Arbeitspsychologie at Universität Erlangen-Nürnberg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Arbeitspsychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Arbeitspsychologie Kurs an der Universität Erlangen-Nürnberg zu.

TESTE DEIN WISSEN

Theorie der latenten und manifesten Funktionen der Erwerbsarbeit
(Jahoda; 1983, 1997)

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TESTE DEIN WISSEN

Mangelerlebnisse
Deprivation der manifesten Funktion von Arbeit
• Sicherung der finanziellen Existenz
Deprivation der latenten Funktionen von Arbeit
• Auferlegung einer festen Zeitstruktur
• Ausweitung der Bandbreite sozialer Erfahrungen in Bereiche hinein, die weniger stark emotional besetzt sind als das Familienleben
• Teilnahme an kollektiven Zielsetzungen oder Anstrengungen
• Zuweisung von Status und Identität durch die Erwerbstätigkeit

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TESTE DEIN WISSEN

"Marienthal-Studie" (Jahoda, Lazarsfeld & Zeisel, 1960)

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TESTE DEIN WISSEN

Bedeutung der Studie
• Über bloße Zählung hinaus: Psychische und soziale Auswirkungen von Erwerbslosigkeit
• Methodenvielfalt: nicht-reaktive Techniken (Auswertung von Dokumenten, Beobachtung), reaktive Techniken (teilnehmende Beobachtung, Aktionsforschung), Erhebungsbögen über alle Familien, Lebensgeschichten, Zeitverwendungsbögen, Inventare der Mahlzeiten, Schüleraufsätze, Bücherei-Entleihungen)
• Interventionen (Kleideraktionen etc…)
• Befragung beider Geschlechter

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TESTE DEIN WISSEN

Moderatoren: Arbeitslosigkeit und
psychische Gesundheit (Paul & Moser, 2009)

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TESTE DEIN WISSEN

• Geschlecht: Männer > Frauen
• Dauer der Arbeitslosigkeit
• Alter
• Minoritäten
• Religiosität
• Aktivitäten (Instandsetzen, Auto, Garten, Weiterbildung, Hilfeleistung, Sport, Hobbys)

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TESTE DEIN WISSEN

Definition von Arbeitslosigkeit (International
Labour Organization (ILO), 2000)

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TESTE DEIN WISSEN

• Nichtvorhandensein einer Erwerbsarbeit
• Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt
• Suche nach Erwerbsarbeit

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TESTE DEIN WISSEN

Erwerbslosigkeit: Zusammenhänge mit dem Gesundheitsverhalten

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TESTE DEIN WISSEN

• Rauchen +
• Schlaf- und Beruhigungsmittel +
• Sport -
• Zähne putzen -
• Vorsorgeuntersuchungen -
• Polarisierung im Alkoholkonsum +
• Suizid / Suizidgedanken +
(Rasky, Stronegger & Freidl, 1996)

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TESTE DEIN WISSEN

Erwerbslosigkeit und finanzielle Situation

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TESTE DEIN WISSEN

• Erwerbslose mit größeren finanziellen Problemen berichten über eine schlechtere psychische Gesundheit und geringere Lebenszufriedenheit

McKee-Ryan et al. (2005): Korrelationen mit finanzieller Belastung
• Starker Prädiktor für psychische Gesundheit!
• Geringe Mittel für Freizeitgestaltung, reduzierter Selbstwert


• Bisherige Annahme:
In Ländern, in denen Erwerbslosigkeit mit relativ wenig finanziellen Einbußen verbunden ist, scheinen die Folgen für die psychische Gesundheit geringer zu sein
(Schaufeli & van Yperen, 1992; vgl. jedoch Kieselbach & Svensson, 1988)
• McKee-Ryan et al. (2005):
keine Unterschiede in den Effektstärken zwischen Ländern mit guter vs. schlechter Absicherung

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TESTE DEIN WISSEN

Dimensionen von Zeitstruktur (Bond & Feather, 1988)

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TESTE DEIN WISSEN

Ziele: Verfolgen von persönlichen Zielen, kollektive Zielen. Zeit ist mit zielbezogenen und bedeutsamen Tätigkeiten ausgefüllt
Strukturierende Routinen für den Tagesablauf
Gegenwart erfahren (wenig Tagträumen, wenig Bedauern)
Effektive Organisation des Tages (wenig „Verschwenden von Zeit“)
Persistenz bei den Tätigkeiten

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TESTE DEIN WISSEN

Weitere Deprivationstheorie: Das Vitaminmodell
(Warr, 1987, 2007)

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TESTE DEIN WISSEN

9 Determinanten psychischer Gesundheit
• Gelegenheit zur Ausübung von Kontrolle
• Gelegenheit zur Entwicklung eigener Fertigkeiten
• Von außen gesetzte Ziele/Anforderungen
• Vielfalt / Abwechslung
• Klarheit der Umgebung (Vorhersehbarkeit und Durchschaubarkeit von Ereignissen)

• Verfügbarkeit von Geld
• Physische Sicherheit

• Gelegenheit zu zwischenmenschlichem Kontakt
• Angesehene soziale Stellung (Status)


Vitamin C: Symptome bei Mangel; über Schwellenwert keine wesentliche Verbesserung mehr - übriges Vitamin C wird ausgeschieden

Vitamin D: Intoxikation möglich

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TESTE DEIN WISSEN

Handlungsrestriktionstheorie (Fryer, 1986)

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TESTE DEIN WISSEN

• Intrinsisch motivierte Individuen
• Planende, handelnde Individuen
• Erwerbslosigkeit schränkt Lebensbereiche ein
• Arbeitslosigkeit kann auch eine positive Erfahrung sein


• Problem der Arbeitslosigkeit: Einschränkung von Handlungsmöglichkeiten
-> Unklarheit der zeitlichen Perspektive
-> Mangel an sozialer Macht
-> Mangel an materiellen Ressourcen

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TESTE DEIN WISSEN

Arbeitslosigkeit - Folgen auf indirekt Betroffene - Studie SOEP (sozioökonomisches Panel; Wagner et al., 2007)


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TESTE DEIN WISSEN

- Zeitraum ca. 9 Jahre

- 2973 Paare (seit 5 Jahren zusammenlebend, ein Partner war arbeitslos im Untersuchungszeitraum)

- 87032 Datenpunkte


Annahme: Ähnliche Bewertung der Lebenszufriedenheit in Paaren -> Gegenseitige Beeinflussung

-> assortative mating (Watson et al., 2004) [man sucht sich ähnliche Partner, diese sind also ähnlich vulnerabel]

-> Ähnlichkeit der Lebensumstände (z.B. Einkommen, Stressoren; Song et al., 2012)

-> Emotionale Ansteckung (Westman & Vinokur, 1998), v.a. mit negativen Emotionen


Ergebnisse:

- Lebenszufriedenheit des Partners sinkt, aber weniger dramatisch im Vergleich zum Actor (der arbeitslos ist)

-> finanzielle Situation spielt keine Rolle für den Abfall der Lebenszufriedenheit

-> geringster Effekt, wenn PartnerIn auch arbeitslos war

=> Übertragung negativer Zustände auf den PartnerIn

- Lebenszufriedenheit der Männer sank stärker im Vergleich zu der von den Frauen

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Arbeitslosigkeit - Folgen auf indirekt Betroffene

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TESTE DEIN WISSEN

- LebenspartnerInnen  berichten eine schlechtere Beziehungsqualität (auch selbst Depressions-, Angstsymptome, körperliche Beschwerden)

- Kinder: Absinken des Schulerfolges, höheres Risiko, selbst erwerbslos zu werden

- KollegInnen:

-> "Überlebende" zeigen zynisches Verhalten (Arbeitslast ist häufig nicht reduziert)

-> Stressreaktion bei Arbeitsplatzunsicherheit ähnlich wie bei tatsächlichem Arbeitsplatzverlust


=> Rückkopplungseffekte auf das Wirtschaftsleben!

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TESTE DEIN WISSEN

Erwerbslosigkeit und (psychische) Gesundheit - Mögliche Erklärungen

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TESTE DEIN WISSEN

• Verursachungsthese: Erwerbslosigkeit führt zur verschlechterter psychischer Gesundheit
• Selektionsthese: Personen mit schlechter psychischer Gesundheit werden schneller erwerbslos
• Personen mit guter psychischer Gesundheit finden schneller einen Arbeitsplatz
• Konfundierende Drittvariablen (körperliche Gesundheit)


• Sowohl Verursachungs- als auch Selektionseffekte
• Verursachungseffekt ist stärker ausgeprägt

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Arbeitspsychologie Kurs an der Universität Erlangen-Nürnberg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Theorie der latenten und manifesten Funktionen der Erwerbsarbeit
(Jahoda; 1983, 1997)

A:

Mangelerlebnisse
Deprivation der manifesten Funktion von Arbeit
• Sicherung der finanziellen Existenz
Deprivation der latenten Funktionen von Arbeit
• Auferlegung einer festen Zeitstruktur
• Ausweitung der Bandbreite sozialer Erfahrungen in Bereiche hinein, die weniger stark emotional besetzt sind als das Familienleben
• Teilnahme an kollektiven Zielsetzungen oder Anstrengungen
• Zuweisung von Status und Identität durch die Erwerbstätigkeit

Q:

"Marienthal-Studie" (Jahoda, Lazarsfeld & Zeisel, 1960)

A:

Bedeutung der Studie
• Über bloße Zählung hinaus: Psychische und soziale Auswirkungen von Erwerbslosigkeit
• Methodenvielfalt: nicht-reaktive Techniken (Auswertung von Dokumenten, Beobachtung), reaktive Techniken (teilnehmende Beobachtung, Aktionsforschung), Erhebungsbögen über alle Familien, Lebensgeschichten, Zeitverwendungsbögen, Inventare der Mahlzeiten, Schüleraufsätze, Bücherei-Entleihungen)
• Interventionen (Kleideraktionen etc…)
• Befragung beider Geschlechter

Q:

Moderatoren: Arbeitslosigkeit und
psychische Gesundheit (Paul & Moser, 2009)

A:

• Geschlecht: Männer > Frauen
• Dauer der Arbeitslosigkeit
• Alter
• Minoritäten
• Religiosität
• Aktivitäten (Instandsetzen, Auto, Garten, Weiterbildung, Hilfeleistung, Sport, Hobbys)

Q:

Definition von Arbeitslosigkeit (International
Labour Organization (ILO), 2000)

A:

• Nichtvorhandensein einer Erwerbsarbeit
• Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt
• Suche nach Erwerbsarbeit

Q:

Erwerbslosigkeit: Zusammenhänge mit dem Gesundheitsverhalten

A:

• Rauchen +
• Schlaf- und Beruhigungsmittel +
• Sport -
• Zähne putzen -
• Vorsorgeuntersuchungen -
• Polarisierung im Alkoholkonsum +
• Suizid / Suizidgedanken +
(Rasky, Stronegger & Freidl, 1996)

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Q:

Erwerbslosigkeit und finanzielle Situation

A:

• Erwerbslose mit größeren finanziellen Problemen berichten über eine schlechtere psychische Gesundheit und geringere Lebenszufriedenheit

McKee-Ryan et al. (2005): Korrelationen mit finanzieller Belastung
• Starker Prädiktor für psychische Gesundheit!
• Geringe Mittel für Freizeitgestaltung, reduzierter Selbstwert


• Bisherige Annahme:
In Ländern, in denen Erwerbslosigkeit mit relativ wenig finanziellen Einbußen verbunden ist, scheinen die Folgen für die psychische Gesundheit geringer zu sein
(Schaufeli & van Yperen, 1992; vgl. jedoch Kieselbach & Svensson, 1988)
• McKee-Ryan et al. (2005):
keine Unterschiede in den Effektstärken zwischen Ländern mit guter vs. schlechter Absicherung

Q:

Dimensionen von Zeitstruktur (Bond & Feather, 1988)

A:

Ziele: Verfolgen von persönlichen Zielen, kollektive Zielen. Zeit ist mit zielbezogenen und bedeutsamen Tätigkeiten ausgefüllt
Strukturierende Routinen für den Tagesablauf
Gegenwart erfahren (wenig Tagträumen, wenig Bedauern)
Effektive Organisation des Tages (wenig „Verschwenden von Zeit“)
Persistenz bei den Tätigkeiten

Q:

Weitere Deprivationstheorie: Das Vitaminmodell
(Warr, 1987, 2007)

A:

9 Determinanten psychischer Gesundheit
• Gelegenheit zur Ausübung von Kontrolle
• Gelegenheit zur Entwicklung eigener Fertigkeiten
• Von außen gesetzte Ziele/Anforderungen
• Vielfalt / Abwechslung
• Klarheit der Umgebung (Vorhersehbarkeit und Durchschaubarkeit von Ereignissen)

• Verfügbarkeit von Geld
• Physische Sicherheit

• Gelegenheit zu zwischenmenschlichem Kontakt
• Angesehene soziale Stellung (Status)


Vitamin C: Symptome bei Mangel; über Schwellenwert keine wesentliche Verbesserung mehr - übriges Vitamin C wird ausgeschieden

Vitamin D: Intoxikation möglich

Q:

Handlungsrestriktionstheorie (Fryer, 1986)

A:

• Intrinsisch motivierte Individuen
• Planende, handelnde Individuen
• Erwerbslosigkeit schränkt Lebensbereiche ein
• Arbeitslosigkeit kann auch eine positive Erfahrung sein


• Problem der Arbeitslosigkeit: Einschränkung von Handlungsmöglichkeiten
-> Unklarheit der zeitlichen Perspektive
-> Mangel an sozialer Macht
-> Mangel an materiellen Ressourcen

Q:

Arbeitslosigkeit - Folgen auf indirekt Betroffene - Studie SOEP (sozioökonomisches Panel; Wagner et al., 2007)


A:

- Zeitraum ca. 9 Jahre

- 2973 Paare (seit 5 Jahren zusammenlebend, ein Partner war arbeitslos im Untersuchungszeitraum)

- 87032 Datenpunkte


Annahme: Ähnliche Bewertung der Lebenszufriedenheit in Paaren -> Gegenseitige Beeinflussung

-> assortative mating (Watson et al., 2004) [man sucht sich ähnliche Partner, diese sind also ähnlich vulnerabel]

-> Ähnlichkeit der Lebensumstände (z.B. Einkommen, Stressoren; Song et al., 2012)

-> Emotionale Ansteckung (Westman & Vinokur, 1998), v.a. mit negativen Emotionen


Ergebnisse:

- Lebenszufriedenheit des Partners sinkt, aber weniger dramatisch im Vergleich zum Actor (der arbeitslos ist)

-> finanzielle Situation spielt keine Rolle für den Abfall der Lebenszufriedenheit

-> geringster Effekt, wenn PartnerIn auch arbeitslos war

=> Übertragung negativer Zustände auf den PartnerIn

- Lebenszufriedenheit der Männer sank stärker im Vergleich zu der von den Frauen

Q:

Arbeitslosigkeit - Folgen auf indirekt Betroffene

A:

- LebenspartnerInnen  berichten eine schlechtere Beziehungsqualität (auch selbst Depressions-, Angstsymptome, körperliche Beschwerden)

- Kinder: Absinken des Schulerfolges, höheres Risiko, selbst erwerbslos zu werden

- KollegInnen:

-> "Überlebende" zeigen zynisches Verhalten (Arbeitslast ist häufig nicht reduziert)

-> Stressreaktion bei Arbeitsplatzunsicherheit ähnlich wie bei tatsächlichem Arbeitsplatzverlust


=> Rückkopplungseffekte auf das Wirtschaftsleben!

Q:

Erwerbslosigkeit und (psychische) Gesundheit - Mögliche Erklärungen

A:

• Verursachungsthese: Erwerbslosigkeit führt zur verschlechterter psychischer Gesundheit
• Selektionsthese: Personen mit schlechter psychischer Gesundheit werden schneller erwerbslos
• Personen mit guter psychischer Gesundheit finden schneller einen Arbeitsplatz
• Konfundierende Drittvariablen (körperliche Gesundheit)


• Sowohl Verursachungs- als auch Selektionseffekte
• Verursachungseffekt ist stärker ausgeprägt

Arbeitspsychologie

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