Psychopathologie at Universität Bern | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Psychopathologie an der Universität Bern

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TESTE DEIN WISSEN

Erfassung, Taxonomie

Deskriptive Psychopathologie:

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TESTE DEIN WISSEN

Phänomenologisch‐beschreibender/deskriptiver Ansatz. Basiert auf systematischer Symptomanalyse und bildet die Basis der klassifikatorischen Diagnostik

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TESTE DEIN WISSEN

Psychopathologie

Definition

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TESTE DEIN WISSEN

Die Wissenschaft von der Erfassung, Taxonomie und Erklärung derjenigen Veränderungen des Erlebens, Verhaltens und der Persönlichkeit, die aus der Norm fallen und/oder Leiden verursachen und daher als Ausdruck psychischer Störungen aufgefasst werden.

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TESTE DEIN WISSEN

Erklärung

Experimantelle Psychopathologie:

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TESTE DEIN WISSEN

Variablen & Prozesse, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen beitragen, untersuchen.

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TESTE DEIN WISSEN

Arten von Diagnostik
in der klinischen Psychologie (1)

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TESTE DEIN WISSEN

Klassifikatorische Diagnostik (Hauptinhalt dieser Vorlesung):
Zuweisung von Diagnosen zu einem Symptomkomplex einer Person.
→ Regeln sind in der Psychopathologie (Lehre von psychischen Störungsphänomenen) festgelegt.

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TESTE DEIN WISSEN

Legale vs. illegale Substanzen:
Gesellschaftspolitische Einflüsse

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TESTE DEIN WISSEN
  • Unterscheidung legal/illegal gesellschaftspolitisch mitbedingt
    → beeinflusst von fiskalischen Kriterien von Staat und Wirtschat
    → spiegelt nicht exakt Gefährlichkeit, Burden of disease, etc…
    → beeinflusst: Prävalenzraten & Sicht auf Betroffene
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TESTE DEIN WISSEN

Krankheitsdiagnose Vorteile

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TESTE DEIN WISSEN

Nachvollziehbarkeit und Reliabilität durch deskriptive, kriteriumsorientierte und operationalisierte Klassifikationssysteme gestiegen. Dies dient als Basis für ...
präzise Kommunikation: vom Gleichen sprechen
Wissenschaftliche Untersuchung von (hypothetisch) homogenen Gruppen ermöglicht Erkenntnisgewinn bzgl Aetiologie, Epidemiologie, Behandlung…
Therapieindikation & Prognose in der Praxis werden durch klassifikatorische Diagnostik unterstützt
Rechtliche und abrechnungstechnische Fragen: Diagnose zur Dokumentation und Abrechnung nötig

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TESTE DEIN WISSEN

Arten von Diagnostik
in der klinischen Psychologie (2)

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TESTE DEIN WISSEN

Abzugrenzen von Klassifikatorische Diagnostik:

  • Funktionale Diagnostik (es geht um Erklärungen): Faktoren zu Ursachen und Aufrechterhaltung der psychischen Störung klären, Bedingungsanalyse zum Beispiel zur Mikroplanung der Therapie. Unterschiedlich je nach Therapieschule.
  • Prozessdiagnostik (es geht um Veränderungen): Verlaufsmessungen zur Steuerung und Adaption der Intervention
    ↔ Gegenstück: Statusdiagnostik: Erfassung des aktuellen Zustandes
  • Strukturdiagnostik = relativ dauerhafte Eigenschaften einer Person erschliessen (Persönlichkeitsdiagnostik)
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TESTE DEIN WISSEN

Fazit zur klassifikatorischen Diagnostik

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TESTE DEIN WISSEN
  • Klassifikation bringt viele Vorteile, sollte jedoch mit Bedacht angewendet werden
  • Diagnosen sind wissenschaftstheoretische Konstrukte: Diskussion um Validität von Diagnosen wurde und wird laufend geführt: Wie genau bilden diagnostische Kategorien reale Krankheitseinheiten ab?
    → Deshalb auch fortlaufende Anpassung von Diagnosesystemen
  • Diagnostische Klassifikation ist heute notwendig, aber im Kontext der individualisierten Therapie nicht hinreichend
  • Diagnostische Klassifikationssysteme sind heute: atheoretisch, deskriptiv, kriteriumsorientiert und operationalisiert
    → damit Diagnosen reliabler gestellt werden können
  • Menschen/Kliniker:innen klassifizieren sowieso: Deshalb besser explizit und anhand operationalisierter Kriterien
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TESTE DEIN WISSEN

Klassifikationssysteme psychischer Störungen 

DSM

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TESTE DEIN WISSEN

Diagnostic and Statistical Manual of Mental
Disorders (DSM)

  • American Psychiatric Association (APA)
  • Nur psychische Störungen
  • Differenziertere Beschreibung psychischer Störungen als in ICD
  • Wissenschaftsnähe: In Forschung fast verpflichtend
  • 5te Revision (DSM‐5) 2013 (E) bzw 2015 (D) erschienen
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TESTE DEIN WISSEN

Psychotrope Substanzen

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TESTE DEIN WISSEN

Definition:

  • Stoffe, die zentralnervös auf den Organismus wirken und Wahrnehmung, Denken, Fühlen, Handeln beeinflussen
  • Überwinden Blut‐Hirnschranke, beeinflussen synaptische Übertragung im ZNS
  • Wirkung (zumindest teilweise) positiv:
    • somatische Ebene
    • psychische Ebene
    • soziale Ebene
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TESTE DEIN WISSEN

Ziele diagnostischer
Klassifikationssysteme

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TESTE DEIN WISSEN
  • Beitrag zur Indikationsstellung:
    • Welche Intervention ist angezeigt?
      Aber: Diagnose meist nicht hinreichend zur Indikationsentscheidung
    • Hinweise auf Kontraindikationen: Welche Intervention ist NICHT angezeigt?
  • Verbesserte Kommunikation zwischen Forscher:innen, Praktiker:innen, Einrichtungen (in wissenschaftlichen Studien und in der Praxis wird vom „Gleichen“ gesprochen)
  • Informationsreduktion: von Diagnosen kann z.B. auf Störungsmerkmale (typische Symptome, …) geschlossen werden
  • Verbesserte Prognose im Hinblick auf den zu erwartenden Verlauf
  • Begründung und Rechtfertigung einer Behandlung (abrechnungstechnisch; Diagnosen für Abrechnung einer Intervention notwendig; auch zur Dokumentation eines Falles)
  • Wissenschaft: Bildung von Klassen (Diagnosen) ermöglicht empirische Analysen zu hypothetisch homogenen Gruppen von Patient:innen (z.B. Ätiologie, Epidemiologie, Symptomatologie, Behandlungsmöglichkeiten der Depression)
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TESTE DEIN WISSEN

Diagnostische Besonderheiten im


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TESTE DEIN WISSEN
  • Motivation der Patienten nicht immer gegeben
    ABER: Motivation ist KEIN stabiles Patientenmerkmal, sondern abhängig von Kontext (u.a.: Gesprächsführung)
  • Riskanter Konsum/Missbrauch muss dem Betroffenen nicht bewusst sein aufgrund von
    • gesellschaftlicher Akzeptanz
    • langsamer Entwicklung
  • Tendenz, zu verleugnen oder zu bagatellisieren ist Teil des Störungssyndroms und wird durch soziale Unerwünschtheit/Stigma noch verstärkt
    → Möglichst viele Informaonsquellen nutzen!
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Q:

Erfassung, Taxonomie

Deskriptive Psychopathologie:

A:

Phänomenologisch‐beschreibender/deskriptiver Ansatz. Basiert auf systematischer Symptomanalyse und bildet die Basis der klassifikatorischen Diagnostik

Q:

Psychopathologie

Definition

A:

Die Wissenschaft von der Erfassung, Taxonomie und Erklärung derjenigen Veränderungen des Erlebens, Verhaltens und der Persönlichkeit, die aus der Norm fallen und/oder Leiden verursachen und daher als Ausdruck psychischer Störungen aufgefasst werden.

Q:

Erklärung

Experimantelle Psychopathologie:

A:

Variablen & Prozesse, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen beitragen, untersuchen.

Q:

Arten von Diagnostik
in der klinischen Psychologie (1)

A:

Klassifikatorische Diagnostik (Hauptinhalt dieser Vorlesung):
Zuweisung von Diagnosen zu einem Symptomkomplex einer Person.
→ Regeln sind in der Psychopathologie (Lehre von psychischen Störungsphänomenen) festgelegt.

Q:

Legale vs. illegale Substanzen:
Gesellschaftspolitische Einflüsse

A:
  • Unterscheidung legal/illegal gesellschaftspolitisch mitbedingt
    → beeinflusst von fiskalischen Kriterien von Staat und Wirtschat
    → spiegelt nicht exakt Gefährlichkeit, Burden of disease, etc…
    → beeinflusst: Prävalenzraten & Sicht auf Betroffene
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Q:

Krankheitsdiagnose Vorteile

A:

Nachvollziehbarkeit und Reliabilität durch deskriptive, kriteriumsorientierte und operationalisierte Klassifikationssysteme gestiegen. Dies dient als Basis für ...
präzise Kommunikation: vom Gleichen sprechen
Wissenschaftliche Untersuchung von (hypothetisch) homogenen Gruppen ermöglicht Erkenntnisgewinn bzgl Aetiologie, Epidemiologie, Behandlung…
Therapieindikation & Prognose in der Praxis werden durch klassifikatorische Diagnostik unterstützt
Rechtliche und abrechnungstechnische Fragen: Diagnose zur Dokumentation und Abrechnung nötig

Q:

Arten von Diagnostik
in der klinischen Psychologie (2)

A:

Abzugrenzen von Klassifikatorische Diagnostik:

  • Funktionale Diagnostik (es geht um Erklärungen): Faktoren zu Ursachen und Aufrechterhaltung der psychischen Störung klären, Bedingungsanalyse zum Beispiel zur Mikroplanung der Therapie. Unterschiedlich je nach Therapieschule.
  • Prozessdiagnostik (es geht um Veränderungen): Verlaufsmessungen zur Steuerung und Adaption der Intervention
    ↔ Gegenstück: Statusdiagnostik: Erfassung des aktuellen Zustandes
  • Strukturdiagnostik = relativ dauerhafte Eigenschaften einer Person erschliessen (Persönlichkeitsdiagnostik)
Q:

Fazit zur klassifikatorischen Diagnostik

A:
  • Klassifikation bringt viele Vorteile, sollte jedoch mit Bedacht angewendet werden
  • Diagnosen sind wissenschaftstheoretische Konstrukte: Diskussion um Validität von Diagnosen wurde und wird laufend geführt: Wie genau bilden diagnostische Kategorien reale Krankheitseinheiten ab?
    → Deshalb auch fortlaufende Anpassung von Diagnosesystemen
  • Diagnostische Klassifikation ist heute notwendig, aber im Kontext der individualisierten Therapie nicht hinreichend
  • Diagnostische Klassifikationssysteme sind heute: atheoretisch, deskriptiv, kriteriumsorientiert und operationalisiert
    → damit Diagnosen reliabler gestellt werden können
  • Menschen/Kliniker:innen klassifizieren sowieso: Deshalb besser explizit und anhand operationalisierter Kriterien
Q:

Klassifikationssysteme psychischer Störungen 

DSM

A:

Diagnostic and Statistical Manual of Mental
Disorders (DSM)

  • American Psychiatric Association (APA)
  • Nur psychische Störungen
  • Differenziertere Beschreibung psychischer Störungen als in ICD
  • Wissenschaftsnähe: In Forschung fast verpflichtend
  • 5te Revision (DSM‐5) 2013 (E) bzw 2015 (D) erschienen
Q:

Psychotrope Substanzen

A:

Definition:

  • Stoffe, die zentralnervös auf den Organismus wirken und Wahrnehmung, Denken, Fühlen, Handeln beeinflussen
  • Überwinden Blut‐Hirnschranke, beeinflussen synaptische Übertragung im ZNS
  • Wirkung (zumindest teilweise) positiv:
    • somatische Ebene
    • psychische Ebene
    • soziale Ebene
Q:

Ziele diagnostischer
Klassifikationssysteme

A:
  • Beitrag zur Indikationsstellung:
    • Welche Intervention ist angezeigt?
      Aber: Diagnose meist nicht hinreichend zur Indikationsentscheidung
    • Hinweise auf Kontraindikationen: Welche Intervention ist NICHT angezeigt?
  • Verbesserte Kommunikation zwischen Forscher:innen, Praktiker:innen, Einrichtungen (in wissenschaftlichen Studien und in der Praxis wird vom „Gleichen“ gesprochen)
  • Informationsreduktion: von Diagnosen kann z.B. auf Störungsmerkmale (typische Symptome, …) geschlossen werden
  • Verbesserte Prognose im Hinblick auf den zu erwartenden Verlauf
  • Begründung und Rechtfertigung einer Behandlung (abrechnungstechnisch; Diagnosen für Abrechnung einer Intervention notwendig; auch zur Dokumentation eines Falles)
  • Wissenschaft: Bildung von Klassen (Diagnosen) ermöglicht empirische Analysen zu hypothetisch homogenen Gruppen von Patient:innen (z.B. Ätiologie, Epidemiologie, Symptomatologie, Behandlungsmöglichkeiten der Depression)
Q:

Diagnostische Besonderheiten im


A:
  • Motivation der Patienten nicht immer gegeben
    ABER: Motivation ist KEIN stabiles Patientenmerkmal, sondern abhängig von Kontext (u.a.: Gesprächsführung)
  • Riskanter Konsum/Missbrauch muss dem Betroffenen nicht bewusst sein aufgrund von
    • gesellschaftlicher Akzeptanz
    • langsamer Entwicklung
  • Tendenz, zu verleugnen oder zu bagatellisieren ist Teil des Störungssyndroms und wird durch soziale Unerwünschtheit/Stigma noch verstärkt
    → Möglichst viele Informaonsquellen nutzen!
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