Kognitive Neurowissenschaften II. at Universität Bielefeld | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Kognitive Neurowissenschaften II. an der Universität Bielefeld

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TESTE DEIN WISSEN

Was beschreibt selektive Aufmerksamkeit? Nennen Sie ein Beispiel

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TESTE DEIN WISSEN

Man spricht von selektiver Aufmerksamkeit, wenn Teile der sensorischen Umwelt beachtet und andere ignoriert werden 

Beispiel: Am Bahnhof nach einer bestimmten Person Ausschau halten

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TESTE DEIN WISSEN

Beschreiben Sie kurz das erste Experiment, welches Evidenz für verdeckte Aufmerksamkeit lieferte?

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Das Experiment, welches erstmal verdeckte Aufmerksamkeit nachweisen konnte war von Helmholtz, 1894:

Helmholtzs Aufgabe war es aus einer sehr kurzfristig sichtbaren Buchstabenmatrix in einem experimentellen Durchgang diejenigen Buchstaben zu berichten, die sich in einem bestimmten Raumausschnitt der Buchstabenmatrix befanden. Seine Augen waren während der Durchgänge stets auf ein Fixationskreuz in der Mitte fixiert. Seine Hypothese lautete: Wenn es ihm gelang Buchstaben zu berichten, die sich nicht an der Stelle der Fixation befinden, gibt es verdeckte Aufmerksamkeit. Gemessen hat er nun seine Buchstabenleistung und konnte somit erste Evidenz für verdeckte Aufmerksamkeit liefern.

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Beschreiben Sie kurz das spatial Cueing/ Posner Paradigma

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Das spatial Cueing Paradigma ist ein Reaktionszeitexperiment bei dem die Versuchsperson eine Taste drücken sollte, sobald ein bestimmtes Target auftaucht (A-Reaktion). Das Target konnte an zwei möglichen Orten auftauchen. Vor dem Erscheinen des Targets, gab es einen räumlichen Hinweisreiz (Pfeil), welcher mit einer hohen Validität (80%) die korrekte Position des Targets angab. Die Versuchsperson war instruiert die Augen auf dem Fixationskreuz zu lassen, so konnte die verdeckte Aufmerksamkeit unabhängig der Augenbewegung gemessen werden (Muss mithilfe eines EOG überprüft werden, wenn die Simulus-Onset-Asynchronie über 200 ms ist, da nach dieser Zeit Augenbewegungen initiiert werden können).

Insgesamt ergeben sich bei diesem Paradigma somit drei Bedingungen: valdide (räumlicher Hinweisreiz gibt korrekte Position an), invalide (räumlicher Hinweisreiz gibt falschen Ort an) und neutral (hier war der Hinweisreiz nicht informativ)


Ergebnis:

Valider Trail am schnellsten und invalider Trail am langsamsten. 

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Was ist der Reaktionszeit-Nutzen und was die Reaktionszeit-Kosten?

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Reaktionszeit-Nutzen:

Differenz zwischen dem validen und dem neutralen Trail bei einem Spatial Cueing Paradigma


Reaktionszeit-Kosten:

Differenz zwischen dem invaliden und dem neutralen Trail bei einem Spatial Cueing Paradigma

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Wie erklärte man sich den Befund, dass die RZ langsamer wurde wenn der SAO über 300 ms betrug und ein räumlicher Hinweisreiz den korrekten Ort angab?

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Man erklärte sich dies durch Inhibition of Return: So nimmt man an, dass die Aufmerksamkeit in dem Zeitraum von 300+ ms bereits an dem Ort des Cues war und wieder zur Mitte zurückgekehrt war. Dadurch, dass der Ort bereits aufgesucht wurde, wird er inhibitorisch markiert, dies erschwert eine erneute Wiederaufsuchung. 

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Beschreiben Sie kurz die wichtigsten räumlichen Metaphern und Modelle für Aufmerksamkeit 

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Lichtkegel-Modell (z-B- Posner)

geht von drei Komponenten der Aufmerksamkeitszuwendung aus: move, engage und disengage


Gradienten-Modelle

Verarbeitungsressourcen (bestimmten Grad der priorisierten Verarbeitung) sind im Raum normalverteilt


Zoom-Linsen-Modell:

Angelehnt an Lichtkegelmodell wird dieser als variable Zoomlinse spezifiziert. 

Zwei Modi: 

  • fokussiert: kleine Region, hohe Auflösung
  • weit: große Region, niedrige Auflösung

Unterstütz von Befunden von Eriksen und James (Variation der Precues- RZ umso langsamer ,je mehr Cues es gibt--> größere Linse, kleinere Auflösung)


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Wie kann man mit dem Lichtkegelmodell RZ-Nutzen und Kosten erklären?

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Der "Lichtkegel" befindet sich auf der falschen Seite und muss einen disengage Prozess einleiten, welcher zu RZ-Kosten führt

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Zwischen welchen zwei Suchprozessen wird bei der visuellen Suche grob unterschieden?

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Effiziente Merkmalssuche (pop-out)

Das Target unterschiedet sich von dem Distraktor auf einer Merkmalsdimension. Hier steigt die Reaktionszeit mit der Anzahl der Elemente nicht. 


Ineffiziente Konjunktionssuche (conjunction search)

Die Suchzeit steigt mit der Anzahl der Elemente--> ineffiziente Suche. Insgesamt ist das Target ist durch zwei Merkmale definiert. (Steigung von target-absent/present response 2/1)

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Welches Problem beschreibt das Bindungsproblem?

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Das Bindungsproblem beschreibt die Frage, wie ein einheitlicher Wahrnehmungseindruck zustande kommt. 

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Welcher neurologischer Befund ist elementar für die Ursprüngliche Merkmalsintegrationstheorie gewesen?

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Hubel und Wiesel: spezialisierte Neurone kodieren elementare visuelle Merkmale. Es ist eine modulare und getrennte Verarbeitung visueller Merkmale in kortikalen Karten. 

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Welche zwei Mechanismen beschreibt die MIT bei effiziente Merkmalssuche und Konjunktionssuche? 

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Bei effizienter Merkmalssuche:

  • räumliches präattentives entdecken in Merkmalskarten
  • Nachschauen, ob in einer Merkmalskarte ein vordefiniertes Merkmal vorhanden ist


Bei Konjunktionssuche:

  • Serielles element-by-element Scanning
  • Wo sich die AUfmerksamkeit befindet, findet eine Merkmalsbindung statt
  • Aufgabenunabhängiges Scanning


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Was ist verdeckte Aufmerksamkeit?

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Unter verdeckter Aufmerksamkeit versteht man die Fähigkeit unabhängig der Augenposition bzw. der schärfsten Stelle (Fovea) Orte und Objekte außerhalb der Fovea (z.B. in der Peripherie) zu beachten

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Q:

Was beschreibt selektive Aufmerksamkeit? Nennen Sie ein Beispiel

A:

Man spricht von selektiver Aufmerksamkeit, wenn Teile der sensorischen Umwelt beachtet und andere ignoriert werden 

Beispiel: Am Bahnhof nach einer bestimmten Person Ausschau halten

Q:

Beschreiben Sie kurz das erste Experiment, welches Evidenz für verdeckte Aufmerksamkeit lieferte?

A:

Das Experiment, welches erstmal verdeckte Aufmerksamkeit nachweisen konnte war von Helmholtz, 1894:

Helmholtzs Aufgabe war es aus einer sehr kurzfristig sichtbaren Buchstabenmatrix in einem experimentellen Durchgang diejenigen Buchstaben zu berichten, die sich in einem bestimmten Raumausschnitt der Buchstabenmatrix befanden. Seine Augen waren während der Durchgänge stets auf ein Fixationskreuz in der Mitte fixiert. Seine Hypothese lautete: Wenn es ihm gelang Buchstaben zu berichten, die sich nicht an der Stelle der Fixation befinden, gibt es verdeckte Aufmerksamkeit. Gemessen hat er nun seine Buchstabenleistung und konnte somit erste Evidenz für verdeckte Aufmerksamkeit liefern.

Q:

Beschreiben Sie kurz das spatial Cueing/ Posner Paradigma

A:

Das spatial Cueing Paradigma ist ein Reaktionszeitexperiment bei dem die Versuchsperson eine Taste drücken sollte, sobald ein bestimmtes Target auftaucht (A-Reaktion). Das Target konnte an zwei möglichen Orten auftauchen. Vor dem Erscheinen des Targets, gab es einen räumlichen Hinweisreiz (Pfeil), welcher mit einer hohen Validität (80%) die korrekte Position des Targets angab. Die Versuchsperson war instruiert die Augen auf dem Fixationskreuz zu lassen, so konnte die verdeckte Aufmerksamkeit unabhängig der Augenbewegung gemessen werden (Muss mithilfe eines EOG überprüft werden, wenn die Simulus-Onset-Asynchronie über 200 ms ist, da nach dieser Zeit Augenbewegungen initiiert werden können).

Insgesamt ergeben sich bei diesem Paradigma somit drei Bedingungen: valdide (räumlicher Hinweisreiz gibt korrekte Position an), invalide (räumlicher Hinweisreiz gibt falschen Ort an) und neutral (hier war der Hinweisreiz nicht informativ)


Ergebnis:

Valider Trail am schnellsten und invalider Trail am langsamsten. 

Q:

Was ist der Reaktionszeit-Nutzen und was die Reaktionszeit-Kosten?

A:

Reaktionszeit-Nutzen:

Differenz zwischen dem validen und dem neutralen Trail bei einem Spatial Cueing Paradigma


Reaktionszeit-Kosten:

Differenz zwischen dem invaliden und dem neutralen Trail bei einem Spatial Cueing Paradigma

Q:

Wie erklärte man sich den Befund, dass die RZ langsamer wurde wenn der SAO über 300 ms betrug und ein räumlicher Hinweisreiz den korrekten Ort angab?

A:

Man erklärte sich dies durch Inhibition of Return: So nimmt man an, dass die Aufmerksamkeit in dem Zeitraum von 300+ ms bereits an dem Ort des Cues war und wieder zur Mitte zurückgekehrt war. Dadurch, dass der Ort bereits aufgesucht wurde, wird er inhibitorisch markiert, dies erschwert eine erneute Wiederaufsuchung. 

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Q:

Beschreiben Sie kurz die wichtigsten räumlichen Metaphern und Modelle für Aufmerksamkeit 

A:

Lichtkegel-Modell (z-B- Posner)

geht von drei Komponenten der Aufmerksamkeitszuwendung aus: move, engage und disengage


Gradienten-Modelle

Verarbeitungsressourcen (bestimmten Grad der priorisierten Verarbeitung) sind im Raum normalverteilt


Zoom-Linsen-Modell:

Angelehnt an Lichtkegelmodell wird dieser als variable Zoomlinse spezifiziert. 

Zwei Modi: 

  • fokussiert: kleine Region, hohe Auflösung
  • weit: große Region, niedrige Auflösung

Unterstütz von Befunden von Eriksen und James (Variation der Precues- RZ umso langsamer ,je mehr Cues es gibt--> größere Linse, kleinere Auflösung)


Q:

Wie kann man mit dem Lichtkegelmodell RZ-Nutzen und Kosten erklären?

A:

Der "Lichtkegel" befindet sich auf der falschen Seite und muss einen disengage Prozess einleiten, welcher zu RZ-Kosten führt

Q:

Zwischen welchen zwei Suchprozessen wird bei der visuellen Suche grob unterschieden?

A:

Effiziente Merkmalssuche (pop-out)

Das Target unterschiedet sich von dem Distraktor auf einer Merkmalsdimension. Hier steigt die Reaktionszeit mit der Anzahl der Elemente nicht. 


Ineffiziente Konjunktionssuche (conjunction search)

Die Suchzeit steigt mit der Anzahl der Elemente--> ineffiziente Suche. Insgesamt ist das Target ist durch zwei Merkmale definiert. (Steigung von target-absent/present response 2/1)

Q:

Welches Problem beschreibt das Bindungsproblem?

A:

Das Bindungsproblem beschreibt die Frage, wie ein einheitlicher Wahrnehmungseindruck zustande kommt. 

Q:

Welcher neurologischer Befund ist elementar für die Ursprüngliche Merkmalsintegrationstheorie gewesen?

A:

Hubel und Wiesel: spezialisierte Neurone kodieren elementare visuelle Merkmale. Es ist eine modulare und getrennte Verarbeitung visueller Merkmale in kortikalen Karten. 

Q:

Welche zwei Mechanismen beschreibt die MIT bei effiziente Merkmalssuche und Konjunktionssuche? 

A:

Bei effizienter Merkmalssuche:

  • räumliches präattentives entdecken in Merkmalskarten
  • Nachschauen, ob in einer Merkmalskarte ein vordefiniertes Merkmal vorhanden ist


Bei Konjunktionssuche:

  • Serielles element-by-element Scanning
  • Wo sich die AUfmerksamkeit befindet, findet eine Merkmalsbindung statt
  • Aufgabenunabhängiges Scanning


Q:

Was ist verdeckte Aufmerksamkeit?

A:

Unter verdeckter Aufmerksamkeit versteht man die Fähigkeit unabhängig der Augenposition bzw. der schärfsten Stelle (Fovea) Orte und Objekte außerhalb der Fovea (z.B. in der Peripherie) zu beachten

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