Entwicklungspsychologie at Universität Des Saarlandes | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Entwicklungspsychologie an der Universität des Saarlandes

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TESTE DEIN WISSEN

Womit beschäftigt sich die Entwicklungspsychologie?

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TESTE DEIN WISSEN

Ihr Gegenstand ist die Beschreibung und Erklärung sowie die Vorhersage menschlichen Erlebens und Verhaltens unter dem Aspekt der Veränderung über die gesamte Lebensspanne.

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TESTE DEIN WISSEN

Beschreibe, wie Entwicklung als das Konzept der Reifung angesehen wird. Gehe hierbei auch auf die Reifungstheorie ein. Auf welche Probleme stößt man, wenn man diese beim Menschen überprüfen wollen würde?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Biologische Herkunft des Reifungsbegriffs: alle Vorgänge, die spontan aufgrund endogen vorprogrammierter Wachstumsimpulse einsetzen und im Ablauf gesteuert werden 
  • laufen bei allen normalen Mitgliedern einer Art gleichartig ab 
  • von außen auf den Organismus einwirkende Bedingungen haben nur unterstützende aber keine determinierende Rolle
  • Wenn keine katastrophalen Umweltbedingungen den Prozess aufhalten, wird dieser stattfinden und das auch bei jedem Organismus relativ gleich.
  • Reifungstheorie: alles wird durch Reifung ausgebildet.
  • Problem bei der Untersuchung -> Deprivationsstudien
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TESTE DEIN WISSEN

Erkläre kurz das 6-Stufenmodell der moralischen Entwicklung (Kohlberg) und nenne hierzu ein bildhaftes Beispiel, dass man auf dieses Modell beziehen könnte

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TESTE DEIN WISSEN

Stufen der moralische Entwicklung. Immer die zwei aufeinander folgenden gehören zusammen. 


1. Angst vor Strafe

2. eigene Interessen

3. Sozialbeziehungen

4. Übergeordnete Systeme

5. Gesellschaftsvertrag

6. Goldene Regel


Bildhaftes Beispiel: das Heinz Dilemma 

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind Kernannahmen des traditionellen Entwicklungsbegriffes?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Veränderungsreihe mit mehreren Schritten 
  • Ausgangszustand und Endzustand 
  • Endzustand höherwertig als Ausgangszustand 
  • Abfolge der Schritte unumkehrbar (irreversibel) 
  • Kausale Kette: frühere Schritte = Voraussetzung für spätere Schritte 
  • Veränderungen korrelieren mit dem Lebensalter 
  • Veränderungen sind universell (kulturunabhängig)

-> Eine geordnete Transformation, die neue Transformationen erlaubt. Wenn eine Entwicklungsstufe erfolgreich abgeschlossen wurde, kann eine neue angegangen werden.

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TESTE DEIN WISSEN

Welche verschiedenen Arten von Veränderungsreihen gibt es und wie hängen diese mit der Entwicklungspsychologie zusammen?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Phylogenese: Bei vergleichender Forschung interessant (z.B. Kinder vs. Primaten)
  • Anthropogenese: z.B. bei Kulturvergleichender Forschung
  • Ontogenese: Entwicklung des Menschen über die Lebensspanne
  • Aktualgenese: Kurzer Ausschnitt aus dem Verhalten eines Menschen (Viele Allgemein-Psychologische Paradigmen)
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TESTE DEIN WISSEN

Wie lautet die Grundgleichung der traditionellen Entwicklungspsychologie und wie könnte man diese interpretieren?

Welche für Kritik kann man hieran üben?

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TESTE DEIN WISSEN

V = f(A); Verhalten = Funktion des Alters 


-> Verhalten wird hier als Funktion des Alters angenommen


Kritik:

  • Vernachlässigung von individuellen Unterschieden zwischen altersgleichen Personen -> hier wird keine Streuung angenommen
  • Lebensaltersbezogene Entwicklungsreihen suggerieren eine feste Bindung von Veränderungen an das Alter
  • Alter ist keine psychologische Variable (sondern muss mit Faktoren wie Umwelteinflüssen etc. angereichert werden, damit es variabel wird und zur vorhersage genutzt werden kann)
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TESTE DEIN WISSEN

Was kennzeichnet den modernen Entwicklungsbegriff? 

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TESTE DEIN WISSEN

Entwicklung als Veränderung (Abbau/Aufbau) und Stabilität (Stagnation) über die gesamte Lebensspanne. 


Suche nach Erklärungen (wendet sich ab von den rein deskriptiven Beschreibungen. Wendet sich auch ab von der Reifetheorie) für Entwicklungsveränderungen.


Einbeziehung von… 

  • Kulturabhängigen und interindividuellen Unterschieden 
  • Personenmerkmalen 
  • Umwelteinflüssen 
  • Historischen Einflüssen (z.B. Einführung der Pille und somit Wandel der Moralvorstellungen beim Thema Sexualität)


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TESTE DEIN WISSEN

Erläutere kurz das 4-Stufenmodell der kognitiven Entwicklung (Piaget) 

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TESTE DEIN WISSEN

sehr grobe Unterteilung der Entwicklungsstufen.

  • 0-2J.: Sensomotorisch
  • 2-6J.: Prä-Operational
  • 7-12J.: Konkret-Operational
  • 12-Erwachsen: Formal-Operational
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TESTE DEIN WISSEN

Erkläre kurz das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung (Erikson)

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TESTE DEIN WISSEN
  • Identitätsentwicklung
  • Beschrieb Entwicklungskrisen (jeweils Konflikte pro Altersstufe)
  •  Nimmt Bezug auf Bedürfnisse und bezieht diese auf die Umwelt. 
  • Auch ist wieder die vorherige Stufe Voraussetzung für die nächste
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TESTE DEIN WISSEN

Was kennzeichnet exogenistische Theorien?

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TESTE DEIN WISSEN

Umwelt: aktiv

Individuum: nicht aktiv


  • Behavioristische Ansätze (Watson, Skinner) 
  • Entwicklung ist eine Frage optimaler Umweltbedingungen
  • „Alles kann durch die Umwelt generiert werden“
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TESTE DEIN WISSEN

Wie formen Kinder ihre eigene Entwicklung? (das aktive Kind)

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TESTE DEIN WISSEN

Säuglinge:

  • Präferenz für bestimmte Objekte/Gesichter
  • Gesicht der Mutter wird bevorzugt angeschaut
  • Gegenstände die sich bewegen oder Geräusche machen, werden auch bevorzugt angeschaut

Kleinkinder:

  • Aktives Üben der Sprache
  • Selbstgespräche ab einem Alter von 1-2 Jahren
  • Kontakte knüpfen
  • Trotz-Phase
  • Lernen von gesellschaftliches Regeln

Vorschule&Schule:

  • Aktives Spielen
  • Fantasiespiele
  • Autonomieentwicklung

Jugendalter:

  • Aktives Entscheiden
  • Freiwillige Mitgliedschaft in Vereinen
  • Eigenständige Auswahl von Freunden
  • Identitätsentwicklung


-> Von Anfang an auch Selbstbestimmung vorhanden!

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TESTE DEIN WISSEN

Wie ist der Differenzierungsbegriff zu beurteilen?

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TESTE DEIN WISSEN
  • rein deskriptive Beschreibung von Entwicklung 
  • steht in keinem Widerspruch zu anderen Modellen, wie bspw. Reifung 
  • In der Psychologie schwer überprüfbar: Wo ist der Ausgangszustand? Ist eine neue Fähigkeit neu oder aus einer alten differenziert? 
  • Ursachen von Differenzierung werden nicht beschrieben
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Beispielhafte Karteikarten für deinen Entwicklungspsychologie Kurs an der Universität des Saarlandes - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Womit beschäftigt sich die Entwicklungspsychologie?

A:

Ihr Gegenstand ist die Beschreibung und Erklärung sowie die Vorhersage menschlichen Erlebens und Verhaltens unter dem Aspekt der Veränderung über die gesamte Lebensspanne.

Q:

Beschreibe, wie Entwicklung als das Konzept der Reifung angesehen wird. Gehe hierbei auch auf die Reifungstheorie ein. Auf welche Probleme stößt man, wenn man diese beim Menschen überprüfen wollen würde?

A:
  • Biologische Herkunft des Reifungsbegriffs: alle Vorgänge, die spontan aufgrund endogen vorprogrammierter Wachstumsimpulse einsetzen und im Ablauf gesteuert werden 
  • laufen bei allen normalen Mitgliedern einer Art gleichartig ab 
  • von außen auf den Organismus einwirkende Bedingungen haben nur unterstützende aber keine determinierende Rolle
  • Wenn keine katastrophalen Umweltbedingungen den Prozess aufhalten, wird dieser stattfinden und das auch bei jedem Organismus relativ gleich.
  • Reifungstheorie: alles wird durch Reifung ausgebildet.
  • Problem bei der Untersuchung -> Deprivationsstudien
Q:

Erkläre kurz das 6-Stufenmodell der moralischen Entwicklung (Kohlberg) und nenne hierzu ein bildhaftes Beispiel, dass man auf dieses Modell beziehen könnte

A:

Stufen der moralische Entwicklung. Immer die zwei aufeinander folgenden gehören zusammen. 


1. Angst vor Strafe

2. eigene Interessen

3. Sozialbeziehungen

4. Übergeordnete Systeme

5. Gesellschaftsvertrag

6. Goldene Regel


Bildhaftes Beispiel: das Heinz Dilemma 

Q:

Was sind Kernannahmen des traditionellen Entwicklungsbegriffes?

A:
  • Veränderungsreihe mit mehreren Schritten 
  • Ausgangszustand und Endzustand 
  • Endzustand höherwertig als Ausgangszustand 
  • Abfolge der Schritte unumkehrbar (irreversibel) 
  • Kausale Kette: frühere Schritte = Voraussetzung für spätere Schritte 
  • Veränderungen korrelieren mit dem Lebensalter 
  • Veränderungen sind universell (kulturunabhängig)

-> Eine geordnete Transformation, die neue Transformationen erlaubt. Wenn eine Entwicklungsstufe erfolgreich abgeschlossen wurde, kann eine neue angegangen werden.

Q:

Welche verschiedenen Arten von Veränderungsreihen gibt es und wie hängen diese mit der Entwicklungspsychologie zusammen?

A:
  • Phylogenese: Bei vergleichender Forschung interessant (z.B. Kinder vs. Primaten)
  • Anthropogenese: z.B. bei Kulturvergleichender Forschung
  • Ontogenese: Entwicklung des Menschen über die Lebensspanne
  • Aktualgenese: Kurzer Ausschnitt aus dem Verhalten eines Menschen (Viele Allgemein-Psychologische Paradigmen)
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Q:

Wie lautet die Grundgleichung der traditionellen Entwicklungspsychologie und wie könnte man diese interpretieren?

Welche für Kritik kann man hieran üben?

A:

V = f(A); Verhalten = Funktion des Alters 


-> Verhalten wird hier als Funktion des Alters angenommen


Kritik:

  • Vernachlässigung von individuellen Unterschieden zwischen altersgleichen Personen -> hier wird keine Streuung angenommen
  • Lebensaltersbezogene Entwicklungsreihen suggerieren eine feste Bindung von Veränderungen an das Alter
  • Alter ist keine psychologische Variable (sondern muss mit Faktoren wie Umwelteinflüssen etc. angereichert werden, damit es variabel wird und zur vorhersage genutzt werden kann)
Q:

Was kennzeichnet den modernen Entwicklungsbegriff? 

A:

Entwicklung als Veränderung (Abbau/Aufbau) und Stabilität (Stagnation) über die gesamte Lebensspanne. 


Suche nach Erklärungen (wendet sich ab von den rein deskriptiven Beschreibungen. Wendet sich auch ab von der Reifetheorie) für Entwicklungsveränderungen.


Einbeziehung von… 

  • Kulturabhängigen und interindividuellen Unterschieden 
  • Personenmerkmalen 
  • Umwelteinflüssen 
  • Historischen Einflüssen (z.B. Einführung der Pille und somit Wandel der Moralvorstellungen beim Thema Sexualität)


Q:

Erläutere kurz das 4-Stufenmodell der kognitiven Entwicklung (Piaget) 

A:

sehr grobe Unterteilung der Entwicklungsstufen.

  • 0-2J.: Sensomotorisch
  • 2-6J.: Prä-Operational
  • 7-12J.: Konkret-Operational
  • 12-Erwachsen: Formal-Operational
Q:

Erkläre kurz das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung (Erikson)

A:
  • Identitätsentwicklung
  • Beschrieb Entwicklungskrisen (jeweils Konflikte pro Altersstufe)
  •  Nimmt Bezug auf Bedürfnisse und bezieht diese auf die Umwelt. 
  • Auch ist wieder die vorherige Stufe Voraussetzung für die nächste
Q:

Was kennzeichnet exogenistische Theorien?

A:

Umwelt: aktiv

Individuum: nicht aktiv


  • Behavioristische Ansätze (Watson, Skinner) 
  • Entwicklung ist eine Frage optimaler Umweltbedingungen
  • „Alles kann durch die Umwelt generiert werden“
Q:

Wie formen Kinder ihre eigene Entwicklung? (das aktive Kind)

A:

Säuglinge:

  • Präferenz für bestimmte Objekte/Gesichter
  • Gesicht der Mutter wird bevorzugt angeschaut
  • Gegenstände die sich bewegen oder Geräusche machen, werden auch bevorzugt angeschaut

Kleinkinder:

  • Aktives Üben der Sprache
  • Selbstgespräche ab einem Alter von 1-2 Jahren
  • Kontakte knüpfen
  • Trotz-Phase
  • Lernen von gesellschaftliches Regeln

Vorschule&Schule:

  • Aktives Spielen
  • Fantasiespiele
  • Autonomieentwicklung

Jugendalter:

  • Aktives Entscheiden
  • Freiwillige Mitgliedschaft in Vereinen
  • Eigenständige Auswahl von Freunden
  • Identitätsentwicklung


-> Von Anfang an auch Selbstbestimmung vorhanden!

Q:

Wie ist der Differenzierungsbegriff zu beurteilen?

A:
  • rein deskriptive Beschreibung von Entwicklung 
  • steht in keinem Widerspruch zu anderen Modellen, wie bspw. Reifung 
  • In der Psychologie schwer überprüfbar: Wo ist der Ausgangszustand? Ist eine neue Fähigkeit neu oder aus einer alten differenziert? 
  • Ursachen von Differenzierung werden nicht beschrieben
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