Medizinische Psychologie TB6 at Universität Düsseldorf | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Medizinische Psychologie TB6 an der Universität Düsseldorf

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TESTE DEIN WISSEN

Theorien: Allgemeines Adaptationssyndrom (AAS) nach Hans Selye

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TESTE DEIN WISSEN

Was passiert, wenn der Stress andauert - chronischer Stress?


Hans Seele konnte durch Tierversuche 3 Phasen des chronischen Stress erarbeiten:

  1. Alarmreaktion: Akute Stressreaktion
    • Erweiterung der Nebennierenrinde
    • Steigerung der Stresshormonspiegel
    • Keine langfristigen Schädigungen oder Nebenwirkungen --> Veränderungen bilden sich schnell wieder zurück
  2. Widerstand
    • Schrumpfung der Nebennierenrinde
    • Gleichbleibende Hormonspiegel
    • Erhöhte physiologische Erregung
    • Erhöhte Stressanfälligkeit (man ist z.B. schneller gereizt)
    • Ab hier haben Veränderungen das Potential langfristig schädigend zu sein
  3. Erschöpfung
    • Erniedrigte Konzentration adaptiver Hormone
    • Erhöhte Infektanfälligkeit
    • Erst in der Erholungsphase nach der Stressphase kommt es vermehrt zur Erschöpfung, Infektionen...
    • Kann langfristige Nachteile und Schäden nach sich ziehen
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TESTE DEIN WISSEN

Theorien: Transaktionales Stressmodell nach Richard Lazarus

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TESTE DEIN WISSEN

Warum reagieren Menschen unterschiedlich auf objektiv ähnliche Situationen? - Entscheidend für das Auslösen einer Stressreaktion ist die subjektive Bewertung der Situation der betroffenen Person (“cognitive appraisal”)


  1. Primäre Bewertung(Primary Appraisal): Einschätzung der Situation (positiv, irrelevant, belastend)
    • Belastung:
      • Schädigung / Verlust
      • Bedrohung --> hohe Stressantwort
      • Herausforderung --> geringere Stressantwort
  2. Sekundäre Bewertung (Secondary Appraisal): Einschätzung eigener Bewältigungs-Ressourcen ("Bin ich in der Lage mit der Situation umzugehen?")
  3. Tertiäre Bewertung (Reappraisal): Neubewertung der initialen Stressreaktion
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Theorien: Psycho-endokrine Stresstheorie nach Henry

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TESTE DEIN WISSEN
Henry konnte die physiologischen Stressprozesse und die emotionalen/psychologischen Komponenten des Stress miteinander verbinden


Jede Stressreaktion ist demnach mit einer emotionalen Reaktion verbunden bzw. die beiden Reaktionen sind unmittelbar miteinander gekoppelt:

  • Ärger: Fluchtverhalten (Flight) --> vermehrte Ausschüttung von Adrenalin und Testosteron
  • Angst: Fluchtverhalten (Flight) --> Ausschüttung von Adrenalin
  • Depression: Nicht im klinischen Sinne, sondern als bedrückte, traurige Stimmung und Passivität --> verringerst Testosteron und Fehlregulation des noradrenergen Systems
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Stress und Gehirn: Warum kann man unter akutem Stress nicht klar denken?

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TESTE DEIN WISSEN

Während einer Phase ohne Stress wird unser Denken vom Präfrontalen Kortex reguliert:

  • Testet Realität
  • Aufmerksamkeit und klares Denken
  • Hemmung von unangemessenen Aktionen
  • Regulation von Emotionen
  • Gedanken und Gefühle können an der Realität geprüft werden
  • Wir sind fokussiert und können fokussiert denken


In Stresssituationen nimmt die Aktivität des präfrontalen Kortex ab und wird verlagert in subkortikale Areale v.a. in die Amygdala --> Problemkompetenz und klares Denkvermögen nimmt ab

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Unterschiede: Psychologischer Stress und physiologischer Stress

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TESTE DEIN WISSEN

Physischer Stress → Aktivierung des Hirnstamms; meist nicht mehr anhaltend nach Abklingen des Stressors


Psychischer Stress →Aktivierung des limbischen Systems, deshalb eher mit emotionaler Belastung einhergehend, die über das Andauern des Stressors hinaus andauern kann; deutlich aversiver

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Folgen von chronischem Stress: Magen/Darm

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Schlägt Stress auf den Magen?

Stehen Stress und Gastritis/Ulcus ventriculi/Ulcus duodeni im kausalen Zusammenhang?

Häufigste Ursache für diese Erkrankungen ist eine bakterielle Infektion mit dem Helicobacter pylori --> Chronischer Stress ist also nicht häufig die Ursache, jedoch ist es ein vermittelnder Faktor, weil es dem Helicobacter Pylori ein ideales Milieu bietet:

  • Durch die Herabsetzung der Durchblutung der MD-Schleimhaut und der MD-Motilität bleibt der Mageninhalt länger im MDT und es kommt zur Abnahme der Faktoren, die die Schleimhäute schützen
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Folgen von chronischem Stress: Gehirn

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Hippocampus: Neubildung deklarativer Gedächtnisinhalte


Stress reduziert die Proliferation hippocampaler Neurone im Rattengehirn besonders wirksam ist dabei psychosozialer Stress (bei Menschen ähnlich)


Signifikante Reduktion des Hippocampus-Volumen bei hohem Cortisolspiegel


Ein erhöhter Cortisolspiegel führt also zur hippocampalen Degeneration und die hippocampale Degeneration führt zur verminderten Inhibtion der Cortisol-Ausschüttung, wodurch die chronische Stressreaktion also erhalten bleibt

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Folgen von chronischem Stress: Immunsystem

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Akuter Stress: Erhöhte Immunfunktion


Chronischer Stress: Verminderte Antikörperproduktion und erhöhte allergische und entzündliche Reaktionen --> Chronischer Stress erhöht das Risiko für Infektionen

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Die soziale Dimension von Stress – Beispiel COVID-19

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Risiko eines Krankenhausaufenthalts:

  • Arbeitslosengeld II Empfänger*innen: um 84 Prozent erhöhtes Risiko
  • Arbeitslosengeld I Empfänger*innen: um 17,5 Prozent erhöhtes Risiko


Mögliche Erklärung: Chronischer Stress erhöht die Infektanfälligkeit --> Empfänger von Arbeitslosigkeit haben ein erhöhtes Stresslevel uns sind somit vulnerabler gegenüber der Erkrankung

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Folgen von akutem Stress: Herz

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Broken-Heart-Syndrom (Stresskardiomyopathie, Tako-Tsubo-Kardiomyopathie)


Veränderung der Herzkammer unter chronischem Stress --> Herzkammer nimmt die Form einer Okopus-Falle (Takt-Tsubo) an.


Präferenz: ?

Mortalität: 3,2%

Komplikationen: 19% --> v.a. Thrombusbildung


V.a. Frauen in der Postmenopause betroffen

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2 Arten des Stress-Coping

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Problemorientieres Coping:

  • Veränderung des Stressors
  • Nützlich bei kontrollierbaren Stressoren

Emotionsorientiertes Coping:

  • Veränderung des Umgangs mit dem Stressor
  • Nützlich bei unkontrollierbaren Stressoren
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Physiologische Prozesse bei akutem Stress

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TESTE DEIN WISSEN

↑ Glukose-Ausschüttung der Leber

↑ Blutdruck

↑ Herzfrequenz

Erweiterte Bronchien

Erweiterte Pupillen

Vasokonstriktion der Haut, des viszeralen System und des Gehirns

↑ analer und urinaler Schließmuskel

↓ Peristaltik Verdauungstrakt

↓ Sekretion von Verdauungssäften


Diese Prozesse laufen immer ab, egal ob psychischer oder physischer Stress

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Medizinische Psychologie TB6 Kurs an der Universität Düsseldorf - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Theorien: Allgemeines Adaptationssyndrom (AAS) nach Hans Selye

A:

Was passiert, wenn der Stress andauert - chronischer Stress?


Hans Seele konnte durch Tierversuche 3 Phasen des chronischen Stress erarbeiten:

  1. Alarmreaktion: Akute Stressreaktion
    • Erweiterung der Nebennierenrinde
    • Steigerung der Stresshormonspiegel
    • Keine langfristigen Schädigungen oder Nebenwirkungen --> Veränderungen bilden sich schnell wieder zurück
  2. Widerstand
    • Schrumpfung der Nebennierenrinde
    • Gleichbleibende Hormonspiegel
    • Erhöhte physiologische Erregung
    • Erhöhte Stressanfälligkeit (man ist z.B. schneller gereizt)
    • Ab hier haben Veränderungen das Potential langfristig schädigend zu sein
  3. Erschöpfung
    • Erniedrigte Konzentration adaptiver Hormone
    • Erhöhte Infektanfälligkeit
    • Erst in der Erholungsphase nach der Stressphase kommt es vermehrt zur Erschöpfung, Infektionen...
    • Kann langfristige Nachteile und Schäden nach sich ziehen
Q:

Theorien: Transaktionales Stressmodell nach Richard Lazarus

A:

Warum reagieren Menschen unterschiedlich auf objektiv ähnliche Situationen? - Entscheidend für das Auslösen einer Stressreaktion ist die subjektive Bewertung der Situation der betroffenen Person (“cognitive appraisal”)


  1. Primäre Bewertung(Primary Appraisal): Einschätzung der Situation (positiv, irrelevant, belastend)
    • Belastung:
      • Schädigung / Verlust
      • Bedrohung --> hohe Stressantwort
      • Herausforderung --> geringere Stressantwort
  2. Sekundäre Bewertung (Secondary Appraisal): Einschätzung eigener Bewältigungs-Ressourcen ("Bin ich in der Lage mit der Situation umzugehen?")
  3. Tertiäre Bewertung (Reappraisal): Neubewertung der initialen Stressreaktion
Q:

Theorien: Psycho-endokrine Stresstheorie nach Henry

A:
Henry konnte die physiologischen Stressprozesse und die emotionalen/psychologischen Komponenten des Stress miteinander verbinden


Jede Stressreaktion ist demnach mit einer emotionalen Reaktion verbunden bzw. die beiden Reaktionen sind unmittelbar miteinander gekoppelt:

  • Ärger: Fluchtverhalten (Flight) --> vermehrte Ausschüttung von Adrenalin und Testosteron
  • Angst: Fluchtverhalten (Flight) --> Ausschüttung von Adrenalin
  • Depression: Nicht im klinischen Sinne, sondern als bedrückte, traurige Stimmung und Passivität --> verringerst Testosteron und Fehlregulation des noradrenergen Systems
Q:

Stress und Gehirn: Warum kann man unter akutem Stress nicht klar denken?

A:

Während einer Phase ohne Stress wird unser Denken vom Präfrontalen Kortex reguliert:

  • Testet Realität
  • Aufmerksamkeit und klares Denken
  • Hemmung von unangemessenen Aktionen
  • Regulation von Emotionen
  • Gedanken und Gefühle können an der Realität geprüft werden
  • Wir sind fokussiert und können fokussiert denken


In Stresssituationen nimmt die Aktivität des präfrontalen Kortex ab und wird verlagert in subkortikale Areale v.a. in die Amygdala --> Problemkompetenz und klares Denkvermögen nimmt ab

Q:

Unterschiede: Psychologischer Stress und physiologischer Stress

A:

Physischer Stress → Aktivierung des Hirnstamms; meist nicht mehr anhaltend nach Abklingen des Stressors


Psychischer Stress →Aktivierung des limbischen Systems, deshalb eher mit emotionaler Belastung einhergehend, die über das Andauern des Stressors hinaus andauern kann; deutlich aversiver

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Q:

Folgen von chronischem Stress: Magen/Darm

A:

Schlägt Stress auf den Magen?

Stehen Stress und Gastritis/Ulcus ventriculi/Ulcus duodeni im kausalen Zusammenhang?

Häufigste Ursache für diese Erkrankungen ist eine bakterielle Infektion mit dem Helicobacter pylori --> Chronischer Stress ist also nicht häufig die Ursache, jedoch ist es ein vermittelnder Faktor, weil es dem Helicobacter Pylori ein ideales Milieu bietet:

  • Durch die Herabsetzung der Durchblutung der MD-Schleimhaut und der MD-Motilität bleibt der Mageninhalt länger im MDT und es kommt zur Abnahme der Faktoren, die die Schleimhäute schützen
Q:

Folgen von chronischem Stress: Gehirn

A:

Hippocampus: Neubildung deklarativer Gedächtnisinhalte


Stress reduziert die Proliferation hippocampaler Neurone im Rattengehirn besonders wirksam ist dabei psychosozialer Stress (bei Menschen ähnlich)


Signifikante Reduktion des Hippocampus-Volumen bei hohem Cortisolspiegel


Ein erhöhter Cortisolspiegel führt also zur hippocampalen Degeneration und die hippocampale Degeneration führt zur verminderten Inhibtion der Cortisol-Ausschüttung, wodurch die chronische Stressreaktion also erhalten bleibt

Q:

Folgen von chronischem Stress: Immunsystem

A:

Akuter Stress: Erhöhte Immunfunktion


Chronischer Stress: Verminderte Antikörperproduktion und erhöhte allergische und entzündliche Reaktionen --> Chronischer Stress erhöht das Risiko für Infektionen

Q:

Die soziale Dimension von Stress – Beispiel COVID-19

A:

Risiko eines Krankenhausaufenthalts:

  • Arbeitslosengeld II Empfänger*innen: um 84 Prozent erhöhtes Risiko
  • Arbeitslosengeld I Empfänger*innen: um 17,5 Prozent erhöhtes Risiko


Mögliche Erklärung: Chronischer Stress erhöht die Infektanfälligkeit --> Empfänger von Arbeitslosigkeit haben ein erhöhtes Stresslevel uns sind somit vulnerabler gegenüber der Erkrankung

Q:

Folgen von akutem Stress: Herz

A:

Broken-Heart-Syndrom (Stresskardiomyopathie, Tako-Tsubo-Kardiomyopathie)


Veränderung der Herzkammer unter chronischem Stress --> Herzkammer nimmt die Form einer Okopus-Falle (Takt-Tsubo) an.


Präferenz: ?

Mortalität: 3,2%

Komplikationen: 19% --> v.a. Thrombusbildung


V.a. Frauen in der Postmenopause betroffen

Q:

2 Arten des Stress-Coping

A:

Problemorientieres Coping:

  • Veränderung des Stressors
  • Nützlich bei kontrollierbaren Stressoren

Emotionsorientiertes Coping:

  • Veränderung des Umgangs mit dem Stressor
  • Nützlich bei unkontrollierbaren Stressoren
Q:

Physiologische Prozesse bei akutem Stress

A:

↑ Glukose-Ausschüttung der Leber

↑ Blutdruck

↑ Herzfrequenz

Erweiterte Bronchien

Erweiterte Pupillen

Vasokonstriktion der Haut, des viszeralen System und des Gehirns

↑ analer und urinaler Schließmuskel

↓ Peristaltik Verdauungstrakt

↓ Sekretion von Verdauungssäften


Diese Prozesse laufen immer ab, egal ob psychischer oder physischer Stress

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