Entwicklungspsychologie Altfragen at Universität Erlangen-Nürnberg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Entwicklungspsychologie Altfragen an der Universität Erlangen-Nürnberg

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Entwicklungspsychologie Altfragen Kurs an der Universität Erlangen-Nürnberg zu.

TESTE DEIN WISSEN
Verfügt ein Säugling bereits über ein Gedächtnis? Wie kann man das feststellen?
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TESTE DEIN WISSEN
- Babys zeigen schon ab der Geburt alle Komponenten des Mehrspeichermodells
- auch die Wiedererkennungsleistung ist ab der Geburt gegeben. Das bedeuet Säuglinge können Gesichter oder Spielzeuge wiedererkennen
- sie können bereits assoziativ lernen und zeigen ein Gedächtnis für motorische Leistungen. Dies hat man anhand der Mobile-Studie heraus gefunden. Ein Mobile wurde am Bein des Kindes befestigt, strampelte dieses bewegte sich also das Spielzeug. Legte man das Kind erneut in die Krippe, begann es zu strampeln, da es sich an die vorherige Wirkung dessen erinnerte
- Imitationslernen: außerdem beobachtet man, dass Kinder Dinge die sie vor einem Tag oder länger gesehen hatten imitieren können. Das lässt auch auf das Vorhandensein eines Gedächtnisses schließen
- außerdem merken sich Säuglinge bestimmte Skripts, also besitzen ein Gedächtnis für routinemäßig auftretende Ereignisse

Erforschbar durch Imitations- und Habituationsverfahren
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TESTE DEIN WISSEN
Beschreiben Sie die einzelnen Phasen der syntaktischen Entwicklung.
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TESTE DEIN WISSEN
Entwicklung von einzelnen Wörtern hin zu Sätzen

- beginnt mit Ein-Wort-Sätzen (Mama, Milch (will die Milch haben))
- ab ca 18 monaten werden zwei bis drei-wort-Sätze gebildet. Dabei werden Wörter kombiniert. Dies zählt als Beginn produktiver Grammatik.
- ab 4 Jahren: Kind meistert die hauptsächlichen Satzkonstruktionen seiner Muttersprache

nach Bowerman: Kinder durchlaufen drei Stufen der strukturellen Reorganisation
1. Rote stage: Kinder äußern einzelne, unanalysierte Wörter 
2. rule stage: Beginn der Nutzung einfacher Grammatik (Mama weg statt weg Mama)
3. korrekt gebildete Formen
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TESTE DEIN WISSEN
Warum ist eine feinfühlige Bezugsperson so wichtig für die emotionale Entwicklung des Kindes?
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TESTE DEIN WISSEN
- Emotionen haben auch eine externale Funktion. Sie sollen den Bezugspersonen den Zustand und die Bedürfnisse anzeigen
- zu Beginn können sich Babys noch nicht selbst regulieren und sind auf Erwachsene angewiesen die ihre Bedürfnisse wie Hunger befriedigen
- feinfühlige Bezugspersonen erkennen also den Zustand des Kindes anhand der Emotionsausdrücke und können auf dessen Bedürfnisse eingehen. Das nennt man Präadaption
- Kinder lernen durch die Interaktion mit den Bezugspersonen auch wichtige Fähigkeiten der intrapersonale Emotionsregulation
- z.b. durch das Spiegeln des Kindlichen Emotionsausdrucks durch die Eltern, verstehen Kinder die Verbindung zwischen dem Gesichtsausdruck und dem Erleben, also was fühlt eine Person, die diesen Gesichtsausdruck zeigt
- mit der Zeit lernen Kinder auch intentional zu kommunizieren, wenn sie wissen, welche Emotionsausdrücke welches Verhalten der Eltern hervorrufen
- außerdem sind sie auch sehr wichtig für die Bindungsqualität zwischen Eltern und Kind 
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TESTE DEIN WISSEN
Wie untergliedert sich das Langzeitgedächtnis?
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TESTE DEIN WISSEN
explizit/deklarativ oder bewusst (hier werden Fakten und Ereignisse gespeichert):
- semantisches G: strukturbasiert, organisiertes Wissen (z.b. Definitionen, Vokabeln)
- episodisches G: autobiografisch, spezifisch lokalisiert (z.b. Erfahrungen, Geschichten)

implizites (nicht-bewusstes) Gedächtnis (für Prozeduren, Assoziationen und Fertigkeiten)
- prozedural: mechanisch erlernte Abläufe z.b. Radfahren und Schreiben
- assoziativ: Konditionierungen, Assoziationen
- priming 

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TESTE DEIN WISSEN
In welchen Gedächtnissbereich gibt es ab dem 5. Lebensjahr deutliche Veränderungen? Wie unterscheiden sich Vorschulkinder von Grundschulkindern?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Bereiche: Gedächtniskapazität, Gedächtnisstrategien, Vorwissen und Metagedächtnis

- mit dem Alter verbessert sich die Gedächtniskapazität
- außerdem verbessert sich das Gedächtnis durch Gedächtnisstrategien (wie Wiederholen und Kategorisieren). Vorschüler wenden noch keine dieser Strategien an, diese werden es später verwendet, was eine Erklärung für die Unterschiede zwischen Vorschul- und Schulkindern sein kann.
- auch das Vorwissen kann einen Einfluss haben. Die Gedächtnisleistung unterscheidet sich ja nach bereichspezifischem Vorwissen
- Metagedächtnis: das subjekte Wissen über die Funktionsweise des Gedächtnisses. Dabei unterschidung in deklaratives Metagedächtnis. das beinhaltet verfügbares, verbalisierbares Wissen und prozedurales Metagedächtnis. Das beinhaltet zum Beispiel Wissen darüber wie viel Anstregung man ins Lernen investieren muss. Im Vorschulalter existiert schon ein gewisses Metagedächtnis, dieses entwickelt sich aber noch über die Zeit

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TESTE DEIN WISSEN
Welche Gedächtnisstrategien kennen Sie? Warum sind sie bei Kindern nicht wirksam?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Definition: potenziell bewusste, intentionale kognitive Aktivitäten, die dabei helfen sollen, eine Gedächtnisaufgabe besser zu bewältigen

- Enkodierstrategien (dazu zählen: Wiederholung, Organisation, Elaboration)
- Abrufstrategien

Durch diese Defizite funktionieren die Strategien nicht bei Kindern:
- Meditationsdefizit (vor allem im jungen Kindergartenalter beobachtbar): die Strategien werden nicht spontan eingesetzt, sie sind noch nicht verfügbar. Die Strategien können zwar per Instruktion vermittelt werden, sie verbessern jedoch noch nicht die Gedächtnisleistung. Das deutet daraufhin, dass die nötigen Fähigkeiten und Fertigkeiten fehlen

- Produktionsdefizit: erkennbar bei Vorschulkindern und Schulanfägern
In dieser Zeit zeigen Kinder erste Tendenzen die Strategien anzuwenden, dies geschieht jedoch nicht spontan sondern meist unter Anleitung. Es führt auch zu besseren Gedächtnisleistungen, jedoch übertragen die Kinder die Strategien nicht auf andere Lebensbereich als bpw. die Schule

- Nutzungsdefizit: frühes Schulalter und später
die Strategien werden zwar angewendet und die auch spontan, sie sind jedoch noch nicht automatisiert und brauchen deshalb zu viel Gedächtniskapazität und Energie als das sie effizient sind.

Mit zunehmender Übung und Erfahrung ist mit Gedächtnisvorteilen zu rechnen. Die Strategien werden spontan und wahrlich hilfreich, da nicht mehr so viel Energie für sie aufgewendet werden muss.
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TESTE DEIN WISSEN
Welche drei grundlegenden Ansätze zur Emotionstheorie gibt es?
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TESTE DEIN WISSEN
1. Strukturalistischer Ansatz:
- es gibt angeborene Basisemotionen: Furcht, Wut, Freude, Trauer, Vertrauen, Ekel, Überraschung und Interesse
- diese gehen einher mit spezifischem subjektiven Erleben, physiologischen Reaktionen und abgrenzbaren Ausdrucksverhaltensmustern
- komplexere Emotionen wie Scham oder Eifersucht sind Mischungen der Basisemotionen

2. Funktionalistischer Ansatz:
- Emotionen haben eine bestimmte Funktion
- trifft ein Reiz auf den Organismus, wird dieser bewertet, daraufhin verändert sich die Handlungsbereitschaft und eine Handlungskonzequenz wird ausgelöst.
- anders erklärt ist eine Emotion eine Reaktion auf einen bestimmten Umweltreiz. durch die Emotion wird dem Organismus Energie bereitgestellt um auf die Situation zu reagieren. z.b. Ekel ist die Bewertung eines bestimmten Lebensmittel, dass den Mensch davon überzeugt, dieses Lebensmittel nicht mehr zu essen
- Unterscheidung: internale und externale Funktionen: internal für die Bewertung der Reize und Energiebereitstellung, external als Signalfunktion für Bezugspersonen, die Emotionsausdrücke sollen anderen den Zustand anzeigen

3. Soziokultureller Ansatz:
- die Entwicklung der Emotionen ist durch die Normen und Werte der Kultur geprägt
- wie bei funktionalistisch sind die Bewertung von Umweltreizen die Grundlage für Emotionen
- Kind lernt durch die Kultur welche Situation mit welcher Emotion einhergeht z.b. bestimmte Situationen lösen Angst aus
- Folge: kulturspezifische Kopplung von Situationen mit Emotionen 
- es findet also eine Bewertung statt, wie bewertet werden soll lernt das Kind von der Kultur, das entsteht nicht von selbst
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TESTE DEIN WISSEN
 Wie entstehen Emotionen in den ersten Lebensmonaten?
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TESTE DEIN WISSEN
anfangs (Neugeborene) Vorläuferemotionen
dann voll funktionstüchtige Emotionen (Säuglinge, Kleinkind)
dann Entwicklung neuer Emotionsqualitäten (Vorschulalter)

Positive Emotionen:
- ab der Geburt zeigen Kinder ein Lächeln das als Anzeichen von Freude interpretiert wird
- ab der 6./7. Woche wird ein soziales Lächeln das sich an Menschen richtet beobachtet
- ab 2. Monat zeigen Kinder Freude wenn sie bestimmte Ereignisse kontrollieren können
- 3./4. Monat Kinder lachen häufig
- ab 7. Monat: selektives Lächeln (d.b. bekannte Menschen werden angelächelt
- nach einem Jahr zeigen sie Vergnügen bei vers. Ereignissen
- ab 2 Jahren albern Kinder selbst herum

Negative Emotionen:
- ab der Geburt zeigen Kinder Distress, das man durch allgemeines Unbehagen erklären kann) diese Emotion äußert sich durch das Schreien der Kinder. Es kann bspw. durch Hunger oder Schmerzen ausgelöst werden
- ab 2. Monat erkennt man einen Ausdruck von Wut und Traurigkeit
- 2,5- 6.Monat erkennt man eine Übereinstimmung des Ausdrucks mit dem Erleben

Angst und Unbehagen:
- zwischen 6. Monat bis zwei Jahren erkennt man erste Anzeichen von Angst z.b. die Fremdenangst 
- ab 7. Monat Angst vor lauten Spielzeugen
- ab 8. Monat Trennungsangst, diese klingt ab mit ca 14 Monaten

Wut und Traurigkeit:
- 1-2. Jahr: klarer Ausdruck von Wut vor allem gegenüber anderen Menschen
- Traurigkeit anfangs nur in Verbindung mit Ärger
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TESTE DEIN WISSEN
Welche Emotionskomponenten kennen sie?
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TESTE DEIN WISSEN
- affektive Komponente (inneres Erleben, Gefühl)
- Ausdruckskomponente (Mimik, Gestik)
- kognitive Komponente (Bewertung)
- motivationale Komponente (Annäherung vs. Vermeidung)
- physiologische Komponente (Herz, Atmung, Hormone)
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TESTE DEIN WISSEN
Welche Erklärungsansätze für die emotionale Entwicklung und die individuellen Unterschiede dieser gibt es?
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TESTE DEIN WISSEN
1. angeboren:
- einige Ausdruckserscheinungen scheinen angeboren zu sein
- dafür spricht bspw. die Ähnlichkeit des Gesichtsausdrucks von blind-geborenen Kinder zu anderen Kindern
- außerdem: Emotionsausdrücke sind kulturübergreifend gleich

2. Reifungsprozesse:
- emotionale Reaktionen die später auftreten könnten genetisch vorprogrammiert sein jedoch von der motorischen oder kognitiven Entwicklung abhängen
- beim Reifungsprozess könnten auch hormone eine Rolle spielen z.b. bei der Entwicklung und Ausprägung von Aggression
- dafür spricht ebenfalls die Instabilität der Emotionen im Jugendalter, was durch hormonelle Veränderungen ausgelöst wird

3. Sozialisierungsprozesse:
- Verstärkung bestimmter Verhaltensweisen kann eine Erklärung für die Entwicklung von Emotionen sein (Belohnung oder Bestrafung)
- Modelllernen (an Eltern oder Gleichaltrigen)
- der Diskurs über Emotionen mit den Eltern
- erlebte Beziehungserfahrungen

Die Unterschiede in der emotionalen Entwicklung können durch das Temperament oder die unterschiedlichen Bindungsqualitäten entstehen. Die Bindung beeinflusst nämlich die Regulationskompetenz.
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TESTE DEIN WISSEN
Was versteht man unter social referencing?
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TESTE DEIN WISSEN
- Kinder nutzen emotionale Informationen der Bezugsperson um ihr eigenes Verhalten zu steuern
- sie erkennen anhand des mütterlichen Ausdrucks ob ein Objekt bspw. gefährlich oder ungefährlich ist
- dies belegt z.b das Experiment an der visual cliff: wenn die Kinder unsicher sind, ob sie die Klippe gefahrlos überqueren können oder nicht schauen sie die Mutter an. Lächelt diese überqueren die Kinder häufiger die Klippe als wenn die Mutter Angst zeigt 
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TESTE DEIN WISSEN
Welche verschiedenen Bereiche der Sprachentwicklung gibt es?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
- phonologische Entwicklung
- syntaktische Entwicklung
- lexikalische entwicklung
- Entwicklung pragmatischer Kompetenz (die Fähigkeit, Sätze in angemessenem Kontext zu gebrauchen)
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  • 181 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Entwicklungspsychologie Altfragen Kurs an der Universität Erlangen-Nürnberg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Verfügt ein Säugling bereits über ein Gedächtnis? Wie kann man das feststellen?
A:
- Babys zeigen schon ab der Geburt alle Komponenten des Mehrspeichermodells
- auch die Wiedererkennungsleistung ist ab der Geburt gegeben. Das bedeuet Säuglinge können Gesichter oder Spielzeuge wiedererkennen
- sie können bereits assoziativ lernen und zeigen ein Gedächtnis für motorische Leistungen. Dies hat man anhand der Mobile-Studie heraus gefunden. Ein Mobile wurde am Bein des Kindes befestigt, strampelte dieses bewegte sich also das Spielzeug. Legte man das Kind erneut in die Krippe, begann es zu strampeln, da es sich an die vorherige Wirkung dessen erinnerte
- Imitationslernen: außerdem beobachtet man, dass Kinder Dinge die sie vor einem Tag oder länger gesehen hatten imitieren können. Das lässt auch auf das Vorhandensein eines Gedächtnisses schließen
- außerdem merken sich Säuglinge bestimmte Skripts, also besitzen ein Gedächtnis für routinemäßig auftretende Ereignisse

Erforschbar durch Imitations- und Habituationsverfahren
Q:
Beschreiben Sie die einzelnen Phasen der syntaktischen Entwicklung.
A:
Entwicklung von einzelnen Wörtern hin zu Sätzen

- beginnt mit Ein-Wort-Sätzen (Mama, Milch (will die Milch haben))
- ab ca 18 monaten werden zwei bis drei-wort-Sätze gebildet. Dabei werden Wörter kombiniert. Dies zählt als Beginn produktiver Grammatik.
- ab 4 Jahren: Kind meistert die hauptsächlichen Satzkonstruktionen seiner Muttersprache

nach Bowerman: Kinder durchlaufen drei Stufen der strukturellen Reorganisation
1. Rote stage: Kinder äußern einzelne, unanalysierte Wörter 
2. rule stage: Beginn der Nutzung einfacher Grammatik (Mama weg statt weg Mama)
3. korrekt gebildete Formen
Q:
Warum ist eine feinfühlige Bezugsperson so wichtig für die emotionale Entwicklung des Kindes?
A:
- Emotionen haben auch eine externale Funktion. Sie sollen den Bezugspersonen den Zustand und die Bedürfnisse anzeigen
- zu Beginn können sich Babys noch nicht selbst regulieren und sind auf Erwachsene angewiesen die ihre Bedürfnisse wie Hunger befriedigen
- feinfühlige Bezugspersonen erkennen also den Zustand des Kindes anhand der Emotionsausdrücke und können auf dessen Bedürfnisse eingehen. Das nennt man Präadaption
- Kinder lernen durch die Interaktion mit den Bezugspersonen auch wichtige Fähigkeiten der intrapersonale Emotionsregulation
- z.b. durch das Spiegeln des Kindlichen Emotionsausdrucks durch die Eltern, verstehen Kinder die Verbindung zwischen dem Gesichtsausdruck und dem Erleben, also was fühlt eine Person, die diesen Gesichtsausdruck zeigt
- mit der Zeit lernen Kinder auch intentional zu kommunizieren, wenn sie wissen, welche Emotionsausdrücke welches Verhalten der Eltern hervorrufen
- außerdem sind sie auch sehr wichtig für die Bindungsqualität zwischen Eltern und Kind 
Q:
Wie untergliedert sich das Langzeitgedächtnis?
A:
explizit/deklarativ oder bewusst (hier werden Fakten und Ereignisse gespeichert):
- semantisches G: strukturbasiert, organisiertes Wissen (z.b. Definitionen, Vokabeln)
- episodisches G: autobiografisch, spezifisch lokalisiert (z.b. Erfahrungen, Geschichten)

implizites (nicht-bewusstes) Gedächtnis (für Prozeduren, Assoziationen und Fertigkeiten)
- prozedural: mechanisch erlernte Abläufe z.b. Radfahren und Schreiben
- assoziativ: Konditionierungen, Assoziationen
- priming 

Q:
In welchen Gedächtnissbereich gibt es ab dem 5. Lebensjahr deutliche Veränderungen? Wie unterscheiden sich Vorschulkinder von Grundschulkindern?
A:
Bereiche: Gedächtniskapazität, Gedächtnisstrategien, Vorwissen und Metagedächtnis

- mit dem Alter verbessert sich die Gedächtniskapazität
- außerdem verbessert sich das Gedächtnis durch Gedächtnisstrategien (wie Wiederholen und Kategorisieren). Vorschüler wenden noch keine dieser Strategien an, diese werden es später verwendet, was eine Erklärung für die Unterschiede zwischen Vorschul- und Schulkindern sein kann.
- auch das Vorwissen kann einen Einfluss haben. Die Gedächtnisleistung unterscheidet sich ja nach bereichspezifischem Vorwissen
- Metagedächtnis: das subjekte Wissen über die Funktionsweise des Gedächtnisses. Dabei unterschidung in deklaratives Metagedächtnis. das beinhaltet verfügbares, verbalisierbares Wissen und prozedurales Metagedächtnis. Das beinhaltet zum Beispiel Wissen darüber wie viel Anstregung man ins Lernen investieren muss. Im Vorschulalter existiert schon ein gewisses Metagedächtnis, dieses entwickelt sich aber noch über die Zeit

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Q:
Welche Gedächtnisstrategien kennen Sie? Warum sind sie bei Kindern nicht wirksam?
A:
Definition: potenziell bewusste, intentionale kognitive Aktivitäten, die dabei helfen sollen, eine Gedächtnisaufgabe besser zu bewältigen

- Enkodierstrategien (dazu zählen: Wiederholung, Organisation, Elaboration)
- Abrufstrategien

Durch diese Defizite funktionieren die Strategien nicht bei Kindern:
- Meditationsdefizit (vor allem im jungen Kindergartenalter beobachtbar): die Strategien werden nicht spontan eingesetzt, sie sind noch nicht verfügbar. Die Strategien können zwar per Instruktion vermittelt werden, sie verbessern jedoch noch nicht die Gedächtnisleistung. Das deutet daraufhin, dass die nötigen Fähigkeiten und Fertigkeiten fehlen

- Produktionsdefizit: erkennbar bei Vorschulkindern und Schulanfägern
In dieser Zeit zeigen Kinder erste Tendenzen die Strategien anzuwenden, dies geschieht jedoch nicht spontan sondern meist unter Anleitung. Es führt auch zu besseren Gedächtnisleistungen, jedoch übertragen die Kinder die Strategien nicht auf andere Lebensbereich als bpw. die Schule

- Nutzungsdefizit: frühes Schulalter und später
die Strategien werden zwar angewendet und die auch spontan, sie sind jedoch noch nicht automatisiert und brauchen deshalb zu viel Gedächtniskapazität und Energie als das sie effizient sind.

Mit zunehmender Übung und Erfahrung ist mit Gedächtnisvorteilen zu rechnen. Die Strategien werden spontan und wahrlich hilfreich, da nicht mehr so viel Energie für sie aufgewendet werden muss.
Q:
Welche drei grundlegenden Ansätze zur Emotionstheorie gibt es?
A:
1. Strukturalistischer Ansatz:
- es gibt angeborene Basisemotionen: Furcht, Wut, Freude, Trauer, Vertrauen, Ekel, Überraschung und Interesse
- diese gehen einher mit spezifischem subjektiven Erleben, physiologischen Reaktionen und abgrenzbaren Ausdrucksverhaltensmustern
- komplexere Emotionen wie Scham oder Eifersucht sind Mischungen der Basisemotionen

2. Funktionalistischer Ansatz:
- Emotionen haben eine bestimmte Funktion
- trifft ein Reiz auf den Organismus, wird dieser bewertet, daraufhin verändert sich die Handlungsbereitschaft und eine Handlungskonzequenz wird ausgelöst.
- anders erklärt ist eine Emotion eine Reaktion auf einen bestimmten Umweltreiz. durch die Emotion wird dem Organismus Energie bereitgestellt um auf die Situation zu reagieren. z.b. Ekel ist die Bewertung eines bestimmten Lebensmittel, dass den Mensch davon überzeugt, dieses Lebensmittel nicht mehr zu essen
- Unterscheidung: internale und externale Funktionen: internal für die Bewertung der Reize und Energiebereitstellung, external als Signalfunktion für Bezugspersonen, die Emotionsausdrücke sollen anderen den Zustand anzeigen

3. Soziokultureller Ansatz:
- die Entwicklung der Emotionen ist durch die Normen und Werte der Kultur geprägt
- wie bei funktionalistisch sind die Bewertung von Umweltreizen die Grundlage für Emotionen
- Kind lernt durch die Kultur welche Situation mit welcher Emotion einhergeht z.b. bestimmte Situationen lösen Angst aus
- Folge: kulturspezifische Kopplung von Situationen mit Emotionen 
- es findet also eine Bewertung statt, wie bewertet werden soll lernt das Kind von der Kultur, das entsteht nicht von selbst
Q:
 Wie entstehen Emotionen in den ersten Lebensmonaten?
A:
anfangs (Neugeborene) Vorläuferemotionen
dann voll funktionstüchtige Emotionen (Säuglinge, Kleinkind)
dann Entwicklung neuer Emotionsqualitäten (Vorschulalter)

Positive Emotionen:
- ab der Geburt zeigen Kinder ein Lächeln das als Anzeichen von Freude interpretiert wird
- ab der 6./7. Woche wird ein soziales Lächeln das sich an Menschen richtet beobachtet
- ab 2. Monat zeigen Kinder Freude wenn sie bestimmte Ereignisse kontrollieren können
- 3./4. Monat Kinder lachen häufig
- ab 7. Monat: selektives Lächeln (d.b. bekannte Menschen werden angelächelt
- nach einem Jahr zeigen sie Vergnügen bei vers. Ereignissen
- ab 2 Jahren albern Kinder selbst herum

Negative Emotionen:
- ab der Geburt zeigen Kinder Distress, das man durch allgemeines Unbehagen erklären kann) diese Emotion äußert sich durch das Schreien der Kinder. Es kann bspw. durch Hunger oder Schmerzen ausgelöst werden
- ab 2. Monat erkennt man einen Ausdruck von Wut und Traurigkeit
- 2,5- 6.Monat erkennt man eine Übereinstimmung des Ausdrucks mit dem Erleben

Angst und Unbehagen:
- zwischen 6. Monat bis zwei Jahren erkennt man erste Anzeichen von Angst z.b. die Fremdenangst 
- ab 7. Monat Angst vor lauten Spielzeugen
- ab 8. Monat Trennungsangst, diese klingt ab mit ca 14 Monaten

Wut und Traurigkeit:
- 1-2. Jahr: klarer Ausdruck von Wut vor allem gegenüber anderen Menschen
- Traurigkeit anfangs nur in Verbindung mit Ärger
Q:
Welche Emotionskomponenten kennen sie?
A:
- affektive Komponente (inneres Erleben, Gefühl)
- Ausdruckskomponente (Mimik, Gestik)
- kognitive Komponente (Bewertung)
- motivationale Komponente (Annäherung vs. Vermeidung)
- physiologische Komponente (Herz, Atmung, Hormone)
Q:
Welche Erklärungsansätze für die emotionale Entwicklung und die individuellen Unterschiede dieser gibt es?
A:
1. angeboren:
- einige Ausdruckserscheinungen scheinen angeboren zu sein
- dafür spricht bspw. die Ähnlichkeit des Gesichtsausdrucks von blind-geborenen Kinder zu anderen Kindern
- außerdem: Emotionsausdrücke sind kulturübergreifend gleich

2. Reifungsprozesse:
- emotionale Reaktionen die später auftreten könnten genetisch vorprogrammiert sein jedoch von der motorischen oder kognitiven Entwicklung abhängen
- beim Reifungsprozess könnten auch hormone eine Rolle spielen z.b. bei der Entwicklung und Ausprägung von Aggression
- dafür spricht ebenfalls die Instabilität der Emotionen im Jugendalter, was durch hormonelle Veränderungen ausgelöst wird

3. Sozialisierungsprozesse:
- Verstärkung bestimmter Verhaltensweisen kann eine Erklärung für die Entwicklung von Emotionen sein (Belohnung oder Bestrafung)
- Modelllernen (an Eltern oder Gleichaltrigen)
- der Diskurs über Emotionen mit den Eltern
- erlebte Beziehungserfahrungen

Die Unterschiede in der emotionalen Entwicklung können durch das Temperament oder die unterschiedlichen Bindungsqualitäten entstehen. Die Bindung beeinflusst nämlich die Regulationskompetenz.
Q:
Was versteht man unter social referencing?
A:
- Kinder nutzen emotionale Informationen der Bezugsperson um ihr eigenes Verhalten zu steuern
- sie erkennen anhand des mütterlichen Ausdrucks ob ein Objekt bspw. gefährlich oder ungefährlich ist
- dies belegt z.b das Experiment an der visual cliff: wenn die Kinder unsicher sind, ob sie die Klippe gefahrlos überqueren können oder nicht schauen sie die Mutter an. Lächelt diese überqueren die Kinder häufiger die Klippe als wenn die Mutter Angst zeigt 
Q:
Welche verschiedenen Bereiche der Sprachentwicklung gibt es?
A:
- phonologische Entwicklung
- syntaktische Entwicklung
- lexikalische entwicklung
- Entwicklung pragmatischer Kompetenz (die Fähigkeit, Sätze in angemessenem Kontext zu gebrauchen)
Entwicklungspsychologie Altfragen

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