Mechanismen Der Menschlichen Entwicklung at Universität Erfurt | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Mechanismen der menschlichen Entwicklung an der Universität Erfurt

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Mechanismen der menschlichen Entwicklung Kurs an der Universität Erfurt zu.

TESTE DEIN WISSEN

Welche Rollen spielen die sprachliche Umwelt und das Lernen?

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TESTE DEIN WISSEN

Nativismus

  • Die sprachliche Umwelt dient lediglich als Auslöser für den Erwerb der Sprache. 
  • Spracherwerb aus der Inputsprache ohne angeborene grammatische Strukturen wird als nicht möglich betrachtet.
  • Sprache der Umwelt hat mehrere Probleme:
    • Zu unvollständig
    • Bietet nicht alle grammatischen Strukturen an
    • Kinder erhalten keine Information über Korrektheit oder Inkorrektheit

Konstruktivismus

  • Kinder konstruieren grammatische Strukturen aus der Sprache der Umwelt. 
  • Dies geschieht mit Hilfe ihrer Kategorisierungsfähigkeiten und Nutzung von distributioneller Information in der Inputsprache.
    • Kinder bekommen Feedback über Korrektheit bzw. mangelnde Korrektheit ihrer Äußerungen 
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TESTE DEIN WISSEN

Definition - Phonologisches Arbeitsgedächtnis

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TESTE DEIN WISSEN

Das phonologische Arbeitsgedächtnis dient der kurzfristigen Speicherung sprachlicher Informationen.

  • Beim Schriftspracherwerb ist das phonologische Arbeitsgedächtnis am Erlernen von Graphem-Phonem-Zuordnungen beteiligt 
    • Sehr wichtig für Schriftspracherwerb und Lesefähigkeit
  • Nutzen: Beim Schreiben die Phoneme bis zum Niederschreiben im Kopf aktiv halten
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TESTE DEIN WISSEN

Piaget und Objektpermanenz - Stadium 5

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TESTE DEIN WISSEN
  • Verständnis der Lagebeziehung zwischen einem Objekt und anderen Elementen der Umgebung
  • Verstehen komplexer Bewegungen eines Objekts
  • kann sichtbaren Bewegungen eines Objektes folgen
  • bei nicht sichtbaren Lageveränderungen > muss sich Bewegungen vorstellen > Rückgreifen auf ältere Reaktionen > Permanenz wird Objekt entzogen
  • höhere Stufe der sensomotorischen Entwicklung des Objektbegriffs
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TESTE DEIN WISSEN

Was ist der A-nicht-B-Fehler? Bei welchen Untersuchungen zeigt er sich?

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TESTE DEIN WISSEN

Bei der Aufgabe zur Objektbeständigkeit von Piaget beobachtet das Kind, wie der Versuchsleiter ein Spielzeug in einer von zwei identischen Vertiefungen versteckt. Es folgt eine kurze Verzögerung. Dann darf der Säugling danach greifen. Säuglinge greifen in der Regel korrekt nach dem ersten Versteck (A). Wenn aber die Seite des Verstecks zu B wechselt, greifen sie erneut nach Versteck A. Obwohl das Verstecken in voller Sicht erfolgt, sie das Spielzeug haben wollen und alle Versuche auf die gleiche Weise und mit der gleichen Verzögerung durchgeführt werden. Dieses Muster des Greifens wird als "A-nicht-B-Fehler" bezeichnet.

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Hypothesen stellte Diamond auf? Wie wurden sie untersucht?

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Hpothesen

  1. Zeigen Säuglinge den A-nicht-B-Fehler bei einer bestimmten Verzögerung, so werden sie sich bei einer 2-3 Sekunden kürzeren Verzögerung nicht mehr irren.
  2. Zeigen Säuglinge bei einer bestimmten Verzögerung den A-nicht-B-Fehler, so verschlechtert sich ihre Leistung bei einer 2-3 Sekunden längeren Verzögerung, wobei die Anzahl der Fehler zunimmt und sie anfangen zufällig nach den Verstecken greifen. Ihr Verhalten entspricht nicht mehr dem für den AB-Fehler charakteristischen Muster.


Drei Testungen

Test 1: 25 Versuchspersonen erhielten eine Testsitzung, bei der eine Hälfte der Versuche mit einer Verzögerung stattfand, die den A-nicht-B-Fehler hervorrufen sollte, und andere Hälfte der Versuche mit einer um 2 bis 3 Sekunden kürzeren Verzögerung. Die Reihenfolge der Präsentation der Verzögerung wurde zwischen den Probanden und innerhalb der Alters- und Geschlechtergruppen ausgeglichen.

Test 2: Test 2 bestand darin, eine Untergruppe von 10 Kindern zu nehmen. Bei diesen Säuglingen wurden sich beide Verzögerungsabläufe angesehen.

Test 3: In einer Testsitzung wurde pro Kind (insgesamt 15 Kinder) die Hälfte der Versuche mit einer Verzögerung durchgeführt, die den A-nicht-B-Fehler hervorrufen sollte, und die andere Hälfte der Versuche mit einer längeren Verzögerung. Die Reihenfolge der Präsentation der Verzögerung wurde zwischen den Probanden und innerhalb der Alters- und Geschlechtergruppen ausgeglichen.


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Inwiefern unterschied sich Diamonds Studie von anderen?

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TESTE DEIN WISSEN

Der AB-Fehler trat bei allen Kindern auf und hielt über mehrere Monate an. Dies steht im Widerspruch zu anderen veröffentlichten Berichten. Für diese Diskrepanzen gibt es wahrscheinlich drei Gründe.


  1. gibt es große Unterschiede zwischen den Probanden hinsichtlich der Verzögerung, die den A-nicht-B-Fehler bei Kindern gleichen Alters hervorruft. (Standard-Intervall ist unzureichend!)
  2. führt die Verwendung der Leistung bei einem einzigen Umkehrversuch als Kriterium für den A-nicht-B-Fehler zu anderen Ergebnissen als den hier berichteten.
  3. ist die Zeitspanne, in der eine einzelne Verzögerung wirksam ist, bei jedem Kind kurz. (stetige Anpassung der Intervalls!)
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Welche Hypothese stellte József Topál auf? Was war sein Vorgehen?

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TESTE DEIN WISSEN

Hypothese: In einer nicht-kommunikativen Handlungsbeobachtung, ohne ostensive-verbale Reize, aber Erfahrung mit wiederholten motorischen Suchreaktionen, wird der A-nicht-B-Fehler  reduziert.


Vorgehen: Drei Gruppen mit je 10-Monaten alten Säuglingen

  1. ostensiv-kommunikativer Kontext (OC; VL agierte aktiv mit Säugling, sprach es in kindergerechter Sprache an und hielt Blickkontakt)
  2. Non-kommunikativer Kontext (NC; Gesicht und Oberkörper der VL waren 90 Grad gedreht, VL kommunizierte nicht mit dem Säugling, aber die Hände waren sichtbar)
  3. Non-sozialer Kontext (NS; VL agierte hinter einem Vorhang, nur die Bewegungen des Objekts waren sichtbar)
  • Spielzeug wurde 4-mal am ersten Ort (A) versteckt und dann 3-mal am zweiten Ort (B) (4 Sek. Verzögerung)
  • Analyse Verhältnis korrektes Greifen und Anzahl der Kinder, die A-nicht-B-Fehler begangen
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Welche Mechanismen nennen Piaget, Diamond und Topál für den A-nicht-B-Fehler?

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TESTE DEIN WISSEN

Erklärungsansatz nach ...

 

Piaget

Unvollständiges Verständnis junger Säuglinge für die Objektpermanenz & noch nicht vollständige Loslösung der eigenen Handlungen

Diamond

Überschreitung der KZG-Kapazität + Unvermögen etablierte Handlungstendenzen zu unterdrücken

Topál et al.

Kommunikative Demonstration erzeugt Interpretationsverzerrung

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Welche Ergebnisse kamen bei Topál raus?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Säuglinge waren während der A-Versuche in allen Kontexten ähnlich erfolgreich
  • ABER: ihre Suchleistung unterschied sich in den B-Versuchen signifikant zwischen den Kontexten → signifikanter Unterschied zwischen den Demonstrationsbedingungen
  • 86 % der Kinder zeigten nach ostensiv-kommunikativen Versteckdemonstrationen den A-nicht-B-Fehler
  • Mehrheit der Kinder in anderen Kontexten (NC, 57%; NS, 64%) zeigte keinen A-nicht-B-Fehler → Annahme der Hypothese
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Mit Hilfe welcher Theorie versuchen Topál et al. den Mechanismus zu erklären und was besagt diese?

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Theorie der natürlichen Pädagogik

Interpretation der Handlungsdemonstrationen des A-nicht-B-Fehler-Paradigmas entweder als

  1. Versteckspiel, das dem Kind episodische (hier und jetzt) Informationen über den Verbleib des Objekts liefert (korrekte Interpretation), oder als
  2. eine Art Lehrstunde, die verallgemeinerbare Informationen über Eigenschaften der Objekte (Spielzeug oder Behälter) vermittelt, die das Kind lernen soll (falsche Interpretation)

interpretative Verzerrung der Verallgemeinerbarkeit führt zu einer pragmatischen Fehlinterpretation der Objektversteckaktionen als potenzielle Lehrdemonstrationen


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TESTE DEIN WISSEN

Welche Schlüsse zog Baillargeon aus den Ergebnissen?

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TESTE DEIN WISSEN

fast habituators schauten länger auf das unmögliche Event – Annahme: Sie verstanden, dass

  • das Objekt hinter dem Bildschirm (d. h. die Kiste oder der Kartoffelkopf) weiter existierte, nachdem der Bildschirm sich nach oben drehte und es verdeckte und
  • der Bildschirm sich nicht durch den von dem Objekt eingenommenen Raum bewegen konnte.

Es scheint, dass Säuglinge eine Vorstellung von der Dauerhaftigkeit von Objekten haben, lange bevor sie beginnen, koordinierte Handlungen auszuführen (anders als Piaget annahm/vor 9 Monate) --> 2 Interpretationen

  1. Säuglinge besitzen eine angeborene zeitliche und räumliche Vorstellung von Objekten (inhaltsspezifisch) ODER
  2. Säuglinge werden nicht mit einem substanziellen Glauben an die Dauerhaftigkeit von Objekten geboren, sondern mit einem Lernmechanismus, der in der Lage ist, zu dieser Vorstellung zu gelangen, wenn eine begrenzte Anzahl relevanter Beobachtungen vorliegt. --> allgemeiner Lernmechanismus, der schnelles Lernen ermöglicht
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Piaget und Objektpermanenz - Stadium 6

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vollkommende Ausbildung der Objektpermanenz

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Q:

Welche Rollen spielen die sprachliche Umwelt und das Lernen?

A:

Nativismus

  • Die sprachliche Umwelt dient lediglich als Auslöser für den Erwerb der Sprache. 
  • Spracherwerb aus der Inputsprache ohne angeborene grammatische Strukturen wird als nicht möglich betrachtet.
  • Sprache der Umwelt hat mehrere Probleme:
    • Zu unvollständig
    • Bietet nicht alle grammatischen Strukturen an
    • Kinder erhalten keine Information über Korrektheit oder Inkorrektheit

Konstruktivismus

  • Kinder konstruieren grammatische Strukturen aus der Sprache der Umwelt. 
  • Dies geschieht mit Hilfe ihrer Kategorisierungsfähigkeiten und Nutzung von distributioneller Information in der Inputsprache.
    • Kinder bekommen Feedback über Korrektheit bzw. mangelnde Korrektheit ihrer Äußerungen 
Q:

Definition - Phonologisches Arbeitsgedächtnis

A:

Das phonologische Arbeitsgedächtnis dient der kurzfristigen Speicherung sprachlicher Informationen.

  • Beim Schriftspracherwerb ist das phonologische Arbeitsgedächtnis am Erlernen von Graphem-Phonem-Zuordnungen beteiligt 
    • Sehr wichtig für Schriftspracherwerb und Lesefähigkeit
  • Nutzen: Beim Schreiben die Phoneme bis zum Niederschreiben im Kopf aktiv halten
Q:

Piaget und Objektpermanenz - Stadium 5

A:
  • Verständnis der Lagebeziehung zwischen einem Objekt und anderen Elementen der Umgebung
  • Verstehen komplexer Bewegungen eines Objekts
  • kann sichtbaren Bewegungen eines Objektes folgen
  • bei nicht sichtbaren Lageveränderungen > muss sich Bewegungen vorstellen > Rückgreifen auf ältere Reaktionen > Permanenz wird Objekt entzogen
  • höhere Stufe der sensomotorischen Entwicklung des Objektbegriffs
Q:

Was ist der A-nicht-B-Fehler? Bei welchen Untersuchungen zeigt er sich?

A:

Bei der Aufgabe zur Objektbeständigkeit von Piaget beobachtet das Kind, wie der Versuchsleiter ein Spielzeug in einer von zwei identischen Vertiefungen versteckt. Es folgt eine kurze Verzögerung. Dann darf der Säugling danach greifen. Säuglinge greifen in der Regel korrekt nach dem ersten Versteck (A). Wenn aber die Seite des Verstecks zu B wechselt, greifen sie erneut nach Versteck A. Obwohl das Verstecken in voller Sicht erfolgt, sie das Spielzeug haben wollen und alle Versuche auf die gleiche Weise und mit der gleichen Verzögerung durchgeführt werden. Dieses Muster des Greifens wird als "A-nicht-B-Fehler" bezeichnet.

Q:

Welche Hypothesen stellte Diamond auf? Wie wurden sie untersucht?

A:

Hpothesen

  1. Zeigen Säuglinge den A-nicht-B-Fehler bei einer bestimmten Verzögerung, so werden sie sich bei einer 2-3 Sekunden kürzeren Verzögerung nicht mehr irren.
  2. Zeigen Säuglinge bei einer bestimmten Verzögerung den A-nicht-B-Fehler, so verschlechtert sich ihre Leistung bei einer 2-3 Sekunden längeren Verzögerung, wobei die Anzahl der Fehler zunimmt und sie anfangen zufällig nach den Verstecken greifen. Ihr Verhalten entspricht nicht mehr dem für den AB-Fehler charakteristischen Muster.


Drei Testungen

Test 1: 25 Versuchspersonen erhielten eine Testsitzung, bei der eine Hälfte der Versuche mit einer Verzögerung stattfand, die den A-nicht-B-Fehler hervorrufen sollte, und andere Hälfte der Versuche mit einer um 2 bis 3 Sekunden kürzeren Verzögerung. Die Reihenfolge der Präsentation der Verzögerung wurde zwischen den Probanden und innerhalb der Alters- und Geschlechtergruppen ausgeglichen.

Test 2: Test 2 bestand darin, eine Untergruppe von 10 Kindern zu nehmen. Bei diesen Säuglingen wurden sich beide Verzögerungsabläufe angesehen.

Test 3: In einer Testsitzung wurde pro Kind (insgesamt 15 Kinder) die Hälfte der Versuche mit einer Verzögerung durchgeführt, die den A-nicht-B-Fehler hervorrufen sollte, und die andere Hälfte der Versuche mit einer längeren Verzögerung. Die Reihenfolge der Präsentation der Verzögerung wurde zwischen den Probanden und innerhalb der Alters- und Geschlechtergruppen ausgeglichen.


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Q:

Inwiefern unterschied sich Diamonds Studie von anderen?

A:

Der AB-Fehler trat bei allen Kindern auf und hielt über mehrere Monate an. Dies steht im Widerspruch zu anderen veröffentlichten Berichten. Für diese Diskrepanzen gibt es wahrscheinlich drei Gründe.


  1. gibt es große Unterschiede zwischen den Probanden hinsichtlich der Verzögerung, die den A-nicht-B-Fehler bei Kindern gleichen Alters hervorruft. (Standard-Intervall ist unzureichend!)
  2. führt die Verwendung der Leistung bei einem einzigen Umkehrversuch als Kriterium für den A-nicht-B-Fehler zu anderen Ergebnissen als den hier berichteten.
  3. ist die Zeitspanne, in der eine einzelne Verzögerung wirksam ist, bei jedem Kind kurz. (stetige Anpassung der Intervalls!)
Q:

Welche Hypothese stellte József Topál auf? Was war sein Vorgehen?

A:

Hypothese: In einer nicht-kommunikativen Handlungsbeobachtung, ohne ostensive-verbale Reize, aber Erfahrung mit wiederholten motorischen Suchreaktionen, wird der A-nicht-B-Fehler  reduziert.


Vorgehen: Drei Gruppen mit je 10-Monaten alten Säuglingen

  1. ostensiv-kommunikativer Kontext (OC; VL agierte aktiv mit Säugling, sprach es in kindergerechter Sprache an und hielt Blickkontakt)
  2. Non-kommunikativer Kontext (NC; Gesicht und Oberkörper der VL waren 90 Grad gedreht, VL kommunizierte nicht mit dem Säugling, aber die Hände waren sichtbar)
  3. Non-sozialer Kontext (NS; VL agierte hinter einem Vorhang, nur die Bewegungen des Objekts waren sichtbar)
  • Spielzeug wurde 4-mal am ersten Ort (A) versteckt und dann 3-mal am zweiten Ort (B) (4 Sek. Verzögerung)
  • Analyse Verhältnis korrektes Greifen und Anzahl der Kinder, die A-nicht-B-Fehler begangen
Q:

Welche Mechanismen nennen Piaget, Diamond und Topál für den A-nicht-B-Fehler?

A:

Erklärungsansatz nach ...

 

Piaget

Unvollständiges Verständnis junger Säuglinge für die Objektpermanenz & noch nicht vollständige Loslösung der eigenen Handlungen

Diamond

Überschreitung der KZG-Kapazität + Unvermögen etablierte Handlungstendenzen zu unterdrücken

Topál et al.

Kommunikative Demonstration erzeugt Interpretationsverzerrung

Q:

Welche Ergebnisse kamen bei Topál raus?

A:
  • Säuglinge waren während der A-Versuche in allen Kontexten ähnlich erfolgreich
  • ABER: ihre Suchleistung unterschied sich in den B-Versuchen signifikant zwischen den Kontexten → signifikanter Unterschied zwischen den Demonstrationsbedingungen
  • 86 % der Kinder zeigten nach ostensiv-kommunikativen Versteckdemonstrationen den A-nicht-B-Fehler
  • Mehrheit der Kinder in anderen Kontexten (NC, 57%; NS, 64%) zeigte keinen A-nicht-B-Fehler → Annahme der Hypothese
Q:

Mit Hilfe welcher Theorie versuchen Topál et al. den Mechanismus zu erklären und was besagt diese?

A:

Theorie der natürlichen Pädagogik

Interpretation der Handlungsdemonstrationen des A-nicht-B-Fehler-Paradigmas entweder als

  1. Versteckspiel, das dem Kind episodische (hier und jetzt) Informationen über den Verbleib des Objekts liefert (korrekte Interpretation), oder als
  2. eine Art Lehrstunde, die verallgemeinerbare Informationen über Eigenschaften der Objekte (Spielzeug oder Behälter) vermittelt, die das Kind lernen soll (falsche Interpretation)

interpretative Verzerrung der Verallgemeinerbarkeit führt zu einer pragmatischen Fehlinterpretation der Objektversteckaktionen als potenzielle Lehrdemonstrationen


Q:

Welche Schlüsse zog Baillargeon aus den Ergebnissen?

A:

fast habituators schauten länger auf das unmögliche Event – Annahme: Sie verstanden, dass

  • das Objekt hinter dem Bildschirm (d. h. die Kiste oder der Kartoffelkopf) weiter existierte, nachdem der Bildschirm sich nach oben drehte und es verdeckte und
  • der Bildschirm sich nicht durch den von dem Objekt eingenommenen Raum bewegen konnte.

Es scheint, dass Säuglinge eine Vorstellung von der Dauerhaftigkeit von Objekten haben, lange bevor sie beginnen, koordinierte Handlungen auszuführen (anders als Piaget annahm/vor 9 Monate) --> 2 Interpretationen

  1. Säuglinge besitzen eine angeborene zeitliche und räumliche Vorstellung von Objekten (inhaltsspezifisch) ODER
  2. Säuglinge werden nicht mit einem substanziellen Glauben an die Dauerhaftigkeit von Objekten geboren, sondern mit einem Lernmechanismus, der in der Lage ist, zu dieser Vorstellung zu gelangen, wenn eine begrenzte Anzahl relevanter Beobachtungen vorliegt. --> allgemeiner Lernmechanismus, der schnelles Lernen ermöglicht
Q:

Piaget und Objektpermanenz - Stadium 6

A:

vollkommende Ausbildung der Objektpermanenz

Mechanismen der menschlichen Entwicklung

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