentarisierung der Regierung (Oktoberreformen), wurde von der OHL unterstützt, um später einen Sündenbock für die Dolchstoßlegende zu haben.
  • Abschaffung des preußischen Dreiklassenwahlrechts.
  • Kieler Matrosenaufstand --> Waffenstillstand & Sturz der Monarchie:
    • Fürsten danken ab
    • Max von Baden übergibt sein Amt Friedrich Ebert
  • Philip Scheidemann proklamiert im Reichstag die Republik - Karl Liebknecht ruft die sozialistische Republik aus.
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Inwiefern trug der Krieg zur Emanzipation der Frauen bei?

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  • Neue Erwerbsmöglichkeiten in der Rüstungsindustrie --> Forschung hat jedoch mit Blick auf Sozialversicherungsdokumente gezeigt, dass die Erwerbstätigkeit bereits vor dem Krieg anstieg und der Krieg diese Entwicklung eher bremste.
  • Frauen sind mehr in der Öffentlichkeit.
  • Frauenwahlrecht 1919.
  • Jedoch bescherte der Krieg den Frauen vor allem Not und Unzufriedenheit.
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Wieso scheiterte der Schlieffenplan?

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  • Russland macht schneller mobil als erwartet
  • Bevölkerung Belgiens leistet unerwartenden Widerstand
  • Neutralitätsverletzung Belgiens und Luxemburgs führt zum Kriegseintritt Großbritanniens
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Inwiefern war das Deutsche Kaiserreich während des 1. WK strukturell eine Militärmonarchie mit diktatorischen Zügen?

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Befugnisse des Militärs:

  • Pressezensur
  • Aurechterhaltung der öffentlichen Ordnung
  • Lebensmittelbewirtschaftung
  • Organisation der Kriegswirtschaft
  • Autonomes Handeln in der Aussenpolitik (Bsp. Friede von Brest-Litwosk)
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Inwiefern hatte der 1. WK einen europäischen und globalen Charakter?

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  • Entente: erweitert durch Italien, Rumänien, Japan (erobert die deutsche Kolonie Kiautschou), USA und China 1917.
  • Mittelmächte: erweitert durch Bulgarien 1915, Osmanisches Reich 1914.
  • Krieg wird auch in den Kolonien geführt.
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Inwiefern brach der 1. WK mit den traditionellen Vorstellungen der Kriegsführung?

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  • Bis dato verbreiteter Kult: Offensive ist der Defensive überlegen.
  • Wandel vom Bewegungs- zum Stellungskrieg --> Defensive wird der Offensive überlegen.
  • Dennoch weiterhin weit verbreiteter Kult, dass durch verlustreiche Offensiven entscheidende Siege errungen werden können.
  • Krieg wandelt sich zum industriellen Abnutzungskrieg --> Militärische Potenz hängt vor allem von der Effektivität der Kriegsindustrie an der Heimatfront ab.
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Welche militärische Taktik wirkte sich besonders stark auf die deutsche Heimatfront aus?

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  • Britische Seeblockade:
    • zunächst Nordatlantik und Nordsee
    • kurz darauf auch im Mittelmeer
    • galt zunächst nur für Kriegsmaterial, wurde dann aber auch auf Rohstoffe und Lebensmittel ausgeweitet
    • führte zu zahlreichen Hungersnöten in Deutschland
    • Neue Verfahren zur Kompensation entwickelt (bspw. Haber-Bosch Verfahren zur Gewinnung von Salpeternitraten)
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Welche Rolle spielte der U-Boot Krieg für den Verlauf des 1. WK.?

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  • Zielte auf die Verhinderung des Seehandels zwischen England und Frankreich ab
  • Versenkung des britischen zivilen Passagierschiffs Lusitania 1915 (ca. 100 Amerikaner an Bord) --> Konflikt zwischen Deutschland und USA verschärft sich.
  • Wiederaufnahme des uneingeschränkten U-Boot Kriegs 1917 --> USA treten dem Krieg bei.
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Was waren die Hinterlassenschaften des 1. WK?

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  • Demokratische Weimarer Republik (jedoch von den vordemokratischen Strukturen des Kaiserreichs beeinflusst).
  • Versailler Ordnung schafft neue Konflikte und führt zum aussenpolitischen Revisionismus in der Weimarer Republik.
  • Spaltung der Arbeiterbewegung in sozialdemokratisch und kommunistisch.
  • Bürgerkriegsähnliche Auseinandersetzungen zu Beginn der Weimarer Republik.
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Was waren die zwei grundlegenden Auslöser des Ersten Weltkriegs?

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  • Entscheidungen in der Julikrise (nach dem Attentat von Sarajevo)
  • Längerfristige Ursachen
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Welche längerfristigen Ursachen trugen zum Ausbruch des Krieges bei?

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  • Machtvakuum auf dem Balkan:
    • Schwäche des Osmanischen Reichs
    • Ö-U und Russland ringen um die Vorherrschaft
  • Europäisches Bündnissystem:
    • Zweibund Ö-U und Deutschland + Italien
    • Gegenbündnis Frankreich und Russland + England
    • Deutschland sah sich eingekreist und dauerhaft bedroht
  • Imperialismus:
    • Wettlauf um Afrika (scramble for africa)
    • Deutschland sucht seinen "Platz an der Sonne" (Bernhard von Bülow)
  • Nationalismus:
    • Nationale Ideologien (Selbst- und Feindbilder)
    • Vorrang der eigenen Nation in Europa
  • Rüstungswettlauf
  • Kulturpessimismus:
    • Unzufriedenheit mit den Zwängen der modernen Gesellschaft --> Erlebnishunger, Kriegsphantasien
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Beispielhafte Karteikarten für deinen Erster Weltkrieg Überblick Kurs an der Universität Freiburg im Breisgau - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Inwiefern hatte der 1. WK einen totalitären Charakter?

A:
  • Ausrichtung von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur auf die Kriegsführung
  • Auflösung der Unterscheidung zwischen Militär und Zivilgesellschaft
  • Außerkraftsetzung humanitärer Restriktionen
Q:

Wie wandelte sich die Innenpolitik Deutschlands in der Endphase des Krieges?

A:

Endphase:

  • Spätsommer 1918 (Niederlage war klar) --> Parlamentarisierung der Regierung (Oktoberreformen), wurde von der OHL unterstützt, um später einen Sündenbock für die Dolchstoßlegende zu haben.
  • Abschaffung des preußischen Dreiklassenwahlrechts.
  • Kieler Matrosenaufstand --> Waffenstillstand & Sturz der Monarchie:
    • Fürsten danken ab
    • Max von Baden übergibt sein Amt Friedrich Ebert
  • Philip Scheidemann proklamiert im Reichstag die Republik - Karl Liebknecht ruft die sozialistische Republik aus.
Q:

Inwiefern trug der Krieg zur Emanzipation der Frauen bei?

A:
  • Neue Erwerbsmöglichkeiten in der Rüstungsindustrie --> Forschung hat jedoch mit Blick auf Sozialversicherungsdokumente gezeigt, dass die Erwerbstätigkeit bereits vor dem Krieg anstieg und der Krieg diese Entwicklung eher bremste.
  • Frauen sind mehr in der Öffentlichkeit.
  • Frauenwahlrecht 1919.
  • Jedoch bescherte der Krieg den Frauen vor allem Not und Unzufriedenheit.
Q:

Wieso scheiterte der Schlieffenplan?

A:
  • Russland macht schneller mobil als erwartet
  • Bevölkerung Belgiens leistet unerwartenden Widerstand
  • Neutralitätsverletzung Belgiens und Luxemburgs führt zum Kriegseintritt Großbritanniens
Q:

Inwiefern war das Deutsche Kaiserreich während des 1. WK strukturell eine Militärmonarchie mit diktatorischen Zügen?

A:

Befugnisse des Militärs:

  • Pressezensur
  • Aurechterhaltung der öffentlichen Ordnung
  • Lebensmittelbewirtschaftung
  • Organisation der Kriegswirtschaft
  • Autonomes Handeln in der Aussenpolitik (Bsp. Friede von Brest-Litwosk)
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Q:

Inwiefern hatte der 1. WK einen europäischen und globalen Charakter?

A:
  • Entente: erweitert durch Italien, Rumänien, Japan (erobert die deutsche Kolonie Kiautschou), USA und China 1917.
  • Mittelmächte: erweitert durch Bulgarien 1915, Osmanisches Reich 1914.
  • Krieg wird auch in den Kolonien geführt.
Q:

Inwiefern brach der 1. WK mit den traditionellen Vorstellungen der Kriegsführung?

A:
  • Bis dato verbreiteter Kult: Offensive ist der Defensive überlegen.
  • Wandel vom Bewegungs- zum Stellungskrieg --> Defensive wird der Offensive überlegen.
  • Dennoch weiterhin weit verbreiteter Kult, dass durch verlustreiche Offensiven entscheidende Siege errungen werden können.
  • Krieg wandelt sich zum industriellen Abnutzungskrieg --> Militärische Potenz hängt vor allem von der Effektivität der Kriegsindustrie an der Heimatfront ab.
Q:

Welche militärische Taktik wirkte sich besonders stark auf die deutsche Heimatfront aus?

A:
  • Britische Seeblockade:
    • zunächst Nordatlantik und Nordsee
    • kurz darauf auch im Mittelmeer
    • galt zunächst nur für Kriegsmaterial, wurde dann aber auch auf Rohstoffe und Lebensmittel ausgeweitet
    • führte zu zahlreichen Hungersnöten in Deutschland
    • Neue Verfahren zur Kompensation entwickelt (bspw. Haber-Bosch Verfahren zur Gewinnung von Salpeternitraten)
Q:

Welche Rolle spielte der U-Boot Krieg für den Verlauf des 1. WK.?

A:
  • Zielte auf die Verhinderung des Seehandels zwischen England und Frankreich ab
  • Versenkung des britischen zivilen Passagierschiffs Lusitania 1915 (ca. 100 Amerikaner an Bord) --> Konflikt zwischen Deutschland und USA verschärft sich.
  • Wiederaufnahme des uneingeschränkten U-Boot Kriegs 1917 --> USA treten dem Krieg bei.
Q:

Was waren die Hinterlassenschaften des 1. WK?

A:
  • Demokratische Weimarer Republik (jedoch von den vordemokratischen Strukturen des Kaiserreichs beeinflusst).
  • Versailler Ordnung schafft neue Konflikte und führt zum aussenpolitischen Revisionismus in der Weimarer Republik.
  • Spaltung der Arbeiterbewegung in sozialdemokratisch und kommunistisch.
  • Bürgerkriegsähnliche Auseinandersetzungen zu Beginn der Weimarer Republik.
Q:

Was waren die zwei grundlegenden Auslöser des Ersten Weltkriegs?

A:
  • Entscheidungen in der Julikrise (nach dem Attentat von Sarajevo)
  • Längerfristige Ursachen
Q:

Welche längerfristigen Ursachen trugen zum Ausbruch des Krieges bei?

A:
  • Machtvakuum auf dem Balkan:
    • Schwäche des Osmanischen Reichs
    • Ö-U und Russland ringen um die Vorherrschaft
  • Europäisches Bündnissystem:
    • Zweibund Ö-U und Deutschland + Italien
    • Gegenbündnis Frankreich und Russland + England
    • Deutschland sah sich eingekreist und dauerhaft bedroht
  • Imperialismus:
    • Wettlauf um Afrika (scramble for africa)
    • Deutschland sucht seinen "Platz an der Sonne" (Bernhard von Bülow)
  • Nationalismus:
    • Nationale Ideologien (Selbst- und Feindbilder)
    • Vorrang der eigenen Nation in Europa
  • Rüstungswettlauf
  • Kulturpessimismus:
    • Unzufriedenheit mit den Zwängen der modernen Gesellschaft --> Erlebnishunger, Kriegsphantasien
Erster Weltkrieg Überblick

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