Gesundheitspsychologie & Verhaltensmedizin at Universität Bern | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Gesundheitspsychologie & Verhaltensmedizin an der Universität Bern

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TESTE DEIN WISSEN
Einführung und Grundlagen
beschreibe die 5 häufigsten Todesarten in den Industrieländern
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TESTE DEIN WISSEN
1. Herz-Kreislauf-Erkrankungen 
2. Malignome; bösartige Tumore
3. Atmung; Asthma, Lungenkrebs
4. Verdauung; Diabetes
5. Unfälle; nicht-chronische Unfälle, Autounfälle

=> Bei der überwiegenden Zahl der Todesfälle liegt ein komplexes und lang dauerndes Zusammenwirken von multiplen Risikofaktoren vor (z.B. Rauchen, Bewegungsmangel, Ernährung, Prädispositionen)
  • multikausaler Zusammenhang wird vermutet jedoch nur eine Korrelation bestätigt!
  • => Statistische (epidemiologische) Zusammenhänge, nicht Kausalität
 
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TESTE DEIN WISSEN
Einführung und Grundlagen
- definiere Gesundheitspsychologie
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TESTE DEIN WISSEN
- Gesundheitspsychologie ist der Bereich, der mit menschlichem Verhalten im Kontext von Gesundheit und Krankheit zu tun hat

- Sie befasst sich vor allem mit der Analyse und Beeinflussung gesundheitsbezogener Verhaltensweisen auf individueller und kognitiver Ebene sowie mit den psychosozialen Grundlagen von Krankheit und Krankheitsbewältigung

- Gegenstand der Gesundheitspsychologie sind psychologische Prozesse, die bei der Förderung und Erhaltung von Gesundheit, Vermeidung von Krankheit und in der Gesundheitsversorgung und Rehabilitation eine Rolle spielen
  • Primärer Fokus auf Klärung der Erhaltung und Wiederherstellung körperlicher Gesundheit
    • Abgrenzung zur klinischen Psy. Da es um Prävention, jedoch nicht um Diagnostik und Behandlung geht
  • Stark dem bio-psycho-sozialen Verständnis von Gesundheit verpflichtet.
 
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TESTE DEIN WISSEN
Einführung und Grundlagen
- nenne vier wichtige Schlussfolgerungen des Verhaltenstheoretischen Modells von Krankheiten
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TESTE DEIN WISSEN
-Verhalten trägt (ungünstig) zu Erkrankungen bei
- Verhalten trägt (günstig) zur Bewältigung/Heilung bei 
- Verhalten ist (auch) erlernt (zwar teilweise genetisch mitbestimmt, jedoch veränderbar!)
- Verhalten ist durch Lernen veränderbar
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TESTE DEIN WISSEN
Grundlagen
- definiere Verhaltensmedizin
- erläutere 3 Verfahren der Verhaltensänderung

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TESTE DEIN WISSEN
Definition Verhaltensmedizin
- Die klinische Anwendung von Techniken, die aus der experimentellen Analyse von Verhalten abgeleitet und zur Evaluation, Prävention und Behandlung körperlicher Erkrankungen oder physiologischer Funktionsstörungen eingesetzt werden, und

- Die empirische Erforschung der Zusammenhänge zwischen Verhalten, somatischen Erkrankungen und Problemen der Gesundheitsversorgung.

=> Die Verhaltensmedizin ist aus der Verhaltenstherapie hervor- gegangen.

Verfahren der Verhaltensänderung
- Ärgermanagement nach Novaco,
• Biofeedback nach Miller,
• Dialektisch-behaviorale Therapie der Borderline Persönlichkeitsstörung nach Linehan,
• EMDR nach Shapiro,
• Entspannungstraining (v.a. Progressive Muskelentspannung),
• Konfrontationstherapie (u.a. Systematische Desensibilisierung, Flooding),
• Kognitive Therapie nach Aaron T. Beck,
 
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Gesundheitsverhaltensänderung I

- beschreibe die 4 Quellen der Selbstwirksamkeitserwartung der sozial-kognitive Theorie (Bandura)

beschreibe die Empirische Evidenz der sozial-kognitiven Theorie


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TESTE DEIN WISSEN

Quellen der Selbstwirksamkeit

1. Mastery Experience (stärktste Methode um SWE zu fördern)

  • Als Individuum Erfahrung machen, dass man es schaffen kann 
  • vlt indem man kleinere Schritte mach

2. Vicarious Experience

  • Stellvertretene Erfahrung, Beobachtung
  • Sie schafft es, ich schaffe es demfalls auch 

3. Verbal Persuasion

  • zb. Coach : " du schaffst dies, du hast auch schon andere Sachen erreicht!"

4. Physiological States (fördert SWE am wenigsten!

  • wie man sich selber wahrnimmt während man Verhalten ausführt
  • kann SWE negativ beeinflussen


Empirische Evidenz
• Selbstwirksamkeit = stärkster Prädiktor
• Ziele und Handlungsergebniserwartung ebenfalls wichtig
• Weitere Faktoren schwächere Effekte (zb. SÖS!)

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Grundlage
- definiere Gesundheitsverhalten 
- was sind Einstellungen und wie wirken diese zusammen mit Reakitonsdisposition?
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Gesundheitsverhalten
- Unter Gesundheitsverhalten wird eine präventive Lebensweise verstanden, die Schäden (z.B. Erkrankungen oder Unfälle) fernhält, die Fitness fördert (Salutogenese) und somit auch die Lebenserwartung verlängern kann.

Einstellungen
= sind Bewertungen gegenüber bestimmten Objekten, wie Menschen, Produkten oder Tätigkeiten.

Reaktionsdisposition 
= die Bereitschaft verstanden, auf ein Einstellungsobjekt in einer bestimmten Art zu reagieren.

- Nach Fishbein und Ajzen (1975) ist dies für das Verhalten zentral, Einstellungen sind demnach die Summe von Meinungen (beliefs) und einer subjektiven Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis eintrifft.
  • In der Motivationspsychologie spricht man in diesem Zusammenhang von Erwartungs x Wert Modellen.
    • Das Ergebnis eines solchen Evaluationsprozesses wäre beispielsweise, sich vorzunehmen, in ein Fitness-Center zu gehen oder mit dem Rauchen aufzuhören.
      • Das tatsächliche Verhalten hängt möglicherweise von zusätzlichen Faktoren ab.
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TESTE DEIN WISSEN

Gesundheitsförderung und Prävention

- definiere Prävention vs. Gesundheitsförderung

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Prävention

• Prävention umfasst Massnahmen, mit deren Hilfe Krankheiten verbessert oder verhindert werden sollen.
• Die Massnahmen richten sich an bestimmte Zielgruppen und haben klare Ziele.
• Präventive Massnahmen können nur mit Hilfe epidemiologischen Wissens sinnvoll geplant und umgesetzt werden.


Gesundheitsförderung
- Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Mass an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen. 


- Die Verantwortung für Gesundheitsförderung liegt deshalb
nicht nur beim Gesundheitssektor, sondern bei allen Politikbereichen und zielt über die Entwicklung gesünderer Lebensweisen hinaus auf die Förderung von umfassendem Wohlbefinden hin (WHO, 1986).

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Grundlagen
- beschreibe die vier Faktoren der Etablierung der GP und VM
- beschreibe gemeinsame Risikofaktoren für nicht-übertragbare Krankheiten
- erläutere Kurz die Säftelehre
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Etablierung von Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin
1) Fortschritte in der Verhaltensanalyse und Verhaltensmodifikation (positives statt aversives Verstärkerlernen, kognitive Wende, Wirksamkeitsnachweis)
2) Biofeedback (erwies sich besonders wirksam in der Reduktion von Hypertonie)
  • zusammenhang zw. Leib & Seele
3) Die Bedeutung von chronischen Erkrankungen für die Mortalität
4) Kostenexplosion im Gesundheitswesen (case management, Prävention)
  • 51.686 Mia. CHF für chronisch nich-übertragbare Krankheiten

Gemeinsame Risikofaktoren, welche die GP und VM probiert zu beeinflussen
  • Tabakkonsum
  • Physische Inaktivität
  • Übermässiger
  • Alkoholkonsum
  • Ungesunde Ernährung

Zusammenhang Soma und Psyche
- Lehre der Säfte
- geistige Zustände durch Fehlmischung der Säfte 
- Ziel ist es Säfte in Gleichgewicht zu bringen
  • schwarze Galle zb. Für Depression, Melancholie
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Gesundheitsverhaltensänderung I

- kritisiere die sozial kognitive Theorie

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Kritische Würdigung
• Selbstwirksamkeit und ihre Quellen

  • grösste Errungenschaft!

• Einbezug der Umwelt ins persönliche Handeln
• Spezifiziert wie man Verhalten ändern kann
• Theorie komplex
• Weniger breit untersucht

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Gesundheitsverhaltensänderung II

- vergleiche die Kontinuum vs. Stadienmodelle bezüglich Charakteristiken und Schwächen

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Kontinuummodelle

Charakteristiken:

  •  Vorhersage von Verhalten => Wahrscheinlichkeit, Verhalten auszuführen
  • Verhaltensänderung: Bewegung auf Kontinuum 
  • Interventionen: Klassischerweise dieselben für alle

Schwächen:

  • Statisch: Verhaltensänderungs-  prozesse wenig berücksichtigt
  • Vernachlässigung volitionaler Prozesse
  • Empirie: Modelle sagen Verhaltensänderung schlechter vorher als Verhalten


Stadienmodelle

Charakteristiken:

  • Personen in versch. Stufen unterscheiden sich qualitativ
  • Fokus liegt auf Verhaltensänderung
  • Versuchen die Intentions- Verhaltens-Lücke zu überbrücken (Volition)
  • Interventionen: Massgeschneidert (tailored)


Schwächen:

  • Anzahl Stufen unklar
  • Übergänge zwischen Stufen unklar
  • Kategorisierung von Individuen schwierig/aufwändig
  • Zeitspanne der Stufen kontrovers
  • Sehr komplex als Kontinuummodelle !
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Gesundheitsförderung und Prävention

- mit was befasst sich die Epidemiologie ?

- erkläre Prävalenz, Inzidenz, Sterbe-/Mortalitätsrate

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Epidemiologie
Die Epidemiologie befasst sich mit jenen Einflüssen, die zu Gesundheit und Krankheit in einer Population führen 

Begriffe:
• Prävalenz (Zahl der Erkrankten / Anzahl Gesamtpopulation)
• Inzidenz (Neuerkrankungen / (Zeitraum x Anzahl))
Sterbe- oder Mortalitätsrate (Sterbefälle rel. zur Bevölkerung)


=> Prävalenz und Inzidenz werden anhand Zufallsstichproben erhoben


Inzidenz - Bsp Covid

basiert jedoch nicht auf Zufallsstichproben sondern auf gemeldete Fälle / Tests

- hohe dunkel Ziffer


Inzidenz in Kalenderwoche 08 in der Schweiz:
InzidenzKW08 = 105’092 / 8.637 Mio * 100’000 = 1’217

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Gesundheitsförderung und Prävention

- erkläre Vermeidbare Sterblichkeit

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Vermeidbare Sterblichkeit
⇒ Mortalität vor 65 Jahren


- Die altersspezifische Mortalität gibt die Todesfälle pro Altersklasse an (z.B. > 85)
- Vermeidbare Sterblichkeit oder „verlorene Lebensjahre“ meint, dass bestimmte Krankheiten mit Todesfolge bis zu einer gewissen Altersgrenze generell vermeidbar sind.

- PYLL = Potential Years of Life Lost


=> Diese Zahl zeigt einen präventiven Handlungsbedarf an.

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  • 149038 Karteikarten
  • 1519 Studierende
  • 36 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Gesundheitspsychologie & Verhaltensmedizin Kurs an der Universität Bern - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Einführung und Grundlagen
beschreibe die 5 häufigsten Todesarten in den Industrieländern
A:
1. Herz-Kreislauf-Erkrankungen 
2. Malignome; bösartige Tumore
3. Atmung; Asthma, Lungenkrebs
4. Verdauung; Diabetes
5. Unfälle; nicht-chronische Unfälle, Autounfälle

=> Bei der überwiegenden Zahl der Todesfälle liegt ein komplexes und lang dauerndes Zusammenwirken von multiplen Risikofaktoren vor (z.B. Rauchen, Bewegungsmangel, Ernährung, Prädispositionen)
  • multikausaler Zusammenhang wird vermutet jedoch nur eine Korrelation bestätigt!
  • => Statistische (epidemiologische) Zusammenhänge, nicht Kausalität
 
Q:
Einführung und Grundlagen
- definiere Gesundheitspsychologie
A:
- Gesundheitspsychologie ist der Bereich, der mit menschlichem Verhalten im Kontext von Gesundheit und Krankheit zu tun hat

- Sie befasst sich vor allem mit der Analyse und Beeinflussung gesundheitsbezogener Verhaltensweisen auf individueller und kognitiver Ebene sowie mit den psychosozialen Grundlagen von Krankheit und Krankheitsbewältigung

- Gegenstand der Gesundheitspsychologie sind psychologische Prozesse, die bei der Förderung und Erhaltung von Gesundheit, Vermeidung von Krankheit und in der Gesundheitsversorgung und Rehabilitation eine Rolle spielen
  • Primärer Fokus auf Klärung der Erhaltung und Wiederherstellung körperlicher Gesundheit
    • Abgrenzung zur klinischen Psy. Da es um Prävention, jedoch nicht um Diagnostik und Behandlung geht
  • Stark dem bio-psycho-sozialen Verständnis von Gesundheit verpflichtet.
 
Q:
Einführung und Grundlagen
- nenne vier wichtige Schlussfolgerungen des Verhaltenstheoretischen Modells von Krankheiten
A:
-Verhalten trägt (ungünstig) zu Erkrankungen bei
- Verhalten trägt (günstig) zur Bewältigung/Heilung bei 
- Verhalten ist (auch) erlernt (zwar teilweise genetisch mitbestimmt, jedoch veränderbar!)
- Verhalten ist durch Lernen veränderbar
Q:
Grundlagen
- definiere Verhaltensmedizin
- erläutere 3 Verfahren der Verhaltensänderung

A:
Definition Verhaltensmedizin
- Die klinische Anwendung von Techniken, die aus der experimentellen Analyse von Verhalten abgeleitet und zur Evaluation, Prävention und Behandlung körperlicher Erkrankungen oder physiologischer Funktionsstörungen eingesetzt werden, und

- Die empirische Erforschung der Zusammenhänge zwischen Verhalten, somatischen Erkrankungen und Problemen der Gesundheitsversorgung.

=> Die Verhaltensmedizin ist aus der Verhaltenstherapie hervor- gegangen.

Verfahren der Verhaltensänderung
- Ärgermanagement nach Novaco,
• Biofeedback nach Miller,
• Dialektisch-behaviorale Therapie der Borderline Persönlichkeitsstörung nach Linehan,
• EMDR nach Shapiro,
• Entspannungstraining (v.a. Progressive Muskelentspannung),
• Konfrontationstherapie (u.a. Systematische Desensibilisierung, Flooding),
• Kognitive Therapie nach Aaron T. Beck,
 
Q:

Gesundheitsverhaltensänderung I

- beschreibe die 4 Quellen der Selbstwirksamkeitserwartung der sozial-kognitive Theorie (Bandura)

beschreibe die Empirische Evidenz der sozial-kognitiven Theorie


A:

Quellen der Selbstwirksamkeit

1. Mastery Experience (stärktste Methode um SWE zu fördern)

  • Als Individuum Erfahrung machen, dass man es schaffen kann 
  • vlt indem man kleinere Schritte mach

2. Vicarious Experience

  • Stellvertretene Erfahrung, Beobachtung
  • Sie schafft es, ich schaffe es demfalls auch 

3. Verbal Persuasion

  • zb. Coach : " du schaffst dies, du hast auch schon andere Sachen erreicht!"

4. Physiological States (fördert SWE am wenigsten!

  • wie man sich selber wahrnimmt während man Verhalten ausführt
  • kann SWE negativ beeinflussen


Empirische Evidenz
• Selbstwirksamkeit = stärkster Prädiktor
• Ziele und Handlungsergebniserwartung ebenfalls wichtig
• Weitere Faktoren schwächere Effekte (zb. SÖS!)

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Q:
Grundlage
- definiere Gesundheitsverhalten 
- was sind Einstellungen und wie wirken diese zusammen mit Reakitonsdisposition?
A:
Gesundheitsverhalten
- Unter Gesundheitsverhalten wird eine präventive Lebensweise verstanden, die Schäden (z.B. Erkrankungen oder Unfälle) fernhält, die Fitness fördert (Salutogenese) und somit auch die Lebenserwartung verlängern kann.

Einstellungen
= sind Bewertungen gegenüber bestimmten Objekten, wie Menschen, Produkten oder Tätigkeiten.

Reaktionsdisposition 
= die Bereitschaft verstanden, auf ein Einstellungsobjekt in einer bestimmten Art zu reagieren.

- Nach Fishbein und Ajzen (1975) ist dies für das Verhalten zentral, Einstellungen sind demnach die Summe von Meinungen (beliefs) und einer subjektiven Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis eintrifft.
  • In der Motivationspsychologie spricht man in diesem Zusammenhang von Erwartungs x Wert Modellen.
    • Das Ergebnis eines solchen Evaluationsprozesses wäre beispielsweise, sich vorzunehmen, in ein Fitness-Center zu gehen oder mit dem Rauchen aufzuhören.
      • Das tatsächliche Verhalten hängt möglicherweise von zusätzlichen Faktoren ab.
Q:

Gesundheitsförderung und Prävention

- definiere Prävention vs. Gesundheitsförderung

A:

Prävention

• Prävention umfasst Massnahmen, mit deren Hilfe Krankheiten verbessert oder verhindert werden sollen.
• Die Massnahmen richten sich an bestimmte Zielgruppen und haben klare Ziele.
• Präventive Massnahmen können nur mit Hilfe epidemiologischen Wissens sinnvoll geplant und umgesetzt werden.


Gesundheitsförderung
- Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Mass an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen. 


- Die Verantwortung für Gesundheitsförderung liegt deshalb
nicht nur beim Gesundheitssektor, sondern bei allen Politikbereichen und zielt über die Entwicklung gesünderer Lebensweisen hinaus auf die Förderung von umfassendem Wohlbefinden hin (WHO, 1986).

Q:
Grundlagen
- beschreibe die vier Faktoren der Etablierung der GP und VM
- beschreibe gemeinsame Risikofaktoren für nicht-übertragbare Krankheiten
- erläutere Kurz die Säftelehre
A:
Etablierung von Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin
1) Fortschritte in der Verhaltensanalyse und Verhaltensmodifikation (positives statt aversives Verstärkerlernen, kognitive Wende, Wirksamkeitsnachweis)
2) Biofeedback (erwies sich besonders wirksam in der Reduktion von Hypertonie)
  • zusammenhang zw. Leib & Seele
3) Die Bedeutung von chronischen Erkrankungen für die Mortalität
4) Kostenexplosion im Gesundheitswesen (case management, Prävention)
  • 51.686 Mia. CHF für chronisch nich-übertragbare Krankheiten

Gemeinsame Risikofaktoren, welche die GP und VM probiert zu beeinflussen
  • Tabakkonsum
  • Physische Inaktivität
  • Übermässiger
  • Alkoholkonsum
  • Ungesunde Ernährung

Zusammenhang Soma und Psyche
- Lehre der Säfte
- geistige Zustände durch Fehlmischung der Säfte 
- Ziel ist es Säfte in Gleichgewicht zu bringen
  • schwarze Galle zb. Für Depression, Melancholie
Q:

Gesundheitsverhaltensänderung I

- kritisiere die sozial kognitive Theorie

A:

Kritische Würdigung
• Selbstwirksamkeit und ihre Quellen

  • grösste Errungenschaft!

• Einbezug der Umwelt ins persönliche Handeln
• Spezifiziert wie man Verhalten ändern kann
• Theorie komplex
• Weniger breit untersucht

Q:

Gesundheitsverhaltensänderung II

- vergleiche die Kontinuum vs. Stadienmodelle bezüglich Charakteristiken und Schwächen

A:

Kontinuummodelle

Charakteristiken:

  •  Vorhersage von Verhalten => Wahrscheinlichkeit, Verhalten auszuführen
  • Verhaltensänderung: Bewegung auf Kontinuum 
  • Interventionen: Klassischerweise dieselben für alle

Schwächen:

  • Statisch: Verhaltensänderungs-  prozesse wenig berücksichtigt
  • Vernachlässigung volitionaler Prozesse
  • Empirie: Modelle sagen Verhaltensänderung schlechter vorher als Verhalten


Stadienmodelle

Charakteristiken:

  • Personen in versch. Stufen unterscheiden sich qualitativ
  • Fokus liegt auf Verhaltensänderung
  • Versuchen die Intentions- Verhaltens-Lücke zu überbrücken (Volition)
  • Interventionen: Massgeschneidert (tailored)


Schwächen:

  • Anzahl Stufen unklar
  • Übergänge zwischen Stufen unklar
  • Kategorisierung von Individuen schwierig/aufwändig
  • Zeitspanne der Stufen kontrovers
  • Sehr komplex als Kontinuummodelle !
Q:

Gesundheitsförderung und Prävention

- mit was befasst sich die Epidemiologie ?

- erkläre Prävalenz, Inzidenz, Sterbe-/Mortalitätsrate

A:

Epidemiologie
Die Epidemiologie befasst sich mit jenen Einflüssen, die zu Gesundheit und Krankheit in einer Population führen 

Begriffe:
• Prävalenz (Zahl der Erkrankten / Anzahl Gesamtpopulation)
• Inzidenz (Neuerkrankungen / (Zeitraum x Anzahl))
Sterbe- oder Mortalitätsrate (Sterbefälle rel. zur Bevölkerung)


=> Prävalenz und Inzidenz werden anhand Zufallsstichproben erhoben


Inzidenz - Bsp Covid

basiert jedoch nicht auf Zufallsstichproben sondern auf gemeldete Fälle / Tests

- hohe dunkel Ziffer


Inzidenz in Kalenderwoche 08 in der Schweiz:
InzidenzKW08 = 105’092 / 8.637 Mio * 100’000 = 1’217

Q:

Gesundheitsförderung und Prävention

- erkläre Vermeidbare Sterblichkeit

A:

Vermeidbare Sterblichkeit
⇒ Mortalität vor 65 Jahren


- Die altersspezifische Mortalität gibt die Todesfälle pro Altersklasse an (z.B. > 85)
- Vermeidbare Sterblichkeit oder „verlorene Lebensjahre“ meint, dass bestimmte Krankheiten mit Todesfolge bis zu einer gewissen Altersgrenze generell vermeidbar sind.

- PYLL = Potential Years of Life Lost


=> Diese Zahl zeigt einen präventiven Handlungsbedarf an.

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