Prävention at Universität Düsseldorf | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Prävention an der Universität Düsseldorf

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TESTE DEIN WISSEN

Benenne verschiedene Präventionsansätze. 

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TESTE DEIN WISSEN

Es werden primär-, sekundär- und tertiärpräventive Ansätze unterschieden, verhaltens- und verhältnispräventive Ansätze sowie universelle, selektive und indizierte Ansätze.




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TESTE DEIN WISSEN

Erläutere das Präventionsparadoxon.

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TESTE DEIN WISSEN

Hochrisikostrategien lassen sich idR oft einfach zuschneiden und umsetzen, da die Zielgruppe meist relativ homogen ist und sich die Maßnahmen einfach in ein bestehendes Versorgungssystem integrieren lassen. Auf der Negativseite sind dafür allerdings Labelingeffekte (Stigmatisierung)  in Kauf zu nehmen.


Um allerdings die gesellschaftliche Last einer Krankheit ("burden of disease") durch eine Strategie in relevantem Ausmaß zu verringern, muss eine sehr große Anzahl Personen eine Präventionsmaßnahme erfolgreich umsetzen. 


Eine Hochrisikogruppe ist in absoluten Zahlen gesehen klein. Daher kann eine Präventionsmaßnahme, die sich an Personen mit mittlerem Risiko richtet, erfolgreicher sein, da die Zielgruppe mehr Krankheitsfälle generiert und damit mehr Krankheits- und Todesfälle durch die Maßnahme verhindert werden können.

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TESTE DEIN WISSEN

Verhaltens- vs. Verhältnisprävention


Nenne Beispiele!

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TESTE DEIN WISSEN

Verhaltensprävention versucht, individuelles (Risiko-)Verhalten wie Rauchen oder Bewegungsarmut zu beeinflussen oder Personen zu motivieren, medizinische Interventionen wie Impfungen oder Früherkennungsverfahren in Anspruch zu nehmen.


Beispiele: Kampagnen zur Teilnahme an Masern- oder Grippeimpfungen, Infor- mationsvorträge über gesunde Ernährung und physische Aktivität, schulische Inter- ventionsprogramme, die vor dem Einstieg in den Konsum von Tabak, Alkohol oder illegalen Drogen schützen sollen



Verhältnispräventiven Maßnahmen geht es dagegen darum, die ökologischen, sozialen, ökonomischen oder kulturellen Umweltbedingungen zu ändern, die zur Entstehung und Entwicklung von Krankheiten führen, diese ermöglichen oder begünstigen.  


Beispiele: gesetzliche Verbote gesundheitsschädlicher Baustoffe wie Asbest, Abgasnormen für Fahrzeuge, ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen, die Einführung einer Salatbar in der Cafeteria eines Betriebes, aber unter Umständen auch die Flexibilisierung von Arbeitszeiten 

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TESTE DEIN WISSEN

Bennene unterschiedliche Methoden der Prävention und jeweils Beispiele.

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TESTE DEIN WISSEN

psychoedukative Ansätze: Förderung der individuellen Motivation und Kompetenz, Aufbau von gesundheitsförderlichem Verhalten (v.a. in der Verhaltensprävention)


Beispiele:

-> Information / Aufklärung (z.B. Kampagnen über die Gefahr von Bewegungsarmut, Arzt-Patienten-Gepräch)

-> Beratungen (z.B. Suchtberatung)

-> Verhaltens- und Selbstmanagementtrainings



normativ-regulatorische Ansätze: Umsetzung präventiver Ziele durch Gesetze, Verbote, Regeln und dadurch Veränderung von sowohl individuellem Verhalten als auch Umweltbedingungen


Beispiele: Rauchverbote in öffentlichen Umgebungen, Verbot der Mobiltelefonnutzung ohne Freisprechanlage für Autofahrer, Lebensmittelvorschriften, etc.


ökonomisch-marktbezogene Ansätze: Veränderung des individuellen Verhaltens oder der Umweltbedingungen durch Sanktionen und Anreize


Beispiele: Erhöhung der Tabaksteuer (Rauchen wird zu teuer), Bonushefte / Ermäßigungen der Krankenkassen bei Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen

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TESTE DEIN WISSEN

Erläutere das Prinzip SMARTEr Ziele.

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TESTE DEIN WISSEN

SMARTE Ziele sind erreichbar – es muss nicht immer die Maximallösung sein.


Die Erreichung eines SMARTEn Ziels muss (durch Sie oder die Adressaten) überprüfbar sein.


S = spezifisch

M = messbar

A = aktionsorientiert

R = realistisch

T = terminiert



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TESTE DEIN WISSEN

Erläutere den Unterschied zwischen Prävention und Gesundheitsförderung.

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TESTE DEIN WISSEN

Die Prävention steht in enger Verbindung zu Medizin und Epidemiologie. Ihr Ziel ist v.a. die Verhinderung von Krankheiten.


Die Gesundheitsförderung hingegen beschäftigt sich mit Lebenswelten / sozialen Systemen, in denen Menschen Leben, und versucht, diese im Sinne der Gesundheit zu verbessern. Die Medizin spielt eher eine Nebenrolle.

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TESTE DEIN WISSEN

Erläutere den Begriff der Salutogenese / das salutogenetische Modell nach Antonovsky.

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TESTE DEIN WISSEN

Die relevante Frage ist nach Antonovsky nicht, was Menschen krank macht, sondern was sie trotz Risiken und Belastungen gesund hält


Im salutogenetischen Modell werden Gesundheit und Krankheit als die zwei Pole eines Kontinuums konzipiert, auf dem Menschen ständig die Position wechseln. In welche Richtung sich ein Mensch bewegt, hängt dabei von Qualität und Anzahl seiner Risiko- und Schutzfaktoren ab.

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TESTE DEIN WISSEN

Erläutere den Setting-Ansatz in der Gesundheitsförderung. 


Nenne Beispiele für Settings!

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TESTE DEIN WISSEN

Der Settingansatz fokussiert die Lebens- welt der Menschen und damit die Rahmenbedingungen, unter denen Menschen leben, lernen, konsumieren.

 

Dieser Ansatz erlaubt es, kleinräumige Strategien passgenau für das jeweilige soziale System in seinem Sozialraum zu entwickeln.


Beispiele: eine formale Organisation (z.B. Betrieb, Schule), regionale Situation (z.B, Kommune, Stadtteil, Quartier), gleiche Lebenslage (z. B. Rentner/Rentnerinnen), gemeinsame Werte und Präferenzen (z.B. Religion, sexuelle Orientierung) bzw. eine Kombination dieser Merkmale 


--> gesundheitsfördernde Schulen, Krankenhäuser, Städte, etc.

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TESTE DEIN WISSEN

Erläutere den Begriff "Empowerment" in der Gesundheitsförderung.

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TESTE DEIN WISSEN

(ressourcenorientierte) Interventionen zur Erhöhung von Selbstbestimmung und Autonomie

​​

Entdeckung der eigenen Stärken


​​​​​

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TESTE DEIN WISSEN

Was versteht man in der Gesundheitsförderung unter Partizipation?

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TESTE DEIN WISSEN

Beteiligung der Zielgruppen an den Schritten des gesundheitspolitischen Aktionszyklus

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TESTE DEIN WISSEN

Erläutere das Konzept der Intersektoralität in der Gesundheitsförderung.

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TESTE DEIN WISSEN

Gesundheitsförderung als Aufgabe aller Politikbereiche (Gesundheitsförderung wird als Querschnittsaufgabe gefasst)

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TESTE DEIN WISSEN

Benenne & erläutere relevante epidemiologische Daten und Register.

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TESTE DEIN WISSEN

Im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung (GBE) wird bereits regulär eine Vielzahl an Daten erhoben, die auch für die Forschung zur Verfügung steht. Sie dient der Information der Öffentlichkeit und stellt gesundheitsrelevante Aspekte mit Bevölkerungs- oder regionalem Bezug dar. Die GBE des Bundes deckt alle Bereiche des Gesund- heitswesens ab, z. B. Gesundheitsverhalten und Gesundheitsgefährdungen, Leistungen und Inanspruchnahme des Gesundheitswesens sowie Gesundheitsausgaben, -kosten und Finanzierung des Gesundheitswesens. 


Wichtige Datenquellen auf Bundesebene sind Gesundheitssurveys, epidemiologische Studien, Registerdaten, amtliche Statistiken, Routinedaten und Datenbanken.


Die Gesundheitssurveys des Robert Koch-Instituts stellen umfassende Informationen zum Gesundheitszustand, Gesundheitsverhalten und zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in Deutschland bereit.


Registerdaten: Systematisch gewonnene Informationen zu bestimmten Erkrankungen stehen auch aus epidemiologischen Registern zur Verfügung. Diese sind darauf ausgerichtet, alle Erkrankungsfälle in einer Population zu erfassen, um auf dieser Basis Aussagen zu Inzidenz, Prävalenz und Verlauf (Überlebenszeiten, Letalität/Mortalität) der Krankheiten zu generieren sowie epidemiologische Zusammenhänge auf- zudecken.


Routinedaten: Unter diesem Oberbegriff werden alle personenbezogenen, primär zu Verwaltungszwecken routinemäßig erhobenen Daten des Gesundheits- und Sozialwesens zusammengefasst. Vor allem Abrechnungsdaten der (gesetzlichen) Krankenkassen enthalten eine Vielzahl personenbezogener Informa- tionen aus allen Leistungsbereichen der gesundheitlichen Versorgung inklusive Rehabilitation und Pflege. Diese ermöglichen Analysen der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen. 


Zu den amtlichen Datenquellen, die für die GBE des Bundes genutzt werden, gehören z. B. der Mikrozensus, die Krankenhausstatistik und die Todesursachenstatistik.


In den Mikrozensus wird jährlich 1 % der Bevölkerung einbezogen, um repräsentative Angaben über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt zu erheben.


Die Krankenhausstatistik erfasst unter anderem Daten aller Patientinnen und Patienten, die im Laufe eines Jahres in Krankenhäusern oder Vorsorge- bzw. Rehabilitationseinrichtungen (mit mehr als 100 Betten) vollstationär behandelt wurden.


Bei der Todesursachenstatistik handelt es sich um eine jährliche Vollerhebung aller Verstorbenen nach der Todesursache, die als ursächlich für den Tod anzunehmen ist. Sie ist Grundlage für die Ermittlung wichtiger gesund- heitsbezogener Kennzahlen wie Sterbeziffern, verlorene Lebensjahre und vermeidbare Sterbefälle.


internationale Datenbanken: Hier sind insbesondere die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) und das Statistische Amt der europäischen Gemeinschaften (Eurostat) zu nennen.

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Q:

Benenne verschiedene Präventionsansätze. 

A:

Es werden primär-, sekundär- und tertiärpräventive Ansätze unterschieden, verhaltens- und verhältnispräventive Ansätze sowie universelle, selektive und indizierte Ansätze.




Q:

Erläutere das Präventionsparadoxon.

A:

Hochrisikostrategien lassen sich idR oft einfach zuschneiden und umsetzen, da die Zielgruppe meist relativ homogen ist und sich die Maßnahmen einfach in ein bestehendes Versorgungssystem integrieren lassen. Auf der Negativseite sind dafür allerdings Labelingeffekte (Stigmatisierung)  in Kauf zu nehmen.


Um allerdings die gesellschaftliche Last einer Krankheit ("burden of disease") durch eine Strategie in relevantem Ausmaß zu verringern, muss eine sehr große Anzahl Personen eine Präventionsmaßnahme erfolgreich umsetzen. 


Eine Hochrisikogruppe ist in absoluten Zahlen gesehen klein. Daher kann eine Präventionsmaßnahme, die sich an Personen mit mittlerem Risiko richtet, erfolgreicher sein, da die Zielgruppe mehr Krankheitsfälle generiert und damit mehr Krankheits- und Todesfälle durch die Maßnahme verhindert werden können.

Q:

Verhaltens- vs. Verhältnisprävention


Nenne Beispiele!

A:

Verhaltensprävention versucht, individuelles (Risiko-)Verhalten wie Rauchen oder Bewegungsarmut zu beeinflussen oder Personen zu motivieren, medizinische Interventionen wie Impfungen oder Früherkennungsverfahren in Anspruch zu nehmen.


Beispiele: Kampagnen zur Teilnahme an Masern- oder Grippeimpfungen, Infor- mationsvorträge über gesunde Ernährung und physische Aktivität, schulische Inter- ventionsprogramme, die vor dem Einstieg in den Konsum von Tabak, Alkohol oder illegalen Drogen schützen sollen



Verhältnispräventiven Maßnahmen geht es dagegen darum, die ökologischen, sozialen, ökonomischen oder kulturellen Umweltbedingungen zu ändern, die zur Entstehung und Entwicklung von Krankheiten führen, diese ermöglichen oder begünstigen.  


Beispiele: gesetzliche Verbote gesundheitsschädlicher Baustoffe wie Asbest, Abgasnormen für Fahrzeuge, ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen, die Einführung einer Salatbar in der Cafeteria eines Betriebes, aber unter Umständen auch die Flexibilisierung von Arbeitszeiten 

Q:

Bennene unterschiedliche Methoden der Prävention und jeweils Beispiele.

A:

psychoedukative Ansätze: Förderung der individuellen Motivation und Kompetenz, Aufbau von gesundheitsförderlichem Verhalten (v.a. in der Verhaltensprävention)


Beispiele:

-> Information / Aufklärung (z.B. Kampagnen über die Gefahr von Bewegungsarmut, Arzt-Patienten-Gepräch)

-> Beratungen (z.B. Suchtberatung)

-> Verhaltens- und Selbstmanagementtrainings



normativ-regulatorische Ansätze: Umsetzung präventiver Ziele durch Gesetze, Verbote, Regeln und dadurch Veränderung von sowohl individuellem Verhalten als auch Umweltbedingungen


Beispiele: Rauchverbote in öffentlichen Umgebungen, Verbot der Mobiltelefonnutzung ohne Freisprechanlage für Autofahrer, Lebensmittelvorschriften, etc.


ökonomisch-marktbezogene Ansätze: Veränderung des individuellen Verhaltens oder der Umweltbedingungen durch Sanktionen und Anreize


Beispiele: Erhöhung der Tabaksteuer (Rauchen wird zu teuer), Bonushefte / Ermäßigungen der Krankenkassen bei Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen

Q:

Erläutere das Prinzip SMARTEr Ziele.

A:

SMARTE Ziele sind erreichbar – es muss nicht immer die Maximallösung sein.


Die Erreichung eines SMARTEn Ziels muss (durch Sie oder die Adressaten) überprüfbar sein.


S = spezifisch

M = messbar

A = aktionsorientiert

R = realistisch

T = terminiert



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Q:

Erläutere den Unterschied zwischen Prävention und Gesundheitsförderung.

A:

Die Prävention steht in enger Verbindung zu Medizin und Epidemiologie. Ihr Ziel ist v.a. die Verhinderung von Krankheiten.


Die Gesundheitsförderung hingegen beschäftigt sich mit Lebenswelten / sozialen Systemen, in denen Menschen Leben, und versucht, diese im Sinne der Gesundheit zu verbessern. Die Medizin spielt eher eine Nebenrolle.

Q:

Erläutere den Begriff der Salutogenese / das salutogenetische Modell nach Antonovsky.

A:

Die relevante Frage ist nach Antonovsky nicht, was Menschen krank macht, sondern was sie trotz Risiken und Belastungen gesund hält


Im salutogenetischen Modell werden Gesundheit und Krankheit als die zwei Pole eines Kontinuums konzipiert, auf dem Menschen ständig die Position wechseln. In welche Richtung sich ein Mensch bewegt, hängt dabei von Qualität und Anzahl seiner Risiko- und Schutzfaktoren ab.

Q:

Erläutere den Setting-Ansatz in der Gesundheitsförderung. 


Nenne Beispiele für Settings!

A:

Der Settingansatz fokussiert die Lebens- welt der Menschen und damit die Rahmenbedingungen, unter denen Menschen leben, lernen, konsumieren.

 

Dieser Ansatz erlaubt es, kleinräumige Strategien passgenau für das jeweilige soziale System in seinem Sozialraum zu entwickeln.


Beispiele: eine formale Organisation (z.B. Betrieb, Schule), regionale Situation (z.B, Kommune, Stadtteil, Quartier), gleiche Lebenslage (z. B. Rentner/Rentnerinnen), gemeinsame Werte und Präferenzen (z.B. Religion, sexuelle Orientierung) bzw. eine Kombination dieser Merkmale 


--> gesundheitsfördernde Schulen, Krankenhäuser, Städte, etc.

Q:

Erläutere den Begriff "Empowerment" in der Gesundheitsförderung.

A:

(ressourcenorientierte) Interventionen zur Erhöhung von Selbstbestimmung und Autonomie

​​

Entdeckung der eigenen Stärken


​​​​​

Q:

Was versteht man in der Gesundheitsförderung unter Partizipation?

A:

Beteiligung der Zielgruppen an den Schritten des gesundheitspolitischen Aktionszyklus

Q:

Erläutere das Konzept der Intersektoralität in der Gesundheitsförderung.

A:

Gesundheitsförderung als Aufgabe aller Politikbereiche (Gesundheitsförderung wird als Querschnittsaufgabe gefasst)

Q:

Benenne & erläutere relevante epidemiologische Daten und Register.

A:

Im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung (GBE) wird bereits regulär eine Vielzahl an Daten erhoben, die auch für die Forschung zur Verfügung steht. Sie dient der Information der Öffentlichkeit und stellt gesundheitsrelevante Aspekte mit Bevölkerungs- oder regionalem Bezug dar. Die GBE des Bundes deckt alle Bereiche des Gesund- heitswesens ab, z. B. Gesundheitsverhalten und Gesundheitsgefährdungen, Leistungen und Inanspruchnahme des Gesundheitswesens sowie Gesundheitsausgaben, -kosten und Finanzierung des Gesundheitswesens. 


Wichtige Datenquellen auf Bundesebene sind Gesundheitssurveys, epidemiologische Studien, Registerdaten, amtliche Statistiken, Routinedaten und Datenbanken.


Die Gesundheitssurveys des Robert Koch-Instituts stellen umfassende Informationen zum Gesundheitszustand, Gesundheitsverhalten und zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in Deutschland bereit.


Registerdaten: Systematisch gewonnene Informationen zu bestimmten Erkrankungen stehen auch aus epidemiologischen Registern zur Verfügung. Diese sind darauf ausgerichtet, alle Erkrankungsfälle in einer Population zu erfassen, um auf dieser Basis Aussagen zu Inzidenz, Prävalenz und Verlauf (Überlebenszeiten, Letalität/Mortalität) der Krankheiten zu generieren sowie epidemiologische Zusammenhänge auf- zudecken.


Routinedaten: Unter diesem Oberbegriff werden alle personenbezogenen, primär zu Verwaltungszwecken routinemäßig erhobenen Daten des Gesundheits- und Sozialwesens zusammengefasst. Vor allem Abrechnungsdaten der (gesetzlichen) Krankenkassen enthalten eine Vielzahl personenbezogener Informa- tionen aus allen Leistungsbereichen der gesundheitlichen Versorgung inklusive Rehabilitation und Pflege. Diese ermöglichen Analysen der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen. 


Zu den amtlichen Datenquellen, die für die GBE des Bundes genutzt werden, gehören z. B. der Mikrozensus, die Krankenhausstatistik und die Todesursachenstatistik.


In den Mikrozensus wird jährlich 1 % der Bevölkerung einbezogen, um repräsentative Angaben über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt zu erheben.


Die Krankenhausstatistik erfasst unter anderem Daten aller Patientinnen und Patienten, die im Laufe eines Jahres in Krankenhäusern oder Vorsorge- bzw. Rehabilitationseinrichtungen (mit mehr als 100 Betten) vollstationär behandelt wurden.


Bei der Todesursachenstatistik handelt es sich um eine jährliche Vollerhebung aller Verstorbenen nach der Todesursache, die als ursächlich für den Tod anzunehmen ist. Sie ist Grundlage für die Ermittlung wichtiger gesund- heitsbezogener Kennzahlen wie Sterbeziffern, verlorene Lebensjahre und vermeidbare Sterbefälle.


internationale Datenbanken: Hier sind insbesondere die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) und das Statistische Amt der europäischen Gemeinschaften (Eurostat) zu nennen.

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