Erbrecht at Universität Bonn | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Erbrecht an der Universität Bonn

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Erbrecht Kurs an der Universität Bonn zu.

TESTE DEIN WISSEN

Ansprüche des Dritten gegen den Erben?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • aus Vermächtnis gem. §§ 2147, 2174 BGB
  • Pflichtteil § 2303 BGB
  • §§ 1931 III, 1371 III, 1378 BGB
  • jeweils iVm. § 1967 gegen den Einzelerben
  • iVm. § 2058 BGB gegen Erbengemeinschaft, § 2032 BGB
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Aufbau des Anspruchs wegen Erbschaft?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

I. Anspruchsteller muss gem. § 1922 Erbe sein

1. durch Verfügung von Todes wegen

  • letztwillige Verfügung = Testament §§ 1937, 2229 ff, 2064 BGB
  • Erbvertrag §§ 1941, 2274 ff BGB
  • Gemeinschaftliches Testament §§ 2265 ff BGB

2. sonst kraft Gesetz

3. kein Ausschluss

II. weitere Voraussetzungen der jeweiligen AGL

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Was sind die allgemeinen Voraussetzungen einer wirksamen letztwilligen Verfügung / Testament / Erbvertrag?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  1. Testierwille
  2. Testierfähigkeit (Geschäftsfähigkeit)
  3. persönlich
  4. eigenhändig geschrieben und unterschrieben
  5. Auslegung als Erbeinsetzung §§ 2066, 2087 I, II) ≠ Vermächtnis, Vorerbschaft §§ 2100 ff, Schenkung von Todeswegen § 2301
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Was sind die Ausschlussgründe von der Erbschaft?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

1. Ausschlagung §§ 1942 ff

2. Erbunwürdigkeit § 2339 BGB

3. Enterbung § 1938 BGB => Pflichtteilsrechte, §§ 2303 ff BGB

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Das wirksame Testament setzt a) den Testierwillen = Geschäftsfähigkeit) und b) die persönliche Errichtung voraus. Was sind die rechtlichen Grundlagen der persönlichen Errichtung?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

1. rechtliche Grundlage des Testament: §§ 2064, 2065

2. rechtliche Grundlage des Erbvertrags: § 2274 BGB


=> keine Stellvertretung; keine Erklärungsbotenschaft; keine Bestimmung durch Dritte, s. § 2065 BGB


beachte: gem. §§ 2074 f BGB sind Bedingungen möglich ≠ Unterschied zur Bestimmung durch Dritte liegt darin, dass der Dritte aufgrund von objektiven Voraussetzungen, die aus dem Testament herausgehen, den Erben und die Erbsache bezeichnen können.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Wie muss die Verfügung von Todes wegen ergehen, welche Form muss eingehalten werden?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

abhängig von der Art der Verfügung von Todes wegen:


​1. eigenhändiges Testament:

  • § 2247 BGB: eigenhändig geschrieben, lesbar und unterschrieben; Zeit und Ort der Errichtung angegeben
  • Ungewissheit über den Inhalt des Geschriebenen wegen Unlesbarkeit => Unwirksamkeit des Testaments, wenn der Wille nicht vollständig ermittelt werden kann (Auslegung nur nach § 133 BGB da nicht empfangsbedürftig) => Beweismittel außer der Urkunde sind dann unzulässig


2. öffentliches Testament § 2232 BGB


3. außerordentliches Testament

a) Nottestamente §§ 2249, 2250 BGB

b) Seetestament §§ 2251


4. gemeinschaftliches Testament § 2267 BGB

  • Errichtung durch Ehegatten
  • eigenhändiges Niederschreiben des Textes durch einen Ehegatten
  • Unterschrift beider Ehegatten


5. Erbvertrag §§ 2276 BGB

  • zur Niederschrift des Notars bei gleichzeitiger Anwesenheit beider Teile
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Welche Funktion hat die Unterschrift des Testament?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

1. Identitätsfunktion: Urheberschaft des Erblassers gesichert

2. Abschlussfunktion: Unterschrift muss am Ende der Erklärung stehen


beachte: unterstützende Schreibhilfe schließt die Eigenhändigkeit nicht aus

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

​Wie ist ein Testament auszulegen?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Ziel: Ermittlung des wahren Willens des Erblassers


Grundlage: der erklärte Wille des Erblassers, ggf. unter Heranziehung der äußerlichen Umstände außerhalb des Testaments


​=> ergänzende Auslegung:Ermittlung des hypothetischen Willens des Erblassers zum Zeitpunkt der Testamentserrichtung


=> § 133 BGB

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Gibt es gesetzliche Auslegungs- und Ergänzungsregeln? Wenn ja, welche?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • bei Unklarheiten zur Person des Bedachten: § 2066-2076
  • bei Unklarheiten über die Erbeinsetzung §§ 2087-2099
  • Grundsatz der wohlwollenden Auslegung § 2084
    • setzt (form)gültiges Testament voraus
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Ist der Widerruf  eines Testaments möglich?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

ja, nach den §§ 2253 ff möglich

=> setzt aber Testierfähigkeit voraus, Ausnahme: § 2253 BGB

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Ist die Anfechtung einer durch Testament getroffenen Verfügung von Todes wegen möglich?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

ja:


I. Anfechtungsgrund

1. Inhalts- und Erklärungsirrtum § 2078 I BGB

2. widerrechtliche Drohung § 2078 II 2. Fall

3. Motivirrtum § 2078 II 1. Fall - geht weiter als § 119 II BGB

beachte; arglistige Täuschung  (vgl. § 123 I 1. Fall BGB) führt hier zu Motivirrtum, ist also in § 2078 II BGB enthalten

4. bei Übergehung eines Pflichtteilsberechtigten: § 2079 BGB (Spezialfall des Motivirrtums)


II. Kausalität

- bei § 2079 BGB vermutet

​​

III. Anfechtungsberechtigung

=> derjenige, der dem Wegfall der Verfügung unmittelbar zustatten kommt; nicht der Erblasser, da dieser widerrufen kann


IV. Anfechtungserklärung

  • in wichtigen Fällen: ggü. dem Nachlassgericht § 2081 I, III BGB
  • sonst: § 143 BGB: ggü. den, der unmittelbar einen rechtlichen Vorteil erlangt hat, vgl. § 143 IV BGB
  • formfrei


V. Rechtsfolge

  • ​ex-tunc nichtig § 142
  • § 122 BGB nicht anwendbar, s. § 2078 BGB
  • im Zweifel nur teilweise Unwirksamkeit § 2085 ≠ anders als § 139 BGB
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Ansprüche des Erben gegen Dritte?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

- Schuldrechtliche Ansprüche, z.B. Zahlung des Kaufpreises

- Anspruch gegen Erbschaftsbesitzer (jemand der tatsächlich kein Erbe ist) §§ 2018, 2019 BGB

- Herausgabe gegen den Besitzer § 985 BGB, beachte §§ 857, 935, §§ 2366 ff BGB

Lösung ausblenden
  • 174092 Karteikarten
  • 2749 Studierende
  • 84 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Erbrecht Kurs an der Universität Bonn - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Ansprüche des Dritten gegen den Erben?

A:
  • aus Vermächtnis gem. §§ 2147, 2174 BGB
  • Pflichtteil § 2303 BGB
  • §§ 1931 III, 1371 III, 1378 BGB
  • jeweils iVm. § 1967 gegen den Einzelerben
  • iVm. § 2058 BGB gegen Erbengemeinschaft, § 2032 BGB
Q:

Aufbau des Anspruchs wegen Erbschaft?

A:

I. Anspruchsteller muss gem. § 1922 Erbe sein

1. durch Verfügung von Todes wegen

  • letztwillige Verfügung = Testament §§ 1937, 2229 ff, 2064 BGB
  • Erbvertrag §§ 1941, 2274 ff BGB
  • Gemeinschaftliches Testament §§ 2265 ff BGB

2. sonst kraft Gesetz

3. kein Ausschluss

II. weitere Voraussetzungen der jeweiligen AGL

Q:

Was sind die allgemeinen Voraussetzungen einer wirksamen letztwilligen Verfügung / Testament / Erbvertrag?

A:
  1. Testierwille
  2. Testierfähigkeit (Geschäftsfähigkeit)
  3. persönlich
  4. eigenhändig geschrieben und unterschrieben
  5. Auslegung als Erbeinsetzung §§ 2066, 2087 I, II) ≠ Vermächtnis, Vorerbschaft §§ 2100 ff, Schenkung von Todeswegen § 2301
Q:

Was sind die Ausschlussgründe von der Erbschaft?

A:

1. Ausschlagung §§ 1942 ff

2. Erbunwürdigkeit § 2339 BGB

3. Enterbung § 1938 BGB => Pflichtteilsrechte, §§ 2303 ff BGB

Q:

Das wirksame Testament setzt a) den Testierwillen = Geschäftsfähigkeit) und b) die persönliche Errichtung voraus. Was sind die rechtlichen Grundlagen der persönlichen Errichtung?

A:

1. rechtliche Grundlage des Testament: §§ 2064, 2065

2. rechtliche Grundlage des Erbvertrags: § 2274 BGB


=> keine Stellvertretung; keine Erklärungsbotenschaft; keine Bestimmung durch Dritte, s. § 2065 BGB


beachte: gem. §§ 2074 f BGB sind Bedingungen möglich ≠ Unterschied zur Bestimmung durch Dritte liegt darin, dass der Dritte aufgrund von objektiven Voraussetzungen, die aus dem Testament herausgehen, den Erben und die Erbsache bezeichnen können.

Mehr Karteikarten anzeigen
Q:

Wie muss die Verfügung von Todes wegen ergehen, welche Form muss eingehalten werden?

A:

abhängig von der Art der Verfügung von Todes wegen:


​1. eigenhändiges Testament:

  • § 2247 BGB: eigenhändig geschrieben, lesbar und unterschrieben; Zeit und Ort der Errichtung angegeben
  • Ungewissheit über den Inhalt des Geschriebenen wegen Unlesbarkeit => Unwirksamkeit des Testaments, wenn der Wille nicht vollständig ermittelt werden kann (Auslegung nur nach § 133 BGB da nicht empfangsbedürftig) => Beweismittel außer der Urkunde sind dann unzulässig


2. öffentliches Testament § 2232 BGB


3. außerordentliches Testament

a) Nottestamente §§ 2249, 2250 BGB

b) Seetestament §§ 2251


4. gemeinschaftliches Testament § 2267 BGB

  • Errichtung durch Ehegatten
  • eigenhändiges Niederschreiben des Textes durch einen Ehegatten
  • Unterschrift beider Ehegatten


5. Erbvertrag §§ 2276 BGB

  • zur Niederschrift des Notars bei gleichzeitiger Anwesenheit beider Teile
Q:

Welche Funktion hat die Unterschrift des Testament?

A:

1. Identitätsfunktion: Urheberschaft des Erblassers gesichert

2. Abschlussfunktion: Unterschrift muss am Ende der Erklärung stehen


beachte: unterstützende Schreibhilfe schließt die Eigenhändigkeit nicht aus

Q:

​Wie ist ein Testament auszulegen?

A:

Ziel: Ermittlung des wahren Willens des Erblassers


Grundlage: der erklärte Wille des Erblassers, ggf. unter Heranziehung der äußerlichen Umstände außerhalb des Testaments


​=> ergänzende Auslegung:Ermittlung des hypothetischen Willens des Erblassers zum Zeitpunkt der Testamentserrichtung


=> § 133 BGB

Q:

Gibt es gesetzliche Auslegungs- und Ergänzungsregeln? Wenn ja, welche?

A:
  • bei Unklarheiten zur Person des Bedachten: § 2066-2076
  • bei Unklarheiten über die Erbeinsetzung §§ 2087-2099
  • Grundsatz der wohlwollenden Auslegung § 2084
    • setzt (form)gültiges Testament voraus
Q:

Ist der Widerruf  eines Testaments möglich?

A:

ja, nach den §§ 2253 ff möglich

=> setzt aber Testierfähigkeit voraus, Ausnahme: § 2253 BGB

Q:

Ist die Anfechtung einer durch Testament getroffenen Verfügung von Todes wegen möglich?

A:

ja:


I. Anfechtungsgrund

1. Inhalts- und Erklärungsirrtum § 2078 I BGB

2. widerrechtliche Drohung § 2078 II 2. Fall

3. Motivirrtum § 2078 II 1. Fall - geht weiter als § 119 II BGB

beachte; arglistige Täuschung  (vgl. § 123 I 1. Fall BGB) führt hier zu Motivirrtum, ist also in § 2078 II BGB enthalten

4. bei Übergehung eines Pflichtteilsberechtigten: § 2079 BGB (Spezialfall des Motivirrtums)


II. Kausalität

- bei § 2079 BGB vermutet

​​

III. Anfechtungsberechtigung

=> derjenige, der dem Wegfall der Verfügung unmittelbar zustatten kommt; nicht der Erblasser, da dieser widerrufen kann


IV. Anfechtungserklärung

  • in wichtigen Fällen: ggü. dem Nachlassgericht § 2081 I, III BGB
  • sonst: § 143 BGB: ggü. den, der unmittelbar einen rechtlichen Vorteil erlangt hat, vgl. § 143 IV BGB
  • formfrei


V. Rechtsfolge

  • ​ex-tunc nichtig § 142
  • § 122 BGB nicht anwendbar, s. § 2078 BGB
  • im Zweifel nur teilweise Unwirksamkeit § 2085 ≠ anders als § 139 BGB
Q:

Ansprüche des Erben gegen Dritte?

A:

- Schuldrechtliche Ansprüche, z.B. Zahlung des Kaufpreises

- Anspruch gegen Erbschaftsbesitzer (jemand der tatsächlich kein Erbe ist) §§ 2018, 2019 BGB

- Herausgabe gegen den Besitzer § 985 BGB, beachte §§ 857, 935, §§ 2366 ff BGB

Erbrecht

Erstelle und finde Lernmaterialien auf StudySmarter.

Greife kostenlos auf tausende geteilte Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren und mehr zu.

Jetzt loslegen

Das sind die beliebtesten StudySmarter Kurse für deinen Studiengang Erbrecht an der Universität Bonn

Für deinen Studiengang Erbrecht an der Universität Bonn gibt es bereits viele Kurse, die von deinen Kommilitonen auf StudySmarter erstellt wurden. Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren, Übungsaufgaben und mehr warten auf dich!

Das sind die beliebtesten Erbrecht Kurse im gesamten StudySmarter Universum

Familien- und Erbrecht

Universität Münster

Zum Kurs

Die all-in-one Lernapp für Studierende

Greife auf Millionen geteilter Lernmaterialien der StudySmarter Community zu
Kostenlos anmelden Erbrecht
Erstelle Karteikarten und Zusammenfassungen mit den StudySmarter Tools
Kostenlos loslegen Erbrecht