praktische philosophie part 3 at Universität Duisburg-Essen

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Vorteile und Nachteile Utilitarismus Bertham

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Hedonistosches Kalkül

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Utilitarismus nach Mill
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Unterschiede Bentham und Mill:

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Utilitarismus Probleme

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Konsequentalismus

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Utilitarismua und Gerechtigkeit, Überfordering, 2 stufiger Utilitarismus
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Gemeinsamkeiten & Unterschiede des Utilitarismus und des Kategorischen Imperativs:

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Das „Zwei-Ebenen-Modell" des moralischen Denkens:
Grundidee des „Zwei-Ebenen-Modells" (vgl. R. Hare, Moral Thinking, 1981):

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John Rawls Kritik am Utilitarismus:

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Ein Einwand gegen den Utilitarismus: der Kontraintuitivitätsvorwurf:
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Was besagen die prima-facie Pflichten?

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praktische philosophie part 3

Vorteile und Nachteile Utilitarismus Bertham
Vorteile:
-    Vergleichbarkeit durch einheitlichen Wert
-    Gleichbehandlung
-    intuitiv verständlich
-    „to make this world a better place"
-    hohe Inklusivität (Mensch, Tier)

Nachteile:
-    Beziehungsprobleme -> Freundschaften, familiäre Beziehungen werden nicht berücksichtigt
-    Probleme bei der Gerechtigkeit
-    man muss vor einer Handlung wissen, was den Nutzen maximiert
-    Versprechen haben keine Bedeutung


praktische philosophie part 3

Hedonistosches Kalkül
Hedonistisches Kalkül:
    Bentham nennt verschiedene Merkmale eines Leides, die es zu vergrößern oder zu verringern gilt.
    Diese Kriterien sind auf eine Einzelempfindung bezogen, nicht auf die Gesellschaft.
    Die Kriterien sind Intensität, Dauer, Gewissheit, Nähe(Zeitpunkt), Folgenträchtigkeit, Reinheit und für die Gesellschaft kommt noch das Ausmaß, d.h. die Anzahl der betroffenen hinzu
    Nun soll für jedes betroffene Individuum die Zahl der Glücksempfindungen gezählt und gegen die der Leidesempfindungen aufgewogen werden.
    Sind es mehr Glücksempfindungen ist die Handlung für dieses Individuum richtig, ansonsten falsch.
    Ist die Handlung für mehr Menschen richtig als falsch, hat sie eine gute Tendenz, ansonsten eine schlechte.


praktische philosophie part 3

Utilitarismus nach Mill
Die Theorie John Stuart Mills (1806-1873)
Hauptthese:
-    Handle so, dass qualitativ das größtmögliche Maß an Glück für alle besteht
=> qualitativer Hedonismus, denn nicht alle Freuden sind gleich gut
-    Differenz von geistigen und sinnlichen, von höheren und niederen Freuden:
o    „Besser ein unzufriedener Mensch als ein zufriedenes Schwein".
o    Die Qualität einer Freude ist entscheidend. Eine Freude hat die höhere Qualität, wenn sie gegenüber einer anderen bevorzugt wird ohne dabei Rücksicht auf moralische Regeln oder Gefühle nehmen zu müssen.
-    Mit dem Zitat macht er darauf aufmerksam, dass Menschen eben nicht glücklich werden können, wenn sie lediglich den Grundbedürfnissen oder sinnlichen Freuden nachjagen, denn damit wären sie nur glückliche Tiere.

Der Utilitarismus nach Mill:
-    Glück als höchstes Gut; gemeint ist das Glück aller von einer Handlung betroffenen Personen (Unparteilichkeit des Handelns)
-    Zurückstellen des eigenen Glücks um das größte Glück insgesamt zu erreichen.
-    Menschen interpretieren Glück oder Zufriedenheit unterschiedlich
-    Tilitarismus erlaubt quasi keine Subjektivität, sondern erfordert Unparteilichkeit
-> Problem:
-    Verlust des Motivationsvorteils, Ausrichtung des Handelns an diese Theorie, hält Akteur von seiner Triebbefriedigung ab
-    Es gibt höheres und niedrigeres Glück
-    Argument der kompetenten Richter
-    Höheres Glück kann nur erlangt werden, wenn höhere Fähigkeiten ausgebildet sind
-    Qualität des Nutzens wird wichtiger als die Quantität

Niedere und höhere Freuden (nach Mill):
Am Beispiel von Mensch und Tier unterscheidet Mill zwei verschiedene Begriffe: Zufriedenheit und Glück.

Er sagt, dass ein Tier oder ein Narr nur wenige Bedürfnisse hat um zufriedengestellt zu werden. So braucht ein Schwein beispielsweise keine Erziehung in Kunst oder Wissenschaft um zufrieden zu sein, der Mensch allerdings schon. Da das Schwein so wenige Bedürfnisse hat ist es selbstverständlich schnell zufrieden aber nach Mill noch nicht glücklich. Denn nach Mill gehört zum Glück sich mit der Unvollkommenheit des Glücks abfinden zu können und das ist nur mit höheren Fähigkeiten möglich. Der Mensch kann diese Unvollkommenheit erkennen, kann aber nie ganz zufriedengestellt werden, da er zu hohe Bedürfnisse hat. Der Mensch wird nie alle Naturgesetze, erforschen können und daher nie vollkommen zufrieden sein. Da nun aber das Glück und nicht die Zufriedenheit erstrebenswert ist, ist es besser ein „unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr" zu sein. So erhalten auch geistige Genüsse einen höheren Stellenwert als sinnliche.


praktische philosophie part 3

Unterschiede Bentham und Mill:
Unterschiede Bentham und Mill:
-    Während für Bentham die größtmögliche Lust für die größtmögliche Anzahl von Menschen am wichtigsten ist, stellt sich Mill gegen die Aufgabe der individuellen Wünsche und Ziele.
-    Mill zählt nicht nur die Menge der Genüsse, die für Bentham das größtmögliche Glück symbolisieren, sondern auch deren Qualität.

Bentham:
-    vertritt quantitativen Hedonismus (Lustprinzip)
-    Es gibt nur einen Wert, nämlich das Erleben von Lust, gleichbedeutend mit Glück
-    Nutzenprinzip: Jene Handlung muss als ethisch wertvollste beurteilt werden, die das größtmögliche Glück für die größtmögliche Anzahl Menschen erzielt.

Mill:
-    vertritt eine genauere Begründung des Utilitarismus, nämlich einen qualitativen Hedonismus
-    Laut Mill liegt die menschliche Würde in der Betätigung geistiger Fähigkeiten und das müsse bei allen Nützlichkeitserwägungen berücksichtigt werden. Wo jemand sein Leben als unbefriedigt ansehe, fehle es offenbar an geistiger Bildung.
-    Es ist besser ein unzufriedener Mensch zu sein als ein zufriedenes Schwein; besser ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr". (qualitativer Hedonismus)
-    glaubt an die Verbesserung der Welt und dass jeder Mensch ein glückliches Leben führen kann
-    neben dem eigenen Wohl muss das Wohl der anderen angestrebt werden
=> es muss ein Gleichgewicht zwischen dem eigenen Glück und dem Glück der Mitmenschen angestrebt werden.


praktische philosophie part 3

Utilitarismus Probleme
Utilitarismus (Probleme):
Alle Folgen einer Handlung sind zu beachten!
→ Aber wo hören die Folgen einer Handlung auf?
→ Unmöglich, bei einer Entscheidung alle Folgen zu berücksichtigen!

Mögliche Modifikationen:
    Berücksichtigung nur der erwartbaren Folgen.
    Zwei Ebenen-Modell des moralischen Nachdenkens (vorgeschlagen etwa von Mill und Hare).

Was ist das Hauptproblem des Utilitarismus?
    Augenmerk gilt ausschließlich Gesamtsumme des Wohlergehens
    ignoriert Verteilung
    ignoriert Personengrenzen („separateness of persons": Rawls)
    misst individuellen Rechten keine intrinsische Bedeutung zu
    Kontrainuitivitätsvorwurf (gegen die Intuition handeln)

Ethik (Utilitarismus):
Das (handlungs)utilitaristische Grundprinzip
Eine Handlung h ist moralisch richtig, gdw. durch keine andere Handlung das Niveau des Wohlergehens in der Welt mehr gesteigert würde als durch h

3 Komponenten:
1. Konsequentialismus
2. Wert als Wohlergehen
3. Maximierung


praktische philosophie part 3

Konsequentalismus
Konsequentialismus
Vorrang des Axiologischen:
Deontischer Status einer Handlung durch Wert der Handlungsfolgen determiniert

Konsequentialismus/Deontologie
Begründung des Lügeverbots
Deontologie
weil, indem jemand lügt, er Handlung ausführt,
    die nicht verallgemeinert denkbar ist
    auf deren Nichtausführung man sich rationalerweise geeinigt hätte
Konsequentialismus
weil und insoweit eine Lüge schlechte Konsequenzen – für den Gegenüber, möglicherweise auch für Andere – hätte

(2) Wert als Wohlergehen
Welche Konsequenzen?
Frage: Was ist intrinsisch wertvoll?
2 Antworten (2 Axiologien):
1) Hedonismus
2) Präferentialismus

Wohlergehen 1: Hedonismus
Einzige intrinsisch Wertvolle:
Erfahrung von Lust/Abwesenheit von Unlust
(Bentham, Mill)
Probleme
1. Andere Dinge scheinen intrinsisch wertvoll zu sein
2. „Experience machine“ (R. Nozick)

Wohlergehen 2: Wunscherfüllung
Intrinsisch wertvoll: um seiner selbst willen Gewünschtes
🡺 Löst Problem mit Erlebnismaschine
Problem
    Unaufgeklärte oder zwanghafte Wünsche
Modifikation
    Intrinsisch wertvoll: Erfüllung kognitiv & emotional „gereinigter“ Wünsche

(3) Maximierung
Moralische Richtigkeit einer Handlung
🡺 Verwirklichung der höchstmöglichen Wertsumme
Andere Möglichkeit: „satisficing“:
    Verwirklichung von so viel Wert, dass eine Schwelle überschritten wird


praktische philosophie part 3

Utilitarismua und Gerechtigkeit, Überfordering, 2 stufiger Utilitarismus
Utilitarismus & Gerechtigkeit (2)
Medizinischer Ersatzteillager
    Patienten A, B, C & D werden sterben, wenn sie nicht demnächst jeweils ein Herz, eine Leber, eine Niere und eine Lunge transplantiert bekommen
    Patient E hat einen leichten Schnupfen, aber sehr gesunde Organe
    Also könnte man 4 Leben retten, wenn man ein Leben opferte

Utilitarismus & Gerechtigkeit
Hauptproblem
    Kriterium ausschließlich Gesamtsumme
    Ignoriert Verteilung
o    ignoriert Personengrenzen
(„separateness of persons“: Rawls)
🡺    Individuelle Rechte: keine intrinsische Bedeutung

Utilitarismus und Überforderung
1. Kognitive Überforderung
    Unmöglichkeit permanenten Berechnens
2. Motivationale Überforderung
    Fehleinschätzung der Bedeutung individueller Projekte

2-stufiger Utilitarismus
(Sidgwick, Hare)
Unterscheidung:
1) Moralkriterium
    Maßstab des moralisch Richtigen
2) Entscheidungsverfahren
    Verfahren, dessen Anwendung am ehesten
🡺     Erfüllung des Moralkriteriums

2-stufiger Utilitarismus
Vorteile: Intuitive Alltagsprinzipien
    1) Einhaltung kognitiv einfacher
    2) Einhaltung motivational einfacher
🡺 Erklärt „deontologischen Schein“
Nachteile:
    Dubiose Aufteilung der Gesellschaft
oder
    Instabile Selbstentzweiung des Individuums



praktische philosophie part 3

Gemeinsamkeiten & Unterschiede des Utilitarismus und des Kategorischen Imperativs:


Gemeinsamkeiten:
    Es handelt sich um monistische Ansätze (alle moralischen Prinzipien lassen sich auf ein Prinzip zurückführen)
=> Utilitarismus hat das Prinzip der Nutzenmaximierung
=> Kategorischer Imperativ: Prinzip, anhand dessen die Richtigkeit einer Handlung bestimmbar ist

Unterschiede:
    die Handlungsgebote des KI's sind absolutistisch (= Absolutismus als These, dass Handlungen bestimmter Typen niemals moralisch richtig sind; dazu gehören Töten, Lügen etc.)
    Utilitaristische Handlungsanweisungen sind nicht absolutistisch, sie können auf Grund ihrer Handlungsfolgen variieren (in Einzelfällen kann es gegeben sein zu Lügen, Töten etc.)


praktische philosophie part 3

Das „Zwei-Ebenen-Modell" des moralischen Denkens:
Grundidee des „Zwei-Ebenen-Modells" (vgl. R. Hare, Moral Thinking, 1981):

Moralische Intuitionen sind Teil des moralischen Denkens, aber nicht normativ verbindlich. Sie sind auf einer untergeordneten Ebene des moralischen Denkens anzusiedeln.

Zwei Ebenen des moralischen Denkens:
    Kritische Ebene: man denkt einzelfallbezogen und Akt-utilitaristisch (auf eine Handlung bezogen)
o    Ist zuständig für die Entscheidung zwischen konfligierenden Intuitionen im Falle moralischer Konflikte
    Intuitive Ebene: regelbezogen, Denken am Leitfaden von intuitiven („primafacie"-) Prinzipien (d.h. allgemeine Handlungsprinzipen wie: „Du sollst nicht lügen")

Kritisches Denken ist zuständig für
    die Auswahl intuitiver Prinzipien (nach Maßgabe ihrer „Akzeptanz-utilität")
    die Entscheidung zwischen konfligierenden Intuitionen im Falle moralischer Konflikte.
 
Kritischem Denken kommt das Primat gegenüber intuitivem zu: Wenn wir in der Lage sind, kritisch zu denken, sollten wir dies tun und, falls nötig, gegen unsere Intuitionen handeln.

Ob wir kritisch oder intuitiv denken, hängt von den Handlungsumständen (z.B. situativen, kognitiven und motivationalen Beschränkungen) ab.

Pointe des Zwei-Ebenen-Modells:
    Auf der intuitiven Ebene können nicht- utilitaristische Intuitionen (z.B. in Bezug auf Menschenwürde) berücksichtigt werden.
    Konsequenz: Es ist manchmal (nämlich, wenn wir auf der intuitiven Ebene denken) aus utilitaristischen Gründen richtig („vom kritischen Denken gefordert"), nicht nach dem Prinzip der Nutzenmaximierung zu handeln.
Damit können moralische Intuitionen berücksichtigt werden, ohne als normativ verbindlich angesehen zu werden.
Folgefrage: In welchem Ausmaß würde kritisches Denken eine Änderung unserer moralischen Intuitionen („der Alltagsmoral") erfordern?

Hare: Kritisches Denken würde weitgehend zur Bestätigung unserer Alltagsmoral führen („Konvergenzthese").
Singer: Kritisches Denken würde erhebliche Revisionen unserer Alltagsmoral erfordern („Revisionsthese").

In Bezug auf viele moralische Intuitionen ist die Konvergenzthese weniger plausibel als die Revisionsthese (Bsp. Hilfspflichten).

(i) Der Vorwurf der Kontraintuitivität kann nicht direkt entkräftet werden. In einigen Fällen gerät der Utilitarismus in einen Konflikt mit unseren moralischen Intuitionen.
(ii) Moralische Intuitionen sind jedoch nicht normativ verbindlich. Sie müssen von „kritischem Denken" kontrolliert und ggf. verändert werden.
(iii) Dies ist vermutlich mit einer weitgehenden Infragestellung unserer Alltagsmoral verbunden.


praktische philosophie part 3

John Rawls Kritik am Utilitarismus:

Utilitarismus entspricht nicht unserer Vorstellung von Verteilungsgerechtigkeit
    Im klassischen Utilitarismus wird immer der Gesamtnutzen betrachtet, der sich aus dem Nutzen der einzelnen Individuen zusammensetzt.
    Es spielt keine Rolle, wie die Verteilung unter den Individuen aussieht.
    Das individuelle Glück wird dem der Gemeinschaft unterstellt (Kollektivegoismus)
=> keine Gerechtigkeit bei der Verteilung.
    Einzelpersonen oder Minderheiten einer Gesellschaft erfahren starke Benachteiligungen, was jedoch zu einer Steigerung des Gesamtnutzens führt und somit aus utilitaristischer Sicht nicht nur moralisch erlaubt, sondern sogar geboten ist.
🡺     Beispiel: 3 Patienten und Obdachloser


praktische philosophie part 3

Ein Einwand gegen den Utilitarismus: der Kontraintuitivitätsvorwurf:

    der Utilitarismus gerät mit grundlegenden Intuitionen (d.h. vortheoretische moralische Urteile) in Konflikt
    Widerspricht Intuitionen wie:
o    Individualrecht, Gerechtigkeit, Menschenwürde


praktische philosophie part 3

Was besagen die prima-facie Pflichten?

    halten fest, welche Eigenschaften moralisch relevant sind, also im Nachdenken über die Frage, was zu tun ist, zu beachten sind. Sind also keine Pflichten im Wortsinn: PF-Pflicht, nicht zu lügen, heißt, dass ein Grund besteht, der dagegenspricht, zu lügen.
    Aber dieser Grund kann überwogen werden von anderen Gründen, etwa dem Grund, Leben zu retten.
→ Verschiedene PF-Prinzipien können auf eine Handlung zutreffen.

Wie sieht das 2 Ebenen Modell der prima-facie Pflichten aus?
    Ebene 1: prima-facie Pflichten (entspricht ungefähr moralischen Gründen)
    Ebene 2: Alles-in-allem-Pflichten (entspricht Urteilen darüber, ob gewisse Handlungen ge- oder verboten sind)
Eine Handlung ist dann geboten, wenn die stärksten prima-facie Pflichten zu ihren Gunsten sprechen; und dann verboten, wenn die stärksten prima-facie Pflichten gegen sie sprechen.


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