Medizinische Soziologie TB6 at Universität Düsseldorf | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Medizinische Soziologie TB6 an der Universität Düsseldorf

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Medizinische Soziologie TB6 Kurs an der Universität Düsseldorf zu.

TESTE DEIN WISSEN

Epidemiologie - Definition

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Epidemiologie ist „das Studium der Verteilung von Krankheiten [in der Bevölkerung] und der Determinanten dieser Verteilung“.


Deskription: absolute und relative Häufigkeiten nach Krankheitsausprägung, Zeit, Ort und möglichen Einflussfaktoren

Analyse: Welche Determinanten (Risikofaktoren) spielen welche Rolle?

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Definition: Herz-Kreislauf-Erkrankungen (cardiovascular diseases - CVD)

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TESTE DEIN WISSEN

ICD-10 Kapitel IX --> I00 bis I99 (Korona, Zerebrovaskulär, peripher, Lunge)


Beispiele:

  • Bluthochdruck
  • Ischämische Herzkrankheiten (Angina Pectoris, Myokardinfarkt et al.)
  • Herzinsuffizienz
  • Schlaganfall (Zerebrovaskuläre Erkrankungen)
  • pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit)
  • Rheumatische Herzerkrankungen
  • Kardiomyopathien
  • Lungenembolie
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Zeit/Trend: Mortalität von CVDs während Corona

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Aus Studien geht hervor, dass die kardiovaskuläre und die kardiale Mortalität während der Corona-Pandemie angestiegen sind entgegen des Trends, jedoch weniger Patienten im Krankenhaus waren 


Mögliche Erklärung: In der Pandemie haben sich die Leute nicht ins Krankenhaus getraut und haben dann z.B. den Herzinfarkt zu Hause bekommen --> gefährlicher

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Sozialer Gradient der CVDs

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CVDs sind sozial stark ungleich verteilt

Die Risiken steigen durchgängig mit sinkender Bildung, Einkommen und beruflicher Position.

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Kreislauferkrankungen sind sogenannte Zivilisationskrankheiten - Was heißt das?

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„…zusammenfassende Bezeichnung für Gesundheitsstörungen und Krankheitszustände, bei denen materielle wie ideelle Einflüsse der Zivilisation auf den Menschen von auslösender, Bedeutung sind; die Skala dieser Einflüsse ist weit und reicht von den einfachsten Lebensbedingungen der Wohnung, Kleidung, Ernährung, Hygiene, Beleuchtung über die Arbeits- und Lebensgewohnheiten bis zu den
Gegebenheiten des Zusammenlebens der Menschen und den nachteiligen Seiten der Technisierung wie unphysiologisch einseitige Belastung, ungenügende Abhärtung, Lärmeinfluss, Luftverunreinigung, Genussmittelmissbrauch, abnorme Betriebsamkeit des modernen Erwerbslebens, Unsicherheit, Existenzangst."

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Aktuell: Zentrale Risikofaktoren nach World Heart Federation

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Nicht-modifizierbare Risikofaktoren (hier kann man in Prävention und Therapie nicht viel machen):

  • Alter
  • Geschlecht
  • Vererbte Prädisposition
  • Ethnische Gruppe

Modifizierbare Risikofaktoren (hier kann man in der Klinik mit Prävention und Therapie ansetzen):

  • Tabakkonsum
  • Cholesterin
  • HDL-Cholesterin
  • Triglyceride
  • Lipoproteine
  • Hypertonie
  • Diabetes
  • Übergewicht
  • hoher Konsum von gesättigtem Fett
  • physische Inaktivität
  • starker Alkoholkonsum
  • Medikamente: z.B: Pille, Hormonersatztherapie
  • Linksventrikuläre Hypertrophie
  • Stress
  • Armut
  • Umweltschadstoffe
  • Soziale Isolation
  • Angst
  • Depression
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Risikofaktoren bewerten

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  • Biologische Plausibilität: Biologie (Pathologie) & biopsychosoziale Kausalbeziehungen (Ätiologie)
  • Präzise Definition der Exposition und valide Messung (Diagnose)
  • Effektstärken nach verschiedenen Ausprägungen der Exposition (z.B. Dauer der Einwirkung, Dosis, Expositionsweg, Modifikatoren) aus möglichst vielen Studien
  • Bedeutung in der Bevölkerung: Prävalenz und Inzidenz der Risikofaktoren im Trend
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Rauchen: Pathologie (Beispiele)

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TESTE DEIN WISSEN
  • Nikotin > Katecholamine > erhöhte Pulsfrequenz und Blutdruckerhöhung
  • Kohlenstoffmonoxid (CO) > Bindet an Hämoglobin > verringerte Sauerstoffaufnahme > Ischämieneigung
  • Oxidanzien > Oxidativer Stress > Inflammation oder Lipidanomalien etc. > Atherosklerose und Thromboseneigung
  • Lungengängige Feinstäube (PM) > Inflammation > Atherosklerose
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Tabakkonsum: Effektstärken

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Das Risiko an CVDs zu erkranken verdoppelt sich bei Rauchern

Wie oft und wie viel man rauchen muss ist eher unklar --> aber generell hat rauchen immer einen negativen Effekt

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Screenings und Risikoscores - Screening bei wem?

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Screening ja:

  • Patienten, die eine erhöhtes Risiko für KHK haben --> z.B. Typ-1 oder-2 Diabetes oder manifestierte Adipositas oder familiäre Hypercholesterinämie
  • Personen oberhalb der Altersgrenzen, bei denen bislang kein Screening durchgeführt wurde (Altersgrenzen: männlich >40 und weiblich > 50)

Screening nein:

  • Personen unterhalb der Altersgrenzen ohne Anzeichen für Risikofaktoren
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Empfehlungen der ESC zum Vorgehen bei mittlerem Risiko oder Nähe zu Grenzwerten (SCORE)

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Bestimmung weiterer Risikofaktoren

  • Familiengeschichte
  • Psychosozialen Faktoren: soziale Schicht, (Arbeits-)Stress, psychische Erkrankungen (insb. Depression)
  • Komorbiditäten (Diabetes, Nierenerkrankung)

Bestimmung präklinischer Marker

  • Koronarkalk (CT)
  • Carotiden-Ultraschall (Plaques)
  • Arterial stiffness
  • Ankle-brachial index
  • EKG
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Was bedeutet es, wenn in der Epidemiologie von einem >>notwendigen<< Risikofaktor für eine Erkrankung gesprochen wird

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Ohne das Vorliegen dieses Risikofaktors kann die Erkrankung nicht auftreten

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Medizinische Soziologie TB6 Kurs an der Universität Düsseldorf - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Epidemiologie - Definition

A:

Epidemiologie ist „das Studium der Verteilung von Krankheiten [in der Bevölkerung] und der Determinanten dieser Verteilung“.


Deskription: absolute und relative Häufigkeiten nach Krankheitsausprägung, Zeit, Ort und möglichen Einflussfaktoren

Analyse: Welche Determinanten (Risikofaktoren) spielen welche Rolle?

Q:

Definition: Herz-Kreislauf-Erkrankungen (cardiovascular diseases - CVD)

A:

ICD-10 Kapitel IX --> I00 bis I99 (Korona, Zerebrovaskulär, peripher, Lunge)


Beispiele:

  • Bluthochdruck
  • Ischämische Herzkrankheiten (Angina Pectoris, Myokardinfarkt et al.)
  • Herzinsuffizienz
  • Schlaganfall (Zerebrovaskuläre Erkrankungen)
  • pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit)
  • Rheumatische Herzerkrankungen
  • Kardiomyopathien
  • Lungenembolie
Q:

Zeit/Trend: Mortalität von CVDs während Corona

A:

Aus Studien geht hervor, dass die kardiovaskuläre und die kardiale Mortalität während der Corona-Pandemie angestiegen sind entgegen des Trends, jedoch weniger Patienten im Krankenhaus waren 


Mögliche Erklärung: In der Pandemie haben sich die Leute nicht ins Krankenhaus getraut und haben dann z.B. den Herzinfarkt zu Hause bekommen --> gefährlicher

Q:

Sozialer Gradient der CVDs

A:

CVDs sind sozial stark ungleich verteilt

Die Risiken steigen durchgängig mit sinkender Bildung, Einkommen und beruflicher Position.

Q:

Kreislauferkrankungen sind sogenannte Zivilisationskrankheiten - Was heißt das?

A:

„…zusammenfassende Bezeichnung für Gesundheitsstörungen und Krankheitszustände, bei denen materielle wie ideelle Einflüsse der Zivilisation auf den Menschen von auslösender, Bedeutung sind; die Skala dieser Einflüsse ist weit und reicht von den einfachsten Lebensbedingungen der Wohnung, Kleidung, Ernährung, Hygiene, Beleuchtung über die Arbeits- und Lebensgewohnheiten bis zu den
Gegebenheiten des Zusammenlebens der Menschen und den nachteiligen Seiten der Technisierung wie unphysiologisch einseitige Belastung, ungenügende Abhärtung, Lärmeinfluss, Luftverunreinigung, Genussmittelmissbrauch, abnorme Betriebsamkeit des modernen Erwerbslebens, Unsicherheit, Existenzangst."

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Q:

Aktuell: Zentrale Risikofaktoren nach World Heart Federation

A:

Nicht-modifizierbare Risikofaktoren (hier kann man in Prävention und Therapie nicht viel machen):

  • Alter
  • Geschlecht
  • Vererbte Prädisposition
  • Ethnische Gruppe

Modifizierbare Risikofaktoren (hier kann man in der Klinik mit Prävention und Therapie ansetzen):

  • Tabakkonsum
  • Cholesterin
  • HDL-Cholesterin
  • Triglyceride
  • Lipoproteine
  • Hypertonie
  • Diabetes
  • Übergewicht
  • hoher Konsum von gesättigtem Fett
  • physische Inaktivität
  • starker Alkoholkonsum
  • Medikamente: z.B: Pille, Hormonersatztherapie
  • Linksventrikuläre Hypertrophie
  • Stress
  • Armut
  • Umweltschadstoffe
  • Soziale Isolation
  • Angst
  • Depression
Q:

Risikofaktoren bewerten

A:
  • Biologische Plausibilität: Biologie (Pathologie) & biopsychosoziale Kausalbeziehungen (Ätiologie)
  • Präzise Definition der Exposition und valide Messung (Diagnose)
  • Effektstärken nach verschiedenen Ausprägungen der Exposition (z.B. Dauer der Einwirkung, Dosis, Expositionsweg, Modifikatoren) aus möglichst vielen Studien
  • Bedeutung in der Bevölkerung: Prävalenz und Inzidenz der Risikofaktoren im Trend
Q:

Rauchen: Pathologie (Beispiele)

A:
  • Nikotin > Katecholamine > erhöhte Pulsfrequenz und Blutdruckerhöhung
  • Kohlenstoffmonoxid (CO) > Bindet an Hämoglobin > verringerte Sauerstoffaufnahme > Ischämieneigung
  • Oxidanzien > Oxidativer Stress > Inflammation oder Lipidanomalien etc. > Atherosklerose und Thromboseneigung
  • Lungengängige Feinstäube (PM) > Inflammation > Atherosklerose
Q:

Tabakkonsum: Effektstärken

A:

Das Risiko an CVDs zu erkranken verdoppelt sich bei Rauchern

Wie oft und wie viel man rauchen muss ist eher unklar --> aber generell hat rauchen immer einen negativen Effekt

Q:

Screenings und Risikoscores - Screening bei wem?

A:

Screening ja:

  • Patienten, die eine erhöhtes Risiko für KHK haben --> z.B. Typ-1 oder-2 Diabetes oder manifestierte Adipositas oder familiäre Hypercholesterinämie
  • Personen oberhalb der Altersgrenzen, bei denen bislang kein Screening durchgeführt wurde (Altersgrenzen: männlich >40 und weiblich > 50)

Screening nein:

  • Personen unterhalb der Altersgrenzen ohne Anzeichen für Risikofaktoren
Q:

Empfehlungen der ESC zum Vorgehen bei mittlerem Risiko oder Nähe zu Grenzwerten (SCORE)

A:

Bestimmung weiterer Risikofaktoren

  • Familiengeschichte
  • Psychosozialen Faktoren: soziale Schicht, (Arbeits-)Stress, psychische Erkrankungen (insb. Depression)
  • Komorbiditäten (Diabetes, Nierenerkrankung)

Bestimmung präklinischer Marker

  • Koronarkalk (CT)
  • Carotiden-Ultraschall (Plaques)
  • Arterial stiffness
  • Ankle-brachial index
  • EKG
Q:

Was bedeutet es, wenn in der Epidemiologie von einem >>notwendigen<< Risikofaktor für eine Erkrankung gesprochen wird

A:

Ohne das Vorliegen dieses Risikofaktors kann die Erkrankung nicht auftreten

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