Berufsrecht at Universität Bochum | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Berufsrecht an der Universität Bochum

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TESTE DEIN WISSEN

Wie kommen Psychotherapeuten ins GKV System 

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TESTE DEIN WISSEN

- Antrag auf Erteilung einer gesetzlichen Ermächtigung

--> (§ 31 Abs. 1a) ÄZV) z.B. bei PP und KJP, die zum Teil über lange Wartelisten verfügen und schon heute häufig allein über das Kostenerstattungsverfahren abrechnen (§ 13 SGBV) 


- Alternativen zum Nachbesetzungsverfahren bei Überversorgung:

-->  Antrag auf Sonderbedarfszulassung ? (§ 101 Abs. 1 Nr. 3 SGB V) z.B. bei PP und KJP, die zum Teil über lange Wartelisten verfügen und schon heute manchmal allein über das Kostenerstattungsverfahren abrechnen (§ 13 SGBV)


Wann liegt ein besonderer Bedarf vor, in lokaler Hinsicht:

--> Ist der Zugang zur vertragstherapeutischen Versorgung zumutbar? 

--> Erscheint der Bedarf dauerhaft gegeben?

--> mindestens mit dem Faktor 0,5.

--> Aufstockung um 0,25 möglich.


mit Blick auf die Qualifikation?

--> Wenn bestimmte Arztgruppen /Vertiefungen bei Psychotherapeuten im Bedarfsplanungsbezirk fehlen.


Wie kommt der Therapeut an eine „normale Zulassung im GKV System?

Bei Überversorgung


-->  Regional und fachlich sehr unterschiedlich ausgestaltet

--> z.B. hausärztliche Praxis im ländlichen Bereich (Verkauf kann sehr schwierig!), Nuklearmediziner, Strahlentherapeut, Radiologe mit Zulassung in einer Großstadt? (Verkauf kein Problem!)

-->  GKV oder Privatpraxis --> z.B. als privat niedergelassene Kinder- und Jugendlichen-psychotherapeutin 


- Bei Zulassungsbeschränkungen:

--> Wie kommt der Therapeut an einen Vertragsarztsitz ?

--> Job - Sharing ? 

--> Nachbesetzung ?

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Typische Haftungsquellen psychotherapeutischen Verhaltens - Bruch des Neutralitätsgebots

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TESTE DEIN WISSEN

Bruch des Neutralitätsgebotes

-  Therapeuten verlassen die neutrale Position;

-  beginnt zu agieren statt die Befunde zu interpretieren und entsprechend zu reagieren;


-   Rollenumverteilungen, Abhängigkeiten;

-  Neutralität und Paternalismus


- Therapeut schuldet nicht die Neutralität einer Rechenmaschine:

- Nicht jede objektive fehlerhafte Handhabung führt zu Behandlungsfehler.

  

Konsequenz - Supervision, „vorsichtige“ Abgabe des Patienten;

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Abrechnung psychothrapeutischer Leistungen im GKV-System

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TESTE DEIN WISSEN

- Sigmund Freud (als „Erfinder“ der modernen Psychotherapie“) sprach erstmalig 1896 von Psychoanalyse, für die nach seinem Konzept nur „Selbstzahler“ als Patienten in Betracht kamen .

- In den 60`Jahre des 20. Jahrhunderts wurden von den Krankenkassen erstmalig Wirksamkeitsnachweise für psychoanalytische Verfahren anerkannt.  


--> In den 80`Jahren erfolgte die Anerkennung der Verhaltenstherapie als Richtlinienverfahren.

- Diplompsychologen arbeiteten im „Delegationsverfahren“

- Die berufsrechtliche Absicherung erfolgte über eine eingeschränkte „Heilpraktikererlaubnis“.

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Berufsbezeichnung "Psychotherapeut" - Missbrauch von Titeln  , Definition Psychotherapie

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TESTE DEIN WISSEN

§1 Abs. 1 PsychThG1:

- Wer die Psychotherapie unter der Berufsbezeichnung „Psychotherapeutin“ oder „Psychotherapeut“ ausüben will, bedarf der Approbation als „Psychotherapeutin“ oder „Psychotherapeut“.

-   Eine vorübergehende Ausübung des Berufs ist auch aufgrund einer befristeten Erlaubnis nach § 3 Absatz 1 oder Absatz 3 zulässig. Die Berufsbezeichnung nach Satz 1 darf nur führen, wer nach Satz 1, Satz 2 oder den Absätzen 5 und 6 zur Ausübung des Berufs befugt ist.

-  Die Bezeichnung „Psychotherapeutin“ oder „Psychotherapeut“ darf über die Sätze 1 und 2 oder die Absätze 5 und 6 hinaus von anderen Personen als Ärztinnen und Ärzten, Psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychologischen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- undJugendlichenpsychotherapeuten nicht geführt werden. Ärztinnen und Ärzte können dabei den Zusatz „ärztliche“ oder „ärztlicher“ verwenden.


(2) Ausübung der Psychotherapie im Sinne dieses Gesetzes ist jede mittels wissenschaftlich geprüfter und anerkannter psychotherapeutischer Verfahren oder Methoden berufs- oder geschäftsmäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist. Im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung ist eine somatische Abklärung herbeizuführen. Tätigkeiten, die nur die Aufarbeitung oder Überwindung sozialer Konflikte oder sonstige Zwecke außerhalb der Heilkunde zum Gegenstand haben, gehören nicht zur Ausübung der Psychotherapie.

 (3) Zum Beruf der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten gehört neben der Psychotherapie auch die Beratung, Prävention und Rehabilitation zur Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung der psychischen Gesundheit der Bevölkerung.

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gesetzliche Regelungen der Psychotherapie in Deutschland 

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TESTE DEIN WISSEN

-  Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (GG)  Psychotherapeutengesetz

-  Psychotherapierichtlinien

-  Psychotherapievereinbarung

-  Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) - §630 a- 630 h (Behandlungsvertrag)

- Berufsordnung der Psychotherapeuten

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5 Grundprinzipien der sozialen gesetzlichen Krankenversicherung 

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Fünf wesentliche Strukturprinzipien der gesetzlichen Krankenversicherung:

- Versicherungspflicht

- Solidarprinzip

-  Finalitätsprinzip

-  Kassenwahl durch Versicherte

- Sachleistungsprinzip

- Gesundheitsfonds


Solidarprinzip

-->   Beiträge richten sich nach der Leistungsfähigkeit

--> Familienmitglieder werden teilweise mitversichert


Finalitätsprinzip

--> Die Leistungspflicht wird nicht an die Erfüllung bestimmterVerhaltensauflagen geknüpft;

-->   Wer krank ist, erhält den Versicherungsschutz final

-->   Keine Kontrolle des Lebenswandels


Sachleistungsprinzip,

-->  Kein Anspruch auf „Geld“,

-->   Ausnahme: Kostenerstattungsverfahren

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Wissenschaftlich anerkannte Verfahren 

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TESTE DEIN WISSEN

 ...sind die Verfahren, die ein vollständiges System für die Behandlung sämtlicher im ICD- 10 - Katalog benannter Erkrankungen vorhalten und dies wissenschaftlich nachgewiesen haben. Das trifft bisher zu auf die 


-  Psychoanalyse,

- Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie,

- Verhaltenstherapie,

- Gesprächstherapie,

-   Systemische Psychotherapie.

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Wirtschaftlichkeitsgebot 

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- Das Wirtschaftlichkeitsgebot gilt als eines der Hauptgebote im Versicherungssystem der gesetzlichen Krankenversicherung

--> Es soll die Ausweitung der Kosten in der GKV verhindern und der Beiträge der Versicherten stabil halten. § 12 Abs. 1 SGBV:

„Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.“

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Sozialrecht und Vertragstherapeutenrecht

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TESTE DEIN WISSEN

-   Vertiefungen in Richtlinienverfahren: VT, TP, AT, ST,

-  Zzgl. ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren (GT)

-  Mehrere Berufsgruppen: Ärzte (ÄP), Psychotherapeuten, (PP), Sozialpädagogen (KJP),

-  Drei Bereiche: Ärzte, PP, KJP

-   Einrichtungen nach§ 117 Abs. 3 SGB V?

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Psychotherapeutenkammern in Bund und in den Ländern 

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TESTE DEIN WISSEN

-  Bundes- und Landespsychotherapeutenkammer

-   Bundespsychotherapeutenkammer ist ein „nur“ ein Verband

-   Landespsychotherapeutenkammer ist eine rechtsetzuungsbefugte „Aufsichtsbehörde“


-  Gesundheit als „Ländersache“

-->  Landespsychotherapeutenkammer übernimmt ihre Aufgaben nach den Heilberufsgesetzen der Länder als berufsständische Selbstverwaltung, erlässt die für die Mitglieder rechtsverbindliche Berufsordnung

-->   Kontrollfunktion, Qualitätssicherung,

-->   Über-Unterordnungsverhältnis zur Landes-Psychotherapeutenkammer


- Regelungen der Berufsausübung /Erlass der Berufsordnung

-->   Abstinenz, Schweigepflicht etc.

-->   Aufzeichnungs-/ Dokumentationspflichten 19

-->   Fortbildungspflichten, etc.

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Versorgungswerk der Psychotherapeuten 

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TESTE DEIN WISSEN

- Aufgaben der Versorgungswerke -->  Altersvorsorge

-->  Absicherung der Berufsunfähigkeit


-   Vor- und Nachteile im Vergleich mit anderen Vorsorgemaßnahmen

-   Rentenversicherung Bund

-->  gilt für „alle“

--> Einzahlungsmindestdauer : 60 Monate, vorher keine Versorgungsbbezüge

-   Qualität der Vermögensverwaltung ?


Pflichten?

- Pflichtmitgliedschaft im Versorgungswerk der Psychotherapeuten


-  Befreiung möglich

-->  wenn der Beruf ausschließlich im Angestelltenverhältnis ausgeübt wird

-->  oder bereits eine Mitgliedschaft in einem anderen Versorgungswerk begründet wurde und Beiträge eingezahlt wurden,

-->  wirkt solange der Befreiungsgrund besteht.


-  Kein rückwirkender Verzicht auf die Befreiung möglich, solange der Befreiungsgrund (z.B. ausschließliche Anstellung) besteht,

-  danach (z.B. bei Wegfall des Anstellungsverhältnisses) Eintritt nur möglich, wenn Antragsteller noch nicht 55 Jahre und nicht berufsunfähig alt   

-  Alternative zur Befreiung: Beitragsermäßigung  


--> Mitgliedschaftsende / freiwillige Mitgliedschaft/ Überleitung

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Einführung der Psychotherapeutengesetze von 1998 und 2019

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TESTE DEIN WISSEN

- PsychThG v. 1998, 1999 - PP und KJP können nach Durchführung einer Ausbildung an privaten oder universitären Instituten nach § 6 PsychThG und nach Erlangung der Approbation (Fachkundenachweis) im GKV System zugelassen werden;

-  PsychThG neue Fassung v. 15.11.2019/ in Kraft ab 01.09.2020;

-  Approbation erfolgt bis 31.08.2030 (Übergangszeit) mit dem Abschluss einer Ausbildung an privaten oder universitären Instituten nach § 6 PsychThG und nach Antragstellung bei der zuständigen Gesundheitsbehörde (Fachkundenachweis) oder

-  Approbation erfolgt mit Abschluss des Universitätsstudiums „Psychotherapie“ an der Universität. Für die Erlangung des Fachkundenachweises, als Voraussetzung der Abrechnungsbefugnis im GKV System bedarf es dann einer entsprechenden 5 jährigen Weiterbildung (Kammern könnten sich hierzu ggf. der bestehenden Ausbildungsinstitute bedienen).

- Neben den Möglichkeiten der Erlangung der Approbation nach dem PsychThG bleibt der „Heilpraktiker für Psychotherapie“ bestehen.

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Berufsrecht Kurs an der Universität Bochum - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Wie kommen Psychotherapeuten ins GKV System 

A:

- Antrag auf Erteilung einer gesetzlichen Ermächtigung

--> (§ 31 Abs. 1a) ÄZV) z.B. bei PP und KJP, die zum Teil über lange Wartelisten verfügen und schon heute häufig allein über das Kostenerstattungsverfahren abrechnen (§ 13 SGBV) 


- Alternativen zum Nachbesetzungsverfahren bei Überversorgung:

-->  Antrag auf Sonderbedarfszulassung ? (§ 101 Abs. 1 Nr. 3 SGB V) z.B. bei PP und KJP, die zum Teil über lange Wartelisten verfügen und schon heute manchmal allein über das Kostenerstattungsverfahren abrechnen (§ 13 SGBV)


Wann liegt ein besonderer Bedarf vor, in lokaler Hinsicht:

--> Ist der Zugang zur vertragstherapeutischen Versorgung zumutbar? 

--> Erscheint der Bedarf dauerhaft gegeben?

--> mindestens mit dem Faktor 0,5.

--> Aufstockung um 0,25 möglich.


mit Blick auf die Qualifikation?

--> Wenn bestimmte Arztgruppen /Vertiefungen bei Psychotherapeuten im Bedarfsplanungsbezirk fehlen.


Wie kommt der Therapeut an eine „normale Zulassung im GKV System?

Bei Überversorgung


-->  Regional und fachlich sehr unterschiedlich ausgestaltet

--> z.B. hausärztliche Praxis im ländlichen Bereich (Verkauf kann sehr schwierig!), Nuklearmediziner, Strahlentherapeut, Radiologe mit Zulassung in einer Großstadt? (Verkauf kein Problem!)

-->  GKV oder Privatpraxis --> z.B. als privat niedergelassene Kinder- und Jugendlichen-psychotherapeutin 


- Bei Zulassungsbeschränkungen:

--> Wie kommt der Therapeut an einen Vertragsarztsitz ?

--> Job - Sharing ? 

--> Nachbesetzung ?

Q:

Typische Haftungsquellen psychotherapeutischen Verhaltens - Bruch des Neutralitätsgebots

A:

Bruch des Neutralitätsgebotes

-  Therapeuten verlassen die neutrale Position;

-  beginnt zu agieren statt die Befunde zu interpretieren und entsprechend zu reagieren;


-   Rollenumverteilungen, Abhängigkeiten;

-  Neutralität und Paternalismus


- Therapeut schuldet nicht die Neutralität einer Rechenmaschine:

- Nicht jede objektive fehlerhafte Handhabung führt zu Behandlungsfehler.

  

Konsequenz - Supervision, „vorsichtige“ Abgabe des Patienten;

Q:

Abrechnung psychothrapeutischer Leistungen im GKV-System

A:

- Sigmund Freud (als „Erfinder“ der modernen Psychotherapie“) sprach erstmalig 1896 von Psychoanalyse, für die nach seinem Konzept nur „Selbstzahler“ als Patienten in Betracht kamen .

- In den 60`Jahre des 20. Jahrhunderts wurden von den Krankenkassen erstmalig Wirksamkeitsnachweise für psychoanalytische Verfahren anerkannt.  


--> In den 80`Jahren erfolgte die Anerkennung der Verhaltenstherapie als Richtlinienverfahren.

- Diplompsychologen arbeiteten im „Delegationsverfahren“

- Die berufsrechtliche Absicherung erfolgte über eine eingeschränkte „Heilpraktikererlaubnis“.

Q:

Berufsbezeichnung "Psychotherapeut" - Missbrauch von Titeln  , Definition Psychotherapie

A:

§1 Abs. 1 PsychThG1:

- Wer die Psychotherapie unter der Berufsbezeichnung „Psychotherapeutin“ oder „Psychotherapeut“ ausüben will, bedarf der Approbation als „Psychotherapeutin“ oder „Psychotherapeut“.

-   Eine vorübergehende Ausübung des Berufs ist auch aufgrund einer befristeten Erlaubnis nach § 3 Absatz 1 oder Absatz 3 zulässig. Die Berufsbezeichnung nach Satz 1 darf nur führen, wer nach Satz 1, Satz 2 oder den Absätzen 5 und 6 zur Ausübung des Berufs befugt ist.

-  Die Bezeichnung „Psychotherapeutin“ oder „Psychotherapeut“ darf über die Sätze 1 und 2 oder die Absätze 5 und 6 hinaus von anderen Personen als Ärztinnen und Ärzten, Psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychologischen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- undJugendlichenpsychotherapeuten nicht geführt werden. Ärztinnen und Ärzte können dabei den Zusatz „ärztliche“ oder „ärztlicher“ verwenden.


(2) Ausübung der Psychotherapie im Sinne dieses Gesetzes ist jede mittels wissenschaftlich geprüfter und anerkannter psychotherapeutischer Verfahren oder Methoden berufs- oder geschäftsmäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist. Im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung ist eine somatische Abklärung herbeizuführen. Tätigkeiten, die nur die Aufarbeitung oder Überwindung sozialer Konflikte oder sonstige Zwecke außerhalb der Heilkunde zum Gegenstand haben, gehören nicht zur Ausübung der Psychotherapie.

 (3) Zum Beruf der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten gehört neben der Psychotherapie auch die Beratung, Prävention und Rehabilitation zur Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung der psychischen Gesundheit der Bevölkerung.

Q:

gesetzliche Regelungen der Psychotherapie in Deutschland 

A:

-  Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (GG)  Psychotherapeutengesetz

-  Psychotherapierichtlinien

-  Psychotherapievereinbarung

-  Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) - §630 a- 630 h (Behandlungsvertrag)

- Berufsordnung der Psychotherapeuten

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Q:

5 Grundprinzipien der sozialen gesetzlichen Krankenversicherung 

A:

Fünf wesentliche Strukturprinzipien der gesetzlichen Krankenversicherung:

- Versicherungspflicht

- Solidarprinzip

-  Finalitätsprinzip

-  Kassenwahl durch Versicherte

- Sachleistungsprinzip

- Gesundheitsfonds


Solidarprinzip

-->   Beiträge richten sich nach der Leistungsfähigkeit

--> Familienmitglieder werden teilweise mitversichert


Finalitätsprinzip

--> Die Leistungspflicht wird nicht an die Erfüllung bestimmterVerhaltensauflagen geknüpft;

-->   Wer krank ist, erhält den Versicherungsschutz final

-->   Keine Kontrolle des Lebenswandels


Sachleistungsprinzip,

-->  Kein Anspruch auf „Geld“,

-->   Ausnahme: Kostenerstattungsverfahren

Q:

Wissenschaftlich anerkannte Verfahren 

A:

 ...sind die Verfahren, die ein vollständiges System für die Behandlung sämtlicher im ICD- 10 - Katalog benannter Erkrankungen vorhalten und dies wissenschaftlich nachgewiesen haben. Das trifft bisher zu auf die 


-  Psychoanalyse,

- Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie,

- Verhaltenstherapie,

- Gesprächstherapie,

-   Systemische Psychotherapie.

Q:

Wirtschaftlichkeitsgebot 

A:

- Das Wirtschaftlichkeitsgebot gilt als eines der Hauptgebote im Versicherungssystem der gesetzlichen Krankenversicherung

--> Es soll die Ausweitung der Kosten in der GKV verhindern und der Beiträge der Versicherten stabil halten. § 12 Abs. 1 SGBV:

„Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.“

Q:

Sozialrecht und Vertragstherapeutenrecht

A:

-   Vertiefungen in Richtlinienverfahren: VT, TP, AT, ST,

-  Zzgl. ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren (GT)

-  Mehrere Berufsgruppen: Ärzte (ÄP), Psychotherapeuten, (PP), Sozialpädagogen (KJP),

-  Drei Bereiche: Ärzte, PP, KJP

-   Einrichtungen nach§ 117 Abs. 3 SGB V?

Q:

Psychotherapeutenkammern in Bund und in den Ländern 

A:

-  Bundes- und Landespsychotherapeutenkammer

-   Bundespsychotherapeutenkammer ist ein „nur“ ein Verband

-   Landespsychotherapeutenkammer ist eine rechtsetzuungsbefugte „Aufsichtsbehörde“


-  Gesundheit als „Ländersache“

-->  Landespsychotherapeutenkammer übernimmt ihre Aufgaben nach den Heilberufsgesetzen der Länder als berufsständische Selbstverwaltung, erlässt die für die Mitglieder rechtsverbindliche Berufsordnung

-->   Kontrollfunktion, Qualitätssicherung,

-->   Über-Unterordnungsverhältnis zur Landes-Psychotherapeutenkammer


- Regelungen der Berufsausübung /Erlass der Berufsordnung

-->   Abstinenz, Schweigepflicht etc.

-->   Aufzeichnungs-/ Dokumentationspflichten 19

-->   Fortbildungspflichten, etc.

Q:

Versorgungswerk der Psychotherapeuten 

A:

- Aufgaben der Versorgungswerke -->  Altersvorsorge

-->  Absicherung der Berufsunfähigkeit


-   Vor- und Nachteile im Vergleich mit anderen Vorsorgemaßnahmen

-   Rentenversicherung Bund

-->  gilt für „alle“

--> Einzahlungsmindestdauer : 60 Monate, vorher keine Versorgungsbbezüge

-   Qualität der Vermögensverwaltung ?


Pflichten?

- Pflichtmitgliedschaft im Versorgungswerk der Psychotherapeuten


-  Befreiung möglich

-->  wenn der Beruf ausschließlich im Angestelltenverhältnis ausgeübt wird

-->  oder bereits eine Mitgliedschaft in einem anderen Versorgungswerk begründet wurde und Beiträge eingezahlt wurden,

-->  wirkt solange der Befreiungsgrund besteht.


-  Kein rückwirkender Verzicht auf die Befreiung möglich, solange der Befreiungsgrund (z.B. ausschließliche Anstellung) besteht,

-  danach (z.B. bei Wegfall des Anstellungsverhältnisses) Eintritt nur möglich, wenn Antragsteller noch nicht 55 Jahre und nicht berufsunfähig alt   

-  Alternative zur Befreiung: Beitragsermäßigung  


--> Mitgliedschaftsende / freiwillige Mitgliedschaft/ Überleitung

Q:

Einführung der Psychotherapeutengesetze von 1998 und 2019

A:

- PsychThG v. 1998, 1999 - PP und KJP können nach Durchführung einer Ausbildung an privaten oder universitären Instituten nach § 6 PsychThG und nach Erlangung der Approbation (Fachkundenachweis) im GKV System zugelassen werden;

-  PsychThG neue Fassung v. 15.11.2019/ in Kraft ab 01.09.2020;

-  Approbation erfolgt bis 31.08.2030 (Übergangszeit) mit dem Abschluss einer Ausbildung an privaten oder universitären Instituten nach § 6 PsychThG und nach Antragstellung bei der zuständigen Gesundheitsbehörde (Fachkundenachweis) oder

-  Approbation erfolgt mit Abschluss des Universitätsstudiums „Psychotherapie“ an der Universität. Für die Erlangung des Fachkundenachweises, als Voraussetzung der Abrechnungsbefugnis im GKV System bedarf es dann einer entsprechenden 5 jährigen Weiterbildung (Kammern könnten sich hierzu ggf. der bestehenden Ausbildungsinstitute bedienen).

- Neben den Möglichkeiten der Erlangung der Approbation nach dem PsychThG bleibt der „Heilpraktiker für Psychotherapie“ bestehen.

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