Proseminar Allgemeine Psychologie at Universität Erlangen-Nürnberg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Proseminar Allgemeine Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind andere biopsychologische Korrelate zur AM und was ist ein Fazit?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Andere biopsychologische Korrelate?:
    1. Oxytozin: unklar, on Oxytozin bei menschlichen Bindungsprozessen überhaupt eine Rolle spielt und wenn ja, ob es auch mit per PSE gemessener Anschlussmotivation in Verbindung steht 
    2. Dopamin: Dopamin als NT im Gehirn ist normalerweise nicht bzw. nicht spezifisch mit Anschlussmotivation verbunden

 

  • Gesamtfazit zur Anschlussmotivation: 
    1. Gerade die Forschung zur Anschlussmotivation zeigt, dass oft eine deutliche Kluft zwischen Theorie und empirischen Befunden (z.B. Furcht vs. Hoffnung) bestehen kann und die Theorie dennoch nicht modifiziert wird 
    2. Auch illustriert diese Forschung, dass oftmals zu wenig darauf geachtet wurde, mit welcher Art von Messung welche Art von Befunden generiert wird; Und dies, obwohl die fundamentalen Unterschiede in den Messungen bekannt sind 
    3. Gleichzeitig werden wichtige Ansätze zur weiteren Erforschung kaum verfolgt (z.B. Parallelen mit Attachement-Theorie) 
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TESTE DEIN WISSEN

Welche verschiedenen Perspektiven gibt es zur Unabhängigkeit informationsverarbeitender und verhaltensregulierender Systeme?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Moderne Kognitionspsychologie - Multiple Verarbeitungssysteme (Larry Squire):  Er unterscheidet 6 verschiedene Gedächtnissysteme, die sich grob aufteilen lassen in solche, deren Inhalt in Worte gefasst werden kann (deklarativ) und solche, deren Inhalt nicht verbalisierbar ist (non-deklarativ) à mittlerweile unumstößliches Wissen, dass man es mit mehreren unabhängigen Systemen zu tun hat 
  • Neuropsychologie: Forschung an Split-Brain-Patienten zeigt, dass die rechte und Hemisphäre auf die Verarbeitung unmittelbarer Wahrnehmungseindrücke spezialisiert ist; die linke Hemisphäre dagegen versucht laufend, Hypothesen aufzustellen und Schlussfolgerungen zu ziehen, die wahrgenommenes Verhalten in einen sinnvollen, konsistenten Bezugsrahmen stellt; sie tut dies bei Split-Brain-Patienten nachweislich in Abwesenheit irgendeiner Kenntnis der wahren Beweggründe des Verhaltens 
    1. Der linkshemisphärische Sinnweber in Aktion: Split-Brain-Patient wurde gebeten, Items in einer Liste zu finden, die zu einer dargebotenen Szene passten (jede Liste und Szene wurden jeweils nur einer Hemisphäre gezeigt); dabei versuchte die linke Hemisphäre auch die Wahl der linken Hand (gesteuert von der rechten Hemisphäre) zu erklären, ohne allerdings irgendeinen Einblick in den tatsächlichen Grund der Wahl zu haben 
  • Die sozialpsychologische Perspektive – Wilson and Nisbett: Probanden geben unweigerlich immer Gründe an, warum sie ein bestimmtes Verhalten zeigen, auch wenn man nachweisen kann, dass das Verhalten durch ganz andere Faktoren als die von den Probanden genannten Gründen ausgelöst wurde (primacy und recency Effekt); ergo: auch neurologisch intakte Menschen verhalten sich regelmäßig wie Split-Brain-Patienten regu
  • Eine biopsychologische Perspektive – Edmund T.: Es gibt mindestens zwei (drei) unterschiedliche Verhaltenssysteme, die nicht unbedingt immer integriert funktionieren, sondern auch unabhängige Wege gehen
  • Eine biopsychologische Perspektive – Berridge und Robinson: Postulieren für jede der drei Komponenten Motivation, Lernen und Emotion eine explizite (alle sprachlich vermittelbar) und eine implizite Ebene
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Was sind nicht theoriekonforme Befunde zum Riskiowahlmodell von Atkinson?

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  • Ein Beispiel für nicht theoriekonforme Befunde: Erfolgshoffnung und Misserfolgsfurcht wurden direkt im TAT gemessen; die Befunde bestätigen zwar eine Präferenz für mittlere Schwergrade, aber liefern keinen Hinweis für eine dämpfende Wirkung von Misserfolgsfurcht 
  • Warum herausfordernde Aufgaben? – Eine bessere Antwort: Mütter von Kindern, die sich durch ein hohes Leistungsniveau auszeichnen, fordern von ihren Kindern früh eigenständiges Verhalten und belohnen dies durch nonverbalen Ausdruck von Nähe belohnten (Lächeln, Streicheln, Drücken) à Wichtig ist, dass Eigenständigkeit altersadäquat eingefordert wird und nicht zu früh oder zu spät  
  • Mehr Befunde zum Selbstständigkeitstraining: Wurzeln hoher Leistungsmotivation im Erwachsenenalter (30 Jahre) in frühkindlichen Erziehungserfahrungen
    1. Feste Fütterungszeit -->
    2. Strenge Sauberkeitserziehung --> positiv korreliert mit hohem Leistungsmotiv als Erwachsener 
    3. Sauberkeitsstandards -->
    4. Gute Schulleistungen 
    5. Vernünftige Argumentation 
    6. Selbst regelmäßig Geld verdienen 
    7. Unterschied der oberen drei: Nonverbale Erziehungspraktiken --> Leistungsmotivation hat eventuell Ursprung in präverbalen Erziehungspraktiken
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Was sind Korrelate des AM?

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  • Entwicklungsursprünge des Anschlussmotivs: 


N Affiliation: 

Mutter reagiert nicht auf Weinen des Babys: r = .27, p < .05 (McClelland & Pilon, 1983) 

N Intimität: 

Mutter lobt: r = .26, p < .05 (McClelland & Pilon, 1983) 

Erinnerung an Verwendung eines Übergangsobjekts (z.B. Teddy, Puppe) (Lundy & Potts, 1987) 

 


  • N Affiliation und schulischer Erfolg: In einer Studie von McKeanie (1961) profitierten bindungsmotivierte Studenten von schulischem Unterricht, der viele Bindungsanreize bot (z.B. Gruppenarbeit), und schnitten schlecht ab, in Klassen, in denen solche Anreize nicht geboten wurden 


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Welche Funktion hat das mesolimbische Dopaminsystem im Striatum?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Ein Transmitter, multiple Funktionen für Motivation: 
    1. Striatum ventral (nucleus accumbens) à Energetisierung von Verhaltenssequenzen 
    2. Striatum dorsal à Verstärkungslernen von Verhaltenssequenzen à Dopamin spielt hier entscheidende Rolle 
    3. Dopamin aus ventralem Tegmentum/ Substantia nigra 
    4. Wenn Dopamin weg, klappt weder Energetisierung von Verstärkungslernen 
  • Nucleus Accumbens: Dopamin hat etwas zu tun mit der Annäherung, mit der Geschwindigkeit, mit der wir uns auf Belohnung zubewegen, nicht aber mit der Konsumation 
  • Der Nucleus Accumbens energetisiert instrumentelles Verhalten: Nucleus accumbens à Aktive Annäherung, aktive Meidung (CS), keine Verbindung zu passiver Meidung; keine Verbindung zu Flucht (UCR); man braucht Dopamin im Nucleus accumbens für gelernte Verhaltensweisen, die einem helfen, sich aktiv mit Belohnung und Bestrafung auseinander zu setzen 
  • Dopamin im Striatum und Sequenzlernen: Untersuchung à Probanden mussten eine motorische Sequenz lernen; Erlernen korrelierte mit dem Dopamin-Umsatz im dorsalen Striatum 
  • Beziehung zwischen Dopaminausschüttung und Verstärkern: 
    1. No prediction, reward occurs: Äffchen bekommt Fruchtsaft auf die Zunge à DA-Neuron feuert häufiger 
    2. Reward predicted, reward occurs: DA-Neuron feuert gleichbleibend 
    3. Dopamin hilft dem Gehirn als Lehrer zu markieren, wann ein wichtiges Event auftritt 
    4. Reward predicted, no reward occurs: DA-Neuron feuert nicht mehr 
    5. Ähnlich wie das, was Rescorla und Wagner postulieren 
  • Wie Dopamin Annäherung und Vermeidung steuert: Dopamin ist Kleber für die Verbindung 
    1. A: Eine vorübergehende Zunahme in der Aktivität von Dopamin (DA)- Neuronen führt zur spezifischen Aktivierung von D1-Rezeptoren im Striatum, durch die Verhalten gebahnt wird 
    2. B: Eine vorübergehende Abnahme in der Aktivität von DA-Neuronen führt zur spezifischen Aktivierung von D2-Rezeptoren  im Striatum, durch die Verhalten gehemmt wird 

 

  • Zusammenfassung der Wirkung des Striatums und des Dopaminsystems: 
    1. Das mesolimbische Dopaminsystem hat seine Quelle im ventralen Tegmentum und der Substantia nigra und schickt seine axonalen Ausläufer ins Striatum und den präfrontalen Kortex
    2. Es energetisiert die Reaktion auf Anreize (= Reize, die Belohnung bzw. Sicherheit versprechen) und macht diese subjektiv „unwiderstehlich“ (ventrales Striatum:  Nucleus Accumbens)
    3. Es vermittelt instrumentelles Lernen durch Verstärkung belohnter Verhaltensweisen (dorsales Striatum)
    4. Es spielt keine Rolle bei hedonischen Reaktionen auf Belohnung oder Bestrafung 
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Was besagt die Hemisphärensymmetrie über Affekt und Motivation?

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  • Richard Davidsons Links-Rechts- und Oben-Unten-Theorie der Emotion: Basierend auf Forschungsarbeiten an Mensch und Tier; er postuliert, dass positiver Affekt mit linksfrontaler und negativer Affekt mit rechtsfrontaler Aktivierung einhergeht, dabei geht er davon aus, dass der präfrontale Kortex eine Top-Down-Rolle bei der Regulation von subkortikalen Affektgeneratoren (v.a. Amygdala) spielt
  • Überblick über Davidsons Modell: 

 

Linke Hemisphäre

Rechte Hemisphäre 

Top

Linker PFC 

Rechter PFC ???

Down 

Amygdala à Extinktion 

Amygdala à Selbstregulation 

 


  1. Aber meta-analytisch zeigt sich keine enge Koppelung zwischen frontaler EEG-Asymmetrie und Trait Maßnahmen des Affekts
  2. Allerdings sind sowohl Ärger als auch Defensivität substantiell mit einer relativen linksfrontalen Aktivierung korreliert und Selbstreportmaße des Affekts sind vermutlich nicht die validesten Indikatoren der tatsächlichen oder typischen Affektlage einer Person
  • Affekt oder Motivation? Zielblockierung und Lateralität: Untersuchungen von Eddie-Harmon-Jones und Kollegen zeigen,  dass auch bei negativer Emotion linkshemisphärische Aktivierung auftreten kann: Wenn Probanden beleidigt worden waren, stieg nicht nur ihr subjektiver Ärger an, sondern ihre Gehirne zeigten auch mehr linkshemisphärische Aktivierung 
  • Hemisphärenasymmetrien Fazit: 
    1. Linke und rechte Hemisphäre (insbesondere präfrontale Anteile) sind in einer Vielzahl von Studien in unterschiedlicher Weise in affektiven und motivationalen Prozessen involviert
    2. Richard Davidson interpretiert diese Befunde so: bei positivem Affekt wird linksfrontal aktiviert, bei negativem Affekt rechtsfrontal: allerdings zeigt sich entgegen früheren Vermutungen, dass das wenig mit im Selbstbericht erfassten Dispositionen zu positivem oder negativem Affekt zu tun hat
    3. Eddie Harmon-Jones interpretiert die Befunde anders: entscheidend ist nicht der Affekt, sondern die motivationale Lage, die ihn auslöst; Annäherungsmotivation (auch geblockt) führt zur linksfrontalen Aktivierung, Vermeidungsmotivation zu rechtsfrontaler Aktivierung
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Wie kann man Motivation von Instinkt abgrenzen?

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  • Epsteins (1982) Abgrenzung zwischen Motivation und Instinkt: 


Motivation 

Instinkt 

Individuell gelernte Reize und Reaktionen 

Arttypische Auslösereize und Reaktionsmuster

Antizipation von Zielzuständen 

Kein Einfluss von Erwartung auf das Verhalten 

Affektive Färbung 

Keine affektive Färbung

In der Natur selten vorkommend 

In der Natur häufig vorkommend 

 

  • Gemeinsamkeiten von Motivation und Instinkt: 
    1. Greifen beide auf angeborene Ur-Reize und Ur-Reaktionen zurück
    2. Können beide gelernte Komponenten aufweisen 
    3. Lassen sich sequenziell in eine Annäherungs- und eine Konsummationsphase untergliedern 
    4. Sind bedürfnisabhängig 
    5. Tragen zur Homöostase bei 
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Was besagt Narziss Achs Willespsychologie?

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  • Ach beschäftigte sich mit der Frage, wie Menschen im Angesicht von äußeren und inneren Widerständen bzw. gegen eigene Gewohnheiten Ziele umsetzen können; für Ach war hier der Wille zentral, insbesondere in Form der determinierenden Tendenz beim Fassen einer Handlungsabsicht; diese begünstigt später teils unbewusst die Handlungsausführung 
    1. Keine Motivation im eigenen Sinne, sondern Volition, eine willentliche Beeinflussung des Verhaltens 
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Was ist Motivation ?

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  • Der hedonistische Kern der Motivation: 
    1. Stammt aus dem Griechischen und bedeutet Lust, Freude, Genuss 
    2. Hedonische Reaktionen sind Lustreaktionen, aber auch Unlustreaktionen auf einen Reiz 
    3. Es handelt sich also um unwillkürliche, affektive Reaktionen 
  • Hedonische Reaktionen als Ausgangspunkt aller Motivation: 

Objekt, Zustand, Situation --> positive Reaktion --> Wahrscheinlichkeit des Fortpflanzungserfolgs erhöht 

Objekt, Zustand, Situation --> niedrig, verringert --> Wahrscheinlichkeit des Fortpflanzungserfolgs verringert 

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Anschlussmotivation: Konzept, Definition, Messung

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  • Motive bestimmen, wie belohnend ein Anreiz ist (Attraktivität von Anreizen liegt nicht im Anreiz selbst begründet, sondern in der rezipierenden Person; Motive funktionieren wie Affektverstärker):


Anreiz (z.B. Essen) à Motiv: stark à Affektive Reaktion: 😊

Anreiz (z.B. Essen) à Motiv: schwach à Affektive Reaktion: ☹

 

  • Die fundamentale Wichtigkeit von Anschluss für das Überleben: 
    1. Menschenkinder sind auf verlässliche Bindung zu Eltern angewiesen, um geschützt und sicher aufwachsen zu können (Bowlbys Attachement Theorie) 
    2. Menschen sind auf enge Beziehungen zu anderen Menschen angewiesen, um Gruppenschutz zu erhalten 
    3. Doppelte Wurzel der Anschlussmotivation in (1) Eltern-Kind-Beziehung und in (2) sozialer Nähe 

 

  • Messung: Thematischer Apperzeptionstest (Bildergeschichtentest) – Woher weiß man, welche Inhalte das Anschlussmotiv anzeigen? 
    1. In allen Anregungsbedingungen zeigte sich, dass Menschen mehr darüber nachdachten positiven Affekt durch Bindungen zu erhalten oder dergleichen 
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Welche Funktion hat die Amygdala?

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  • Motivationale Blindheit – Das Klüver-Bucy-Syndrom: 1939 berichteten Neurologen von Affen, denen die Amygdala chirurgisch entfernt worden war; die Affen waren unfähig, aus der Ferne die motivationale Bedeutung von Objekten, Artgenossen und Räubern zu erkennen und mussten stattdessen alles aus der Nähe inspizieren 

  • Motivationale Fernsicht und Blindheit: 
    1. Amygdala intakt (Motivationale Fernsicht): CS – Duft einer Banane à CS – Anblick einer Banane à UCS – Banane in Mund/Magen
    2. Amygdala entfernt (Motivationale Blindheit): CS – Duft einer Banane à Der Rest fällt weg, keine Verknüpfungen 

  • The high road and the low road to fear: Visuelle Reize werden durch den Thalamus an den visuellen Cortex weitergereicht, dessen Output dann wieder an die Amygdala weitergegeben wird (high road); es gibt aber auch einen direkten, viel schnelleren Weg vom Thalamus zur Amygdala (low road) 


  • Informationsfluss zur und von der Amygdala: 
    1. In der Amyygdala mehrere Substrukturen, dazu gehört der Laterale Nucleus der Basolaterale Nucleus und der zentrale Nucleus
    2. Stimulus (CS; UCS) wird weitergeleitet zum lateralen Nucleus, der Information zu basolateralem Nucleus und zentralem Nucleus weiterleiten 
    3. Von basolateralem Nucleus: Motivation (mesolimbisches Dopaminsystem) 
    4. Von zentralem Nucleus: Emotion (Mittel/Stammhirn) 
    5. Auf die Amygdala wirkt zusätzlich der Hippocampus (Kontext) 

  • Zusammenfassung der motivationalen Funktionen der Amygdala: 
    1. Die Amygdala verarbeitet sensorische Informationen auf allen Analyseebenen und schmiedet Pavlovsche Verknüpfungen zwischen prädiktiven Reizen und Belohnern/Bestrafern (= UCS) 
    2. Die Amygdala orchestriert emotionale Reaktionen auf CS und UCS über den zentralen Nucleus 
    3. Triggert motivationale Reaktionen auf CS durch Verbindungen vom basolateralen Nukleus zum Striatum/ mesolimbischen Dopaminsystem 
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Was sind weitere Befunde zur Unabhängigkeit (...) und was ist ein fazit?

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  • Unabhängige Systeme bei emotionalen Prozessen: Angststörung à verbal: Ich fühle Angst à behavioral: Ängstliches Verhalten à Autonome Reaktion, die dem angemessen ist: Schwitzen … —> P. Lang hat das oftmals nicht so beobachtet; es kommt häufig zu einer Dissoziation dieser drei Systeme, also auch eine Desintegration der Reaktionssysteme
  • S. Epsteins Cognitive Experiential Theory (CET): Erfahrungssystem: holistisch, emotional, schnelle nonverbale Verarbeitung, schwer veränderbar; Vernunftsystem: analytisch, logisch, langsame Verarbeitung, Belohnungsaufschub, schnell veränderbar 
  • Fazit: Mindestens zwei Verarbeitungssysteme, die Verhalten steuern; funktionelle Integration dieser Systeme schwankt; das verbale System gilt dabei evolutionär als Newcomer, das planvolles Handeln erlaubt (soziale Umwelt sehr bedeutend), während die nonverbalen Systeme zu automatischen Verhaltensanpassungen beitragen
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Q:

Was sind andere biopsychologische Korrelate zur AM und was ist ein Fazit?

A:
  • Andere biopsychologische Korrelate?:
    1. Oxytozin: unklar, on Oxytozin bei menschlichen Bindungsprozessen überhaupt eine Rolle spielt und wenn ja, ob es auch mit per PSE gemessener Anschlussmotivation in Verbindung steht 
    2. Dopamin: Dopamin als NT im Gehirn ist normalerweise nicht bzw. nicht spezifisch mit Anschlussmotivation verbunden

 

  • Gesamtfazit zur Anschlussmotivation: 
    1. Gerade die Forschung zur Anschlussmotivation zeigt, dass oft eine deutliche Kluft zwischen Theorie und empirischen Befunden (z.B. Furcht vs. Hoffnung) bestehen kann und die Theorie dennoch nicht modifiziert wird 
    2. Auch illustriert diese Forschung, dass oftmals zu wenig darauf geachtet wurde, mit welcher Art von Messung welche Art von Befunden generiert wird; Und dies, obwohl die fundamentalen Unterschiede in den Messungen bekannt sind 
    3. Gleichzeitig werden wichtige Ansätze zur weiteren Erforschung kaum verfolgt (z.B. Parallelen mit Attachement-Theorie) 
Q:

Welche verschiedenen Perspektiven gibt es zur Unabhängigkeit informationsverarbeitender und verhaltensregulierender Systeme?

A:
  • Moderne Kognitionspsychologie - Multiple Verarbeitungssysteme (Larry Squire):  Er unterscheidet 6 verschiedene Gedächtnissysteme, die sich grob aufteilen lassen in solche, deren Inhalt in Worte gefasst werden kann (deklarativ) und solche, deren Inhalt nicht verbalisierbar ist (non-deklarativ) à mittlerweile unumstößliches Wissen, dass man es mit mehreren unabhängigen Systemen zu tun hat 
  • Neuropsychologie: Forschung an Split-Brain-Patienten zeigt, dass die rechte und Hemisphäre auf die Verarbeitung unmittelbarer Wahrnehmungseindrücke spezialisiert ist; die linke Hemisphäre dagegen versucht laufend, Hypothesen aufzustellen und Schlussfolgerungen zu ziehen, die wahrgenommenes Verhalten in einen sinnvollen, konsistenten Bezugsrahmen stellt; sie tut dies bei Split-Brain-Patienten nachweislich in Abwesenheit irgendeiner Kenntnis der wahren Beweggründe des Verhaltens 
    1. Der linkshemisphärische Sinnweber in Aktion: Split-Brain-Patient wurde gebeten, Items in einer Liste zu finden, die zu einer dargebotenen Szene passten (jede Liste und Szene wurden jeweils nur einer Hemisphäre gezeigt); dabei versuchte die linke Hemisphäre auch die Wahl der linken Hand (gesteuert von der rechten Hemisphäre) zu erklären, ohne allerdings irgendeinen Einblick in den tatsächlichen Grund der Wahl zu haben 
  • Die sozialpsychologische Perspektive – Wilson and Nisbett: Probanden geben unweigerlich immer Gründe an, warum sie ein bestimmtes Verhalten zeigen, auch wenn man nachweisen kann, dass das Verhalten durch ganz andere Faktoren als die von den Probanden genannten Gründen ausgelöst wurde (primacy und recency Effekt); ergo: auch neurologisch intakte Menschen verhalten sich regelmäßig wie Split-Brain-Patienten regu
  • Eine biopsychologische Perspektive – Edmund T.: Es gibt mindestens zwei (drei) unterschiedliche Verhaltenssysteme, die nicht unbedingt immer integriert funktionieren, sondern auch unabhängige Wege gehen
  • Eine biopsychologische Perspektive – Berridge und Robinson: Postulieren für jede der drei Komponenten Motivation, Lernen und Emotion eine explizite (alle sprachlich vermittelbar) und eine implizite Ebene
Q:

Was sind nicht theoriekonforme Befunde zum Riskiowahlmodell von Atkinson?

A:
  • Ein Beispiel für nicht theoriekonforme Befunde: Erfolgshoffnung und Misserfolgsfurcht wurden direkt im TAT gemessen; die Befunde bestätigen zwar eine Präferenz für mittlere Schwergrade, aber liefern keinen Hinweis für eine dämpfende Wirkung von Misserfolgsfurcht 
  • Warum herausfordernde Aufgaben? – Eine bessere Antwort: Mütter von Kindern, die sich durch ein hohes Leistungsniveau auszeichnen, fordern von ihren Kindern früh eigenständiges Verhalten und belohnen dies durch nonverbalen Ausdruck von Nähe belohnten (Lächeln, Streicheln, Drücken) à Wichtig ist, dass Eigenständigkeit altersadäquat eingefordert wird und nicht zu früh oder zu spät  
  • Mehr Befunde zum Selbstständigkeitstraining: Wurzeln hoher Leistungsmotivation im Erwachsenenalter (30 Jahre) in frühkindlichen Erziehungserfahrungen
    1. Feste Fütterungszeit -->
    2. Strenge Sauberkeitserziehung --> positiv korreliert mit hohem Leistungsmotiv als Erwachsener 
    3. Sauberkeitsstandards -->
    4. Gute Schulleistungen 
    5. Vernünftige Argumentation 
    6. Selbst regelmäßig Geld verdienen 
    7. Unterschied der oberen drei: Nonverbale Erziehungspraktiken --> Leistungsmotivation hat eventuell Ursprung in präverbalen Erziehungspraktiken
Q:

Was sind Korrelate des AM?

A:


  • Entwicklungsursprünge des Anschlussmotivs: 


N Affiliation: 

Mutter reagiert nicht auf Weinen des Babys: r = .27, p < .05 (McClelland & Pilon, 1983) 

N Intimität: 

Mutter lobt: r = .26, p < .05 (McClelland & Pilon, 1983) 

Erinnerung an Verwendung eines Übergangsobjekts (z.B. Teddy, Puppe) (Lundy & Potts, 1987) 

 


  • N Affiliation und schulischer Erfolg: In einer Studie von McKeanie (1961) profitierten bindungsmotivierte Studenten von schulischem Unterricht, der viele Bindungsanreize bot (z.B. Gruppenarbeit), und schnitten schlecht ab, in Klassen, in denen solche Anreize nicht geboten wurden 


Q:

Welche Funktion hat das mesolimbische Dopaminsystem im Striatum?

A:
  • Ein Transmitter, multiple Funktionen für Motivation: 
    1. Striatum ventral (nucleus accumbens) à Energetisierung von Verhaltenssequenzen 
    2. Striatum dorsal à Verstärkungslernen von Verhaltenssequenzen à Dopamin spielt hier entscheidende Rolle 
    3. Dopamin aus ventralem Tegmentum/ Substantia nigra 
    4. Wenn Dopamin weg, klappt weder Energetisierung von Verstärkungslernen 
  • Nucleus Accumbens: Dopamin hat etwas zu tun mit der Annäherung, mit der Geschwindigkeit, mit der wir uns auf Belohnung zubewegen, nicht aber mit der Konsumation 
  • Der Nucleus Accumbens energetisiert instrumentelles Verhalten: Nucleus accumbens à Aktive Annäherung, aktive Meidung (CS), keine Verbindung zu passiver Meidung; keine Verbindung zu Flucht (UCR); man braucht Dopamin im Nucleus accumbens für gelernte Verhaltensweisen, die einem helfen, sich aktiv mit Belohnung und Bestrafung auseinander zu setzen 
  • Dopamin im Striatum und Sequenzlernen: Untersuchung à Probanden mussten eine motorische Sequenz lernen; Erlernen korrelierte mit dem Dopamin-Umsatz im dorsalen Striatum 
  • Beziehung zwischen Dopaminausschüttung und Verstärkern: 
    1. No prediction, reward occurs: Äffchen bekommt Fruchtsaft auf die Zunge à DA-Neuron feuert häufiger 
    2. Reward predicted, reward occurs: DA-Neuron feuert gleichbleibend 
    3. Dopamin hilft dem Gehirn als Lehrer zu markieren, wann ein wichtiges Event auftritt 
    4. Reward predicted, no reward occurs: DA-Neuron feuert nicht mehr 
    5. Ähnlich wie das, was Rescorla und Wagner postulieren 
  • Wie Dopamin Annäherung und Vermeidung steuert: Dopamin ist Kleber für die Verbindung 
    1. A: Eine vorübergehende Zunahme in der Aktivität von Dopamin (DA)- Neuronen führt zur spezifischen Aktivierung von D1-Rezeptoren im Striatum, durch die Verhalten gebahnt wird 
    2. B: Eine vorübergehende Abnahme in der Aktivität von DA-Neuronen führt zur spezifischen Aktivierung von D2-Rezeptoren  im Striatum, durch die Verhalten gehemmt wird 

 

  • Zusammenfassung der Wirkung des Striatums und des Dopaminsystems: 
    1. Das mesolimbische Dopaminsystem hat seine Quelle im ventralen Tegmentum und der Substantia nigra und schickt seine axonalen Ausläufer ins Striatum und den präfrontalen Kortex
    2. Es energetisiert die Reaktion auf Anreize (= Reize, die Belohnung bzw. Sicherheit versprechen) und macht diese subjektiv „unwiderstehlich“ (ventrales Striatum:  Nucleus Accumbens)
    3. Es vermittelt instrumentelles Lernen durch Verstärkung belohnter Verhaltensweisen (dorsales Striatum)
    4. Es spielt keine Rolle bei hedonischen Reaktionen auf Belohnung oder Bestrafung 
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Q:

Was besagt die Hemisphärensymmetrie über Affekt und Motivation?

A:
  • Richard Davidsons Links-Rechts- und Oben-Unten-Theorie der Emotion: Basierend auf Forschungsarbeiten an Mensch und Tier; er postuliert, dass positiver Affekt mit linksfrontaler und negativer Affekt mit rechtsfrontaler Aktivierung einhergeht, dabei geht er davon aus, dass der präfrontale Kortex eine Top-Down-Rolle bei der Regulation von subkortikalen Affektgeneratoren (v.a. Amygdala) spielt
  • Überblick über Davidsons Modell: 

 

Linke Hemisphäre

Rechte Hemisphäre 

Top

Linker PFC 

Rechter PFC ???

Down 

Amygdala à Extinktion 

Amygdala à Selbstregulation 

 


  1. Aber meta-analytisch zeigt sich keine enge Koppelung zwischen frontaler EEG-Asymmetrie und Trait Maßnahmen des Affekts
  2. Allerdings sind sowohl Ärger als auch Defensivität substantiell mit einer relativen linksfrontalen Aktivierung korreliert und Selbstreportmaße des Affekts sind vermutlich nicht die validesten Indikatoren der tatsächlichen oder typischen Affektlage einer Person
  • Affekt oder Motivation? Zielblockierung und Lateralität: Untersuchungen von Eddie-Harmon-Jones und Kollegen zeigen,  dass auch bei negativer Emotion linkshemisphärische Aktivierung auftreten kann: Wenn Probanden beleidigt worden waren, stieg nicht nur ihr subjektiver Ärger an, sondern ihre Gehirne zeigten auch mehr linkshemisphärische Aktivierung 
  • Hemisphärenasymmetrien Fazit: 
    1. Linke und rechte Hemisphäre (insbesondere präfrontale Anteile) sind in einer Vielzahl von Studien in unterschiedlicher Weise in affektiven und motivationalen Prozessen involviert
    2. Richard Davidson interpretiert diese Befunde so: bei positivem Affekt wird linksfrontal aktiviert, bei negativem Affekt rechtsfrontal: allerdings zeigt sich entgegen früheren Vermutungen, dass das wenig mit im Selbstbericht erfassten Dispositionen zu positivem oder negativem Affekt zu tun hat
    3. Eddie Harmon-Jones interpretiert die Befunde anders: entscheidend ist nicht der Affekt, sondern die motivationale Lage, die ihn auslöst; Annäherungsmotivation (auch geblockt) führt zur linksfrontalen Aktivierung, Vermeidungsmotivation zu rechtsfrontaler Aktivierung
Q:

Wie kann man Motivation von Instinkt abgrenzen?

A:


  • Epsteins (1982) Abgrenzung zwischen Motivation und Instinkt: 


Motivation 

Instinkt 

Individuell gelernte Reize und Reaktionen 

Arttypische Auslösereize und Reaktionsmuster

Antizipation von Zielzuständen 

Kein Einfluss von Erwartung auf das Verhalten 

Affektive Färbung 

Keine affektive Färbung

In der Natur selten vorkommend 

In der Natur häufig vorkommend 

 

  • Gemeinsamkeiten von Motivation und Instinkt: 
    1. Greifen beide auf angeborene Ur-Reize und Ur-Reaktionen zurück
    2. Können beide gelernte Komponenten aufweisen 
    3. Lassen sich sequenziell in eine Annäherungs- und eine Konsummationsphase untergliedern 
    4. Sind bedürfnisabhängig 
    5. Tragen zur Homöostase bei 
Q:

Was besagt Narziss Achs Willespsychologie?

A:
  • Ach beschäftigte sich mit der Frage, wie Menschen im Angesicht von äußeren und inneren Widerständen bzw. gegen eigene Gewohnheiten Ziele umsetzen können; für Ach war hier der Wille zentral, insbesondere in Form der determinierenden Tendenz beim Fassen einer Handlungsabsicht; diese begünstigt später teils unbewusst die Handlungsausführung 
    1. Keine Motivation im eigenen Sinne, sondern Volition, eine willentliche Beeinflussung des Verhaltens 
Q:

Was ist Motivation ?

A:
  • Der hedonistische Kern der Motivation: 
    1. Stammt aus dem Griechischen und bedeutet Lust, Freude, Genuss 
    2. Hedonische Reaktionen sind Lustreaktionen, aber auch Unlustreaktionen auf einen Reiz 
    3. Es handelt sich also um unwillkürliche, affektive Reaktionen 
  • Hedonische Reaktionen als Ausgangspunkt aller Motivation: 

Objekt, Zustand, Situation --> positive Reaktion --> Wahrscheinlichkeit des Fortpflanzungserfolgs erhöht 

Objekt, Zustand, Situation --> niedrig, verringert --> Wahrscheinlichkeit des Fortpflanzungserfolgs verringert 

Q:

Anschlussmotivation: Konzept, Definition, Messung

A:


  • Motive bestimmen, wie belohnend ein Anreiz ist (Attraktivität von Anreizen liegt nicht im Anreiz selbst begründet, sondern in der rezipierenden Person; Motive funktionieren wie Affektverstärker):


Anreiz (z.B. Essen) à Motiv: stark à Affektive Reaktion: 😊

Anreiz (z.B. Essen) à Motiv: schwach à Affektive Reaktion: ☹

 

  • Die fundamentale Wichtigkeit von Anschluss für das Überleben: 
    1. Menschenkinder sind auf verlässliche Bindung zu Eltern angewiesen, um geschützt und sicher aufwachsen zu können (Bowlbys Attachement Theorie) 
    2. Menschen sind auf enge Beziehungen zu anderen Menschen angewiesen, um Gruppenschutz zu erhalten 
    3. Doppelte Wurzel der Anschlussmotivation in (1) Eltern-Kind-Beziehung und in (2) sozialer Nähe 

 

  • Messung: Thematischer Apperzeptionstest (Bildergeschichtentest) – Woher weiß man, welche Inhalte das Anschlussmotiv anzeigen? 
    1. In allen Anregungsbedingungen zeigte sich, dass Menschen mehr darüber nachdachten positiven Affekt durch Bindungen zu erhalten oder dergleichen 
Q:

Welche Funktion hat die Amygdala?

A:
  • Motivationale Blindheit – Das Klüver-Bucy-Syndrom: 1939 berichteten Neurologen von Affen, denen die Amygdala chirurgisch entfernt worden war; die Affen waren unfähig, aus der Ferne die motivationale Bedeutung von Objekten, Artgenossen und Räubern zu erkennen und mussten stattdessen alles aus der Nähe inspizieren 

  • Motivationale Fernsicht und Blindheit: 
    1. Amygdala intakt (Motivationale Fernsicht): CS – Duft einer Banane à CS – Anblick einer Banane à UCS – Banane in Mund/Magen
    2. Amygdala entfernt (Motivationale Blindheit): CS – Duft einer Banane à Der Rest fällt weg, keine Verknüpfungen 

  • The high road and the low road to fear: Visuelle Reize werden durch den Thalamus an den visuellen Cortex weitergereicht, dessen Output dann wieder an die Amygdala weitergegeben wird (high road); es gibt aber auch einen direkten, viel schnelleren Weg vom Thalamus zur Amygdala (low road) 


  • Informationsfluss zur und von der Amygdala: 
    1. In der Amyygdala mehrere Substrukturen, dazu gehört der Laterale Nucleus der Basolaterale Nucleus und der zentrale Nucleus
    2. Stimulus (CS; UCS) wird weitergeleitet zum lateralen Nucleus, der Information zu basolateralem Nucleus und zentralem Nucleus weiterleiten 
    3. Von basolateralem Nucleus: Motivation (mesolimbisches Dopaminsystem) 
    4. Von zentralem Nucleus: Emotion (Mittel/Stammhirn) 
    5. Auf die Amygdala wirkt zusätzlich der Hippocampus (Kontext) 

  • Zusammenfassung der motivationalen Funktionen der Amygdala: 
    1. Die Amygdala verarbeitet sensorische Informationen auf allen Analyseebenen und schmiedet Pavlovsche Verknüpfungen zwischen prädiktiven Reizen und Belohnern/Bestrafern (= UCS) 
    2. Die Amygdala orchestriert emotionale Reaktionen auf CS und UCS über den zentralen Nucleus 
    3. Triggert motivationale Reaktionen auf CS durch Verbindungen vom basolateralen Nukleus zum Striatum/ mesolimbischen Dopaminsystem 
Q:

Was sind weitere Befunde zur Unabhängigkeit (...) und was ist ein fazit?

A:
  • Unabhängige Systeme bei emotionalen Prozessen: Angststörung à verbal: Ich fühle Angst à behavioral: Ängstliches Verhalten à Autonome Reaktion, die dem angemessen ist: Schwitzen … —> P. Lang hat das oftmals nicht so beobachtet; es kommt häufig zu einer Dissoziation dieser drei Systeme, also auch eine Desintegration der Reaktionssysteme
  • S. Epsteins Cognitive Experiential Theory (CET): Erfahrungssystem: holistisch, emotional, schnelle nonverbale Verarbeitung, schwer veränderbar; Vernunftsystem: analytisch, logisch, langsame Verarbeitung, Belohnungsaufschub, schnell veränderbar 
  • Fazit: Mindestens zwei Verarbeitungssysteme, die Verhalten steuern; funktionelle Integration dieser Systeme schwankt; das verbale System gilt dabei evolutionär als Newcomer, das planvolles Handeln erlaubt (soziale Umwelt sehr bedeutend), während die nonverbalen Systeme zu automatischen Verhaltensanpassungen beitragen
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