Klipsy at Universität Bochum | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Klipsy an der Universität Bochum

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TESTE DEIN WISSEN

Tierethische Grundkategorien

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TESTE DEIN WISSEN
  • Anthropozentrik, Biozentrik und Pathozentrik
  • Tierschutz, Tierrechte und Tierbefreiung
  • Ontologischer und noetischer Anthropozentrismus
  • Verantwortungsethik: „Relatives“ statt „Absolutes“
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TESTE DEIN WISSEN

Ethische Perspektiven

I. Kant zu Tierversuchen


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TESTE DEIN WISSEN

„Wenn […] Anatomen lebendige Tiere zu den Experimenten nehmen, so ist es zwar grausam, ob es gleich zu etwas Gutem angewandt wird. Weil nun die Tiere als Instrumente des Menschen betrachtet werden, so geht’s an, aber auf keine Weise als ein Spiel.“

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TESTE DEIN WISSEN

Modell ethischer Urteilsbildung

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TESTE DEIN WISSEN

1. Analyse der Situation

  • Benennung des Konflikts – Feststellung benennbarer Fakten
  • Erwartung der Stakeholder

(Erwartungen direkt und indirekt Beteiligter – innere Situation der Betroffenen)


2. Prüfung der subjektiven Bedingungen

Möglichkeiten und Grenzen:

  • Qualifikation, Kenntnisse, erforderliche Distanz
  • Eruierung von Kooperationsmöglichkeiten

3. Genaue Bestimmung des Konflikts

  • Koordination der bisher benannten Faktoren
  • Einordnung der speziellen Situation in Gesamtsituation
  • Einschätzung widerstreitender Kräfte, Interessen etc.

4. Abwägen der Verhaltensalternativen

  • Fixierung der realen Möglichkeiten
  • Kalkulation wahrscheinlicher Folgen
  • Feststellung vorhandener Mittel

5. Reflexion der Maßstäbe

  • Erhebung relevanter, konkreter Normen
  • (auch: Gruppen- u. Fremdnützigkeit / doppelte Bindung der Verantwortung ggü. Tieren und Mitmenschen, etc.)
  • Gewichtung der Normen
  • Verallgemeinbarkeit und Situationsgerechtigkeit

6. Güterabwägung

Bestimmung des relativ kleinsten Übels und zugleich des relativ höchsten Guts

--> Bestimmung des Verantwortbaren

7. Entscheidung und Überprüfung

  • Wahl einer Verhaltensalternative
  • Überprüfung

(Angemessenheit | Plausibilität | Ausschluss illegitimer Interessen)

  • Anschluss: Entwicklung einer Handlungsstrategie
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TESTE DEIN WISSEN

Problemfelder der Forschungsethik in der Psychologie


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TESTE DEIN WISSEN

• Planung und Durchführung von Forschungsvorhaben (Freiwilligkeit, Informiertheit vs. notwendiger Täuschung etc.)

• Wissenschaftsfreiheit, Publikationsprozess und Gesellschaftsrelevanz der Forschung

• Datenaufbewahrung, Methoden der Anonymisierung

• Umgang mit besonders vulnerablen Gruppen in der Forschung

• Umgang mit Tieren in der Forschung

• Implizite Menschenbilder und Krankheitsdeutungen empirischer Forschung inkl. impliziten und expliziten Rassismen

• …

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TESTE DEIN WISSEN

„Täuschungsexperimente“

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TESTE DEIN WISSEN
  • Das Dilemma: Respekt vor der Selbstbestimmung der Vp versus Forschungsinteressen.
  • Teilnahmen an Studien müssen freiwillig und auf der Basis angemessener Teilnehmenden-Informationen strukturiert sein.
  • Ziel: Informed consent!
  • Problem: Forschungsfragen, bei denen zur Sicherung eines Mindestmaßes an Validität der Daten entweder

- spezifische Informationen vorenthalten bleiben, oder

- eine Täuschungsgeschichte (coverstory) erzählt wird.

  • Klärungen: Unbedingt nötig? Erwartbare Erkenntnis versus Proble- matik der Täuschung! Minimum an Täuschung! Ex-Post-Aufklärung! Negative Konsequenzen?


Beispiel: Verdeckter Leistungstest, verdeckte Testung sozialer Einstellungen u.a.


Mögliche negative Konsequenzen:

- Ggf. Selbstattribuierung der (ggf. nicht-optimalen) Leistung auf persönliche Fähigkeiten, ggf. im Vergleich zu anderen Vp‘s

- Implizite Persönlichkeitsbewertungen

- Missbrauch von Vertrauen durch Täuschung.

Standards:

- Vorab-Erklärung, dass nicht alle Infos gegeben wurden,

- Umgang mit Daten (ggf. nicht verwertbar),

- ggf. nachgehende Kontaktaufnahme.

Sonderfälle: Studien mit Kindern, erkrankten Menschen u.a.

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Stanford Prison: Ethisch unbedenklich?


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TESTE DEIN WISSEN

Das Stanford-Prison Experiment wurde von einer damaligen Ethikkommission als unbedenklich eingestuft, nicht zuletzt weil keine herkömmliche Täuschung oder Irreführung vorlag, da Teilnehmende im Vorfeld über die Einschränkungen ihrer Recht informiert wurden. Darüber hinaus hat das Experiment – ähnlich wie die Milgram Studien – zu kontroversen und breiten gesellschaftlichen Diskussionen über totalitäre Institutionen, Autorität und Machtmissbrauch geführt. Es ist also von hoher gesellschaftlicher Relevanz.


Diskussionsimpuls:

Würden Sie als Ethikkommission das Experiment als unbedenklich einstufen? Falls ja, unter welchen Bedingungen würden Sie einen vorzeitigen Abbruch erwägen? Benennen Sie die ethischen Kriterien Ihrer Entscheidung!


„Die ersten psychologisch-ethischen Richtlinien wurden 1952 von der American Psychological Association (APA) vorgestellt. Sie liegen heute als Ethics Code of Conduct in einer mehrmals revidierten bzw. ergänzten Version vor (American Psychological Association, 2017) und umfassen fünf Prinzipien, die nicht ausschließlich den Umgang mit Teilnehmenden im Rahmen von Forschungsprojekten, sondern ethisches Handeln in den verschiedenen Phasen des Forschungsprozesses thematisieren:

1. Fürsorge und Nichtschädigung

2. Redlichkeit und Verantwortlichkeit

3. Integrität

4. Gerechtigkeit

5. Respekt gegenüber persönlichen Rechten und der Würde der Person

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TESTE DEIN WISSEN

Zitat über Rassismus


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TESTE DEIN WISSEN

„Rassistische Konstruktionen haben in der Psychiatriegeschichte eine unheilvolle Rolle gespielt und die DGPPN bekennt sich zu ihrer Verantwortung, diese Traditionen kritisch aufzuarbeiten und aktiv gegen alle Formen rassistischer Diskriminierung und Ausschließung einzutreten. Diese Aktivitäten begleiten und ergänzen die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Psychiatrie in Kolonialismus und Nationalsozialismus, der Verantwortung für die Massenmorde an psychisch Kranken und für wissenschaftlichen Antisemitismus und Antiziganismus.“

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Rassismuskritik in der psychologischen Forschung

Der „Fall Eysenck“:


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„Papst der Verhaltensforschung“ oder „Rassist“?

Hans Jürgen Eysenck (1916-1997), dt.stämmiger, britischer Psychologe, floh 1934 vor dem NS-Regime, galt als führender Vertreter einer naturwissenschaftl.-experimentell ausgerichteten Psychologie, bis heute viel zitiert.


Themen: Persönlichkeitsforschung, Intelligenztests.


Hauptziel: Methodik der Faktorenanalyse auf der Grundlage strenger Messungen und statistischer Auswertungen. (Kritik der Psychoanalyse; Fragebogendaten; kaum Langzeitstudien)


  • Faktorenanalyse als gängige Methodik der Persönlichkeitspsychologie mit dem Ziel: Variablen des Verhaltens und der Befindlichkeit auf wenige hypothethetische Faktoren zurück zu beziehen. (Suche nach Korrelationen) Eysenck identifizierte Grundzüge der Persönlichkeit nach charakteristischen Items, indem er Grunddimensionen (Typen: Extraversion vs. Introversion, Neurotizismus vs. emotionale Stabilität, später: Psychotizismus) bestimmte.
  • Verbindung mit biologischen Fakten: Bezug zum ARAS (aufsteigendes re+kuläres ak+vierendes System zur Ak+vierung des Cortex) und zum limbischen System.
  • Eysencks Versuch der IntegraUon der Gene$k und Betonung der Rolle geerbter EigenschaXen: GeneUsch sind „Geneigtheiten“ einer Person festgelegt, die aber (in Grenzen) zu ändern sind.
  • Intelligenzforschung: GeneUsche Modelle und Methoden geben uns recht „in der Behauptung, daß die Erblichkeit der Intelligenz annähernd 80% beträgt.“
  • These Eysenck: Signifikante Unterschiede zwischen „Ethnien“: „E…, die in Eiswüsten …leben, schneiden im Text …genauso gut oder besser ab als der weiße kanadische DurchschniX; sie erzielen viel höhere Werte als jamaikanische oder amerikanische N…, obwohl diese unter Bedingungen aufwachsen, die viel mehr denen der normsetzenden weißen Gruppen ähneln, d.h. mit einem viel besseren Angebot an Umwelt- und sozialer SPmulaPon. Interessanterweise waren E…, die noch unter ursprünglichsten Bedingungen lebten, in den Tests besser als jene, die sich in …Kontakt mit … Weißen … kulturell angeglichen haXen.“ (H.-J. Eysenck, Ungleichheit, S. 135)
  • Diesen Befund bewertet Eysenck als Beleg, dass der Vorwurf der MiXel- standsorienPerung von IQ-Testverfahren falsch ist! Probleme der Daten? Daten von Cyril Burt, Eysenck u.a.: Ggf. gefälscht? Oder fehlerhac erhoben? Oder…?
  • Eysenck: Wichtigster (weil renommiertester) Vertreter der Wiederaufnahme von Grundfragen der „Rasseforschung“ (auch wenn der Begriff nicht fällt!) nach dem 2. WK, an einem prominenten Ort! Seit 2019: King‘s College London untersucht Arbeiten von Eysenck, einige Veröffentlichungen werden als „unsicher“ eingestuft (wg. Datenbasis) und sollten nicht mehr veröffentlicht/zitiert werden. Verteidiger Eysencks versuchen dies zu verhindern. Im Jahr 2020 wurden vom King‘s College 14 Veröffentlichungen von Eysenck zurückgezogen, weitere 7 Arbeiten angezweifelt.
  • Größter „Wissenschaftsskandal“ der Psychologie?
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Mehrdimensionalität: Rassismus, Gesundheit und Psychotherapie


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TESTE DEIN WISSEN

- Erforschung des Zusammenhangs von Rassismuserfahrungen, Trauma und Stress (Stichworte: racial stress, race-based/-related stress) 

- Rassistische Diskriminierung im Gesundheitssystem bzw. Versorgung von Menschen of Color im Gesundheitswesen 

- Psychotherapeutischer Umgang mit Rassismuserfahrungen 

- Rassismus- und Diversitätssensibilität in der psychotherapeutischen Aus- und Weiterbildung

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Rassismus

…als


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Legitimationsstrategie für Kolonialismus und Ausbeutung

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Geschichte des Rassismus


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TESTE DEIN WISSEN

- Reconqista im 15. Jh. (Konzept der „Reinheit des Glaubens“/„Reinheit des Blutes“) 

- Konzept der ‚Rassen’ aus dem Tier- und Pflanzenreich auf Menschen übertragen im ausgehenden 16. und frühen 17. Jahrhundert 

- Rückgriff auf Theoreme und Abgrenzungsprozesse der Antike (Klimatheorien) 

- Kolonialismus, transatlantischer „Sklav*innenhandel“/Maafa

-  Darwins Ringen der Arten um Überleben erfährt Umdeutung zu Kampf der Rassen 

- Holocaust stellt singulären Höhepunkt in der Geschichte rassistischer Gewalt dar

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Menschliche Informationsverarbeitung


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Bewusste Kapazität: bis 60 bits/Sekunde

Input (bits/s)

z.B. Augen: 10 000 000



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  • 237487 Karteikarten
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  • 108 Lernmaterialien

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Q:

Tierethische Grundkategorien

A:
  • Anthropozentrik, Biozentrik und Pathozentrik
  • Tierschutz, Tierrechte und Tierbefreiung
  • Ontologischer und noetischer Anthropozentrismus
  • Verantwortungsethik: „Relatives“ statt „Absolutes“
Q:

Ethische Perspektiven

I. Kant zu Tierversuchen


A:

„Wenn […] Anatomen lebendige Tiere zu den Experimenten nehmen, so ist es zwar grausam, ob es gleich zu etwas Gutem angewandt wird. Weil nun die Tiere als Instrumente des Menschen betrachtet werden, so geht’s an, aber auf keine Weise als ein Spiel.“

Q:

Modell ethischer Urteilsbildung

A:

1. Analyse der Situation

  • Benennung des Konflikts – Feststellung benennbarer Fakten
  • Erwartung der Stakeholder

(Erwartungen direkt und indirekt Beteiligter – innere Situation der Betroffenen)


2. Prüfung der subjektiven Bedingungen

Möglichkeiten und Grenzen:

  • Qualifikation, Kenntnisse, erforderliche Distanz
  • Eruierung von Kooperationsmöglichkeiten

3. Genaue Bestimmung des Konflikts

  • Koordination der bisher benannten Faktoren
  • Einordnung der speziellen Situation in Gesamtsituation
  • Einschätzung widerstreitender Kräfte, Interessen etc.

4. Abwägen der Verhaltensalternativen

  • Fixierung der realen Möglichkeiten
  • Kalkulation wahrscheinlicher Folgen
  • Feststellung vorhandener Mittel

5. Reflexion der Maßstäbe

  • Erhebung relevanter, konkreter Normen
  • (auch: Gruppen- u. Fremdnützigkeit / doppelte Bindung der Verantwortung ggü. Tieren und Mitmenschen, etc.)
  • Gewichtung der Normen
  • Verallgemeinbarkeit und Situationsgerechtigkeit

6. Güterabwägung

Bestimmung des relativ kleinsten Übels und zugleich des relativ höchsten Guts

--> Bestimmung des Verantwortbaren

7. Entscheidung und Überprüfung

  • Wahl einer Verhaltensalternative
  • Überprüfung

(Angemessenheit | Plausibilität | Ausschluss illegitimer Interessen)

  • Anschluss: Entwicklung einer Handlungsstrategie
Q:

Problemfelder der Forschungsethik in der Psychologie


A:

• Planung und Durchführung von Forschungsvorhaben (Freiwilligkeit, Informiertheit vs. notwendiger Täuschung etc.)

• Wissenschaftsfreiheit, Publikationsprozess und Gesellschaftsrelevanz der Forschung

• Datenaufbewahrung, Methoden der Anonymisierung

• Umgang mit besonders vulnerablen Gruppen in der Forschung

• Umgang mit Tieren in der Forschung

• Implizite Menschenbilder und Krankheitsdeutungen empirischer Forschung inkl. impliziten und expliziten Rassismen

• …

Q:

„Täuschungsexperimente“

A:
  • Das Dilemma: Respekt vor der Selbstbestimmung der Vp versus Forschungsinteressen.
  • Teilnahmen an Studien müssen freiwillig und auf der Basis angemessener Teilnehmenden-Informationen strukturiert sein.
  • Ziel: Informed consent!
  • Problem: Forschungsfragen, bei denen zur Sicherung eines Mindestmaßes an Validität der Daten entweder

- spezifische Informationen vorenthalten bleiben, oder

- eine Täuschungsgeschichte (coverstory) erzählt wird.

  • Klärungen: Unbedingt nötig? Erwartbare Erkenntnis versus Proble- matik der Täuschung! Minimum an Täuschung! Ex-Post-Aufklärung! Negative Konsequenzen?


Beispiel: Verdeckter Leistungstest, verdeckte Testung sozialer Einstellungen u.a.


Mögliche negative Konsequenzen:

- Ggf. Selbstattribuierung der (ggf. nicht-optimalen) Leistung auf persönliche Fähigkeiten, ggf. im Vergleich zu anderen Vp‘s

- Implizite Persönlichkeitsbewertungen

- Missbrauch von Vertrauen durch Täuschung.

Standards:

- Vorab-Erklärung, dass nicht alle Infos gegeben wurden,

- Umgang mit Daten (ggf. nicht verwertbar),

- ggf. nachgehende Kontaktaufnahme.

Sonderfälle: Studien mit Kindern, erkrankten Menschen u.a.

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Q:

Stanford Prison: Ethisch unbedenklich?


A:

Das Stanford-Prison Experiment wurde von einer damaligen Ethikkommission als unbedenklich eingestuft, nicht zuletzt weil keine herkömmliche Täuschung oder Irreführung vorlag, da Teilnehmende im Vorfeld über die Einschränkungen ihrer Recht informiert wurden. Darüber hinaus hat das Experiment – ähnlich wie die Milgram Studien – zu kontroversen und breiten gesellschaftlichen Diskussionen über totalitäre Institutionen, Autorität und Machtmissbrauch geführt. Es ist also von hoher gesellschaftlicher Relevanz.


Diskussionsimpuls:

Würden Sie als Ethikkommission das Experiment als unbedenklich einstufen? Falls ja, unter welchen Bedingungen würden Sie einen vorzeitigen Abbruch erwägen? Benennen Sie die ethischen Kriterien Ihrer Entscheidung!


„Die ersten psychologisch-ethischen Richtlinien wurden 1952 von der American Psychological Association (APA) vorgestellt. Sie liegen heute als Ethics Code of Conduct in einer mehrmals revidierten bzw. ergänzten Version vor (American Psychological Association, 2017) und umfassen fünf Prinzipien, die nicht ausschließlich den Umgang mit Teilnehmenden im Rahmen von Forschungsprojekten, sondern ethisches Handeln in den verschiedenen Phasen des Forschungsprozesses thematisieren:

1. Fürsorge und Nichtschädigung

2. Redlichkeit und Verantwortlichkeit

3. Integrität

4. Gerechtigkeit

5. Respekt gegenüber persönlichen Rechten und der Würde der Person

Q:

Zitat über Rassismus


A:

„Rassistische Konstruktionen haben in der Psychiatriegeschichte eine unheilvolle Rolle gespielt und die DGPPN bekennt sich zu ihrer Verantwortung, diese Traditionen kritisch aufzuarbeiten und aktiv gegen alle Formen rassistischer Diskriminierung und Ausschließung einzutreten. Diese Aktivitäten begleiten und ergänzen die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Psychiatrie in Kolonialismus und Nationalsozialismus, der Verantwortung für die Massenmorde an psychisch Kranken und für wissenschaftlichen Antisemitismus und Antiziganismus.“

Q:

Rassismuskritik in der psychologischen Forschung

Der „Fall Eysenck“:


A:

„Papst der Verhaltensforschung“ oder „Rassist“?

Hans Jürgen Eysenck (1916-1997), dt.stämmiger, britischer Psychologe, floh 1934 vor dem NS-Regime, galt als führender Vertreter einer naturwissenschaftl.-experimentell ausgerichteten Psychologie, bis heute viel zitiert.


Themen: Persönlichkeitsforschung, Intelligenztests.


Hauptziel: Methodik der Faktorenanalyse auf der Grundlage strenger Messungen und statistischer Auswertungen. (Kritik der Psychoanalyse; Fragebogendaten; kaum Langzeitstudien)


  • Faktorenanalyse als gängige Methodik der Persönlichkeitspsychologie mit dem Ziel: Variablen des Verhaltens und der Befindlichkeit auf wenige hypothethetische Faktoren zurück zu beziehen. (Suche nach Korrelationen) Eysenck identifizierte Grundzüge der Persönlichkeit nach charakteristischen Items, indem er Grunddimensionen (Typen: Extraversion vs. Introversion, Neurotizismus vs. emotionale Stabilität, später: Psychotizismus) bestimmte.
  • Verbindung mit biologischen Fakten: Bezug zum ARAS (aufsteigendes re+kuläres ak+vierendes System zur Ak+vierung des Cortex) und zum limbischen System.
  • Eysencks Versuch der IntegraUon der Gene$k und Betonung der Rolle geerbter EigenschaXen: GeneUsch sind „Geneigtheiten“ einer Person festgelegt, die aber (in Grenzen) zu ändern sind.
  • Intelligenzforschung: GeneUsche Modelle und Methoden geben uns recht „in der Behauptung, daß die Erblichkeit der Intelligenz annähernd 80% beträgt.“
  • These Eysenck: Signifikante Unterschiede zwischen „Ethnien“: „E…, die in Eiswüsten …leben, schneiden im Text …genauso gut oder besser ab als der weiße kanadische DurchschniX; sie erzielen viel höhere Werte als jamaikanische oder amerikanische N…, obwohl diese unter Bedingungen aufwachsen, die viel mehr denen der normsetzenden weißen Gruppen ähneln, d.h. mit einem viel besseren Angebot an Umwelt- und sozialer SPmulaPon. Interessanterweise waren E…, die noch unter ursprünglichsten Bedingungen lebten, in den Tests besser als jene, die sich in …Kontakt mit … Weißen … kulturell angeglichen haXen.“ (H.-J. Eysenck, Ungleichheit, S. 135)
  • Diesen Befund bewertet Eysenck als Beleg, dass der Vorwurf der MiXel- standsorienPerung von IQ-Testverfahren falsch ist! Probleme der Daten? Daten von Cyril Burt, Eysenck u.a.: Ggf. gefälscht? Oder fehlerhac erhoben? Oder…?
  • Eysenck: Wichtigster (weil renommiertester) Vertreter der Wiederaufnahme von Grundfragen der „Rasseforschung“ (auch wenn der Begriff nicht fällt!) nach dem 2. WK, an einem prominenten Ort! Seit 2019: King‘s College London untersucht Arbeiten von Eysenck, einige Veröffentlichungen werden als „unsicher“ eingestuft (wg. Datenbasis) und sollten nicht mehr veröffentlicht/zitiert werden. Verteidiger Eysencks versuchen dies zu verhindern. Im Jahr 2020 wurden vom King‘s College 14 Veröffentlichungen von Eysenck zurückgezogen, weitere 7 Arbeiten angezweifelt.
  • Größter „Wissenschaftsskandal“ der Psychologie?
Q:

Mehrdimensionalität: Rassismus, Gesundheit und Psychotherapie


A:

- Erforschung des Zusammenhangs von Rassismuserfahrungen, Trauma und Stress (Stichworte: racial stress, race-based/-related stress) 

- Rassistische Diskriminierung im Gesundheitssystem bzw. Versorgung von Menschen of Color im Gesundheitswesen 

- Psychotherapeutischer Umgang mit Rassismuserfahrungen 

- Rassismus- und Diversitätssensibilität in der psychotherapeutischen Aus- und Weiterbildung

Q:

Rassismus

…als


A:

Legitimationsstrategie für Kolonialismus und Ausbeutung

Q:

Geschichte des Rassismus


A:

- Reconqista im 15. Jh. (Konzept der „Reinheit des Glaubens“/„Reinheit des Blutes“) 

- Konzept der ‚Rassen’ aus dem Tier- und Pflanzenreich auf Menschen übertragen im ausgehenden 16. und frühen 17. Jahrhundert 

- Rückgriff auf Theoreme und Abgrenzungsprozesse der Antike (Klimatheorien) 

- Kolonialismus, transatlantischer „Sklav*innenhandel“/Maafa

-  Darwins Ringen der Arten um Überleben erfährt Umdeutung zu Kampf der Rassen 

- Holocaust stellt singulären Höhepunkt in der Geschichte rassistischer Gewalt dar

Q:

Menschliche Informationsverarbeitung


A:

Bewusste Kapazität: bis 60 bits/Sekunde

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z.B. Augen: 10 000 000



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