Strafrecht I at Universität Frankfurt Am Main | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Strafrecht I an der Universität Frankfurt am Main

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TESTE DEIN WISSEN
Meinungsstreit aberratio ictus: Materielle Gleichwertigkeitstheorie
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TESTE DEIN WISSEN
> differenziert zwischen Angriff gegen ein höchstpersönliches (Leben, körperliche Unversehrtheit, Freiheit, Ehre) oder ein persönlichkeitsungebundenes (Vermögen, Eigentum) Rechtsgut
> wenn höchstpersönliches Rechtsgut betroffen = Vorsatzausschluss (ansonsten formelle Gleichwertigkeitstheorie)
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TESTE DEIN WISSEN
Putativnotwehrexzess
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TESTE DEIN WISSEN
jemand stellt sich irrtümlich einen rechtswidrigen Angriff vor und überschreitet dabei aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken mit seiner Abwehrhandlung die Grenzen der erforderlichen Verteidigung (§ 33 StGB)
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TESTE DEIN WISSEN
Theorie des Inkaufnehmens („Billigungstheorie“) h.M.
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TESTE DEIN WISSEN
  • Bedingter Vorsatz (+), wenn der Täter die Tatbestandsverwirklichung für möglich hält und den Erfolg in Kauf nimmt
  • Theorie schließt aus, dass Täter sich auf Nichteintritt des Erfolgs verlässt
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TESTE DEIN WISSEN
Error in persona vel objecto 
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TESTE DEIN WISSEN
Irrtum, bei dem Täter zwar anvisierte Person/anvisiertes Tatobjekt trifft, aber eigentlich eine andere Person (Identitätsirrtum) oder ein anderes Objekt (Objektverwechslung) verletzen wollte 

Rechtsfolgen: 
1) bei Gleichwertigkeit des gedachten und getroffenen Rechtsgutes ist Irrtum unbeachtlich 
2) bei Ungleichwertigkeit: Fahrlässigkeitsdelikt bzgl des getroffenen und Versuch bzgl des nicht getroffenen Rechtsguts 
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TESTE DEIN WISSEN
Fortwirkende/mehrstufige Kausalität
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TESTE DEIN WISSEN
Eine ursprünglich gesetzte Bedingung hält bis zum Erfolg einer anderen Bedingung an.
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TESTE DEIN WISSEN
Verbotsirrtum
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TESTE DEIN WISSEN
§ 17 StGB 
wenn dem Täter bei Tatbegehung die Einsicht fehlt, unrecht zu tun, so handelt er ohne Schuld, wenn er diesen Irrtum nicht vermeiden konnte

Vermeidbar ist ein Verbotsirrtum, wenn dem Täter sein Vorhaben unter Berücksichtigung seiner Fähigkeiten und Kenntnisse hätte Anlass geben müssen, über dessen mögliche Rechtswidrigkeit nachzudenken oder sich in zumutbarer Weise zu erkundigen, und er auf diesem Weg zur Unrechtseinsicht gekommen wäre.
 
direkter Verbotsirrtum: Täter weiß nicht vom Bestehen einer Verbotsnorm

indirekter Verbotsirrtum = Erlaubnisirrtum: Irrtum über das Bestehen oder die Grenzen eines Rechtfertigungsgrundes
> Täter weiß vom Verbotensein seines Handelns, denkt aber, sein Handeln sei gerechtfertigt 
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Überholende Kausalität 
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TESTE DEIN WISSEN
Eine gesetzte Bedingung, die zum Erfolg geführt hätte, kann zu diesem nicht führen, da eine vorherige, andere Bedingung bereits den Erfolg realisiert hat. 
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Dolus cumulativus 
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TESTE DEIN WISSEN
Durch eine Handlung werden mehrere Tatbestände verwirklicht 
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TESTE DEIN WISSEN
Alternative Kausalität
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TESTE DEIN WISSEN
Mehrere unabhängig voneinander gesetzte Bedingungen, die zeitlich miteinander zusammenfallen, reichen für sich allein genommen bereits aus, um den Erfolg herbeizuführen. 
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Gleichgültigkeitstheorie
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TESTE DEIN WISSEN
  • Bedingter Vorsatz (+), wenn der Täter die Möglichkeit der Tatbestandsverwirklichung sieht und den Erfolg aus Gleichgültigkeit gegenüber dem geschützten Rechtsgut hinnimmt 
  • kein Vorsatz, wenn tbm Erfolg unerwünscht ist als Nebenfolge
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TESTE DEIN WISSEN
Objektive Zurechnung (-), wenn
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TESTE DEIN WISSEN
Fehlende Gefahrschaffung
  • Risikoverringerung
  • Sozialadäquates Verhalten / erlaubtes Risiko 

Fehlende Gefahrverwirklichung
  • atypischer Kausalverlauf
  • fehlender Schutzzweckverwirklichungszusammenhang der Norm
  • fehlender Pflichtwidrigkeitszusammenhang 
  • eigenverantwortliches Dazwischentreten Dritter
  • freiverantwortliche Selbstschädigung des Opfers  
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TESTE DEIN WISSEN
Heimtücke: feindliche Willensrichtung
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TESTE DEIN WISSEN
  • Ausschluss von Fällen, bei dem Täter zum vermeintlich besten des Opfers handelt
  • Greift nicht, wenn Täter bewusst nicht das entscheidungsfähige Opfer fragt oder die Tötung des nicht entscheidungsfähigen Opfers, nicht dessen mutmaßlichen Willen entspricht (Täter will eigene Vorstellungen über Würde und Wert durchsetzen)
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Beispielhafte Karteikarten für deinen Strafrecht I Kurs an der Universität Frankfurt am Main - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Meinungsstreit aberratio ictus: Materielle Gleichwertigkeitstheorie
A:
> differenziert zwischen Angriff gegen ein höchstpersönliches (Leben, körperliche Unversehrtheit, Freiheit, Ehre) oder ein persönlichkeitsungebundenes (Vermögen, Eigentum) Rechtsgut
> wenn höchstpersönliches Rechtsgut betroffen = Vorsatzausschluss (ansonsten formelle Gleichwertigkeitstheorie)
Q:
Putativnotwehrexzess
A:
jemand stellt sich irrtümlich einen rechtswidrigen Angriff vor und überschreitet dabei aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken mit seiner Abwehrhandlung die Grenzen der erforderlichen Verteidigung (§ 33 StGB)
Q:
Theorie des Inkaufnehmens („Billigungstheorie“) h.M.
A:
  • Bedingter Vorsatz (+), wenn der Täter die Tatbestandsverwirklichung für möglich hält und den Erfolg in Kauf nimmt
  • Theorie schließt aus, dass Täter sich auf Nichteintritt des Erfolgs verlässt
Q:
Error in persona vel objecto 
A:
Irrtum, bei dem Täter zwar anvisierte Person/anvisiertes Tatobjekt trifft, aber eigentlich eine andere Person (Identitätsirrtum) oder ein anderes Objekt (Objektverwechslung) verletzen wollte 

Rechtsfolgen: 
1) bei Gleichwertigkeit des gedachten und getroffenen Rechtsgutes ist Irrtum unbeachtlich 
2) bei Ungleichwertigkeit: Fahrlässigkeitsdelikt bzgl des getroffenen und Versuch bzgl des nicht getroffenen Rechtsguts 
Q:
Fortwirkende/mehrstufige Kausalität
A:
Eine ursprünglich gesetzte Bedingung hält bis zum Erfolg einer anderen Bedingung an.
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Q:
Verbotsirrtum
A:
§ 17 StGB 
wenn dem Täter bei Tatbegehung die Einsicht fehlt, unrecht zu tun, so handelt er ohne Schuld, wenn er diesen Irrtum nicht vermeiden konnte

Vermeidbar ist ein Verbotsirrtum, wenn dem Täter sein Vorhaben unter Berücksichtigung seiner Fähigkeiten und Kenntnisse hätte Anlass geben müssen, über dessen mögliche Rechtswidrigkeit nachzudenken oder sich in zumutbarer Weise zu erkundigen, und er auf diesem Weg zur Unrechtseinsicht gekommen wäre.
 
direkter Verbotsirrtum: Täter weiß nicht vom Bestehen einer Verbotsnorm

indirekter Verbotsirrtum = Erlaubnisirrtum: Irrtum über das Bestehen oder die Grenzen eines Rechtfertigungsgrundes
> Täter weiß vom Verbotensein seines Handelns, denkt aber, sein Handeln sei gerechtfertigt 
Q:
Überholende Kausalität 
A:
Eine gesetzte Bedingung, die zum Erfolg geführt hätte, kann zu diesem nicht führen, da eine vorherige, andere Bedingung bereits den Erfolg realisiert hat. 
Q:
Dolus cumulativus 
A:
Durch eine Handlung werden mehrere Tatbestände verwirklicht 
Q:
Alternative Kausalität
A:
Mehrere unabhängig voneinander gesetzte Bedingungen, die zeitlich miteinander zusammenfallen, reichen für sich allein genommen bereits aus, um den Erfolg herbeizuführen. 
Q:
Gleichgültigkeitstheorie
A:
  • Bedingter Vorsatz (+), wenn der Täter die Möglichkeit der Tatbestandsverwirklichung sieht und den Erfolg aus Gleichgültigkeit gegenüber dem geschützten Rechtsgut hinnimmt 
  • kein Vorsatz, wenn tbm Erfolg unerwünscht ist als Nebenfolge
Q:
Objektive Zurechnung (-), wenn
A:
Fehlende Gefahrschaffung
  • Risikoverringerung
  • Sozialadäquates Verhalten / erlaubtes Risiko 

Fehlende Gefahrverwirklichung
  • atypischer Kausalverlauf
  • fehlender Schutzzweckverwirklichungszusammenhang der Norm
  • fehlender Pflichtwidrigkeitszusammenhang 
  • eigenverantwortliches Dazwischentreten Dritter
  • freiverantwortliche Selbstschädigung des Opfers  
Q:
Heimtücke: feindliche Willensrichtung
A:
  • Ausschluss von Fällen, bei dem Täter zum vermeintlich besten des Opfers handelt
  • Greift nicht, wenn Täter bewusst nicht das entscheidungsfähige Opfer fragt oder die Tötung des nicht entscheidungsfähigen Opfers, nicht dessen mutmaßlichen Willen entspricht (Täter will eigene Vorstellungen über Würde und Wert durchsetzen)
Strafrecht I

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