Ökonomie III_Wirtschaftspolitik at Universität Bonn | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Ökonomie III_Wirtschaftspolitik an der Universität Bonn

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Was bedeutet WAEP?

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Wirtschafts-, Agrar- und Ernährungspolitik

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Träger und Akteure der Wirtschafts-, Agrar- und Ernährungspolitik (WAEP)

Unterscheidung in weite und enge Definition, wer Träger ist

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Weite Definition:

  • Personen und Institutionen
  • Einfluss auf politisches Geschehen


Enge Definition (unsere VL):

  • staatliche/staatlich beauftragte Personen und Institutionen 
  • verfügen über staatliche Gewalt (Exekutive) zur Durchsetzung politischer Entscheidungen

➔  Exekutive

  • Bundesregierung 
  • Landesregierungen 
  • Kommunalbehörden

➔  Legislative

  • Bundestag Bundesrat 
  • Landtage 
  • Kommunalparlamente

➔  Judikative

  • Oberste Gerichte
  • Arbeits- und Sozialgerichte
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Typische Fragestellungen der Agrar- und Ernährungspolitik

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Agrarpolitik = Zusammenspiel zwischen Wirtschaft - Gesellschaft und Umwelt

➜  Die Agrarpolitik ist ein Teilbereich der allgemeinen Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik

➜  Gesamtheit der staatlichen Maßnahmen zur Regelung und Förderung der Landwirtschaft


  • Ist es sinnvoll Bioenergieproduktion zu fördern? 
  • Ist die Unterstützung des Agrarsektors notwendig/ sinnvoll gestaltet? 
  • Sind Notfallreserven an Nahrungsmitteln sinnvoll, um Preisschwankungen zu begegnen? 
  • Welche politischen Maßnahmen zur Verringerung der Treibausgasemissionen sollen eingesetzt werden?


Ernährungspolitik

➜  erarbeitet und realisiert Ernährungsstrategien und Ernährungsprogramme

➜  Aufgaben: alle Maßnahmen und Vorgänge der Nahrungsmittelerzeugung: Gewinnung der Lebensmittelrohstoffe, Beobachtung und Gestaltung der Produktion, Verarbeitung, Distribution und Verbrauch von Lebensmitteln sowie die Förderung einer gesunden Ernährung.

➜  Teil der Verbraucherpolitik und hat zum Ziel ein volkswirtschaftlich effizientes Zusammenwirken aller Einzelteile der Nahrungs- und Ernährungskette zu erreichen


Typische Fragen:

  • Wie können Lebensmittelabfälle besser genutzt werden? 
  • Welche Auswirkungen hat die Wettbewerbssituation im Lebensmitteleinzelhandel auf die Preisgestaltung? 
  • Wie sollte das EU Schulobstprogramm gestaltet werden? 
  • Wie kann die Versorgung der Weltbevölkerung mit Mikronährstoffen verbessert werden?
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Ernährungswirtschaft in der BRD

Was lässt sich über die Konzentration in den einzelnen Bereichen sagen?

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Es lässt sich beobachten, dass der Sektor des Ernährungshandwerkes (Bäcker, Fleischereien/ Metzgereien, Müller, etc) wenig stark konzentriert ist: es gibt viele kleine Unternehmen (Polypol).

Dahingehend ist der nachgelagerte Bereich der Lebensmittelindustrie schon deutlcih reduzierter (Oligopol) und der Endbereich, nämlich die Lebensmittelzeinzelketten sind in Deutschland sehr stark konzentriert und es gibt nur wenige, allen voran Aldi, Schwarz-Gruppe, Edeka und Rewe, die sich 85% des marktanteils gesichert  haben (Oligol/Monopol)

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Zentrale Ziele der Wohlfahrtsökonomik

  • Verteilungsgerechtigkeit
  • Nachhaltigkeit
  • Effizienz
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Problem:

  • Nachhaltigkeit erfordert einen intertemporalen Aspekt bei der Bestimmung des optimalen gesellschaftlichen Zustands (der wurde bisher nicht berücksichtigt) 
  • Soziale Wohlfahrt sollte auch in der Zukunft nicht abnehmen, es muss an zukünftige Generationen gedacht werden

das Problem führt zur sozialen Wohlfahrtsfunktion: 

  • Die soziale Wohlfahrtsfunktion muss nicht nur die Nutzen der Individuen jetzt, sondern auch die (ggfs. diskontierten) Nutzen zukünftiger Generationen berücksichtigen

➜  Zukünftige Generationen und der zu erwartende Nutzen aus einem heutigen gesellschaftlichen Zustand sind noch nicht bekannt und können auch nicht in heutige politische Prozesse einbezogen werden. Es gibt verschiedene Ansätze zur Berücksichtigung zukünftiger Generationen, aber auch hier keine allgemeingültigen, unumstrittenen Prinzipien

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Was sind die Inhalte/ Kernelemente der 2020er Reform der GAP?

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  • 20-30% der Mittel aus den Direktzahlungen werden für (aus Sicht der Landwirte) freiwillige Umweltmaßnahmen verwendet (ca. 1Mrd. Euro in Deutschland) 
    • Ausbau des Greenings: Eco-Schemes
  • Weitere Maßnahmen zum Klimaschutz /-anpassung in 2. Säule 
  • Flexibilisierung der nationalen Umsetzung nach Strategieplan

➔  Rahmenbedingungen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft erhalten und gleichzeitig den sich wandelnden gesellschaftlichen und ökologischen Anforderungen (Umwelt- und Klimaschutz) gerecht werden

➔  Moderniesierung, Effizientere Gestaltung und Stärkung der bisher verfügbaren Fördermaßnamen für Landwirte und ländliche Räume

  • Anpassung der Landwirtschaft an gesellschaftliche und ökologische gewandelte Herausforderungen
  • Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit
  • Verringerung des Verwaltungsaufwands


https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/reform-der-gemeinsamen-agrarpolitik-1888786


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Fazit WAEP in der BRD und EU

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  • Agrarpolitik der Nachkriegszeit stark vom Thema „Versorgungssicherung“ und Produktivitätssteigerungen geprägt, keine Marktliberalisierung
  • in den 1990er Jahren Beginn der Abkehr von Marktpreisstützungen, hin zu (zunächst gekoppelten) Direktzahlungen an die Betriebe 
  • Entkopplung der Direktzahlungen erst mit der 2003er Reform der GAP 
  • Moderne Agrarpolitik berücksichtigt zunehmend ländliche Entwicklung und Nachhaltigkeit
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Optimale Allokation

➔ Wie können die in einer Volkswirtschaft vorhandenen Ressourcen optimal genutzt werden?

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Allokation = Verteilung knapper Ressourcen wie Arbeit, Boden und Kapital zur Herstellung von Gütern und Dienstleistungen

➔ daraus folgt das Allokationsproblem = wie eine effiziente Zuteilung der Produktionsfaktoren zur Steigerung der Wohlfahrt  beiträgt (begrenzte Ressourcen, aber uneingeschränkte Bedürfnisse der Gesellschaft) 

= Kernproblem der Allokation. 

➔ Um dieses Problem zu lösen, werden Ressourcen nach dem Pareto Effizienz -Kriterium zugewiesen

  1. Wie können die produzierten Güter auf die Individuen (Haushalte) aufgeteilt werden? (optimale Güterallokation) 
    • Pareto-Effizienz im Konsum
  2. Wie können die vorhandenen Produktionsfaktoren auf die Güterproduktion aufgeteiltwerden? (optimale Faktorallokation) 
    • Pareto-Effizienz in der Produktion


➔ Gesamtwirtsch. Optimum = Zusammenführung von Konsum (1) und Poduktion (2)

➔ Beurteilungskriterium für diese 2 unterschiedl. Allokationen = Pareto-Kriterium

  • pareto-Kritierium = normative Festlegung, also ein Werturteil der Ökonomen
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Zentrale Ziele der Wohlfahrtsökonomik

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  • Verteilungsgerechtigkeit
  • Nachhaltigkeit
  • Effizienz
    • Pareto Effizienz − im Konsum − in der Produktion
    • Optimale Allokation in der Gesamtwirtscha


➔  Pareto Effizienz = ein Zustand ist pareto-effizient, wenn sich das Nutzenniveau für mindestens ein Individuum nciht mehr erhöhen lässt, ohne dass sich der Nutzen für irgendein anderes einzelnes Infividuum verringert

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Zentrale Ziele der Wohlfahrtsökonomik

  • Verteilungsgerechtigkeit
  • Nachhaltigkeit
  • Effizienz
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Problem

  • Pareto Kriterium erlaubt keinen Vergleich von pareto-effizienten Zuständen untereinander. 
  • Keine Entscheidung darüber, welcher Punkt auf der Kontraktkurve wirklich optimal für die Gesellschaft ist, unter Berücksichtigung des Ziels der Verteilungsgerechtigkeit

das Problem führt zur sozialen Wohlfahrtsfunktion:

  • Eine soziale Wohlfahrtsfunktion (W) muss die Nutzen der einzelnen Individuen Vi für einen Zustand x aggregieren und auch gewichten um diese ggfs. mit einem anderen Zustand y zu vergleichen: Wx = W(V1(x), V2(x), ..., Vi (x)) versus Wy = W(V1(y), V2(y), ..., Vi (y))

➜  Die Höhe der Gewichte der Individuen bzw. die Art der Aggregation muss als Teil des politischen Prozesses der Gesellschaft erfolgen (siehe Teil 4 der Vorlesung), trotz bestehender wissenschaftlicher Versuche steht noch kein allgemeingültiges Prinzip dafür zur Verfügung

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Wohlfahrtsökonomie (auch Allikationstheorie, Welfare Economics): ein Kurzüberblick

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Gegenstand der Wohlfahrtsökonomik:

  • Analyse der Bedingungen für gesellschaftlich optimale Wohlfahrt und Wohlfahrtserhöhungen 
  • Kriterien zur Beurteilung gesellschaftlicher Zustände/ politischer Maßnahmen in Bezug auf gesellschaftler Wohlfahrt

Entwicklung der Wohlfahrtsökonomik (zwei Phasen):

  • 1. Traditionell: individueller Nutzen addierbar, gesellschaftliche Wohlfahrtsfunktion als Summe individueller Nutzen 

 Neoklassiche Ansätze (=Anfänge der heutigen Wohlfahrtstheorie)

  1. Marginalprinzip: Betrachtung von Grenznutzen/ Grenzkosten ➔  Nutzenkonzept und Wohlfahrtsfunktion
    • Kardinaler Nutzen: Nutzen der Individuen messbar, aggregierbar, Nutzenunterschiede quantifizierbar (Verhältnisbildung)
    • Soziale Wohlfahrt = Summe der Einzelnutzen der Individuen ➔  Problem: Vergleichbarkeit der Individuen
  • 2.Neue Wohlfahrtsökonomie: Nutzen nicht addierbar, Ableitung gesellschaftlicher Wohlfahrtsfunktion problematischer

➔  Unterschiede zwischen Effizienz und Verteilungsaspekten: Nutzen und Wohlfahrtsfunktion 

  • ordinales Nutzenkonzept: mehr oder weniger Nutzen (Rangordnung, aber nicht quantifizierbar)
  • Soziale Wohlfahrtsfunktion: Aggregat (≠ Summe) individueller Nutzen 
  • Aggregation der Nutzen erfordert in der Gesellschaft kollektive Entscheidungen/kollektive Rationalität (siehe Teil 5 der Vorlesung)

Kerngedanke der Wohlfahrtsökonomik:

  • Wohlfahrt: Aggregation der Nutzen der einzelnen Mitglieder der Gesellschaft 
  • Wohlfahrt ist zu maximieren unter Einsatz der knappen Ressourcen der Gesellschaft

Relevanz der Wohlfahrtsökonomik:

  • bis heute breite Akzeptanz, mathematisch/grafische Ableitungen bringen objektive Ergebnisse 
  • Limitationen bezüglich unterliegender Annahmen (z.T. idealisierte Marktbedingungen)
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Was ist das Fazit zu den Träger und Akteure der Wirtschafts-, Agrarund Ernährungspolitik?

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  • Vielzahl von Entscheidungs- und Einflussträgern sowie Institutionen, die die Wirtschafts-, Agrar- und Ernährungspolitik national wie international beeinflussen
  • Zunehmend starke internationale Vernetzung (z.B. Deutschland - EUWelt), erschwert eine rein an nationalen Interessen ausgerichtete Politik
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  • 335727 Karteikarten
  • 4065 Studierende
  • 89 Lernmaterialien

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Q:

Was bedeutet WAEP?

A:

Wirtschafts-, Agrar- und Ernährungspolitik

Q:

Träger und Akteure der Wirtschafts-, Agrar- und Ernährungspolitik (WAEP)

Unterscheidung in weite und enge Definition, wer Träger ist

A:

Weite Definition:

  • Personen und Institutionen
  • Einfluss auf politisches Geschehen


Enge Definition (unsere VL):

  • staatliche/staatlich beauftragte Personen und Institutionen 
  • verfügen über staatliche Gewalt (Exekutive) zur Durchsetzung politischer Entscheidungen

➔  Exekutive

  • Bundesregierung 
  • Landesregierungen 
  • Kommunalbehörden

➔  Legislative

  • Bundestag Bundesrat 
  • Landtage 
  • Kommunalparlamente

➔  Judikative

  • Oberste Gerichte
  • Arbeits- und Sozialgerichte
Q:

Typische Fragestellungen der Agrar- und Ernährungspolitik

A:

Agrarpolitik = Zusammenspiel zwischen Wirtschaft - Gesellschaft und Umwelt

➜  Die Agrarpolitik ist ein Teilbereich der allgemeinen Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik

➜  Gesamtheit der staatlichen Maßnahmen zur Regelung und Förderung der Landwirtschaft


  • Ist es sinnvoll Bioenergieproduktion zu fördern? 
  • Ist die Unterstützung des Agrarsektors notwendig/ sinnvoll gestaltet? 
  • Sind Notfallreserven an Nahrungsmitteln sinnvoll, um Preisschwankungen zu begegnen? 
  • Welche politischen Maßnahmen zur Verringerung der Treibausgasemissionen sollen eingesetzt werden?


Ernährungspolitik

➜  erarbeitet und realisiert Ernährungsstrategien und Ernährungsprogramme

➜  Aufgaben: alle Maßnahmen und Vorgänge der Nahrungsmittelerzeugung: Gewinnung der Lebensmittelrohstoffe, Beobachtung und Gestaltung der Produktion, Verarbeitung, Distribution und Verbrauch von Lebensmitteln sowie die Förderung einer gesunden Ernährung.

➜  Teil der Verbraucherpolitik und hat zum Ziel ein volkswirtschaftlich effizientes Zusammenwirken aller Einzelteile der Nahrungs- und Ernährungskette zu erreichen


Typische Fragen:

  • Wie können Lebensmittelabfälle besser genutzt werden? 
  • Welche Auswirkungen hat die Wettbewerbssituation im Lebensmitteleinzelhandel auf die Preisgestaltung? 
  • Wie sollte das EU Schulobstprogramm gestaltet werden? 
  • Wie kann die Versorgung der Weltbevölkerung mit Mikronährstoffen verbessert werden?
Q:

Ernährungswirtschaft in der BRD

Was lässt sich über die Konzentration in den einzelnen Bereichen sagen?

A:

Es lässt sich beobachten, dass der Sektor des Ernährungshandwerkes (Bäcker, Fleischereien/ Metzgereien, Müller, etc) wenig stark konzentriert ist: es gibt viele kleine Unternehmen (Polypol).

Dahingehend ist der nachgelagerte Bereich der Lebensmittelindustrie schon deutlcih reduzierter (Oligopol) und der Endbereich, nämlich die Lebensmittelzeinzelketten sind in Deutschland sehr stark konzentriert und es gibt nur wenige, allen voran Aldi, Schwarz-Gruppe, Edeka und Rewe, die sich 85% des marktanteils gesichert  haben (Oligol/Monopol)

Q:

Zentrale Ziele der Wohlfahrtsökonomik

  • Verteilungsgerechtigkeit
  • Nachhaltigkeit
  • Effizienz
A:

Problem:

  • Nachhaltigkeit erfordert einen intertemporalen Aspekt bei der Bestimmung des optimalen gesellschaftlichen Zustands (der wurde bisher nicht berücksichtigt) 
  • Soziale Wohlfahrt sollte auch in der Zukunft nicht abnehmen, es muss an zukünftige Generationen gedacht werden

das Problem führt zur sozialen Wohlfahrtsfunktion: 

  • Die soziale Wohlfahrtsfunktion muss nicht nur die Nutzen der Individuen jetzt, sondern auch die (ggfs. diskontierten) Nutzen zukünftiger Generationen berücksichtigen

➜  Zukünftige Generationen und der zu erwartende Nutzen aus einem heutigen gesellschaftlichen Zustand sind noch nicht bekannt und können auch nicht in heutige politische Prozesse einbezogen werden. Es gibt verschiedene Ansätze zur Berücksichtigung zukünftiger Generationen, aber auch hier keine allgemeingültigen, unumstrittenen Prinzipien

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Q:

Was sind die Inhalte/ Kernelemente der 2020er Reform der GAP?

A:
  • 20-30% der Mittel aus den Direktzahlungen werden für (aus Sicht der Landwirte) freiwillige Umweltmaßnahmen verwendet (ca. 1Mrd. Euro in Deutschland) 
    • Ausbau des Greenings: Eco-Schemes
  • Weitere Maßnahmen zum Klimaschutz /-anpassung in 2. Säule 
  • Flexibilisierung der nationalen Umsetzung nach Strategieplan

➔  Rahmenbedingungen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft erhalten und gleichzeitig den sich wandelnden gesellschaftlichen und ökologischen Anforderungen (Umwelt- und Klimaschutz) gerecht werden

➔  Moderniesierung, Effizientere Gestaltung und Stärkung der bisher verfügbaren Fördermaßnamen für Landwirte und ländliche Räume

  • Anpassung der Landwirtschaft an gesellschaftliche und ökologische gewandelte Herausforderungen
  • Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit
  • Verringerung des Verwaltungsaufwands


https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/reform-der-gemeinsamen-agrarpolitik-1888786


Q:

Fazit WAEP in der BRD und EU

A:
  • Agrarpolitik der Nachkriegszeit stark vom Thema „Versorgungssicherung“ und Produktivitätssteigerungen geprägt, keine Marktliberalisierung
  • in den 1990er Jahren Beginn der Abkehr von Marktpreisstützungen, hin zu (zunächst gekoppelten) Direktzahlungen an die Betriebe 
  • Entkopplung der Direktzahlungen erst mit der 2003er Reform der GAP 
  • Moderne Agrarpolitik berücksichtigt zunehmend ländliche Entwicklung und Nachhaltigkeit
Q:

Optimale Allokation

➔ Wie können die in einer Volkswirtschaft vorhandenen Ressourcen optimal genutzt werden?

A:

Allokation = Verteilung knapper Ressourcen wie Arbeit, Boden und Kapital zur Herstellung von Gütern und Dienstleistungen

➔ daraus folgt das Allokationsproblem = wie eine effiziente Zuteilung der Produktionsfaktoren zur Steigerung der Wohlfahrt  beiträgt (begrenzte Ressourcen, aber uneingeschränkte Bedürfnisse der Gesellschaft) 

= Kernproblem der Allokation. 

➔ Um dieses Problem zu lösen, werden Ressourcen nach dem Pareto Effizienz -Kriterium zugewiesen

  1. Wie können die produzierten Güter auf die Individuen (Haushalte) aufgeteilt werden? (optimale Güterallokation) 
    • Pareto-Effizienz im Konsum
  2. Wie können die vorhandenen Produktionsfaktoren auf die Güterproduktion aufgeteiltwerden? (optimale Faktorallokation) 
    • Pareto-Effizienz in der Produktion


➔ Gesamtwirtsch. Optimum = Zusammenführung von Konsum (1) und Poduktion (2)

➔ Beurteilungskriterium für diese 2 unterschiedl. Allokationen = Pareto-Kriterium

  • pareto-Kritierium = normative Festlegung, also ein Werturteil der Ökonomen
Q:

Zentrale Ziele der Wohlfahrtsökonomik

A:
  • Verteilungsgerechtigkeit
  • Nachhaltigkeit
  • Effizienz
    • Pareto Effizienz − im Konsum − in der Produktion
    • Optimale Allokation in der Gesamtwirtscha


➔  Pareto Effizienz = ein Zustand ist pareto-effizient, wenn sich das Nutzenniveau für mindestens ein Individuum nciht mehr erhöhen lässt, ohne dass sich der Nutzen für irgendein anderes einzelnes Infividuum verringert

Q:

Zentrale Ziele der Wohlfahrtsökonomik

  • Verteilungsgerechtigkeit
  • Nachhaltigkeit
  • Effizienz
A:

Problem

  • Pareto Kriterium erlaubt keinen Vergleich von pareto-effizienten Zuständen untereinander. 
  • Keine Entscheidung darüber, welcher Punkt auf der Kontraktkurve wirklich optimal für die Gesellschaft ist, unter Berücksichtigung des Ziels der Verteilungsgerechtigkeit

das Problem führt zur sozialen Wohlfahrtsfunktion:

  • Eine soziale Wohlfahrtsfunktion (W) muss die Nutzen der einzelnen Individuen Vi für einen Zustand x aggregieren und auch gewichten um diese ggfs. mit einem anderen Zustand y zu vergleichen: Wx = W(V1(x), V2(x), ..., Vi (x)) versus Wy = W(V1(y), V2(y), ..., Vi (y))

➜  Die Höhe der Gewichte der Individuen bzw. die Art der Aggregation muss als Teil des politischen Prozesses der Gesellschaft erfolgen (siehe Teil 4 der Vorlesung), trotz bestehender wissenschaftlicher Versuche steht noch kein allgemeingültiges Prinzip dafür zur Verfügung

Q:

Wohlfahrtsökonomie (auch Allikationstheorie, Welfare Economics): ein Kurzüberblick

A:

Gegenstand der Wohlfahrtsökonomik:

  • Analyse der Bedingungen für gesellschaftlich optimale Wohlfahrt und Wohlfahrtserhöhungen 
  • Kriterien zur Beurteilung gesellschaftlicher Zustände/ politischer Maßnahmen in Bezug auf gesellschaftler Wohlfahrt

Entwicklung der Wohlfahrtsökonomik (zwei Phasen):

  • 1. Traditionell: individueller Nutzen addierbar, gesellschaftliche Wohlfahrtsfunktion als Summe individueller Nutzen 

 Neoklassiche Ansätze (=Anfänge der heutigen Wohlfahrtstheorie)

  1. Marginalprinzip: Betrachtung von Grenznutzen/ Grenzkosten ➔  Nutzenkonzept und Wohlfahrtsfunktion
    • Kardinaler Nutzen: Nutzen der Individuen messbar, aggregierbar, Nutzenunterschiede quantifizierbar (Verhältnisbildung)
    • Soziale Wohlfahrt = Summe der Einzelnutzen der Individuen ➔  Problem: Vergleichbarkeit der Individuen
  • 2.Neue Wohlfahrtsökonomie: Nutzen nicht addierbar, Ableitung gesellschaftlicher Wohlfahrtsfunktion problematischer

➔  Unterschiede zwischen Effizienz und Verteilungsaspekten: Nutzen und Wohlfahrtsfunktion 

  • ordinales Nutzenkonzept: mehr oder weniger Nutzen (Rangordnung, aber nicht quantifizierbar)
  • Soziale Wohlfahrtsfunktion: Aggregat (≠ Summe) individueller Nutzen 
  • Aggregation der Nutzen erfordert in der Gesellschaft kollektive Entscheidungen/kollektive Rationalität (siehe Teil 5 der Vorlesung)

Kerngedanke der Wohlfahrtsökonomik:

  • Wohlfahrt: Aggregation der Nutzen der einzelnen Mitglieder der Gesellschaft 
  • Wohlfahrt ist zu maximieren unter Einsatz der knappen Ressourcen der Gesellschaft

Relevanz der Wohlfahrtsökonomik:

  • bis heute breite Akzeptanz, mathematisch/grafische Ableitungen bringen objektive Ergebnisse 
  • Limitationen bezüglich unterliegender Annahmen (z.T. idealisierte Marktbedingungen)
Q:

Was ist das Fazit zu den Träger und Akteure der Wirtschafts-, Agrarund Ernährungspolitik?

A:
  • Vielzahl von Entscheidungs- und Einflussträgern sowie Institutionen, die die Wirtschafts-, Agrar- und Ernährungspolitik national wie international beeinflussen
  • Zunehmend starke internationale Vernetzung (z.B. Deutschland - EUWelt), erschwert eine rein an nationalen Interessen ausgerichtete Politik
Ökonomie III_Wirtschaftspolitik

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