Polymere at Universität Bremen | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Polymere an der Universität Bremen

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TESTE DEIN WISSEN

Eigenschaften von Polyethylen PE

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TESTE DEIN WISSEN

- geringe Dichte
- geringe Steifigkeit und Festigkeit; hohe Zähigkeit (= Brucharbeit) und Bruchdehnung
- gutes Reib- und Verschleißverhalten
- Aussehen je nach Kristallitgröße milchig-transparent bis opak
- geringe Wasseraufnahme und Wasserdampfdurchlässigkeit; hohe Durchlässigkeit für Sauerstoff, Kohlendioxid, Aromastoffe etc.
- Temperaturbeständigkeit bei max. 60-95 °C (kurzzeitig 80 - 120 °C)
- hohe Beständigkeit gegen Wasser, Säuren, Laugen und fast alle Lösungsmittel; unbeständig gegen stark oxidierende Säuren und starke Oxidationsmittel
- unlöslich aber quellfähig in allen organischen Lösemitteln, vor allem bei niedrigen Dichten
- gute Schweißbarkeit mit fast allen Verfahren
- schlechte Kleb bzw. Lackierbarkeit, nur nach aktivierender Vorbehandlung
- geruchlos, kein Eigengeschmack, physiologisch indifferent
- für Lebensmittelkontakt und medizinische Zwecke geeignet

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TESTE DEIN WISSEN

Verarbeitung von Polyethylen PE

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TESTE DEIN WISSEN

• Unkritische Verarbeitung durch vergleichsweise geringe Neigung zum thermischen Abbau (vgl. PA, PVC)
• Spritzgießen bei 160 - 300 °C, Blasformen bei 140 - 190 °C von höher viskos schmelzenden Sorten; Extrusion bei 140 -390 °C
• keine Belastung der Anlagen durch chemische oder abrasive Einwirkung, gute Entformbarkeit
• PE-HD UHMW ist im Spritzguss bei Drücken bis 1.100 bar und Extrudieren bei Drücken bis 3.000 bar schlecht zu verarbeiten
• Pulvertechnik (Rotationsschmelzen, Wirbelsintern), Pressen einfacher Formteile, Verstrecken zu Verstärkungsfasern, Heißdampf-Formteilsintern aus treibmittelhaltigen Granulaten

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TESTE DEIN WISSEN

Verwendung von PE (nach Art)

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TESTE DEIN WISSEN

PE LD

Verpackungsfolien, Schwersackfolien, Tragetaschen, Landwirtschafts-folien, Wasserdampfsperren, Roh
Tafeln für Tiefziehverfahren, Kabelummantelungen, flexible Flaschen, Behälter und Kanister


PE LLD

Folien bis hinab zu 5 μm Dicke mit guten optischen Eigenschaften, erhöhte Kältezähigkeit, reiß- und durchstoßfest, Blasfolien und rotationsgeformte Teile in Blends mit PE-LD


PE HD

Druckrohre und Fittings für Wasserver- und -entsorgung, GF-verstärkte Platten für chemische und KFZ-Industrie (Unterbodenverkleidungen), Flaschenkästen, Benzinkanister und KFZ-Tanks, Verstärkungsfasern


PE HMW

Surfbretter (bis 5 Meter Länge), extrem dünne Verpackungsfolien (bis hinunter zu 7μm Dicke), Deponie- Dichtungsbahnen


PE UHMW

Auskleidungen für abrasiv belastete Trichter, Maschinenbauelemente (Förderschnecken, Pumpenteile, Rollen, Zahnräder etc.), chirurgische Implantate wie Gelenkpfannen, Prothesen, Ski-Gleitbeschichtungen

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TESTE DEIN WISSEN

Eigenschaften von Polypropylen PP

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TESTE DEIN WISSEN

- geringe Dichte

- Steifigkeit und Festigkeit zwischen PE und PA, ABS

- Teilkristallines PP spröde bei 0°C, Tg bei 0°C

- Temperaturbeständigkeit langzeit 100°C, kurzzeitig 140°C - höher als bei PE

- chemische Beständigkeit ähnlich wie PE, aber:

-- anfälliger für oxidation

-- viel anfälliger gegenüber Licht und Wetter

- Transparente Formteile, kann von kristallinität beeinflusst werden

- (schlechte Kleb bzw. Lackierbarkeit, nur nach aktivierender Vorbehandlung)

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TESTE DEIN WISSEN

Verarbeitung von Polypropylen PP

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TESTE DEIN WISSEN

• Spritzguss: Massetemperatur 250-270 °C, Werkzeugtemperatur 40-100 °C
• Extrusion: Blas- und Flachfolien, Platten, Rohren, Blasformteilen
Wichtig: Abfuhr großer Wärmemengen (wg. Kristallitbildung); transparente PP-Folien durch schockartiges Kühlen unter Kristallittemperatur
• Schäume durch Extrusion: flexibel, geschlossenporig; Dichte ca. 10 kg/m3
• Strukturschäume im Spritzguss: physikalische oder chemische Treibmittel (Dichte bis zu 700kg/m3)
• Diverse Spinnverfahren aus Lösung und Schmelze
• Tiefziehprozesse: eingeschränkt - Kautschuk-elastisches Gebiet limitiert durch Kristallitschmelztemperatur und Übergang in viskoelastische Schmelze

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TESTE DEIN WISSEN

Verwendung von Polypropylen PP

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TESTE DEIN WISSEN

Amorphes, ataktisches PP
• PKW-Dämmstoffe
• Fahrbahnmarkierungsmassen
• Schmelzklebstoffe, Dichtungsmassen
• alterungsbeständige Baudichtungs- und Dachbahnen


Isotaktisches PP (iPP)
• PKW-Innenausstattungen
• Massenartikel, z.B. Becher, Koffer, Verpackungen, Kästen, Gehäuse für Haushaltsgeräte, Elektrowerkzeuge
• Blasformen zu Flaschen und Behältern
• Extrusion zu Rohren, Profilen, Folien etc.

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TESTE DEIN WISSEN

Eigenschaften von Polystyrol PS

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TESTE DEIN WISSEN

• unempfindlich gegen wässrige Lösungen, Laugen, nicht oxidierende Säuren; gut löslich in Estern, Ketonen, aromatischen Kohlenwasserstoffen
• Benzin, etherische Öle und Aromaten lösen Spannungsrisse aus
• nicht UV- und witterungsbeständig
• Verwendung für kurzlebige Einwegartikel, extrusionsgeschäumte und Heißdampf-formgeschäumte Produkte (Styropor)

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TESTE DEIN WISSEN

Anwendungen von Polystyrol PS


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TESTE DEIN WISSEN

• Elektrotechnik zur Isolation: Schalter, Spulenkörper, Gehäusen für Elektrogeräte
• Massenartikel (z.B. klassische CD-Verpackung, Videokassetten)
• Bauwesen als Dämmstoff
• Lebensmittelverpackungen: zugelassen für z.B. Joghurtbecher und Schaumstoffschalen
• Geschäumtes Polystyrol als schockdämpfendes Verpackungsmaterial
• Wärmedämmung für Gebäude
• Polystyrol ist einer der Grundstoffe von Napalm-B (→ Brandbomben)

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TESTE DEIN WISSEN

Die Definition von „Werkstoffen“

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TESTE DEIN WISSEN

Material zur Realisierung einer technischen Idee, definiert durch seine Eigenschaften, ausgewählt innerhalb von Randbedingungen (Kennwerte, Verfügbarkeit, Kosten, …)

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind Polymerwerkstoffe?

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TESTE DEIN WISSEN

Polymerwerkstoffe sind feste Soffe, die überwiegend aus organischen Makromolekülen aufgebaut sind und zur Erzeugung von Halbzeugen oder Formteilen dienen. Sie sind linear verzweigt oder vernetzt aufgebaut und bestehen aus sich wiederholenden Monomeren.

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TESTE DEIN WISSEN

Verfahren zur Polymerisation


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TESTE DEIN WISSEN

• Radikalische Polymerisation
• Ionenkettenpolymerisation
• Stereospezifische Polymerisation
• Polyaddition
• Polykondensation

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TESTE DEIN WISSEN

Eigenschaften von PMMA (Plexiglas)

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TESTE DEIN WISSEN

• amorph und polar
• hart, steif, spröde, Spannungsriss-gefährdet v.a. im Kontakt mit Löse- und Reinigungs-mitteln
• Abbau innerer Spannungen durch Tempern; hohe Wärmeformbeständigkeit
• ohne Stabilisierung witterungsbeständig
• brennbar
• Verarbeitung im Spritzguss und durch Extrusion (nach Trocknung)
• kratzfest und polierfähig
• sehr gut einfärbbar, wasserklar und hoch-transparent

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Polymere Kurs an der Universität Bremen - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Eigenschaften von Polyethylen PE

A:

- geringe Dichte
- geringe Steifigkeit und Festigkeit; hohe Zähigkeit (= Brucharbeit) und Bruchdehnung
- gutes Reib- und Verschleißverhalten
- Aussehen je nach Kristallitgröße milchig-transparent bis opak
- geringe Wasseraufnahme und Wasserdampfdurchlässigkeit; hohe Durchlässigkeit für Sauerstoff, Kohlendioxid, Aromastoffe etc.
- Temperaturbeständigkeit bei max. 60-95 °C (kurzzeitig 80 - 120 °C)
- hohe Beständigkeit gegen Wasser, Säuren, Laugen und fast alle Lösungsmittel; unbeständig gegen stark oxidierende Säuren und starke Oxidationsmittel
- unlöslich aber quellfähig in allen organischen Lösemitteln, vor allem bei niedrigen Dichten
- gute Schweißbarkeit mit fast allen Verfahren
- schlechte Kleb bzw. Lackierbarkeit, nur nach aktivierender Vorbehandlung
- geruchlos, kein Eigengeschmack, physiologisch indifferent
- für Lebensmittelkontakt und medizinische Zwecke geeignet

Q:

Verarbeitung von Polyethylen PE

A:

• Unkritische Verarbeitung durch vergleichsweise geringe Neigung zum thermischen Abbau (vgl. PA, PVC)
• Spritzgießen bei 160 - 300 °C, Blasformen bei 140 - 190 °C von höher viskos schmelzenden Sorten; Extrusion bei 140 -390 °C
• keine Belastung der Anlagen durch chemische oder abrasive Einwirkung, gute Entformbarkeit
• PE-HD UHMW ist im Spritzguss bei Drücken bis 1.100 bar und Extrudieren bei Drücken bis 3.000 bar schlecht zu verarbeiten
• Pulvertechnik (Rotationsschmelzen, Wirbelsintern), Pressen einfacher Formteile, Verstrecken zu Verstärkungsfasern, Heißdampf-Formteilsintern aus treibmittelhaltigen Granulaten

Q:

Verwendung von PE (nach Art)

A:

PE LD

Verpackungsfolien, Schwersackfolien, Tragetaschen, Landwirtschafts-folien, Wasserdampfsperren, Roh
Tafeln für Tiefziehverfahren, Kabelummantelungen, flexible Flaschen, Behälter und Kanister


PE LLD

Folien bis hinab zu 5 μm Dicke mit guten optischen Eigenschaften, erhöhte Kältezähigkeit, reiß- und durchstoßfest, Blasfolien und rotationsgeformte Teile in Blends mit PE-LD


PE HD

Druckrohre und Fittings für Wasserver- und -entsorgung, GF-verstärkte Platten für chemische und KFZ-Industrie (Unterbodenverkleidungen), Flaschenkästen, Benzinkanister und KFZ-Tanks, Verstärkungsfasern


PE HMW

Surfbretter (bis 5 Meter Länge), extrem dünne Verpackungsfolien (bis hinunter zu 7μm Dicke), Deponie- Dichtungsbahnen


PE UHMW

Auskleidungen für abrasiv belastete Trichter, Maschinenbauelemente (Förderschnecken, Pumpenteile, Rollen, Zahnräder etc.), chirurgische Implantate wie Gelenkpfannen, Prothesen, Ski-Gleitbeschichtungen

Q:

Eigenschaften von Polypropylen PP

A:

- geringe Dichte

- Steifigkeit und Festigkeit zwischen PE und PA, ABS

- Teilkristallines PP spröde bei 0°C, Tg bei 0°C

- Temperaturbeständigkeit langzeit 100°C, kurzzeitig 140°C - höher als bei PE

- chemische Beständigkeit ähnlich wie PE, aber:

-- anfälliger für oxidation

-- viel anfälliger gegenüber Licht und Wetter

- Transparente Formteile, kann von kristallinität beeinflusst werden

- (schlechte Kleb bzw. Lackierbarkeit, nur nach aktivierender Vorbehandlung)

Q:

Verarbeitung von Polypropylen PP

A:

• Spritzguss: Massetemperatur 250-270 °C, Werkzeugtemperatur 40-100 °C
• Extrusion: Blas- und Flachfolien, Platten, Rohren, Blasformteilen
Wichtig: Abfuhr großer Wärmemengen (wg. Kristallitbildung); transparente PP-Folien durch schockartiges Kühlen unter Kristallittemperatur
• Schäume durch Extrusion: flexibel, geschlossenporig; Dichte ca. 10 kg/m3
• Strukturschäume im Spritzguss: physikalische oder chemische Treibmittel (Dichte bis zu 700kg/m3)
• Diverse Spinnverfahren aus Lösung und Schmelze
• Tiefziehprozesse: eingeschränkt - Kautschuk-elastisches Gebiet limitiert durch Kristallitschmelztemperatur und Übergang in viskoelastische Schmelze

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Q:

Verwendung von Polypropylen PP

A:

Amorphes, ataktisches PP
• PKW-Dämmstoffe
• Fahrbahnmarkierungsmassen
• Schmelzklebstoffe, Dichtungsmassen
• alterungsbeständige Baudichtungs- und Dachbahnen


Isotaktisches PP (iPP)
• PKW-Innenausstattungen
• Massenartikel, z.B. Becher, Koffer, Verpackungen, Kästen, Gehäuse für Haushaltsgeräte, Elektrowerkzeuge
• Blasformen zu Flaschen und Behältern
• Extrusion zu Rohren, Profilen, Folien etc.

Q:

Eigenschaften von Polystyrol PS

A:

• unempfindlich gegen wässrige Lösungen, Laugen, nicht oxidierende Säuren; gut löslich in Estern, Ketonen, aromatischen Kohlenwasserstoffen
• Benzin, etherische Öle und Aromaten lösen Spannungsrisse aus
• nicht UV- und witterungsbeständig
• Verwendung für kurzlebige Einwegartikel, extrusionsgeschäumte und Heißdampf-formgeschäumte Produkte (Styropor)

Q:

Anwendungen von Polystyrol PS


A:

• Elektrotechnik zur Isolation: Schalter, Spulenkörper, Gehäusen für Elektrogeräte
• Massenartikel (z.B. klassische CD-Verpackung, Videokassetten)
• Bauwesen als Dämmstoff
• Lebensmittelverpackungen: zugelassen für z.B. Joghurtbecher und Schaumstoffschalen
• Geschäumtes Polystyrol als schockdämpfendes Verpackungsmaterial
• Wärmedämmung für Gebäude
• Polystyrol ist einer der Grundstoffe von Napalm-B (→ Brandbomben)

Q:

Die Definition von „Werkstoffen“

A:

Material zur Realisierung einer technischen Idee, definiert durch seine Eigenschaften, ausgewählt innerhalb von Randbedingungen (Kennwerte, Verfügbarkeit, Kosten, …)

Q:

Was sind Polymerwerkstoffe?

A:

Polymerwerkstoffe sind feste Soffe, die überwiegend aus organischen Makromolekülen aufgebaut sind und zur Erzeugung von Halbzeugen oder Formteilen dienen. Sie sind linear verzweigt oder vernetzt aufgebaut und bestehen aus sich wiederholenden Monomeren.

Q:

Verfahren zur Polymerisation


A:

• Radikalische Polymerisation
• Ionenkettenpolymerisation
• Stereospezifische Polymerisation
• Polyaddition
• Polykondensation

Q:

Eigenschaften von PMMA (Plexiglas)

A:

• amorph und polar
• hart, steif, spröde, Spannungsriss-gefährdet v.a. im Kontakt mit Löse- und Reinigungs-mitteln
• Abbau innerer Spannungen durch Tempern; hohe Wärmeformbeständigkeit
• ohne Stabilisierung witterungsbeständig
• brennbar
• Verarbeitung im Spritzguss und durch Extrusion (nach Trocknung)
• kratzfest und polierfähig
• sehr gut einfärbbar, wasserklar und hoch-transparent

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