Geschlecht Und Politik at Universität Bern | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Geschlecht und Politik an der Universität Bern

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TESTE DEIN WISSEN

Einführung

Policy Perspektive

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TESTE DEIN WISSEN

Zwei Sichtweisen auf «Policies»:

1. Policies im Sinne von politischen Massnahmen

  • Inwiefern verringern oder vergrössern politische Massnahmen und Instrumente Geschlechterungleichheiten?
  • Auch: Haben solche Massnahmen die intendierten Effekte? 
  • Konkret: Politische Bildung und Geschlechterquoten

2. Policies im Sinne von politischen Inhalten

  • Wie reagieren Männer und Frauen auf politische Informationsvermittlung?
  • «Wirken» Kampagnen unterschiedlich auf Männer und Frauen?
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TESTE DEIN WISSEN

Genderquoten

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TESTE DEIN WISSEN
  • Bsp. einer Massnahme, die direkt auf die Verminderung von Geschlechterunterschieden ausgerichtet ist
  • Als Reaktion auf die nur langsam steigenden Frauenanteile in Parlamenten
    • “placing the burden of recruitment not on the individual woman, but on those who control the recruitment process” (Dahlerup 2006)
  • Unterdessen weit verbreitet: In über 100 Ländern gibt es irgendeine Art von Quote
  • Nebenbemerkung: Sind Quoten eine Policy oder ein institutionelles Element von Wahlsystemen?
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TESTE DEIN WISSEN

Genderquoten 

Gründe für die Verbreitug von Frauenquoten (Krook & Schwindt-Bayer 2013)

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TESTE DEIN WISSEN
  • Frauenmobilisierung
  • Strategische Entscheidung politischer Eliten
  • Partei- oder länderspezifische Normen von Gleichheit und Repräsentation
  • Internationaler und transnationaler Druck
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TESTE DEIN WISSEN

Zetterbergs (2009) Ansatz

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TESTE DEIN WISSEN

Fallauswahl: Lateinamerika

  • Argentinien als Vorreiter
  • Gesetzliche Kandidierenden-Quoten in ca. der Hälfte der Länder
  • Genügend Zeit seit Einführung

Zwei Indikatoren zur Messung von Quoten:

  • Hat das Land 2005 eine Quote?
  • Sanktionen, Regeln zur Reihenfolge?

Abhängige Variablen: Einstellungen und Verhalten

Lagged variables zur «Kontrolle» auf umgekehrte Kausalität

  • Ein typisches Endogenitätsproblem – ohne Lösung
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TESTE DEIN WISSEN

Befunde aus Lateinamerika

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TESTE DEIN WISSEN
  • Es gibt keinen robusten Zusammenhang zwischen Quoten und dem politischen Engagement (Einstellungen und Verhalten) von Frauen
  • Mögliche Gründe:
    • Frauen auf den Listen zu haben bedeutet noch nicht, dass Frauen gewählt werden
    • Existierende Machtstrukturen und Normen
      • Aus anderen Bereichen: Policies wirken dann, wenn sie auf entsprechende Einstellungen treffen
    • Zu geringe Sichtbarkeit (kein Signal)
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TESTE DEIN WISSEN

Ein Gender-spezifischer Kampagneneffekt?

Argumente, die dafür sprechen:

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TESTE DEIN WISSEN
  1. Ein egalisierender Effekt: Kampagnen sind v.a. für jene wichtig, die geringe Ressourcen haben (Tolbert et al. 2009)
    1. Frauen gehören zu jenen mit geringeren Ressourcen
  2. Ein ungleichheitsverstärkender Effekt:
    1. Kampagnen beeinflussen v.a. jene, die bereits eine Parteibindung haben (Holbrook & McClurg 2005)
    2. Frauen sind skeptisch gegenüber kontroversen Kampagnen (Lipsitz et al. 2005) und beachten sie deshalb weniger
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TESTE DEIN WISSEN

Die Argumente

Kittilson & Fridkin (2008)

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TESTE DEIN WISSEN
  • Befunde der 1980er und 1990er Jahre:
    • Frauen erhalten weniger Medienaufmerksamkeit
    • Auch: Andere Inhalte, Gender-Stereotype
    • Das schmälert ihre Wahlchancen
  • Jüngere Studien gehen davon aus, dass sich die Unterschiede verringert haben.
  • Aber auch: Männliche und weibliche Kandidierende setzen selbst unterschiedliche Foki.
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TESTE DEIN WISSEN

Wann ist die Kampagne "gendered"?

Kittilson & Fridkin (2008)

Zwei Dimensionen

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TESTE DEIN WISSEN

Die «candidate-centered nature» von Kampagnen

  • Persönlichkeits- vs. Parteiwahlen
  • Parlamentarische vs. präsidentielle Systeme
  • Parteilisten vs. «party primaries»
  • Zahl der Stimmen

Die Frauenrepräsentation in der politischen Arena

  • Wenige Frauen provozieren bei den Medien einen stärkeren Fokus auf das «Frauen-Spezifische»
  • Mehr Frauen liefern variierende, den Stereotypen entgegenlaufende Informationen
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TESTE DEIN WISSEN

Was unter dem Gender Gap verstanden wird

Allgemein: Geschlechter-Differenzen in politische Präferenzen

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TESTE DEIN WISSEN
  • «[T]he gender gap refers to male-female differences in party identification and voting behavior» (Kaufmann 2006: 447)
  • «We recognize that the term «gender gap» concerns a multidimensional political phenomenon that can refer to any political differences between women and men […], but the concern of this article is restricted to comparing voting choices» (Inglehart & Norris 2000: 442)
  • Operationalisierungen: Geschlechterunterschiede…
    • in der politischen Ideologie
    • in der Parteienwahl (oder Präsidentenwahl)
    • bezüglich konkreter Policy-Präferenzen oder «issue salience»
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TESTE DEIN WISSEN

Die Geschichte des "gender voting gaps"

Drei Phasen

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TESTE DEIN WISSEN
  • Der traditionelle Gender-Gap: Bis in die 1970er Jahre: Frauen wählten häufiger konservative und rechte Parteien als Männer
  • «Gender dealignment»: Diese Geschlechterunterschiede verschwanden in den entwickelten Demokratien in den 1980er Jahren
  • Der moderne Gender-Gap: Frauen entscheiden und wählen «linker»
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TESTE DEIN WISSEN

Eine Erklärung 

A development theory of the gender gap (Ingelhart & Norris 2000)

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TESTE DEIN WISSEN

These: Die Entwicklung des gender voting gaps ist vom gesellschaftlichen Modernisierungsprozess geprägt

  • Traditionelle Gesellschaften basieren auf segmentierten Geschlechterrollen
  • Modernisierungsprozess verändert die Geschlechterrollen und beeinflusst das politische Verhalten von Frauen und Männern
  • Strukturelle Faktoren
    • Frauenerwerbstätigkeit und erlebte Ungleichheit
    • Säkularisierung
  • Strukturelle Faktoren interagieren mit und verändern kulturelle Faktoren
    • Postmaterielle Einstellungen
    • Geschlechterrelevante Normen
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TESTE DEIN WISSEN

Was wir daraus ziehen

Der Internationale und temporale Vergleich

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • «Frauenanteil» von 24% global (Politik 16%)
  • Keine Veränderung seit 2010
  • Massnahmen im Vergleich: BBC’s «50:50 project»
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Q:

Einführung

Policy Perspektive

A:

Zwei Sichtweisen auf «Policies»:

1. Policies im Sinne von politischen Massnahmen

  • Inwiefern verringern oder vergrössern politische Massnahmen und Instrumente Geschlechterungleichheiten?
  • Auch: Haben solche Massnahmen die intendierten Effekte? 
  • Konkret: Politische Bildung und Geschlechterquoten

2. Policies im Sinne von politischen Inhalten

  • Wie reagieren Männer und Frauen auf politische Informationsvermittlung?
  • «Wirken» Kampagnen unterschiedlich auf Männer und Frauen?
Q:

Genderquoten

A:
  • Bsp. einer Massnahme, die direkt auf die Verminderung von Geschlechterunterschieden ausgerichtet ist
  • Als Reaktion auf die nur langsam steigenden Frauenanteile in Parlamenten
    • “placing the burden of recruitment not on the individual woman, but on those who control the recruitment process” (Dahlerup 2006)
  • Unterdessen weit verbreitet: In über 100 Ländern gibt es irgendeine Art von Quote
  • Nebenbemerkung: Sind Quoten eine Policy oder ein institutionelles Element von Wahlsystemen?
Q:

Genderquoten 

Gründe für die Verbreitug von Frauenquoten (Krook & Schwindt-Bayer 2013)

A:
  • Frauenmobilisierung
  • Strategische Entscheidung politischer Eliten
  • Partei- oder länderspezifische Normen von Gleichheit und Repräsentation
  • Internationaler und transnationaler Druck
Q:

Zetterbergs (2009) Ansatz

A:

Fallauswahl: Lateinamerika

  • Argentinien als Vorreiter
  • Gesetzliche Kandidierenden-Quoten in ca. der Hälfte der Länder
  • Genügend Zeit seit Einführung

Zwei Indikatoren zur Messung von Quoten:

  • Hat das Land 2005 eine Quote?
  • Sanktionen, Regeln zur Reihenfolge?

Abhängige Variablen: Einstellungen und Verhalten

Lagged variables zur «Kontrolle» auf umgekehrte Kausalität

  • Ein typisches Endogenitätsproblem – ohne Lösung
Q:

Befunde aus Lateinamerika

A:
  • Es gibt keinen robusten Zusammenhang zwischen Quoten und dem politischen Engagement (Einstellungen und Verhalten) von Frauen
  • Mögliche Gründe:
    • Frauen auf den Listen zu haben bedeutet noch nicht, dass Frauen gewählt werden
    • Existierende Machtstrukturen und Normen
      • Aus anderen Bereichen: Policies wirken dann, wenn sie auf entsprechende Einstellungen treffen
    • Zu geringe Sichtbarkeit (kein Signal)
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Q:

Ein Gender-spezifischer Kampagneneffekt?

Argumente, die dafür sprechen:

A:
  1. Ein egalisierender Effekt: Kampagnen sind v.a. für jene wichtig, die geringe Ressourcen haben (Tolbert et al. 2009)
    1. Frauen gehören zu jenen mit geringeren Ressourcen
  2. Ein ungleichheitsverstärkender Effekt:
    1. Kampagnen beeinflussen v.a. jene, die bereits eine Parteibindung haben (Holbrook & McClurg 2005)
    2. Frauen sind skeptisch gegenüber kontroversen Kampagnen (Lipsitz et al. 2005) und beachten sie deshalb weniger
Q:

Die Argumente

Kittilson & Fridkin (2008)

A:
  • Befunde der 1980er und 1990er Jahre:
    • Frauen erhalten weniger Medienaufmerksamkeit
    • Auch: Andere Inhalte, Gender-Stereotype
    • Das schmälert ihre Wahlchancen
  • Jüngere Studien gehen davon aus, dass sich die Unterschiede verringert haben.
  • Aber auch: Männliche und weibliche Kandidierende setzen selbst unterschiedliche Foki.
Q:

Wann ist die Kampagne "gendered"?

Kittilson & Fridkin (2008)

Zwei Dimensionen

A:

Die «candidate-centered nature» von Kampagnen

  • Persönlichkeits- vs. Parteiwahlen
  • Parlamentarische vs. präsidentielle Systeme
  • Parteilisten vs. «party primaries»
  • Zahl der Stimmen

Die Frauenrepräsentation in der politischen Arena

  • Wenige Frauen provozieren bei den Medien einen stärkeren Fokus auf das «Frauen-Spezifische»
  • Mehr Frauen liefern variierende, den Stereotypen entgegenlaufende Informationen
Q:

Was unter dem Gender Gap verstanden wird

Allgemein: Geschlechter-Differenzen in politische Präferenzen

A:
  • «[T]he gender gap refers to male-female differences in party identification and voting behavior» (Kaufmann 2006: 447)
  • «We recognize that the term «gender gap» concerns a multidimensional political phenomenon that can refer to any political differences between women and men […], but the concern of this article is restricted to comparing voting choices» (Inglehart & Norris 2000: 442)
  • Operationalisierungen: Geschlechterunterschiede…
    • in der politischen Ideologie
    • in der Parteienwahl (oder Präsidentenwahl)
    • bezüglich konkreter Policy-Präferenzen oder «issue salience»
Q:

Die Geschichte des "gender voting gaps"

Drei Phasen

A:
  • Der traditionelle Gender-Gap: Bis in die 1970er Jahre: Frauen wählten häufiger konservative und rechte Parteien als Männer
  • «Gender dealignment»: Diese Geschlechterunterschiede verschwanden in den entwickelten Demokratien in den 1980er Jahren
  • Der moderne Gender-Gap: Frauen entscheiden und wählen «linker»
Q:

Eine Erklärung 

A development theory of the gender gap (Ingelhart & Norris 2000)

A:

These: Die Entwicklung des gender voting gaps ist vom gesellschaftlichen Modernisierungsprozess geprägt

  • Traditionelle Gesellschaften basieren auf segmentierten Geschlechterrollen
  • Modernisierungsprozess verändert die Geschlechterrollen und beeinflusst das politische Verhalten von Frauen und Männern
  • Strukturelle Faktoren
    • Frauenerwerbstätigkeit und erlebte Ungleichheit
    • Säkularisierung
  • Strukturelle Faktoren interagieren mit und verändern kulturelle Faktoren
    • Postmaterielle Einstellungen
    • Geschlechterrelevante Normen
Q:

Was wir daraus ziehen

Der Internationale und temporale Vergleich

A:
  • «Frauenanteil» von 24% global (Politik 16%)
  • Keine Veränderung seit 2010
  • Massnahmen im Vergleich: BBC’s «50:50 project»
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